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Björn

Die katholische Kirche und der Missbrauch

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ThomasB.
vor 2 Minuten schrieb nannyogg57:

Andi Scheuer hat auch eine zweite Chance verdient.

Wenn er seine Fehler einsieht, könnte man drüber reden. Solange er sie verteidigt, muss man verhindern, dass er noch mehr Schaden anrichtet.

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Studiosus

Die andere Seite der Missbrauchsaufarbeitung:

 

https://www.katholisch.de/artikel/28817-ruhestandsgeistlicher-im-erzbistum-koeln-begeht-suizid

 

Ich weiß, dass dieses Thema sehr delikat ist. Und ich entblöde mich nicht, die Taten des Priesters irgendwie zu relativieren. Aber genau das ist mE das Ergebnis, wenn in der Kirche Schuld irgendwo im luftleeren Raum verbleibt, nicht artikuliert, beiderseitig aufgearbeitet und integriert werden kann. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Edited by Studiosus

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Spadafora
vor 15 Stunden schrieb Studiosus:

Die andere Seite der Missbrauchsaufarbeitung:

 

https://www.katholisch.de/artikel/28817-ruhestandsgeistlicher-im-erzbistum-koeln-begeht-suizid

 

Ich weiß, dass dieses Thema sehr delikat ist. Und ich entblöde mich nicht, die Taten des Priesters irgendwie zu relativieren. Aber genau das ist mE das Ergebnis, wenn in der Kirche Schuld irgendwo im luftleeren Raum verbleibt, nicht artikuliert, beiderseitig aufgearbeitet und integriert werden kann. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

doch Du ebntblödest Dich den es gibt keinerlei Beweis was das Motiv für den Suizid war und war ja offenbar eine Klärung im Gang ich sehe darin eher ein Schuldeingeständnis mit einr katastrophalen falschen Konsequenz

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Moriz
vor 31 Minuten schrieb Spadafora:
vor 15 Stunden schrieb Studiosus:

Die andere Seite der Missbrauchsaufarbeitung:

  

https://www.katholisch.de/artikel/28817-ruhestandsgeistlicher-im-erzbistum-koeln-begeht-suizid

 

Ich weiß, dass dieses Thema sehr delikat ist. Und ich entblöde mich nicht, die Taten des Priesters irgendwie zu relativieren. Aber genau das ist mE das Ergebnis, wenn in der Kirche Schuld irgendwo im luftleeren Raum verbleibt, nicht artikuliert, beiderseitig aufgearbeitet und integriert werden kann. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

doch Du ebntblödest Dich den es gibt keinerlei Beweis was das Motiv für den Suizid war und war ja offenbar eine Klärung im Gang ich sehe darin eher ein Schuldeingeständnis mit einr katastrophalen falschen Konsequenz

Sorry, aber hier entblödest du dich! Wenn ein Ruhestandsgeistlicher sich umbringt, vier Tage nachdem ihm die Ausübung des priesterlichen Dienstes wegen Missbrauchsverdacht entzogen wird, dann ist die Forderung nach einem 'Beweis' unverschämt!

Gleichzeitig siehst du darin ein Schuldeingeständnis? Ja, was denn nun? Motiv oder nicht?

Natürlich ist davon auszugehen, daß der Kerl einen ganzen Haufen an Problemen mit sich rumgetragen hat. Denn normalerweise begehen auch Ruhestandsgeistliche so schnell keinen Suizid. Aber Auslöser dürfte die Konfrontation mit den Vorwürfen gewesen sein.

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Gerhard Ingold
vor 2 Stunden schrieb Moriz:

Sorry, aber hier entblödest du dich! Wenn ein Ruhestandsgeistlicher sich umbringt, vier Tage nachdem ihm die Ausübung des priesterlichen Dienstes wegen Missbrauchsverdacht entzogen wird, dann ist die Forderung nach einem 'Beweis' unverschämt!

Gleichzeitig siehst du darin ein Schuldeingeständnis? Ja, was denn nun? Motiv oder nicht?

Natürlich ist davon auszugehen, daß der Kerl einen ganzen Haufen an Problemen mit sich rumgetragen hat. Denn normalerweise begehen auch Ruhestandsgeistliche so schnell keinen Suizid. Aber Auslöser dürfte die Konfrontation mit den Vorwürfen gewesen sein.

 

Ich denke, Spekulieren ist nicht richtig. Bei allen Angeschuldigten Personen gilt die Unschuldsvermutung. 

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Gerhard Ingold
vor 16 Minuten schrieb Marcellinus:

ARD Tagesschau: Immer Kirchenaustritte. „Das kommt einer Rebellion gleich“.

 

Eine Kirche, die Täter statt Opfer vorrangig schützt, hat von Jesus und seiner Haltung für die Schwächsten nichts verstanden. Aus solchen Kirchen auszutreten, sollte eigentlich normal sein. Besonders wenn man beim Synodalen Weg sieht, dass kaum Veränderungen möglich sind, sollte aus meiner Sicht aus diesen Beobachtungen Konsequenzen gezogen werden.

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Chrysologus
vor 1 Stunde schrieb Gerhard Ingold:

Soviel zum behaupteten Kampf Johannes Pauls II. gegen die Kultur des Todes - wenn ein Priester zur Abtreibung nötigt, dann ist das so schlimm nicht.

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ThomasB.
vor 10 Minuten schrieb Chrysologus:

wenn ein Priester zur Abtreibung nötigt, dann ist das so schlimm nicht.

Wer hat das wann gesagt?

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Gerhard Ingold
vor 7 Minuten schrieb Chrysologus:

Soviel zum behaupteten Kampf Johannes Pauls II. gegen die Kultur des Todes - wenn ein Priester zur Abtreibung nötigt, dann ist das so schlimm nicht.

 

Genau. Einst wollte ich vor Jahren eine schwangere Frau heiraten, weil ich nicht wollte, dass sie abtreiben würde. Geliebt hatte ich diese Frau nicht. Ich sah nur das Kindswohl. Diese Frau hat das Kind dann aber ohne Abtreibung verloren.

 

Und die katholische Kirche mischt sich überall in die Abtreibungsfrage ein und wenn dann in den eigenen Reihen, eine Frau durch einen Priester geschwängert wird, rät man zur Abtreibung.  Was diese Frau innerlich durchmachen musste, kann mir nur Tränen in die Augen treiben.

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Gerhard Ingold
vor 4 Minuten schrieb ThomasB.:

Wer hat das wann gesagt?

 

Wenn Geistliche machen, was hier gemacht worden ist, sieht es eben fast so aus, wie es @Chrysologusironisch formuliert.

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Studiosus

Das ist in der Tat himmelschreiendes Unrecht. Und ja, ich gebe der Kritik an der Doppelbödigkeit der Haltung der Kirche zur Abtreibung recht. Nicht darin, dass die Abtreibung prinzipiell abgelehnt wird. Das ist gut und richtig. Sondern daran, dass es oftmals bei dieser informativen Ebene bleibt: Nicht abtreiben. Ende.

 

Hier müsste und könnte die Kirche - gerade im reichen Westen - noch viel mehr tun. Anstatt die fünfte Rahner-Akademie in der Diözese zu erhalten, sollten die Bischöfe Schutzräume für Schwangere betreiben, in denen diese durch Fachpersonal betreut entbinden können. Auch danach sollten diese Frauen und Kinder, die ja oft von den Erzeugern verlassen sind, durch engmaschige Hilfsdienste weiter umsorgt werden. 

 

Man kann nicht das Elend der Abtreibung beweinen und die Sünde geißeln, dabei aber selbst wenig tun. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

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Gerhard Ingold
vor 4 Minuten schrieb Studiosus:

Das ist in der Tat himmelschreiendes Unrecht. Und ja, ich gebe der Kritik an der Doppelbödigkeit der Haltung der Kirche zur Abtreibung recht. Nicht darin, dass die Abtreibung prinzipiell abgelehnt wird. Das ist gut und richtig. Sondern daran, dass es oftmals bei dieser informativen Ebene bleibt: Nicht abtreiben. Ende.

 

Hier müsste und könnte die Kirche - gerade im reichen Westen - noch viel mehr tun. Anstatt die fünfte Rahner-Akademie in der Diözese zu erhalten, sollten die Bischöfe Schutzräume für Schwangere betreiben, in denen diese durch Fachpersonal betreut entbinden können. Auch danach sollten diese Frauen und Kinder, die ja oft von den Erzeugern verlassen sind, durch engmaschige Hilfsdienste weiter umsorgt werden. 

 

Man kann nicht das Elend der Abtreibung beweinen und die Sünde geißeln, dabei aber selbst wenig tun. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

 

Genau. Solche helfende Liebe gehört für mich von den Grundgedanken Jesus her gesehen, zum wahren Christ-, Jude- und Muslim-Sein.

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rorro
vor 58 Minuten schrieb Chrysologus:

Soviel zum behaupteten Kampf Johannes Pauls II. gegen die Kultur des Todes - wenn ein Priester zur Abtreibung nötigt, dann ist das so schlimm nicht.

 

Da war die Kirche auf einem großen Auge blind. Und Bischof Marx auch, aber das schert ja wie erwähnt keinen. Der gehört ja zu den Guten. Und womöglich gibt es da noch einen Fall (Zitat aus Wikpedia zu Marx), Hervorhebung von mir:

 

Zitat

Im Jahr 2006 hat er es als Bischof von Trier versäumt, gemäß der "Leitlinien für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz" mehreren Fällen von sexuellem Missbrauch durch einen Trierer Diözesanpriester nachzugehen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Priester ermittelt und musste das Verfahren trotz hinreichendem Tatverdacht wegen Verjährung einstellen. Obwohl die Staatsanwaltschaft die Fälle an den damaligen Bischof von Trier, Reinhard Marx, gemeldet hatte, reagierte er nicht darauf. Weder der beschuldigte Priester noch das Opfer wurden von ihm angehört. Durch seinen Sprecher ließ er im Jahr 2019 bekanntgeben, dass sein Versäumnis ihn sehr plage und dass er heute anders handeln würde.

 

Gibt es einen Grund, warum Woelki eher gehen sollte als Marx (was nicht heißt, daß ich an Woelki hänge, ich finde nur Gleichbehandlung richtig)?

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Chrysologus
vor einer Stunde schrieb Studiosus:

Hier müsste und könnte die Kirche - gerade im reichen Westen - noch viel mehr tun. Anstatt die fünfte Rahner-Akademie in der Diözese zu erhalten, sollten die Bischöfe Schutzräume für Schwangere betreiben, in denen diese durch Fachpersonal betreut entbinden können. Auch danach sollten diese Frauen und Kinder, die ja oft von den Erzeugern verlassen sind, durch engmaschige Hilfsdienste weiter umsorgt werden. 

Solche Schutzräume gibt es - man nennt sie meist Kreissaal. Und solche Hilfe gibt es auch - in Bamberg etwa die "Stiftung für das Leben". Daneben arbeitet Donum vitae in diesem Bereich, es gibt diverse Wohnprojekte etwa des SkF etc. (meist aus Kirchensteuer bezahlt) - nur Karl-Rahner-Akademien gibt es nur eine, in freier Trägerschaft und noch dazu in Köln. 

 

Ansonsten hat der Staat hier ein durchaus nicht ganz weitmaschiges Hilfenetz gespannt. 

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Studiosus
vor 16 Minuten schrieb Chrysologus:

Solche Schutzräume gibt es - man nennt sie meist Kreissaal. 

 

Echt? Da zieht man bereits ein, wenn man erst feststellt, dass man (ungewollt) schwanger ist? Und da laufen Sozialarbeiter, Pädagogen, nebst Ärzten und Pflegern und Hebammen rum? Das wusste ich in der Tat nicht. 

 

vor 18 Minuten schrieb Chrysologus:

Daneben arbeitet Donum vitae in diesem Bereich, es gibt diverse Wohnprojekte etwa des SkF etc. (meist aus Kirchensteuer bezahlt) - nur Karl-Rahner-Akademien gibt es nur eine, in freier Trägerschaft und noch dazu in Köln. 

 

Donum vitae fehlt(e) die kirchliche Anerkennung. Zur Rahner-Akademie vgl. das Stilmittel der Hyperbel. 

 

vor 19 Minuten schrieb Chrysologus:

Ansonsten hat der Staat hier ein durchaus nicht ganz weitmaschiges Hilfenetz gespannt. 

 

Ich habe explizit nach der Rolle der Kirche gefragt. Gut, wenn auch der Staat seiner Pflicht nachkommt. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

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Chrysologus
vor 12 Minuten schrieb Studiosus:

Echt? Da zieht man bereits ein, wenn man erst feststellt, dass man (ungewollt) schwanger ist? Und da laufen Sozialarbeiter, Pädagogen, nebst Ärzten und Pflegern und Hebammen rum? Das wusste ich in der Tat nicht. 

Du schriebst von Schutzräumen, in denen die Frauen entbinden können. Das entbinden nennt man üblicherweise Geburt, und die findet doch recht häufig in Kreissälen statt. Entsprechende Wohnprojekte betreibt etwa der SkF, zT als Frauenhaus, zum Teil auch als eigene Projekte. Dazu kommen kirchliche Siedlungswerke.

 

vor 15 Minuten schrieb Studiosus:

Donum vitae fehlt(e) die kirchliche Anerkennung

Das stimmt - solchen Schutz lehnen manche Kreise ab - Donum vitae unterstützt allerdings Schwangere ganz konkret, was die meisten selbsternannten Lebensschützer nicht tun.

 

vor 15 Minuten schrieb Studiosus:

Ich habe explizit nach der Rolle der Kirche gefragt. Gut, wenn auch der Staat seiner Pflicht nachkommt. 

Es gibt Kreise, die betonen, die Kirche sei kein sozialkcaritatives Unternehmen - ich sehe das anders. Aber es kann nicht Aufgabe der Kirche sein, den Steuerzahler zu entlasten, sie sollte eher dort eingreifen, wo der Staat das nicht hinreichend tut. Der Seelsorger kann hier auch als Sozialarbeiter tätig werden, indem er de Weg zu den bestehenden Hilfen weist undbei der Beantragung hilft.

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ThomasB.
vor 3 Stunden schrieb Chrysologus:

Solche Schutzräume gibt es - man nennt sie meist Kreissaal. Und solche Hilfe gibt es auch - in Bamberg etwa die "Stiftung für das Leben". Daneben arbeitet Donum vitae in diesem Bereich, es gibt diverse Wohnprojekte etwa des SkF etc. (meist aus Kirchensteuer bezahlt) - 

Ergänzung: In vielen Gemeinden ist da auch die Pfarrcaritas am Ball. Das verläuft meist sehr geräuscharm, was gut ist.

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Guppy
Am 22.2.2021 um 17:26 schrieb Studiosus:

Und ich entblöde mich nicht, die Taten des Priesters irgendwie zu relativieren.

 

Woher weisst du denn, ob der Priester die behaupteten Taten, die angeblich vor Jahrzehnten stattgefunden haben sollen, überhaupt begangen hat?

 

Offenbar reicht ja alleine der nur erhobene Vorwurf schon aus, damit es für den Beschuldigten negative Konsequenzen hat und eine Zerstörung seiner Reputation bewirkt. Kann mir gut vorstellen, dass manche Menschen in manchen Lebenssituationen nicht stark genug sind das zu ertragen.

 

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phyllis
13 minutes ago, Guppy said:

 

Woher weisst du denn, ob der Priester die behaupteten Taten, die angeblich vor Jahrzehnten stattgefunden haben sollen, überhaupt begangen hat?

 

Offenbar reicht ja alleine der nur erhobene Vorwurf schon aus, damit es für den Beschuldigten negative Konsequenzen hat und eine Zerstörung seiner Reputation bewirkt. Kann mir gut vorstellen, dass manche Menschen in manchen Lebenssituationen nicht stark genug sind das zu ertragen.

 

Schau dir den Fall Weinstein an. Vorwürfe gab es immer wieder, etliche Frauen gingen zur Polizei. Es passierte nix. Es brauchte einen Journalisten, der pingelig genau nachforschte und erst so kam die Sache ins Rollen. Das Resultat kennst du wohl - Weinstein sitzt für den Rest seines Lebens im Knast.

 

Viele Frauen gehen - leider zurecht - davon aus, dass man ihnen eh nicht glaubt. Dann versuchen sie den Missbrauch zu verdrängen und, zu vergessen. Kommt es trotzdem zu einen Prozess, wird in 80% oder 90% der Angeklagte freigesprochen, denn Missbrauch, idr ohne Zeugen, ist fast unmöglich zu beweisen. Ich schätze, die Fälle wo ein wirklicher Verbrecher nicht belangt verglichen zu den Fällen wo ein Unbescholtener verurteilt wird so ca. 10:1. Daten gibts dazu.

 

Und auch die Vorstellung, vor Gericht und vor Zeugen den ganzen Missbrauch schildern zu müssen, die Furcht vor Mobbing durch Angehörige des Verbrechers, und auch die Sensationsgeilheit der Presse, all das wirkt abschreckend, und so lassen es viele bleiben. Kommt aber wie im Fall Weinstein die Sache trotzdem ins rollen, wagen sie sich eher hervor. So geschehen und von einem staatlichen Gericht in NY zur Genüge für glaubwürdig befunden.

 

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Chrysologus
vor 7 Stunden schrieb Guppy:

Woher weisst du denn, ob der Priester die behaupteten Taten, die angeblich vor Jahrzehnten stattgefunden haben sollen, überhaupt begangen hat?

Deswegen untersucht man das ja - und in nicht wenigen Fällen finden sich Hinweise: Wenn etwa der Priester, dem in den späten 1950ern sexueller Missbrauch eines damals 12 jährigen vorgeworfen wird, in seinen Beurteilungen durch den Pfarrer Jahr für Jahr stehen hat, er würde die nötige Distanz zur männlichen Jugend nicht einhalten, diesen vielmehr das "Du" anbieten und sie zu sich in die Wohnung lassen, dann untermauert das einen Verdacht. Und meist tauchen nach und nach mehrere Beschuldigungen auf, die sich erstaunlich ähnlich sehen und auf ihre Weise zugleich bizarr sind (der Priester, der im Religionsunterricht Mädchen auf seinen Schoß holt und intim befummelt - und das ist auch schon 1967 dokumentiert).

 

Damit weiß ich nicht sicher, ob er eine konkrete Tat beging - aber es spricht einiges dafür, dass dem so ist.

vor 7 Stunden schrieb Guppy:

Offenbar reicht ja alleine der nur erhobene Vorwurf schon aus, damit es für den Beschuldigten negative Konsequenzen hat

In der Regel nein - sogenannte Strafsicherungsmittel greifen sofort (also der Pfarrer, dem Missbrauch einer 12 jährigen vorgeworfen wird, bleibt bei der anstehenden Jugendfreizeit daheim), aber wir bemühen uns immer, das ganze so niedrig wie möglich zu halten. Dass aber der, der die Beichtfakultas nach plaudern aus dem Beichtstuhl verliert, ein Erklärungsproblem haben mag, das können wir nicht vermeiden.

Und dann wird untersucht - manchmal auch mit dem etwas seltsamen Ergebnis, dass der Beschuldigte nicht verurteilt wird, das mögliche Opfer gleichwohl aber eine Zahlung erhält, dann steht es 50:50.

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Spadafora
vor 15 Stunden schrieb Chrysologus:

Soviel zum behaupteten Kampf Johannes Pauls II. gegen die Kultur des Todes - wenn ein Priester zur Abtreibung nötigt, dann ist das so schlimm nicht.

man muß den  moralischen Anspruch den die Kirche sich herausnimmt gegenüber ihren Mitgliedern und der Gesellschaft  unter diesen Gesichtspunkten sehen und zurückweisen  Johannes Paul II hätte alleine schon wegen seinem Schutz für den Verbrecher  Marcial Maciel nie selig gesprochen werden und Leute die  mit Faschisten paktiert haben wie Kardinal Stepinac auch nicht 
es ist an der Zeit daß die Gesellschaft die Kirche in Ihre Schranken weißt und ihr z.b. keinen Vorang in Ethikfragen bei der Gesetzgebung ect einräumt

  • Thanks 2

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Spadafora
vor 15 Stunden schrieb ThomasB.:

Wer hat das wann gesagt?

das Kirchenrecht wenn eine kirchenrechtliche Korrektur möglich ist und die Bischöfe extra darauf hinweisen (ich nehme an Du hast den Artikel gelesen)

Edited by Spadafora
es war ein"l" zu viel

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Spadafora
vor 14 Stunden schrieb Studiosus:

 

Echt? Da zieht man bereits ein, wenn man erst feststellt, dass man (ungewollt) schwanger ist? Und da laufen Sozialarbeiter, Pädagogen, nebst Ärzten und Pflegern und Hebammen rum? Das wusste ich in der Tat nicht. 

 

 

Donum vitae fehlt(e) die kirchliche Anerkennung. Zur Rahner-Akademie vgl. das Stilmittel der Hyperbel. 

 

 

Ich habe explizit nach der Rolle der Kirche gefragt. Gut, wenn auch der Staat seiner Pflicht nachkommt. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

warum sollte Donum vitae eine kirchliche Anerkennung brauchem um für werdende Mütter etwas zu tun

 

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