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Marx ist neuer Vorsitzender der DBK


mbo
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Kardinal Marx ist neuer DBK Vorsitzende.

 

Eine überraschende Wahl?

Was sind nun seine Baustellen als Vorsitzender?

Was ist aus der Ära Zollitsch noch offen geblieben?

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"Der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der nun zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt wurde, gilt als konservativ. Bei einigen Themen jedoch gibt sich Marx, der zu den Beratern von Papst-Franziskus zählt, überraschend unverkrampft."

Zitat:

http://www.focus.de/panorama/wahl-des-vorsitzenden-wahl-des-vorsitzenden_id_3682009.html

 

Na schaun mer mal! :unsure:

Edited by Katharer
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Eine nicht-konventionelle Analyse der Wahl von Marx, auf einer Internetseite, die eigentlich aus einer Schülerzeitung hervorgegangen ist.

 

http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/4497-quo-vadis-deutsche-bischofskonferenz

 

Daraus:

 

Auf den ersten Blick wirkt der deutsche Episkopat homogen. In Wahrheit sind die in Münster mit Ausnahme ihres Limburger Mitbruders Tebartz-​van Elst versammelten Kirchenfürsten ein ziemlich zerstrittener Trupp. Nur ein Block konkretisiert sich relativ deutlich: Die Opportunisten. Seit Franziskus Papst ist, hat diese illustre Gruppe auch von Seiten ehemaliger „Konservativer“ rege Zuwanderung erfahren. Auch wenn das Orakeln über dessen Absichten selbst für erfahrene Gottesmänner eine hohe Kunst darstellt, sicher erraten haben die deutschen Hirten, dass Konservative nicht mehr en vogue sind.

 

Und weiter, weniger freundlich, aber doch auch mit einem gewissen kritischen Respekt:

 

So mancher hat einen atemberaubenden Seitenwechsel hingelegt. Das Paradebeispiel ist der Münchner Erzbischof und neue Vorsitzende der DBK, Reinhard Kardinal Marx. Unter Benedikt XVI. selbstverständlich als Konservativer aufgestiegen, gehört er heute in Rom dem von Franziskus eingerichteten und mit der Kurienreform beauftragten Kardinalsrat (C8) an. Der ambitionierte Purpurträger hat es geschafft, von seinen Gegnern zugleich als zu konservativ und zu liberal kritisiert zu werden. Weniger höflich ausgedrückt: Ein Wendehals. Es scheint seine Qualifikation zu sein.

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Eine nicht-konventionelle Analyse der Wahl von Marx, auf einer Internetseite, die eigentlich aus einer Schülerzeitung hervorgegangen ist.

 

http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/4497-quo-vadis-deutsche-bischofskonferenz

 

Daraus:

 

Auf den ersten Blick wirkt der deutsche Episkopat homogen. In Wahrheit sind die in Münster mit Ausnahme ihres Limburger Mitbruders Tebartz-​van Elst versammelten Kirchenfürsten ein ziemlich zerstrittener Trupp. Nur ein Block konkretisiert sich relativ deutlich: Die Opportunisten. Seit Franziskus Papst ist, hat diese illustre Gruppe auch von Seiten ehemaliger „Konservativer“ rege Zuwanderung erfahren. Auch wenn das Orakeln über dessen Absichten selbst für erfahrene Gottesmänner eine hohe Kunst darstellt, sicher erraten haben die deutschen Hirten, dass Konservative nicht mehr en vogue sind.

 

Und weiter, weniger freundlich, aber doch auch mit einem gewissen kritischen Respekt:

 

So mancher hat einen atemberaubenden Seitenwechsel hingelegt. Das Paradebeispiel ist der Münchner Erzbischof und neue Vorsitzende der DBK, Reinhard Kardinal Marx. Unter Benedikt XVI. selbstverständlich als Konservativer aufgestiegen, gehört er heute in Rom dem von Franziskus eingerichteten und mit der Kurienreform beauftragten Kardinalsrat (C8) an. Der ambitionierte Purpurträger hat es geschafft, von seinen Gegnern zugleich als zu konservativ und zu liberal kritisiert zu werden. Weniger höflich ausgedrückt: Ein Wendehals. Es scheint seine Qualifikation zu sein.

Wendehals? Gibt's da mal Beispiele?

Mir scheint Marx einer zu sein, der seine Meinung hat und dazu steht. Bei manchen Themen eher 'links', bei anderen eher 'rechts'. Was in dieser Bandbreite für mich eher für gutes Selbstbewusstsein spricht als für jemanden, der sein Mäntelchen in den Wind hängt.

Das man, wenn man was werden will, eine abweichende Meinung zurückhaltender äußert als eine dem mainstream entsprechende ist überall so, nicht nur bei Kirchens. Ist das schon Opportunismus?

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Eine nicht-konventionelle Analyse der Wahl von Marx, auf einer Internetseite, die eigentlich aus einer Schülerzeitung hervorgegangen ist.

 

http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/4497-quo-vadis-deutsche-bischofskonferenz

 

Daraus:

 

Auf den ersten Blick wirkt der deutsche Episkopat homogen. In Wahrheit sind die in Münster mit Ausnahme ihres Limburger Mitbruders Tebartz-​van Elst versammelten Kirchenfürsten ein ziemlich zerstrittener Trupp. Nur ein Block konkretisiert sich relativ deutlich: Die Opportunisten. Seit Franziskus Papst ist, hat diese illustre Gruppe auch von Seiten ehemaliger „Konservativer“ rege Zuwanderung erfahren. Auch wenn das Orakeln über dessen Absichten selbst für erfahrene Gottesmänner eine hohe Kunst darstellt, sicher erraten haben die deutschen Hirten, dass Konservative nicht mehr en vogue sind.

 

Und weiter, weniger freundlich, aber doch auch mit einem gewissen kritischen Respekt:

 

So mancher hat einen atemberaubenden Seitenwechsel hingelegt. Das Paradebeispiel ist der Münchner Erzbischof und neue Vorsitzende der DBK, Reinhard Kardinal Marx. Unter Benedikt XVI. selbstverständlich als Konservativer aufgestiegen, gehört er heute in Rom dem von Franziskus eingerichteten und mit der Kurienreform beauftragten Kardinalsrat (C8) an. Der ambitionierte Purpurträger hat es geschafft, von seinen Gegnern zugleich als zu konservativ und zu liberal kritisiert zu werden. Weniger höflich ausgedrückt: Ein Wendehals. Es scheint seine Qualifikation zu sein.

Wendehals? Gibt's da mal Beispiele?

Mir scheint Marx einer zu sein, der seine Meinung hat und dazu steht. Bei manchen Themen eher 'links', bei anderen eher 'rechts'. Was in dieser Bandbreite für mich eher für gutes Selbstbewusstsein spricht als für jemanden, der sein Mäntelchen in den Wind hängt.

Das man, wenn man was werden will, eine abweichende Meinung zurückhaltender äußert als eine dem mainstream entsprechende ist überall so, nicht nur bei Kirchens. Ist das schon Opportunismus?

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Eine nicht-konventionelle Analyse der Wahl von Marx, auf einer Internetseite, die eigentlich aus einer Schülerzeitung hervorgegangen ist.

 

http://www.blauenarz...schofskonferenz

 

Rechtsextreme Seiten wie die von dir verlinkten sind zufrieden mit Bischöfen, die gegen Schwule hetzen. Wer das nicht tut, findet in ihren Augen wenig Gnade. Insofern würde ich die Analyse für die Klientel, die diese "Zeitung" bedient, durchaus als "konventionell" empfinden. Sie folgt den Sprach- und Denkmustern von Borderline-Rechtsextremen.

 

 

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Eine nicht-konventionelle Analyse der Wahl von Marx, auf einer Internetseite, die eigentlich aus einer Schülerzeitung hervorgegangen ist.

 

http://www.blauenarz...schofskonferenz

 

Rechtsextreme Seiten wie die von dir verlinkten sind zufrieden mit Bischöfen, die gegen Schwule hetzen. Wer das nicht tut, findet in ihren Augen wenig Gnade. Insofern würde ich die Analyse für die Klientel, die diese "Zeitung" bedient, durchaus als "konventionell" empfinden. Sie folgt den Sprach- und Denkmustern von Borderline-Rechtsextremen.

 

 

 

Man sollte die Einstufung "rechtsextrem" nicht zum billigen Kleingeld machen.

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Rechtsextreme Seiten wie die von dir verlinkten ...

Wie kommst du zu dieser Einschätzung? Kennst du diese Seite? Mir sagt sie nichts.

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Eine nicht-konventionelle Analyse der Wahl von Marx, auf einer Internetseite, die eigentlich aus einer Schülerzeitung hervorgegangen ist.

 

http://www.blauenarz...schofskonferenz

 

Rechtsextreme Seiten wie die von dir verlinkten sind zufrieden mit Bischöfen, die gegen Schwule hetzen. Wer das nicht tut, findet in ihren Augen wenig Gnade. Insofern würde ich die Analyse für die Klientel, die diese "Zeitung" bedient, durchaus als "konventionell" empfinden. Sie folgt den Sprach- und Denkmustern von Borderline-Rechtsextremen.

 

 

 

Man sollte die Einstufung "rechtsextrem" nicht zum billigen Kleingeld machen.

Rechtskonservativ passt besser. Ecke Junge Freizeit.

 

Der Politikwissenschaftler Helmut Kellershohn verortet die Blaue Narzisse in erster Linie in der ideologischen Nähe der Konservativ-Subversiven Aktion um Götz Kubitschek, die wiederum der Jungen Freiheit nahesteht. Die Redaktion beschreibt er als „buntes Gemisch bündisch beziehungsweise burschenschaftlich geprägter junger Menschen“. Mathias Brodkorb bezeichnet die Autoren der Blauen Narzisse als eine „noch nicht ganz der Pubertät entwachsene Gruppierung, von jungen Männern vor allem, die Anschluss suchen an die Junge Freiheit […] und [das] Institut für Staatspolitik“. Diese Bestrebungen sieht er als „schlechte Kopie“ und als „Nachahmungsprozesse, die politisch nicht wirklich bedeutend sind.“

Martin Gerster und Alexander Geisler wiesen darauf hin, dass die Blaue Narzisse ausländerfeindliche Gesinnung zur Schau trage, etwa indem der Einsatz im Ausland geborener Fußballspieler in Nationalmannschaften kritisiert, türkischstämmige Menschen als unzivilisiert dargestellt und Ausländern als Tätern kategorisch Deutsche nur als Opfer gegenübergestellt werden. Dieses Schema werde nur durchbrochen, wenn es gelte, „linksgerichtete“ Deutsche in ein schlechtes Licht zu rücken.

 

usw. ...... aus wPed

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Rechtsextreme Seiten wie die von dir verlinkten ...

Wie kommst du zu dieser Einschätzung? Kennst du diese Seite? Mir sagt sie nichts.

 

Ja, ich kenne sie. Und wenn du dir solche Artikel durchliest:

 

http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/4420-gay-gaudium

 

dann unterscheidet sich das von kath.net und Konsorten nur durch die immer wieder durchschimmernde Ausländerfeindlichkeit (das macht für mich dann auch den Sprung zum Rechtsextremismus aus). Der Kommentator gibt sich ja sogar dafür her, TvEs Machenschaften zu verteidigen.

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Rechtsextreme Seiten wie die von dir verlinkten ...

Wie kommst du zu dieser Einschätzung? Kennst du diese Seite? Mir sagt sie nichts.

 

Ja, ich kenne sie. Und wenn du dir solche Artikel durchliest:

 

http://www.blauenarzisse.de/index.php/anstoss/item/4420-gay-gaudium

 

dann unterscheidet sich das von kath.net und Konsorten nur durch die immer wieder durchschimmernde Ausländerfeindlichkeit (das macht für mich dann auch den Sprung zum Rechtsextremismus aus). Der Kommentator gibt sich ja sogar dafür her, TvEs Machenschaften zu verteidigen.

Dieser Artikel bewegt sich in der Tat im Grenzbereich zwischen dämlich und sackdämlich. Das ändert nichts an meiner Einschätzung des von mir verlinkten Artikel als "nicht-konventionell". Es ändert allerdings die Einschätzung "weniger freundlich aber mit gewissem Respekt". Die wird im Kontext dieses Artikels des selben Autors zu "weniger freundlich und ziemlich unverschämt". An der grundsätzlichen Analyse des Autors, was die Änderungen der katholischen Kirche seit Franziskus betrifft, habe ich allerdings nach wie vor nichts auszusetzen. Im neuen Kontext wird lediglich klar, dass der Autor die Entwicklung stark missbilligt, was ohne diesen Kontext nicht eindeutig war.

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Um auch eine linksradikale Stimme zu Wort kommen zu lassen, die taz findet die Wahl von Marx gut: http://www.taz.de/Kommentar-Katholische-Kirche/!134723/

Es ist schon seltsam, was sich mancher Leute unter "linksradikal" vorstellen! :facepalm:

Für Mitforanten, die Ironie nicht als solche erkennen, wäre ein Ironie-Smilie hilfreich.

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die taz findet die Wahl von Marx gut:...

Schöner Artikel. Insbesondere dem letzten Absatz stimme ich zu. Es wäre schön, wenn die Kirche anfinge, sich weniger mit dem Privatleben anderer Leute, sondern mit den dort genannten Fragen zu befassen.

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die taz findet die Wahl von Marx gut:...

Schöner Artikel. Insbesondere dem letzten Absatz stimme ich zu. Es wäre schön, wenn die Kirche anfinge, sich weniger mit dem Privatleben anderer Leute, sondern mit den dort genannten Fragen zu befassen.

 

Sub specie aeternitatis gibt es kein Privatleben. Von Marx gibt es ein kleines Booklet (wie man wohl sagt) für junge Leute zum Thema Keuschheit.

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die taz findet die Wahl von Marx gut:...

Schöner Artikel. Insbesondere dem letzten Absatz stimme ich zu. Es wäre schön, wenn die Kirche anfinge, sich weniger mit dem Privatleben anderer Leute, sondern mit den dort genannten Fragen zu befassen.

 

Sub specie aeternitatis gibt es kein Privatleben. Von Marx gibt es ein kleines Booklet (wie man wohl sagt) für junge Leute zum Thema Keuschheit.

ja, ein guter einstieg zum christ werden, denn das treibt die menschen um.

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Sub specie aeternitatis gibt es kein Privatleben. Von Marx gibt es ein kleines Booklet (wie man wohl sagt) für junge Leute zum Thema Keuschheit.

Das würde ich gerne einmal lesen. Gibt es das auch im Internet?

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Sub specie aeternitatis gibt es kein Privatleben.

 

Da berühren Katholizismus und totalitäre Ideologien einander.

 

Von Marx gibt es ein kleines Booklet (wie man wohl sagt) für junge Leute zum Thema Keuschheit.

 

Ist das ähnlich komisch wie das Traktat von Weihbischof Laun? Hast du einen Link dazu?

Edited by Clown
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Franciscus non papa

Um auch eine linksradikale Stimme zu Wort kommen zu lassen, die taz findet die Wahl von Marx gut: http://www.taz.de/Kommentar-Katholische-Kirche/!134723/

 

 

linksradikal????? - man lernt doch immer wieder was dazu.

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Ehrlich gesagt, es hätte schlimmer kommen können. Und ehrlich gesagt bin ich zurzeit froh, dass Marx ein Wendehals ist. Ja, das ist er, leider. Wobei ich persönlich glaube und hoffe, dass sein konservatives Mäntelchen eher Show war als das, was er jetzt so sagt.

 

Ich frage mich nur, ob er die Jobs allesamt schaffen kann, die er neuerdings hat.

 

Was nicht passieren wird, dass er in Fettnäpfchen tritt. Er ist sehr eloquent und kann sich gut verkaufen.

 

Die taz schätzt ihn ganz gut ein.

 

Er ist kein Nikolaus, er ist kein Cyrill von Alexandrien, er ist kein Athanasius und kein Augustinus. Er will beliebt sein und er mag die Macht. Er hat Überzeugungen, aber er würde dafür weder sterben noch töten.

Edited by nannyogg57
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die taz findet die Wahl von Marx gut:...

Schöner Artikel. Insbesondere dem letzten Absatz stimme ich zu. Es wäre schön, wenn die Kirche anfinge, sich weniger mit dem Privatleben anderer Leute, sondern mit den dort genannten Fragen zu befassen.

 

Sub specie aeternitatis gibt es kein Privatleben.

 

Das ist theologischer Unsinn diktiert von einseitig obrigkeitshörigem Denken des Schreibers.

Es gilt in der Kirche schon immer und deutlich ausformuliert bei Thomas von Aquin die Dominanz des persönlichen Gewissens, das auf jeden Fall Vorrang auch vor gegenteiligen kirchlichen Aussagen hat. Der Autor sollte statt seltsame Behauptungen zu verbreiten Thomas von Aquin lesen: Über sittliches Handeln, Summe theologie I-II q 18-21. Ist sehr preiswert bei Reclam erhältlich (Reclams Universalbibliothek Nr. 18162).

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