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Björn

Die katholische Kirche und der Missbrauch

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Mariamante
Für Laun scheint es eher wichtig zu sein, dass er in die Medien rein, nicht dass auch etwas gscheites dabei raus kommt.

Das ist eine böswillige Unterstellung. WB Laun vertritt die katholische Lehre, ist Priester der röm.kath. Kirche und bemüht sich, den Menschen das Evangelium zu verkünden. Dass er etwas mehr missionarischen Eifer hat als manche andere mag man ihm ankreiden- dann müsste man auf der anderen Seite und entsprechend böswillig allerdings auch z.B. einem P.Udo Fischer Profilierungssucht oder Instrumentalisierung ankreiden.

Profilierungssucht? P. Udo Fischer ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Fall Groer aufgedeckt wurde.

 

Ich hatte ja geschrieben: Bei entsprechender Böswilligkeit. Was P. Udo betrifft behauptet er im ZIB 2 Interview gestern, der Vatikan habe "gar nichts" ber. Groer unternommen. Wurde Groer nicht nach Rom zitiert?

 

Weiters nennt P. Udo die Bischöfe die dem Papst treu sind "Erfüllungsgehilfen von Rom" - und bemängelt, dass die Kirchenvolksbegehrensreformen nicht durchgeführt wurden. Manchmal kommt der Eindruck auf mich zur: Hier wird instrumentalisiert.

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helmut
Das ist eine böswillige Unterstellung. WB Laun vertritt die katholische Lehre, ist Priester der röm.kath. Kirche und bemüht sich, den Menschen das Evangelium zu verkünden. Dass er etwas mehr missionarischen Eifer hat als manche andere mag man ihm ankreiden- dann müsste man auf der anderen Seite und entsprechend böswillig allerdings auch z.B. einem P.Udo Fischer Profilierungssucht oder Instrumentalisierung ankreiden.

Und was hat das jetzt mit der angesprochenen Diskussionsrunde zu tun, die du ja sicherlich gesehen hast und damit beurteilen kannst?

Eine von Sokrates verlinkte Diskussionsrunde mit WB Laun, Hr. Wittenbrink, Fr. Maria von Welser, Fr. Kuby hatte ich mir angetan- wenn du auf das anspielst. Nach wie vor halte ich deine Ausage

Für Laun scheint es eher wichtig zu sein, dass er in die Medien rein, nicht dass auch etwas gscheites dabei raus kommt.

 

für eine unhaltbare Unterstellung- da helfen auch die ablenkenden Worte nicht.

wer zu seiner entschuldigung auf andere verweist die das gleiche tun, macht sich des versuchs der vertuschung schuldig.

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Justin Cognito

Natürlich gibt es Missbrauch und Misshandlungen nicht nur in der Kirche - der schlagende Lehrherr oder der grapschende Nachbar (von den Fällen innerhalb der Familien ganz zu schweigen) - die gab (und gibt es zum Teil noch heute) auch immer. Die Probleme sind natürlich dort am gravierendsten, wo die Gesellschaft sehr in sich geschlossen sind und von daher wenig Interesse an Aufklärung von außen besteht: beim Militär, in Internaten, in kleinen Orten am Land, ... aber auch in der katholischen Kirche (die ja den Anspruch erhebt, societas perfecta zu sein: was allerdings nicht bedeutet, dass alle Angehörigen der Kirche perfekt sind, sondern dass sie als System keinerlei Hilfen von außen benötigt).

 

Eigentlich sehe ich es als hoffnungsvolles Zeichen, dass die Gesellschaft jetzt anscheinend so weit ist, sich dem Problem des Missbrauchs und der Misshandlungen von Kindern zu stellen. Wenn dabei gerade "unsere Fälle" in die mediale Öffentlichkeit gelangen, dann kann man das bitter beklagen, aber man kann es auch als Chance begreifen, dass die Dinge wirklich angegangen werden. Beleidigt zu reagieren oder darauf zu verweisen, dass die gleichen Dinge auch anderswo geschehen, bringt in diesem Zusammenhang meines Erachtens überhaupt nichts - vielmehr gilt es, den eigenen Fehlern ins grausliche Gesicht zu schauen, sie zuzugeben und zu versuchen, sie in Hinkunft bestmöglich auszuschließen. Vielleicht ist das auch eine Hilfe, dass Fälle anderswo aufgearbeitet werden, das wäre wirklich ein guter Dienst.

 

Gerade wenn es uns gelingt, Fehler auch zuzugeben, mache ich mir auch keine Sorgen um die Heiligkeit der Kirche - immerhin ist sie "heilig", nicht weil ihrer Vertreter keine Fehler machen, sondern weil sie, in all ihrer Fehlerhaftigkeit, von Christus her stammt und sich von ihm geliebt weiß.

Edited by Justin Cognito

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Edith1
Für Laun scheint es eher wichtig zu sein, dass er in die Medien rein, nicht dass auch etwas gscheites dabei raus kommt.

Das ist eine böswillige Unterstellung. WB Laun vertritt die katholische Lehre, ist Priester der röm.kath. Kirche und bemüht sich, den Menschen das Evangelium zu verkünden. Dass er etwas mehr missionarischen Eifer hat als manche andere mag man ihm ankreiden- dann müsste man auf der anderen Seite und entsprechend böswillig allerdings auch z.B. einem P.Udo Fischer Profilierungssucht oder Instrumentalisierung ankreiden.

Profilierungssucht? P. Udo Fischer ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Fall Groer aufgedeckt wurde.

 

Ich hatte ja geschrieben: Bei entsprechender Böswilligkeit. Was P. Udo betrifft behauptet er im ZIB 2 Interview gestern, der Vatikan habe "gar nichts" ber. Groer unternommen. Wurde Groer nicht nach Rom zitiert?

 

Weiters nennt P. Udo die Bischöfe die dem Papst treu sind "Erfüllungsgehilfen von Rom" - und bemängelt, dass die Kirchenvolksbegehrensreformen nicht durchgeführt wurden. Manchmal kommt der Eindruck auf mich zur: Hier wird instrumentalisiert

Er hüllte sich in Schweigen und ging ganz normal ein Jahr nach erreichen der Altersgrenze in Pension - wie alle verdienstvollen Bischöfe.

Es waren Schönborn, Eder, Weber und Kapellari, die erklärten , sie seien zur moralischen Gewissheit gelangt, dass die Vorwürfe zutreffen. Dann gab es drei Jahre später eine Visitation in Göttweig (dem Heimatkloster von P.Fischer). Soweit die großen Aktivitäten aus dem Vatikan.

 

Im übrigen finde es eine schlichte Sauerei, hier unterschwellig in papsttreue und nicht-papstreue Bischöfe zu teilen.

Papstreu sind alle, aber es gibt Bischöfe und mitrabewehrte Marionetten, Postboten und Speichellecker. Daneben auch noch Karrieristen und einen Haufen windige Selbstdarsteller (unter Letzteren finden sich einige, die nur zu Bischöfen geweiht, aber nicht auch noch eingesetzt sind - noch.)

 

P.Fischer hat seine Vorwürfe betreffend Erfüllungsgehilfen und Kirchenvolksbegehren nicht erst jetzt erhoben. Der braucht nichts zu "instrumentalisieren". Das Thema ist seit 1995 niemals abgerissen, das hat mit den Vorfällen jetzt gar nichts zu tun.

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Mariamante
Er hüllte sich in Schweigen und ging ganz normal ein Jahr nach erreichen der Altersgrenze in Pension - wie alle verdienstvollen Bischöfe.

Dann ist meine Erinnerung falsch, dass Groer nach Rom zitiert wurde?

Im übrigen finde es eine schlichte Sauerei, hier unterschwellig in papsttreue und nicht-papstreue Bischöfe zu teilen.

Die Sauerei liegt nicht dort wo Bischöfe durch ihre Beschlüsse (Mariatrost u.a.) päpstliche Direktiven umgehen, außer Kraft setzen, sich dem Mainstream anpassen? Ich sehe das etwas anders.

 

Papstreu sind alle, aber es gibt Bischöfe und mitrabewehrte Marionetten, Postboten und Speichellecker.

Dass Bischöfe, die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind "Marionetten" oder Postboten genannt werden, ist mir bekannt. Mit dem gleichen Recht kann man die liberalen Bischöfe wohl auch als Rebellen bezeichnen, die den Leuten nach dem Mund reden und "Speichellecker" der Medien sind? Von Altbischof Stecher ist mir bekannt, dass er sich besonders nach seiner Pensionierung als Papstkritiker auszeichnete- und ein anderer meinte, man müsse mit gewissen Formulierungen wegen der Medien vorsichtig sein. Padon- aber die Speichellecker gegenüber den Medien oder auch gegenüber liberalen Theologen halte ich wirklich nicht für bischöfliche Stärke, Rückgrat oder Treue zum Auftrag, das Evangelium zu verkünden "ob man es hören will oder nicht".

Daneben auch noch Karrieristen und einen Haufen windige Selbstdarsteller (unter Letzteren finden sich einige, die nur zu Bischöfen geweiht, aber nicht auch noch eingesetzt sind - noch.)

Dieses Urteil klingt hart- gilt aber auch für jene lliberale Riege, die sich durch Vereinigungen wie "Wirsind Kirche" oder verschiedene Aussagen in den Medien hervor tut. Der liberale Kampf des Paudorfer Pfarrers gegen Positionen aus Rom, die ihm missfallen ist ja nichts Neues. Und auf Grund der Distanz zu Rom, zur Sexualmoral der Kirche sind die tragischen Ereignisse der letzten Zeiten- so scheint es- für manche Mühlen auf ihr Wasser, von der Kirche Änderungen in Bezug auf Pflichtzölibat, Sexualmoral zu erzwingen. Darin sehe ich schon eine gewisse Instrumentalisierung.

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Werner001
Die Sauerei liegt nicht dort wo Bischöfe durch ihre Beschlüsse (Mariatrost u.a.) päpstliche Direktiven umgehen, außer Kraft setzen, sich dem Mainstream anpassen? Ich sehe das etwas anders.

 

Dann ist also die Medjugorjepilgerei in deinen Augen eine Sauerei, denn die widersetzt sich ja eindeutig päpstlichen Direktiven?

Oder ist etwas nur eine Sauerei, wenn es den Mariamanteschen Direktiven zuwiderläuft?

 

Werner

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Mariamante
Die Sauerei liegt nicht dort wo Bischöfe durch ihre Beschlüsse (Mariatrost u.a.) päpstliche Direktiven umgehen, außer Kraft setzen, sich dem Mainstream anpassen? Ich sehe das etwas anders.

 

Dann ist also die Medjugorjepilgerei in deinen Augen eine Sauerei, denn die widersetzt sich ja eindeutig päpstlichen Direktiven?

Oder ist etwas nur eine Sauerei, wenn es den Mariamanteschen Direktiven zuwiderläuft?

 

Werner

Wird dadurch eine theologische, wesentliche Aussage verletzt, die Moral geschädigt- zu viel gebetet und gebeichtet?

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Björn

Bitte zum Thema zurückkommen! (Björn-Mod)

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Werner001
Bitte zum Thema zurückkommen! (Björn-Mod)

Ups, sorry, ich dachte ich bin im Medjugorje-Thread in der Arena.

Du kannst den Beitrag und die Antwort ja vielleicht dahin verschieben?

 

Werner

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helmut
.....Dass Bischöfe, die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind "Marionetten" oder Postboten genannt werden, ist mir bekannt. ......

du unterscheidest zwischen bischöfen "die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind" und untreuen bischöfen?

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Edith1

@MM: Da das die GG sind, kann ich Dir leider nicht die Antwort geben, die Dein Beitrag verdienen würde.

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Mariamante
.....Dass Bischöfe, die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind "Marionetten" oder Postboten genannt werden, ist mir bekannt. ......

du unterscheidest zwischen bischöfen "die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind" und untreuen bischöfen?

Es gibt Priester, die ihrem Auftrag Hirten Jesu Christi, Diener der Menschen und Diener der Kirche treu zu sein folgen. Und es gibt Priester, die diesem Auftrag nicht entsprechen. Gerade die Diskussion um den Kindesmissbrauch zeigt doch, dass es auch untreue Priester gibt. Sollte es untreue Bischöfe oder sogar Kardinäle nicht geben?

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helmut
.....Dass Bischöfe, die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind "Marionetten" oder Postboten genannt werden, ist mir bekannt. ......

du unterscheidest zwischen bischöfen "die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind" und untreuen bischöfen?

Es gibt Priester, die ihrem Auftrag Hirten Jesu Christi, Diener der Menschen und Diener der Kirche treu zu sein folgen. Und es gibt Priester, die diesem Auftrag nicht entsprechen. Gerade die Diskussion um den Kindesmissbrauch zeigt doch, dass es auch untreue Priester gibt. Sollte es untreue Bischöfe oder sogar Kardinäle nicht geben?

kannst du diese treue bzw. untreue erkennen?

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Frank

Hallo zusammen,

 

was kann ich als laie in diesen dunklen Zeiten tun? ne Kollegin von mir (aus dem wilden Osten und konfessionslos) sagte zu mir die Tage: "Die kirche müsste man am besten Auflösen" und fügte sinngemäß hinzu das der der ganze haufen unmoralisch und verlogen sei. Ich wollte entgegnen das ich auch teil dieses "verlogenen Haufen" bin und mir ne differnzietere Sicht wünsche aber die Diskussion wollte sie nicht.

 

An dieser Stelle mal ein Wort an diejenigen die den Schlamassel angerichtet haben: Vielen dank! Weil ihr eure Hormone nicht im Griff habt oder keien Ahnung von erziehung habt muss der Rest der Kirche angst um seien Leumund haben wenn man zugibt katholisch zusein. Schämt ihr euch nicht? Es ist zum Kotzen!

 

Bei allen anderen entschuldige ich mich für diesen wutausbruch. Gehört womöglich nicht hierher. Aber das hat jetzt so lange gegärt, das musste mal raus.

 

wie geht man in Zukunft um mit Vorwürfen von Kindesmissbrauch. Als erstes muss das Opfer stehen. Kirche hat alles zu tun das die angerichteten Wunden heilen könne, so dies überhaupt möglich ist. Durch bezahlen der notwendigen Therapie oder durch Man-Power (also das stellen eine Therapeuten) und der Täter muss bestraft werden, am besten juristisch auf jedenfall Kirchen-intern.

 

Was wenn der Vorwurf nur vorgeschoben sein sollte? Pater xyz gibt der kleinen Lena auf die reli-Ex ein ungenügend... diese ist jetzt sauer, rennt Heim und schimpft "Mami, Mami, der pater hat mich angefasst" Versteht mich nicht falsch klein Lena sagt der Pater (Vater, Onkel, Sportlehrer) hat sich an ihr vergangen muss der kleinen Lena erstmal gegelaubt werden. Alles andere verstärkt nur den Missbrauch. Und das solche Vorwürfe aus bosheit, ohne substanz, erhoben werden kommt auch so gut wie nie vor. Aber es kommt vor und Pater xyz hat ein Recht vor solchen, den Ruf zerstörenden Vorwürfen geschützt zu werden.

 

ein Spagat, und ich seh nicht wie man ihn lösen kann

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Shubashi

Danke für Deinen Wutausbruch!

Ich bin hier, ehrlich gesagt, in letzter Zeit schon ein bisschen auf der Suche nach Rat.

Ich habe mir die Kirche immer ein bisschen aufgeteilt: einerseits die Machtinstitution, der die prunkvollen Proklamation, die Freundschaft noch des korruptesten Mächtigen und die tönende Rechthaberei wichtig ist. Andererseits die, welche nur Jesus Christus suchen und sich selbst als Unvollkommene auf dem Weg sehen. Einfach ein Haus, in dem man vor Gott still werden kann.

 

Irgendwie kann ich mich von dieser Kirche (noch) nicht trennen, aber andererseits wird mir das uneinsichtige und selbstgerechte Geschwafel immer unerträglicher.

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Mariamante
.....Dass Bischöfe, die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind "Marionetten" oder Postboten genannt werden, ist mir bekannt. ......

du unterscheidest zwischen bischöfen "die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind" und untreuen bischöfen?

Es gibt Priester, die ihrem Auftrag Hirten Jesu Christi, Diener der Menschen und Diener der Kirche treu zu sein folgen. Und es gibt Priester, die diesem Auftrag nicht entsprechen. Gerade die Diskussion um den Kindesmissbrauch zeigt doch, dass es auch untreue Priester gibt. Sollte es untreue Bischöfe oder sogar Kardinäle nicht geben?

kannst du diese treue bzw. untreue erkennen?

Willst du die Augen davor verschließen, dass das Übertreten der Gebote Gottes Untreue ist, dass das Evangelium verraten wird- dass z.B. Kindesmissbrauch Untreue gegenüber dem Auftrag Christi ist den Menschen zu dienen, nicht über sie zu herrschen oder sie als Lustobjekte zu missbrauchen?

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helmut
.....Dass Bischöfe, die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind "Marionetten" oder Postboten genannt werden, ist mir bekannt. ......

du unterscheidest zwischen bischöfen "die dem kirchlichen Lehr- und Hirtenamt treu sind" und untreuen bischöfen?

Es gibt Priester, die ihrem Auftrag Hirten Jesu Christi, Diener der Menschen und Diener der Kirche treu zu sein folgen. Und es gibt Priester, die diesem Auftrag nicht entsprechen. Gerade die Diskussion um den Kindesmissbrauch zeigt doch, dass es auch untreue Priester gibt. Sollte es untreue Bischöfe oder sogar Kardinäle nicht geben?

kannst du diese treue bzw. untreue erkennen?

Willst du die Augen davor verschließen, dass das Übertreten der Gebote Gottes Untreue ist, dass das Evangelium verraten wird- dass z.B. Kindesmissbrauch Untreue gegenüber dem Auftrag Christi ist den Menschen zu dienen, nicht über sie zu herrschen oder sie als Lustobjekte zu missbrauchen?

es ging um das jeweilige erkennen der treuen und der untreueun bischöfe.

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Albo

Ich muss einfach mal etwas loswerden (auch wenn es mit dem vorher diskutieren wenig zu tun hat). Aber ich bin wirklich erschüttert über dieses mediale Kirchenbashing in den letzten Tagen! Und die Meldungen und kleinen Artikel bis grosse Enthüllungsreportagen wollen nicht abreissen! Alleine im Schweizer TV werden jenste Publizisten nach Ihrer Meinung gefragt, natürlich hört man nur: schlechter Papst da, ich hätte mehr vom Papst erwartet... dort...

Ich finde es wirklich widerwärtig wie die Medien all die Missbrauchsopfer erneut missbrauchen um der Kirche eins auszuwischen und ins schlechte Licht zu stellen. Was hier läuft ist Verallgemeinderung pur!

Daneben fördert man die Säkularisierung weiter und verdrängt jegliche Form der Wertevermittlung und fragt sich dann, weshalb die Weltjugend plötzlich Amok läuft...

So das tat gut!

Wünsche noch einen schönen Abend ;)

lg Albo

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OneAndOnlySon
Ich muss einfach mal etwas loswerden (auch wenn es mit dem vorher diskutieren wenig zu tun hat). Aber ich bin wirklich erschüttert über dieses mediale Kirchenbashing in den letzten Tagen! Und die Meldungen und kleinen Artikel bis grosse Enthüllungsreportagen wollen nicht abreissen! Alleine im Schweizer TV werden jenste Publizisten nach Ihrer Meinung gefragt, natürlich hört man nur: schlechter Papst da, ich hätte mehr vom Papst erwartet... dort...

Ich finde es wirklich widerwärtig wie die Medien all die Missbrauchsopfer erneut missbrauchen um der Kirche eins auszuwischen und ins schlechte Licht zu stellen. Was hier läuft ist Verallgemeinderung pur!

Daneben fördert man die Säkularisierung weiter und verdrängt jegliche Form der Wertevermittlung und fragt sich dann, weshalb die Weltjugend plötzlich Amok läuft...

So das tat gut!

Wünsche noch einen schönen Abend ;)

lg Albo

Und wieder einmal sind es die bösen, bösen Medien, die den Ruf der Kirche beschädigen, wenn sie über Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch durch katholische Amtsträger berichten. Das ist natürlich besonders einfach, denn so kommt man nicht in einen Interessenkonflikt zur eigenen Ideologie.

 

Lustigerweise waren aber gerade die katholischen Kinderschänder in einem System katholischer "Wertevermittlung" tätig, die du uns jetzt als Heilmittel gegen Amokläufe präsentieren willst. Macht ja auch Sinn. Während man einen Knaben schändet kann man nicht schießend durch eine Schule rennen. Von daher schützt die katholische Wertevermittlung auf geradezu optimale Weise vor Amokläufen.

 

Die Missbrauchstaten werden dann wieder vertuscht und wenn die Medien sie aufbuddeln, sind sie Schuld am schlechten Ruf der Kirche.

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Chrysologus
Ich muss einfach mal etwas loswerden (auch wenn es mit dem vorher diskutieren wenig zu tun hat). Aber ich bin wirklich erschüttert über dieses mediale Kirchenbashing in den letzten Tagen! Und die Meldungen und kleinen Artikel bis grosse Enthüllungsreportagen wollen nicht abreissen! Alleine im Schweizer TV werden jenste Publizisten nach Ihrer Meinung gefragt, natürlich hört man nur: schlechter Papst da, ich hätte mehr vom Papst erwartet... dort...

Ich finde es wirklich widerwärtig wie die Medien all die Missbrauchsopfer erneut missbrauchen um der Kirche eins auszuwischen und ins schlechte Licht zu stellen. Was hier läuft ist Verallgemeinderung pur!

Daneben fördert man die Säkularisierung weiter und verdrängt jegliche Form der Wertevermittlung und fragt sich dann, weshalb die Weltjugend plötzlich Amok läuft...

So das tat gut!

Wünsche noch einen schönen Abend ;)

lg Albo

Und wieder einmal sind es die bösen, bösen Medien, die den Ruf der Kirche beschädigen, wenn sie über Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch durch katholische Amtsträger berichten. Das ist natürlich besonders einfach, denn so kommt man nicht in einen Interessenkonflikt zur eigenen Ideologie.

 

Lustigerweise waren aber gerade die katholischen Kinderschänder in einem System katholischer "Wertevermittlung" tätig, die du uns jetzt als Heilmittel gegen Amokläufe präsentieren willst. Macht ja auch Sinn. Während man einen Knaben schändet kann man nicht schießend durch eine Schule rennen. Von daher schützt die katholische Wertevermittlung auf geradezu optimale Weise vor Amokläufen.

 

Die Missbrauchstaten werden dann wieder vertuscht und wenn die Medien sie aufbuddeln, sind sie Schuld am schlechten Ruf der Kirche.

 

Volle Zustimmung, OAOS.

 

Natürlich ist das aus Imagegründen ärgerlich für die Kirche, was da hochkommt. Aber das hat man selbst verbockt, und sitzen wird eben im öffentlichen Beichtstuhl und können uns unsere Verfehlungen anhören. Buße ist schmerzhaft!

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Petrus
Weiters nennt P. Udo die Bischöfe die dem Papst treu sind "Erfüllungsgehilfen von Rom"

Grundsätzlich sind - rein kirchenrechtlich gesehen - alle Bischöfe "Erfüllungsgehilfen von Rom" (darüber gibt es eine Dissertation, ich meine in Münster war das).

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Chrysologus
Weiters nennt P. Udo die Bischöfe die dem Papst treu sind "Erfüllungsgehilfen von Rom"

Grundsätzlich sind - rein kirchenrechtlich gesehen - alle Bischöfe "Erfüllungsgehilfen von Rom" (darüber gibt es eine Dissertation, ich meine in Münster war das).

 

Georg Bier, Die Rechtsstellung des Diözesanbischofs nach dem Codex Iuris Canonici von 1983

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noty1976

Hallo,

 

ich wollte hier auch nochmal meine Gedanken zu dem Thema loswerden.

 

Am Sonntag wurde bei uns in der Pfarre ein Hirtenbrief unseres Bischofs vorgelesen. Unser Pfarrer hat dann auch noch ein paar Worte dazu gesagt.

 

Was mich zuerst beeindruckt hat, war, dass sich unser Pfarrer entschuldigt hat ... ich habe gedacht: "so, und jetzt hör auf zu reden" ... aber es kam anders.

 

Die Reaktion der Kirche zu den Missbrauchsfällen scheint immer folgende zu sein: Es ist schlimm, dass so etwas passiert, ABER anderswo passierts ja auch. Passend zum Evangelium vom Sonntag kam dann noch "und wer von Euch ohne Sünde ist, ..."

 

Wenn ich das Schuldbekenntnis bete, oder vor Gott mit meinen Sünden komme, dann sage ich ja auch nicht "Herr, ich habe gesündigt, ABER mein Nachbar hat das auch gemacht".

 

Ich denke ganz einfach, dass die meisten Leute wissen, dass die RKK KEIN Verein von Kinderschändern ist, dass Missbrauch auch anderswo passiert, also muss man das auch nicht ständig betonen und damit die eigene Verantwortung relativieren.

 

Soweit mal dazu.

 

lg

noty

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Frank
Hallo,

 

ich wollte hier auch nochmal meine Gedanken zu dem Thema loswerden.

 

Am Sonntag wurde bei uns in der Pfarre ein Hirtenbrief unseres Bischofs vorgelesen. Unser Pfarrer hat dann auch noch ein paar Worte dazu gesagt.

 

Was mich zuerst beeindruckt hat, war, dass sich unser Pfarrer entschuldigt hat ... ich habe gedacht: "so, und jetzt hör auf zu reden" ... aber es kam anders.

 

Die Reaktion der Kirche zu den Missbrauchsfällen scheint immer folgende zu sein: Es ist schlimm, dass so etwas passiert, ABER anderswo passierts ja auch. Passend zum Evangelium vom Sonntag kam dann noch "und wer von Euch ohne Sünde ist, ..."

 

Wenn ich das Schuldbekenntnis bete, oder vor Gott mit meinen Sünden komme, dann sage ich ja auch nicht "Herr, ich habe gesündigt, ABER mein Nachbar hat das auch gemacht".

 

Ich denke ganz einfach, dass die meisten Leute wissen, dass die RKK KEIN Verein von Kinderschändern ist, dass Missbrauch auch anderswo passiert, also muss man das auch nicht ständig betonen und damit die eigene Verantwortung relativieren.

 

Soweit mal dazu.

 

lg

noty

 

Grundsätzlich mal Zustimmung! Die ganzen Versuche die Schuld zu relativieren die sich Die Kirche.. oder besser: einige ihrer Vertreter... aufgeladen hat muss den Opfern wie Hohn vorkommen. So kann man der ganzen sache nicht gerecht werden. Ausserderm steht sich die Kirche dann auch selber im Weg. Es nimmt den Verantwortlichen den Handlungsdruck.

 

ABER, jetzt kommt das grosse ABER: So wie die mediale Berichterstattung derzeit läuft kann man wirklich den Eindruck bekommen das Kindesmissbrauch ein rein katholisch-internes Problem sei. Das ist natürlich Quatsch und keiner der Berichterstatter hat das jemals gesagt, aber der Eindruck entsteht langsam. Und dem muss man ebenfalls entgegenwirken.

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Flo77

Vllt. habe ich in den letzten Wochen immer die falschen Zelebranten erwischt, aber bei uns wurde in den Predigten das Thema noch nicht angesprochen.

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