Jump to content

Dritte Welt und kath. Kirche


Reliklasse

Recommended Posts

Wir sind eine 10. Klasse im Leibniz-Gymnasium Altdorf und haben uns verschiedene Themen über die Dritte Welt  erarbeitet. Es folgt nun eine kurze Darstellung dieser Themen mit eigener Stellungnahme. Bitte schreibt uns zurück, wie ihr unsere Darstellungen findet:

 

Beitrag folgt!

Link to comment
Share on other sites

Stellungnahme der Kirche gegenüber der Dritten Welt:

Material: Enzyklika Pauls des Sechsten

Probleme:

*Rückstand an Dienstleistungen und Gütern in der Dritten Welt

*Analphabetismus

*Unterdrückung der Rechte

*Diskriminierung

*Unterentwicklung: wirtschaftlich, kulturell, politisch und menschlich

 

Lösungen der Kirche:

*Die armen Völker mit Infrastruktur versehen und ihnen beim Prozess der Industrialisierung helfen

*Die Bemühungen in der Dritten Welt mit ihrem religiösen und humanen Geist unterstützen

 

Unserer Meinung nach ist die Weltsituation eher negativ, obwohl die Initiativen der Kirche einige Ergebnisse erziehlt haben. Aber wir glauben, dass sich nicht nur die Kirche engagieren muss um die Situation in der Dritten Welt zu verbessern.

Link to comment
Share on other sites

Weltweit müssen etwa 100 Mio Kiner Arbeiten. Doch Kinderarbeit ist schwer zu definieren:

1. Freiwillige Kinderarbeit

Das ist in Deutschland legal ab dem Alter von 15

2. Von den Eltern geforderte Mitarbeit (-> Landwirtschaft)

Wird von manchen Pädagogen für sinnvoll erachtet, da Kinder so praktische Fähigkeiten entwickeln können.

3. Unfreiwillige Arbeit für den Lebensunterhalt

Das ist illegal. Kinder müssen in Bordellen, Kohlengruben, Teppichknüpfereien, Goldschürfen, Müllsammeln, Obstkistenschleppen,... arbeiten.

Länder dazu sind: Indien, Westafrika, Thailand, und im Regenwald.

Diese Kinder erhalten einen Tageslohn von 3-4 Schilling was etwa 25 Cent entspricht.

Gegen diese Art von Kinderarbeit kämpft Unesco, IAO,...

Link to comment
Share on other sites

Unsere Stellungnahme zur Kinderarbeit:

In gewisserweiße ist Kinderarbeit sinnvoll, solange diese Arbeit das Arbeitspotential der Kinder nicht übersteigt und der Lohn der Arbeit angemessen ist. Trotzdem sollten Kinder erst ab einem gewissen Alter arbeiten und noch genügend Zeit für Schule und Freizeit haben.

Unfaire Kinderarbeit ist die größtmögliche Qual die man Kindern antun kann. Ihre Kindheit wird vollkommen zerstört und hinterlässt bleibende Schäden für das spätere Leben.

Link to comment
Share on other sites

In Indien arbeiten fast 45 Mio Kinder -> eine Folge der Armut.

Kinder sind billige Arbeitskräfte =>Kinder sehr wenig Geld für viel Arbeit

Fortsetzung folgt

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Reliklasse am 10:03 - 18.Juni.2002

Bitte schreibt uns zurück, wie ihr unsere Darstellungen findet:


 

Wollt ihr nur (mehr oder weniger) katholische Meinungen hören, oder dürfen auch A&As (Atheisten und Agnostiker) antworten?

Link to comment
Share on other sites

>Lösungen der Kirche:

*Die armen Völker mit Infrastruktur versehen und ihnen beim Prozess der Industrialisierung helfen

*Die Bemühungen in der Dritten Welt mit ihrem religiösen und humanen Geist unterstützen<

 

"Prozess der Industrialisierung", das ist der falsche Prophet. Stellt euch mal eine sogenannte "Dritte Welt" vor, in der es ähnlich aussieht wie bei uns in Deutschland.

Oben und unten am Leben vorbeigebaut. Türme und Kelleräume, Schienen- und Abwassersysteme.

Supermärkte und Müllverbrennungsanlagen. Einige wenige sind stinkreich, einige wenige sind bitterarm, und der große Rest schwimmt so mit und verblödet immer mehr.  

 

Das größte Kapital, dass die Länder in der sogenannten "Dritten Welt" haben ist ihre unberührte Natur. Auch nicht überall, aber jedenfalls nicht so zugebaut wie in den Industrieländern.

 

Lösungen von Torsten:

 

-Die Slums abreissen und die Menschen in ihre Heimatgegenden zurückbringen

-Den Menschen eine neue Sexualmoral geben, auf dass sie ihre Vermehrung kontrollieren können

-Die Frauen auf den Gebieten Garten- und Landschaftsbau, Ernährungs- und Naturheilkunde ausbilden

-Die Männer bleiben daheim und helfen beim Arbeiten an einem Garten Eden mit

 

Bezahlt wird das alles von den Industriestaaten, die neben dem selbstverständlichen Schuldenerlass auf größenwahnsinnige Bauprojekte ala ISS und Co verzichten, und dafür Lehrer ausbilden und für Pflanzgut sorgen.

 

Die Leitung und Organisation des Ganzen übernimmt die Kirche der Heiligen Mutter Gottes.

 

So mal grob gesagt. Eure Darstellung ist in überholten Denkstrukturen verhaftet. Schuld sind wahrscheinlich auch eure Lehrer.

 

(Geändert von Torsten um 15:40 - 18.Juni.2002)

Link to comment
Share on other sites

Hier noch ein Bißchen Material für Eure Arbeit. Übrigens: die Kindersoldaten (die wohl brutalste Form der Kinderausbeutung) fehlen noch bei Eurer Übersicht.

 

http://www.brot-fuer-die-welt.de/projekt/projekte_asia2.html

http://www.misereor.de/scripts/aktiv/seite...oject=321-1/108

http://www.misereor.de/scripts/aktiv/seite...ect=321-900/340

http://www.missio-aachen.de/missio/engel/index.html

Link to comment
Share on other sites

sind in afrika nicht die meisten moslems?, also nordafrika ist jedenfalls ganz moslemisch.

 

(Geändert von IRA um 16:01 - 18.Juni.2002)

Link to comment
Share on other sites

er überlegt ob die nicht selber schuld haben oder ob man da überhaupt was tun sollte.

oder er überlegt gar nicht mehr, er weiss es schon.

 

helmut

Link to comment
Share on other sites

<<IRA, was hat das mt dem Thema zu tun? <<

 

wieso hat das mit dem thema nichts zu tun luci?

 

schließlich ist die herschende kraft in der dritten welt der islam.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von IRA am 16:20 - 18.Juni.2002

 

schließlich ist die herschende kraft in der dritten welt der islam.

schau Dir doch mal die Bevölkerungsdichten und Religionen in Südamerika, Südostasien und in Nordafrika an - und dann schreib nicht mehr so einen Unsinn.

Link to comment
Share on other sites

Kaffee

 

Entwicklungshintergründe

Kaffee ist hinter Erdöl der wichtigste Rohstoff der Dritten Welt.

Größten Produzenten: Brasilien, Kolumbien, Indonesien, Mexiko

Kleine Produzenten: Länder in Afrika

Ungleichgewicht: Die großen Kaffeeländer produzieren zwar viel, sind davon aber nicht so abhängig (geringer Teil am Export). Die kleinen, die wenig produzieren, sind davon sehr abhängig (Exportieren nur Kaffee).

 

LandWeltproduktionsanteil 1996

Anteil am nationalen Export

Brasilien 20,4%     5%

Kolumbien 13,2%     18%

Indonesien 6,1%     5%

Mexiko 5,7%     3%

Uganda 4,2%     85%

Burundi ca. 1%     81%

El Salvador 2,4%     36%

 

Wegen einem tendentiellem Überangebot von Kaffee auf dem Weltmarkt gibt es große Preisschwankungen und Preisverfall --> schlecht für die kleinen Länder (Afrika).

JahrRohkaffeepreis in US-$ pro Tonne

1977  5049$

1980  3319$

1985  2932$

1990  1576$

1997  2470$

 

Man versuchte durch politische Maßnahmen diesen Preisverfall zu verhindern. Dies wollte man durch vereinbarte Exportquoten erreichen, was jedoch 1989 wieder aufgegeben wurde. Seitdem gibt es wieder eine freie Preisbildung --> Kaffeepreis

 

1994 haben sich die wichtigsten Länder zur ACPC (Association of Coffee Production Countries) neu formiert und Exportquoten vereinbart, welche jedoch nicht eingehalten wurden.

 

Argumente dafür

Kaffeepreis sinkt tendenziell; dieser Trend muß gestoppt werden.

Kaffeeerlöse sind ein wichtiger Einkommensfaktor für bestimmte (ärmere) Entwicklungsländer

Tributpflicht aus der Kolonialära

 

Argumente dagegen

Marktferne Preisanreize verführen zur Überproduktion und zu Parallelmärkten

Belohnung für falsche Produktionsentscheidungen statt Unterstützung einer Diversifizierung der Ökonomien.

Für Entwicklungshilfeleistungen sollte Bedürftigkeit und nicht die Produktionsleistung im Rohstoffsektor Kaffee entscheidend sein

.Indirekt profitieren von einem Kaffeeabkommen Länder, die nicht der Vereinbarung beigetreten sind.

 

Heute schließt man keine Rohstoffabkommen mehr ab, da sie zu teuer und zu wenig zielgerichtet sind. Freiwillige Absprachen scheitern an der mangelnden Disziplin, diese einzuhalten.

 

Kaffee                                Zollsatz der EU

Kaffee (ungeröstet) 4%

Kaffeeschalen und –Häutchen entfernt 7%

Kaffee, entkoffeiniert 10%

Kaffee, geröstet, nicht entkoffeiniert 12%

Kaffee, geröstet und entkoffeiniert 15%

 

Die Länder bekommen nur 20% von dem Geld, das wir für den Kaffee zahlen und der Anteil den die Kleinbauern und Plantagenbesitzer bekommen kann kaum exakt bestimmt werden.

 

Deshalb: „Fairen Kaffee“ trinken, der ist zwar 3,00DM pro Pfund teurer als normaler Kaffee, aber die „kleinen“ Leute bekommen mehr. „Fairer Kaffee“ hat in Deutschland einen Marktanteil von 1%.

Link to comment
Share on other sites

Guest Corinna


Zitat von IRA am 20:22 - 18.Juni.2002

du bist im unrecht luci


 

Der Reliklasse hilft Dein konstruktiver Beitrag nicht weiter!

 

Und über Nordafrika informierst Du Dich am besten beim Orden der Weißen Väter, gegründet vom römisch-katholischen Erzbischof von Algier, Kardinal Lavigerie.

 

http://afrika-missionare.orden.de/

Link to comment
Share on other sites

Hallo Reliklasse

 

Ich finde eure Beiträge echt gut. Wir haben bei uns im Ek-Lk das selbe Thema behandelt und versucht Lösungsansätze für das Problem der dritten Welt zu finden. Das ganze wird jedoch von so vielen Faktoren beeinflußt, daß das ganze sehr schwer ist. Eine große Schuld an der Armut der dritten Welt trifft sicherlich die großen Industrienationen. Sie importieren Rohstoffe aus den Ländern der DW, da dies wesentlich billiger ist als im eigenen Land zu fördern. Steinkohle z.B. muß im Ruhrgebiet in tiefen bis 2km gefördert werden und kann in manchen Gebieten der DW sogar über Tage, also wie bei uns BRaunkohle, abgebaut werden.  Die Rohstoffe werden bei uns zu Fertigprodukten verarbeitet und für viel Geld wieder an Länder der DW verkauft. Es tritt jedoch ein langsamer Wandel ein. Die Länder der DW investieren jetzt auch Geld in eigene Produktionsstätten und sind nicht mehr auf die INdustrienationen angewiesen. Ein Prinzip der katholischen Soziellehre hat hier frucht getragen. Es ist das Prinzip der Subsidiarität. Es besagt, daß jeder das was er kann alleine tun soll. Solange dies klappt soll ihm keiner unter die Arme greifen. Ist dies allerdings nicht der Fall soll ihm die Gemeinschaft unter die Arme greifen. Sie soll ihm aber nicht die Arbeit abnehmen, sondern nur Hilfe zur Selbststhilfe geben. Ebenso zum tragen kommt hier das Solidaritötsprinzip. Es besagt, daß der einzelen auf dIE Gemeinschaft und die Gemeinschaft auf den einzelnen angewiesen ist. Jeder ist also verpflichtet der Gemeinschaft zu helfen, abenso ist die Gemeinschaft verpflichtet dem einzelnen zu helfen.

Dies prinzipien sind nicht neu, sie entstammen der ersten Sozialenzyklika "Rerum novarum" von Papst Leo demXIII und wurden1891 veröffentlicht. Eifluß hatten ebenso die Sozialenzykliken "Qudragesimo anno"  von Papst Pius XI und "Populorum prgressio" von Papst Paul VI.

Man stellt sich bei uns so vor wie man den Menschen dort helfen kann. Man gibt ihnen eine Infrstruktur. Guter Vorschlag aber wer soll das bezahlen? Selbst die Industrienationen haben nicht das Geld Dreiviertel der Erde eine Infrastriktur zu geben. Die Ausmaße sind um ein vieles größer als bei uns und muß auch unterhalten werden können. Auch der Vorschlag den Völkern eine Sexualmoral zu geben und so das Bevölkerungswachstum zu stoppen ist zwar ganz nett, wird aber nicht Greifen. Kinder sind in diesen Ländern eine Absicherung für das Alter. Die Kinder müssen für ihre alten Eltern sorgen, sie sind die Rentenversicherung der DW. Die Menschen in den Ländern der DW sehnen sich nach Luxus. Diesen suchen sie in den Großen stätten, finden ihn dort aber auch nicht. Dennoch ist es für die meisten besser in Slums zu wohnen als wieder zurück auf's Land zu gehen. So kommt es dazu, daß der Grad der Verstädterung in den DWL schön so hoch ist oder oft sogar höher als in den Industrienationen. Heute schon leben unefähr so viele Menschen in Großstädten der DW wie in allen IN die Bevölkerung zusammen.

Link to comment
Share on other sites

Anzeichen für Armut in der dritten Welt:

 

Anzeichen für Armut in der dritten Welt sind:

 

-hohe Auslandschulden

-hohe Kindersterblichkeitsraten

-hohe Inflation

-wenig Schwerindustrie, mehr Ackerbau

-hohe Arbeitslosen raten

-Kinderarbeit

-Geringe Löhne

-Schlechte Infrastruktur

 

Mögliche Gegenmaßnahmen:

 

Mögliche Maßnahmen die, sowohl von den reichen westlichen Ländern als auch den betroffenen Staaten, unternommen werden müssen sind.

 

-Reduzierung der Auslandschulden dieser Länder durch Schuldenerlass etc. da die zinsen für diese oftmals einen großen teil der Steuer einnahmen dieser Länder verschlingen. Es wurde kürzlich beschlossen dass der Internationale Währungsfond  – zu 20% der Zahlungen an Länder der dritten Welt als Zuschüsse und nicht als Kredite geben kann, hierdurch wird das wachsende Zinsproblem dieser Staaten gelindert.

-Verbesserung der Schul- und Ausbildung. Durch eine Verbesserung der Schul- und Ausbildung in diesen Ländern ist eine weitere Möglichkeit die Armut in diesen Staaten zu Senken. Hier setzt unter anderem das Kirchliche Hilfswerk Misereor an.

-Durch die Verringerung der Militärposten im Haushalt könnten ebenfalls mittel zu Bekämpfung der Armut freigemachte werden. Denn die militärhaushälte  dieser Staaten sind oftmals höher als die Entwicklungshilfe die jene Länder beziehen.

-Verbot der Kinderarbeit

-Verpflichtung für westliche Firmen in Fabriken in diesen Ländern angemessene Löhne zu bezahlen und die Arbeitskräfte besser auszubilden.

Link to comment
Share on other sites

hallo Helmut,

danke für deinen Kommentar.

Wir denken so darüber, dass auch wenn die 3.Welt selbst schuld für ihre Probleme sind, sollte man ihnen trotzdem helfen diese zu lösen.

 

viele Grüße, Reliklasse

Link to comment
Share on other sites

Hallo Thorsten,

 

ich bin net so ganz deiner Meinung. Wie zum Beispiel möchtest du den Menschen eine neue Sexualmoral, geben. Wir erinnern uns zum Beispiel an die Kondomverteilung in Afrika als die Organisatoren die Bedienungsanleitung direkt an die Kondome getackert haben. Damit war diese Aktion wohl absolut sinnlos und es gab schon einige ähnliche Missgeschickte.

Und die Idee die Slums abzureisen und die Leute wieder heimzuschicken. Ist ja schön und gut, aber was ist wenn die Leute nicht mehr heimkommen weil ihre Heimat z.B. vom Krieg zerstört ist oder da nun Wüste ist.

Und noch die Idee dass die Männer zu hause bleiben und die Frauen Landwirtschaft betreiben. Es verdient also niemand Geld in der Familie außer durch die Landwirtschaft, was ist jetzt wenn die Ernete mal kaputt geht. Wie wollen sie dann neue Saat bezahlen. Keine Chance mehr.

 

Ich rate dir des ganze nochmal ratzional zu durchdenken und dich kritisch zu hinterfragen

 

MFG

 

Die Reliklasse

Link to comment
Share on other sites

An Helmut:

Ist das deine ehrliche Meinung? Und wie stellst du dir das vor? Bist du vielleicht auch der Meinung, man sollte

eine Mauer um die Dritte Welt bauen, 10 Jahre abwarten

und dann mal nachschauen wieviele verhungert sind?!

Wenn jemand Schuld hat an der Armut in der Dritten Welt, dann sind es die Industriestaaten mit ihrem verd****

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...