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Warum heiraten Nicht-Religiöse kirchlich


Mecky

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mmmm,

gehören zwei dazu.

einer könnte religiös sein, der andere nicht.

 

mir ist auch kein fall bekannt, wo zwei nicht-religiöse,

die also z. b aus der kirche ausgetreten sind, nur zum Zwecke der kirchl. Heirat wieder eingetreten sind.

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Hallo Mecky,

 

ich könnte mir vorstellen, daß viele Nicht-Gläubige wegen der Athmosphäre kirchlich heiraten. Wenn ich an meine Hochzeit und dieses alte Standesamt denke... in einer Kirche wär´s wirklich dem Anlaß angemessener gewesen, nur erzählen die dabei immer was von Gott...;)

 

Schönes Wochenende,

Claudia

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Ich denke,dass die Gründe folgende sein könnten:

- ein Partner ist noch in der Kirche und will deshalb kirchlich heiraten

- man ist nur aus der Kirche ausgetreten um die Kirchensteuer zu sparen

- es ist feierlicher als beim Standesamt

- es gehört bei den meisten zu einer Heirat dazu

 

Gruß

 

Ulrike Eisenbach

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Aus Sehnsucht nach dem Ritual.

 

An die Wendepunkte zu einem neuen Lebensabschnitt einen Übergangsritus zu stellen ("rites de passage"), ist ein menschliches Grundbedürfnis.

 

Daß die Wahl dabei in unserer Gesellschaft auf kirchliche Rituale fällt (selbst wenn man mit dem Glauben sonst gar nichts am Hut hat), das hat dann mit Tradition, dem seit Jahrhunderten hohen Niveau der gebotenen Performance und vielleicht auch mit Sozialdruck zu tun.

 

Wie aber sollte die Kirche darauf reagieren?

Soll sie weiter offenkundig Nichtgläubige zu ihren Sakramenten zulassen?

 

Oder sogar (wie mancherorts, zumindest in der evangelischen Kirche, diskutiert) ein "Ritulpaket" für Nichtkirchensteuerzahler anbieten, die nur zu Hochzeit, Taufe und Beerdigung den Dienst der Kirche suchen?

 

 

(Geändert von eule um 9:44 - 21.Dezember..2002)

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>> Oder sogar (wie mancherorts, zumindest in der evangelischen Kirche, diskutiert) ein "Ritualpaket" für Nichtkirchensteuerzahler anbieten, die nur zu Hochzeit, Taufe und Beerdigung den Dienst der Kirche suchen? << (eule)

 

Keine schlechte Idee. Den meisten dürfte das "Ritualpaket light", das nur Hochzeit und Beerdigung enthält, bereits genügen.

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Franciscus non papa

naja - als mitarbeiter in der kirche kann ich nicht nur ein lied von den paaren singen, die mit der kirche zwar nichts "am hut" haben, aber dann eine ganze gemeinde aufrollen wollen, wenn sie heiraten.

 

inzwischen ist da meine leidensfähigkeit erschöpft.

 

wenn also ein ave-maria gesungen werden soll, frage ich nach, wie sie es mit der gottesmutter halten, wann sie das letztemal eines privat gebetet haben - meist ist dann peinliches schweigen :-) - warum dann avemaria? weil es soooo romantisch ist - dann kommt man satz nach: es ist ein gottesdienst und kein wunschkonzert - kein avemaria - punkt.

 

und hochzeitsmarsch aus lohengrin? - tolle musik, aber kennen sie die oper? da kommt einer, man darf nicht fragen, wes nam und art er sei, aus der hochzeitsnacht wird auch nichts, und dann zieht er wieder von hinnen? wollen sie das wirklich? - also kein hochzeitsmarsch - punkt.

 

der brautvater soll die braut an den altar bringen? ist das ihr ernst? haben sie ihren vater gefragt, ob das der mann ist, den sie nehmen sollen. werden sie an ihn übergeben, damit er über sie bestimmt? ist das ihre vorstellung von ihrer rolle als frau - wenn ja, dann bitte, wenn nein ist es lüge durch die tat, so etwas vorzuspielen, ihre sache, wenn sie es wollen.

 

*franz kann ja soooo boshaft sein - grins*

 

wenn allerdings leute aus der gemeinde heiraten, dann reiss ich mir für die schon gern mal den a.... auf, damit es auch schön wird.

 

ansonsten aber, seh ich mich dazu nicht veranlasst - ich bin schliesslich nicht der hampelmann von leuten, die sich nur einmal im leben ne show gönnen wollen.

 

franz

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Zitat von Oestemer am 11:44 - 21.Dezember..2002

naja - als mitarbeiter in der kirche kann ich nicht nur ein lied von den paaren singen, die mit der kirche zwar nichts "am hut" haben, aber dann eine ganze gemeinde aufrollen wollen, wenn sie heiraten.

 

inzwischen ist da meine leidensfähigkeit erschöpft.

 

wenn also ein ave-maria gesungen werden soll, frage ich nach, wie sie es mit der gottesmutter halten, wann sie das letztemal eines privat gebetet haben - meist ist dann peinliches schweigen :-) - warum dann avemaria? weil es soooo romantisch ist - dann kommt man satz nach: es ist ein gottesdienst und kein wunschkonzert - kein avemaria - punkt.

 

und hochzeitsmarsch aus lohengrin? - tolle musik, aber kennen sie die oper? da kommt einer, man darf nicht fragen, wes nam und art er sei, aus der hochzeitsnacht wird auch nichts, und dann zieht er wieder von hinnen? wollen sie das wirklich? - also kein hochzeitsmarsch - punkt.

 

der brautvater soll die braut an den altar bringen? ist das ihr ernst? haben sie ihren vater gefragt, ob das der mann ist, den sie nehmen sollen. werden sie an ihn übergeben, damit er über sie bestimmt? ist das ihre vorstellung von ihrer rolle als frau - wenn ja, dann bitte, wenn nein ist es lüge durch die tat, so etwas vorzuspielen, ihre sache, wenn sie es wollen.

 

*franz kann ja soooo boshaft sein - grins*

 

wenn allerdings leute aus der gemeinde heiraten, dann reiss ich mir für die schon gern mal den a.... auf, damit es auch schön wird.

 

ansonsten aber, seh ich mich dazu nicht veranlasst - ich bin schliesslich nicht der hampelmann von leuten, die sich nur einmal im leben ne show gönnen wollen.

 

franz


 

Volle Zustimmung, Franz.

 

Corinna

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klasse Franz! Die Gesichter würd ich gern sehen;)

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Dass eine Show gesucht wird, kann sein. Aber warum suchen sie gerade DIESE Show?

 

Für Beerdigungen, Trauungen gibt es genügend andere Anbieter. Und das ist um Grade billiger, als ewig lang Kirchensteuer zu zahlen.

 

Was mir auch auffällt: Wenn etwas geschieht, was die Menschen betroffen macht (11. September 2001) dann sind die Kirchen voll - auch mit Leuten, die sonst nicht nur mit der Kirche sonst nichts zu tun haben, sondern auch mit Leuten, die sich sonst aktiv gegen die Kirche stellen.

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Zitat von Mecky am 9:23 - 22.Dezember..2002

Was mir auch auffällt: Wenn etwas geschieht, was die Menschen betroffen macht (11. September 2001) dann sind die Kirchen voll - auch mit Leuten, die sonst nicht nur mit der Kirche sonst nichts zu tun haben, sondern auch mit Leuten, die sich sonst aktiv gegen die Kirche stellen.

 

Die Hilflosigkeit der Menschen ist der Ursprung jeglicher Religion. Nur, sie bleiben trotzdem hilflos.

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>> Für Beerdigungen, Trauungen gibt es genügend andere Anbieter. << (Mecky)

 

In bezug auf Trauungen ist mir das neu. Mag daran liegen, daß ich mich nie für die außerkirchlichen Möglichkeiten interessiert habe. Mir haben die standesamtlichen Trauungsfeierlichkeiten schon gereicht.  

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Was ich an Kirchen mag ist die ernste und feierliche Atmosphäre, die ihnen anhängt. In der Regel ist diese Atmosphäre ohne weiteres Zutun vorhanden.

 

So eine Atmosphäre kann es sicherlich auch außerhalb der Kirche geben. Aber im Standesamt z. B. erscheint mir die vertragliche Seite der Eheschießung dominant gegenüber der persönlichen Erwartung an die Eheschließung.

 

Andere Einrichtunge, die solch eine Atmosphäre aufbauen wollen, kann es geben. Aber da Europäer doch eher in einer kirchlichen Tradition stehen, wird es für eine einmalige Feier wie z. B. Heirat einfacher seien, auf den - und sei es nur aus dem Fernsehen - bekannten feierlichen Rahmen zurück zu greifen.

 

Auch sollte man daran denken, dass die meisten Nicht-Religiösen - unter denen hier wohl in erster Linie auch die Nicht-Kirchgänger gemeint sind - in vielen Fällen auf ihre nicht-kirchliche Art und Weise einen Gott zumindest nicht strickt ablehnen und an seiner Nichtexistenz zu zweifeln bereit sind eventuell sogar von sich behaupten würden an einen Gott zu glauben.

 

In meinem Bekanntenkreis überwiegen Nicht-Religiöse dieser Kategorie. Auch wenn sie dadurch in keine Kirche passen, sind sie eben nicht strikt atheistisch - vielleicht noch nicht einmal explizit agnostisch. Für "religiöse Gefühle" (ich wüßte jetzt nicht wie ich es sonst bezeichnen sollte) gibt es dann keinen Rahmen und "zur Not" bleibt nichts anderes übrig, auf bestehende Rahmen, eben die Kirchen, zurück zu greifen.

 

Viele Grüße

Heidi

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Lieber Mecky,

 

wenn der Rahmen reicht, wäre es dann nicht sinnvoll und aufrichtig, wenn eine Art "Segensfeier" angeboten werden könnte, eben nicht das Sakrament der Kirche.

 

Mit dem Ernst und dem vollen Bewußtsein für das, was dann ansteht, aber eben nicht mit dem Hintergrund des Saktramentes.

 

Dann braucht es keine Abwehrreaktion der Gläubigen geben, die es als eine "Blasphemie" ansehen.

 

 

Die Glocken dröhnen

 

Die Glocken dröhnen ihren vollsten Ton

und Fotografen stehen knipsend krumm.

Es braust der Hochzeitsmarsch von Mendelssohn.

Der Pfarrer kommt! Mit ihm das Christentum.

Die Damen knien im Dom schulternackt,

noch im Gebet kokett und fotogen,

indes die Herren, konjunkturbefrackt,

diskret auf ihre Armbanduhren sehn.

Sanft wie im Kino surrt die Liturgie

zum Fest von Kapital und Eleganz.

Nur einer flüstert leise: "Blasphemie!"

Der Herr. Allein. Ihn überhört man ganz.

 

Kurt Marti

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Bisher habe ich es so verstanden, dass das Sakrament der Ehe zwischen den Eheleuten gespendet wird.

 

>>Mit dem Ernst und dem vollen Bewußtsein für das, was dann ansteht, aber eben nicht mit dem Hintergrund des Sakramentes.<<

 

Wo Du hier unterscheidest möchtest, bedarf daher einer Erläuterung.

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[...Warum heiraten Nicht-Religiöse kirchlich...]

 

Spannt diese Aussage ein bisschen weiter aus bzw. ließt euch meine darauffolgende Aussage durch

 

 

WARUM FEIERN HEIDEN DIE GEBURT JESU BZW. DIE MENSCHWERDUNG GOTTES UNSEREN VATERS ???

 

- Heiden sind wirklich so holl wie ein  

 Schokiweihnachtsmann

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Lieber Martin,

Heidi hat recht. Deiner Position kann ich nicht zustimmen, denn die "Segensfeier" wäre genauso eine Blasphemie - und was ist die kirchliche Trauung anderes als eine Segensfeier?

Das Eheversprechen/Sakrament haben sich die Eheleute schon vorher gegeben, sonst würden sie wohl kaum die Kirche aufgesucht haben.

 

Gruß,

Lucia

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Zitat von Heros am 17:24 - 22.Dezember..2002

[...Warum heiraten Nicht-Religiöse kirchlich...]

 

Spannt diese Aussage ein bisschen weiter aus bzw. ließt euch meine darauffolgende Aussage durch

 

 

WARUM FEIERN HEIDEN DIE GEBURT JESU BZW. DIE MENSCHWERDUNG GOTTES UNSEREN VATERS ???

 

- Heiden sind wirklich so holl wie ein  

 Schokiweihnachtsmann

 

 

 


>> Heiden sind wirklich so holl wie ein  

 Schokiweihnachtsmann <<

 

Aber nicht so hohl (bzw. holl) wie ein Panzergrenadier, denn Heiden wissen, daß sie an Weihnachten nicht die Geburt Jesu bzw. die Menschwerdung Gottes feiern.

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Liebe Lucia,

 

aber möchten diejenigen, die Mecky vermutlich meint, diesen Bund vor Gott schließen? Was ist mit den Gedanken, die Franz-Josef geäußert hat?

 

Herzliche Grüße

Martin

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