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Papstbrief an die Seminaristen


Touch-me-Flo

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Unser Heilige Vater Papst Benedikt schrieb an alle Seminaristen einen Brief. Ich finde diesen Brief ein sehr schönes Zeichen und danke ihm für diesen Brief, der seine geistige Nähe und sein Gebet zu uns Seminaristen ausdrückt.

bearbeitet von Touch-me-Flo
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Unser Heilige Vater Papst Benedikt schrieb an alle Seminaristen einen Brief [...] der seine geistige Nähe [...] für uns Seminaristen ausdrückt.

Ich frage mich grad, ob das jetzt eine Beleidigung des Papstes oder der Seminaristen sein soll.

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Unser Heilige Vater Papst Benedikt schrieb an alle Seminaristen einen Brief [...] der seine geistige Nähe [...] für uns Seminaristen ausdrückt.

Ich frage mich grad, ob das jetzt eine Beleidigung des Papstes oder der Seminaristen sein soll.

 

Hä? Was hast du denn für ein Problem mit dem Satz?

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Grammatikalisch keines, möchte ich annehmen. :ninja:

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Grammatikalisch keines, möchte ich annehmen. :ninja:

 

Ah sorry habs schon korrigiert sollte "zu uns" heißen nicht "für uns"

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Ich bitte um Korrektur des Threaduntertitels. Es verdreht den Sinn in meinen Ohren, wenn da "Gottmensch" statt "Gottesmensch" steht. Man könnte TMF womöglich sonst einen Gottkomplex unterstellen. :ninja:

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Ich bitte um Korrektur des Threaduntertitels. Es verdreht den Sinn in meinen Ohren, wenn da "Gottmensch" statt "Gottesmensch" steht. Man könnte TMF womöglich sonst einen Gottkomplex unterstellen. ;)

 

Ohja bitte auch auch darum! Ich sollte um kurz vor 11 Uhr keine Threads mehr eröffnen...... :ninja:

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Ein kluger und bedenkenswerter Brief, der einen sehr hohen Anspruch formuliert.

 

Ohne breite und tiefe theologische Bildung (es freut mich, da die Exegese und das Kirchenrecht so betont zu finden) geht nichts. Sollte man so manchem Seminaristen ins Stammbuch schreiben!

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Lieber Flo,

 

 

Bemerkenswerte freudsche Fehlleistung:

"Priester muss vor allem ein
Gottmensch
sein".

Der Priester muss vor allem Jünger JESU sein.

 

JESUS CHRISTUS hat keine Priester berufen - JESUS hat Jünger berufen.

Petrus hat sich nie als Priester verstanden.

 

Die Rede des Papstes ist wahr aber unglücklich formuliert.

 

 

Gruß

josef

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Lieber Chrysologus,

 

 

Ein kluger und bedenkenswerter Brief, der einen sehr hohen Anspruch formuliert.

 

Ohne breite und tiefe theologische Bildung (es freut mich, da die Exegese und das Kirchenrecht so betont zu finden) geht nichts. Sollte man so manchem Seminaristen ins Stammbuch schreiben!

Dachte immer, ohne JESUS CHRISTUS geht nichts.

 

Sind einfache Christen ohne theologische Bildung dumme Gläubige?

Wie ist es mit den Aposteln? Sie hatten gewiß keinerlei theologische Bildung.

 

 

Gruß

josef

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Lieber Chrysologus,

 

 

Ein kluger und bedenkenswerter Brief, der einen sehr hohen Anspruch formuliert.

 

Ohne breite und tiefe theologische Bildung (es freut mich, da die Exegese und das Kirchenrecht so betont zu finden) geht nichts. Sollte man so manchem Seminaristen ins Stammbuch schreiben!

Dachte immer, ohne JESUS CHRISTUS geht nichts.

 

Sind einfache Christen ohne theologische Bildung dumme Gläubige?

Wie ist es mit den Aposteln? Sie hatten gewiß keinerlei theologische Bildung.

 

 

Gruß

josef

 

Ich dachte, Jesus möchte nach deiner Interpretation keine Priester. Dann kann dir deren Ausbildung doch wohl egal sein, oder? Schon mal etwas von Kontext gehört?

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Wie ist es mit den Aposteln? Sie hatten gewiß keinerlei theologische Bildung.

Nach drei Jahren täglicher Ausbildung durch Jesus selbst?

 

Sie hatten gewiß mehr theologische Bildung als alle nachfolgenden Theologen zusammen.

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Der Brief ist ziemlich gut - einzelne Abstriche muss man immer machen. (z.B. Die Überbewertung der rechten Messordnung ist wohl mehr Selbstzeugnis, als durchdachte Wegweisung.)

 

Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?

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Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?

 

Ähm das hab ich mir gestern auch gedacht, als ich den Brief in der Straßenbahn gelesen hab. Es ist wie ein Gruß vor dem .......

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Wie ist es mit den Aposteln? Sie hatten gewiß keinerlei theologische Bildung.

Nach drei Jahren täglicher Ausbildung durch Jesus selbst?

 

Sie hatten gewiß mehr theologische Bildung als alle nachfolgenden Theologen zusammen.

Nö. Genau die theologische Bildung, die der Papst im Brief anspricht, hatten sie wohl kaum. Das haben zum Teil andere übernommen. Paulus zum Beispiel, der zwar sich auch als Apostel bezeichnet, aber keine dreijährige Ausbildung durch Jesus mitbekommen hat.

 

Nebenbei: Über die Länge der Predigttätigkeit Jesu gibt es keine klare Aussage. Drei Jahre, andere gehen von einem Jahr aus. Beide Thesen schwimmen.

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Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?
Ähm das hab ich mir gestern auch gedacht, als ich den Brief in der Straßenbahn gelesen hab. Es ist wie ein Gruß vor dem .......
Ähm - und wenn dem so wäre?

 

Wen Gott ruft, der wird gehen, egal ob derjenige es will oder nicht. Den Lebenden bleibt es, die Toten zu begraben und auf das Wiedersehen in Jerusalem zu hoffen.

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Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?
Ähm das hab ich mir gestern auch gedacht, als ich den Brief in der Straßenbahn gelesen hab. Es ist wie ein Gruß vor dem .......
Ähm - und wenn dem so wäre?

 

Wen Gott ruft, der wird gehen, egal ob derjenige es will oder nicht. Den Lebenden bleibt es, die Toten zu begraben und auf das Wiedersehen in Jerusalem zu hoffen.

 

Natürlich das bestreite ich auch nicht.

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Der Brief ist ziemlich gut - einzelne Abstriche muss man immer machen. (z.B. Die Überbewertung der rechten Messordnung ist wohl mehr Selbstzeugnis, als durchdachte Wegweisung.)

 

Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?

Ja, es klingt, als wolle er einmal alles das weitergeben, was ihm am Herzen gelegen ist und noch liegt; und ich finde den Text sehr liebenswürdig, sehr menschlich.

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Franciscus non papa
Wie ist es mit den Aposteln? Sie hatten gewiß keinerlei theologische Bildung.

Nach drei Jahren täglicher Ausbildung durch Jesus selbst?

 

Sie hatten gewiß mehr theologische Bildung als alle nachfolgenden Theologen zusammen.

Nö. Genau die theologische Bildung, die der Papst im Brief anspricht, hatten sie wohl kaum. Das haben zum Teil andere übernommen. Paulus zum Beispiel, der zwar sich auch als Apostel bezeichnet, aber keine dreijährige Ausbildung durch Jesus mitbekommen hat.

 

Nebenbei: Über die Länge der Predigttätigkeit Jesu gibt es keine klare Aussage. Drei Jahre, andere gehen von einem Jahr aus. Beide Thesen schwimmen.

 

 

du phöser theologe, verwirre doch josef nicht mit solchen dingen.

 

:-P

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Der Brief ist ziemlich gut - einzelne Abstriche muss man immer machen. (z.B. Die Überbewertung der rechten Messordnung ist wohl mehr Selbstzeugnis, als durchdachte Wegweisung.)

Vier von 105 Zeilen gelten dem Thema Liturgie. Was für eine Überbewertung, wenn man vom Priesterwerden spricht... (Das Wort "Messordnung" kommt übrigens nicht mal vor in dem Text. Vermutlich ein Schachzug zur Tarnung.)

Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?

 

Gar nicht. Das ist der alte Ratzinger, der mir für meinen Gauben so viel geschenkt hat. Menschlich und klug. Kein Erbsenzähler, der auf Regeln um ihrer selbst Willen pocht, sondern sie immer im Bezug auf den Menschen sieht. Ein schöner Text.

bearbeitet von ThomasB.
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Der Brief ist ziemlich gut - einzelne Abstriche muss man immer machen. (z.B. Die Überbewertung der rechten Messordnung ist wohl mehr Selbstzeugnis, als durchdachte Wegweisung.)

 

Aber der Brief klingt irgendwie ... bei mir kommen da Assoziationen hoch, die mich an Menschen erinnern, die sich kurz vor dem Tod oder der Demenz fühlen. Er hört sich nach einem mit letzter Kraft zusammengefassten Testament an. Geht's Euch auch so, wenn ihr ihn lest?

Ja, es klingt, als wolle er einmal alles das weitergeben, was ihm am Herzen gelegen ist und noch liegt; und ich finde den Text sehr liebenswürdig, sehr menschlich.

 

Ich finde grade den Punkt 1 im Brief sehr wichtig.

 

Die Beziehung zu Gott ist Zentrum und zentraler Punkt einer jeden Priesterausbildung. Ohne die innere "Liebesbezieung" zu Gott, sind theologisches Wissen, Rhetorik, menschliche Reife und pastorale Befähingung eine leere Hülle. Das ist es, was die Menschen merken, ob jemand selbst erfüllt ist von dem was er spricht oder ob er eine "leere Hülle" verkündet.

 

Wer Priester werden will, muss vor allem ein „Gottesmensch“ sein, wie der heilige Paulus es ausdrückt (1 Tim 6,11). Gott ist für uns nicht eine ferne Hypothese, nicht ein Unbekannter, der sich nach dem Urknall zurückgezogen hat. Gott hat sich gezeigt in Jesus Christus. Im Gesicht Jesu Christi sehen wir das Gesicht Gottes. In seinen Worten hören wir Gott selbst mit uns reden. Deshalb ist das Allerwichtigste auf dem Weg zum Priestertum und das ganze Priesterleben hindurch die persönliche Beziehung zu Gott in Jesus Christus. Der Priester ist nicht der Verwalter irgendeines Vereins, dessen Mitgliederzahl er zu erhalten und zu vergrößern versucht. Er ist der Bote Gottes unter den Menschen. Er will zu Gott hinführen und so auch die rechte Gemeinschaft der Menschen untereinander wachsen lassen. Deshalb ist es so wichtig, liebe Freunde, dass Ihr im stetigen Kontakt mit Gott zu leben lernt. Wenn der Herr sagt: „Betet allezeit“, dann fordert er uns natürlich nicht dazu auf, dauernd Gebetsworte zu sprechen, sondern dazu, den inneren Kontakt mit Gott nie zu verlieren. In ihn uns einzuüben, ist der Sinn unseres Betens. Deshalb ist es wichtig, dass der Tag mit Gebet beginnt und mit Gebet endet. Dass wir in der Schriftlesung ihm zuhören. Dass wir ihm unsere Wünsche und Hoffnungen, unsere Freuden und Leiden, unsere Fehler und unseren Dank für alles Schöne mitteilen und so ihn als Bezugspunkt unseres Lebens immer vor Augen haben. So werden wir sensibel für unsere Fehler und lernen, an uns zu arbeiten; sensibel aber auch für all das Schöne und Gute, das wir wie selbstverständlich Tag um Tag empfangen, und so wächst Dankbarkeit. Mit der Dankbarkeit wächst die Freude, dass Gott uns nahe ist und dass wir ihm dienen dürfen.
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...

Die Beziehung zu Gott ist Zentrum und zentraler Punkt einer jeden Priesterausbildung. Ohne die innere "Liebesbezieung" zu Gott, sind theologisches Wissen, Rhetorik, menschliche Reife und pastorale Befähingung eine leere Hülle. Das ist es, was die Menschen merken, ob jemand selbst erfüllt ist von dem was er spricht oder ob er eine "leere Hülle" verkündet.

...

Klingt gut. Bleibt zu hoffen, dass davon was in der Umsetzung hängen bleibt.

 

Ich muss zugeben, dass ich da noch sehr skeptisch bin, wenn ich mir jedenfalls die Priesteramtskandidaten so ansehe, die mir bisher so untergekommen sind. Mal sehen...

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Ich muss zugeben, dass ich da noch sehr skeptisch bin, wenn ich mir jedenfalls die Priesteramtskandidaten so ansehe, die mir bisher so untergekommen sind.

Dem Papst geht's ähnlich. Darum schrub er diesen Brief.

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Franciscus non papa

und du glaubst, er kennt priesteramtskandidaten wirklich???

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Ich muss zugeben, dass ich da noch sehr skeptisch bin, wenn ich mir jedenfalls die Priesteramtskandidaten so ansehe, die mir bisher so untergekommen sind.

Dem Papst geht's ähnlich. Darum schrub er diesen Brief.

 

Als Jesus einen Chef für seine Truppe suchte, hatte er auch nur problematische Kandidaten zur Auswahl. Vielleicht müssen Priester irgendwie schräge Vögel sein. Das heutige Gottesvolk erwartet ja eierlegende Wollmilchsäue als Pfarrer. (Vielleicht, weil man der Weihe und der daraus resultierenden Funktion doch nicht recht traut.) Der viel gescholtene Kandidat hier wehrt sich erfrischend flapsig gegen das Übermaß an Ansprüchen. - Und der Papst - bei allem Respekt - setzt doch sehr aufs Intellektuelle. Von der Sorte brauchts ein paar, aber bitte nicht zu viele. Das alte Turnermotto frisch-fromm-fröhlich-frei sollte man mal auf seine Tauglichkeit für Jungpriester prüfen.

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