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Pfarre St.Rochus in Wien


Edith1
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tja - manche dinge muss man eben im licht der tradition betrachten...

Die Frauen sollen sich nicht wünschen, in der Öffentlichkeit aufzutreten, sondern zuhause bleiben und sich dort um ihre Familien kümmern.

SCNR

 

Was bedeutet "Auftreten in der Öffentlichkeit"? Kirchgang, Bälle, Theater..., dagegen hat doch keiner was.

Das musst Du Filippo Neri fragen. Und natürlich Komiker, die solche Sprüche auf ihre Webseiten setzen, wie die Rochuskirchen-Spinner.

 

 

Aber ganz nebenbei: ich habe glücklicherweise keine Familie, um die ich mich kümmern müsste. Wenn man mir also das Geld, für das ich arbeiten muss, einfach so überweist, bin ich gerne bereit, nicht zu arbeiten und zu Hause zu bleiben- abgesehen natürlich von Theater, Bällen, Spaziergängen, Museumsbesuchen, Restaurants etc.

 

Ich habe damit kein Problem.

Edited by Edith1
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Das musst Du Filippo Neri fragen. Und natürlich Komiker, die solche Sprüche auf ihre Webseiten setzen, wie die Rochuskirchen-Spinner.

Allerdings war Filippo Neri auch ein Komiker, doch im Sinne der heiligen Narren. So sagte er über Ignatius von Loyola, seine Schriften seien so langweilig, der Mann müsse ein Heiliger sein. Und Sprüche von ihm in der Art gibt's zuhauf.

Seine "komischen" Aktionen mögen ja damals ganz lustig gewesen ein. Heute wären sie höchstens infantil.

Zudem weiß ich nicht, warum man Sprüche, die durch den gesellschaftlichen Wandel so vollständig überholt sind, auf seiner Webseite präsentiert, es sei denn, man stimmt ihnen zu und zeigt damit, dass man genauso überholt ist.

 

Persönlich ist es mir egal. Mir bedeuten die Oratorianer samt Filippo Neri nicht das Geringste. Ignatius von Loyola und die Jesuiten hingegen möchte ich nicht missen.

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Mir bedeuten die Oratorianer samt Filippo Neri nicht das Geringste. Ignatius von Loyola und die Jesuiten hingegen möchte ich nicht missen.

Die Oratorianer kenne ich nicht, aber was ich von Phillip Neri gehört habe, das gefällt mir, weil er so schön verrückt ist. Ebenso wie mir Ignatius gefällt, weil er so schön klar ist. Beide sind wohl zusammen heilig gesprochen worden.

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Bester Edelstein. ;)

 

Ich beurteile Leute IMMER im Kontext der Zeit. In seiner Zeit hatte "Pippo Buono" seine Berechtigung, seine Charismen, seine positive Wirkung. Er hat sie zweifellos für viele Menschen auch später gehabt und hat sie bis heute.

Ich gestatte mir davon unabhängig seine Bedeutung für mich persönlich mit "0" anzusetzen.

 

Aber eigentlich geht es mir um etwas anderes: um eine Gemeinschaft nämlich, die einen feststehenden Volksaltar in ihrer Kirche entfernt hat (ein Recht, das ich ihr nie abgesprochen habe, eben weil es eine Ordenskirche ist, und ich es selbstverständlich finde, wenn der Orden dort ein gewisses Hausrecht in Anspruch nimmt und - völlig legal, weil mit Zustimmung des Bischofs - umsetzt) und seither zu den "Familienmessen" einen transportablen Altar aufstellt.

Abgesehen davon, dass das so rein prinzipiell "eigentlich" nicht zulässig ist, weil Altäre "eigentlich" feststehend sein müssen (natürlich, es gibt Ausnahmen, aber die sind dafür nicht gedacht), zeigt dies eine entsprechende Geringschätzung jener Form des ordentlichen Ritus, die allgemein üblich ist. Für die "Familienmessen" (traditionell die "niedrigschwellige" Variante für das gemeine Volk) na gut, da machen wir es halt, aber die "edlen" Messen für die besseren Katholiken - ach nein, da natürlich nicht.

 

Zudem wird natürlich auch einmal wöchentlich "tridentinisch" zelebriert. (Obwohl der Pfarrer selbst zugibt, dass er damit nichts anfangen kann, aber die "wechselseitige Befruchtung" muss her, weil der Papst davon schwafelt, ungeachtet dessen, dass der NOM ja keine Neuerfindung am grünen Tisch war, sondern bereits ein Kind der tridentinischen Messe, aus der er ja entsprchend viele Elemente übernommen HAT.)

 

Und eben diese Gemeinschaft hat auch eine Homepage, und es macht ihr nichts aus, dort Sprüche einzustellen, die bestens zur Geisteshaltung jener passen, die sonst bestimmte liturgische Verhaltensweisen und Formen promoten. (Du wirst den Spurch nicht mehr finden, weil er täglich gewechselt wird.)

 

Und nur das interessiert mich.

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Mir bedeuten die Oratorianer samt Filippo Neri nicht das Geringste. Ignatius von Loyola und die Jesuiten hingegen möchte ich nicht missen.

Die Oratorianer kenne ich nicht, aber was ich von Phillip Neri gehört habe, das gefällt mir, weil er so schön verrückt ist. Ebenso wie mir Ignatius gefällt, weil er so schön klar ist. Beide sind wohl zusammen heilig gesprochen worden.

Ja, sie wurden.

 

Ich habe auch nichts gegen die Oratorianer. (Die echten Oratorianer, wie zB in der Rochuskirche. :D

Es gibt da auch noch die "Gemeinschaft des Heiligen Fillipo Neri", gegründet 2003, hinter der sich ein tridentinischer Stoßtrupp des Herrn Hoyos von Ecclesia Dei verbirgt, aber das ist etwas anderes).

 

Aber ich habe eine Menge gegen die Pfarre St.Rochus in Wien.

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Interessant, ich hatte die Oratorianer bisher als eher liberale Gemeinschaft wahrgenommen, wobei ich allerdings auch nur zwei Niederlassungen kenne, von denen zumindest eine sowas wie ein Hort der "Konzilsgeistnostalgiker" ist. Da scheint es ziemliche Unterschiede zu geben...

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Mir bedeuten die Oratorianer samt Filippo Neri nicht das Geringste. Ignatius von Loyola und die Jesuiten hingegen möchte ich nicht missen.

Die Oratorianer kenne ich nicht, aber was ich von Phillip Neri gehört habe, das gefällt mir, weil er so schön verrückt ist. Ebenso wie mir Ignatius gefällt, weil er so schön klar ist. Beide sind wohl zusammen heilig gesprochen worden.

 

Mir gefällt der Phillip Neri auch besser, mit dem andauernden Ruf zum Gehorsam des Ignazius hab ich nie viel anfangen können...

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Interessant, ich hatte die Oratorianer bisher als eher liberale Gemeinschaft wahrgenommen, wobei ich allerdings auch nur zwei Niederlassungen kenne, von denen zumindest eine sowas wie ein Hort der "Konzilsgeistnostalgiker" ist. Da scheint es ziemliche Unterschiede zu geben...

Ja, ich war auch ziemlich verwundert.

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Mir bedeuten die Oratorianer samt Filippo Neri nicht das Geringste. Ignatius von Loyola und die Jesuiten hingegen möchte ich nicht missen.

Die Oratorianer kenne ich nicht, aber was ich von Phillip Neri gehört habe, das gefällt mir, weil er so schön verrückt ist. Ebenso wie mir Ignatius gefällt, weil er so schön klar ist. Beide sind wohl zusammen heilig gesprochen worden.

 

Mir gefällt der Phillip Neri auch besser, mit dem andauernden Ruf zum Gehorsam des Ignazius hab ich nie viel anfangen können...

Ich habe nicht den Einruck, dass Du Dich mit Ignatius von Loyola besonders intensiv befasst hast.

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:daumenhoch:

 

 

 

 

P.S: Nur, damit uns die Grauslichkeit erhalten bleibt, habe ich den link noch mal gesucht:

Altar

Edited by Edith1
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So dekorieren die Oratorianer ihren Altar mit Christsternen, die in den 60ern populär wurden, wohl um auch an die Beatleszeit anzuknüpfen, während die Lichterkette wohl ein Bekenntnis zu Weihnachtsmärkten und dem Coca-Cola-Weihnachtstruck darstellen soll,

 

Ach du meine Fresse, die hab ich beim ersten Betrachten des schon oben (ich glaube von Flo) verlinkten Bildes gar nicht gesehen. Die entblöden sich nicht, eine Lichterkette um die Säulenfriese des Barockhochaltars zu winden als wärs der Balkon einer Mietskaserne. Wahrscheinlich noch mit falschem Tannengrün versehen, diese Lichtlein... ich glaub, ich bin im falschen Film...

 

 

Würde die Liturgie nicht dazu gebraucht werden, dass sich "konservative" und "progressive" Christen gegenseitig ihre Stilisierungen um Ohren und Augen klatschen, ließe sich über Liturgie sicher entspannter diskutieren.

 

Meine Rede seit Jahr und Tag (nein, eigentlich erst, seit ich in den Weiten des Internets auf seltsame Gruppierungen gestoßen bin, die entweder die Gardinen ihrer Großmütter zum Hochamt auftragen oder selbige -also die Großmütter, nicht die Gardinen- zu "women priests" weihen).

Wie ich es hasse, wenn Liturgie als kirchenpolitischer Kampfplatz zweckentfremdet wird.

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Wie ich es hasse, wenn Liturgie als kirchenpolitischer Kampfplatz zweckentfremdet wird.

Dies ist der einzig wahre "Liturgiemissbrauch".

Edited by Edith1
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gouvernante

seit ich in den Weiten des Internets auf seltsame Gruppierungen gestoßen bin, die entweder die Gardinen ihrer Großmütter zum Hochamt auftragen oder selbige -also die Großmütter, nicht die Gardinen- zu "women priests" weihen

:lol:

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... Denn keine der beiden Seiten wird, so wie es ausschaut, locker lassen...

Es funktioniert auch nur, wenn beide gleichzeitig locker lassen. Wenn nur eine Seite locker lässt, wird sie von der anderen Seite augenblicklich über den Tisch gezogen.

 

Werner

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Stimmt. Locker lassen ist falsch. Mitten im Gezerre auslassen, dann kippt der zu sich zerrende Gegner hintüber und findet sich unter dem Tisch. :D

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Und eben diese Gemeinschaft hat auch eine Homepage, und es macht ihr nichts aus, dort Sprüche einzustellen, die bestens zur Geisteshaltung jener passen, die sonst bestimmte liturgische Verhaltensweisen und Formen promoten. (Du wirst den Spurch nicht mehr finden, weil er täglich gewechselt wird.)

Die wechseln den Spruch jeden Tag???

Dann würde ich das ganze nicht ganz so hoch hängen - Jedes Jahr 365 gute Sprüche zu finden ist eine Kunst, zu der nicht jeder fähig ist. Da nimmt man dann auch mal die 2. Wahl, und da flutscht vielleicht auch mal der ein oder andere durch die Filter, der nicht in allen Richtungen pc ist. Es sollte sich halt nur nicht häufen.

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Aber eigentlich geht es mir um etwas anderes: um eine Gemeinschaft nämlich, die einen feststehenden Volksaltar in ihrer Kirche entfernt hat (ein Recht, das ich ihr nie abgesprochen habe, eben weil es eine Ordenskirche ist, und ich es selbstverständlich finde, wenn der Orden dort ein gewisses Hausrecht in Anspruch nimmt und - völlig legal, weil mit Zustimmung des Bischofs - umsetzt) und seither zu den "Familienmessen" einen transportablen Altar aufstellt.

Abgesehen davon, dass das so rein prinzipiell "eigentlich" nicht zulässig ist, weil Altäre "eigentlich" feststehend sein müssen (natürlich, es gibt Ausnahmen, aber die sind dafür nicht gedacht), zeigt dies eine entsprechende Geringschätzung jener Form des ordentlichen Ritus, die allgemein üblich ist. Für die "Familienmessen" (traditionell die "niedrigschwellige" Variante für das gemeine Volk) na gut, da machen wir es halt, aber die "edlen" Messen für die besseren Katholiken - ach nein, da natürlich nicht.

Das kommt auch auf das Drumherum und die Begründung an.

Ich kenne ein Benediktinerkloster, da wird Sonntags am 'richtigen' Altar zelebriert und beim Hochgebet stehen alle geweihten Brüder mit ihren Stolen um den Altar, allso alles nach Norm.

Werktags wird ein kleiner transportabler Altar im vorderen Altarraum aufgestellt und nur einer zelebriert die Messe (was ja auch reicht, Benedikt wollte ja ursprünglich nicht mehr als ein bis zwei Priester pro Kloster). Ich empfinde das dort als sehr stimmig.

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Und was hat das mit St.Rochus zu tun?

Genau: nichts.

Es handelt sich um eine Oratorianerkirche, die gleichzeitig Pfarrkirche ist und wo bis zu dem Anfall im Nachhang zum MP völlig normale Messen zelebriert wurden.

Wir reden weder von einer Zeit, in der die Mehrheit irgendwelcher Ordensangehörigen "Laienbrüder" waren, noch von einem Benediktinerkloster, noch von einem werktags zusätzlich aufgestellten Altar, sondern von einem Hinauswerfen des Volksaltares und dann gnadenhalber Aufstellen desselben zur "Familienmesse", als nolens-volens-Kompromiss, nachdem die Entfernung zu einem riesengroßen Krach geführt hatte.

Edited by Edith1
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Und eben diese Gemeinschaft hat auch eine Homepage, und es macht ihr nichts aus, dort Sprüche einzustellen, die bestens zur Geisteshaltung jener passen, die sonst bestimmte liturgische Verhaltensweisen und Formen promoten. (Du wirst den Spurch nicht mehr finden, weil er täglich gewechselt wird.)

Die wechseln den Spruch jeden Tag???

Dann würde ich das ganze nicht ganz so hoch hängen - Jedes Jahr 365 gute Sprüche zu finden ist eine Kunst, zu der nicht jeder fähig ist. Da nimmt man dann auch mal die 2. Wahl, und da flutscht vielleicht auch mal der ein oder andere durch die Filter, der nicht in allen Richtungen pc ist. Es sollte sich halt nur nicht häufen.

Hör mal, ich kenne diese Pfarre. Und wenn sie keine 365 sinnvollen Sätze ihres Gründers finden, dann sollen sie die Sprüche eben nur wöchentlich wechseln.

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Und eben diese Gemeinschaft hat auch eine Homepage, und es macht ihr nichts aus, dort Sprüche einzustellen, die bestens zur Geisteshaltung jener passen, die sonst bestimmte liturgische Verhaltensweisen und Formen promoten. (Du wirst den Spurch nicht mehr finden, weil er täglich gewechselt wird.)

Die wechseln den Spruch jeden Tag???

Dann würde ich das ganze nicht ganz so hoch hängen - Jedes Jahr 365 gute Sprüche zu finden ist eine Kunst, zu der nicht jeder fähig ist. Da nimmt man dann auch mal die 2. Wahl,

 

Der Spruch ist nicht 2. Wahl sondern allerletzte Wahl und es ist eine Leistung einen so jenseitigen Satz zu finden....aber er paßt zum Geist dieser Pfarre.

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nachdem die Entfernung zu einem riesengroßen Krach geführt hatte.
Weshalb hat man die Gemeinde nicht geteilt?
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Warum sollte man?

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Warum sollte man?

Weil es doch anscheinend kein Gemeindeleben im eigentlichen Sinne mehr gibt, sondern allenfalls eine Art Simultannutzung einer Kirche (mich würde ja mal interessieren, wieviele der Familienmessbesucher noch in die sonstigen Messen am Alptraum gehen...)
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Mein Gott, im 3. Bezirk gibt es x Kirchen und eine der besten U-Bahn-Verbindungen. Von St.Rochus bist Du in maximal 10 Minuten in alllen Innenstadtkirchen. Wer die Spinner nicht will, geht - so läuft das im Zentrum.

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Mein Gott, im 3. Bezirk gibt es x Kirchen und eine der besten U-Bahn-Verbindungen. Von St.Rochus bist Du in maximal 10 Minuten in alllen Innenstadtkirchen. Wer die Spinner nicht will, geht - so läuft das im Zentrum.

1. ist das wieder Wiener-Großstadt-Luxus-Denken und 2. kann ich mir kaum vorstellen, daß man sich in der Erzdiözese Wien so einfach umpfarren kann.

 

In Deutschland ist eine offizielle Umpfarrung soweit ich weiß nahezu unmöglich (man beharrt ja auf den Territorialprinzip), die Personalpfarrei ist nicht vorgesehen und die Finanzmittel werden nach den Köpfen den Territorialpfarreien zugewiesen. Ich wäre nicht bereit, daß St. Rochus immer noch für meine Seele Mittel aus dem Diözesanhaushalt bekommt...

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