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Udalricus

Bischofssynode zum Thema "Ehe und Familie"

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Marcellinus

Man muss auch dann mit der Realität leben, wenn sie einem micht gefällt, und die Realität zu negieren, nur weil sie irgendwelchen Theorien weltfremder Philosphen widerspricht ist schlicht und einfach dumm.

Das kannst du laut sagen, und stimmt sicher nicht nur für Kirchens! :lol:

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Gabriele

 

 


Wenn der ältere Bruder so wäre, wäre er wie gesagt ein armseliger Tropf. Er ist es aber vermutlich gar nicht. Da ist einer, der ist seit 30 Jahren mit demselben Ehepartner glücklich. Dann ist da einer, dessen Ehe ist gescheitert, er hat schließlich wieder jemanden gefunden. Jetzt soll der zweite auch wieder zur Kommunion usw. zugelassen werden. Der erste denkt "dieser da hat etwas ganz schlimmes getan, ich nicht, und jetzt soll er genau so gut dastehen wie ich. Das ist ungerecht." Genau so reagiert der ältere Bruder.

 

Ich denke schon, dass zu dem Gedankengang "Dieser da soll bestraft werden" mehr gehört, als das, was Du als äußerem Geschehen schilderst. Nicht jeder, der glücklich verheiratet ist, findet es ungerecht, wenn jemand in zweiter Ehe zur Kommunion zugelassen wird.

Es ist eher ein gegeneinander Ausspielen von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit:

Die Barmherzigkeit des Vaters erscheint dem älteren Bruder als Ungerechtigkeit.

Aber worin besteht denn die Ungerechtigkeit? Etwa darin, dass "er genauso gut dasteht wie ich"? Oder darin, dass das Mastkalb geschlachtet wird, das der Ältere sich vielleicht gewünscht hat, aber nie gefordert?

Stellt der Vater wirklich wieder Gerechtigkeit her, wenn er dem Jüngeren verweigert, was der Ältere sich nicht getraute zu nehmen?

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Werner001

 

Wenn der ältere Bruder so wäre, wäre er wie gesagt ein armseliger Tropf. Er ist es aber vermutlich gar nicht. Da ist einer, der ist seit 30 Jahren mit demselben Ehepartner glücklich. Dann ist da einer, dessen Ehe ist gescheitert, er hat schließlich wieder jemanden gefunden. Jetzt soll der zweite auch wieder zur Kommunion usw. zugelassen werden. Der erste denkt "dieser da hat etwas ganz schlimmes getan, ich nicht, und jetzt soll er genau so gut dastehen wie ich. Das ist ungerecht." Genau so reagiert der ältere Bruder.

 

Ich denke schon, dass zu dem Gedankengang "Dieser da soll bestraft werden" mehr gehört, als das, was Du als äußerem Geschehen schilderst. Nicht jeder, der glücklich verheiratet ist, findet es ungerecht, wenn jemand in zweiter Ehe zur Kommunion zugelassen wird.

Es ist eher ein gegeneinander Ausspielen von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit:

Die Barmherzigkeit des Vaters erscheint dem älteren Bruder als Ungerechtigkeit.

Aber worin besteht denn die Ungerechtigkeit? Etwa darin, dass "er genauso gut dasteht wie ich"? Oder darin, dass das Mastkalb geschlachtet wird, das der Ältere sich vielleicht gewünscht hat, aber nie gefordert?

Stellt der Vater wirklich wieder Gerechtigkeit her, wenn er dem Jüngeren verweigert, was der Ältere sich nicht getraute zu nehmen?

 

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass jeder, der glücklich verheiratet ist, es ungerecht findet, wenn jemand in zweiter Ehe zur Kommunion zugelassen wird.

Ich versuche mich nur in die Gedanken derer hineinzuversetzen, die mit so großem Eifer etwas zu verhindern suchen, wa sie doch eigentlich gar nicht betrifft.

 

Werner

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rince

So wie es die Medien berichten, besagt das neue Papier, dass vor Ort weiter gemacht werden kann wie bisher, also auch mit Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene?

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kam

Um die Ehe wird kirchlicherseits ein viel zu großes Gedöns gemacht.

"Spiegelbild der Liebe Gottes zum Menschen" und dergleichen Unsinn.

Ehen scheitern nunmal. Man kann sich dann auf ein Bein stellen, die Augen zukneifen und schreien "nein, nein, nein, die Ehe gibt es immer noch und es wird sie ewig geben", aber das ist Realitätsverweigerung.

Man muss auch dann mit der Realität leben, wenn sie einem micht gefällt, und die Realität zu negieren, nur weil sie irgendwelchen Theorien weltfremder Philosphen widerspricht ist schlicht und einfach dumm.

 

Werner

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

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rince

 

Um die Ehe wird kirchlicherseits ein viel zu großes Gedöns gemacht.

"Spiegelbild der Liebe Gottes zum Menschen" und dergleichen Unsinn.

Ehen scheitern nunmal. Man kann sich dann auf ein Bein stellen, die Augen zukneifen und schreien "nein, nein, nein, die Ehe gibt es immer noch und es wird sie ewig geben", aber das ist Realitätsverweigerung.

Man muss auch dann mit der Realität leben, wenn sie einem micht gefällt, und die Realität zu negieren, nur weil sie irgendwelchen Theorien weltfremder Philosphen widerspricht ist schlicht und einfach dumm.

 

Werner

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

 

Wenn das das wirkliche Problem der Kirche sein sollte, dafür wird man bestimmt auch eine praktische Lösung finden.

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gouvernante

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

In den letzten 20 Jahren ist es mir noch nicht untergekommen, dass der verlassene Partner und das neue Paar in derselben Pfarrei praktizierend sind.

Oft ist mit einem neuen Partner auch ein Umzug verbunden bzw. es zieht der/die Verlassene um (in der Regel wg. Arbeitsstelle).

Ich halte die vor Dir geschilderte Situation für ein marginales Problem.

Edited by gouvernante

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Flo77

Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

Warum nicht? Die Kommunion ist kein Zuckerli für besondere Lebensführung und die (nach ihrem Ermessen) Sünde des Exmannes ist nunmal nicht Sache der Erstehefrau. Ihre Aufgabe ist allenfalls die Vergebung ohne die sie selbst weder Vergebung noch Seelenfrieden erlangen kann. Der Papst mahnt nicht umsonst an, daß solche Scheidungsopfer behutsam begleitet werden sollen. Aber sie ist nicht die Instanz, die über den Gnadenstand des Exmannes entscheidet (übrigens auch nicht vice versa - und soweit ich weiß, werden die meisten Scheidungen mittlerweile von den Ehefrauen eingereicht).
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kam

 

Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

Warum nicht? Die Kommunion ist kein Zuckerli für besondere Lebensführung und die (nach ihrem Ermessen) Sünde des Exmannes ist nunmal nicht Sache der Erstehefrau. Ihre Aufgabe ist allenfalls die Vergebung ohne die sie selbst weder Vergebung noch Seelenfrieden erlangen kann. Der Papst mahnt nicht umsonst an, daß solche Scheidungsopfer behutsam begleitet werden sollen. Aber sie ist nicht die Instanz, die über den Gnadenstand des Exmannes entscheidet (übrigens auch nicht vice versa - und soweit ich weiß, werden die meisten Scheidungen mittlerweile von den Ehefrauen eingereicht).

 

Das mit dem Scheidungseinreichen liegt daran, daß es billiger kommt, wenn der Partner mit geringerem Einkommen den Antrag stellt.

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kam

 

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

In den letzten 20 Jahren ist es mir noch nicht untergekommen, dass der verlassene Partner und das neue Paar in derselben Pfarrei praktizierend sind.

Oft ist mit einem neuen Partner auch ein Umzug verbunden bzw. es zieht der/die Verlassene um (in der Regel wg. Arbeitsstelle).

Ich halte die vor Dir geschilderte Situation für ein marginales Problem.

 

Hab ich schon mehrfach erlebt. Und dann sitzen in der Kirche noch die früher gemeinsamen Freunde und Verwandten...

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rince

Von welchen Problemen man verschont bleibt, wenn man nicht in die Kirche geht... :ninja::lol:

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Frank

 

 

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

In den letzten 20 Jahren ist es mir noch nicht untergekommen, dass der verlassene Partner und das neue Paar in derselben Pfarrei praktizierend sind.

Oft ist mit einem neuen Partner auch ein Umzug verbunden bzw. es zieht der/die Verlassene um (in der Regel wg. Arbeitsstelle).

Ich halte die vor Dir geschilderte Situation für ein marginales Problem.

 

Hab ich schon mehrfach erlebt. Und dann sitzen in der Kirche noch die früher gemeinsamen Freunde und Verwandten...

Und trotzdem hat Flo recht.

Wäre die Disposition zum Empfang der Eucharistie davon abhängig gegen wen ich Groll hege, oder wer mir gerade weh getan hat... An manchen Tagen wäre die Zahl derer die gehen dürften extrem gering

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Elima

 

 

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

In den letzten 20 Jahren ist es mir noch nicht untergekommen, dass der verlassene Partner und das neue Paar in derselben Pfarrei praktizierend sind.

Oft ist mit einem neuen Partner auch ein Umzug verbunden bzw. es zieht der/die Verlassene um (in der Regel wg. Arbeitsstelle).

Ich halte die vor Dir geschilderte Situation für ein marginales Problem.

 

Hab ich schon mehrfach erlebt. Und dann sitzen in der Kirche noch die früher gemeinsamen Freunde und Verwandten...

 

 

Da "auf dem Land" fast alle irgendwie näher oder weiter verwandt sind, ergibt sich diese Situation häufiger bei Familienfeiern oder Beerdigungen.

 

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Moriz

Ich habe ja auch nicht behauptet, dass jeder, der glücklich verheiratet ist, es ungerecht findet, wenn jemand in zweiter Ehe zur Kommunion zugelassen wird.

Ich versuche mich nur in die Gedanken derer hineinzuversetzen, die mit so großem Eifer etwas zu verhindern suchen, wa sie doch eigentlich gar nicht betrifft.

 

Werner

Falscher Ansatz.

Die Frage ist: Was bleibt dann von der Unauflöslichkeit der Ehe übrig?

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ThomasB.

 

 


Was bleibt dann von der Unauflöslichkeit der Ehe übrig?

 

Ja, ich denke, jetzt, wo Priester in Einzelfällen wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion reichen dürfen, werden sich alles Verheirateten sofrt scheiden lassen.

 

Ich habe nie verstanden, warum in diesem Zusammenhang die - bei allen Parteien völlig unumstrittene - Unauflöslichkeit der Ehe ins Speil gebracht wird. Das könnte man allenfalls tun, wenn von krichlicher Wiederverheiratung die Rede wäre. Ist es aber nicht,

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Frank

 

Was bleibt dann von der Unauflöslichkeit der Ehe übrig?

 

Ja, ich denke, jetzt, wo Priester in Einzelfällen wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion reichen dürfen, werden sich alles Verheirateten sofrt scheiden lassen.

 

Ich habe nie verstanden, warum in diesem Zusammenhang die - bei allen Parteien völlig unumstrittene - Unauflöslichkeit der Ehe ins Speil gebracht wird. Das könnte man allenfalls tun, wenn von krichlicher Wiederverheiratung die Rede wäre. Ist es aber nicht,

 

;) Thomas bist du so naiv oder tust du nur so? ;)

;) "Unauflöslichkeit" ist die Spielregel, wer die Spielregeln verletzt muss bestraft werden. Das ist nun mal so. Es würden sich auch nicht alle Fussballspieler gegenseitig die Knochen brechen, wenn man den Platzverweiss abschafft. Und trotzdem: "Nicht foulen" ist die spielregel und wer dagegen verstösst bekommt die rote Karte. So schwer ist das doch nicht zu verstehen. ;)

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Flo77

 

 

Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

Warum nicht? Die Kommunion ist kein Zuckerli für besondere Lebensführung und die (nach ihrem Ermessen) Sünde des Exmannes ist nunmal nicht Sache der Erstehefrau. Ihre Aufgabe ist allenfalls die Vergebung ohne die sie selbst weder Vergebung noch Seelenfrieden erlangen kann. Der Papst mahnt nicht umsonst an, daß solche Scheidungsopfer behutsam begleitet werden sollen. Aber sie ist nicht die Instanz, die über den Gnadenstand des Exmannes entscheidet (übrigens auch nicht vice versa - und soweit ich weiß, werden die meisten Scheidungen mittlerweile von den Ehefrauen eingereicht).
Das mit dem Scheidungseinreichen liegt daran, daß es billiger kommt, wenn der Partner mit geringerem Einkommen den Antrag stellt.
Wieso sollte eine Frau, die die Scheidung nicht will ihrem Nochgemahl den Gefallen tun und aus Kostengründen die Formalitäten trotzdem einleiten?

 

Aber interessant, daß Du auf den Rest meines Postings gar nicht eingegangen bist.

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Petrus

Was bleibt dann von der Unauflöslichkeit der Ehe übrig?

meine. und unsere (die mit ich und meiner Frau) Ehe.

Edited by Petrus

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Petrus

 

 

 

Ich bin sehr für Realitätssinn und auch für die grundsätzliche Möglichkeit, Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. - Aber in der Praxis ist es häufig so, daß die bisherigen Partner in sehr unterschiedlichem Maß aus der Ehe hinauswollen. Die Konstellation, daß einer mit einem neuen Partner geht und der andere traurig zurückbleibt, ist doch nicht selten. Und dann stehen der fröhliche Ex mit seiner Neuen und die traurige und sich gedemütigt fühlende Altehefrau gemeinsam in der Kommunionschlange. Das kann es doch nicht sein.

In den letzten 20 Jahren ist es mir noch nicht untergekommen, dass der verlassene Partner und das neue Paar in derselben Pfarrei praktizierend sind.

Oft ist mit einem neuen Partner auch ein Umzug verbunden bzw. es zieht der/die Verlassene um (in der Regel wg. Arbeitsstelle).

Ich halte die vor Dir geschilderte Situation für ein marginales Problem.

 

Hab ich schon mehrfach erlebt. Und dann sitzen in der Kirche noch die früher gemeinsamen Freunde und Verwandten...

 

 

Da "auf dem Land" fast alle irgendwie näher oder weiter verwandt sind, ergibt sich diese Situation häufiger bei Familienfeiern oder Beerdigungen.

 

 

hmm ...

 

Du unterscheidest zwischen "Familienfeiern" und/oder "Beerdigungen"?

 

also,

 

einen Satz, den ich in der Verwandtschaft nicht sagen sollte:

"von mir aus hätt der Onkel Herbert noch dreimal sterben könn,

weil: Die Bratwürscht beim Leichenschmaus woarn sowas von gut!

 

(übrigens, das war sehr gut. Bratwürste, Sauerkraut lecker, und wir alle wurden satt. es wurde auch nachgelegt,)

 

an dieser sicher sehr unpassenden Stelle möchte ich Dir, Onkel + Herbert,

danke sagen. Für Deine Freundlichkeit,

Dein fröhliches Lachen,

dass ich immer von Dir ein Geschenk bekommen habe,

 

danke, Dir.

 

Peter.

 

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Werner001

Die Unauflöslichkeit ist ja gar nicht das Problem. Natürlich kann ich meine Ehe (jedenfalls de facto) auflösen, meinen Ehepartner zum Teufel jagen, gemäß JP2 kann ich mir sogar einen neuen nehmen, alles kein Problem. Ich darf nur keinen Sex mit dem Neuen haben.

Damit ist das Thema Unauflöslichkeit bereits ad absurdum geführt, und wie ich mir das Abbild der Liebe Gottes zu den Menschen unter solchen Verhältnissen vorzustellen habe, weiß ich auch nicht genau.

 

Werner

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Mecky

 

Was bleibt dann von der Unauflöslichkeit der Ehe übrig?

 

Ja, ich denke, jetzt, wo Priester in Einzelfällen wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion reichen dürfen, werden sich alles Verheirateten sofrt scheiden lassen.

 

Ich habe nie verstanden, warum in diesem Zusammenhang die - bei allen Parteien völlig unumstrittene - Unauflöslichkeit der Ehe ins Speil gebracht wird. Das könnte man allenfalls tun, wenn von krichlicher Wiederverheiratung die Rede wäre. Ist es aber nicht,

Habe ich auch nicht verstanden. Aber vielleicht erklärt es mal jemand.

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Mecky

Der Zusammenhang zwischen Wiederverheiratung und Ausschluss von der Kommunion wird oft über die "Würdigkeit", die zur Kommunion notwendig sei hergestellt. Wiederverheiratete seien dauerhafte Sünder und demzufolge nicht würdig, die Kommunion zu empfangen.

Da ich auch ein dauerhafter Sünder bin, der unter vielen anderen dauerhaften Sündern lebt und nicht fähig ist, seine Neigung zu bestimmten, permanenten Dauersünden abzulegen, müsste ich eigentlich auch ausgeschlossen werden. Zusammen mit den anderen.

 

Und wer geht dann noch zur Kommunion?

Natürlich diejenigen, die die ersten Steine werfen dürfen. Die sind mir bisher aber noch nicht über den Weg gelaufen.

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rince

Die einen heulen rum, dass nun der pöse Zeitgeist und Relativismus Einzug gehalten haben, die andern heulen rum, dass der Papst ein oller Zauder-Hannes ist und sich nix traut.

 

Offensichtlich hat er was richtig gemacht :lol:

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Mecky

Stimmt. Ich mache mich schon mal auf die große Wiedereintrittswelle und auf Begeisterungsstürme gefasst.

Hätte Franziskus was anderes geschrieben, hätte ich übrigens dasselbe getan.

Es kommt in der jetzigen Lage der Kirche schon lange nicht mehr so genau darauf an.

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rince

Ich mache mich schon mal auf die große Wiedereintrittswelle und auf Begeisterungsstürme gefasst.

Klingt wie "Warten auf Godot"

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