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gerwin

Kindesmissbrauch in rkK

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JMX

Werden die Bischöfe und Kardinäle eigentlich auch gescreent? :angel:

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DonGato

Demnächst will dir Rkk die Missbrauchfälle wissenschaftlich untersuchen lassen, bin selbst gespannt auf das Ergebnis.

 

Gruss Hipshot

Federführend ist dabei der Herr Pfeiffer, der Killerspiele als ursächlich für Amokläufe ausgemacht hatte. Dem nehme ich nur bedingt wissenschaftliches Schlussfolgern ab.

 

...

Was soll uebehaupt das angestrebtre Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung sein? Fuer die allbekannte Tatsache, dass unabhaenig von der innersten Ueberzeugung sich nicht jeder fuer einen zoelibaten Lebensstil eignet, braucht man keinen Untersuchung. Oder will man im Detail ergruenden, warum es so ist? Hoffentlich nicht, sonst bringen die noch einen selektiven Oxytocin-Modulator als "Zoelibat-Pille" auf dem Markt.

 

A mi modo de ver

DonGato.

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Soulman

Was soll uebehaupt das angestrebtre Ziel dieser wissenschaftlichen Untersuchung sein? Fuer die allbekannte Tatsache, dass unabhaenig von der innersten Ueberzeugung sich nicht jeder fuer einen zoelibaten Lebensstil eignet, braucht man keinen Untersuchung. Oder will man im Detail ergruenden, warum es so ist? Hoffentlich nicht, sonst bringen die noch einen selektiven Oxytocin-Modulator als "Zoelibat-Pille" auf dem Markt.

 

A mi modo de ver

DonGato.

Hi DonGato,

 

das würde aber die Sublimation des Drucks in seelsorgerische Energie beeinträchtigen. Die historische Lösung ist eine andere: "Erstmal innen Puff, dann ham wa dat schonmal ausm Kopp." (

, Teil 3 ab 2:30)

 

Gruss, Martin

Edited by Soulman

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DonGato

 

Hi DonGato,

 

das würde aber die Sublimation des Drucks in seelsorgerische Energie beeinträchtigen. Die historische Lösung ist eine andere: "Erstmal innen Puff, dann ham wa dat schonmal ausm Kopp." (

, Teil 3 ab 2:30)

 

Gruss, Martin

Hola,

 

Du meinst, der Vatikan soll jeden Prieter einmal pro Woche einen Besuch im Bordell spendieren?

 

DonGato.

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Soulman

Hola,

 

Du meinst, der Vatikan soll jeden Prieter einmal pro Woche einen Besuch im Bordell spendieren?

 

DonGato.

Es würde schon reichen den Besuch nicht zu verbieten. So schlecht werden die Priester nicht bezahlt.

 

Gruss, Martin

Edited by Soulman

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Thofrock

Demnächst will dir Rkk die Missbrauchfälle wissenschaftlich untersuchen lassen, bin selbst gespannt auf das Ergebnis.

Dabei wird herauskommen dass die 68er schuld sind.

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hipshot

Demnächst will dir Rkk die Missbrauchfälle wissenschaftlich untersuchen lassen, bin selbst gespannt auf das Ergebnis.

Dabei wird herauskommen dass die 68er schuld sind.

Es geht hier nicht um die schuldfrage,(den das ist die Vergangenheit) es geht mir persönlich um die frage, wie wir es ausrotten können und wonach zu

suchen ist.

 

Gruss Hipshot

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DonGato

Demnächst will dir Rkk die Missbrauchfälle wissenschaftlich untersuchen lassen, bin selbst gespannt auf das Ergebnis.

Dabei wird herauskommen dass die 68er schuld sind.

Es geht hier nicht um die schuldfrage,(den das ist die Vergangenheit) es geht mir persönlich um die frage, wie wir es ausrotten können und wonach zu

suchen ist.

 

Gruss Hipshot

Wonach zu suchen ist, ist bekannt: Die Empfindlichkeit von einigen Rezeptoren und die individuelle Aktivitaet von Enzymen. Dieser Spruch von der Zoelibats-Pille hat einen sehr ernsten Hintergrund. Wenn man nicht zum Einsatz von Psychopharmacas greifen will, faellt mir ausser der Aufhebung des Zoelibats keine weitere Moeglichkeit ein.

 

 

A mi modo de ver

DonGato.

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Thofrock

Demnächst will dir Rkk die Missbrauchfälle wissenschaftlich untersuchen lassen, bin selbst gespannt auf das Ergebnis.

Dabei wird herauskommen dass die 68er schuld sind.

Es geht hier nicht um die schuldfrage,(den das ist die Vergangenheit) es geht mir persönlich um die frage, wie wir es ausrotten können und wonach zu

suchen ist.

Mein Verweis auf die 68er war purer Sarkasmus. Ich habe nämlich lediglich Herrn Mixa zitiert, der im Februar 2010 zu dieser schrägen Einschätzung kam.

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Soulman

Mein Verweis auf die 68er war purer Sarkasmus. Ich habe nämlich lediglich Herrn Mixa zitiert, der im Februar 2010 zu dieser schrägen Einschätzung kam.

Hi Thofrock,

 

68er ausrotten?

 

oha, Martin

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Lothar1962
Wenn man nicht zum Einsatz von Psychopharmacas greifen will, faellt mir ausser der Aufhebung des Zoelibats keine weitere Moeglichkeit ein.

 

Das reicht nicht. Im evangelischen Umfeld passiert auch in systematischen Abhängigkeitsverhältnissen Kindesmissbrauch, obwohl dort kein Zölibat bestand. Ich entschuldige damit nicht das, was in der RKK passiert (da gibt es das ja auch häufiger), aber ich sehe zusätzlich ein anderes Problem. Ein Priester - homosexuell oder hetero - ist nicht gezwungen, sich an Kindern zu vergehen, er kann auch ein "gschlamperts Verhältnis" eingehen. Passiert aber öfters mal nicht und es werden Kinder als Sexualobjekt missbraucht.

 

Es wäre zu klären, warum das so ist - ein Bekannter, der Psychiater ist (na ja, schon etwas älter) ist der Meinung, dass das eine fest geprägte Veranlagung ist, aus der man kaum herauskommt - zumindest ohne Hilfe scheint es nicht zu gehen. Und diese Veranlagung wird noch getriggert durch ein Über/Unterordnungsverhältnis mit Machtanteilen. Ich weiß nicht, ob das noch der heutige Stand der Wissenschaft ist.

 

Nun ist zu fragen, warum sich solche Leute dann gehäuft in Kirchen - vor allem der RKK - vorkommen und als Erzieher in Kinderheimen, als Sporttrainer, ... .

 

Da muss jede Organisation in sich gehen und ihre Bewerbungsgrundlagen durchforsten. Ich könnte mir bei der RKK durchaus vorstellen, dass das da vorgestellte Priesterideal als sexloser Mensch (dass es nicht so ist, weiß ich auch) solche Leute, die ahnen, dass mit ihnen was nicht stimmt, gehäuft anzieht. In der Hoffnung, Gott und der Glaube wirds schon richten.

 

Wenn ich die grausigen Vorkommnisse in Kinderheimen der 1960er anschaue, dann habe ich da eher den Eindruck, dass sich dort Leute beworben haben, die ihre verqueren Triebe bei den dort lebenden "Untermenschen" ausleben wollten: Die jugendlichen Bewohner des "Erziehungsheims Voccawind" in Maroldsweisach (Evangelische Kirche / Innere Mission) in Unterfranken hatten so von 1950-1970 den Ruf von "Sozialschädlingen, Schmarotzern, unerziehbaren Jugendlichen, späteren Verbrechern. Da sind die Hemmschwellen niedriger. Ähnliches gilt für die gemeinsam vom Staat und von der anglikanischen Kirche betriebenen Kinderheime in Großbritannien - wobei dort die Abneigung gegen "unerziehbare Kinder" noch viel schlimmer war als bei uns.

 

Aus meiner Sicht müsste die RKK ihr Priesterbild überdenken. Das wird schwerfallen, das ist ein systembedingtes Problem. Man müsste auch das Thema Sexualität wesentlich stärker thematisieren, als es heute passiert (wobei es heute schon besser ist als früher). Ich denke, man "lockt" sich einfach systematisch falsche Leute an.

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Soulman

Hi Lothar,

 

ich sehe noch keine belastbare Studie über eine besondere Häufung von Sadisten und/oder Päderasten in der katholischen Kirche. Im Augenblick ist das Medieninteresse im religiösen Kontext enorm und das verengt ganz sicher den Blick. Das ist aber, zumindestens für mich, meilenweit von einer Entlastung entfernt, wenn das Kerngeschäft dieser Firma ein besonders humaner Umgang mit seinen Mitmenschen sein will. Dass Anspruch und Realität nicht immer deckungsgleich sind, ist eine Binsenweisheit. Es liegt aber mMn in der Pflicht der Kirchen zu belegen(!) dass sie deutlich besser ist, als der gesellschaftliche Schnitt, oder sie verliert ihre Geschäftsgrundlage offenbart ihre Sinnlosigkeit in Fragen der Sexualethik.

 

Gruss, Martin

Edited by Soulman

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DonGato

...

 

Es wäre zu klären, warum das so ist - ein Bekannter, der Psychiater ist (na ja, schon etwas älter) ist der Meinung, dass das eine fest geprägte Veranlagung ist, aus der man kaum herauskommt - zumindest ohne Hilfe scheint es nicht zu gehen. Und diese Veranlagung wird noch getriggert durch ein Über/Unterordnungsverhältnis mit Machtanteilen. Ich weiß nicht, ob das noch der heutige Stand der Wissenschaft ist.

 

Bemerkenswerter Aspekt. Neben der Tatsache, dass nicht alle Geistlichen eine Veranlagung zur Asexualitaet haben, stellst Du auch noch eine Machtausuebungs-Faktor zur Diskussion. ich halte es schon fuer moeglich, dass die komplexe Dynamik bei Unterordnungsverhaeltnissen zu soetwas fuehren kann. Solche sexuelle Uebergriffe kommen auch ausserhalb der Kirche vor. Nur erscheint es mir, dass innerhalb der Kirche (ausser des sicherlich nicht immer gerechtfertigten Vorwurfes der systematischen Vertuschung) es noch weitere Faktoren dazu geben koennte - nur kennen ich mich da viel zu schlecht aus, um da etwas Dir antworten zu koennen.

 

 

...

 

Aus meiner Sicht müsste die RKK ihr Priesterbild überdenken. Das wird schwerfallen, das ist ein systembedingtes Problem. Man müsste auch das Thema Sexualität wesentlich stärker thematisieren, als es heute passiert (wobei es heute schon besser ist als früher). Ich denke, man "lockt" sich einfach systematisch falsche Leute an.

Da stimme ich Dir voellig zu, es sollte innerhalb der rkK etwas bewegt werden ... Von "aussen" verordnete Veraenderungen fuehren nur sehr langsam zu Ergebnissen.

 

A mi modo de ver,

DonGato.

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Aristippos
Da muss jede Organisation in sich gehen und ihre Bewerbungsgrundlagen durchforsten. Ich könnte mir bei der RKK durchaus vorstellen, dass das da vorgestellte Priesterideal als sexloser Mensch (dass es nicht so ist, weiß ich auch) solche Leute, die ahnen, dass mit ihnen was nicht stimmt, gehäuft anzieht. In der Hoffnung, Gott und der Glaube wirds schon richten.

Das ist ein wichtiger Punkt. Gilt auch für Homosexuelle in Gegenden, wo das gesellschaftlich nicht akzeptiert ist (früher auch bei uns).

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Lothar1962
ich sehe noch keine belastbare Studie über eine besondere Häufung von Sadisten und/oder Päderasten in der katholischen Kirche.

 

Sagen wir mal so: In erster Näherung - sprich beim prozentualen Vergleich von (aufgedecktem) Kindesmissbrauch durch Priester, verglichen mit (aufgedecktem) Kindesmissbrauch in der Gesamtbevölkerung, wenn man den Missbrauch durch Familienangehörige weglässt, schneiden die RKK-Priester deutlich schlechter ab. Das Problem ist natürlich immer, mit was man vergleicht. Wenn man - wie das die irische RKK gemacht hat, die Taten durch Priester mit dem gesamten Taten im Nahfeld des Opfers - einschließlich naher Verwandter - vergleicht, dann kommt was anderes heraus. In den USA scheinen da aber die RKK Priester ebenfalls deutlich schlechter abgeschnitten zu haben.

 

Es liegt aber mMn in der Pflicht der Kirchen zu belegen(!) dass sie deutlich besser ist, als der gesellschaftliche Schnitt, oder sie verliert ihre Geschäftsgrundlage offenbart ihre Sinnlosigkeit in Fragen der Sexualethik.

 

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Und so lange es umgekehrt ist - also dass noch weiterhin die Gefahr besteht, dass Fälle vertuscht werden, ist es noch schlimmer.

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MartinO
ich sehe noch keine belastbare Studie über eine besondere Häufung von Sadisten und/oder Päderasten in der katholischen Kirche.

 

Sagen wir mal so: In erster Näherung - sprich beim prozentualen Vergleich von (aufgedecktem) Kindesmissbrauch durch Priester, verglichen mit (aufgedecktem) Kindesmissbrauch in der Gesamtbevölkerung, wenn man den Missbrauch durch Familienangehörige weglässt, schneiden die RKK-Priester deutlich schlechter ab. Das Problem ist natürlich immer, mit was man vergleicht. Wenn man - wie das die irische RKK gemacht hat, die Taten durch Priester mit dem gesamten Taten im Nahfeld des Opfers - einschließlich naher Verwandter - vergleicht, dann kommt was anderes heraus. In den USA scheinen da aber die RKK Priester ebenfalls deutlich schlechter abgeschnitten zu haben.

 

Es ist allerdings ebenfalls nicht seriös, einfach die Familienangehörigen herauszurechnen. Die Chance eines pädophilen, kinderlosen Fernfahrers, straffällig zu werden ist eben geringer als die eines Priesters, der täglich (als Pfarrer oder Religionslehrer) mit Kindern und Jugendlichen zu tun hat.

Seriös wäre eine Gegenüberstellung katholische vs. nichtkatholische Schulen, katholische vs. nichtkatholische Internate, katholische Pfarreien mit aktiver Jugendarbeit vs. nichtkatholische Jugend- und sonstige Freizeitzentren.

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Lothar1962

Nur erscheint es mir, dass innerhalb der Kirche (ausser des sicherlich nicht immer gerechtfertigten Vorwurfes der systematischen Vertuschung) es noch weitere Faktoren dazu geben koennte - nur kennen ich mich da viel zu schlecht aus, um da etwas Dir antworten zu koennen.

 

Da kann ich auch nur raten. Ich glaube nicht, dass da etwas in der Theologie liegt. Die fördert das sicherlich nicht. Wenn, dann sind es sozialpsychologische Zusammenhänge. Mir würde da die fehlende Kontrolle einfallen: Die Kirchen unterstellen sich selbst immer noch, sie seien besser als der Rest der Welt (was nicht unbedingt theologisch so abgeleitet werden muss). Sie sind gut, also müssen sie sich nicht den Offenheitsregeln unterwerfen, weil die ja nur für die Schlechten da sind. Das betrifft weite Bereiche: Fehlende Arbeitnehmervertretung, fehlende Einspruchs- und Kritikmöglichkeiten der Gläubigen, theologische Begründungen für ungesunde Vorgesetztenverhältnisse. Selbst fundamentale Fehler von Priestern, die teilweise sogar am Land zu Austritten führten, wurden bisher viel zu wenig innerkirchlich kritisch beäugt.

 

Das ist ein Versagen der gesamten Vorgesetztenstruktur sowohl in Lehre als auch in der Verwaltung. Das gibts bei den Evangelen und bei den Katholen gleichermaßen, mir sind einige sehr üble Fälle aus einer evangelischen Landeskirche bekannt (massives psychisches Mobbing gegen Mitarbeiter wurde jahrelang geduldet).

 

Solche unüberwachten Bereiche führen zu rechtsfreien Räumen. Und wenn dann schließlich einer mit der falschen Veranlagung in einen solchen rechtsfreien Raum kommt, dann gibt es ein Riesenproblem. Und wenn diejenigen, die das hätten verhindern können und sollen, das merken, ist es viel zu spät und sie werden Gefahr laufen, den Täter zu decken, um nicht in ihrer eigenen Inkompetenz aufzufallen. Ähnlich wie beim Vereinskassierer, der jahrelang unterschlagen hat - obwohl es immer Kassenprüfungen und sowas gegeben hat. Klar. Mord deckt niemand. Aber Kindesmissbrauch ist gerade erst seit wenigen Jahren aus dem "Kavaliersdelikts-Milieu" heraus - es gibt heute immer noch Richter, die bei den Opfern automatisch eine Mitschuld annehmen.

 

Fehlende Kontrollorgane und fehlende Öffentlichkeit in den Entscheidungsgremien sind tödlich.

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Lothar1962
Seriös wäre eine Gegenüberstellung katholische vs. nichtkatholische Schulen, katholische vs. nichtkatholische Internate, katholische Pfarreien mit aktiver Jugendarbeit vs. nichtkatholische Jugend- und sonstige Freizeitzentren.

 

Da hast Du recht. Mir ist allerdings momentan nicht bekannt, ob es solche Vergleiche gibt.

 

Parallel dazu würde mich interessieren, wieviele pädophil Veranlagte tatsächlich dies versuchen, auszuleben und wieviele es schaffen, das Ausleben zu unterdrücken. In diesem Zusammenhang wäre die forensische Psychiatrie gefragt - aber wenn ich das richtig mitbekommen habe, werden ja oft genug die verhafteten Täter überhaupt nicht forensisch-psychiatrisch betreut, weil das als nicht notwendig gilt (unabhängig davon, ob diese sich einem Psychiater überhaupt mitteilen würden).

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wine
ich sehe noch keine belastbare Studie über eine besondere Häufung von Sadisten und/oder Päderasten in der katholischen Kirche.

 

Sagen wir mal so: In erster Näherung - sprich beim prozentualen Vergleich von (aufgedecktem) Kindesmissbrauch durch Priester, verglichen mit (aufgedecktem) Kindesmissbrauch in der Gesamtbevölkerung, wenn man den Missbrauch durch Familienangehörige weglässt, schneiden die RKK-Priester deutlich schlechter ab. Das Problem ist natürlich immer, mit was man vergleicht. Wenn man - wie das die irische RKK gemacht hat, die Taten durch Priester mit dem gesamten Taten im Nahfeld des Opfers - einschließlich naher Verwandter - vergleicht, dann kommt was anderes heraus. In den USA scheinen da aber die RKK Priester ebenfalls deutlich schlechter abgeschnitten zu haben.

 

Es liegt aber mMn in der Pflicht der Kirchen zu belegen(!) dass sie deutlich besser ist, als der gesellschaftliche Schnitt, oder sie verliert ihre Geschäftsgrundlage offenbart ihre Sinnlosigkeit in Fragen der Sexualethik.

 

Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Und so lange es umgekehrt ist - also dass noch weiterhin die Gefahr besteht, dass Fälle vertuscht werden, ist es noch schlimmer.

Ich habe es ja weiter vorne schon geschrieben, diese Kombination Machtgefühl (unter Umständen für jemanden, der immer selber unterdrückt wurde und nun in Kindern einfache Opfer findet) mit unterdrückter Sexualität könnte einer der Gründe sein. Du schreibst ja auch, dass da eine bestimmte Auslese getroffen wird... Hat man eigentlich die Lebensläufe der kriminell gewordenen Priester mal wirklich untersucht, durch Psychologen? Wie war die Kindheit? Wie die Erziehung? Wann entscheidet sich jemand, Priester zu werden? Wurde Druck ausgeübt, dass er Priester wird? Was waren seine Beweggründe? Hatte er sexuelle Beziehungen zu anderen Menschen? Hatte er da Enttäuschungen? Hat man mal versucht, da ein Täterprofil zu erstellen? Weshalb wurde er unter Umständen von anderen, sogar der Gemeinde gedeckt?

wine

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MartinO

Hat man eigentlich die Lebensläufe der kriminell gewordenen Priester mal wirklich untersucht, durch Psychologen? Wie war die Kindheit? Wie die Erziehung? Wann entscheidet sich jemand, Priester zu werden? Wurde Druck ausgeübt, dass er Priester wird? Was waren seine Beweggründe? Hatte er sexuelle Beziehungen zu anderen Menschen? Hatte er da Enttäuschungen? Hat man mal versucht, da ein Täterprofil zu erstellen? Weshalb wurde er unter Umständen von anderen, sogar der Gemeinde gedeckt?

wine

Das wäre in der Tat sinnvoll - und zwar nicht nur bei Priestern.

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wine

Hat man eigentlich die Lebensläufe der kriminell gewordenen Priester mal wirklich untersucht, durch Psychologen? Wie war die Kindheit? Wie die Erziehung? Wann entscheidet sich jemand, Priester zu werden? Wurde Druck ausgeübt, dass er Priester wird? Was waren seine Beweggründe? Hatte er sexuelle Beziehungen zu anderen Menschen? Hatte er da Enttäuschungen? Hat man mal versucht, da ein Täterprofil zu erstellen? Weshalb wurde er unter Umständen von anderen, sogar der Gemeinde gedeckt?

wine

Das wäre in der Tat sinnvoll - und zwar nicht nur bei Priestern.

Doch, gerade bei denen. Ich kenn keinen anderen Beruf, der sich als Mittler zwischen Gott und den Menschen versteht. Und bilde Dir bloss nicht ein, ich wüßte nicht, welchen Einfluss Priester auf gläubige Menschen haben können.

wine

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MartinO

Hat man eigentlich die Lebensläufe der kriminell gewordenen Priester mal wirklich untersucht, durch Psychologen? Wie war die Kindheit? Wie die Erziehung? Wann entscheidet sich jemand, Priester zu werden? Wurde Druck ausgeübt, dass er Priester wird? Was waren seine Beweggründe? Hatte er sexuelle Beziehungen zu anderen Menschen? Hatte er da Enttäuschungen? Hat man mal versucht, da ein Täterprofil zu erstellen? Weshalb wurde er unter Umständen von anderen, sogar der Gemeinde gedeckt?

wine

Das wäre in der Tat sinnvoll - und zwar nicht nur bei Priestern.

Doch, gerade bei denen. Ich kenn keinen anderen Beruf, der sich als Mittler zwischen Gott und den Menschen versteht. Und bilde Dir bloss nicht ein, ich wüßte nicht, welchen Einfluss Priester auf gläubige Menschen haben können.

wine

Das ist eine andere Baustelle.

 

Ich bestreite nicht, dass in der katholischen Kirche zumindest teilweise ein überzogenes und falsches Priesterbild existiert und dass dies teilweise für die Vertuschung verantwortlich war. Dies abzustellen ist in der Tat ein spezifisch katholisches Problem.

 

Was du vorschlägst, ist allerdings eine allgemeine Ursachenanalyse, wie ein Kinderschänder zum Kinderschänder wird. Dies ist ein Problem aller Organisationen, in denen Kinderschändung vorkommt - sprich: Aller Organisationen, die Kinder- und Jugendarbeit betreiben.

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Thofrock

68er ausrotten?

:) Ich glaub, so weit wollte Mixa nicht gehen. Es ging ihm sicher mehr darum, von den Missbrauchsfällen abzulenken, und, quasi als Sahnehäubchen, noch einen idealen Sündenbock zu benennen.

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gouvernante

Ich habe es ja weiter vorne schon geschrieben, diese Kombination Machtgefühl (unter Umständen für jemanden, der immer selber unterdrückt wurde und nun in Kindern einfache Opfer findet) mit unterdrückter Sexualität könnte einer der Gründe sein. Du schreibst ja auch, dass da eine bestimmte Auslese getroffen wird... Hat man eigentlich die Lebensläufe der kriminell gewordenen Priester mal wirklich untersucht, durch Psychologen? Wie war die Kindheit? Wie die Erziehung? Wann entscheidet sich jemand, Priester zu werden? Wurde Druck ausgeübt, dass er Priester wird? Was waren seine Beweggründe? Hatte er sexuelle Beziehungen zu anderen Menschen? Hatte er da Enttäuschungen? Hat man mal versucht, da ein Täterprofil zu erstellen? Weshalb wurde er unter Umständen von anderen, sogar der Gemeinde gedeckt?

wine

Ich denke, die Stelle, die darüber am kompetentesten Auskunft geben kann (zZ) ist das Forschungs- und Präventionsprojekt "Kein Täter werden" an der Charité in Berlin.

Ich wäre froh, wenn sich meine Kirche da mit hintergehängt hätte, statt eine (in meinen Augen wenig klare) eigene "Untersuchung" in Auftrag zu geben.

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