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Der selige Markgraf Bernhard von Baden soll heiliggesprochen werden


Rotgold

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Der selige Markgraf Bernhard von Baden soll heiliggesprochen werden.

 

Schon davon gehört oder gelesen?

 

Ich bin dafür.

 

Und was meint ihr dazu?

 

Zur Info:

 

Bernhard von Baden

Gedenktag katholisch: 15. Juli

Fest in Baden

n.g. Gedenktag im übrigen Bistum Freiburg i.Br. und in Speyer

Name bedeutet: der Bärenstarke (althochdt.)

Markgraf von Baden

* 1428 (oder 1429) auf Schloss Hohenbaden bei Baden Baden in Baden-Württemberg

† 15. Juli 1458 in Moncalieri in Italien

 

 

 

 

 

 

http://www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Bernhard_von_Baden.htm

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Ich wußte gar nicht, dass den jemand verehrt.

Du lebst ja auch fern von Baden :rolleyes:

 

Werner

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Ich wußte gar nicht, dass den jemand verehrt.

 

 

Dann weißt du es jetzt. Und das ist gut so.

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Ich wußte gar nicht, dass den jemand verehrt.

Du lebst ja auch fern von Baden :rolleyes:

Heißt Heiligsprechung nicht, dass man jemanden auch außerhalb von Baden, ja, womöglich sogar fern von Baden, verehrt?

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Hier mehr zum Thema, für jene, die sich womöglich dafür interessieren:

 

http://www.ordinariat-freiburg.de/fileadmin/gemeinsam/amtsblatt/abl11_14.pdf

Ich find es ja irgendwie witzig, wenn die Öffentlichkeit dazu aufgerufen wird, Informationen über das Leben von jemanden abzugeben, der vor über 550 Jahren gestorben ist. Da wird wohl nichts durchschlagend Neues dabei sein, es sei denn, der Markgraf erscheint jemandem im Schlaf und offenbart ihm etwas.

 

Werner

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Und im Heiligsprechungsgottesdienst wird dann die Badner-Hymne von ihrer ersten über alle vorhandenen bis zur letzten Strophe gesungen. Und am Schluss drangehängt: "Schlag den Schwaben tot!"

 

Ich will dem guten Bernhard seine Heiligsprechung nicht missgönnen. Aber mir gehen die Badner seit der Ministrantenwallfahrt mit ihrer Hymne gewaltig auf den Keks.

(Nicht badnerlandsingende Badener sind mir natürlich weiterhin willkommen.)

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Heißt Heiligsprechung nicht, dass man jemanden auch außerhalb von Baden, ja, womöglich sogar fern von Baden, verehrt?

 

 

Das heißt Heiligsprechung >>>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Heiligsprechung

 

 

Hier ein Auszug:

 

Eine Heiligsprechung (Kanonisation, auch Kanonisierung; von griechisch kanõn „Richtschnur“) ist in der römisch-katholischen Kirche ein kirchenrechtliches Verfahren, durch das der Papst nach entsprechender Prüfung erklärt, dass ein bestimmter Verstorbener als Heiliger bezeichnet werden darf und als solcher verehrt werden soll. Voraussetzung sind Martyrium oder heroischer Tugendgrad des Betreffenden sowie im Falle des Nicht-Martyriums der Nachweis eines Wunders.

 

Eine Heilig- oder Seligsprechung bedeutet nicht, dass eine Person „in den Himmel versetzt“ wird, sondern mit ihr bekundet die Kirche das Vertrauen, dass der betreffende Mensch die Vollendung bei Gott bereits erreicht hat. Sie hat somit auch liturgische Bedeutung, sodass nun nicht mehr für den Betreffenden, sondern mit ihm und um seine Fürsprache bei Gott gebetet werden kann. Heilig ist nach Paulus ebenso jeder Getaufte – hier nicht aufgrund besonderer Gnade und einem moralisch heiligen Leben, sondern aufgrund der Hineinnahme in das Gottesverhältnis Jesu durch die Taufe selbst. Es handelt sich also um zwei verschiedene Belange von Heiligkeit.

 

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Der Wikipedia-Artikel ist skandalös. Kein Wort über die Badener!

 

War da nicht noch was mit überregionaler Verehrung?

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Der selige Markgraf Bernhard von Baden soll heiliggesprochen werden.

Schon davon gehört oder gelesen?

Ja, ja, schon im Januar. Guten Morgen!

 

Ich bin dafür.

Und was meint ihr dazu?

Ist mir wurscht. Ich meine, ob Du dafür oder dagegen bist, ist mir wurscht. Und ob es nun noch einen Heiligen mehr oder weniger gibt, ist mir auch wurscht, meine ich.

 

Das heißt Heiligsprechung >>>>> http://de.wikipedia....Heiligsprechung

Ja, ja, Wikipedia kennen wir auch schon. Und das ökumenische Heiligenlexikon auch. Ist ja nicht die erste Heiligsprechung, die in diesem Forum erwähnt wird. Meine ich. :rolleyes:

 

Heißt Heiligsprechung nicht, dass man jemanden auch außerhalb von Baden, ja, womöglich sogar fern von Baden, verehrt?

Der ist ja nicht nur schon fern von Baden beerdigt, sondern hat auch unerlaubt seine Wunder fern von Baden gewirkt. Höchste Eisenbahn, dass da jetzt Ordnung geschaffen wird'!

bearbeitet von Julius
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Ja! Gehen wir zu dann Chryso und bringen ihm und dem heiligen Bernhard zu Ehren ein Ständchen!
Chryso wurde auch schon heiliggesprochen?

 

Ist er jetzt der Patron aller Administratoren und der Juristen?

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Mit Ritterrüstung und Schwert. Keine ungeeigneten Attribute! :)

Ursprünglich wollte ich aber nur Chryso in den Genuss des Badnerliedes bringen. :evil:

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Ja! Gehen wir zu dann Chryso und bringen ihm und dem heiligen Bernhard zu Ehren ein Ständchen!

 

. Oh, sorry, das war die falsche Hymne und ein ausländischer Chor obendrein, und ausserdem stammt der Text von einem Evangelischen, der, geschichtsunkundig wie er war, oh Graus, wahrscheinlich aus Versehen den falschen Eberhard besungen hat ....

ist passender. Frischauf, frischauf ... :lol:

 

Übrigens haben die Piusse die Bernhard-Verehrung nach Württemberg eingeschleppt. Ist doch auch nicht ganz legal, oder?

bearbeitet von Julius
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Mir kommt es ein wenig komisch vor, dass man jemanden, der im 15. Jahrhundert gelebt hat 500 Jahre lang nicht heilig spricht. In seiner Zeit war Bernhard womöglich tatsächlich wegweisend. Und dann - ein halbes Jahrtausend später - wird er in einer völlig anderen Zeit heilig gesprochen.

 

Ich habe sowieso immer mehr Probleme mit uralten Heiligen. Viele meiner Kirchen sind unter ihr Patronat gestellt. Und am Patrozinium würde ich gerne über den Patron predigen - aber es fehlt zum einen an Informationen. Und zum anderen oftmals am Bezug.

Der hl. Martin gibt was her. Zum heiligen Nikolaus gibt es immerhin ein paar gute Legenden. Aber schon bei den Aposteln fängt es an, schwierig zu werden. Man weiß fast nichts, oftmals kennt man nur ziemlich abstruse Legenden. Georgs-Kirchen, Blasius-Kirchen und Ähnliches sind wirklich ein Gräuel. Oder Wetterheilige, die hauptsächlich dadurch bekannt wurden, dass deren Fest auf einen Lostag fällt. Die kalte Sophie (die Ärmste!) hat ihren Namen weg.

 

Wäre nicht eine schnellere Heiligsprechung sinnvoll? Und vielleicht auch ein Verfallsdatum? Nach 200 Jahren soll eine Pfarrei mal überprüfen, ob ihr Patron der Pfarrei noch was sagt?

 

Als Johannes Paul II starb, standen doch schon die Plakate bereit: "Santo subito!". Jepp. Wenn schon, dann sofort. Und ihn gleich noch zum Patron Polens machen.

Und dafür den heiligen Tarcisius gleich mal wieder in die Klamottenkiste einmotten und einen Ministranten jüngeren Datums zum Patron machen. So, dass man sich auch was unter der Person vorstellen kann.

 

Die neu gestellte Frage, unter welchen Patron man seine Kirche, Pfarrei oder Gruppe stellen will, wäre unter anderem auch eine sehr sinnvolle Aktualisierung der Heiligen- und Patronenverehrung. Die momentane Praxis scheint mir doch eher volksfern (obwohl gerade das Patronatswesen doch eigentlich volksnah, sogar volkstümlich sein will).

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Ich habe sowieso immer mehr Probleme mit uralten Heiligen. Viele meiner Kirchen sind unter ihr Patronat gestellt. Und am Patrozinium würde ich gerne über den Patron predigen - aber es fehlt zum einen an Informationen. Und zum anderen oftmals am Bezug.

Der hl. Martin gibt was her. Zum heiligen Nikolaus gibt es immerhin ein paar gute Legenden. Aber schon bei den Aposteln fängt es an, schwierig zu werden. Man weiß fast nichts, oftmals kennt man nur ziemlich abstruse Legenden. Georgs-Kirchen, Blasius-Kirchen und Ähnliches sind wirklich ein Gräuel. Oder Wetterheilige, die hauptsächlich dadurch bekannt wurden, dass deren Fest auf einen Lostag fällt. Die kalte Sophie (die Ärmste!) hat ihren Namen weg.

Alle 8 Kirchen bei uns sind unter "uralt" Patronaten (der jüngste starb meine ich irgendwann um 1500).

 

Schwierig finde ich ja Barbara- und Matthiaspatronate in Gemeinden, die nach dem Krieg für Flüchtlinge gegründet wurden und die diesen Charakter ja meist schon längst abgelegt haben.

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Ich habe sowieso immer mehr Probleme mit uralten Heiligen. Viele meiner Kirchen sind unter ihr Patronat gestellt. Und am Patrozinium würde ich gerne über den Patron predigen - aber es fehlt zum einen an Informationen. Und zum anderen oftmals am Bezug.

Das sind die mittelalten. Die uralten sind doch gut. Maria, Stephan, Petrus... :rolleyes:

 

Außerdem: kennst Du die Leut´, die JP II dutzendweise irgendwas gesprochen hat, soweit es keine NS-Widerständler waren?

Wäre nicht eine schnellere Heiligsprechung sinnvoll? Und vielleicht auch ein Verfallsdatum? Nach 200 Jahren soll eine Pfarrei mal überprüfen, ob ihr Patron der Pfarrei noch was sagt?

Als Johannes Paul II starb, standen doch schon die Plakate bereit: "Santo subito!". Jepp. Wenn schon, dann sofort.

Wieso, gerade das wollten wir doch nicht, weil man nie weiß, was für Grauslichkeiten in den Archiven schlummern.

Da ist ein 500 Jahre toter Heiliger doch die Ideallösung. Wenn sich Legenden gebildet haben, dann war er nicht ganz egel - sonst gäbe es sie nicht. Was da ist, wurde schon historisch erforscht, und was unbekannt geblieben ist, wird auch kaum mehr bekannt werden.

 

Echt - Deine Sorgen möchte ich haben. :lol:

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Johannes Paul II ..... Und ihn gleich noch zum Patron Polens machen.

Von wegen. Die Polen wollen uns den als "Patron Europas" aufs Aug drücken. :facepalm:

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Das sind die mittelalten. Die uralten sind doch gut. Maria, Stephan, Petrus... :rolleyes:

Außerdem: kennst Du die Leut´, die JP II dutzendweise irgendwas gesprochen hat, soweit es keine NS-Widerständler waren?

 

Stimmt. Petrus und Stefan sind ganz gut. Stefan hat allerdings einen ungeschickten Termin.

Da JP exzessiv heiliggesprochen hat, kenne ich nur einen kleinen Teil. Aber über die anderen könnte man was rausfinden.

 

Welche Grausligkeiten in den Archiven ruhen, ist mir nicht ganz so wichtig. Wenn ein Leben eine Botschaft hat, ist das schon mal ganz gut. Und man könnte sich mit einem Arbeitskreis mal zusammensetzen, welcher Heilige zur jeweiligen Pfarrei passt. Womöglich wäre man von so manchem beeindruckt, was so ein Heiliger getan oder erduldet hat. Ich traue meinen Leuten und mir genug zu. Sollten wir tatsächlich in die Kloschüssel greifen und jemanden aussuchen, der Grausligkeiten in vatikanischen Geheimarchiven aufzuweisen hat, dann müsste man eben in ein paar Jahren, wenn das auffliegt, wieder einen anderen Patron suchen. Aber ich halte das für unwahrscheinlich.

 

Das Problem scheint mir eher in der Zeit zu liegen, die man sich für einen Patronatswechsel nehmen will. Strukturreformen sind doch viel wichtiger, da kann man seine Kräfte doch nicht für so was verschwenden. Und dann müsste man noch die ganze Pfarrgemeinde dafür begeistern. Und die Kirche eventuell umgestalten. Das kostet nicht nur Zeit, Engagement und Entscheidung, sondern auch noch Geld.

 

Ich habe allerdings auch eine Kirche, in der es keinerlei Darstellung sichtbar ist. Das Altarbild stellt zwar den Heiligen dar, aber vornedran ist ein gigantisch-mamutiöser Tabernakelaufbau, der das Bild schmählich verdeckt. Originell, was?

Da kann ich beim Patrozinium nicht mal eine Statue oder wenigstens ein Bild inzensieren.

 

Schade eigentlich, dass Du meine Probleme nicht ernstzunehmen bereit bist. Mit einem guten Patron kann man wirklich was machen. Ich war einmal in einer Pfarrei, die den St. Martin verehrte. Und das war richtig gut. Da war das Patrozinium ein hohes Fest. Und bald schon nach meiner Ankunft war über den Martin weitaus mehr bekannt, als nur das Mantelteilen. In so einem Patronat stecken eine Menge Möglichkeiten. Und außerdem ist es ein Thema, das endlich mal weg von Strukturdebatten und Memorandenthemen führt.

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Mir kommt es ein wenig komisch vor, dass man jemanden, der im 15. Jahrhundert gelebt hat 500 Jahre lang nicht heilig spricht. In seiner Zeit war Bernhard womöglich tatsächlich wegweisend. Und dann - ein halbes Jahrtausend später - wird er in einer völlig anderen Zeit heilig gesprochen.

Nun, die Seligsprechung, die auch schon ein paar hundert Jahre nach dem Hinscheiden Bernhards erfolgte, hat ja ihren Zweck erfüllt und dem Simpert gereicht; das Geld, das die Heiligsprechung gekostet hätte, hat er sich wohl zugunsten anderer Projekte erspart (mal abgesehen davon, dass ihm auch nicht mehr ausreichend Zeit für die Heiligsprechung geblieben wäre).

 

Nachdem deutlich war, dass die Linie Baden-Baden keinen männlichen Nachkommen haben und nach dem Tode von Markgraf August Georg Simpert die Linie

Baden-Baden an die Linie Baden-Durlach fallen würde, war das letzte Jahrzehnt der Regierung stark durch die Erbverhandlungen mit der Durlacher Linie geprägt.

Da die Durlacher protestantisch und die Badener katholisch waren, galt es die Religionsfreiheit für die Untertanen zu sichern. Aus diesem Grunde verwies der

Markgraf auf die lange katholische Tradition der Markgrafschaft Baden-Baden und betrieb die Seligsprechung des Markgrafen Bernhard II. von Baden. Zum Gedenken an seinen

Vorfahren und dessen Seligsprechung ließ er den Bernhardusbrunnen auf dem Rastatter Marktplatz errichten.

 

Da haben die protestantischen Durlacher halt 1771 auch einen katholischen Seligen geerbt ... schlau eingefädelt. :a050:

bearbeitet von Julius
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Hier mehr zum Thema, für jene, die sich womöglich dafür interessieren:

 

http://www.ordinariat-freiburg.de/fileadmin/gemeinsam/amtsblatt/abl11_14.pdf

 

Das ist doch schon mal sehr informativ! Der gute Bernhard wurde geboren und ist gestorben. Dazwischen scheint irgendwie aber ein gewisses Informationsdefizit zu liegen.

 

(Kennt jemand außerhalb Oberbayerns den heiligen Korbinian? Der ist bei uns so populär, dass praktisch in jeder Schulklasse einer seines Namens sitzt, aber in Baden ist der selbst unter Theologen nicht wirklich bekannt).

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Ersatzweise kenne ich eine Kordian. Ob der allerdings heilig ist, liegt im Ratschluss Gottes verborgen.

 

Wenn man Kordian googelt kommt man ins polnische Wikipedia.

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Ersatzweise kenne ich eine Kordian. Ob der allerdings heilig ist, liegt im Ratschluss Gottes verborgen.

Kordian? Aber Hallo!

 

(Grummel grummel brumm schlumpf grummel).

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