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Bistum Essen baut KiTas ab!


Catare

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Also, eigentlich hätte ich hier einen Aufschrei aller Verfechter des (ungeborenen) Lebens erwartet. Aber gegen Schwangerschaftsabrüche protestieren kostet ja nichts, Kindertagesstätten für die "Geretteten" dagegen schon! B)

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Also, eigentlich hätte ich hier einen Aufschrei aller Verfechter des (ungeborenen) Lebens erwartet. Aber gegen Schwangerschaftsabrüche protestieren kostet ja nichts, Kindertagesstätten für die "Geretteten" dagegen schon! B)

Und wer soll das finanzieren. Soll das Bistum noch mehr Schulden machen?

 

Irgendwo musst du den Vorschlag machen, woher das Geld kommt. Vielleicht willst du 1.000 Mitarbeitern der kirchlichen Verwaltung kündigen, damit Kleinkinder auch weiterhin betreut werden.

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Man könnte es auch als Wink dahingehend sehen, daß gewünscht wird, daß Frauen (Männer?) zu Hause bei ihren Kindern bleiben und nicht arbeiten gehen.

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Man könnte es auch als Wink dahingehend sehen, daß gewünscht wird, daß Frauen (Männer?) zu Hause bei ihren Kindern bleiben und nicht arbeiten gehen.

 

Oder als Weigerung, den Kleinen Laternenfeste, Weihnachtsmänner und Frühlingsfeste erklären zu müssen.

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Man könnte es auch als Wink dahingehend sehen, daß gewünscht wird, daß Frauen (Männer?) zu Hause bei ihren Kindern bleiben und nicht arbeiten gehen.

 

Oder als Weigerung, den Kleinen Laternenfeste, Weihnachtsmänner und Frühlingsfeste erklären zu müssen.

 

Ja, ja, mag sein, gerade in den KiTas des Essener Bistums soll der Anteil andersglaeubiger Kinder recht hoch sein. Vielleicht hatte man/frau keine Lust mehr "Zuckerfest" zu feiern!? :k035:

Edited by Catare
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Ich glaube nicht, daß das der Grund der Schließungen ist. Ich finde aber sehr wohl, daß man in nem katholischen Kindergarten das Zuckerfest von mir aus erklären, aber nicht feiern sollte.

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Das Bistum Essen hat in den letzten Jahr(zehnt)en ein DRITTEL seiner Katholiken verloren - wieso sollte das Bistum Kindergärten unterhalten, wenn keine katholischen Kinder da sind?

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Ich glaube nicht, daß das der Grund der Schließungen ist. Ich finde aber sehr wohl, daß man in nem katholischen Kindergarten das Zuckerfest von mir aus erklären, aber nicht feiern sollte.

Natürlich soll man Feste wie das Zuckerfest erklären. Aber mir gings in erster Linie um die Säkularisierung von Festen mit christlichem Ursprung z.B Ostern vs. Osterhasi-Frühlingsfest oder Allerheiligen vs Halloween. Oder dem Laternenfest am 11.11. und nicht zu vergessen Santa Claus der gleich doppelt am 6.12. und an Heiligabend kommt. Wobei das Santa ja noch christlich ist, immerhin. B)

 

Wie weit Kitas schon Verboten bezügl. der religiösen Ausrichtung unterliegen, wenn sie öffentl. Geld bekommen, weiß ich nicht. In USA gibts bei Krippenspielen schon manchmal Probleme. Und x-mas streicht das "Christ". Bloß nichts Religiöses beim Winterfest. :)

Edited by lara
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Ja, bloß daß diese Säkularisierung von Festen zwei Ursachen hat: 1. gibts Eltern, die keine christlichen Feste wollen, weil sie nicht religiös sind (wie an meiner Schule in (Ost)Berlin, wo sich Eltern beim Weihnachtskonzert darüber aufgeregt haben, daß so viel "christliches" Liegut gesungen wurde...), und 2. wird das gemacht, damit sich die Eltern anderen Glaubens nicht auf den Schlips getreten fühlen, in der Praxis meist muslimische Eltern.

 

Wieso es eigentlich unzumutbar sein soll, daß das Kind in nem katholischen Kindergarten mit christlichen Festen konfrontiert wird, verstehe allerdings, wer will. Wem das nicht passt soll halt ne Kita mit atheistischem oder muslimischem Hintergrund aufmachen oder das Kind zu Hause behalten, ich schicke mein Kind ja auch nicht auf ne Waldorfschule und rege mich dann darüber auf, daß die da tatsächlich Eurythmie machen...

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Das Bistum Essen hat in den letzten Jahr(zehnt)en ein DRITTEL seiner Katholiken verloren - wieso sollte das Bistum Kindergärten unterhalten, wenn keine katholischen Kinder da sind?

 

ähm, vielleicht sehe ich da was total falsch, aber imho sind kitas teil der kirchlichen sozialarbeit (wie krankenhäuser, obdachlosenunterkünfte usw.). soll die kirche auch ihr engagement in der krankenversorgung und obdachlosenbetreuung einschränken, wenn keine katholischen patienten bzw. keine katholischen obdachlosen da sind?

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Das Bistum Essen hat in den letzten Jahr(zehnt)en ein DRITTEL seiner Katholiken verloren - wieso sollte das Bistum Kindergärten unterhalten, wenn keine katholischen Kinder da sind?

 

ähm, vielleicht sehe ich da was total falsch, aber imho sind kitas teil der kirchlichen sozialarbeit (wie krankenhäuser, obdachlosenunterkünfte usw.). soll die kirche auch ihr engagement in der krankenversorgung und obdachlosenbetreuung einschränken, wenn keine katholischen patienten bzw. keine katholischen obdachlosen da sind?

Sie soll sicherlich nicht; die Frage ist, wie sie ihre Arbeit finanziert - und da hat gerade das Bistum Essen wegen seiner Austrittszahlen ein massives Problem. Ein Drittel weniger Kirchensteuerzahler heißt eben (je nach Einkommensgruppe) auch deutlich weniger Geld.

 

Ich will jetzt die Maßnahme des Bistums Essen nicht verteidigen, da ich nicht beurteilen kann, wo sonst noch gespart werden könnte, aber ich könnte mir vorstellen, dass hier das Problem liegt.

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Das Bistum Essen hat in den letzten Jahr(zehnt)en ein DRITTEL seiner Katholiken verloren - wieso sollte das Bistum Kindergärten unterhalten, wenn keine katholischen Kinder da sind?

 

Es mag sein, dass es inzwischen weniger Katholiken in diesem Bistum gibt. Ich glaube aber, dass dies nur ein vorgeschobenes Argument ist, Gruende koennten sein: Zu viel Kontrolle seitens des Staates, zu wenig Einkuenfte durch gestiegene Kosten verursacht durch Ganztagsbetreuung etc. Wenn in anderen sozialen Bereichen das Bistums das Argument "vermehrte Kirchenaustritte, ruecklaeufige Zahl der Katholiken" auch relevant waere, muessten auch Krankenhaeuser, Bildungsstaetten etc. geschlossen werden. Ich warte nur darauf, dass die renommierte und beliebte Jugendbegegnungsstaette "St. Altfried" geschlossen wird, diese wurde erst vor kurzem aufwaendig renoviert!

Edited by Catare
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Wieso es eigentlich unzumutbar sein soll, daß das Kind in nem katholischen Kindergarten mit christlichen Festen konfrontiert wird, verstehe allerdings, wer will.

 

Ob es so ist, weiß ich nicht genau, aber evtl. gibt es staatliche Richtlinien, die Kitas in kath. Trägerschaft einschränken.

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Also, eigentlich hätte ich hier einen Aufschrei aller Verfechter des (ungeborenen) Lebens erwartet. Aber gegen Schwangerschaftsabrüche protestieren kostet ja nichts, Kindertagesstätten für die "Geretteten" dagegen schon! B)

Und wer soll das finanzieren. Soll das Bistum noch mehr Schulden machen?

 

Irgendwo musst du den Vorschlag machen, woher das Geld kommt. Vielleicht willst du 1.000 Mitarbeitern der kirchlichen Verwaltung kündigen, damit Kleinkinder auch weiterhin betreut werden.

Rudolf Augstein wird der Satz zugeschrieben: "Für das geborene Leben war die katholische Kirche noch nie eine gute Adresse". Aber mit Geld kennt sich die Kirche aus. Ist ja auch das Wichtigste. Und schließlich hört beim Geld die Freundschaft auf. Warum sollen gerade Familien und Kinder wichtiger sein als das Geld - für die Kirche? Vielleicht wäre das Nachdenken darüber, was im eigenen Apparat überflüssig sein könnte, um katholische Arbeit und katholischer Geist in Kindergärten erhalten zu können, jetzt mehr angebracht.

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Rudolf Augstein wird der Satz zugeschrieben: "Für das geborene Leben war die katholische Kirche noch nie eine gute Adresse". Aber mit Geld kennt sich die Kirche aus. Ist ja auch das Wichtigste. Und schließlich hört beim Geld die Freundschaft auf. Warum sollen gerade Familien und Kinder wichtiger sein als das Geld - für die Kirche? Vielleicht wäre das Nachdenken darüber, was im eigenen Apparat überflüssig sein könnte, um katholische Arbeit und katholischer Geist in Kindergärten erhalten zu können, jetzt mehr angebracht.

Rudolf Augsteins Kampfthesen ist nicht unbedingt Glauben zu schenken.

 

Abgesehen davon: Mit Geld kennt sich die Kirche leider nicht aus, sondern geht sch...lecht damit um - daher haben auch einige Bistümer massive Probleme.

 

Natürlich kann man fragen, was "im Apparat" überflüssig sein könnte, aber wehe, es trifft die eigene Klientel. (Z.B. Personal in Bildungshäusern). Auf "die da oben" zu schimpfen ist halt immer leichter.

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aber imho sind kitas teil der kirchlichen sozialarbeit (wie krankenhäuser, obdachlosenunterkünfte usw.).
Genau das sehe ich anders.

 

MMn sind Kindergärten Teil der Katechese und kein Sozialangebot und sollten daher tatsächlich bedarfsgerecht angeboten werden.

 

Im übrigen gilt für KiTas das gleiche wie für alle Projekte: irgendjemand muss sie auch bezahlen (können). Und was nicht mehr zu halten ist, ist schlichtweg nicht mehr zu halten.

 

Es wird ja niemand gehindert eine Stiftung zu gründen, die einen Kindergarten nach den katholischen Vorgaben weiterbetreibt - nur welchen Sinn das haben soll ist mir schleierhaft.

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Und wer soll das finanzieren.
erstmal Domschatz verkaufen, z. B. (kommt natürlich darauf an, was wichtiger ist: Kinder, oder Kunst).
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Und wer soll das finanzieren.
erstmal Domschatz verkaufen, z. B. (kommt natürlich darauf an, was wichtiger ist: Kinder, oder Kunst).

 

Essen ist ein junges Bistum (ich kann mich noch an die Gründung erinnern), da wird es mit Schätzen nicht soweit her sein.

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Und wer soll das finanzieren.
erstmal Domschatz verkaufen, z. B. (kommt natürlich darauf an, was wichtiger ist: Kinder, oder Kunst).

Essen ist ein junges Bistum (ich kann mich noch an die Gründung erinnern), da wird es mit Schätzen nicht soweit her sein.

bittschön: http://de.wikipedia.org/wiki/Essener_Domschatz
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Und wer soll das finanzieren.
erstmal Domschatz verkaufen, z. B. (kommt natürlich darauf an, was wichtiger ist: Kinder, oder Kunst).

Essen ist ein junges Bistum (ich kann mich noch an die Gründung erinnern), da wird es mit Schätzen nicht soweit her sein.

bittschön: http://de.wikipedia.org/wiki/Essener_Domschatz

 

 

 

 

 

 

Ein schönes "Erbe".

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Und wer soll das finanzieren.
erstmal Domschatz verkaufen, z. B. (kommt natürlich darauf an, was wichtiger ist: Kinder, oder Kunst).

Essen ist ein junges Bistum (ich kann mich noch an die Gründung erinnern), da wird es mit Schätzen nicht soweit her sein.

bittschön: http://de.wikipedia.org/wiki/Essener_Domschatz

 

 

Gut gekontert aber nicht ganz korrekt.

Es ist hier von Kunstgegenstände/Domschatz die Rede. Dieser wird nicht verkaufbar sein, da spricht auch noch das Gesetz eine Rolle mit.

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Gut gekontert
ich wollte nicht kontern. Ich habe einen Vorschlag gemacht.

Was sollte aus dem Schatz denn verkauft werden und an wen?

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