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Zitate der deutschsprachigen Literatur


Simone

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„Ignorieren ist noch keine Toleranz."

(Theodor Fontane)

Das halte ich für ausgemachten Blödsinn. Ignorieren (zu können) ist die höchste Form der Toleranz.

 

Ich find gerade das treffend, zumindest dann, wenn sich das - so verstehe ich es - Ignorieren auf die Person bezieht. Wenn ich jemanden ignoriere, weil mir ein bestimmtes Verhalten, seine Herkunft oder Lebenseinstellung nicht passt, dann würde ich das kaum als Toleranz ansehen... Wenn ich bspw. jemanden aufgrund seiner Hautfarbe ignoriere, dann diskriminiere ich ihn dadurch!

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Was sagen Schüler heute dazu:

"Was ist unschuldig, heilig, menschlich gut, wenn es der Kampf nicht ist ums (oder heißt es "für's"?) Vaterland?" Stammt aus der Jungfrau von Orléans und sorgte schon vor 55 Jahren für endlose Debatten (auch in einer Mädchenklasse).

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Ich find gerade das treffend, zumindest dann, wenn sich das - so verstehe ich es - Ignorieren auf die Person bezieht. Wenn ich jemanden ignoriere, weil mir ein bestimmtes Verhalten, seine Herkunft oder Lebenseinstellung nicht passt, dann würde ich das kaum als Toleranz ansehen... Wenn ich bspw. jemanden aufgrund seiner Hautfarbe ignoriere, dann diskriminiere ich ihn dadurch!

Tolerieren kann man nur Dinge, die einem nicht passen. Wer jemanden aufgrund seiner Hautfarbe toleriert, ist immer noch Rassist. Wer die Hautfarbe dagegen ignoriert, dem ist die "Rasse" egal.

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Ich find gerade das treffend, zumindest dann, wenn sich das - so verstehe ich es - Ignorieren auf die Person bezieht. Wenn ich jemanden ignoriere, weil mir ein bestimmtes Verhalten, seine Herkunft oder Lebenseinstellung nicht passt, dann würde ich das kaum als Toleranz ansehen... Wenn ich bspw. jemanden aufgrund seiner Hautfarbe ignoriere, dann diskriminiere ich ihn dadurch!

Tolerieren kann man nur Dinge, die einem nicht passen. Wer jemanden aufgrund seiner Hautfarbe toleriert, ist immer noch Rassist. Wer die Hautfarbe dagegen ignoriert, dem ist die "Rasse" egal.

Wenn ich einen Menschen toleriere, nehme ich ihn als Menschen wahr (auch wenn mir nicht alles an ihm gefällt), wenn ich ihn ignoriere, ist er für mich einfach nicht da.

Aber ich glaube, eine Diskussion hat Simone hier ursprünglich nicht gewollt, sondern eher eine Art Brainstorming oder wie das auf neuhochdeutsch heißt. ;)

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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

Ich habe, ehrlich gesagt, nur schemenhafte Erinnerungen, aber den mussten wir auch nicht lernen. :blush:

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Wenn ich einen Menschen toleriere, nehme ich ihn als Menschen wahr (auch wenn mir nicht alles an ihm gefällt), wenn ich ihn ignoriere, ist er für mich einfach nicht da.

Aber ich glaube, eine Diskussion hat Simone hier ursprünglich nicht gewollt, sondern eher eine Art Brainstorming oder wie das auf neuhochdeutsch heißt. ;)

Wenn das so ist, dann:

 

"Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

Johann Wolfgang von Goethe

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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

Ich habe, ehrlich gesagt, nur schemenhafte Erinnerungen, aber den mussten wir auch nicht lernen. :blush:

 

Bei uns in Österreich ungefähr so:

Finster war´s

Kalt war`s

s`Kind hat an kalt´n A r sch

hin war`s.

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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

Ich habe, ehrlich gesagt, nur schemenhafte Erinnerungen, aber den mussten wir auch nicht lernen. :blush:

 

Bei uns in Österreich ungefähr so:

Finster war´s

Kalt war`s

s`Kind hat an kalt´n A r sch

hin war`s.

Hieß bei uns anders, aber wie? Balladen waren Stoff der Unter- und Mittelstufe, bei mir so von 1951-1955. B)

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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

Her damit!

 

Ich kenne nur "Und bist du nicht billig, so brauch ich Kredit" als Verballhornung einer bestimmten Zeile..

bearbeitet von mn1217
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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

Ich habe, ehrlich gesagt, nur schemenhafte Erinnerungen, aber den mussten wir auch nicht lernen. :blush:

 

Bei uns in Österreich ungefähr so:

Finster war´s

Kalt war`s

s`Kind hat an kalt´n A r sch

hin war`s.

sehr schön! :lol:

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Wenn wir schon dabei sind(und sowas weiß ein Deutschkurs auch meist zu schätzen):

 

Er stand auf einem Sack voll Linsen

und schaute mit vergnügtem Grinsen

auf zehn belegte Brötchen hin.

"Dies alles ist mir viel zu wenig" sprach er zu Ägyptens König

"gesteh, dass ich gefräßig bin".

 

(Sehr frei nach der ersten Strophe des "Ring des Polykrates"')

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Auch eine "Racheverkürzung": Der Taucher ...gluck, gluck, weg war er.

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Auch eine "Racheverkürzung": Der Taucher ...gluck, gluck, weg war er.

 

*räusper* So lustig das ja auch ist, könnten wir vielleicht zu echten Zitaten zurückkommen? :rolleyes:

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Also:

"Ist's erst vollbracht, dann gute Nacht, dann gute Nacht, ihr armen, armen Dinger,

habt ihr euch lieb, tut keinem Dieb nur nichts zu lieb als mit dem Ring am Finger" (Valentins moralisch Lied, als sich Faust zu Gretchen schleicht, aus Faust I)

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"Man spricht vergebens viel um zu versagen, der andre hört vor allem nur das Nein" (Goethe: Iphigenie)

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Oh du mein Hold, du mein Getüm,

so gezogen und verfroren!

Ich habe dich, ich bin gestüm -

als mein Geheuer auserkoren!

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Im Gebüsch gestreckt

Ruhet Hindu faul,

Gift'ge Schlange leckt

Gierig sich das Maul

 

Nimmt erst Anlauf dann,

springt auf Hindu ein,

Schlägt dem armen Mann

Giftzahn in's Gebein.

 

Hindu fliehen will –

Glieder sind verkrampft –

Bet' zu Buddha still

Und verscheidet sanft.

 

Frederike Kemptner (die schlesische Nachtigall)

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Die Axt im Haus ersetzt den Zimmermann

 

Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt

Schiller, Wilhelm Tell

 

Die Axt im Haus erspart den Scheidungsrichter.Da war schon jemand schneller

Der brave Mann denkt an sich. Selbst zuletzt.

Durch diese hohle Gasse muss er kommen.

Wenn er aber nicht kommt können wir nicht weiterspielen.

bearbeitet von Wunibald
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Die Axt im Haus ersetzt den Zimmermann

 

Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt

Schiller, Wilhelm Tell

 

Die Axt im Haus erspart den Scheidungsrichter.

Der brave Mann denkt an sich. Selbst zuletzt.

Aus einschlägigen Erfahrungen mit Heimwerkern kenne ich nur:

Der Mann im Haus erspart die Axt. :ninja:

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Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir, und ich hab' mich noch selten getäuscht. (Nestroy)

 

Ist alles Chimäre, aber mich unterhalt's! (Nestroy)

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Frederike Kemptner

 

oh schön, eine frau! ansonsten scheinen hier ja ausschließlich männer zitierungswürdig zu sein. wenn jetzt auch noch jemand zitiert wird, die/der noch nicht tot ist, wird's für eine zitatesammlung für den deutschunterricht ja direkt revolutionär. ;)

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Frederike Kemptner

 

oh schön, eine frau! ansonsten scheinen hier ja ausschließlich männer zitierungswürdig zu sein. wenn jetzt auch noch jemand zitiert wird, die/der noch nicht tot ist, wird's für eine zitatesammlung für den deutschunterricht ja direkt revolutionär. ;)

 

Du bist doch schon zitiert. ;-)

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Auch aus der Glocke "Er zählt die Häupter seiner Lieben

und sieh, es fehlt kein teures Haupt".

 

 

Bei der Glocke gibt es viele Verballhornungen, die die späte Rache der Schüler waren, die den schier endlosen Text auswendig lernen mussten. Zu meinem Zitat eben: und sieh, es war'n statt sechse sieben (soll von Wilhelm Busch stammen).

 

Kennst du die Kurzfassung von Goethes Erlkönig?

 

Und er ereicht den Hof mit Müh und Not

 

in seinem Arm, das Kind, das lebt

 

das Pferd ist tod...

 

 

 

 

fällt mir gerade so ein. Kann sein, dass da noch mehr ist.

 

mehr nicht mehr wissend...........tribald

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