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Bibelübersetzung von Riessler-Storr


PHB
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Hallo,

 

ich habe gestern in einem Antiquariat eine Bibelübersetzung von Riessler-Storr erworben. Kann mir jemand etwas dazu sagen?

 

Sollte die Frage hier falsch sein, bitte ich um Entschuldigung.

 

Dank und Gruß

 

Peter

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Guest Corinna

Glückwunsch, PHB. Ich kenne die Übersetzung zwar nicht, weiss aber, dass Paul Rießler der Lehrer und Vorgänger von Fridolin Stier auf dem Tübinger Lehrstuhl für Altes Testament war. Ein echtes Schnäppchen, das Du da gemacht hast.

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Zitat von Corinna am 15:09 - 3.Januar.2003

Glückwunsch, PHB. Ich kenne die Übersetzung zwar nicht, weiss aber, dass Paul Rießler der Lehrer und Vorgänger von Fridolin Stier auf dem Tübinger Lehrstuhl für Altes Testament war. Ein echtes Schnäppchen, das Du da gemacht hast.

 

 

 

 

 


 

Ach, das freut mich, Corinna. Ich habe die Bibel gekauft, weil sie mir "von außen her" gefiel: Flexibler Ledereinband, Dünndruck, handlich. Daß sie mit Fridolin Stier "in Verbindung" steht, freut mich besonders.

 

Danke und Gruß

 

Peter

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Guest Juergen

Hallo Peter,

die Riessler-Storr-Bibel ("Grünewald") von von Paul Riessler und Rupert Storr erschien erstmals 1934 (als Vollbibel). Die m.W. letzte Ausgabe war die 9. Auflage Mainz:Matthias-Grünewald-Verlag, 1958. Vor dieser Vollbiebel gab es seit 1924 eine Ausgabe des AT von Riessler.

Paul Riessler war bei dieser Ausgabe/Übersetzung für das Alte Testament verantwortlich und Rupert Storr für das Neues Testament.

 

(Geändert von Juergen um 15:25 - 3.Januar.2003)

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Zitat von Juergen am 15:24 - 3.Januar.2003

Hallo Peter,

die Riessler-Storr-Bibel ("Grünewald&quot von von Paul Riessler und Rupert Storr erschien erstmals 1934 (als Vollbibel). Die m.W. letzte Ausgabe war die 9. Auflage Mainz:Matthias-Grünewald-Verlag, 1958. Vor dieser Vollbiebel gab es seit 1924 eine Ausgabe des AT von Riessler.

Paul Riessler war bei dieser Ausgabe/Übersetzung für das Alte Testament verantwortlich und Rupert Storr für das Neues Testament.

 

(Geändert von Juergen um 15:25 - 3.Januar.2003)


 

Danke, Jürgen, für die Hintergrundinformationen. Mein Exemplar ist die IX. Auflage von 1958, in der Tat aus dem Grünewald-Verlag.

 

Schönen Gruß

 

Peter

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Daraus:

 

R. ging von der Annahme aus, der Text der hebräischen Bibel sei eine in der Makkabäerzeit angefertigte Rückübersetzung aus einer griechischen Vorlage, die älter sei als die Septuaginta und der möglicherweise als älteste Form gar eine keilschriftliche Fassung zugrundegelegen habe. Diese von ihm postulierte Rückübersetzung aus dem Griechischen sah er als Ursache für die rund zweitausend cruces interpretum.

 

Hmm, interessante These. Wird die heute noch vertreten oder gilt sie als "erledigt" (was ja nichts über den Wahrheitsgehalt aussagt)?

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Guest Corinna

Das kann ich Dir auf die Schnelle nicht beantworten und weiss im Augenblick auch nicht, wo ich es nachschlagen könnte. Ich habe nur in Erinnerung, dass die Juden die Septuaginta zu "revidieren" begonnen haben sollen, nachdem sie "christlich besetzt" war... Aber es ist eine sehr schwammige Erinnerung, schaunmermal...

 

Corinna

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Handelt es sich um eine Bibel mit vollständigem Alten Testament oder wurden nur die Bücher der hebräischen Bibel übersetzt? (Im letzteren Fall wäre der Erwerb für mich weniger wichtig. "Halbe" Bibeln habe ich schon genug im Bücherschrank.)

Edited by Volker2
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Das ist die Ausgabe, die sowohl das Alte Testament, übersetzt von Riessler, und das Neue Testament, übersetzt von Storr, umfasst.
Die auf das Alte Testament gerichtete Frage von Volker2 ist damit jedoch nicht beantwortet: ob das "vollständige Alte Testament" oder "nur die hebräische Bibel" übersetzt worden sei. Wenn ich richtig rate, ist mit der Frage nach dem "vollständigen Alten Testament" gemeint, welchen Kanon die Riessler-Übersetzung umfasst: sie umfasst (sagt mein Buchhändler) den römisch-katholischen Kanon.

Für Juden allerdings ist die Bezeichnung "nur die hebräische Bibel" etwas befremdlich.

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Für Juden allerdings ist die Bezeichnung "nur die hebräische Bibel" etwas befremdlich.

Wieso? Wenn die Bücher, die nur auf Griechisch überliefert sind, nicht übersetzt wurden, wurde eben nur die hebräische Bibel übersetzt, aber nicht das christliche Alte Testament.

Einige Protestanten sehen das natürlich anders.

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"Nur" hat so einen herabsetzenden, geringschätzigen Beigeschmack. Es hat ja schließlich Gründe, weswegen die griechisch abgefassten Bücher nicht in den Kanon der hebräischen Bibel aufgenommen worden sind. Für Juden ist die hebräische Bibel vollständig. Was mit hebräischer Bibel gemeint ist, dürfte auch klar sein. Das "nur" hättest Du Dir also sparen können.

 

Im übrigen gibt es kein "christliches" Altes Testament, auch die Verfasser der nur (mehr) in griechischer Sprache vorliegenden Bücher des Alten Testaments waren Juden. Es gibt allenfalls einen christlich/katholischen Kanon des Alten Testaments.
Ein kurzes Danke für die Beantwortung nach dem der Riessler-Übersetzung zugrunde liegenden Kanon hätte Dir zudem keinen Zacken aus der Krone gebrochen.

Edited by Julius
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1. Vielen Dank für die Beantwortung meiner Frage.

 

2. Woher weiß Dein Buchhändler, was in einem Buch steht, das vor über 50 Jahren zum letzten Mal gedruckt wurde? Oder hat er ein Antiquariat?

 

3. Wenn ich Deiner Logik folgen würde, gäbe es auch kein christliches Neues Testament, da dessen Verfasser ebenfalls Juden waren (mit einer einzigen Ausnahme). Selbstverständlich gibt es ein christliches AT und ein christliches NT, da in beiden Fällen Synoden der christlichen Kirche entschieden haben, welche Bücher dazu gehören und welche nicht und die Bücher nur deswegen im christlichen Gottesdienst gelesen werden dürfen.

 

4. Das "nur" war nicht abwertend sondern in dem Sinn gemeint, dass ein großer Teil der Bücher des AT fehlt, es sich in diesem Fall also nicht um eine halbwegs vollständige christliche Bibel handelt, die man für die tägliche Bibellektüre benutzen kann. (Wirklich vollständige Bibeln gibt es in deutscher Sprache sowieso nicht. Da muss man zur Revised Standard Version oder zur New Revised Standard Version greifen.)

 

5. Ich bestreite ja gar nicht, dass die hebräische Bibel für Juden vollständig ist. Für mich ist sie das jedoch nicht, weil ich kein Jude bin und mich vor 40 Jahren nach monatelangem Nachdenken entschieden habe, dass ich auch keiner werden will.

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Du könntest dich auch über die Kanongeschichte des 1. Testamentes informieren, ehe du anderen deine Definition überstülpen möchtest. Leider klappt das bei mir mit dem Link nicht, aber der Weg über Google ist machbar (bei Bibelwissenschaften wirst du fündig).

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Woher weiß Dein Buchhändler, was in einem Buch steht, das vor über 50 Jahren zum letzten Mal gedruckt wurde? Oder hat er ein Antiquariat?

 

  1. Tja, woher Buchhändler das wohl wissen? Vielleicht weil sie seit Jahrzehnten ausgefallene Wünsche ihrer Kunden erfüllen? Oder weil sie ein persönliches Interesse an der Bibel haben? Woher mein Buchhändler das weiss? Weiss Deiner es nicht, wie sowas in Erfahrung zu bringen ist oder kennst Du keinen?
  2. Eine Recherche mit Hilfe von Google hätte hier im übrigen die Nachfrage beim Buchhändler erübrigen können.
  3. Es geht natürlich einfacher: eine Frage, in ein Internetforum gesetzt, enthebt einen der Mühe, selber zu suchen und eröffnet zusätzlich die Gelegenheit, andere neunmalklug über das Alte Testament und seine Geschichte belehren zu wollen. Oder über den Unterschied zwischen Juden und Judenchristen.
  4. Was zur Geschichte der Kanonisierung des Ersten Testaments zu sagen ist, hat Elima bereits angemerkt.
  5. Einen Link setze ich auch nicht. Wenn mir jemand so kommt wie Du, soll der sich mal selber ein bisschen bequemen. Da bin ich etwas eigen. Für Dein Niveau reicht Wikipedia völlig aus.
Edited by Julius
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4. Das "nur" war nicht abwertend sondern in dem Sinn gemeint, dass ein großer Teil der Bücher des AT fehlt, es sich in diesem Fall also nicht um eine halbwegs vollständige christliche Bibel handelt, die man für die tägliche Bibellektüre benutzen kann. (Wirklich vollständige Bibeln gibt es in deutscher Sprache sowieso nicht. Da muss man zur Revised Standard Version oder zur New Revised Standard Version greifen.)

 

 

 

Was fehlt in der Einheitsübersetzung im Vergleich zur New Revisited Standard Version?

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Woher weiß Dein Buchhändler, was in einem Buch steht, das vor über 50 Jahren zum letzten Mal gedruckt wurde? Oder hat er ein Antiquariat?

 

  1. Eine Recherche mit Hilfe von Google hätte hier im übrigen die Nachfrage beim Buchhändler erübrigen können.

Wenn meine Google-Recherche Erfolg gehabt hätte, hätte ich die Frage nicht hier gepostet.

Die letzte brauchbare Buchhandlung in Bonn (Lempertz, wo Heinrich Böll zum Buchhändler ausgebildet wurde) wurde leider vor einigen Jahren geschlossen. Was jetzt noch an "Buchhändlern" vorhanden ist, kennt sich nur mit Neuerscheinungen aus und - wenn man Glück hat - mit Jura.

Edited by Volker2
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4. Das "nur" war nicht abwertend sondern in dem Sinn gemeint, dass ein großer Teil der Bücher des AT fehlt, es sich in diesem Fall also nicht um eine halbwegs vollständige christliche Bibel handelt, die man für die tägliche Bibellektüre benutzen kann. (Wirklich vollständige Bibeln gibt es in deutscher Sprache sowieso nicht. Da muss man zur Revised Standard Version oder zur New Revised Standard Version greifen.)

 

 

 

Was fehlt in der Einheitsübersetzung im Vergleich zur New Revisited Standard Version?

 

3. Esra (in der griechischen Bibel 1. Esra genannt, in englischen Bibeln 1 Esdras), 4. Esra (in englischen Bibeln 2 Esdras), 3. und 4. Makkabäer, Gebet Manasses, Psalm 151.

 

http://quod.lib.umich.edu/r/rsv/browse.html

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Du könntest dich auch über die Kanongeschichte des 1. Testamentes informieren, ehe du anderen deine Definition überstülpen möchtest. Leider klappt das bei mir mit dem Link nicht, aber der Weg über Google ist machbar (bei Bibelwissenschaften wirst du fündig).

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit diesem Thema. Ebenso mit der Frage, ob der hebräische Bibeltext oder die Septuaginta das für die christliche Kirche verbindliche AT ist. Dass ich bei Google Informationen hierüber finden würde, die mir bisher unbekannt waren, kann ich mir nicht vorstellen.

Ich will niemandem etwas überstülpen. Aber ich lasse mir auch von niemandem den reduzierten jüdischen, protestantischen oder römisch-katholischen Kanon überstülpen.

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Ich will niemandem etwas überstülpen. Aber ich lasse mir auch von niemandem den reduzierten jüdischen, protestantischen oder römisch-katholischen Kanon überstülpen.

Du must aber damit leben, daß ein einem katholischen Forum vom (römisch-)katholischen Kanon ausgegangen wird, beim Wissen um die Unterschiede zu jüdischen und protestantischen Kanones, und ein 'Privatkanon' für das gehalten werden, was es ist: Private Spinnerei Ansicht.

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Ich will niemandem etwas überstülpen. Aber ich lasse mir auch von niemandem den reduzierten jüdischen, protestantischen oder römisch-katholischen Kanon überstülpen.

Du must aber damit leben, daß ein einem katholischen Forum vom (römisch-)katholischen Kanon ausgegangen wird, beim Wissen um die Unterschiede zu jüdischen und protestantischen Kanones, und ein 'Privatkanon' für das gehalten werden, was es ist: Private Spinnerei Ansicht.

 

1. Es handelt sich nicht um einen Privatkanon sondern um den der Orthodoxen Kirchen.

2. Julius hat mich getadelt, weil ich Bibeln, die nicht alle Bücher des röm.-kath. Kanon enthalten, als unvollständig bezeichnet habe. Ich bin also nicht der einzige, der hier von einem anderen Kanon ausgeht.

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Ich will niemandem etwas überstülpen. Aber ich lasse mir auch von niemandem den reduzierten jüdischen, protestantischen oder römisch-katholischen Kanon überstülpen.

Du must aber damit leben, daß ein einem katholischen Forum vom (römisch-)katholischen Kanon ausgegangen wird, beim Wissen um die Unterschiede zu jüdischen und protestantischen Kanones, und ein 'Privatkanon' für das gehalten werden, was es ist: Private Spinnerei Ansicht.

 

Als Katholik im Forum bestreite ich heftig dass ich die Meinung die Du vermutlich ausdrücken wolltest - der Satz den Du gebildet hast ist nicht Deutsch - auch nur ansatzweise teile. Wenn wir den Juden schon das Erste Testament geklaut haben, sollten wir ihren Zugang zur Thora wenigstens ernst nehmen und ihm mit Hochachtung begegnen. Im Übrigen wird heute im katholischen bereich sicher nicht die Septuaginta als Grundlage des Ersten Testaments genommen sondern die Hebräische Bibel. Deshalb ist im Theologiestudium Hebräisch auch Pflichtfach und zwar sowohl bei Katholiken als auch bei Protestanten (bei diesen sogar noch intensiver).

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1. Es handelt sich nicht um einen Privatkanon sondern um den der Orthodoxen Kirchen.

Verstehe ich richtig? Mit "vollständigem Altem Testament" meinst Du den Kanon der orthodoxen Kirchen? Warum sagst Du das nicht gleich und lässt andere darüber rätseln, was Du meinen könntest?

 

 

 

2. Julius hat mich getadelt, weil ich Bibeln, die nicht alle Bücher des röm.-kath. Kanon enthalten, als unvollständig bezeichnet habe. Ich bin also nicht der einzige, der hier von einem anderen Kanon ausgeht.

Das ist eine an den Haaren herbeigezogene Unwahrheit (um nicht zu sagen "verlogen"), wie jeder ab Beitrag 11 in diesem Thread nachlesen kann. Von welchem Kanon Du ausgehst, hast Du ja anfangs hübsch für Dich behalten, und Du warst es, der in Bezug auf die hebräische Bibel mit "nur" im Sinne von "unvollständig" herumgeworfen hat.

Edited by Julius
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Du könntest dich auch über die Kanongeschichte des 1. Testamentes informieren, ehe du anderen deine Definition überstülpen möchtest. Leider klappt das bei mir mit dem Link nicht, aber der Weg über Google ist machbar (bei Bibelwissenschaften wirst du fündig).

Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit diesem Thema. Ebenso mit der Frage, ob der hebräische Bibeltext oder die Septuaginta das für die christliche Kirche verbindliche AT ist. Dass ich bei Google Informationen hierüber finden würde, die mir bisher unbekannt waren, kann ich mir nicht vorstellen.

Ich will niemandem etwas überstülpen. Aber ich lasse mir auch von niemandem den reduzierten jüdischen, protestantischen oder römisch-katholischen Kanon überstülpen.

 

 

 

Wie hälst Du es mit den Textvarianten. Offensichtlich liegen der Septuaginta z.T. andere hebräische Textvarianten zugrunde. Denkst Du, dass da die Septuaginta der Biblica Hebraica vorzuziehen ist, und wenn ja, aus welchem Grund?

 

Außerdem würde mich interessieren, was für Dich in den von der kathlischen Kirche nicht als kanonisch anerkannten Büchern der Septuaginta so wesenlich ist. Oder anders ausgedrückt, was fehlt die konkret, wenn diese Bücher nicht im Kanon vorhanden sind?

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