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Unbarmherzige Schwestern


Axel

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(Schottland/Irland 2002, 119 Min., Regie: Peter Mullan, mit Geraldine McEwan, Anne-Marie Duff, Nora-Jane Noone, Dorothy Duffy)

 

Hat jemand von Euch den Film "die unbarmherzigen Schwestern" gesehen? In Italien lief er letzten Herbst in allen Kinos und machte heftige Schlagzeilen, bei uns ist er im Januar in die Filmtheater gekommen, läuft aber meist nur in den Programmkinos.

 

Das fikitve Drehbuch basiert auf realen Zuständen im Irland der 60er Jahre. Mädchen, die unehelich Kinder zur Welt brachten, wurden von den Eltern in sogenannte Magdalenen Heime abgeschoben, um die Ehre der Familie zu retten. Die "gefallenen Mädchen" sollten ihre Todsünde bereits zu Lebzeiten büßen, damit, so die Logik, das Fegfeuer nicht mehr so drastisch ausfalle. Entsprechend faschistoid und paramilitärisch ging es in den Heimen zu, die ausgerechnet von den "sisters of mercy" geleitet wurden. Falls den Insaßen nicht die Flucht gelang oder sie von ihren Verwandten "begnadigt" wurden, blieben sie oft ein Leben lang in den Anstalten.

 

Der Film hat heftige Kritik des Vatikans ausgelöst, allerdings gibt es genügend Zeitzeugen, die bestätigen, daß der Film eher noch untertrieben ist. Das letzte Magdalenenheim wurde erst 1996 geschlossen.

 

Was mich mehr erschreckt hat als die Zustände im Heim, ist die Gnadenlosigkeit der Gesellschaft, in denen Eltern ihre Kinder radikal verstoßen, um die Schande von der Familie zu nehmen. Dabei spielte es noch nicht einmal eine Rolle, ob das Kind vergewaltigt wurde. Schockierend ist eine Szene, als der Vater seine Tochter, der tags zuvor die Flucht gelungen war, grün und blau geschlagen zurück in den Schlafsaal des Heimes zerrte unter den Augen einer Nonne und aller anderen Insaßen. Als das Mädchen ihm flehend nachrief, er möge sie nicht hierlassen und sie wollte doch nur nach Hause, geht er zurück, schlägt erneut auf sie ein, schaut ihr Kopf an Kopf in die Augen und sagt kalt: Du hast kein Zuhause mehr.

 

Peinlich natürlich, daß alles unter dem Vorzeichen katholisch lief und katholische Glaubenssätze so entsetzlich mißbraucht wurden. Warum sind die Iren im Vergleich zu anderen katholischen Ländern eigentlich gerade hier so extrem geworden? Oder täuscht das?

 

Axel

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Leider habe ich den Film (abgesehen von Auszügen)noch nicht gesehen, allerdings sind solche Geschichten in Irland "Gemeingut".

 

Woher es kommt, daß die Iren hier "so extrem geworden" sind? Ich denke, aus der unauflöslichen Verquickung von Religion und Nation, die es in anderen "katholischen Ländern" so nicht gegeben hat.

 

"Irisch" war über Jahrhunderte gleichzusetzen mit "katholisch" - darum hat es in Irland viel länger gedauert als anderswo, bis rigoristische Auswüchse katholischer Moral öffentlich überhaupt auch nur hinterfragt wurden.

 

Hinzu kommt, daß die Kirche aufgrund ihrer weltweiten Vernetzung als eigentlich einzige Institution den Weg in die (bis ins vergangene Jahrzehnt ja für die meisten Iren überlebensnotwendige) Emigration erleichtern konnte. Und für unzählige Priester und Ordensschwestern, die (wie die Albanerin Mutter Teresa) von Irland aus in die Mission gingen, diesen Weg unmittelbar eröffnete.

 

Aufgrund des engen Ineinanderspiels von Kirche und Staat waren eben auch Exzesse wie die in dem Film von Mullen gezeigten möglich.

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Hallo,

mich erinnert die Darstellung von eule an etwas Geschichtliches, das in eine Ähnliche Geschichte geht.

Im Mittelalter gab es im Mönchtum v.a. zwei Richtungen: die irische und die angelsächsische.

Die irische Richtung zeichnete sich durch eine große Strenge und Askese aus.

Ich möchte jetzt nicht sagen, dass man vom irischen Mönchtum auf die oben geschilderten Exesse schließen könnte,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo Mat,

 

das ist ein interessanter Gedanke. Allerdings würde ich sagen, daß die Katholische Kirche der Sechziger Jahre (wie sie in dem Film dargestellt wird) kaum etwas mit dem irischen Mönchtum der Spätantike und des Frühen Mittelalters zu tun hat. Das hat ja über die "Schottenklöster" in vielen Teilen Deutschlands und bis nach Italien auch Einfluß auf die Entwicklung der Orden auf dem Kontinent genommen.

Eher gab es in Irland noch lange die "Volkskirche" des 19. Jahrhunderts, wie sie ja auch in Deutschland bis in die Nachkriegszeit bestand. In Irland allerdings haben sich m.E. die negativen Auswüchse der pianischen Ära viel stärker entfalten und vor allem länger halten können als anderswo.

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Zitat von Martin am 13:48 - 13.März.2003

Du nimmst an, dass es so war, Axel.

War es denn tatsächlich so?


 

So war das.

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Wenn das so war, dann hat das nichts mit dem zu tun, was Jesus Christus gesagt und gelebt hat. Und dennoch geschieht es in seiner Kirche.

 

Woher kommt das, Eule ?

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Das kommt daher, daß die Kirche Jesu Christi aus Menschen besteht. Aus schwachen, fehlbaren und mitunter kriminellen Menschen. Aus Kindern ihrer jeweiligen Zeit und Gesellschaft.

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Einzelne Menschen können ein ganzes Gebäude zum Einsturz bringen und ins Gegenteil verkehren, Eule?

 

Wenn solch ein "System" zum Einsturz gebracht wird, auf welcher Seite steht Gott dann?

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Gott, lieber Martin, steht immer auf der Seite der Schwachen - auch im Machtbereich der "Institution Kirche". Allerdings ist die Kirche mehr als ein System, darum kann sie auch durch noch so gravierende Verfehlungen ihrer Glieder nicht "zum Einsturz" gebracht werden.

 

In ihrem Schreiben "Erinnern und Versöhnen" anläßlich der am Aschermittwoch 2000 vorgetragenen Vergebungsbitten des Papstes formulierte das die Internationale Theologische Kommission unter Bezugnahme auf das II. Vatikanum so:

 

"Vom theologischen Standpunkt aus unterscheidet das Konzil zwischen der unzerstörbaren Treue der Kirche und den Verfehlungen ihrer Glieder, Klerikern wie Laien, gestern und heute, d.h. zwischen sich selbst, insofern sie die Braut Christi ist <ohne Makel und Runzeln, heilig und unversehrt>(Eph 5,27), und ihren Söhnen und Töchtern, die Sünder sind, denen vergeben wurde und die berufen sind zu steter Umkehr und Erneuerung im Heiligen Geist. <Die Kirche, die in ihrem eigenen Schoß Sünder umfasst, ist zugleich heilig und stets der Reinigung bedürftig, sie geht immerfort den Weg der Buße und der Erneuerung.>"

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Zitat von eule am 14:15 - 13.März.2003

Hallo Mat,

 

das ist ein interessanter Gedanke. Allerdings würde ich sagen, daß die Katholische Kirche der Sechziger Jahre (wie sie in dem Film dargestellt wird) kaum etwas mit dem irischen Mönchtum der Spätantike und des Frühen Mittelalters zu tun hat. Das hat ja über die "Schottenklöster" in vielen Teilen Deutschlands und bis nach Italien auch Einfluß auf die Entwicklung der Orden auf dem Kontinent genommen.

Eher gab es in Irland noch lange die "Volkskirche" des 19. Jahrhunderts, wie sie ja auch in Deutschland bis in die Nachkriegszeit bestand. In Irland allerdings haben sich m.E. die negativen Auswüchse der pianischen Ära viel stärker entfalten und vor allem länger halten können als anderswo.


 

Hallo,

ich wollte nicht sagen, dass hier ein Zusammenhang besteht, mir fiel dieser Anklang eben nur ein.

 

Aber zu dem, was Du beschrieben hast noch ein weiterer Aspekt. Da Irland lange von den nicht katholischen Engländern besetzt war (die Probleme in Nordirland resultieren ja letztendlich daraus), ist das Katholisch sein für die Iren Ehrensache (gewesen). Und auch diese mag ein Grund für die Haltung sein, die zu den beschriebenen Exessen führte.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Ja, dieser historische "background" ist wohl der Grund für die unselige Verbindung von Religion und Nation(alismus) - und damit letztlich auch für die Möglichkeit solcher Exzesse.

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@ Martin:

Im Film und wohl auch in Realität sind viele der Insaßen nach ihrer Befreiung der Kirche treu geblieben. Insofern differenziert der Film schon zwischen den Abarten innerhalb einer "katholischen" Gesellschaft, kirchlichen Fuktionären auf der einen und dem katholischen Glauben auf der anderen Seite.

 

@ eule:

 

Wie sieht es in Polen aus? Die verbinden ihre Katholizität auch extrem mit ihrem Nationalstolz. Ich frage mich, ob der Film auch dort hätte spielen können. Andererseits darf man natürlich auch nicht  vergessen, daß das normale protestantisch bis areligiöse Bürgertum Deutschlands früher nicht viel milder mit ihrern gefallenen Töchtern umging. Auch hier stand die Ehre der Familie im Vordergrund. Effie Briest fällt mir ein. Aber das war knapp 100 Jahre vorher.  

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Zitat von Axel am 11:29 - 14.März.2003

@ Martin:

Im Film und wohl auch in Realität sind viele der Insaßen nach ihrer Befreiung der Kirche treu geblieben. Insofern differenziert der Film schon zwischen den Abarten innerhalb einer "katholischen" Gesellschaft, kirchlichen Fuktionären auf der einen und dem katholischen Glauben auf der anderen Seite.

 

@ eule:

 

Wie sieht es in Polen aus? Die verbinden ihre Katholizität auch extrem mit ihrem Nationalstolz. Ich frage mich, ob der Film auch dort hätte spielen können. Andererseits darf man natürlich auch nicht  vergessen, daß das normale protestantisch bis areligiöse Bürgertum Deutschlands früher nicht viel milder mit ihrern gefallenen Töchtern umging. Auch hier stand die Ehre der Familie im Vordergrund. Effie Briest fällt mir ein. Aber das war knapp 100 Jahre vorher.  

 

Hallo,

ich denke auch, dass es hier nicht nur num das Katholische geht, sondern auch um ein bürgerliches Keuschheitsideal,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Guest Corinna

Wir hatten das Thema "magdalen asylums" schon mal:

 

http://www.kath.de/cgi-bin/ikonboard/topic...&topic=1189

 

Und noch ein Hinweis: Der Filmtitel "unbarmherzige Schwestern" spielt auf die Bezeichnung "barmherzige Schwestern" (englisch: sisters of mercy) an, und es waren Schwestern einer Kongregation der "sisters of mercy", die in "magdalen asylums" tätig waren, wie sie im Film beschrieben werden.

 

Die Bezeichnung "barmherzige Schwestern" findet bei uns Anwendung für die Schwestern vom hl. Vinzenz von Paul, englisch: "sisters of charity". Deren Gründung in Großbritannien/Irland im 19. Jahrhundert (damit verbunden Gründung von vinzentinischen Krankenhäusern und ambulanter Pflege in den Armenvierteln) kann man durchaus als eine Art Gegenströmung zu den seinerzeit dort wohl meistverbreiteten "sisters of mercy" betrachten, von denen es übrigens mehrere Kongregationen gab.

 

Corinna

 

(Geändert von Corinna um 17:27 - 14.März.2003)

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>>Wir hatten das Thema "magdalen asylums" schon mal<<

 

 

komisch, ich hatte die Foren nach "Magdalenen Heime", "Schwestern" (mit und ohne barmherzig) von der Suchroutine durchkämmen lassen.  Da wurde aber nichts gefunden. Irgendwie funktioniert die Suchroutine nicht so perfekt, hab ich den Eindruck.

 

Jetzt, wo der Film bei uns läuft, können wir aber vielleicht trotzdem eine "katholische" Diskussion wagen, oder?

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Ich möcht noch mal zurück kommen auf Axels eingängige Abschlussfrage (äh... *g*).

 

~* Oder täuscht das? *~

 

Ich glaub ja irgendwie schon, dass es ... "ähnliches" auch in anderen Ländern gegeben hat / gibt. Kann mir nicht vorstellen, dass das nur bei "den Iren" vorgekommen ist.

 

Eule, Du scheinst da recht bewandert...

 

interessierte Grüße,

NetMarie

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peinlich, peinlich... mein Statement von oben hab ich getippt, bevor ich die zweite Seite des Threads gelesen hab... *erröt*... ihr habt's ja irgendwie schon noch mal aufgegriffen (Stichwort Polen), aber interessiert an mehr bin ich immer noch :o)

 

Den Film hab ich nicht gesehen. Freunde von mir allerdings schon... ihre Erzählungen gingen nicht allzu sehr ins Detail, aber die Bilder hinterließen einen sehr ... drastischen und starken Eindruck.

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Hallo an Alle,

 

 

 

Bin immer wieder erstaunt, wie leicht sich Christen verleumden lassen.

 

Selbst die Herder-Korrespondenz vom Februar 03 S.61 bespricht Peter Mullans Film "Die unbarmherzigen Schwestern" als ob alles was er insinuiert, wahr ist.

 

...Und kommt zum Schluß:

 

"...eindringliche Anklage..."

"Alptraum fortlaufender Entwürdigung"

"Sisters of Mercy - sadistische Gefängniswärterinnen".

 

 

Offensichtlich sind für Christen, die im Film gezeigten 4 Mädchenschicksale aus den Magdalenenheimen keine Extremfälle sondern der Normalfall.

 

...Mit welcher Begründung, frage ich !

 

- Haben sie über die Magdalenenheime recherchiert?

- Haben sie Einblick in die Archive und Dokumente genommen?

- Haben sie sich in Verbindung gesetzt mit den irischen Behörden um die schweren Beschuldigungen zu überprüfen?

- Haben sie mit Personen gesprochen die die Magdalenenheime erlebt haben?

 

 

Meine Untersuchungen ergeben, soweit sie mir möglich waren, ganz was anderes:

 

Peter Mullan will auf infame Weise die Sisters of Mercy, die Katholische Kirche und das gutkatholische irische Volk diffamieren.

 

 

Meine Begründung:

 

- Die Magdalenenheime waren Heime für schwererziehbare junge Mädchen.

Solche Mädchen gibt es in jeder Gesellschaft - auch bei uns.

Heute werden sie im Auftrag der Jugendbehörden von weltlichen Erziehern und Erzieherinnen betreut.

 

- Es waren offene Heime und keine Gefängnisse.

Mit Volljährigkeit konnte jedes Mädchen das Magdalenenheim verlassen.

...Ausgestattet mit einem soliden und heute noch gefragten Beruf der Wäscherin und Büglerin der ihr ein sicheres Einkommen garantierte.

 

- Der Umgang mit schwererziehbaren Jugendlichen ist schwierig.

Ohne Strafmaßnahmen, die Mullan bei den Sisters of Mercy als sadistisch darstellt, kommt kein Heim aus, wenn es um extreme Erziehungssituationen geht.

 

- Fälle von Vergewaltigungen durch Heimerzieher, gibt es in so gut wie allen solchen Heimen, wenn sie seit mehr als einem Jahrzehnt bestehen - fragt bei den Jugendämtern nach.

 

- Die Betreuung schwererziehbarer Jugendlicher ist teuer.

200, 400 DM und mehr zahlen die Jugendämter heute dafür - sagt man mir.

 

Die Sisters of Mercy hatten nur das Geld zum Lebensunterhalt der Insassen zur Verfügung, das sie mit dem Waschen von Wäsche verdient haben.

 

Nicht Geiz und Geldgier trieb die Schwestern um, sondern Armut und Geldmangel.

 

- Perfide, wenn der Film insinuiert:

"...dass die gesamte irische Gesellschaft am Pranger steht, in der sich Eltern ohne jede Regung von ihren Kindern abwenden, um ihre Ehre zu retten."(Herder Korr.)

 

Solche Eltern gibt es in jeder Gesellschaft.

Im katholisch geprägten irischen Volk mit Sicherheit viel weniger als in der modernen entchristlichen Gesellschaft - erkundigt euch bei den Jugendämtern.

 

 

 

Meine Schlußfolgerung:

Die Sisters of Mercy haben unter schwierigen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet, die auch durch die im Film gezeigten Extremschicksale nicht entwertet wird.

 

Umso verwerflicher ist es, wenn für gute Arbeit Entschuldigung und Reue verlangt wird:

",The Magdalene Sisters' kann als Teil einer ehrlichen Gewissenserforschung der Kirche angesehen werden und als eine Bitte, Reue zu zeigen" - schreibt die "Herder-Korrespondenz" eilfertig.

 

Reue für Mühe und Arbeit?

 

Die Behauptung:

"...Authentisch düster gehaltenes Bild einer Epoche der jüngeren Kirchengeschichte",

ist bis zum Beweis des Gegenteils eine üble Verleumdung und Ehrabschneidung.

 

 

Die Quellen und Belege sind vorzulegen, die die Anschuldigungen wider die Sisters of Mercy beweisen !

...Und zwar nicht nur für 4 Extremfälle.

 

 

 

Gruß

josef

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Hat sich denn niemand mit diesem Thema auseinandergesetzt, so dass es sachliche und unparteiische Hinweise gibt, ob hier von Einzelschicksalen oder systematischer Vorgehensweise die Rede ist?

 

Wie sah es in der damaligen Zeit in vergleichbaren Einrichtungen in anderer Trägerschaft aus. In Irland und/oder Deutschland.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Zitat von Martin am 14:33 - 17.März.2003

Hat sich denn niemand mit diesem Thema auseinandergesetzt

doch.

wir.

im Forum von kath.de.

in der Arena.

 

Wenn Du den Link von Corinna angeklickt hättest, hättest Du auch meinen Beitrag gefunden, in dem ich auf den Dokumentarfilm hingewiesen habe, der für den Film als Vorlage diente.

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Zitat von josef am 12:40 - 17.März.2003

...Ausgestattet mit einem soliden und heute noch gefragten Beruf der Wäscherin und Büglerin

hmm ...

 

Die Datenbank der Arbeitsämter weist momentan bundesweit genau 56 Stellenangebote für Büglerinnen aus :-(

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@josef

 

Mir fehlen die Worte!

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Vielleicht zur Ergänzung. Ein Interview mit Mullan im ZDF:

 

 aspekte: Wie lebt es sich, wenn einem der Vatikan und seine Medien eine "Provokation voller Wut und Bitterkeit" vorwerfen?  

 

    Mullan: Ich habe erstmal im Lexikon nachgeschlagen, weil ich nicht ganz sicher war, was sie mit Bitterkeit meinten. Das ist nicht gerade ein Wort, das die Leute heute täglich gebrauchen. Mein Gott, ist der voller Bitterkeit!

 

Merkwürdig auch, weil sie meinen Film verurteilten, noch bevor sie ihn gesehen haben. Ihr PR-Apparat hat den Karren ziemlich in den Dreck gefahren, denn sie haben das Dümmste gemacht was sie tun konnten. Wir hatten zwei Wochen lang Schlagzeilen auf allen Titelblättern Italiens, noch bevor der Film dort überhaupt rauskam. Und sie behaupteten der Film sei eine Lüge und ich ein Lügner, während ich sagte, der Film sei wahr.  

 

    Natürlich musste jeder, der seinen Job als Journalist ernst nimmt, dahinter eine Story wittern. Also haben die Zeitungen ihre Reporter nach Dublin und London geschickt und dummerweise eine große Anzahl ehemaliger Magdalenen-Insassen gefunden. Diese Frauen hatten den Film nie gesehen, aber als sie ihre Erlebnisse erzählten - dagegen sah mein Film aus wie ein Ferienlager. Und all das kam nur raus, weil der Vatikan mich als Lügner beschuldigt hatte. Nun läuft der Film in Irland und Italien und ist im dritten Monat immer noch in den Top-Fünf.  

 

    aspekte: Haben Sie eine derartige Reaktion der Kirche erwartet?  

 

    Mullan: Nein, ich dachte, sie wäre viel cleverer. Sie hätten nur sagen müssen: Dies ist ein sehr guter Film, schaut ihn euch an. Dann wären die Leute weg geblieben. In dem Moment wo sie ihn verd****

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Mullan: Das ist bizarr, denn ich bin katholisch, meine Kinder gehen auf eine katholische Schule, meine ganze Familie ist katholisch.

 

Mullan:Ich bin Marxist und bin es seit meinem 15. Lebensjahr. Aber ich würde lügen, wenn ich behauptete, ich könnte einfach so 18 Jahre meines Lebens vergessen.  

 

ja, ja, ja Mullan Wendehals?

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