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Shubashi
vor 5 Minuten schrieb teofilos:

Vieles, was man auf dem Müllhaufen der Geschichte glaubte, wird halt wieder recycelt. Martin hätte hier einen schweren Stand gehabt. Aber was zählt ist die Inspiration, die zu Taten ermutigt.

 

Das kommt einem nur so vor, wenn man eine teleologisches Geschichtsbild hat. Geschichte wie Biologie kennen keine Abfälle, alles wird recycled und für neue Fehler benutzt.

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teofilos

Nun, es war Menschenhistorie gemeint. Und ja, Biologie kennt keine Abfälle aber auch keine Fehler. Das kommt den Dualistenfundis nur so vor. Aber dafür ist hier nicht der Platz.

bearbeitet von teofilos

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rince

Nun, heute wäre seine Rede "I have a dream" rassistisch und könnte so nicht mehr gesendet werden, denn da sagt er doch glatt "Neger"... :ninja: 

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teofilos
vor 4 Minuten schrieb rince:

Nun, heute wäre seine Rede "I have a dream" rassistisch und könnte so nicht mehr gesendet werden, denn da sagt er doch glatt "Neger"... :ninja: 

Und das ist der Punkt. Ostern lief im Nachtprogramm ein biografischer Film über einen schwarzen Butler im Weissen Haus. Da wurde schön erklärt, warum es nicht politisch unkorrekt ist als Schwarzer einen anderen Schwarzen Nigger zu nennen. Worte brauchen Kontext.

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Julius

Ein (kleiner) regionaler Gedenktag:
Heute vor 80 Jahren bringt der Metzgergeselle Ludwig Kimmich, Sohn des Kreuzwirts aus Waldmössingen, den Rottenburger Bischof Joannes Baptista Sproll vor in Heiligenbronn zusammengetrommelten SA-Horden in Sicherheit.

(Bei der Gelegenheit ist der Autor so nebenbei mal wieder über Hinweise dafür gestolpert, wie kirchliche Medien aller Art schon vor 1938 zensiert wurden. Der Bischof stattete Rottweil im Jahre 1937 einen Besuch ab, doch erfuhren die Gläubigen weder im vorhinein noch im nachhinein darüber etwas aus der Lokalpresse oder aus dem Kirchenanzeiger, sie waren auf "Mund-zu-Mund-Propaganda" angewiesen.)

 

 

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Der Geist

Heute vor 225 Jahren wurde in Paris Marie Antoinette die Tochter von Kaiserin Maria Theresia enthauptet.  Die Spiegel Autorin Karin Andresen schreibt 2010 über Marie Antoinette:

"Eine Österreicherin, der man alles zutraute und vieles unterschob, ein opulent herausgeputzter Sündenbock in einem seit langem heruntergewirtschafteten Reich."

 

Und Stephan Zweig charakterisiert sie in seinem Buch "Marie Antoinette: Bildnis eines mittleren Charakters" wie folgt: "Marie Antoinette war weder die große Heilige des Royalismus noch die Dirne der Revolution, sondern ein mittlerer Charakter, eine eigentlich gewöhnliche Frau, nicht sonderlich klug, nicht sonderlich töricht, die Durchschnittsfrau von gestern, heute und morgen." 

 

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Der Geist

Heute vor 40 Jahren hat der deutsche Schriftsteller Jean Amery im Hotel "Österreichischer Hof" in Salzburg den Freitod gesucht. Amery war Widerstandskämpfer, wurde 1943 verhaftet und nach schwerer Folter, von der er in seinem Essay "Die Tortur" ein erschütterndes Zeugnis ablegt, nach Auschwitz deportiert. Über Auschwitz schreibt er unter dem Titel "Mein Judentum":

„Im Höllenkreis [von Auschwitz] wurden nun die Unterschiede erst so richtig spürbar und brannten sich uns in die Haut wie die tätowierten Nummern mit denen man uns zeichnete. Alle ‚arischen Häftlinge’ befanden sich im Abgrund noch auf einer nur nach Lichtjahren zu messenden Höhe über uns, den Juden…Der Jude war das Opfertier. Er hatte den Kelch zu trinken – bis zum allerbittersten Ende. Ich trank. Und dies wurde mein Judesein“[1] 

 

Näheres findet man auch noch hier:https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/33032

 

[1]  Amery Jean, Mein Judentum, in Schultz H.J., Mein Judentum, München 1986, (DtV) 67-76, hier 74.

 

 

.

bearbeitet von Der Geist
Doppelzitat

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Alfons
vor 2 Stunden schrieb Der Geist:

Heute vor 40 Jahren hat der deutsche Schriftsteller Jean Amery im Hotel "Österreichischer Hof" in Salzburg den Freitod gesucht.

 

Danke, dass Du an Jean Amery erinnerst. Ich schätze ihn sehr. Er ist immer wieder neu aktuell.
 

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Der Geist

Heute vor 100 Jahren hat Kaiser Karl in Österreich eine Proklamation erlassen, der zufolge er auf jeden Anteil an den Staatsgeschäften verzichtet. Abdanken konnte er nach Meinung seiner Gattin Zita nicht, da sie überzeugt war, dass er Herrscher von Gottes Gnaden war, was bedeutete, dass sie sich bis zuletzt als Kaiser und Kaiserin von Österreich hielten.et

Die Regierung Kreisky gestattete ihr im November 1982 Zita die Einreise nach Österreich auch ohne Verzichterklärung.die Einreise. Ihr Sohn Otto hatte eine Verzichtserklärung auf die Thronrechte gegen ihren Willen abgegeben.

 

Bei ihrem Requiem im Stephansdom das Kardinal Schönborn zelebrierte wurde die Kaiserhymne gesungen - für eine Republik doch eher seltsam.

Aber nicht genug der Seltsamkeit: Am 10. Dezember 2009 begann für Zita Habsburg-Lothringen unter dem Vorsitz des Bischofs von Le Mans ein Seligsprechungsverfahren!

 

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Flo77
vor 4 Stunden schrieb rince:

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

? Frau Merkel, Frau Nahles, Frau Roth, Frau von der Leyen, Frau Leutheusser-Schnarrenberger (aka "Schnibbelbiene") - man kann alles von zwei Seiten sehen...

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Frank
vor 1 Minute schrieb Flo77:
vor 4 Stunden schrieb rince:

100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland

? Frau Merkel, Frau Nahles, Frau Roth, Frau von der Leyen, Frau Leutheusser-Schnarrenberger (aka "Schnibbelbiene") - man kann alles von zwei Seiten sehen...

Mal angenommen ich würde deine Einschätzung teil, das die genannten Damen unfähige Flachpfeifen seien, müsste man zum Ergebnis kommen das es in der Geschichte auch genügend männliche unfähige Flachpfeifen gab.

Wenn das also das Kriterium wäre müsste man das Wahlrecht komplett abschaffen. Aber selbst in der Monarchie war man von Flachpfeifen an der Regierung nicht sicher.

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Howe

Zum 100. Todestag von Rosa Luxemburg, ermordet am 15. Januar 1919

Zitat:

"Nach ihrer Verhaftung war sie in einem Berliner Nobel-Hotel gepeinigt worden. Nur mit einem Schuh hatten sie ihre Mörder aus dem Hotel gebracht und versucht, ihr mit einem Gewehrkolben den Kopf einzuschlagen. Anschließend wurde sie in ein Auto gestoßen und zu einem der großen Kanäle in der Berliner Innenstadt gefahren. Weil sie immer noch lebte, ermordete man sie mit einem Schuss in den Kopf, ihr Leib wurde mit Stacheldraht umwickelt und in den Kanal geworfen. Erst Ende Mai 1919 wurden die Reste ihrer Leiche gefunden."

 

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mn1217
Am 12.11.2018 um 13:17 schrieb Flo77:

? Frau Merkel, Frau Nahles, Frau Roth, Frau von der Leyen, Frau Leutheusser-Schnarrenberger (aka "Schnibbelbiene") - man kann alles von zwei Seiten sehen...

Die Anzahl an Männern, die ich politisch nicht toll fand, ist deutlich länger. Aber klar, es ist unverantwortlich,jemanden ohne y Chromosom wählen zu lassen. Und irgendwie ist es auch romantisch, wenn unsere Väter, Brüder, Onkel oder Männer uns vor so gefährlichen Dingen wie einer eigenen Meinung oder dem Wahlrecht beschützen.

Das Problem ist, dass es Frauen gibt, die das wirklich so denken.

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Flo77

M'r han at Prinzenproklamation un do küss do jezz mit'nem Bejdraach van vürem ierschte Advent em letzte Joor?

 

Aber sieh es mal so: von männlichen Politikern erwartet man von vorneherein nichts anderes...

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