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Halbgott Benedikt


Der Geist

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"Was die Schuhe betrifft, klar, das ist auch eine Frage der Ästhetik. Aber es war vergebliche Liebesmüh zu versuchen, ihn zu überzeugen, dass es möglicherweise nicht nur aus Gründen der Optik, sondern auch der Tradition richtiger wäre, sich in die Linie seiner Vorgänger einzufügen. "

 

Lustig wofür der ehrwürdige Begriff "Tradition" so alles herhalten muss

 

Werner

Außerdem hat Johannes Paul II., wenn ich mich recht erinnere, auch nur selten die päpstlichen roten Schuhe getragen, sondern einfache braune Schuhe von einem Schuster in Polen. Die "Linie seiner Vorgänger" ist bei Franziskus also eher lückenhaft.

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Hier findet man ein verspätetes Highlight zum Thema dieses Threads....mit so etwas tut man Benedikt unrecht, weil man ihn lächerlich macht. Was er geschrieben hat war mittelmäßige bzw in den Jesusbüchern untermittelmäßige Theologie, aber sicher keine Literatur und schon gar keine nobelpreiswürdige.
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Was tut man nicht alles, um den Absatz der Bücher zu steigern. Billiger wäre aber ein Lehrverbot....

 

Ich finde diesen kindischen Quatsch ärgerlich. Literaturnobelpreis für Benedikt XVI, Kirchenlehrerstatus für die Faustina...

 

Was kommt noch? Oscar für die beste Liturgie?

 

Ich hasse die Vermischung von Kriterien. Sowenig wie ich bereit bin Heiligsprechungen an irgendwelchen noch so ehrenwerten Kodifikationen zu messen.

 

Dass der Literaturnobelpreis (wie auch der Friedensnobelpreis) nach fragwürdigen Mustern vergeben wird, ist leider wahr. Paradebeispiel: Winston Churchill. Meisterhafte Darstellungen, großartige Reden - ja, sie haben alle auch künstlerischen Wert. Aber das reicht mir nicht!

Ich bin bekennender Churchill-Fan und bekennender Benedikt-Fan (gerade auch ihrer Schriften) und ich kann die Jellinek-Bücher nicht ausstehen. Aber SIE (bzw natürlich ihr Werk) gehört für mich eindeutig in die Kategorie Literaturnobelpreis, die beiden genannten Herren nicht.

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Der "Personenkult" um den derzeitigen Papst erreicht nicht annähernd das Niveau, das bei einigen seiner Vorgänger bestand.

 

Gott sei Dank.

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Was kommt noch? Oscar für die beste Liturgie?

 

 

nö.

 

vorher kommt noch

die Seligsprechung

vom

 

Reserl von Konnersreuth.

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Die Ergebung Benedikt XVI setzt sich auch in dessen Ruhestand "würdig" fort....Viele Fragen offen bei «weltweit erster Papst-Benedikt-Kapelle»

Die Initiatorin zitierte das frühere Kirchenoberhaupt mit den Worten, er freue sich, dass eine solche Kapelle errichtet werden solle, «die natürlich nicht auf mich, sondern auf den Herrn verweisen wird».

 

Das ist keine "Eiligsprechung" wie bei JP II sondern eine "Voreiliseligsprechung".

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eine Frage in die Runde:

 

ich kann mich nicht erinnern, daß es jemals etwas Vergleichbares gegeben hätte: Man benennt eine Kapelle nach einem Lebenden?

 

Hat es so etwas schon mal gegeben?

 

Hier übrigens der persönliche Papstbrief und der Entwurf für die Kapelle:

 

http://www.muenchner-kirchennachrichten.de/meldung/article/weltweit-erste-papst-benedikt-kapelle.html

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eine Frage in die Runde:

 

ich kann mich nicht erinnern, daß es jemals etwas Vergleichbares gegeben hätte: Man benennt eine Kapelle nach einem Lebenden?

 

Hat es so etwas schon mal gegeben?

 

Es kommt öfters vor, dass Kirchen nach ihren Erbauern oder Künstlern benannt werden:

 

Hundertwasserkirche

Asamkirche

 

Gelegentlich wird diese Kirche auch "Fuchs-Kirche" genannt:

St. Jakob Thal

bearbeitet von chrk
Links repariert. - chrk.
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Es kommt öfters vor, dass Kirchen nach ihren Erbauern oder Künstlern benannt werden:

 

Im vorliegenden Fall also "Graswald-Böhme-Kapelle".

bearbeitet von Petrus
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Grundsätzlich ist ein Benedikt XVI. - Patrozinium schlicht ausgeschlossen, allerdings benötigt eine Kapelle auch kein eigenes.

 

Wie man die dann praktisch nennt, das ist eine andere Frage, ein Zeichen Bescheidenheit ist seine Antwort sicherlich nicht.

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Ich kenne einige Kirchen, die nicht nach Heiligen, sondern nach bekannten Personen der Kirchengeschichte benannt sind: Eine Calvin-Kirche, eine Luther-Kirche, eine Melanchthon-Kirche, sogar eine Bonhoeffer-Kirche. Ob Benedikt sich da wohl einreihen will? :rolleyes:

 

Nochmal auf einem anderen Blatt steht die ästhetische Qualität des Entwurfs, der mich eher an ein Tempel aus 1001 Nacht im einschlägigen Themenbereich in einem Freizeitpark erinnert als an eine oberbayrische Kapelle...

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Ich kenne einige Kirchen, die nicht nach Heiligen, sondern nach bekannten Personen der Kirchengeschichte benannt sind: Eine Calvin-Kirche, eine Luther-Kirche, eine Melanchthon-Kirche, sogar eine Bonhoeffer-Kirche. Ob Benedikt sich da wohl einreihen will? :rolleyes:

 

Nochmal auf einem anderen Blatt steht die ästhetische Qualität des Entwurfs, der mich eher an ein Tempel aus 1001 Nacht im einschlägigen Themenbereich in einem Freizeitpark erinnert als an eine oberbayrische Kapelle...

 

Da hast du Recht (einerseits), bei uns daheim gibt es auch eine Gustav-Adolf-Kirche (was ich nie verstand). Andererseits waren aber die betreffenden Personen sicher schon tot, als die Kirchen nach ihnen benannt wurden.

In München (Neuperlach-Süd) gibt es eine (kath.) Maximilian-Kolbe-Kirche und in Sichtweite die ev. Bonhoeffer-Kirche (beide so in den 1980ern erbaut

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Nochmal auf einem anderen Blatt steht die ästhetische Qualität des Entwurfs, der mich eher an ein Tempel aus 1001 Nacht im einschlägigen Themenbereich in einem Freizeitpark erinnert als an eine oberbayrische Kapelle...

 

niederbayrische

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Ich kenne einige Kirchen, die nicht nach Heiligen, sondern nach bekannten Personen der Kirchengeschichte benannt sind: Eine Calvin-Kirche, eine Luther-Kirche, eine Melanchthon-Kirche, sogar eine Bonhoeffer-Kirche. Ob Benedikt sich da wohl einreihen will? :rolleyes:

 

Diese Kirchen sind wohl kaum katholisch und bei aller ökumenischen Zusammenarbeit, die evangelischen Kirchen haben ihre Regeln, wir die unseren.

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Wie man die dann praktisch nennt, das ist eine andere Frage, ein Zeichen Bescheidenheit ist seine Antwort sicherlich nicht.

 

Ich sehe in der Antwort, die Kapelle werde sicherlich nicht auf ihn, sondern auf den Herrn verweisen und er setze selbstverständlich das Einverständnis des Ortsbischofs voraus, eher den Versuch, Frau Graswald-Böhme dezent und überhöflich mitzuteilen, dass er ihr Ansinnen nicht goutiert.

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Wie man die dann praktisch nennt, das ist eine andere Frage, ein Zeichen Bescheidenheit ist seine Antwort sicherlich nicht.

 

Ich sehe in der Antwort, die Kapelle werde sicherlich nicht auf ihn, sondern auf den Herrn verweisen und er setze selbstverständlich das Einverständnis des Ortsbischofs voraus, eher den Versuch, Frau Graswald-Böhme dezent und überhöflich mitzuteilen, dass er ihr Ansinnen nicht goutiert.

 

Zunächst: Daß die Kapelle nicht auf ihn verweisen kann, ist eine Selbstverständlichkeit. Er lebt ja noch. Ebenso ist das Einverständnis des Ortsbischofs bei der Errichtung einer Kapelle immer erforderlich. Falls darin Eucharistie gefeiert werden soll. Macht auch Sinn.

 

Und hier seine Nicht-Goutation im Original:

 

"Ich freue mich, daß Sie in der schönen Landschaft Niederbayerns eine Papst-Benedikt-XVI.-Kapelle errichten wollen."

 

also - für so deppert hätte ich den Gänswein nun wirklich nicht gehalten.

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Ich kenne einige Kirchen, die nicht nach Heiligen, sondern nach bekannten Personen der Kirchengeschichte benannt sind: Eine Calvin-Kirche, eine Luther-Kirche, eine Melanchthon-Kirche, sogar eine Bonhoeffer-Kirche. Ob Benedikt sich da wohl einreihen will? :rolleyes:

 

Nochmal auf einem anderen Blatt steht die ästhetische Qualität des Entwurfs, der mich eher an ein Tempel aus 1001 Nacht im einschlägigen Themenbereich in einem Freizeitpark erinnert als an eine oberbayrische Kapelle...

 

Da hast du Recht (einerseits), bei uns daheim gibt es auch eine Gustav-Adolf-Kirche (was ich nie verstand). Andererseits waren aber die betreffenden Personen sicher schon tot, als die Kirchen nach ihnen benannt wurden.

In München (Neuperlach-Süd) gibt es eine (kath.) Maximilian-Kolbe-Kirche und in Sichtweite die ev. Bonhoeffer-Kirche (beide so in den 1980ern erbaut

 

Im evangelischen Bereich gibt es sogar Kirchen, die nach biblischen Orten benannt sind - es gibt z. B. auch Genezareth-Kirchen (allerdings leider ohne See, oder wenigstens kleinen Teich, in der Kirche - was ich eigentlich schön fände).

 

Alle hier genannten, auch evangelischen, Kirchenpatrone waren meiner Kenntnis nach beim Bau der jeweiligen Kirche bereits zuverlässig tot. Insofern ist eine solche Namensgebung, soweit ich sehe, bisher in der Kirchengeschichte noch nicht vorgekommen. nuja - ecclesia semper reformanda, wie schon Jodocus van Lodenstein sagte.

 

ich werde von der neuen Entwicklung nicht profitieren - Petruskirchen und -Kapellen gibt es schon zur Genüge :)

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Was soll uns die Krone auf der Kuppel sagen?

Vielleicht das Gleiche wie der Titel dieses Threads? Vgl. gern hierzu auch Psalm 8,5:

 

"Du hast ihn wenig niedriger gemacht denn Gott, und mit Ehre und Schmuck hast du ihn gekrönt."

bearbeitet von Petrus
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Ebenso ist das Einverständnis des Ortsbischofs bei der Errichtung einer Kapelle immer erforderlich. Falls darin Eucharistie gefeiert werden soll.

 

und noch im Krchenrecht nachgeschaut. das geht sogar noch weiter, als ich im Gedächtnis hatte:

 

CIC can. 1223:

Unter Kapelle versteht man einen Ort, der mit Erlaubnis des Ordinarius für den Gottesdienst zugunsten einer Gemeinschaft oder eines dort zusammenkommenden Kreises von Gläubigen bestimmt ist, zu dem mit Zustimmung des zuständigen Oberen auch andere Gläubige Zugang erhalten können.

 

CIC can. 1224 §1:

Der Ordinarius darf die erforderliche Erlaubnis zur Einrichtung einer Kapelle nur erteilen, wenn er den für die Kapelle bestimmten Ort zuvor selbst oder durch einen Beauftragten besichtigt und als geziemend ausgestattet befunden hat.

 

Benedikt em. XVI erwähnt hier also nur die geltenden Bestimmungen des Kirchenrechts.

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