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Eucharistische Nüchternheit


Benedicta
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Wie wichtig ist Euch das Fasten vor der Messe?

Ich achte nach Möglichkeit darauf, etwa eine Stunde vorher nichts mehr zu mir zu nehmen, ausgenommen Wasser.

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Wie wichtig ist Euch das Fasten vor der Messe?

Ich achte nach Möglichkeit darauf, etwa eine Stunde vorher nichts mehr zu mir zu nehmen, ausgenommen Wasser.

 

 

Wasser und gegfalls Medikamente brechen die Eucharistische Nüchternheit nicht (das galt auch schon vor der Erleichterung, was die Zeit angeht).

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Wie wichtig ist Euch das Fasten vor der Messe?

Ich achte nach Möglichkeit darauf, etwa eine Stunde vorher nichts mehr zu mir zu nehmen, ausgenommen Wasser.

 

Das Fasten vor der hl. Messe ist eine gute Hinführung zur heiligen Eucharistie. Da ich meistens in der Morgenstunde die hl. Messe ( in Wien) mitfeiern kann, ist es mir möglich diese eucharistische Nüchternheit in der Morgenstunde zu halten. Kathpedia schreibt dazu:Eucharistische Nüchternheit. Die Eucharistie ist zwar eine Speise, sie unterscheidet sich jedoch von jeder irdischen Nahrung (siehe 3). Deshalb ordnet die Kirche ein vorbereitendes Fasten an, die sogenannte eucharistische Nüchternheit: "Wer die heiligste Eucharistie empfangen will, hat sich innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens einer Stunde vor der heiligen Kommunion aller Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten." (CIC 919 §1) Dadurch sollen sich die Gläubigen der hohen Würde dieser göttlichen Speise bewusst werden

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Es erstaunt mich schon, dass es diese Nüchternheitsregel anscheinend überhaupt noch gibt. Das erinnert mich an meine Kindheit in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, damals galt für mich und meine Freunde/Innen das absolute Nüchternheitsgebot vor der Kommunion, das brachte viele von uns in ernste Schwierigkeiten, zusammen mit dem Weihrauch-Herumgeräuchere wurde vielen von uns während der hl. Messe einfach schlecht und wir kippten um. Ein anderes Problem war für uns Kinder das absolute Verbot die allerheiligste Hostie, den Leib Christi, mit den Zähnen zu berühren! Dieses kam einer Todsünde gleich! Einfach unvorstellbar wie man damals Kinder an den rk.-Glauben heran führen wollte. Kein Wunder, dass sich viele von uns, in späteren Zeiten, von so einer ...... Religion abgewandt haben. Und so etwas will mann wieder einführen? Nein, Danke!

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Mehr als dreißig Jahre wusste ich nichts vom Gebot der eucharistischen Nüchternheit. Man hat es mir einfach bei der Vorbereitung zur Erstkommunion nicht erzählt und auch als Ministrant bin ich dieses Gebotes nicht Gewahr geworden. Mag daran liegen, dass ich in den liberalen 1970er Jahren kirchlich sozialisiert wurde. Erst mit meinem Zuzug in einer brandenburgischen Diasporagemeinde hörte ich von dieser Stundenregel. Dass diese Regel kein Kommunionempfänger in Unkenntnis bricht, dafür sorgt unser Pfarrer: Mit den Vermeldungen vor der Messe und einer langen Predigt ist es unmöglich, dass zwischen Eintritt in die Kirche und Kommunionspendung weniger als 60 Minuten liegen.

 

Ausschließen kann ich also nicht, dass ich unwissentlich in den Jahrzehnten zuvor hin und wieder gegen die eucharistische Nüchternheit aus Unkenntnis verstoßen habe. Nun schützt Unwissen vor Strafe nicht. Ich habe aber dennoch keine Schuldgefühle. Mitunter denke ich, dass ein zu intensives Nachgrübeln über Äußerlichkeiten bei Sakramenten dem eigentlichen Sinn dieser sichtbaren Zeichen eher abträglich ist, wenn nämlich die äußere Form dem inneren Geheimnis gegenüber die Oberhand gewinnt.

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Die Stundenregel dürfte aus praktischen Gründen kein Problem sein. Es sei denn, man geht kurz vorher noch ins Wirtshaus neben der Kirche und betritt sie erst kurz vor dem Evangelium. Grüße, KAM

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Mehr als dreißig Jahre wusste ich nichts vom Gebot der eucharistischen Nüchternheit. Man hat es mir einfach bei der Vorbereitung zur Erstkommunion nicht erzählt und auch als Ministrant bin ich dieses Gebotes nicht Gewahr geworden. Mag daran liegen, dass ich in den liberalen 1970er Jahren kirchlich sozialisiert wurde. Erst mit meinem Zuzug in einer brandenburgischen Diasporagemeinde hörte ich von dieser Stundenregel. Dass diese Regel kein Kommunionempfänger in Unkenntnis bricht, dafür sorgt unser Pfarrer: Mit den Vermeldungen vor der Messe und einer langen Predigt ist es unmöglich, dass zwischen Eintritt in die Kirche und Kommunionspendung weniger als 60 Minuten liegen.

 

Ausschließen kann ich also nicht, dass ich unwissentlich in den Jahrzehnten zuvor hin und wieder gegen die eucharistische Nüchternheit aus Unkenntnis verstoßen habe. Nun schützt Unwissen vor Strafe nicht. Ich habe aber dennoch keine Schuldgefühle. Mitunter denke ich, dass ein zu intensives Nachgrübeln über Äußerlichkeiten bei Sakramenten dem eigentlichen Sinn dieser sichtbaren Zeichen eher abträglich ist, wenn nämlich die äußere Form dem inneren Geheimnis gegenüber die Oberhand gewinnt.

Du verwechselst den rechtlichen und den moralischen Bereich. Der von dir genannte Grundsatz gilt in der Moral nicht, es sei denn du hättest dich absichtlich nicht informiert. Bei einer Sünde geht es immer darum, dass du etwas Verbotenes freiwillig wider besseres Wisen getan hast.

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Kathpedia schreibt dazu:Eucharistische Nüchternheit. Die Eucharistie ist zwar eine Speise, sie unterscheidet sich jedoch von jeder irdischen Nahrung (siehe 3). Deshalb ordnet die Kirche ein vorbereitendes Fasten an, die sogenannte eucharistische Nüchternheit: "Wer die heiligste Eucharistie empfangen will, hat sich innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens einer Stunde vor der heiligen Kommunion aller Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten." (CIC 919 §1) Dadurch sollen sich die Gläubigen der hohen Würde dieser göttlichen Speise bewusst werden

danke. gibt es auch so klare Aussagen über das Rauchen, vor der Hlst. Eucharistie?

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Kathpedia schreibt dazu:Eucharistische Nüchternheit. Die Eucharistie ist zwar eine Speise, sie unterscheidet sich jedoch von jeder irdischen Nahrung (siehe 3). Deshalb ordnet die Kirche ein vorbereitendes Fasten an, die sogenannte eucharistische Nüchternheit: "Wer die heiligste Eucharistie empfangen will, hat sich innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens einer Stunde vor der heiligen Kommunion aller Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten." (CIC 919 §1) Dadurch sollen sich die Gläubigen der hohen Würde dieser göttlichen Speise bewusst werden

danke. gibt es auch so klare Aussagen über das Rauchen, vor der Hlst. Eucharistie?

 

Gute Frage, Petrus! Gilt nicht der Rauch als Zeichen des Satans? Also müsste doch, rein gefühlsmäßig Rauchen weniger als eine Stunde vor der hl. Eucharistie als schwere Sünde gelten. :angry2:

 

PS: "Wie gut, dass ich nicht mehr rauche!"

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Nun ja, dann aber bitte nicht mit Zigarette...

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Es erstaunt mich schon, dass es diese Nüchternheitsregel anscheinend überhaupt noch gibt. Das erinnert mich an meine Kindheit in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, damals galt für mich und meine Freunde/Innen das absolute Nüchternheitsgebot vor der Kommunion, das brachte viele von uns in ernste Schwierigkeiten, zusammen mit dem Weihrauch-Herumgeräuchere wurde vielen von uns während der hl. Messe einfach schlecht und wir kippten um. Ein anderes Problem war für uns Kinder das absolute Verbot die allerheiligste Hostie, den Leib Christi, mit den Zähnen zu berühren! Dieses kam einer Todsünde gleich! Einfach unvorstellbar wie man damals Kinder an den rk.-Glauben heran führen wollte. Kein Wunder, dass sich viele von uns, in späteren Zeiten, von so einer ...... Religion abgewandt haben. Und so etwas will mann wieder einführen? Nein, Danke!

Es war (ist) schon ein unbegreiflicher Leichtsinn Gottes, sein Heilswerk in die Hände der Kirche (Menschen) zu legen, auf die allemal kein verlass ist. Aber Er hat auch gesagt: Ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt. Nur hält er sich, meiner Meinung nach, oft zu diskret im Hintergrund.

Ohne sein Versprechen, bei uns zu bleiben, würde es mir nicht im Schlaf einfallen, auch nicht das Geringste in Hinsicht Verkündigung zu tun, denn auch mir ist nichts Menschliches fern.

 

Im AT wird Rauch und Wolke gern als Anwesenheitszeicen Gottes gebraucht, allerdings habe ich noch nie was von Tabakrauch gelesen, da müsste ein schlauer Exegete her.

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Gilt nicht der Rauch als Zeichen des Satans?
nicht, daß ich wüßte.

ich hatte da eher "Rauchopfer" im Sinn.

 

Ja nee is klar, aber das "Rauchopfer" wird doch heutzutage ziemlich verteufelt!

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Zwischen Weihrauch (auch Räucherstäbchen etc.) und einer stinkigen Marlboro dürfte aber doch ein himmelweiter Unterschied bestehen!

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Ich bemühe mich, ca. eine Stunde vor dem Empfang der hl. Kommunion nichts mehr zu essen. D.h. wenn die hl. Messe am Werktag um 7.15 Uhr ist, dann gehe ich davon aus, dass ab 7.35 Uhr ein "scheller" Zelebrant frühestens Kommunion austeilt (eher später). Und daher schaue ich, daß ich um 6.35 Uhr fertig gefrühstückt habe.

 

Zugegeben: das hört sich etwas pedantisch an, so minutiös. Aber es ist nur meine Leitlinie. Wenn ich etwas später Frühstücke, oder "ausversehen" noch ein Stück Schoko reinschiebe, bevor ich das Haus verlasse, gehe ich in der Regel doch zur hl. Kommunion. Denn ich glaube nicht, daß Gott so ein Kleinkrämer ist. Ich bemühe mich aber wirklich, das einzuhalten, und ich denke, es klappt so zu 95%, und der Rest ist die Abweichung, die die Regel bestätigt.

 

Und wenn es Abendmesse ist, und ich merke: 55 Minuten seit dem letzten Bratwurstbrötchen vergangen - also, dann sehe ich da auch kein Problem.

 

Sinn ist ja, die Eucharistie von gewöhnlicher Speise zu unterscheiden.

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Kathpedia schreibt dazu:Eucharistische Nüchternheit. Die Eucharistie ist zwar eine Speise, sie unterscheidet sich jedoch von jeder irdischen Nahrung (siehe 3). Deshalb ordnet die Kirche ein vorbereitendes Fasten an, die sogenannte eucharistische Nüchternheit: "Wer die heiligste Eucharistie empfangen will, hat sich innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens einer Stunde vor der heiligen Kommunion aller Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten." (CIC 919 §1) Dadurch sollen sich die Gläubigen der hohen Würde dieser göttlichen Speise bewusst werden

danke. gibt es auch so klare Aussagen über das Rauchen, vor der Hlst. Eucharistie?

 

Ein Spruch, eine Volksweisheit könnte eine Verständnisbrücke liefern: Alkohol und Nikotin sind des Teufels Medizin. Man soll nicht Gott und dem Teufel dienen.

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Kathpedia schreibt dazu:Eucharistische Nüchternheit. Die Eucharistie ist zwar eine Speise, sie unterscheidet sich jedoch von jeder irdischen Nahrung (siehe 3). Deshalb ordnet die Kirche ein vorbereitendes Fasten an, die sogenannte eucharistische Nüchternheit: "Wer die heiligste Eucharistie empfangen will, hat sich innerhalb eines Zeitraumes von wenigstens einer Stunde vor der heiligen Kommunion aller Speisen und Getränke mit alleiniger Ausnahme von Wasser und Arznei zu enthalten." (CIC 919 §1) Dadurch sollen sich die Gläubigen der hohen Würde dieser göttlichen Speise bewusst werden

danke. gibt es auch so klare Aussagen über das Rauchen, vor der Hlst. Eucharistie?

 

Ein Spruch, eine Volksweisheit könnte eine Verständnisbrücke liefern: Alkohol und Nikotin sind des Teufels Medizin. Man soll nicht Gott und dem Teufel dienen.

 

Na, so krass würde ich das nicht ausdrücken. Aber Rauchen ist ja ein "Genußmittel" - und ebensowenig, wie ich die Schokolade eine Stunde vor Kommunionempfang in den Mund schiebe, sollte ein Raucher sein Genussmittel in den Mund schieben. :angry2:

Edited by Schaefchen
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In diesem Zusammenhang habe ich im www eine Veröffentlichung der ev. Kirchengemeinde Cadenberge gefunden, genannt Kirchenknigge, Darf man beim Abendmahl.....

http://www.cadenberge.de/kg/archiv/kirchen...mahl/index.html

viele der hier dargestellten Verhaltensregeln gelten m.E. nicht nur für die ev. Abendmahlsfeier, sondern sind auch auf die rk-Eucharistiefeier übertragbar.

 

Ganz besonders hat mir dieser Absatz gefallen:

 

„Muss ich beim Abendmahl ernst und schuldhaft zum Boden schauen?”

 

Wir haben sicherlich allen Grund, unsere Schuld vor Gott und den anderen zu zeigen. Aber wir haben auch einen guten Grund, fröhlich und erlöst beim Abendmahl zu sein. Denn Gott lädt uns ein zu der Gemeinschaft mit ihm, so wie wir sind. Er will uns die Last, die Schuld nehmen und die Zusage seiner Nähe und Liebe erneuern. Das soll zu schmecken und zu spüren sein. Ein gutes Essen, ein köstliches Getränk, eine nette Runde - haben Sie da nicht ein Lächeln auf den Lippen? Und bei dem Fest, das Gott mit Ihnen feiert?

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In diesem Zusammenhang habe ich im www eine Veröffentlichung der ev. Kirchengemeinde Cadenberge gefunden, genannt Kirchenknigge, Darf man beim Abendmahl.....

 

Aber die Frage: darf ich beim Abendmahl rauchen, wird da nicht geklärt :angry2:

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Long John Silver

Mal ein Blick von aussen darauf:

 

Bestimmte Formen von Enthaltsamkeit vor rituellen Handlungen findet man auf der ganzen Welt im religioesen, spirituellen Bereich. Sich dem sakralen nicht profan zu naehern ist in vielen Gemeinschaften Regel. Verbot von Speise fuer einen gewissen Zeitraum vor der Handlung ist nicht unueblich, somit ist die Weisung fuer Katholiken die Eucharistie betreffend nicht aussergewoehnlich, im Gegenteil, sie gehoert zu den am wenigsten weitreichenden Weisungen auf diesem Gebiet, anthropologisch gesehen. Es gab und gibt viele religioese Gemeinschaften, in denen ein, zwei Tage davor gefastet werden muss, bevor man sich dem Heiligen naehert. Bei dem Peyote-Ritual ist es ueblich, am Tag vor der Nacht des Gottesdienstes nichts zu essen, sondern nur Wasser zu trinken, und fuer den ganzen Tag davor sollte bereits auf bestimmte Speisen geachtet werden (Reinigung des Koerpers, Ableitung von Giften etc.) Alkohol ist verboten, vor allem an den Tagen direkt vor dem Gottesdienst. Fuer Maenner gelten auch Regeln, was sexuelle Handlungen betrifft, ueblicherweise gelten ein, zwei Tage vor dem Ritual als Regel, auch in diesem Bereich enthaltsam zu leben. Es steht dahinter der Gedanke, dass der Gottesdienst bereits lange vor dem aktuellen Anfang beginnt, bereits mit der Vorbereitung darauf, dem Aufbauen des Altars etc., dem Ueben von Liedern, dem Hantieren mit den heiligen Gegenstaenden und der beginnenden inneren Hinwendung an das kommende Geschehen.

(Nach dem Gottesdienst, der von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang dauert, wird gemeinsam ausgiebig gefruehstueckt)

 

Wenn ich das ueberlege und auch die Regeln anderer Religionen und Gemeinschaften, die ich aus dem anthropologischen Bereich kenne, koennen sich die Katholiken eigentlich nicht beklagen, im Gegenteil. Fuer meinen Begriff springen die meisten quasi direkt aus dem Profanen in eine heilige Handlung und wieder hinaus (worueber ich mich tatsaechlich oft wunderte, im direkten Kontakt mit dem katholischen Gottesdienst).

Edited by Long John Silver
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Fuer Maenner gelten auch Regeln, was sexuelle Handlungen betrifft, ueblicherweise gelten ein, zwei Tage vor dem Ritual als Regel, auch in diesem Bereich enthaltsam zu leben. Es steht dahinter der Gedanke, dass der Gottesdienst bereits lange vor dem aktuellen Anfang beginnt, bereits mit der Vorbereitung darauf, dem Aufbauen des Altars etc., dem Ueben von Liedern, dem Hantieren mit den heiligen Gegenstaenden und der beginnenden inneren Hinwendung an das kommende Geschehen.

 

Das ist übrigens der Ursprung des Zölibats in der Kath. Kirche. Für den Zelebranten galt ursprünglich: Sexuelle Enthaltsamkeit, ich glaube 1 Tag vor der Liturgie. Und nachdem es dann üblich wurde, jeden Tag das Messopfer zu feiern, wurde daraus die Ehelosigkeit, weil quasi immer ein Tag vor der Messe ist.

 

Wenn ich das ueberlege und auch die Regeln anderer Religionen und Gemeinschaften, die ich aus dem anthropologischen Bereich kenne, koennen sich die Katholiken eigentlich nicht beklagen, im Gegenteil. Fuer meinen Begriff springen die meisten quasi direkt aus dem Profanen in eine heilige Handlung und wieder hinaus (worueber ich mich tatsaechlich oft wunderte, im direkten Kontakt mit dem katholischen Gottesdienst).

 

Das denke ich mir oft: meine Fresse, ham die es eilig, rauszulaufen. Ich als praktizierende Katholikin wechsle oft nach dem Schlußlied die Bankreihe, damit die Leute alle so schnell rausrennen können, wie sie wollen, und knie mich dann ich die vordere, genau so schnell leergewordene Reihe, weil ich eben nicht sofort rausrennen kann und buissiness as usual betreiben kann.

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In diesem Zusammenhang habe ich im www eine Veröffentlichung der ev. Kirchengemeinde Cadenberge gefunden, genannt Kirchenknigge, Darf man beim Abendmahl.....

 

Aber die Frage: darf ich beim Abendmahl rauchen, wird da nicht geklärt :angry2:

 

Ja nee, man sagt den ev. Christen ja im Allgemeinen eine größere Nüchternheit zu. Vielleicht schließt sich deshalb diese Frage von allein aus? Außerdem ist es m.W. gänzlich unüblich in einer Kirche egal welcher Konfession zu Rauchen (wenn man nicht gerade der Weihrauchkessel ist) :wink: .

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In diesem Zusammenhang habe ich im www eine Veröffentlichung der ev. Kirchengemeinde Cadenberge gefunden, genannt Kirchenknigge, Darf man beim Abendmahl.....

 

Aber die Frage: darf ich beim Abendmahl rauchen, wird da nicht geklärt :angry2:

 

Ja nee, man sagt den ev. Christen ja im Allgemeinen eine größere Nüchternheit zu. Vielleicht schließt sich deshalb diese Frage von allein aus? Außerdem ist es m.W. gänzlich unüblich in einer Kirche egal welcher Konfession zu Rauchen (wenn man nicht gerade der Weihrauchkessel ist) :wink: .

 

uha ha ha, stimmt. Die sind nüchterner, weil sie ihre ganzen Sünden nicht beichten können, sondern büßen müssen. :angry2: (Scherz - ich liebe es, den Dingen auf den Grund zu gehen)

Edited by Schaefchen
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