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Erstkommunion bei behindertem Kind?


AlecJohn
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Wie wird das gehandhabt bei einem behinderten Kind, kann dieses an der Erstkommunion teilnehmen? Gibt es da Sonderregelungen, was die Vorbereitungen betrifft? Ist es überhaupt möglich?

Mein 8jähriger Sohn ist Autist und er würde sehr gerne zur Erstkommunion gehn, anscheint ist es aber bei uns in der

Gemeinde der erste Fall, so daß mir keiner sagen kann, wie das nun laufen soll.

An wen muß ich mich denn wenden?

 

LG Alecs Mutter

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Wie wird das gehandhabt bei einem behinderten Kind, kann dieses an der Erstkommunion teilnehmen? Gibt es da Sonderregelungen, was die Vorbereitungen betrifft? Ist es überhaupt möglich?

Mein 8jähriger Sohn ist Autist und er würde sehr gerne zur Erstkommunion gehn, anscheint ist es aber bei uns in der

Gemeinde der erste Fall, so daß mir keiner sagen kann, wie das nun laufen soll.

An wen muß ich mich denn wenden?

 

LG Alecs Mutter

 

Den Pfarrer fragen, wen denn sonst? Grüße, KAM

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Wie wird das gehandhabt bei einem behinderten Kind, kann dieses an der Erstkommunion teilnehmen? Gibt es da Sonderregelungen, was die Vorbereitungen betrifft? Ist es überhaupt möglich?

Mein 8jähriger Sohn ist Autist und er würde sehr gerne zur Erstkommunion gehn, anscheint ist es aber bei uns in der

Gemeinde der erste Fall, so daß mir keiner sagen kann, wie das nun laufen soll.

An wen muß ich mich denn wenden?

 

LG Alecs Mutter

Ansprechpartner sollte der Gemeindepfarrer sein. Voraussetzung ist, das dein Sohn die Katechese versteht, und in der Lage ist, vor der Kommunion die Beichte zu empfangen (und dass er getauft ist, natürlich).

Wenn diese Voraussetzungen zutreffen, wüsste ich nicht, was gegen eine Teilnahme an der Erstkommunion spräche. Ich kenne das leider nur in unserer Gemeinde von einem körperbehinderten Jungen, da war das problemlos, auch wenn er Hilfestellung benötigt. Sonderregelungen gibt es soweit ich weiß, keine.

Weitergehende Auskünfte kannst du von deiner zuständigen Diözese erhalten - hoffe ich wenigstens.

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Bei uns wird das ganz unkompliziert gehandhabt.

Der Behinderte macht sowohl bei der Vorbereitung als auch beim Fest ganz einfach im Rahmen seiner Möglichkeiten mit.

 

Wenn die Behinderung ganz schlimm ist (z.B. mit Bettlägerigkeit verbunden), hätte ich wohl keine Probleme, einen ganzen Trupp Erstkommunionkinder irgendwann in der Woche nach dem Weißen Sonntag zu motivieren, am Krankenlager des Behinderten zusammenzukommen. Und dort würden wir eine feierliche heilige Messe feiern - mit Erstkommunionkerze, mit Gitarre und Liedern und allem Drum und Dran.

 

Bei geistigen Behinderungen, die so schlimm sind, dass der Betreffende "nicht begreift, was er da tut" ändert sich nichts. Wenn er es auch nicht ganz begreift:

1. Was er genau begreift, können wir von außen nicht sicher einschätzen. Dass ihm jetzt was Gutes, vielleichtsogar Heiliges begegnet, kann er sogar erfassen, wenn er intellektuell auch ganz und gar minderbemittelt ist.

2. In diesem Falle verlängert sich der stellvertretende Glaube, wie bei Babytaufen ohnehin üblich, über das ganze Leben hinweg.

3. Auch wenn er es nicht begreift: Jesus begreift sehr wohl ... und die Begegnung mit ihm ist doch wohl der Inhalt dieses Sakramentes.

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Wir haben vor ein paar Jahren auch einen Autisten bei der Erstkommunion gehabt, und nächstes Jahr wird wieder einer dabei sein. An sich sind Autisten ja nicht weniger intelligent als andere Kinder, sie haben nur eine andere Wahrnehmung. Für die Erstkommunion sehe ich da keine grundsätzlichen, höchstens gelegentlich gruppendynamische Probleme.

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Voraussetzung ist, das dein Sohn die Katechese versteht

 

Wer kann schon wirklich verstehen, was in der Eucharistiefeier/Kommunion geschieht?!

 

Mecki: " Auch wenn er es nicht begreift: Jesus begreift sehr wohl ... und die Begegnung mit ihm ist doch wohl der Inhalt dieses Sakramentes.

 

SEHR schön formuliert! :angry2:

 

Ich bin davon überzeugt, dass es in der Befugnis von NIEMAND steht einem Menschen die Kommunion zu verweigern oder an irgendwelche intellektuellen Bedingungen zu knüpfen, weil er geistig behindert/eingeschränkt ist! Wahrscheinlich könnten wir uns alle von vielen solchen Menschen eine Scheibe davon abschneiden, mit welcher Freude und Innigkeit sie dabei sind!

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Ich bin davon überzeugt, dass es in der Befugnis von NIEMAND steht einem Menschen die Kommunion zu verweigern oder an irgendwelche intellektuellen Bedingungen zu knüpfen, weil er geistig behindert/eingeschränkt ist! Wahrscheinlich könnten wir uns alle von vielen solchen Menschen eine Scheibe davon abschneiden, mit welcher Freude und Innigkeit sie dabei sind!

Ich hatte mal bei der Firmvorbereitung eine ähnliche Situation, die mich dann zum Nachdenken brachte:

Das Mädel war sehr, sehr, sehr "eingeschränkt"...

Aber der Geist weht ja bekanntlich, wo er will...

Und: Wer garantiert mir denn, dass mein intellektueller Zustand hinreichend ist für den Empfang eines Sakramentes? Wo sollte man eine Grenze setzen? Wer würde sich das anmaßen?

 

Interessant wird die Frage dann, wenn ein "Kommunionspender" in der Messe spontan entscheiden muss, ob die verwirrte Alte oder der alkoholisierte Obdachlose (beide "erwachsen"... hab ich auch schon erlebt...), der/die da gerade in der "Prozession" mit "antanzt" eine Hostie bekommen soll oder nicht...

Aber da ich kein "Kommunionspender" bin, habe ich mir über dieses Thema noch keine tiefergehenden Gedanken gemacht...

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Franciscus non papa

ich denke nicht, dass ein mangel an "begreifen" ein hinderungsgrund ist. wer von uns ist denn wirklich imstande, das geheimnis des glaubens, wirklich zu begreifen? wir nähern uns doch alle nur staundend diesem geheimnis, jesus, der wahre gott und mensch, gegenwärtig in den unscheinbaren gestalten von brot und wein.

 

thomas von aquin hat das in seinen texten zum fronlichnamsfest doch sehr gut dargestellt.

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Wenn ich mich richtig erinnere ist die einzige wirkliche Voraussetzung die Fähigkeit den Leib Christi von normalem Brot zu unterscheiden (sprich die Besonderheit dieser Nahrung eindeutig zuzuordnen).

 

Das müsste ein Autist aber eigentlich hinbekommen - oder?

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OneAndOnlySon
Wenn ich mich richtig erinnere ist die einzige wirkliche Voraussetzung die Fähigkeit den Leib Christi von normalem Brot zu unterscheiden (sprich die Besonderheit dieser Nahrung eindeutig zuzuordnen).

 

Das müsste ein Autist aber eigentlich hinbekommen - oder?

Oh je. Jetzt muss ich als Katholik auch noch Hellseher sein. Das wäre doch mal was für WettenDass: Man lege mir eine konsekrierte und eine unkonsekrierte Hostie neben einander und ich wette, dass ich durch Pendeln des Rosenkranzes die eine von der anderen unterscheiden kann.

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Zunächst einmal: Willkommen im Forum!

 

Die kirchenrechtliche Mindestbestimmung ist die Fähigkeit, die Eucharistie von gewöhnlicher Speise unterscheiden zu können. Die weiteren Details, wie man euren Sohn am besten vorbereitet, solltet ihr mit den Verantwortlichen direkt klären. Viele Vorbereitungskonzepte setzen auf Gemeinschaftserfahrungen, da wird vor allem Eure Kompetenz gefragt sein, was im Einzelnen geht und was nicht.

 

Aber ich kann keinen Grudn erkennen, ihm die Erstkommunion zu verweigern.

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Wenn ich mich richtig erinnere ist die einzige wirkliche Voraussetzung die Fähigkeit den Leib Christi von normalem Brot zu unterscheiden (sprich die Besonderheit dieser Nahrung eindeutig zuzuordnen).

 

Das müsste ein Autist aber eigentlich hinbekommen - oder?

Oh je. Jetzt muss ich als Katholik auch noch Hellseher sein. Das wäre doch mal was für WettenDass: Man lege mir eine konsekrierte und eine unkonsekrierte Hostie neben einander und ich wette, dass ich durch Pendeln des Rosenkranzes die eine von der anderen unterscheiden kann.

? Daß es dabei nicht um eine optische Unterscheidung geht ist Dir aber schon klar?
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OneAndOnlySon
? Daß es dabei nicht um eine optische Unterscheidung geht ist Dir aber schon klar?
OK, dann zeig mir mal irgendeine Ebene, auf der du eine konsekrierte Hostie von einer unkonsekrierten unterscheiden kannst.
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? Daß es dabei nicht um eine optische Unterscheidung geht ist Dir aber schon klar?
OK, dann zeig mir mal irgendeine Ebene, auf der du eine konsekrierte Hostie von einer unkonsekrierten unterscheiden kannst.
Na die Ebene auf der Du in der Kommunion Christus begegnest statt "nur" Brot zu essen.

 

Zu wissen (idealerweise auch zu fühlen) was das Essen während der Kommunion vom Abendbrot unterscheidet.

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OneAndOnlySon
Na die Ebene auf der Du in der Kommunion Christus begegnest statt "nur" Brot zu essen.

 

Zu wissen (idealerweise auch zu fühlen) was das Essen während der Kommunion vom Abendbrot unterscheidet.

Das ist für mich aber schon ein Unterschied. Klar sollte man den Kommunionempfang von einem einfachen Mittag-, Abendessen oder Frühstück unterscheiden können.

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Klar sollte man den Kommunionempfang von einem einfachen Mittag-, Abendessen oder Frühstück unterscheiden können.
Und nichts anderes habe ich (und Chrysologus) geschrieben.
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OneAndOnlySon
Klar sollte man den Kommunionempfang von einem einfachen Mittag-, Abendessen oder Frühstück unterscheiden können.
Und nichts anderes habe ich (und Chrysologus) geschrieben.

 

Mit dem Leib Christi hat das nur säkundär zu tun. Es geht um die Unterscheidung der liturgischen Handlung von einer säkulären Handlung. Den Leib Christi muss man nicht von normalem Brot unterscheiden können und das kann auch niemand.

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Klar sollte man den Kommunionempfang von einem einfachen Mittag-, Abendessen oder Frühstück unterscheiden können.
Und nichts anderes habe ich (und Chrysologus) geschrieben.

 

Mit dem Leib Christi hat das nur säkundär zu tun. Es geht um die Unterscheidung der liturgischen Handlung von einer säkulären Handlung. Den Leib Christi muss man nicht von normalem Brot unterscheiden können und das kann auch niemand.

Das hat Chrysologus doch aber auch gar nicht geschrieben. Ich hatte kein Problem, sie zu verstehen: "die Besonderheit dieser Nahrung eindeutig zuzuordnen" = den Leib Christi von normaler Speise unterscheiden.

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Bei uns im Dorf gibt es eine Schule für geistig Behinderte. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit für sie, zur Erstkommunion zu gehen, und es gibt bei Bedarf auch Firmungen. Da es für die Kinder bzw. ihre Eltern oft schwierig ist, in der Gemeinde mit zur Erstkommunion zu gehen, wird die Vorbereitung im Rahmen des Religionsunterrichts angeboten.

 

Im übrigen kann ich mich nur Meckys Argumentation anschließen. Es gibt wirklich nichts, was dagegen spräche, dass ein Mensch, welcher Auffasungsgabe auch immer, Jesus in der Eucharistie begegnet.

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OneAndOnlySon
Bei uns im Dorf gibt es eine Schule für geistig Behinderte. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit für sie, zur Erstkommunion zu gehen, und es gibt bei Bedarf auch Firmungen. Da es für die Kinder bzw. ihre Eltern oft schwierig ist, in der Gemeinde mit zur Erstkommunion zu gehen, wird die Vorbereitung im Rahmen des Religionsunterrichts angeboten.
Ich finde es aber schade, wenn sich die Erkommunionvorbereitung in der Gemeinde nicht so anpassen lässt, dass auch behinderte Kinder daran teilnehmen können.
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OneAndOnlySon
Das hat Chrysologus doch aber auch gar nicht geschrieben.
Ich habe Chrysologus doch auch nirgens widersprochen. Erst lesen, dann schreiben.
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Wenn ich mich richtig erinnere ist die einzige wirkliche Voraussetzung die Fähigkeit den Leib Christi von normalem Brot zu unterscheiden (sprich die Besonderheit dieser Nahrung eindeutig zuzuordnen).

 

 

Die kirchenrechtliche Mindestbestimmung ist die Fähigkeit, die Eucharistie von gewöhnlicher Speise unterscheiden zu können.

 

 

Ich habe Chrysologus doch auch nirgens widersprochen. Erst lesen, dann schreiben.
Und wo habe ich etwas anderes geschrieben als Chrysologus, daß Du mir widersprichst?
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OneAndOnlySon
Und wo habe ich etwas anderes geschrieben als Chrysologus, daß Du mir widersprichst?
"Die Eucharistie" ist mehr als nur der "Leib Christi". Es schließt die Handlung mit ein. Wie ich bereits geschrieben habe: Kein Mensch kann "den Leib Christi von normalem Brot unterscheiden". Das kann also gar kein Kriterium für den Kommunionempfang sein.
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Und wo habe ich etwas anderes geschrieben als Chrysologus, daß Du mir widersprichst?
"Die Eucharistie" ist mehr als nur der "Leib Christi". Es schließt die Handlung mit ein. Wie ich bereits geschrieben habe: Kein Mensch kann "den Leib Christi von normalem Brot unterscheiden". Das kann also gar kein Kriterium für den Kommunionempfang sein.

 

Leute, ich kann mich auch mal irren....man darf also auch was anderes meinen als ich!

 

Es geht beim genannten Kriterium nur darum, dass der potentielle Empfänger zumindest erkennen muzss, nicht bei einer normalen Mahlzeit zu sein. Mehr wird nicht verlangt.

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OneAndOnlySon
Leute, ich kann mich auch mal irren....man darf also auch was anderes meinen als ich!

 

Es geht beim genannten Kriterium nur darum, dass der potentielle Empfänger zumindest erkennen muzss, nicht bei einer normalen Mahlzeit zu sein. Mehr wird nicht verlangt.

Klar kannst du dich irren aber es macht mehr Spaß, Flo zu widersprechen... :angry2:

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