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Wiederverheiratete Geschiedene und sog. Homo-Ehen


Luzia
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Liebe Forumsteilnehmer,

 

nachdem das Thema kath. Eherecht hier immer wieder heiß diskutiert wird und (zugegeben) auch mich abwechselnd interessiert, irritiert, überrascht, abstößt und/oder verwundert, kam mir die im Thementitel genannte Frage in den Sinn. Ist es möglich, dass das katholische Eheverständnis hier tatsächlich gleich behandelt, was nach meinem Verständnis nach nicht gleich ist? Ist es, was die "schwere und dauerhafte Sünde" angeht, tatsächlich egal, ob eine in Erstehe gültig verheiratete Person nach dem wie auch immer begründetem Scheitern dieser Ersthe eine zweite (heterosexuelle) Ehe eingeht oder ob zwei gleichgeschlechtliche Personen (egal, ob schon einmal verheiratet oder nicht) eine Homo-Ehe schließen?

 

Ich bin gespannt auf Eure Antworten...

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Liebe Forumsteilnehmer,

 

nachdem das Thema kath. Eherecht hier immer wieder heiß diskutiert wird und (zugegeben) auch mich abwechselnd interessiert, irritiert, überrascht, abstößt und/oder verwundert, kam mir die im Thementitel genannte Frage in den Sinn. Ist es möglich, dass das katholische Eheverständnis hier tatsächlich gleich behandelt, was nach meinem Verständnis nach nicht gleich ist? Ist es, was die "schwere und dauerhafte Sünde" angeht, tatsächlich egal, ob eine in Erstehe gültig verheiratete Person nach dem wie auch immer begründetem Scheitern dieser Ersthe eine zweite (heterosexuelle) Ehe eingeht oder ob zwei gleichgeschlechtliche Personen (egal, ob schon einmal verheiratet oder nicht) eine Homo-Ehe schließen?

 

Ich bin gespannt auf Eure Antworten...

Was Kirchenrecht und Moraltheologie betrifft, handelt es sich wohl um ähnliche Fälle. Die persönliche Schuldhaftigkeit des Einzelnen ist aber eine ganz andere Frage.
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Liebe Forumsteilnehmer,

 

nachdem das Thema kath. Eherecht hier immer wieder heiß diskutiert wird und (zugegeben) auch mich abwechselnd interessiert, irritiert, überrascht, abstößt und/oder verwundert, kam mir die im Thementitel genannte Frage in den Sinn. Ist es möglich, dass das katholische Eheverständnis hier tatsächlich gleich behandelt, was nach meinem Verständnis nach nicht gleich ist? Ist es, was die "schwere und dauerhafte Sünde" angeht, tatsächlich egal, ob eine in Erstehe gültig verheiratete Person nach dem wie auch immer begründetem Scheitern dieser Ersthe eine zweite (heterosexuelle) Ehe eingeht oder ob zwei gleichgeschlechtliche Personen (egal, ob schon einmal verheiratet oder nicht) eine Homo-Ehe schließen?

 

Ich bin gespannt auf Eure Antworten...

Was Kirchenrecht und Moraltheologie betrifft, handelt es sich wohl um ähnliche Fälle. Die persönliche Schuldhaftigkeit des Einzelnen ist aber eine ganz andere Frage.

 

Dachte ich mir schon ... und nach "Schuld" fragt ja auch im kath. Eherecht niemand. Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und "darf" im Zweifel trotzdem nicht neu anfangen - zumindest nicht "unschuldig" ...

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Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und

 

So einen Fall habe ich noch nie erlebt. (Also daß sich einer für unschuldig hält, gibts natürlich öfter, meisten halten sich beide für unschuldig.) Es waren immer beide schuld.

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Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und

 

So einen Fall habe ich noch nie erlebt. (Also daß sich einer für unschuldig hält, gibts natürlich öfter, meisten halten sich beide für unschuldig.) Es waren immer beide schuld.

Das sehe ich nicht ganz so. Ich kenne (wenige) Fälle, wo ein Ehepartner den Anblick des unheilbar kranken (MS) Partners nicht mehr ertragen konnte. Da kann man wohl kaum von beiderseitiger Schuld ausgehen. So viel zu deinem "immer".

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Ich kenne (wenige) Fälle, wo ein Ehepartner den Anblick des unheilbar kranken (MS) Partners nicht mehr ertragen konnte. Da kann man wohl kaum von beiderseitiger Schuld ausgehen. So viel zu deinem "immer".
Ist das "Einander-Ertragen" nicht ein Grundprinzip christlicher Nächstenliebe, und erst recht der christlichen Ehe?
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Ich kenne (wenige) Fälle, wo ein Ehepartner den Anblick des unheilbar kranken (MS) Partners nicht mehr ertragen konnte. Da kann man wohl kaum von beiderseitiger Schuld ausgehen. So viel zu deinem "immer".
Ist das "Einander-Ertragen" nicht ein Grundprinzip christlicher Nächstenliebe, und erst recht der christlichen Ehe?

Mir ging es um die Behauptung von KAM, dass die Schuld am Scheitern einer Ehe immer auf beiden Seiten liege. Was du sagst, ist die Antwort auf eine andere Frage.

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Ich kenne (wenige) Fälle, wo ein Ehepartner den Anblick des unheilbar kranken (MS) Partners nicht mehr ertragen konnte. Da kann man wohl kaum von beiderseitiger Schuld ausgehen. So viel zu deinem "immer".
Ist das "Einander-Ertragen" nicht ein Grundprinzip christlicher Nächstenliebe, und erst recht der christlichen Ehe?

Mir ging es um die Behauptung von KAM, dass die Schuld am Scheitern einer Ehe immer auf beiden Seiten liege. Was du sagst, ist die Antwort auf eine andere Frage.

Entschuldigung, ich empfand deinen Beitrag zunächst als Verteidigung des verlassenden Partners. Du hast es aber wohl anders herum gemeint.
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Ich kenne (wenige) Fälle, wo ein Ehepartner den Anblick des unheilbar kranken (MS) Partners nicht mehr ertragen konnte. Da kann man wohl kaum von beiderseitiger Schuld ausgehen. So viel zu deinem "immer".
Ist das "Einander-Ertragen" nicht ein Grundprinzip christlicher Nächstenliebe, und erst recht der christlichen Ehe?

Mir ging es um die Behauptung von KAM, dass die Schuld am Scheitern einer Ehe immer auf beiden Seiten liege. Was du sagst, ist die Antwort auf eine andere Frage.

Entschuldigung, ich empfand deinen Beitrag zunächst als Verteidigung des verlassenden Partners. Du hast es aber wohl anders herum gemeint.

Ich habe gemeint, dass man dem verlassenen Partner hier sicher keine Schuld anrechnen kann (als Antwort auf KAMs "immer beide").

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Dachte ich mir schon ... und nach "Schuld" fragt ja auch im kath. Eherecht niemand. Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und "darf" im Zweifel trotzdem nicht neu anfangen - zumindest nicht "unschuldig" ...

 

...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

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Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und

 

So einen Fall habe ich noch nie erlebt. (Also daß sich einer für unschuldig hält, gibts natürlich öfter, meisten halten sich beide für unschuldig.) Es waren immer beide schuld.

Das sehe ich nicht ganz so. Ich kenne (wenige) Fälle, wo ein Ehepartner den Anblick des unheilbar kranken (MS) Partners nicht mehr ertragen konnte. Da kann man wohl kaum von beiderseitiger Schuld ausgehen. So viel zu deinem "immer".

 

Das bezog sich auf meine Erfahrungen.

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Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und

 

So einen Fall habe ich noch nie erlebt. (Also daß sich einer für unschuldig hält, gibts natürlich öfter, meisten halten sich beide für unschuldig.) Es waren immer beide schuld.

"Nie" und "immer" sind Worte, die tendenziell nicht in der Lage sind Situationen korrekt zu beschreiben.
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Dachte ich mir schon ... und nach "Schuld" fragt ja auch im kath. Eherecht niemand. Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und "darf" im Zweifel trotzdem nicht neu anfangen - zumindest nicht "unschuldig" ...

 

...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

 

Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.

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Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und

 

So einen Fall habe ich noch nie erlebt. (Also daß sich einer für unschuldig hält, gibts natürlich öfter, meisten halten sich beide für unschuldig.) Es waren immer beide schuld.

"Nie" und "immer" sind Worte, die tendenziell nicht in der Lage sind Situationen korrekt zu beschreiben.

 

Ich habe nur meine Erfahrungen beschrieben, theoretisch mag das vorkommen.

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Dachte ich mir schon ... und nach "Schuld" fragt ja auch im kath. Eherecht niemand. Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und "darf" im Zweifel trotzdem nicht neu anfangen - zumindest nicht "unschuldig" ...

 

...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

 

Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.

 

Na dann ist das ja halb so schlimm! Freundschaftlich zusammenleben reicht ja! Ich weiß auch gar nicht, wozu Sexualität in einer heterosex. Partnerschaft gut sein sollte, außer zum Kinder kriegen :lol:

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...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

 

Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.

 

Na dann ist das ja halb so schlimm! Freundschaftlich zusammenleben reicht ja! Ich weiß auch gar nicht, wozu Sexualität in einer heterosex. Partnerschaft gut sein sollte, außer zum Kinder kriegen :lol:

 

Es ist halt nicht alles erlaubt, bloß weil es Spaß macht.

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Dachte ich mir schon ... und nach "Schuld" fragt ja auch im kath. Eherecht niemand. Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und "darf" im Zweifel trotzdem nicht neu anfangen - zumindest nicht "unschuldig" ...

 

...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

 

Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.

 

Na dann ist das ja halb so schlimm! Freundschaftlich zusammenleben reicht ja! Ich weiß auch gar nicht, wozu Sexualität in einer heterosex. Partnerschaft gut sein sollte, außer zum Kinder kriegen :lol:

 

Es tut der Beziehung gut? Sagt mW Lumen Gentium. Also wenn man verheiratet ist...

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...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

 

Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.

Und alles andere ist keine Sünde? kam, du bist mein Held!

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Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.
Hat de Sade nicht gesündigt als er die Tage von Sodom oder die Ankleidezimmerphilosophie zusammenphantasierte?
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Dachte ich mir schon ... und nach "Schuld" fragt ja auch im kath. Eherecht niemand. Da kann jemand "unschuldig" verlassen, belogen, betrogen werden und "darf" im Zweifel trotzdem nicht neu anfangen - zumindest nicht "unschuldig" ...

 

...Da kann jemand "unschuldig" einen gleichgeschlechtlichen Partner lieben, sein Leben mit ihm gemeinsam verbringen wollen und glücklich sein und "darf" das nicht, weil es angeblich Sünde ist...

 

Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.

Und alles andere ist keine Sünde? kam, du bist mein Held!

 

Nee das sind dann wahrscheinlich ganz normale Wohngemeinschaften, freundschafliche Beziehungen, geschwisterliches Zusammenleben ...

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Liebe Forumsteilnehmer,

 

nachdem das Thema kath. Eherecht hier immer wieder heiß diskutiert wird und (zugegeben) auch mich abwechselnd interessiert, irritiert, überrascht, abstößt und/oder verwundert, kam mir die im Thementitel genannte Frage in den Sinn. Ist es möglich, dass das katholische Eheverständnis hier tatsächlich gleich behandelt, was nach meinem Verständnis nach nicht gleich ist? Ist es, was die "schwere und dauerhafte Sünde" angeht, tatsächlich egal, ob eine in Erstehe gültig verheiratete Person nach dem wie auch immer begründetem Scheitern dieser Ersthe eine zweite (heterosexuelle) Ehe eingeht oder ob zwei gleichgeschlechtliche Personen (egal, ob schon einmal verheiratet oder nicht) eine Homo-Ehe schließen?

 

Ich bin gespannt auf Eure Antworten...

Was Kirchenrecht und Moraltheologie betrifft, handelt es sich wohl um ähnliche Fälle. Die persönliche Schuldhaftigkeit des Einzelnen ist aber eine ganz andere Frage.

 

soso, also aus kirchenrechtlicher und moralische Sicht ist beides gleich verwerflich ?! Wo nur findet denn da "Kirche mitten im Leben" statt - oder geht es darum gar nicht ?

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Sünde ist das Vornehmen homosexueller Handlungen, nicht mehr und nicht weniger.
Hat de Sade nicht gesündigt als er die Tage von Sodom oder die Ankleidezimmerphilosophie zusammenphantasierte?

 

Es ist nicht so originell, Sätze aus ihrem Zusammenhang zu reißen.

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Es liegt mir auch fern, originell sein zu wollen.

 

Ob es allerdings Sünde ist, wenn die beiden homosexuellen Partner voneinander phantasieren (es muss dabei ja noch nicht einmal zur realen Selbstbefriedigung kommen), hast Du offen gelassen.

Edited by Flo77
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Es liegt mir auch fern, originell sein zu wollen.

 

Ob es allerdings Sünde ist, wenn die beiden homosexuellen Partner voneinander phantasieren (es muss dabei ja noch nicht einmal zur realen Selbstbefriedigung kommen), hast Du offen gelassen.

 

Man muß nicht jede Selbstverständlichkeit erwähnen: die aktive billigende Vorstellung von einer Sünde ist logischerweise auch sündhaft.

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