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Weihwasser


Maximilian
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Hallo, wer von euch, und warum und wie, verwendet weihwasser zu hause? Habt ihr es in diesen kleinen weihwasserbecken, die man an die wand montiert? Oder hat jemand andere, modernere lösungen?

Liebe grüsse

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Guest Ketelhohn
Wir haben solch ein Weihwasserbecken – oder besser hatten, bis ich es vor einigen Tagen mit einem strampelnden Sohnesfuß heruntergefegt habe. Ein neues kommt aber bald.
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Momentan hab ich leider keine Zeit mir welches zu besorgen, aber zeitweise habe ich es täglich verwendet. Dabei fiel mir auf, dass es teilweise heilende Wirkung hat (und zwar nicht nur bei mir). Irgendetwas passiert jedenfalls mit dem Wasser, wenn es von einem dazu begnadeten Menschen geweiht wird; irgendetwas heiliges legt Gott hinein.

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Zitat von Gastovski am 17:11 - 28.Februar.2003

wenn es von einem dazu begnadeten Menschen geweiht wird

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber meinst Du, es gibt verschiedene Wirkungsstufen für Weihwasser? Das grenzt für mich schon nah an magischem Verständnis. Ob ich das Kreuzzeichen in der Kirche mit "normalem" oder geweihtem Wasser mache, ist doch eigentlich egal. WAS ich damit mache ist wichtig – das Zeichen mit dem ich meinen Glauben bekenne und meine Taufe erneuere. Johannes hat im Jordan auch nicht mit Weihwasser getauft.

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unseres ist neulich vom Fußball zerschmettert worden, geschossen hat natürlich keines der Kinder (Ballspielen drinnen ist strengstens verboten). Ansonsten haben wir noch ein Weihwasserschälchen am Grab - die Kinder lieben es, mit dem Palmwedel die Omama und den Opapa zu besprengen (und im Hochsommer sich gegenseitig - aber da werden sie an den See verwiesen, der ist nicht weit vom Herrgottsacker).

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Liebe Simone,

 

es hat nichts mit magischem Glauben zu tun, dass ich denke, dass Gott über Personen und Dinge seinen Segen aussprechen und sie weihen kann.

 

"Ob ich das Kreuzzeichen in der Kirche mit "normalem" oder geweihtem Wasser mache, ist doch eigentlich egal"

 

Welche Magie steckt denn hinter dem Wasser, das Dein Kreuzzeichen wirkungsvoller machen soll? Ich denke eher, Dein Verständnis grenzt an Magie.

 

"WAS ich damit mache ist wichtig "

 

Grober Unfug; hier wird der Segen Gottes erbeten, darum geht es. Deiner Auffassung zufolge kannst Du auch Bier nehmen (schmeckt besser) oder Parfum (riecht besser) oder destilliertes Wasser (macht keine Kalkflecken); Gott jedenfalls spielt bei Dir anscheinend keine Rolle. Worin aber überhaupt noch ein Sinn in dieser Plantscherei bestehen soll, kannst Du dann wirklich nur noch mit Magie erklären.

 

(Geändert von Gastovski um 19:22 - 28.Februar.2003)

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Guest Corinna


Zitat von Gastovski am 19:20 - 28.Februar.2003

 

es hat nichts mit magischem Glauben zu tun, dass ich denke, dass Gott über Personen und Dinge seinen Segen aussprechen und sie weihen kann.


 

Gastovski, das "Weihwasser" wird nicht "geweiht", sondern gesegnet. Insofern ist der Begriff Weihwasser auch nicht richtig.

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Weihwassser?

 

Das erinnert mich immer an eine kleine Begebenheit mit einer zwar lieben, aber doch auch naiven Kollegin. Sie stammt aus der Türkei und ist muslimisch. Als sie das erste Mal unsere Krankenhauskapelle betrat entdeckte sie das Weihwasserbecken. Leider war sie allein und konnte niemand fragen, wofür das wohl gut sei und um im Hause nichts verkehrt zu machen, schloß sie messerscharf, daß es wohl zu einer Art Waschung gut sei und wusch sich Gott zur Ehre erstmal gründlich das Gesicht. ;)

 

Auch wenn es lustig klingt, habe ich tiefen Respekt vor dieser feinen Sensibilität der Heiligkeit eines Ortes.

 

Liebe Grüße mtoto

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@ Ketelhohn: Mit meinen Theologiestudium bin ich schon ganz zufrieden

 

@ Gastovski:

Dass Gott über Personen (und Dinge) seinen Segen spricht, das glaub ich auch, und das hab ich auch nie als magischen Glauben bezeichnet.

 

"Welche Magie steckt hinter dem Wasser, das Dein Kreuzzeichen wirkungsvoller machen soll? Ich denke eher, Dein Verständnis grenzt an Magie."

 

Genau so wenig hab ich behauptet, dass "mein" Kreuzzeichen wirkungsvoller wäre als Deins, sondern genau das Gegenteil: Eben dass es da kein weniger oder mehr wirkungsvoll gibt, und dass Gott seinen Segen nicht davon abhängig macht, ob ich nun WEIHwassser nehme, oder nicht!

 

"Hier wird der Segen Gottes erbeten, darum geht es."

 

- Da scheinen wir uns ja wohl einig zu sein

 

"Deiner Auffassung zufolge kannst Du auch Bier nehmen..."

 

Nee, kann ich eben nicht, genau so wenig, wie ich für die Feier der Eucharistie Schokolade und Cola nehmen kann. Wasser ist elementares Zeichen, denn "im Wasser der Taufe werden wir reingewaschen". Und das – da wirst Du mir wohl zustimmen – hat mit Magie rein gar nichts zu tun!

 

"Gott jedenfalls spielt bei Dir anscheinend keine Rolle."

 

Da frag ich mich nun wirklich, wie Du das meinem Posting entnehmen willst!

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Ich.

(Antwort auf die Frage) :-)

 

Und: ja ich habe so ein kleines altmodisches Weihwasserbecken an der Wand.

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worüber redet Ihr da eigentlich?? *grübel...

 

Weihwasser soll als Erinnerung an die Taufe gedacht sein.... (zuerst mal)....

und es ist wie mit allen geweihten Gegenständen. Sie sind Gott geweiht, in besitz genommen von Ihm, sozusagen.

Was bitte ist daran magisch, wenn ich meine Wohnung besprenge (oder mich) und mich (und meine Wohnung) Ihm damit quasi "übergebe" ????

 

Kann das sein, daß Ihr von Esoterik auf katholische Sakramentalien schließt?

 

Mögöicherweise hat auch der ein oder andere zuviele Filme geschaut ("Der Exorzist") ??

 

(Geändert von Edith um 8:24 - 2.März.2003)

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Da bei Google dieser thread als einer der ersten Treffer von "Weihwasser zu Hause" erscheint, ist das wohl seitdem hier nicht mehr behandelt worden und ich poste das Thema mal hoch. Beim Stöbern nach Geschenken zur Erstkommunion (die bei unserer Jüngsten demnächst ansteht) stößt man immer wieder auf Weihwasserbecken und ich überlege mir, eins anzuschaffen. Jetzt erheben sich folgende Fragen:

 

Wo hängt man so ein Becken hin? Neben die Tür? Hat jeder sein eigenes, neben seinem Bett?

 

Wann bekreuzigt man sich damit? Vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen, beim Betreten und Verlassen des Hauses? Was sagt man dabei?

 

Was nimmt man für Wasser? Aus dem Weihwasserbecken der Kirche, nach einer Taufe, nimmt man einfach Leitungswasser und bittet den Pfarrer, es zu segnen, oder macht man das selber? Lässt man sich Wasser aus dem Jordan oder aus Lourdes mitbringen?

 

Ich kenne, soweit ich sehe, niemanden, der sowas zu Hause hat, deswegen würden mich Eure Gewohnheiten und Erfahrungen sehr interessieren.

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Wo hängt man so ein Becken hin? Neben die Tür? Hat jeder sein eigenes, neben seinem Bett?
Wo man's braucht. Wenn, würde ich es neben dem Durchgang zum Esszimmer anbringen. Dort kommen die Kinder automatisch vorbei, wenn sie ins Bett müssen und ich, bevor ich aus dem Haus gehe.

 

Wann bekreuzigt man sich damit? Vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen, beim Betreten und Verlassen des Hauses? Was sagt man dabei?
Ich würde sagen, wann immer man sich sonst auch bekreuzigt. Und was man dabei sagt, sollte doch wohl völlig klar sein!

 

Was nimmt man für Wasser? Aus dem Weihwasserbecken der Kirche, nach einer Taufe, nimmt man einfach Leitungswasser und bittet den Pfarrer, es zu segnen, oder macht man das selber? Lässt man sich Wasser aus dem Jordan oder aus Lourdes mitbringen?
In den meisten Kirchen steht ein Fass mit Weihwasser zum Mitnehmen. Selbst Weihwasser machen, habe ich noch nicht gehört.
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Wo hängt man so ein Becken hin? Neben die Tür? Hat jeder sein eigenes, neben seinem Bett?
Wo man's braucht. Wenn, würde ich es neben dem Durchgang zum Esszimmer anbringen. Dort kommen die Kinder automatisch vorbei, wenn sie ins Bett müssen und ich, bevor ich aus dem Haus gehe.

 

Wann bekreuzigt man sich damit? Vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen, beim Betreten und Verlassen des Hauses? Was sagt man dabei?
Ich würde sagen, wann immer man sich sonst auch bekreuzigt. Und was man dabei sagt, sollte doch wohl völlig klar sein!

 

Was nimmt man für Wasser? Aus dem Weihwasserbecken der Kirche, nach einer Taufe, nimmt man einfach Leitungswasser und bittet den Pfarrer, es zu segnen, oder macht man das selber? Lässt man sich Wasser aus dem Jordan oder aus Lourdes mitbringen?
In den meisten Kirchen steht ein Fass mit Weihwasser zum Mitnehmen. Selbst Weihwasser machen, habe ich noch nicht gehört.

 

Allgemein heißt es man/frau soll das Wasser aus einer angebrochenen Mineralwasserflasche nach 3 Tagen nicht mehr trinken weil die Belastung durch Keime dann sehr groß wird. Nun wird kaum jemand Weihwasser trinken, aber ob ich Wasser aus einem Fass, dass wer weiß wie lange schon in der Kirche steht, verwenden würde? Mal ne ganz banale Frage: "Wie lange ist Weihwasser haltbar, wann "kippt" es biologisch um und wird gesundheitlich bedenklich, oder wird es durch Segnen unbegrenzt haltbar und somit gesundheitlich unbedenklich?" Da Wasser ein ideales Medium für Keime aller Art sind, tauche ich auch nicht meine Finger in ein Weihwasserbecken in der Kirche, diese Sitte ist mir einfach zu unhygienisch weil ich nicht weiß welche Keime meine Mitmenschen an den Fingern haben!

Edited by Katharer
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Wo hängt man so ein Becken hin? Neben die Tür? Hat jeder sein eigenes, neben seinem Bett?
Wo man's braucht. Wenn, würde ich es neben dem Durchgang zum Esszimmer anbringen. Dort kommen die Kinder automatisch vorbei, wenn sie ins Bett müssen und ich, bevor ich aus dem Haus gehe.

 

Wann bekreuzigt man sich damit? Vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen, beim Betreten und Verlassen des Hauses? Was sagt man dabei?
Ich würde sagen, wann immer man sich sonst auch bekreuzigt. Und was man dabei sagt, sollte doch wohl völlig klar sein!

 

Was nimmt man für Wasser? Aus dem Weihwasserbecken der Kirche, nach einer Taufe, nimmt man einfach Leitungswasser und bittet den Pfarrer, es zu segnen, oder macht man das selber? Lässt man sich Wasser aus dem Jordan oder aus Lourdes mitbringen?
In den meisten Kirchen steht ein Fass mit Weihwasser zum Mitnehmen. Selbst Weihwasser machen, habe ich noch nicht gehört.

 

Allgemein heißt es man/frau soll das Wasser aus einer angebrochenen Mineralwasserflasche nach 3 Tagen nicht mehr trinken weil die Belastung durch Keime dann sehr groß wird. Nun wird kaum jemand Weihwasser trinken, aber ob ich Wasser aus einem Fass, dass wer weiß wie lange schon in der Kirche steht, verwenden würde? Mal ne ganz banale Frage: "Wie lange ist Weihwasser haltbar, wann "kippt" es biologisch um und wird gesundheitlich bedenklich, oder wird es durch Segnen unbegrenzt haltbar und somit gesundheitlich unbedenklich?" Da Wasser ein ideales Medium für Keime aller Art sind, tauche ich auch nicht meine Finger in ein Weihwasserbecken in der Kirche, diese Sitte ist mir einfach zu unhygienisch weil ich nicht weiß welche Keime meine Mitmenschen an den Fingern haben!

Ich fülle im November immer ein großes Fass mit Regenwasser aus meiner Zisterne zum Gießen der Pflanzen, die keinen Kalk mögen. Das Fass steht in der Waschküche und reicht bis März, wenn ich die Zisterne wieder in Betrieb nehme. Und obwohl das Wass ja auch schon ne Weile in der Zisterne war, bevor es ins Fass kam, ist es mir noch nie gekippt. Wasser hält also ne ganze Weile wenn man es dunkel und nicht allzu warm aufbewahrt.

Da brauchst du also keine Bedenken haben, wegen des Weihwassers aus deiner Pfarrkirche.

Und wenn du deine Fingerspitze in ein Weihwasserbecken stippst und dir einen Tropfen von dem Wasser an die Stirn drückst, dürfte die Gefahr, dass du dir irgendwas ekeliges einfängst, geringer sein, als wenn du zu Aldi einkaufen gehst.

 

Werner

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Wo hängt man so ein Becken hin? Neben die Tür? Hat jeder sein eigenes, neben seinem Bett?
Wo man's braucht. Wenn, würde ich es neben dem Durchgang zum Esszimmer anbringen. Dort kommen die Kinder automatisch vorbei, wenn sie ins Bett müssen und ich, bevor ich aus dem Haus gehe.

 

 

 

Du überlegst Dir also auch, eins anzubringen, hast aber bisher keins?

 

Wann bekreuzigt man sich damit? Vor dem Schlafengehen, nach dem Aufwachen, beim Betreten und Verlassen des Hauses? Was sagt man dabei?
Ich würde sagen, wann immer man sich sonst auch bekreuzigt. Und was man dabei sagt, sollte doch wohl völlig klar sein!

 

Ich bekreuzige mich vor dem Essen, am Tisch sitzend sowie beim Abendgebet, das abwechselnd in einem der Schlafzimmer stattfindet. Bei beiden Anlässen würde ich es als abwegig empfinden, mich zu erheben, in ein anderes Zimmer zu gehen, um erstmal die Finger ins Weihwasser zu tauchen.

 

Bei den genannten Anlässen sage ich "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" (sc. geschehe das folgende Gebet, will ich das Essen zu mir nehmen...). Wenn ich die Kirche betrete und mich mit Weihwasser bekreuzige, sage ich "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt". Also was ich genau zu Hause sagen würde, käme auf die Situation an.

 

Was nimmt man für Wasser? Aus dem Weihwasserbecken der Kirche, nach einer Taufe, nimmt man einfach Leitungswasser und bittet den Pfarrer, es zu segnen, oder macht man das selber? Lässt man sich Wasser aus dem Jordan oder aus Lourdes mitbringen?
In den meisten Kirchen steht ein Fass mit Weihwasser zum Mitnehmen. Selbst Weihwasser machen, habe ich noch nicht gehört.

 

"Machen" klingt jetzt ein bisschen - na ja, magisch. Was spricht denn dagegen, das Becken zu befüllen und dabei etwa zu sagen "Herr, segne dieses Wasser, das uns an unsere Taufe erinnern soll" oder so was?

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Mantelteiler
Was spricht denn dagegen, das Becken zu befüllen und dabei etwa zu sagen "Herr, segne dieses Wasser, das uns an unsere Taufe erinnern soll" oder so was?

Mit "uns" meinst du wahrscheinlich deine Familie, oder?

In der Osternacht wurde über das Wasser in der Kirche etwas ähnliches gesagt, und da waren viel mehr "unse" anwesend.

Wenn du das Wasser nimmst, hast du gleichzeitig die ganze Gemeinde / die ganze Kirche bei dir zu Hause "zu Gast".

Und umgekehrt: Nicht nur du und deine Famile werden an eure Taufen erinnert, sondern ihr werdet auch erinnert daran, dass ihr Teil einer großen Gemeinschaft seid...

 

Das sind aber nur Interpretationsmöglichkeiten... keine "Magie"... :angry2:

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Was spricht denn dagegen, das Becken zu befüllen und dabei etwa zu sagen "Herr, segne dieses Wasser, das uns an unsere Taufe erinnern soll" oder so was?

Mit "uns" meinst du wahrscheinlich deine Familie, oder?

In der Osternacht wurde über das Wasser in der Kirche etwas ähnliches gesagt, und da waren viel mehr "unse" anwesend.

Wenn du das Wasser nimmst, hast du gleichzeitig die ganze Gemeinde / die ganze Kirche bei dir zu Hause "zu Gast".

Und umgekehrt: Nicht nur du und deine Famile werden an eure Taufen erinnert, sondern ihr werdet auch erinnert daran, dass ihr Teil einer großen Gemeinschaft seid...

 

Das sind aber nur Interpretationsmöglichkeiten... keine "Magie"... :angry2:

 

Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ja, das Wasser der Osternacht ist natürlich was Besonderes. Und es ist ein schöner Gedanke, mit dem Weihwasser die Gemeinde bei sich zu Gast zu haben. Danke!

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Justin Cognito

Wir haben ein kleines Weihwasserbecken zu Hause. Ich verwende das Weihwasser - wenn ich daran denke - in der Früh wenn ich außer Haus gehe, als Erinnerung an meine Taufe: Ich bekreuzige mich mit dem Wasser auf die Stirn und sage dabei zu mir: "Ich bin getauft im Namen des Vater, des Sohnes und des heiligen Geistes." Ein guter Beginn für den Tag.

 

Das mach ich übrigens auch wenn ich in die Kirche gehe, so beginne ich den Gottesdienst bewusst mit einem Mini-Taufgedächtnis. Beim Herausgehen verwende ich hingegen kein Weihwasser, das kommt mir nach der Feier des Gottesdienstes ein bisschen aufgesetzt vor, ein bisschen wie ein magischer Abschluss (Schutzzauber ?) der nicht recht zu der Feier passt, in der ja das für meinen Glauben Relevante bereits zur Sprache kam und rituell vollzogen wurde.

 

Das Wasser haben wir aus dem Weihbrunnen Kirche - denn wie ein uns bekannter Pfarrer einmal sagte: beim Weihwasser sollt ihr nicht sparen, es ist eines der wenigen Dinge, die in der Kirche noch gratis sind ......

Edited by Justin Cognito
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Du überlegst Dir also auch, eins anzubringen, hast aber bisher keins?
Jein. Im Prinzip finde ich das Weihwasserbecken im Haus eine gute Idee, der Brauch hat allerdings noch nicht einmal bei meinen Großeltern Tradition. Dazu kommt, daß ich eine religionsverschiedene Ehe führe und bei der Einführung solcher Sachen sehr behutsam sein muss und mir sehr genau überlegen muss, wie ich es begründe und wie realistisch der tatsächliche Gebrauch ist.

 

Ich bekreuzige mich vor dem Essen, am Tisch sitzend sowie beim Abendgebet, das abwechselnd in einem der Schlafzimmer stattfindet. Bei beiden Anlässen würde ich es als abwegig empfinden, mich zu erheben, in ein anderes Zimmer zu gehen, um erstmal die Finger ins Weihwasser zu tauchen.
Ich meine darum hätte man früher solche Becken in allen Räumen angebracht und sie jeweils beim Betreten und/oder Verlassen benutzt. Aber ich denke hier gibt/gab es so viele Traditionen wie Haushalte.

 

Bei den genannten Anlässen sage ich "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" (sc. geschehe das folgende Gebet, will ich das Essen zu mir nehmen...). Wenn ich die Kirche betrete und mich mit Weihwasser bekreuzige, sage ich "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt". Also was ich genau zu Hause sagen würde, käme auf die Situation an.
Für mich gibt es zum Kreuzzeichen eigentlich nur das "Im Namen..." völlig unabhängig vom folgenden Gebet.

 

Bei uns schließt das Kreuzzeichen das Tischgebet ab und eröffnet das gemeinsame Abendgebet. Bei beiden Gelegenheiten wäre Weihwasser in der Tat ein logistisches "Problem". Allerdings wäre für mich die Verwendung beim Verlassen des Hauses oder im Rahmen meines "privaten" Morgen- und Nachgebets durchaus überlegenswert. Ein Becken an meinem Hausaltar wäre also durchaus überlegenswert.

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Mantelteiler
Das mach ich übrigens auch wenn ich in die Kirche gehe, so beginne ich den Gottesdienst bewusst mit einem Mini-Taufgedächtnis. Beim Herausgehen verwende ich hingegen kein Weihwasser, das kommt mir nach der Feier des Gottesdienstes ein bisschen aufgesetzt vor, ein bisschen wie ein magischer Abschluss (Schutzzauber ?) der nicht recht zu der Feier passt, in der ja das für meinen Glauben Relevante bereits zur Sprache kam und rituell vollzogen wurde.

Mir ist diese "Geste" (?) beim Hinausgehen sehr wichtig: Als "Zeichen" (oder: "Erinnerung"), dass ich jetzt das, was eben "rituell vollzogen wurde" hinaus in die Welt mitnehme.

 

Nix "Schutzzauber" oder "Magie", sondern Taufe als "Sendung" verstanden (oder so...)

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Justin Cognito
Das mach ich übrigens auch wenn ich in die Kirche gehe, so beginne ich den Gottesdienst bewusst mit einem Mini-Taufgedächtnis. Beim Herausgehen verwende ich hingegen kein Weihwasser, das kommt mir nach der Feier des Gottesdienstes ein bisschen aufgesetzt vor, ein bisschen wie ein magischer Abschluss (Schutzzauber ?) der nicht recht zu der Feier passt, in der ja das für meinen Glauben Relevante bereits zur Sprache kam und rituell vollzogen wurde.

Mir ist diese "Geste" (?) beim Hinausgehen sehr wichtig: Als "Zeichen" (oder: "Erinnerung"), dass ich jetzt das, was eben "rituell vollzogen wurde" hinaus in die Welt mitnehme.

 

Nix "Schutzzauber" oder "Magie", sondern Taufe als "Sendung" verstanden (oder so...)

 

Diesen Gedanken finde ich jetzt recht nachvollziehbar. Werde ich am Sonntag gleich mit dieser Intention ausprobieren. Danke für die Anregung.

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Weihwassser?

 

Das erinnert mich immer an eine kleine Begebenheit mit einer zwar lieben, aber doch auch naiven Kollegin. Sie stammt aus der Türkei und ist muslimisch. Als sie das erste Mal unsere Krankenhauskapelle betrat entdeckte sie das Weihwasserbecken. Leider war sie allein und konnte niemand fragen, wofür das wohl gut sei und um im Hause nichts verkehrt zu machen, schloß sie messerscharf, daß es wohl zu einer Art Waschung gut sei und wusch sich Gott zur Ehre erstmal gründlich das Gesicht. :angry2:

 

Auch wenn es lustig klingt, habe ich tiefen Respekt vor dieser feinen Sensibilität der Heiligkeit eines Ortes.

 

Liebe Grüße mtoto

 

So ganz falsch liegt deine Kollegin da nicht. Ich habe dazu folgendes im "Netz" entdeckt:

http://www.oki-regensburg.de/wasser.htm

"Wasser in der Liturgie"

"Das Weihwasserbecken am Kircheneingang ist noch ein Rest der altchristlichen Tradition, dass im Vorhof der Kirche den Gläubigen schon eine Hilfe gegeben wird, wenigstens durch einen Brunnen, von dem man trinken kann, oder sogar sich die Füße und Hände waschen. Sehr praktisch und dazu mit der Symbolkraft. In San Clemente in Rom ist das noch gut erhalten, auf dem Petersplatz in Rom wieder erneuert vor vierhundert Jahren, bei den Moscheen ist es hundertprozentig erhalten."

 

Man sieht Weihwasserbecken hatten nicht zu allen Zeiten etwas heiliges oder magisches an sich, sondern dienten durchaus dem profanen Zweck der Reinigung.

Edited by Katharer
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