SteRo Geschrieben vor 21 Stunden Melden Geschrieben vor 21 Stunden Am 18.3.2026 um 11:43 schrieb SteRo: Wortlaut: Papst Leo bei seiner Generalaudienz ... Weiter oben heißt es zum übernatürlichen Glaubenssinn: Die Lehrkommission des Konzils präzisierte, dass dieser sensus fidei „wie eine Fähigkeit der ganzen Kirche ist, dank derer sie in ihrem Glauben die überlieferte Offenbarung erkennt, in Glaubensfragen zwischen Wahrem und Falschem unterscheidet und gleichzeitig tiefer in sie eindringt und sie vollständiger im Leben anwendet“ (vgl. Acta Synodalia, III/1, 199). Der Glaubenssinn gehört also den einzelnen Glaubenden nicht aus eigenem Recht, sondern als Glieder des Volkes Gottes in seiner Gesamtheit. Der Glaubenssinn ist also eine kollektive übernatürliche Fähigkeit und kann nicht von Einzelnen für sich beansprucht werden! Interessant auch, dass das Kollektiv in seinem Glauben die überlieferte Offenbarung erkennt. Was natürlich die Frage aufwirft, wie ein Kollektiv "Kirche" einen Glauben haben kann, wenn Glaube immer nur im einzelnen Mitglied des Kollektivs bestimmbar ist. Offenbar ist also der autorisiert niedergeschriebene Glaube gemeint. Dann aber ist es unmöglich im autorisiert niedergeschriebenen Glauben nicht die "überlieferte Offenbarung" zu erkennen, weil das eine das andere ist. Was mir hier fehlt ... ja ich erkenne in der expliziten Formulierung der "Fähigkeit der ganzen Kirche ist, dank derer sie in ihrem Glauben die überlieferte Offenbarung erkennt" sogar einen Mangel dieser Formulierung. Warum? Weil lediglich "die überlieferte Offenbarung" zu erkennen ist nicht gleichbedeutend ist mit "die Offenbarung Gottes" zu erkennen. Es muss also ein kognitives Vermögen geben, welches in der überlieferten Offenbarung (der Tradition) tatsächlich auch Gottes Offenbarung erkennen kann, weil nur Gott alleine nicht irren kann, weil Er allwissend ist. Ich unterstelle hier, dass dies implizit auch so gemeint ist, weil ja der Glaubenssinn "übernatürlich" genannt wird. Andernfalls wäre die Konsequenz die Bestätigung des protestantischen Vorurteils, dass sich die Katholiken bloß danach richten, was die Lehrautorität sagt, welche sich zwischen Gott und die Gläubigen schiebe. Zitieren
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