Jump to content

Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt


Rotgold
 Share

Recommended Posts

Zur Erinnerung:

 

Gestern war der Tag der Kräuterweihe.

 

Zum Teil auch heute noch ...

Link to comment
Share on other sites

Sehr schön ist die Kräuterweihe in Gengenbach im Schwarzwald.

 

Vielleicht war schon mal jemand dort?

Link to comment
Share on other sites

Kräuterweihe an Mariä Himmelfahrt - ein Brauch, der einen eigenen Thread verdient, meine ich. :lol:

 

Gestern habe ich an solch einer Kräuterweihe teilgenommen.

 

Noch jemand sonst? :unsure:

Link to comment
Share on other sites

Sehr schön ist die Kräuterweihe in Gengenbach im Schwarzwald.

 

Vielleicht war schon mal jemand dort?

Ja.

Link to comment
Share on other sites

In Österreich und in Teilen von Bayern - und im Saarland - ist dieser Tag doch ein eigener Feiertag.

 

Sicher werden da auch da und dort Kräuter geweiht?

 

Nicht nur in Gegenbach im badischen Schwarzwald. :lol:

Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
In Österreich und in Teilen von Bayern - und im Saarland - ist dieser Tag doch ein eigener Feiertag.

 

Sicher werden da auch da und dort Kräuter geweiht?

 

Nicht nur in Gegenbach im badischen Schwarzwald. :lol:

 

 

es werden sogar im rhein-main-gebiet bisweilen kräuter geweiht - ein schöner brauch der volksfrömmigkeit. aber nicht das wesentliche des hochfestes.

Link to comment
Share on other sites

Ich hätte heute noch ein Sträußchen haben können.

Link to comment
Share on other sites

In Ländern, in denen Mariä Himmelfahrt kein Feiertag ist, war die Kräuterweihe wohl heute.

 

Ein schöner alter Brauch, mit wohl ähnlich vor-christlichen Wurzeln wie auch Weihnachten.

Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
In Ländern, in denen Mariä Himmelfahrt kein Feiertag ist, war die Kräuterweihe wohl heute.

 

Ein schöner alter Brauch, mit wohl ähnlich vor-christlichen Wurzeln wie auch Weihnachten.

 

 

nun ist es ja allgemein üblich, dass, wenn ein hochfest kein gesetzlicher feiertag ist, dieses hochfest auch am sonntag danach als "äussere feier" gegangen werden kann. ist z.b. auch an fronleichnam so, dort wo der donnerstag kein feiertag ist.

 

und damit verschiebt sich auch das volksfromme brauchtum eben auf den nachfolgenden sonntag.

Link to comment
Share on other sites

Dann ist es umso mehr zu würdigen, dass dieses Fest im badischen Gengenbach am "richtigen Tag", also gestern schon begangen wurde.l

 

Und er schon mal dort dabei war, vergisst das nicht so leicht.

 

Die Kräuterbüschel werden dort auf eine sehr kunstvolle traditionelle Art gebunden.

 

Und aus der ganzen Umgegend kommen Besucher, um den feierlichen Gottesdienst mitzufeiern.

 

-----------------

 

 

Kann jemand erzählen, wie das in Österreich ist?

Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
Dann ist es umso mehr zu würdigen, dass dieses Fest im badischen Gengenbach am "richtigen Tag", also gestern schon begangen wurde.l

 

Und er schon mal dort dabei war, vergisst das nicht so leicht.

 

Die Kräuterbüschel werden dort auf eine sehr kunstvolle traditionelle Art gebunden.

 

Und aus der ganzen Umgegend kommen Besucher, um den feierlichen Gottesdienst mitzufeiern.

 

-----------------

 

 

Kann jemand erzählen, wie das in Österreich ist?

 

 

smile, hier war es ja auch gestern schon....

Link to comment
Share on other sites

Hoch-Feierlich?

 

Oder mehr so nebenbei?

Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon

Bei uns am Samstag am Ende der Messe.

 

Priester: "Heute werden traditionell die Kräuter gesegnet. Wer hat welche dabei?"

2 Leute strecken zögernd die Hände nach oben.

Priester: "Gut, dann machen wir's. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn..."

 

Eher befremdlich fand ich, dass zum "Gegrüßet seist du Königin" als Schlusslied wie beim Te Deum Weihrauch eingelegt und inzensiert wurde.

Edited by OneAndOnlySon
Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
Hoch-Feierlich?

 

Oder mehr so nebenbei?

 

 

gottesdienst im freien, an einem marienheiligtum.

 

am ende der messe, gesungene oration aus dem rituale, feierliches besprengen der kräuter mit weihwasser. vor der ganzen liturgischen kräuterweihe noch eine kleine erläuterung, was das ganze soll.

Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
Bei uns am Samstag am Ende der Messe.

 

Priester: "Heute werden traditionell die Kräuter gesegnet. Wer hat welche dabei?"

2 Leute strecken zögernd die Hände nach oben.

Priester: "Gut, dann machen wir's. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn..."

 

Eher befremdlich fand ich, dass zum "Gegrüßet seist du Königin" als Schlusslied wie beim Te Deum Weihrauch eingelegt und inzensiert wurde.

 

 

wenn am ende der vesper die marianische antiphon gesungen wird, in der zeit nach pfingsten das salve regina, dann kann da heftig geräuchert werden... das ist guter katholischer brauch.

Link to comment
Share on other sites

Keine Kräuter (das ist mehr ländlich), aber unser modernistischer Domprediger hat den Wortgottesdienst freistilistisch abgewandelt.

Vor den Fürbitten kamen 5 Grgrüßet Seist Du Maria, mit je einem Gesätz des glorreichen Rosenkranzes.

Und natürlich Glorwürdige Königin als Schlusslied.

(Das war die sehr puritanische Spätmesse - wohlgemerkt).

 

Ich mag seine marianischen Einlagen, habe ich festgestellt. SInd immer ganz hübsch.

Link to comment
Share on other sites

Keine Kräuter (das ist mehr ländlich), aber unser modernistischer Domprediger hat den Wortgottesdienst freistilistisch abgewandelt.

Vor den Fürbitten kamen 5 Grgrüßet Seist Du Maria, mit je einem Gesätz des glorreichen Rosenkranzes.

Und natürlich Glorwürdige Königin als Schlusslied.

(Das war die sehr puritanische Spätmesse - wohlgemerkt).

 

Ich mag seine marianischen Einlagen, habe ich festgestellt. SInd immer ganz hübsch.

Als Schlusslied geht ja noch. Ich habe gestern wieder ein Marienlied zur Gabenbereitung erlebt.

*kotzsmileydenk*

Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
Keine Kräuter (das ist mehr ländlich), aber unser modernistischer Domprediger hat den Wortgottesdienst freistilistisch abgewandelt.

Vor den Fürbitten kamen 5 Grgrüßet Seist Du Maria, mit je einem Gesätz des glorreichen Rosenkranzes.

Und natürlich Glorwürdige Königin als Schlusslied.

(Das war die sehr puritanische Spätmesse - wohlgemerkt).

 

Ich mag seine marianischen Einlagen, habe ich festgestellt. SInd immer ganz hübsch.

Als Schlusslied geht ja noch. Ich habe gestern wieder ein Marienlied zur Gabenbereitung erlebt.

*kotzsmileydenk*

 

 

kommt drauf an, was und an welchem tag.

 

immerhin ist das offertorium vom 4. advent: ave maria, gratia plena, dominus tecum.....

Link to comment
Share on other sites

In dieser Spätabend-Messe gibt es immer nur ein Gloria und ein Sanctus gesungen, allenfalls ein Gabenbereitungslied.

 

Dies sind aber ausnahmslos die üblichen Messlieder (meist Haydn oder Schubert-Messe - Österreich Teil eben).

Weil das alles auswendig passieren muss und ohne Bgleitung (ohne Orgel, ohne Chor); also nur Lieder, die alle kennen.

 

Aber im Stephansdom sind die "zerhackten" Lieder glücklicherweise nie am Plan. Ich hasse nichts mehr, als wenn völlig sinn- und zusammenhanglos als Eingangslied die 1.Strophe und so weiter von irgendeinem Lied gesungen wird, das halt zum Kirchenjahr passt.

Und es werden auch nicht planlos diese Lieder verteilt.

Was zur Gabenbereitung kommt, hat mit Gabenbereitung zu tun etc.

 

Der "Normalfall" für den 15. August ist "Glorwürdige Königin" sowie "Wunderschön Prächtige" am Anfang und Schluss und "Den Herren will ich loben" als Danklied nach der Kommunion.

Link to comment
Share on other sites

Hoch-Feierlich?

 

Oder mehr so nebenbei?

 

 

gottesdienst im freien, an einem marienheiligtum.

 

am ende der messe, gesungene oration aus dem rituale, feierliches besprengen der kräuter mit weihwasser. vor der ganzen liturgischen kräuterweihe noch eine kleine erläuterung, was das ganze soll.

Ich habe das zum ersten Mal gestern erlebt - in der altkatholischen Kirche. Dorthin bin ich zur "Gesangsunterstützung" mitgegangen (obwohl ich überhaupt nicht singen kann). Der Gottesdienst wurde im DLF übertragen. Es war sehr wohltuend, die Predigt zu hören. Die Altkatholiken nennen das Fest "Maria Heimgang" und haben auf der einen Seite ein gespaltenes, aber auf der anderen ein sehr nüchternes Verhältnis zu Jesu Mutter.

 

Spaßig fand ich es auch, wie schwer sich der römisch katholische Chor tat, die Kommunion zu empfangen. Zuerst gingen einzelne, zum Schluß aber stand der ganze Chor zum Empfang der Kommunion bereit.

Link to comment
Share on other sites

Kann jemand erzählen, wie das in Österreich ist?

Hallo

Wie es bei uns in Österreich überall ist, das weiß ich nicht. Noch dazu wo ich zwar gläubiger Christ, aber aus der Kirche ausgetreten bin. Trotzdem sehe ich mit Liebe die religiösen Feste unserer Gegend.

 

So gab es zu Mariä Himmelfahrt wie jedes Jahr am Abend die große Schiffsprozession auf dem Wörthersee, bei der alle Schiffe festlich beleuchtet sind und das Hauptschiff obenauf in einer Art Nische eine wunderschöne Marienstatue mit sich führt. Auf den Schiffen wird gesungen und gebetet, während die Fahrt zu den einzelnen Orten am See geht, so auch zu uns nach Pörtschach.

 

Bevor die Schiffe erscheinen, werden in der Westbucht eine Menge brenndende Kerzen in bunten Gefäßen in den See gesetzt, wo sie langsam in der Ströumg schwimmen. Deswegen heißt das Fest mit dem Beinamen auch: "Fest der tausend Lichter." Eine Blasmusikkapelle spielt auf und sorgt für Stimmung.

Sobald die Schiffe um die Ecke kommen, wird die Promenaden-Beleuchtung ausgeschaltet, sodass auf der hohen Front schön das riesengroße Kreuz zu sehen ist, das durch das Licht von Gästezimmern erzeugt wird.

 

Dann nähern sich die Schiffe und aus einem Schiffs-Lautsprecher wird zuerst Musik und dann die Ansprachen zum finstern Strand gestrahlt, (es ist etwas nach 21 Uhr) wo Massen von Einheimischen und Touristen stehen.

Der Reihe nach haben der Ortspfarrer, der Kärntner Bischof und Kardinal Schoenborn aus Wien geredet.

Dann, nach den Ansprachen bzw. Predigten wird gemeinsam das Vaterunser, GegrüßetseistduMaria gebetet und die erste Strophe von "Großer Gott wir loben dich" gesungen. Und dann fahren die Schiffe weiter.

 

ES ist immer wieder sehr feierlich. Und meine Frau und ich gehen in besinnlicher Stimmung nach Hause.

LG - reinwiel

Edited by reinwiel
Link to comment
Share on other sites

In dieser Spätabend-Messe gibt es immer nur ein Gloria und ein Sanctus gesungen, allenfalls ein Gabenbereitungslied.

 

Dies sind aber ausnahmslos die üblichen Messlieder (meist Haydn oder Schubert-Messe - Österreich Teil eben).

Weil das alles auswendig passieren muss und ohne Bgleitung (ohne Orgel, ohne Chor); also nur Lieder, die alle kennen.

 

Aber im Stephansdom sind die "zerhackten" Lieder glücklicherweise nie am Plan. Ich hasse nichts mehr, als wenn völlig sinn- und zusammenhanglos als Eingangslied die 1.Strophe und so weiter von irgendeinem Lied gesungen wird, das halt zum Kirchenjahr passt.

Und es werden auch nicht planlos diese Lieder verteilt.

Was zur Gabenbereitung kommt, hat mit Gabenbereitung zu tun etc.

 

Der "Normalfall" für den 15. August ist "Glorwürdige Königin" sowie "Wunderschön Prächtige" am Anfang und Schluss und "Den Herren will ich loben" als Danklied nach der Kommunion.

So finde ich es auch angemessen.

Link to comment
Share on other sites

Ja, angeblich hat es zu Maria Himmelfahrt in der Kirche auch eine Kräuterweihe gegeben.

LG - reinwiel

Link to comment
Share on other sites

Justin Cognito
Legenden und Brauchtum

Um die leibhaftige Aufnahme Mariens in den Himmel ranken sich alte Legenden. Die Apostel sollen das Grab Mariens noch einmal geöffnet haben - statt des Leichnams sollen sie nur noch duftende Rosen vorgefunden haben. Eine andere Legende erzählt, dass dem Grab in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entstiegen ist. Diese Legenden können der Grund für die Segnung von heilenden Kräutern an diesem Tag sein. Einerseits soll in diesem 1000 Jahre alten Brauch die lebenspendende Kraft Mariens symbolisiert werden, andererseits ist es wahrscheinlich, dass die jahreszeitlich bedingte Getreidereife und Hochblüte der Natur in Erinnerung brachten, dass Maria traditionell als „Blume des Feldes und Lilie in den Tälern” verehrt wurde. Das Wissen über die Heilkraft der Kräuter wird in manchen Klöstern weitergegeben. Die gesegneten Kräutersackerl werden in den Pfarren und Klöstern zum Verkauf für einen sozialen Zweck angeboten.

 

Quelle

Edited by Justin Cognito
Link to comment
Share on other sites

Haben wir nichts gemacht, an diesem Tag - ist wegen Sommerplan ausgefallen (Mo, Do, Fr, Sa keine Gottesdienste).

Und nachfeiern??? Neeee, Sonntag war dann mal wieder ganz brav der 20. Sonntag im Jahreskreis.

Wie sagt Herr Hochwürden: Alles zu seiner Zeit..."

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...