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Geschrieben (bearbeitet)
Am 18.11.2025 um 08:20 schrieb Werner001:

Besser nicht. Märchen und Sagen soll man sich nicht als Realität vorstellen

 

Werner

 

So ganz Märchen und Sage ist das ja nicht.

Genetische Marker zurückzuverfolgen geht und wird auch betrieben.

( zB Mitochondrien DNA oder HLA- "mitochondriale Eva" ist ein Begriff,der bei wikipedia zu finden ist).

Das geht schon weit zurück an die Anfänge der Menschheit. 

Die Bibel ist kein Biologiebuch und will das auch gar nicht sein, das heisst aber nicht,dass sie nicht auch Naturwissenschaftliches beschreibt.

bearbeitet von mn1217
Geschrieben

Papst ruft mit Märtyrern von Chimbote zu Einheit und Mission auf

 

„In einer Zeit, die von verschiedenen Empfindlichkeiten geprägt ist und in der man leicht in unfruchtbare Dichotomien oder Dialektiken verfällt, erinnern uns die Seligen von Chimbote daran, dass der Herr fähig ist, das zu vereinen, was unsere menschliche Logik zu trennen geneigt ist.“

 

Woraus man folgern kann, dass der rechte Glaube - weil von Gott gegeben - ebenso nicht auf die spaltenden Irrtümer der menschlichen Logik hereinfällt.

 

 

Der Papst erklärte, dass die wahre Einheit nicht in der völligen Übereinstimmung der Meinungen liege, sondern in der Entscheidung, „unsere Meinung derjenigen Christi anzugleichen“. Das Blut der Märtyrer sei nicht für persönliche Projekte oder Ideen vergossen worden, sondern als „einzigartige Hingabe der Liebe an den Herrn und sein Volk“.

 

Das erscheint mir unglücklich formuliert (nur in der Übersetzung?). Denn will man allen Ernstes annehmen, dass Jesus Christus eine "Meinung" gehabt hätte? Er folgte dem Willen seines Vaters in Vollkommenheit, aber sicher nicht (s)einer "Meinung". Darin ist er den ihm Nachfolgenden Vorbild und also kann er sie auch auf diese Weise einen.

Geschrieben

Generalaudienz: Die Papstansprache im Wortlaut

 

Der Leo sinniert über den Tod. Aber ist da was Neues bei? Oder nur die üblichen trivialen Gedanken, die man halt so haben kann, wenn man über den Tod sinniert ... den Tod als Abstraktum wohlgemerkt ... denn selbst diese Abstraktion bewirkt wiederum eine Verdrängung des eigenen Todes ... die menschliche Vernunft hat schon erstaunliche Fähigkeiten unangenehmen Realitäten nicht ins Auge zu sehen.

 

Das Wissen um seine Existenz [Anm.: des Todes] und vor allem das Nachdenken darüber lehren uns, zu entscheiden, was wir wirklich mit unserem Leben anfangen wollen.

Das ist schon verrückt, nicht wahr? Obgleich der Zeitpunkt des Todes unbekannt ist und er jederzeit eintreten kann (wg. unbekannten inneren oder irgendwelchen äußeren Ursachen), soll er als Anlass dienen, eine unplanbare und ungewisse Zukunft zu planen und ihn damit zugleich zu verdrängen.

 

Beten, um zu verstehen, was für das Himmelreich von Nutzen ist, und das Überflüssige loslassen, das uns stattdessen an vergängliche Dinge bindet, ist das Geheimnis eines authentischen Lebens in dem Bewusstsein, dass unser irdisches Leben uns auf die Ewigkeit vorbereitet.

Da plaudert er aber ein "Geheimnis" aus. Das Überflüssige bindet also an vergängliche Dinge. Damit ist das Leben selbst nur dann nicht überflüssig, wenn es uns an unvergängliche Dinge bindet. So ein unvergängliches Ding ist das "Himmelreich". Das markiert wiederum eine andere erstaunliche Fähigkeit der menschlichen Vernunft: dass sie sich selbst transzendieren kann durch Abstraktionen wie "Unendlichkeit", "Ewigkeit" o.ä.

 

Dennoch versprechen viele aktuelle anthropologische Vorstellungen immanente Unsterblichkeit und theoretisieren die Verlängerung des irdischen Lebens durch Technologie. Es ist das Szenario des Transhumanen, das sich am Horizont der Herausforderungen unserer Zeit abzeichnet. Kann der Tod wirklich durch die Wissenschaft besiegt werden? Aber könnte uns dieselbe Wissenschaft dann auch garantieren, dass ein Leben ohne Tod auch ein glückliches Leben ist?

Das ist schon faszinierend ... dieser Hang nach Unsterblichkeit und das Bestreben diesen Hang mittels Technologie zu befriedigen. Die letzte Frage macht für mich wenig Sinn, denn ein Unglücklicher wird doch kaum nach Unsterblichkeit streben.

Geschrieben (bearbeitet)

Weiter ...

 

Das Ereignis der Auferstehung Christi offenbart uns, dass der Tod nicht im Gegensatz zum Leben steht, sondern als Übergang zum ewigen Leben ein wesentlicher Bestandteil davon ist. Das Pascha Jesu lässt uns in dieser noch immer von Leiden und Prüfungen geprägten Zeit einen Vorgeschmack auf die Fülle dessen bekommen, was nach dem Tod geschehen wird.

Für den Christen scheint also die Hoffnung darin zu bestehen, dass die Auferstehung des Gottmenschen Jesus Christus für ihn als Nur-Menschen seine Auferstehung ebenso verheißen würde. Mal abgesehen davon, dass nach der Lehre das "ewige Leben" auch eines in der Hölle sein kann, erscheint mir die Folgerung vom "Gottmenschen" auf den "Nur-Menschen" nicht wirklich begründet. Außerdem scheint der Christ nicht wirklich glücklich zu sein, denn er erhofft sich das Glück ja erst in einer glücklichen Variante des "ewigen Lebens". Das unterscheidet den Christen also von dem Anhänger der Unsterblichkeit mittels Technologie: Letzterer muss ja bereits in seinem irdischen Leben glücklich sein, sonst würde er dieses ja nicht verlängern wollen, und weil er bereits glücklich ist, gibt es für ihn keinen Anlass darauf zu hoffen, dass erst sein irdisches Leben ohne Tod glücklich sein sollte.

 

Die Lichter des Sabbats kündigen zum ersten und einzigen Mal den Anbruch des Tages nach dem Sabbat an: das neue Licht der Auferstehung. Nur dieses Ereignis ist in der Lage, das Geheimnis des Todes vollständig zu erhellen. In diesem Licht und nur in ihm wird wahr, was unser Herz begehrt und erhofft: dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Übergang zum vollen Licht, zu einer glücklichen Ewigkeit. 

Also gemäß der Lehre ist "Auferstehung" ja notwendigerweise die des Leibes, weil die Seele sowieso unsterblich ist. Während die Hoffnung auf eine glückliche Ewigkeit nach dem Tode mir nachvollziehbar erscheint, kann ich nicht so recht erkennen, warum dafür der Leib unverzichtbar sein sollte. Zudem beinhaltet die Lehre ja auch, dass die Seele unmittelbar nach dem Tode (also noch lange vor der Auferstehung des Leibes) ein sofortiges Urteil hinsichtlich ihres weiteren Verbleibes erfährt (Hölle, "Fegefeuer", "Himmelreich"), wofür ja auch kein Leib erforderlich ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine glückliche Seele im "Himmelreich" ihrem zurückgelassenen verrottetem Leib nachtrauert ... das wäre sonst ja ein ziemlich trauriges "Himmelreich" für eine heilige Seele direkt nach dem Tode des Menschen.

bearbeitet von SteRo
Geschrieben (bearbeitet)

Weiter ...

 

Dank ihm, der aus Liebe gestorben und auferstanden ist, können wir zusammen mit dem heiligen Franziskus den Tod als „Schwester“ bezeichnen. Ihn mit der sicheren Hoffnung auf die Auferstehung zu erwarten, bewahrt uns vor der Angst, für immer zu verschwinden, und bereitet uns auf die Freude des ewigen Lebens vor.

 

"aus Liebe gestorben" ... ja, aber aus Liebe zu seinem Vater. Es wird ja immer so hingestellt als sei er aus Liebe zu seinen Mitmenschen gestorben, quasi in vollem Bewußtsein einer Realität wie sie die Theologie mit der "stellvertretenden Genugtuung" erdichtet hat. Aber das erscheint mit nicht glaubwürdig. Vielmehr hat er wohl als Mensch in seiner vollkommenen Heiligkeit erduldet, was notwendigerweise kommen musste, wenn eine solche Heiligkeit auf das Böse der gefallenen Natur trifft. Damit hat er die Naturgesetzlichkeit seines Vaters erduldet, sich ihr hingegeben ... aus vollkommener Liebe zu ihm. So wie wir auch aus vollkommener Liebe zu Gott uns seinen Naturgesetzlichkeiten hingeben sollten ... "dein Wille geschehe".

 

Den Tod als "Schwester" sehen zu wollen ... dagegen sträubt sich nicht nur mein grammatikalischer Sinn ... "der Tod - die Schwester" ... so ein Unsinn. "Der Tod - der Freund" ... schon viel besser ... "Bruder" kanns aber auch nicht sein, weil der Tod und ich nicht die gleiche Natur teilen.

"ewiges Leben" und "Auferstehung" mal beiseite geschoben ... damit soll's jeder halten wie er/sie will bzw kann ... aber die "Angst, für immer zu verschwinden" ... woher nimmt der Leo diese Angst? Die Seele ist doch gemäß seiner eigenen Glaubenslehre unsterblich. Was also schlimmstenfalls verschwinden kann ist der Mensch, bin ich, als Zusammengesetztes aus Seele und Leib. Vermutlich spricht der Leo die Zweifler an, die materialistisch Beeinflussten unter seinen Schafen (?). Der Seele ist ihr ewiges Leben also sicher ... in der Hölle oder im "Himmelreich". Und da ein glückliches Leben im Diesseits ja primär die Wirkung der Seele ist, die körperlichen Sinne lediglich die Nahrung dafür liefern, die körperlichen Sinne im Jenseits aber vermutlich gar keine Objekte mehr haben, erscheint das Nicht-Verschwinden der Seele im Tod doch vollkommen ausreichend, ja die Entledigung des Leibes kann sogar als Befreiung gesehen werden. Wem das nicht genügt, der kann ja auch noch an die Auferstehung (der Leiber) am jüngsten Tag glauben. Also ich denke, der Glaube als auch die Spekulation haben für jeden etwas, dass er/sie wirklich keine "Angst, für immer zu verschwinden" haben muss. Idealerweise gelingt es einem den Tod als Befreiung (von Ballast) zu sehen.

bearbeitet von SteRo
Geschrieben
vor 5 Minuten schrieb SteRo:

dagegen sträubt sich nicht nur mein grammatikalischer Sinn ... "der Tod - die Schwester" ... so ein Unsinn.

 

Der Tod ist im Italienischen weiblich, es ist also kein grammatikalischer "Unsinn".

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb SteRo:

Weiter ...

 

Dank ihm, der aus Liebe gestorben und auferstanden ist, können wir zusammen mit dem heiligen Franziskus den Tod als „Schwester“ bezeichnen. Ihn mit der sicheren Hoffnung auf die Auferstehung zu erwarten, bewahrt uns vor der Angst, für immer zu verschwinden, und bereitet uns auf die Freude des ewigen Lebens vor.

 

"aus Liebe gestorben" ... ja, aber aus Liebe zu seinem Vater. Es wird ja immer so hingestellt als sei er aus Liebe zu seinen Mitmenschen gestorben, quasi in vollem Bewußtsein einer Realität wie sie die Theologie mit der "stellvertretenden Genugtuung" erdichtet hat. Aber das erscheint mit nicht glaubwürdig. Vielmehr hat er wohl als Mensch in seiner vollkommenen Heiligkeit erduldet, was notwendigerweise kommen musste, wenn eine solche Heiligkeit auf das Böse der gefallenen Natur trifft. Damit hat er die Naturgesetzlichkeit seines Vaters erduldet, sich ihr hingegeben ... aus vollkommener Liebe zu ihm. So wie wir auch aus vollkommener Liebe zu Gott uns seinen Naturgesetzlichkeiten hingeben sollten ... "dein Wille geschehe".

 

Den Tod als "Schwester" sehen zu wollen ... dagegen sträubt sich nicht nur mein grammatikalischer Sinn ... "der Tod - die Schwester" ... so ein Unsinn. "Der Tod - der Freund" ... schon viel besser ... "Bruder" kanns aber auch nicht sein, weil der Tod und ich nicht die gleiche Natur teilen.

"ewiges Leben" und "Auferstehung" mal beiseite geschoben ... damit soll's jeder halten wie er/sie will bzw kann ... aber die "Angst, für immer zu verschwinden" ... woher nimmt der Leo diese Angst? Die Seele ist doch gemäß seiner eigenen Glaubenslehre unsterblich. Was also schlimmstenfalls verschwinden kann ist der Mensch, bin ich, als Zusammengesetztes aus Seele und Leib. Vermutlich spricht der Leo die Zweifler an, die materialistisch Beeinflussten unter seinen Schafen (?). Der Seele ist ihr ewiges Leben also sicher ... in der Hölle oder im "Himmelreich". Und da ein glückliches Leben im Diesseits ja primär die Wirkung der Seele ist, die körperlichen Sinne lediglich die Nahrung dafür liefern, die körperlichen Sinne im Jenseits aber vermutlich gar keine Objekte mehr haben, erscheint das Nicht-Verschwinden der Seele im Tod doch vollkommen ausreichend, ja die Entledigung des Leibes kann sogar als Befreiung gesehen werden. Wem das nicht genügt, der kann ja auch noch an die Auferstehung (der Leiber) am jüngsten Tag glauben. Also ich denke, der Glaube als auch die Spekulation haben für jeden etwas, dass er/sie wirklich keine "Angst, für immer zu verschwinden" haben muss. Idealerweise gelingt es einem den Tod als Befreiung (von Ballast) zu sehen.

Zum Tod als „Bruder“…… auch da liegst du komplett falsch…. Hör einfach mal rein in die Bach-Kantate BWV 56 „ich will den Kreuzstab gerne tragen“…..so ist es halt, wenn man sehr oberflächlich, zwar wortreich aber im Grunde nichtssagend reine Sophisterei treibt….. 

Es gab ja dann auch mal diesbezüglich einen Film mit dem bezeichnenden Titel. „Schlafes Bruder“, der direkt auf besagte Bach-Kantate anspielt

Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb Cosifantutti:

.. nichtssagend reine Sophisterei ….. 

 

Lass mich raten, mein Freund ... das Gegenteil davon ist für dich das sprechend/schreibende Befürworten und/oder Bewerben (körper-)sinnlicher Freuden, nicht wahr? Ganz diesseitig halt, gell?

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Kara:

 

Der Tod ist im Italienischen weiblich, es ist also kein grammatikalischer "Unsinn".

Ich bezog mich ja auf den verlinkten Text und der ist auf deutsch.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb SteRo:

Ich bezog mich ja auf den verlinkten Text und der ist auf deutsch.

Der verlinkte Text bezieht sich aber auf den Hl. Franziskus.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Kara:

Der verlinkte Text bezieht sich aber auf den Hl. Franziskus.

Er ist aber trotzdem auf deutsch und im Deutschen handelt es sich um Unsinn vom Tod als Schwester zu sprechen.

Geschrieben

Die Stelle, auf die er sich bezieht, lautet: "Gelobt seist du, mein Herr, für unsere Schwester, den leiblichen Tod" (im Originaltext Laudato si’, mi’ signore, per sora nostra morte corporale). Der Text lautet nun mal so, daran kann der Papst nichts ändern. 

Geschrieben
vor 23 Stunden schrieb SteRo:

 

Lass mich raten, mein Freund ... das Gegenteil davon ist für dich das sprechend/schreibende Befürworten und/oder Bewerben (körper-)sinnlicher Freuden, nicht wahr? Ganz diesseitig halt, gell?

....leider vollkommen falsch geraten.....

Geschrieben

Wortlaut: Papst Leo bei der Generalaudienz am 17. Dezember 2025

 

Wir lassen uns von vielen Tätigkeiten vereinnahmen, die uns nicht immer zufriedenstellen. Unser Tun hat oft mit praktischen, konkreten Dingen zu tun.

Ja, zB "ich muss zur Messe und zur Beichte muss ich auch noch. Und dann auch noch die Einkäufe, mannomann ..."

 

Und doch spüren wir oft, dass uns das Zuviel an Tun keine Erfüllung schenkt, sondern uns in einen Strudel zieht, der uns benommen macht, uns die Gelassenheit nimmt und uns daran hindert, das wirklich Wichtige in unserem Leben zu leben. Und dann fühlen wir uns müde und unzufrieden: Die Zeit scheint sich in tausend praktischen Dingen zu verlieren, die uns jedoch die Antwort auf den letzten Sinn unseres Daseins schuldig bleiben.
Tja ...

 

Der wahre Schatz wird also im Herzen bewahrt, nicht in den Tresoren dieser Welt, nicht in den großen Finanzinvestitionen, die heute mehr denn je aus dem Ruder geraten und auf ungerechte Weise konzentriert sind – und die zu Götzen erhoben werden zum blutigen Preis von Millionen Menschenleben und der Zerstörung von Gottes Schöpfung.

Starker anti-kapitalistischer Tobak ... bringt keine Freunde in der Politik.

 

Das wahre Ziel des Herzens besteht nicht im Besitz der Güter dieser Welt, sondern darin, das zu erlangen, was es ganz erfüllen kann: die Liebe Gottes – ja mehr noch: Gott, der Liebe ist.

Das als Ziel und als "zu erlangen" hinzustellen halt ich für problematisch ... kann zu spirituellem Aktivismus führen ... dem Ertrinken in Äußerlichkeiten (wie Kirchgang und Beichte es zb auch sein können)

 

Aber diesen Schatz findet man nur, wenn man den Nächsten liebt, dem wir auf unserem Weg begegnen: Brüder und Schwestern aus Fleisch und Blut, deren Gegenwart unser Herz aufrüttelt und hinterfragt, es dazu auffordert, sich zu öffnen und hinzugeben. 

Na dazu bietet Weihnachten im Kreise der Familie ja mal eine hervorragende Gelegenheit zur Übung.

 

Geschrieben
14 minutes ago, SteRo said:

 

Wortlaut: Papst Leo bei der Generalaudienz am 17. Dezember 2025

 

Wir lassen uns von vielen Tätigkeiten vereinnahmen, die uns nicht immer zufriedenstellen. Unser Tun hat oft mit praktischen, konkreten Dingen zu tun

 


Danke für den Text-Link. Papst Leo hat in Peru wohl viele wertvolle praktische Dinge für seine Gemeinde vollbracht, und dennoch das wesentliche im Herzen nicht vergessen. 

Geschrieben

Papst Leo: Das menschliche Herz kann nicht leben ohne Hoffnung

 

In einer Zeit, die Schnelligkeit und Effizienz nahezu absolut setzt, scheint das Tun zum Maß aller Dinge geworden zu sein. Doch trotz äußerem Erfolg erleben viele Menschen eine innere Müdigkeit, ja sogar Leere. Das „Mehr“ an Aktivität schenkt nicht automatisch Sinn; vielmehr kann es die Gelassenheit rauben und den Blick auf das Wesentliche verstellen,“ beschrieb der Papst ein Dilemma unserer Zeit, das viele Menschen erleben.

Also ich finde, dass die innere Leere viel zu negativ dargestellt wird. Auch in den einleitenden Worten des Artikels heißt es: 

 

Der inneren Leere, die wir in unserer von Hektik und Erfolgszwang geprägten Zeit oft empfinden, hält die christliche Hoffnung eine Verheißung entgegen: Wahre Ruhe findet das menschliche Herz im Ankommen bei Gott.

Dabei sehe ich keinen Widerspruch zwischen der Leere und Gott, weil Gott in gewissem Sinne ja Leere ist (für unseren Verstand). Und in dieser Leere, der Ursprunglosigkeit des Vaters, wird der Sinn, das Wort doch gezeugt.

Damit erübrigen sich für mich weitere Worte zu seinen weiteren Worten, denn diese entspringen doch auch nur der ursprunglosen Leere, der durch das Wort die Liebe unmittelbar folgt.

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb SteRo:

.Damit erübrigen sich für mich weitere Worte

 

Das freut mich.

Geschrieben (bearbeitet)
Am 12.12.2025 um 09:10 schrieb SteRo:

Den Tod als "Schwester" sehen zu wollen ... dagegen sträubt sich nicht nur mein grammatikalischer Sinn ... "der Tod - die Schwester" ... so ein Unsinn.

  

Am 12.12.2025 um 11:24 schrieb SteRo:

Er ist aber trotzdem auf deutsch und im Deutschen handelt es sich um Unsinn vom Tod als Schwester zu sprechen.

 

Das grammatische "Geschlecht" (Genus) und das biologische "Geschlecht": Das ist halt so 'ne Sache. Der Mann und der Löffel sind beide biologisch männlich, weil sie sich beide im Maskulinum stehen; ganz so, wie das Kind, das Männchen und das (linguistische) Missverständnis allesamt geschlechtslose Sachen sind, weil sie ja im Neutrum stehen. Aus genau diesem Grund können das Mädchen und der (weibliche) Teenager auch keine Schwestern sein, so wenig wie (im metaphorischen Sinne) der Tod. Da sträuben einem doch die Nackenhaare - es ist ganz so, als würde jemand einen Mann als eine "Fachkraft oder als eine Koryphäe bezeichnen würde. 

 

Da hat Papst Leo sich also wirklich einen groben Schnitzer erlaubt: Er hat bei seiner italienischen Ansprache nicht bedacht, dass im Deutschen der Tod ein grammatisches Maskulinum ist, daher biologisch männlich sein muss und also selbst in einem allegorischen Verständnis niemals als "Schwester" bezeichnet werden kann - jedenfalls nicht, ohne bei jemandem mit einem solch feinen "grammatikalischen Sinn", wie unser SteRo ihn sein eigen nennt, Missfallen zu ernten.

 

Am 12.12.2025 um 10:45 schrieb Cosifantutti:

…..so ist es halt, wenn man sehr oberflächlich, zwar wortreich aber im Grunde nichtssagend reine Sophisterei treibt….. 

 

vor 8 Stunden schrieb rorro:
vor 10 Stunden schrieb SteRo:

Damit erübrigen sich für mich weitere Worte

 

Das freut mich.

 

 

Ich würde Euren Beiträgen zu gerne zehn oder zwanzig "Likes" statt nur einem einzigen geben, aber das erlaubt die Forensoftware zu meinem allergrößten und tief empfundenen Bedauern leider nicht. 

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben

Für New York, dem prominentesten Bistum in den USA, hat Papst Leo einen neuen Bischof ernannt, der wohl gut zu seinem unaufgeregten Stil im Pontifikat passt.

Quote

The appointment is widely seen as a signal from Rome that the center of gravity in U.S. Catholic leadership is continuing to move away from media-driven cultural confrontation and toward a model rooted in listening, social engagement and pastoral proximity — a model closely associated with both Pope Francis and his successor.


In der Faz wurde ansatzweise spekuliert, dass das Ausscheiden Kard. Dolans als Kritk an Präsident Trump verstanden werden könnte. Allerdings hat Leo wohl vor einigen Wochen geäußert, dass 75 Jahre für Ortsbischöfe ein sehr angemessenes Ruhestandsalter sei.

Zudem habe ich gelesen, dass Dolan maßgeblich daran beteiligt war, Leo den Weg als Mehrheitskandidaten im Konklave zu ebnen. Dann wäre eine Brüskierung des Kardinals sehr unwahrscheinlich.

 

https://www.ncronline.org/news/new-ny-archbishop-chicago-priest-missionary-bridge-builder-reflects-pope-leos-style

Geschrieben

Wortlaut: Die Botschaft von Leo XIV. zum Weltfriedenstag 2026

 

Deshalb verleihen die Nachfolger der Apostel jeden Tag und überall auf der Welt dieser ganz stillen Revolution ihre Stimme: „Der Friede sei mit euch!“

Wen er damit bloß meint?

 

Der Friede existiert, er will in uns wohnen, er hat die sanfte Kraft, den Verstand zu erleuchten und zu weiten, ... Der Friede hat den Atem der Ewigkeit ...

Gott ist wahre Existenz, reiner Seins-Akt. Er wohnt in uns (wenn wir es zulassen). Er schenkt den Glauben, um die natürliche Vernunft und den Verstand über ihre eigene Natur zu heben und sie an sich zu ziehen. Gott ist Ewigkeit.

 

Der Gegensatz zwischen Dunkelheit und Licht ist nämlich nicht einfach nur ein biblisches Bild, um die Geburtswehen zu beschreiben, aus denen eine neue Welt hervorgeht: Er ist eine Erfahrung, die uns im Hinblick auf die Prüfungen, denen wir begegnen, und in den historischen Umständen, in denen wir leben, durchdringt und erschüttert. Nun, es ist nötig, das Licht zu sehen und daran zu glauben, um in der Dunkelheit nicht zu versinken.

Mit der Dunkelheit ist es wie mit der Leere (s. hier) : sie wird viel zu negativ dargestellt. Aber wie Gott für unseren natürlichen Verstand auch Leere ist, so ist er auch in/hinter Dunkelheit verborgen. Deshalb spricht Johannes vom Kreuz auch von einer "dunklen Nacht" als dem Weg zu Gott.

 

... das Licht zu vergessen, ist leider möglich: Man verliert dann den Wirklichkeitsbezug und überlässt sich einer partiellen und verzerrten Vorstellung von der Welt, die von Dunkelheit und Angst geprägt ist.

Angst kann sich nur einstellen, wenn der rechte Glaube abhanden kommt. Denn der rechte Glaube ist Gebet und hat direkten Kontakt zu Gott. Der rechte Glaube kennt keine Angst vor einer missverstandenen Dunkelheit, die mal als Tod und mal als vermeintliche Wirklichkeit erscheinen kann.

 

Ob wir nun über die Gabe des Glaubens verfügen oder ob uns scheint, dass wir sie nicht hätten, liebe Brüder und Schwestern, öffnen wir uns für den Frieden! Nehmen wir ihn an und erkennen wir ihn, statt ihn für fern und unmöglich zu halten.

Das Öffnen für Gott kommt von Gott selbst. Gott bekehrt uns, nicht wir uns selbst.

 

Obwohl es heute nicht wenige Menschen gibt, die von Herzen friedfertig sind, überkommt sie angesichts des immer unsichereren Verlaufs der Ereignisse doch ein großes Gefühl der Ohnmacht.

Oh süße Ohnmacht! Wirf mich nieder und zeig mir, dass ich nichts vermag, dass alles, was ich bin oder kann, nur von Gott kommen kann, wenn ich ihn darum bitte. Das einzige was ich aus mir selbst heraus kann ist sündigen.

Aber der Leo, der redet sehr tapfer, fast wie ein Politiker. Ich glaub, der will diese Erde wirklich zu einem wahrhaft friedlichen Ort machen. Er redet als ob er glaubte, dass dies möglich sei. Meine Hoffnung ist das nicht. Aber recht so, wenn nicht er, wer dann? Möge es ihm gelingen, mein Gebet schenke ich ihm und bin froh, dass ich nicht Papst bin, und meine Hoffnung dahin lenken kann, wo sie hingehört.

 

Geschrieben

Papst Leo XIV. würdigt die Spiritualität des Alltags von Bruder Lorenz

 

... beschreibt der Papst die Lehre von Bruder Lorenz (1614-1691) als einen Weg, der „zugleich einfach und schwierig“ sei. Einfach, weil er nichts weiter verlange, als sich beständig an Gott zu erinnern – durch kleine, kontinuierliche Akte des Lobes, des Gebets und der Anbetung inmitten jeder alltäglichen Handlung. Es sei aber auch ein schwieriger Weg, denn er erfordert einen Prozess der Läuterung, der Askese, der Entsagung und der Bekehrung unseres innersten Wesens, unseres Geistes und unserer Gedanken, weit mehr als unserer Handlungen.

 

„Die christliche Ethik lässt sich wahrlich darin zusammenfassen: sich beständig daran zu erinnern, dass Gott gegenwärtig ist: Er ist hier.“

 

Die „Übung der Gegenwart Gottes“ zeige, dass keine äußere Situation den Menschen von Gott trennen könne.

 

Diese Art des Glaubens sei weit entfernt von bloßem Moralismus oder einer Reduzierung des Evangeliums auf Regeln. Vielmehr gelte das Versprechen Jesu, dass das Vertrauen auf Gott schon hier auf Erden das Hundertfache zurückgibt. „Sich der Gegenwart Gottes anzuvertrauen“, so der Papst, „bedeutet, bereits einen Vorgeschmack auf das Paradies zu erhalten.“

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb SteRo:

... beschreibt der Papst die Lehre von Bruder Lorenz (1614-1691) als einen Weg, der „zugleich einfach und schwierig“ sei. Einfach, weil er nichts weiter verlange, als sich beständig an Gott zu erinnern – durch kleine, kontinuierliche Akte des Lobes, des Gebets und der Anbetung inmitten jeder alltäglichen Handlung. Es sei aber auch ein schwieriger Weg, denn er erfordert einen Prozess der Läuterung, der Askese, der Entsagung und der Bekehrung unseres innersten Wesens, unseres Geistes und unserer Gedanken, weit mehr als unserer Handlungen.

Heiliger Vater, wie könnte ich das Atmen vergessen oder meinen Herzschlag nicht spüren? Wie könnte ich je die Gegenwart Gottes vergessen?

 

Wenn jemand so abgekehrt vom Lebendigen ist, daß er sich zwingen muss, den Allgegenwärtigen wenigstens punktuell in Erinnerung zu rufen, komme ich schon ins Grübeln.

 

Und, heiliger Vater, die äußere Form ist schön und hat ihren Charme. Lob, Gebet und Anbetung um des Handels willen, verkommt schnell zur Formel, doch die Formel ist der Tod der Innerlichkeit.

 

Ganze Völkerscharen loben den Herrn vor jedem Schluck Wasser, doch wer dankt dem Herrn, wenn das Wasser den Körper wieder verlässt?

 

Und nein Robert, niemals im Leben werde ich Dich im realen Leben mit "Heiliger Vater" ansprechen, denn keiner ist heilig außer dem Ewigen und keiner ist mir Vater, denn der, der mich im Mutterleib erschaffen hat.

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb Flo77:

Heiliger Vater, wie könnte ich das Atmen vergessen oder meinen Herzschlag nicht spüren? Wie könnte ich je die Gegenwart Gottes vergessen?

 

Wenn jemand so abgekehrt vom Lebendigen ist, daß er sich zwingen muss, den Allgegenwärtigen wenigstens punktuell in Erinnerung zu rufen, komme ich schon ins Grübeln.

 

Und, heiliger Vater, die äußere Form ist schön und hat ihren Charme. Lob, Gebet und Anbetung um des Handels willen, verkommt schnell zur Formel, doch die Formel ist der Tod der Innerlichkeit.

 

Ganze Völkerscharen loben den Herrn vor jedem Schluck Wasser, doch wer dankt dem Herrn, wenn das Wasser den Körper wieder verlässt?

 

Und nein Robert, niemals im Leben werde ich Dich im realen Leben mit "Heiliger Vater" ansprechen, denn keiner ist heilig außer dem Ewigen und keiner ist mir Vater, denn der, der mich im Mutterleib erschaffen hat.

 

 

vor 19 Stunden schrieb SteRo:

Papst Leo XIV. würdigt die Spiritualität des Alltags von Bruder Lorenz

 

... beschreibt der Papst die Lehre von Bruder Lorenz (1614-1691) als einen Weg, der „zugleich einfach und schwierig“ sei.  ... Es sei aber auch ein schwieriger Weg, denn er erfordert einen Prozess der Läuterung, der Askese, der Entsagung und der Bekehrung unseres innersten Wesens, unseres Geistes und unserer Gedanken, weit mehr als unserer Handlungen.

 

Könnte es sein, dass du genau das Schwierige ("Es sei aber auch ein schwieriger Weg ... ") übersehen hast? Auch genau in dem Augenblick als du dich aufmachtest deine Worte zu schreiben?

 

Geschrieben
vor 42 Minuten schrieb SteRo:

 

 

 

Könnte es sein, dass du genau das Schwierige ("Es sei aber auch ein schwieriger Weg ... ") übersehen hast? Auch genau in dem Augenblick als du dich aufmachtest deine Worte zu schreiben?

 

Ich denke eher Leo sieht da Probleme, die keine sind. Oder er steht auf dem Standpunkt, daß Religion, die einem nichts abverlangt nichts taugt. Oder aber ihm schwebt eine völlig entmenschlichte/außerirdische Spiritualität vor, die wieder nur einer "Elite"" zugänglich ist.

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