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Gewagter Versuch - persönliche Gotteserfahrungen


challenger
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Hallo zusammen,

 

in einem anderen Thread wurde geschrieben, es gäbe zu wenig Austausch zu Gotteserfahrungen. Das finde ich auch, und warum fangen wir dann nicht hier im Schutz des Anonymen an? Fällt mir zumindest leichter als im 1:1 Gespräch. Ich werde mal anfangen und von mir berichten (ohne Theologensprech, da Anfänger). Falls es zum anderen Thread dazu soll, evtl. bitte verschmelzen...

 

Also bei mir ist das so:

Ich erfahre Gott jeden Tag. Ich habe das Gefühl, er unterstützt mich. Vieles, was vorher schwer war, ist jetzt einfacher. Ich habe ein bequemes Leben, aber trotzdem auch meine Sorgen und Nöte. Manchmal habe ich sogar schon (natürlich viel zu wenigen, aber für mich ist das schon viel) konkreten Versuchungen widerstehen können, wenn ich ihn zu Hilfe gerufen habe.

 

Ich spüre Liebe zu ihm, eine tiefe Sehnsucht nach „Mehr“. Ich vermisse ihn, wenn ich mich mal wieder zu sehr um den Alltag kümmern muss. Habe es noch nicht geschafft, ihn da ganz direkt zu integrieren. Ohne gezielte Freiräume komme ich nicht gut klar. Und außerhalb dieser Räume vermisse ich ihn ganz furchtbar. Meine Arbeitsqualität hat aber – glaube ich – eher gewonnen. Ich strenge mich mehr an, damit ich abends früher fertig bin. Es fühlt sich wie Verliebtheit an, wenn man nur auf das nächste Date wartet. Insofern ist er auch dann bei mir, wenn ich nicht bei ihm bin, sozusagen.

 

Was tue ich dadurch anders? Ich versuche, ihn ernst zu nehmen, mehr zu helfen und mehr auf andere einzugehen. Das Business nicht komplett mein Leben vereinnahmen zu lassen (Schwierig, aber wird langsam immer besser), sondern Zeit mit ihm zu verbringen. Ich danke ihm für alles, was ich erleben darf und esse zB bewusster, genieße insgesamt bewusster. Eigentlich bin ich ein maßloser Mensch, und jetzt nicht mehr ganz so. Aber schon noch ziemlich. Aber ich empfinde die Geschenke sehr deutlich und dankbar und nehme mein Leben nicht mehr als selbstverständlich. Ich versuche, meine Ansprüche herunterzuschrauben und großzügiger zu sein.

 

Ich bin glücklich geworden. Andere haben schon zu mir gesagt, dass man das sogar äußerlich merkt. Ich finde manchmal eine neue Ruhe, und Gelassenheit, die ich früher nicht kannte. Das hilft dann wieder beim Helfen und beim Andere-sie-selbst-sein-lassen. Aber ich mache noch viel zu wenig, zB kein Ehrenamt oder so. Mehr so spontan und im nächsten Kreis. Ich erzähle das natürlich nicht, um mich mit dieser Selbstverständlichkeit zu loben, sondern weil es ein echter Unterschied zu „vorher“ ist. Zum Beispiel gehe ich mit meiner Mutter ruhiger um, die mich früher viel schneller provozieren konnte. So Kleinigkeiten halt. Im Moment habe ich noch mehr davon als meine Umwelt.

Zum Beispiel ganz konkret: Ich habe keine Flugangst mehr. Innerhalb weniger Monate, ohne jegliche Therapie oder so. Ich bete während des Starts ein Vaterunser und ein paar Ave Marias in drei Sprachen, bis die Anschnallzeichen ausgehen und dann ist die Angst weg. Ok, kann auch an der Ablenkung liegen, aber früher konnte ich das eben nicht.

 

Ich habe auch, wenn ich mich ihm nahe fühle, überhaupt keine Angst mehr. Vor gar nichts. Dann bin ich frei und richtig unbeschwert. Und will nur den ganzen Tag an ihn denken dürfen. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und denke an ihn, er ist morgens fast mein erster Gedanke und abends mein letzter. Das läuft ungefähr so ab: Ich wache auf, nehme die Umgebung wahr, und erinnere mich plötzlich: „Hey, stimmt ja, ich hab ja jetzt Jesus!“ und dann bin ich erleichtert, entspanne mich und drehe mich nochmal um und mach die Augen zu, um den Gedanken noch ein bisschen zu genießen. Das geht dann ins Beten über. Ich sage ihm dass ich ihn liebe und verehre und dass ich ihn brauche und hoffe, dass er mich auch zu irgendwas gebrauchen kann. Wenn es passt, halte ich die Laudes. Und dann starte ich den Business-Tag und lese meine Emails.

 

Vor der Eucharistie spüre ich manchmal auch so etwas Warmes, Flaues im Magen (nicht wegen der Nüchternheit) und mir zittern manchmal die Knie. Ich habe immer öfter das Bedürfnis, mich einfach hinzuwerfen und zu sagen „Mach mit mir, was Du willst“. Und nach der Eucharistie fühle ich mich oft so komisch, ganz weich und verletzlich. Auch ein Gefühl, das ich überhaupt nicht kannte.

 

Ich suche jede Gelegenheit, auch über ihn zu sprechen. Leider finde ich nicht so viele. Würde mir im RL so etwas wie einen Gesprächskreis wünschen, gibt’s aber nicht. Ihr denkt vielleicht, was macht die hier Seelenstriptease, aber das Ding ist: Eigentlich bin ich gar nicht so jemand, aber jetzt brauche ich das total. Als ob ich sonst platze. Ich spreche sehr gern mit meinem Mann über Gott und den Glauben, obwohl er nicht glaubt, ist es immer bereichernd, weil er sich in mich hineinversetzt und sehr respektiert.

 

Im Gegensatz zu der erwähnten Ruhe und Gelassenheit ist mir vor kurzem folgendes passiert: Ich saß am Küchentisch und schälte Kartoffeln. Auf einmal spürte ich ein solches Ziehen im Körper, eine sich steigernde Unruhe, ich konnte überhaupt nicht mehr weitermachen, und ich – nein, ich hörte keine Stimme, es war mehr ein gleichzeitiges innerliches „Fühlen“ der Worte, ein blitzartiges Sich-Verdichten vielleicht. Nicht akustisch. Eigentlich waren es auch keine Worte, aber nennen wir es mal so. Ich fühlte in etwa die message: „Dein Leben wird bald sehr anders werden. Du musst für mich etwas anderes tun. Bereite Dich schon mal vor, es wird turbulent“. Es war unfassbar krass, ich kriegte Gänsehaut (hab selbst jetzt beim Schreiben schwitzige Hände). Ich dachte, es sei Jesus. Und das war nicht ein Scherz des Unterbewusstseins, weil ich etwas anderes als Kartoffeln schälen machen wollte. Das Kochen ist eher mein Hobby ;-). Ich habe nicht gleich versucht, dem intensiv nachzuspüren, sondern habe den Gedanken wieder ziehen lassen. Ich hatte das dringende Gefühl, das nicht beeinflussen zu sollen.

 

Ich denke immer noch, dass es Jesus war. Aus welchem Grund auch immer er ausgerechnet von mir was wollte. Es würde mich ja so freuen, wenn es so wäre. Aber ich quäle mich jetzt damit herum, es abzuklopfen. Ist das bloß eine Einbildung? Es fühlte sich so gut an, so richtig, authentisch und vielversprechend. Aber auch abenteuerlich und ein bisschen beängstigend. Eigentlich will ich nur noch alles stehen und liegen lassen und mit ihm zusammen sein. Es ist ein vages, aber sehr intensives Gefühl. Es ist sehr stark und verlässt mich kaum mal. Ich habe mich auch schon betrunken, damit es mal kurz weg ist, weil es manchmal einfach zu anstrengend ist und ich nicht mehr kann. Natürlich ne schlechte Lösung, ich weiß. Seitdem bete ich um mehr Info, aber tappe noch im Dunkeln. Gleichzeitig bin ich aber glücklich.

 

So, jetzt habt Ihr so ziemlich das Eingemachteste von mir erfahren, was ich so habe. Traut sich einer, was dazu zu sagen? (Zur Info: „Typisch Konvertit“ habe ich schon gesagt bekommen, das wäre jetzt kein wirklich neuer Beitrag ;-) Wie kann ich das in den Griff bekommen? Oder was habt Ihr erlebt und wie seid Ihr damit umgegangen?

LG

Challenger

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Hallo zusammen,

 

in einem anderen Thread wurde geschrieben, es gäbe zu wenig Austausch zu Gotteserfahrungen. Das finde ich auch, und warum fangen wir dann nicht hier im Schutz des Anonymen an? Fällt mir zumindest leichter als im 1:1 Gespräch. Ich werde mal anfangen und von mir berichten (ohne Theologensprech, da Anfänger). Falls es zum anderen Thread dazu soll, evtl. bitte verschmelzen...

 

Also bei mir ist das so:

Ich erfahre Gott jeden Tag. Ich habe das Gefühl, er unterstützt mich. Vieles, was vorher schwer war, ist jetzt einfacher. Ich habe ein bequemes Leben, aber trotzdem auch meine Sorgen und Nöte. Manchmal habe ich sogar schon (natürlich viel zu wenigen, aber für mich ist das schon viel) konkreten Versuchungen widerstehen können, wenn ich ihn zu Hilfe gerufen habe.

 

Ich spüre Liebe zu ihm, eine tiefe Sehnsucht nach „Mehr“. Ich vermisse ihn, wenn ich mich mal wieder zu sehr um den Alltag kümmern muss. Habe es noch nicht geschafft, ihn da ganz direkt zu integrieren. Ohne gezielte Freiräume komme ich nicht gut klar. Und außerhalb dieser Räume vermisse ich ihn ganz furchtbar. Meine Arbeitsqualität hat aber – glaube ich – eher gewonnen. Ich strenge mich mehr an, damit ich abends früher fertig bin. Es fühlt sich wie Verliebtheit an, wenn man nur auf das nächste Date wartet. Insofern ist er auch dann bei mir, wenn ich nicht bei ihm bin, sozusagen.

 

Was tue ich dadurch anders? Ich versuche, ihn ernst zu nehmen, mehr zu helfen und mehr auf andere einzugehen. Das Business nicht komplett mein Leben vereinnahmen zu lassen (Schwierig, aber wird langsam immer besser), sondern Zeit mit ihm zu verbringen. Ich danke ihm für alles, was ich erleben darf und esse zB bewusster, genieße insgesamt bewusster. Eigentlich bin ich ein maßloser Mensch, und jetzt nicht mehr ganz so. Aber schon noch ziemlich. Aber ich empfinde die Geschenke sehr deutlich und dankbar und nehme mein Leben nicht mehr als selbstverständlich. Ich versuche, meine Ansprüche herunterzuschrauben und großzügiger zu sein.

 

Ich bin glücklich geworden. Andere haben schon zu mir gesagt, dass man das sogar äußerlich merkt. Ich finde manchmal eine neue Ruhe, und Gelassenheit, die ich früher nicht kannte. Das hilft dann wieder beim Helfen und beim Andere-sie-selbst-sein-lassen. Aber ich mache noch viel zu wenig, zB kein Ehrenamt oder so. Mehr so spontan und im nächsten Kreis. Ich erzähle das natürlich nicht, um mich mit dieser Selbstverständlichkeit zu loben, sondern weil es ein echter Unterschied zu „vorher“ ist. Zum Beispiel gehe ich mit meiner Mutter ruhiger um, die mich früher viel schneller provozieren konnte. So Kleinigkeiten halt. Im Moment habe ich noch mehr davon als meine Umwelt.

Zum Beispiel ganz konkret: Ich habe keine Flugangst mehr. Innerhalb weniger Monate, ohne jegliche Therapie oder so. Ich bete während des Starts ein Vaterunser und ein paar Ave Marias in drei Sprachen, bis die Anschnallzeichen ausgehen und dann ist die Angst weg. Ok, kann auch an der Ablenkung liegen, aber früher konnte ich das eben nicht.

 

Ich habe auch, wenn ich mich ihm nahe fühle, überhaupt keine Angst mehr. Vor gar nichts. Dann bin ich frei und richtig unbeschwert. Und will nur den ganzen Tag an ihn denken dürfen. Manchmal wache ich mitten in der Nacht auf und denke an ihn, er ist morgens fast mein erster Gedanke und abends mein letzter. Das läuft ungefähr so ab: Ich wache auf, nehme die Umgebung wahr, und erinnere mich plötzlich: „Hey, stimmt ja, ich hab ja jetzt Jesus!“ und dann bin ich erleichtert, entspanne mich und drehe mich nochmal um und mach die Augen zu, um den Gedanken noch ein bisschen zu genießen. Das geht dann ins Beten über. Ich sage ihm dass ich ihn liebe und verehre und dass ich ihn brauche und hoffe, dass er mich auch zu irgendwas gebrauchen kann. Wenn es passt, halte ich die Laudes. Und dann starte ich den Business-Tag und lese meine Emails.

 

Vor der Eucharistie spüre ich manchmal auch so etwas Warmes, Flaues im Magen (nicht wegen der Nüchternheit) und mir zittern manchmal die Knie. Ich habe immer öfter das Bedürfnis, mich einfach hinzuwerfen und zu sagen „Mach mit mir, was Du willst“. Und nach der Eucharistie fühle ich mich oft so komisch, ganz weich und verletzlich. Auch ein Gefühl, das ich überhaupt nicht kannte.

 

Ich suche jede Gelegenheit, auch über ihn zu sprechen. Leider finde ich nicht so viele. Würde mir im RL so etwas wie einen Gesprächskreis wünschen, gibt’s aber nicht. Ihr denkt vielleicht, was macht die hier Seelenstriptease, aber das Ding ist: Eigentlich bin ich gar nicht so jemand, aber jetzt brauche ich das total. Als ob ich sonst platze. Ich spreche sehr gern mit meinem Mann über Gott und den Glauben, obwohl er nicht glaubt, ist es immer bereichernd, weil er sich in mich hineinversetzt und sehr respektiert.

 

Im Gegensatz zu der erwähnten Ruhe und Gelassenheit ist mir vor kurzem folgendes passiert: Ich saß am Küchentisch und schälte Kartoffeln. Auf einmal spürte ich ein solches Ziehen im Körper, eine sich steigernde Unruhe, ich konnte überhaupt nicht mehr weitermachen, und ich – nein, ich hörte keine Stimme, es war mehr ein gleichzeitiges innerliches „Fühlen“ der Worte, ein blitzartiges Sich-Verdichten vielleicht. Nicht akustisch. Eigentlich waren es auch keine Worte, aber nennen wir es mal so. Ich fühlte in etwa die message: „Dein Leben wird bald sehr anders werden. Du musst für mich etwas anderes tun. Bereite Dich schon mal vor, es wird turbulent“. Es war unfassbar krass, ich kriegte Gänsehaut (hab selbst jetzt beim Schreiben schwitzige Hände). Ich dachte, es sei Jesus. Und das war nicht ein Scherz des Unterbewusstseins, weil ich etwas anderes als Kartoffeln schälen machen wollte. Das Kochen ist eher mein Hobby ;-). Ich habe nicht gleich versucht, dem intensiv nachzuspüren, sondern habe den Gedanken wieder ziehen lassen. Ich hatte das dringende Gefühl, das nicht beeinflussen zu sollen.

 

Ich denke immer noch, dass es Jesus war. Aus welchem Grund auch immer er ausgerechnet von mir was wollte. Es würde mich ja so freuen, wenn es so wäre. Aber ich quäle mich jetzt damit herum, es abzuklopfen. Ist das bloß eine Einbildung? Es fühlte sich so gut an, so richtig, authentisch und vielversprechend. Aber auch abenteuerlich und ein bisschen beängstigend. Eigentlich will ich nur noch alles stehen und liegen lassen und mit ihm zusammen sein. Es ist ein vages, aber sehr intensives Gefühl. Es ist sehr stark und verlässt mich kaum mal. Ich habe mich auch schon betrunken, damit es mal kurz weg ist, weil es manchmal einfach zu anstrengend ist und ich nicht mehr kann. Natürlich ne schlechte Lösung, ich weiß. Seitdem bete ich um mehr Info, aber tappe noch im Dunkeln. Gleichzeitig bin ich aber glücklich.

 

So, jetzt habt Ihr so ziemlich das Eingemachteste von mir erfahren, was ich so habe. Traut sich einer, was dazu zu sagen? (Zur Info: „Typisch Konvertit“ habe ich schon gesagt bekommen, das wäre jetzt kein wirklich neuer Beitrag ;-) Wie kann ich das in den Griff bekommen? Oder was habt Ihr erlebt und wie seid Ihr damit umgegangen?

LG

Challenger

es ist schon recht bewegend. mit ähnlichem kann ich nicht dienen.

eines fiel mir auf. zwischen gott und business und deiner mutter war von keinen anderen beziehungen die rede.

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es ist schon recht bewegend. mit ähnlichem kann ich nicht dienen.

eines fiel mir auf. zwischen gott und business und deiner mutter war von keinen anderen beziehungen die rede.

Hey, ich hab auch meinen geliebten Ehemann genannt ;-) Aber stimmt schon, sonst hab ich auch wirklich nicht so viele. Die letzten 10 Jahre habe ich ziemlich alle Freunde vernachlässigt, eben wegen des Geschäfts (bin praktisch die ganze Woche weg und lebe da im Hotel). Aber einige alte Schulfreunde hab ich noch, die leben alle sehr verstreut und kommunizieren hauptsächlich über facebook.

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So ständig ist es bei mir nicht.

Aber ich habe sehr intensive Gotteserfahrungen erlebt, eine körperliche Erfülltheit von Größe- sehr schwer zu beschreiben. Das war in Gottesdiensten, oft Osternächten und einmal in einer Exerzitienwoche.

Andere Gotteserfahrungen/Gotteserkenntnisse gabe s einmal in eienr Biocheminevorlesung(ja, doch), in der mit zu der Regulierung aller Vorgänge im Körer spontander Text: "Lobe den Herren,der künstlich und fein dich bereitet" eingefallen ist. Immer wieder ein "Beweis" Gottes ist für mich meine kleine Nichte (gut 1,5 Jahre alt) Ich finde es auch ein großes Geschenk, sie so heranwachsen sehen zu können. Und auch viele Momente mit meinem Freund sind ein echtes Gottesgeschenk.

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So ständig ist es bei mir nicht.

Aber ich habe sehr intensive Gotteserfahrungen erlebt, eine körperliche Erfülltheit von Größe- sehr schwer zu beschreiben. Das war in Gottesdiensten, oft Osternächten und einmal in einer Exerzitienwoche.

Andere Gotteserfahrungen/Gotteserkenntnisse gabe s einmal in eienr Biocheminevorlesung(ja, doch), in der mit zu der Regulierung aller Vorgänge im Körer spontander Text: "Lobe den Herren,der künstlich und fein dich bereitet" eingefallen ist. Immer wieder ein "Beweis" Gottes ist für mich meine kleine Nichte (gut 1,5 Jahre alt) Ich finde es auch ein großes Geschenk, sie so heranwachsen sehen zu können. Und auch viele Momente mit meinem Freund sind ein echtes Gottesgeschenk.

Ja, das ist schön mit Deiner Nichte. Meine ist gleich alt, lebt aber leider in Südamerika. Die Körpervorgänge und ja eigentlich die ganze Natur beeindrucken mich auch immer wieder, wie das alles abgestimmt ist. Wahnsinn. Und wir denken, wir könnten da eingreifen...

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Ich erfahre Gott praktisch jeden Tag neu, jeden Tag hat er neue Überraschungen für mich auf Lager, da sind Autopannen und Steuerforderungen noch das Harmloseste. Es waren auch Unglücksfälle und viele Todesfälle dabei, ich habe in meinem Leben zwei Ehefrauen und einen Sohn beerdigen müssen, von den "natürlichen Abgängen" alter Eltern und Schwiegereltern mal ganz abgesehen. Aber mal im Ernst, sind "Gotteserfahrungen" immer nur erfreuliche Ereignisse für uns Menschen? :ninja:

Edited by Katharer
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Ich erfahre Gott praktisch jeden Tag neu, jeden Tag hat er neue Überraschungen für mich auf Lager, da sind Autopannen und Steuerforderungen noch das Harmloseste. Es waren auch Unglücksfälle und viele Todesfälle dabei, ich habe in meinem Leben zwei Ehefrauen und einen Sohn beerdigen müssen, von den "natürlichen Abgängen" alter Eltern und Schwiegereltern mal ganz abgesehen. Aber mal im Ernst, sind "Gotteserfahrungen" immer nur erfreuliche Ereignisse für uns Menschen? :ninja:

Es tut mir leid, von Deinen Verlusten zu lesen. Denkst Du denn, dass diese von Gott geschickt wurden? Und Autopannen etc. auch? Ich kenne jemanden, der alle negativen Erfahrungen als von Gott kommend interpretiert und alle guten als 'gerade noch so durchgekommen, obwohl Gott mich "auf dem Kieker hat"'. Das wäre sicher das andere Extrem... Wie siehst Du so etwas?

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Autopannen- ich weiß nicht.

Aber grundsätzlich begleitet Gott mich in meinem ganzen Leben.

Und auch schlechte Erfahrungen sind Erfahrungen mit Gott. Die ein oder andere ist vielleicht auch ein Zeichen, dass man auf dem falschen Weg ist, sich von Gott entfernt hat- indem man z.B. mit seinem Körper nicht sorgsam genug umgegangen ist.

Edited by mn1217
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Autopannen- ich weiß nicht.

Aber grundsätzlich begleitet mich in meienm ganzen Leben.

Und auch schelchte Erfahrungen sind Erfahrungen mit Gott. Die ein oder andere ist vielleicht auch ein zeichen, dass man auf dem falschen Weg ist, sich von Gott entfernt hat- indem man zB mit sinem Körper nicht sorgsam genug umgegangen ist.

Heißt das für Dich, Gott ist unser zeitliches Leben wichtig? Die Frage habe ich mir schon oft gestellt und weiß es einfach nicht. Warum sollte es ihm wichtig sein? Zählt für ihn nicht nur unsere Seele, und wenn wir unser Ziel erreicht haben, ist es "rum"?

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Ich erfahre Gott praktisch jeden Tag neu, jeden Tag hat er neue Überraschungen für mich auf Lager, da sind Autopannen und Steuerforderungen noch das Harmloseste. Es waren auch Unglücksfälle und viele Todesfälle dabei, ich habe in meinem Leben zwei Ehefrauen und einen Sohn beerdigen müssen, von den "natürlichen Abgängen" alter Eltern und Schwiegereltern mal ganz abgesehen. Aber mal im Ernst, sind "Gotteserfahrungen" immer nur erfreuliche Ereignisse für uns Menschen? :ninja:

Es tut mir leid, von Deinen Verlusten zu lesen. Denkst Du denn, dass diese von Gott geschickt wurden? Und Autopannen etc. auch? Ich kenne jemanden, der alle negativen Erfahrungen als von Gott kommend interpretiert und alle guten als 'gerade noch so durchgekommen, obwohl Gott mich "auf dem Kieker hat"'. Das wäre sicher das andere Extrem... Wie siehst Du so etwas?

 

Nein, ich glaube eher dass es für Gott keine Rolle spielt was dem Individium "zustößt", es ist für "das große Ganze" unerheblich. Deshalb empfinde ich auch keinen Groll auf Gott, bei allem Negativen das ich bisher in meinem Leben erlebt habe, habe ich nie den Glauben an Gott wirklich verloren, ich habe bestenfalls gezweifelt und das aus Verzweiflung. Gott misst mit anderen Maßstäben als wir und wir können uns nur in seine Entscheidungen fügen.

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Nein, ich glaube eher dass es für Gott keine Rolle spielt was dem Individium "zustößt", es ist für "das große Ganze" unerheblich. Deshalb empfinde ich auch keinen Groll auf Gott, bei allem Negativen das ich bisher in meinem Leben erlebt habe, habe ich nie den Glauben an Gott wirklich verloren, ich habe bestenfalls gezweifelt und das aus Verzweiflung. Gott misst mit anderen Maßstäben als wir und wir können uns nur in seine Entscheidungen fügen.

Das sehe ich ähnlich, allerdings hatte ich bisher das Glück, so richtig was Schreckliches noch nicht erlebt zu haben. Ob das mal Bestand hat, wird sich zeigen...

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Autopannen- ich weiß nicht.

Aber grundsätzlich begleitet mich in meienm ganzen Leben.

Und auch schelchte Erfahrungen sind Erfahrungen mit Gott. Die ein oder andere ist vielleicht auch ein zeichen, dass man auf dem falschen Weg ist, sich von Gott entfernt hat- indem man zB mit sinem Körper nicht sorgsam genug umgegangen ist.

Heißt das für Dich, Gott ist unser zeitliches Leben wichtig? Die Frage habe ich mir schon oft gestellt und weiß es einfach nicht. Warum sollte es ihm wichtig sein? Zählt für ihn nicht nur unsere Seele, und wenn wir unser Ziel erreicht haben, ist es "rum"?

 

Ja. Immerhin bete ich ja auch "Vater Unser". Väter sind (hoffentlich) am Leben ihrer Kinder interessiert. Und warum sollte uns Gott das Leben schenken,wenn es nicht wichtig ist? Und unsere Seele wächst und reift ja auch in unserem zeitlichen Leben, sie ist da ja nicht abgekoppelt.

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Ja. Immerhin bete ich ja auch "Vater Unser". Väter sind (hoffentlich) am Leben ihrer Kinder interessiert. Und warum sollte uns Gott das Leben schenken,wenn es nicht wichtig ist? Und unsere Seele wächst und reift ja auch in unserem zeitlichen Leben, sie ist da ja nicht abgekoppelt.

Ja, schon klar. Aber ich habe es bisher immer so verstanden, dass das in unserer Verantwortung liegt. Nicht in seiner. Wir haben sozusagen hier die Chance, uns zu entwickeln. Aber wir müssen es machen, und er schaut bestenfalls zu. (weil er möchte, dass wir uns für ihn entscheiden). Da fuhrwerkt er nicht rein. Oder?

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Ich erfahre Gott praktisch jeden Tag neu, jeden Tag hat er neue Überraschungen für mich auf Lager, da sind Autopannen und Steuerforderungen noch das Harmloseste. Es waren auch Unglücksfälle und viele Todesfälle dabei, ich habe in meinem Leben zwei Ehefrauen und einen Sohn beerdigen müssen, von den "natürlichen Abgängen" alter Eltern und Schwiegereltern mal ganz abgesehen. Aber mal im Ernst, sind "Gotteserfahrungen" immer nur erfreuliche Ereignisse für uns Menschen? :ninja:

Es tut mir leid, von Deinen Verlusten zu lesen. Denkst Du denn, dass diese von Gott geschickt wurden? Und Autopannen etc. auch? Ich kenne jemanden, der alle negativen Erfahrungen als von Gott kommend interpretiert und alle guten als 'gerade noch so durchgekommen, obwohl Gott mich "auf dem Kieker hat"'. Das wäre sicher das andere Extrem... Wie siehst Du so etwas?

 

Nein, ich glaube eher dass es für Gott keine Rolle spielt was dem Individium "zustößt", es ist für "das große Ganze" unerheblich. Deshalb empfinde ich auch keinen Groll auf Gott, bei allem Negativen das ich bisher in meinem Leben erlebt habe, habe ich nie den Glauben an Gott wirklich verloren, ich habe bestenfalls gezweifelt und das aus Verzweiflung. Gott misst mit anderen Maßstäben als wir und wir können uns nur in seine Entscheidungen fügen.

 

Ob es für Gott keine Rolle spielt, was dem Individuum "zustößt" - ich weiß nicht. Aber die Hervorhebung ist imho sehr wichtig (Hervorhebung von mir).

Unser Denken und Handeln folgt einer Logik, die unseren Möglichkeiten entspricht. Und ob ein Ereignis gut oder schlecht ist, mag ich anders beurteilen, als Gott das tut. Bei manchen Geschehnissen kommen verschiedene Menschen ja auch zu unterschiedlichen Einschätzungen und Beurteilungen. Somit nehme ich an, dass wenn (in meinen Augen) Schlechtes geschieht, ich nur das Gute darin nicht sehen kann.

 

Unabhängig davon - ein Gefühl der Ohnmacht und Verzweiflung kenne ich natürlich auch.

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...Die Körpervorgänge und ja eigentlich die ganze Natur beeindrucken mich auch immer wieder, wie das alles abgestimmt ist. Wahnsinn. Und wir denken, wir könnten da eingreifen...

aber ja, nimmst du keine medikamente? läßt du dich prinzipiell nicht operieren?

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Ja. Immerhin bete ich ja auch "Vater Unser". Väter sind (hoffentlich) am Leben ihrer Kinder interessiert. Und warum sollte uns Gott das Leben schenken,wenn es nicht wichtig ist? Und unsere Seele wächst und reift ja auch in unserem zeitlichen Leben, sie ist da ja nicht abgekoppelt.

Ja, schon klar. Aber ich habe es bisher immer so verstanden, dass das in unserer Verantwortung liegt. Nicht in seiner. Wir haben sozusagen hier die Chance, uns zu entwickeln. Aber wir müssen es machen, und er schaut bestenfalls zu. (weil er möchte, dass wir uns für ihn entscheiden). Da fuhrwerkt er nicht rein. Oder?

 

Warum sollte uns Gott nicht hin und wieder ins Handwerk pfuschen? Hat er doch früher regelmäßig gemacht (Exodus z. B.). Was hat sich Deiner Meinung nach geändert?

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...Die Körpervorgänge und ja eigentlich die ganze Natur beeindrucken mich auch immer wieder, wie das alles abgestimmt ist. Wahnsinn. Und wir denken, wir könnten da eingreifen...

aber ja, nimmst du keine medikamente? läßt du dich prinzipiell nicht operieren?

ja schon. aber ich habe auch schon erlebt, wie man dadurch das feine gleichgewicht durcheinanderbringen kann.

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Ja. Immerhin bete ich ja auch "Vater Unser". Väter sind (hoffentlich) am Leben ihrer Kinder interessiert. Und warum sollte uns Gott das Leben schenken,wenn es nicht wichtig ist? Und unsere Seele wächst und reift ja auch in unserem zeitlichen Leben, sie ist da ja nicht abgekoppelt.

Ja, schon klar. Aber ich habe es bisher immer so verstanden, dass das in unserer Verantwortung liegt. Nicht in seiner. Wir haben sozusagen hier die Chance, uns zu entwickeln. Aber wir müssen es machen, und er schaut bestenfalls zu. (weil er möchte, dass wir uns für ihn entscheiden). Da fuhrwerkt er nicht rein. Oder?

 

Warum sollte uns Gott nicht hin und wieder ins Handwerk pfuschen? Hat er doch früher regelmäßig gemacht (Exodus z. B.). Was hat sich Deiner Meinung nach geändert?

Natürlich kann er, das glaub ich ja auch. Ich kann mir nur so schwer vorstellen, dass es dabei um so alltägliche Dinge geht. Ich bete zB nie um Geschäftserfolg oder so. Er soll machen, was er für richtig hält, und ich schau dann, wie ich damit klarkomme. Ungefähr so.

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Danke für Eure Antworten bis hierher. Schade nur, dass bisher niemand dabei ist, dem es auch geht wie mir. Hätte auch auf persönliche Tipps gehofft...

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Autopannen- ich weiß nicht.

Aber grundsätzlich begleitet Gott mich in meinem ganzen Leben.

Und auch schlechte Erfahrungen sind Erfahrungen mit Gott. Die ein oder andere ist vielleicht auch ein Zeichen, dass man auf dem falschen Weg ist, sich von Gott entfernt hat- indem man z.B. mit seinem Körper nicht sorgsam genug umgegangen ist.

Aber grundsätzlich begleitet Gott mich in meinem ganzen Leben.

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...Die Körpervorgänge und ja eigentlich die ganze Natur beeindrucken mich auch immer wieder, wie das alles abgestimmt ist. Wahnsinn. Und wir denken, wir könnten da eingreifen...

aber ja, nimmst du keine medikamente? läßt du dich prinzipiell nicht operieren?

ja schon. aber ich habe auch schon erlebt, wie man dadurch das feine gleichgewicht durcheinanderbringen kann.

also denkst schon da einzugreifen, allerdings mit verantwortung, vermute ich.

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Danke für Eure Antworten bis hierher. Schade nur, dass bisher niemand dabei ist, dem es auch geht wie mir. Hätte auch auf persönliche Tipps gehofft...

was fehlt dir? brauchst du zuspruch?

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Klaus Klammer
Danke für Eure Antworten bis hierher. Schade nur, dass bisher niemand dabei ist, dem es auch geht wie mir. Hätte auch auf persönliche Tipps gehofft...

was fehlt dir? brauchst du zuspruch?

 

Liebe challenger, an was fehlt es Dir denn? Du hast, nach eigener Aussage, alles, was wichtig ist. Um welche Äußerlichkeiten kümmerst Du Dich da noch? Ist Dein "Business" nicht im Einklang mit Deiner spirutellen Erfahrung? Falls nein, wo ist das Problem, falls ja, was hindert Dich daran, als Entwicklungshelfer nach Somalia zu gehen? Du solltest keinerlei Hemmnisse haben, das oder ähnliches zu tun, weswegen auch. Falls doch, solltest Du die Hindernisse auf diesem Weg benennen, die Bequemlichkeiten, die Anhaftungen. Den ganzen Dreck.

Edited by Klaus Klammer
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Danke für Eure Antworten bis hierher. Schade nur, dass bisher niemand dabei ist, dem es auch geht wie mir. Hätte auch auf persönliche Tipps gehofft...

was fehlt dir? brauchst du zuspruch?

ja bitte.

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Danke für Eure Antworten bis hierher. Schade nur, dass bisher niemand dabei ist, dem es auch geht wie mir. Hätte auch auf persönliche Tipps gehofft...

was fehlt dir? brauchst du zuspruch?

 

Liebe challenger, an was fehlt es Dir denn? Du hast, nach eigener Aussage, alles, was wichtig ist. Um welche Äußerlichkeiten kümmerst Du Dich da noch? Ist Dein "Business" nicht im Einklang mit Deiner spirutellen Erfahrung? Falls nein, wo ist das Problem, falls ja, was hindert Dich daran, als Entwicklungshelfer nach Somalia zu gehen? Du solltest keinerlei Hemmnisse haben, das oder ähnliches zu tun, weswegen auch. Falls doch, solltest Du die Hindernisse auf diesem Weg benennen, die Bequemlichkeiten, die Anhaftungen. Den ganzen Dreck.

ok, hast recht. mach ich heute abend ausführlich.

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