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Wie wird man katholisch?


Nomos
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Hallo,

 

ein zufälliger, noch nicht lange zurückliegender Messbesuch hatte mich sehr berührt. Das war mir, konfessionslos und mit dem Christentum wenig vertraut, unheimlich. Nach weiteren Messen fühle ich mich zu den Riten hingezogen und darin geborgen, soweit ich sie mitvollziehen kann. Außerdem bin von der praktizierten Frömmigkeit der Gläubigen wirklich beeindruckt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Hinweise für den Weg?

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Hi Nomos,

 

ich bin zwar nicht katholisch, aber vielleicht der erste, der Deine Frage hier im Forum liest. Der erste Schritt sollte doch eigentlich auf der Hand liegen: Mit dem Pfarrer  sprechen. Der wird sich bestimmt nicht belästig fühlen, wenn Du ihm nach der Messe Dein Anliegen vorträgst.

 

Mein ganz persönlicher Tip: Schau mal in der Gladi-Arena vorbei und überdenke Dein Vorhaben noch mal.

 

Gruß

Stefan

 

(Geändert von Stefan um 4:31 - 25.Oktober.2002)

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Hallo Nomos,

erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.

 

Stefans Tip mit dem ansprechen des Pfarrers finde ich gut und richtig; denn der Pfarrer wird am sichersten wissen, wie Du vorgehen solltest. Informationen über die Kirche und ihren Glauben findest Du auch im Internet; z. B. bei der "Autobahnkirche" (anklicken). Informationen zur katholischen Messe findest Du im "Gotteslob" (das Gebets- und Gesangbuch, das in den meisten Kirchen zum Ausleihen ausliegt) unter Nr. 351 folgende.

 

Svens Erfahrungen mit seinem katholisch-werden sind auf seiner homepage beschrieben.

 

Liebe Grüße und viel Freude auf Deinem Weg,

 

Lucia

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Franciscus non papa

hallo

 

herzlich willkommen im forum!

 

auf deine frage; wenn du schon getauft bist, dann ist das ein übertritt in die katholische kirche. du solltest mit einem pfarrer/priester deiner wahl kontakt aufnehmen.

es wird gespräche geben, es iwrd geprüft, ob du getauft bist, nach dem übertritt wirst du gefirmt werden und zur ersten hl. kommunion gehen.

 

solltest du noch nicht getuaft sein, dann wird es sicher mehrere gespräche geben (unterricht im glauben), dann taufe - firmung - erstkommunion.

 

liebe grüsse

 

franz-josef

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Guest Juergen

Für jemanden, der noch nicht getauft ist, ist die Aufnahme in die kath. Kirche ein etwas längerer Weg.

 

Dies ist geregelt in: Die Feier der Eingliederung Erwachsener in die Kirche.

Diese Feier gliedert sich in drei Stufen:

 

In den Vorbemerkungen des o.g. Buches heißt es:

 

Erste Stufe:

Der Kandidat ist grundsätzlich zur Umkehr entschlossen, er will Christ werden und wird von der Kirche als Bewerber angenommen

 

 

Zweite Stufe

Der Bewerbe ist im Glauben fortgeschritten und wird am Ender der entfernteren zur näheren Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente der Eingliederung zugelassen.

 

Dritte Stufe

Der Bewerber hat seine geistliche Vorbereitung vollendet und wird ganz Christ durch den Empfang der Sakramente.

 

Die drei Stufen sind als die entscheidensten Momente im Verlauf der Vorbereitung anzusehen. Sie werden sichtbar gemacht durch drei gottesdienstliche Feiern:

- die Feier der Annahme

- die Feier der Einschreibung

- die Feier der Eingliederung

 

Nach der Eingliederung erfolgt die Zeit der Vertiefung.

 

 

Der erste  Zeitabschnitt ist der Vorkatechumenat. Er verlangt von dem Kandidaten, daß er sich um den Glauben bemüht, von der Kirche, daß sie ihm das Evangelium verkündet. Der Abschnitt endet mit dem Eintritt in die Gruppe der Bewerber.

 

Der zweite Zeitabschnitt beginnt mit dem Eintritt in die Gruppe der Bewerber und kann mehrere Jahre dauern. Er dient dem Glaubensunterricht und den damit verbundenen Gottesdiensten und schließt mit der Feier der Einschreibung.

 

Der dritte, kürzere Zeitabschnitt fällt gewöhnlich mit der vierzigtägigen Vorbereitung auf das Osterfest und die österlichen Sakramente zusammen. In dieser zeit geht es um die Läuterung und Erleuchtung der Bewerber.

 

Der letzte Zeitabschnitt, der die 50 Tage von Ostern bis Pfingsten umfaßt, gilt der geistlichen Einübung und Vertiefung der neuen Christen. Sie werden angeleitet zu überdenken, was sie in den Sakramenten erfahren und empfangen haben; ihre Verbindung mit der Gemeinde soll enger werden.

 

Es handelt sich also um insgesamt vier zusammenhängende Zeitabschnitte:

- den Vorkatechumenat mit der ersten Glaubensunterweisung

- die entferntere Vorbereitung mit dem Glaubensunterricht

- die Zeit der näheren Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente (üblicher weise die 40tägige Fastenzeit)

- die Zeit der Einübung und Vertiefung des sakramentalen und gemeindlichen Lebens (von Ostern bis Pfingsten)

 

 

Eine kleine Nebenbemerkung:

Ich denke, daß man als Gesamtzeit etwa sagen müßte, daß die oben genannte Stufen in der Zeit von Ende eines Jahres bis Osten des Folgejahres dauern werden, evtl. kürzer oder länger.

 

Auf jeden Fall ist ein persönliches  Gespräch mit dem Pfarrer der beste Weg, um hier Klarheit zu bekommen. Die oben genannten Stufen und Zeiten sind die, wie sie offiziell in dem Ritus stehen. Hier werden aber keine festen Daten genannt, so daß es individuell anders aussehen kann.

 

(Geändert von Juergen um 13:21 - 25.Oktober.2002)

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Guest Juergen

Literaturempfehlung zum Thema

 

Erwachsene auf dem Weg zur Taufe. Werkbuch Erwachsenenkatechumenat München:Kösel, 1997. - 168 S.

Das Buch ist Herausgegeben im Auftrag der Zentralstelle Pastoral der Deutschen Bischofskonferenz und des Deutschen Liturgischen Instituts.

 

 

Franz-P. Tebartz-van Elst: Öffne uns den Brunnen der Taufe. Die Feiern der Eingliederung in die Kirche. Stuttgart:Kath. Bibelwerk, 1995. - 136 S.

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Hallo Nomos,

 

vielleicht kennst Du ja auch jemanden der katholisch ist und der Dich bei ersten Schritten unterstützen kann. Dann musst Du Dich nicht alleine auf den Weg machen...

 

Liebe Grüsse!

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Zitat von Nomos am 3:09 - 25.Oktober.2002

Hallo,

 

ein zufälliger, noch nicht lange zurückliegender Messbesuch hatte mich sehr berührt. Das war mir, konfessionslos und mit dem Christentum wenig vertraut, unheimlich. Nach weiteren Messen fühle ich mich zu den Riten hingezogen und darin geborgen, soweit ich sie mitvollziehen kann. Außerdem bin von der praktizierten Frömmigkeit der Gläubigen wirklich beeindruckt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Hinweise für den Weg?


 

Hallo Nomos,

 

Dein Beitrag hat mich sehr angerührt. Wo wohnst Du denn (ungefähr), wie würdest Du Dir einen weiteren Weg vorstellen? Stefan hat recht, ein Weg zu einem Pfarrer ist richtig, aber es gibt gerade für "Neuankömmlinge" wie Dich auch spezielle Anlaufstellen. Hier in Düsseldorf gibt es z.B. am Franziskanerkloster eine eigene "Glaubensberatung" fides, wo man Dich sicher gerne weiterberät. Vielleicht findest Du in Deiner Gegend ein ähnliches Kloster oder Einrichtung. Oder schau mal ins Internet unter Franziskanerkloster, Dominikanerkloster oder Jesuiten nach. Dort wirst Du bestimmt auch Adressen finden.

 

Gruß

jakob

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Wattoo hat es schon vorweggenommen. Ein Wegbegleiter ist das beste, was dir da passieren kann. Und das muß kein Priester sein, sondern ein Gläubiger, dessen Glaube dich anspricht. Was spricht dich besonders an? Kannst du es näher benennen? Was verstehst du unter praktizierter Frömmigkeit.

 

Außer Sven, sind z.B. auch Moni und Sina auf diesem Weg gegangen.

 

Herzliche Grüße

 

Martin

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Nehmen wir mal an, Nomos' Anliegen sei echt: Meint Ihr nicht, dass Ihr ihn ziemlich intensiv überfallt?

 

Euch Christen meine ich.

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Ute, da gebe ich Dir 100%ig Recht! Jesus meinte einfach nur "Komm und sieh" zu Anfragen der Leute, während hier (Jürgen, bitte!) erst einmal einen Rechtskatalog präsentiert wird.

 

Der kann mal kommen, klar, aber bitte peu à peu.

 

Also Nomos, ein Vorchlag: gib Doch in Deinem Profil Deinen Wohnort an, dann könnten Dich evtl. Nahewohnende aus diesem Forum unterstützen bzw. Dir die passenden Ansprechpartner nennen, jenseits des Ortspfarrers.

 

Paz y bien,

Ralf

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Zitat von Ute am 1:52 - 26.Oktober.2002

Nehmen wir mal an, Nomos' Anliegen sei echt: Meint Ihr nicht, dass Ihr ihn ziemlich intensiv überfallt?

 

Euch Christen meine ich.


 

Gleich zwei Fragen auf einmal, Ute.

Beide sind gerechtfertigt.

Wie würdest du (geändert nach Einwurf von Ralf) "an unserer Stelle" reagieren?

 

Unter der Berücksichtigung von:

 

>Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Hinweise für den Weg?<

 

(Geändert von Martin um 10:14 - 26.Oktober.2002)

 

 

(Geändert von Martin um 21:52 - 26.Oktober.2002)

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Noch etwas aus meiner Perspektive:

 

Wer - wie Nomos - durch die Hl. Messe sozusagen den göttlichen Fingerzeig erfährt (aus meiner sich der Idealfall), der sollte eine gewisse Vorsicht walten lassen, wenn er anschließend auf andere Gläubige trifft. Das eine hat oft nichts mit dem anderen zu tun.

Wie Ute schon gesagt hat: Die Versuchung ist groß, den Kandidaten vor lauter Liebe zu erdrücken.

Eine ruhige Beschäftigung mit der Hl. Messe und dem, was dort geschieht ist nach meiner Erfahrung ein guter Weg. Aber selbst hier gilt es auszuwählen.

 

Gruß jakob.

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Ich habe keine Veranlassung, mir darüber Gedanken machen zu müssen, Martin und Ralf. Ich habe nur meinen Eindruck geschildert.

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Hallo Ute

 

Ich empfinde es ähnlich wie Du.

Da fragt jemand wie er Christ wird und erfährt dann den ganzen Hindernisparcour.

Klar den gibt es, und vielleicht hat er auch einen guten Grund.

Trotzdem ist dieses "Verfahren" nicht gerade einladend und an der Botschaft Jesu dran.

 

Lieben Gruß mtoto

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Hallo,

 

Danke für die freundliche Aufnahme. Gerade der Hinweis auf die Autobahnkirche war nützlich. Einen Geistlichen mag ich (noch) nicht ansprechen, praktizierende Katholiken kenne ich nicht persönlich. Darum werde ich erstmal in Aachen weiter zur Messe gehen und dabei möglichst nicht auffallen. Was die Frage nach der praktizierten Frömmigkeit betrifft, war ich von der echten Hingabe der Messbesucher beeindruckt. Das betrifft besonders das Schuldbekenntnis. Das war's. Alles weitere ergibt sich.

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Zitat von Nomos am 2:57 - 27.Oktober.2002

Darum werde ich erstmal in Aachen weiter zur Messe gehen und dabei möglichst nicht auffallen.

 

Wenn ich mir überlegen würde einen Pfarrer anzusprechen, dann würde ich an Deiner Stelle nicht nur in die Messe einer Kirchengemeinde gehen, sondern mir möglichst viele verschiedene anschauen. Nicht nur die katholische Kirchenarchitektur ist beeindruckend und in ihrer Vielfalt bewundernswert.

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Hallo Nomos,

 

deine Beschreibung über die Erfahrungen in der Heiligen Messe und der damit aufkeimende Wunsch katholisch zu werden kann ich sehr gut nachvollziehen.

Ich war evangelisch und im Rahmen der Kommunionsvorbreitung unseres Sohnes ging ich regelmäßig und immer öfter in die katholische Kirche.

Ziemlich schnell habe ich gemerkt, das dies die richtige Kirche für mich ist, ich konnte es nicht erkläre und habe es erstmal einfach so angenommen.

Vier Jahre hat es gedauert, bis ich den Schritt des Konvertierens gegangen bin.

Mein Rat, laß dir Zeit (muß ja nicht so lange dauern wie bei mir), laß die Eindrücke auf dich wirken, setze dich nicht unter Druck, Gott wird dir schon zeigen, welchen Weg du gehen sollst.

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Einen Geistlichen mag ich (noch) nicht ansprechen, praktizierende Katholiken kenne ich nicht persönlich.

Hallo,

 

zur völlig unverbindlichen Information über die katholische Kirche/den katholischen Glauben empfehlen sich auch die Informationsbriefe der KGI (Katholische Glaubensinformation). Diese Zusammenstellungen sind einfach geschrieben und zum Beispiel zur Meinungsbildung für Konvertiten gut geeignet. iiRC sind es etwa 20 kostenlose Zusendungen, darüber hinaus wird man nicht irgendwie "belatschert".

 

Die KGI gibt es auch online: www.kgi.de

 

Gruß und viel Glück

Renata :blink:

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Franciscus non papa
...Die KGI gibt es auch online: www.kgi.de

Kann es sein, daß der Link dahin führt, wo er nicht hinführen soll?

http://www.kgi.org/

 

der andere link ist wohl falsch

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...Die KGI gibt es auch online: www.kgi.de

Kann es sein, daß der Link dahin führt, wo er nicht hinführen soll?

<wgrfst> Und ich denk noch "überprüf' es...". Richtig ist

 

www.kgi.org

 

:blink:

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Hallo,

 

ein zufälliger, noch nicht lange zurückliegender Messbesuch hatte mich sehr berührt. Das war mir, konfessionslos und mit dem Christentum wenig vertraut, unheimlich. Nach weiteren Messen fühle ich mich zu den Riten hingezogen und darin geborgen, soweit ich sie mitvollziehen kann. Außerdem bin von der praktizierten Frömmigkeit der Gläubigen wirklich beeindruckt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Hinweise für den Weg?

Ein ähnliches Erlebnis hatte der kommunistisch erzogene André Frossard in einer Kapelle: Er wußte plötzlich mit absoluter Gewißheit, daß Gott existiert.

Hier sein Buch in deutscher Übersetzung:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831...4661778-1872817

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Hallo,

 

ein zufälliger, noch nicht lange zurückliegender Messbesuch hatte mich sehr berührt. Das war mir, konfessionslos und mit dem Christentum wenig vertraut, unheimlich. Nach weiteren Messen fühle ich mich zu den Riten hingezogen und darin geborgen, soweit ich sie mitvollziehen kann. Außerdem bin von der praktizierten Frömmigkeit der Gläubigen wirklich beeindruckt. Hat jemand ähnliche Erfahrungen und Hinweise für den Weg?

Ein ähnliches Erlebnis hatte der kommunistisch erzogene André Frossard in einer Kapelle: Er wußte plötzlich mit absoluter Gewißheit, daß Gott existiert.

Hier sein Buch in deutscher Übersetzung:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831...4661778-1872817

So ein Erlebnis hatte ich vor ein paar Tagen auch. Ich weiss jetzt auch, dass Gott existiert. Ich weiss aber auch, dass Gott mit der katholischen Kirche nichts am Hut hat. Das hat er mir selber gesagt.

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