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Hools bei der EM


Edith1
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Ich nehme an, alle kennen die Berichte über die Ausschreitungen in und außerhalb des Stadions.

 

Hiezu einmal eine Frage:

 

Bei Club-Spielen ist es ja einigermaßen sinnvoll, den Verein für die Vorfälle im Stadion "in die Pflicht" zu nehmen. Entweder er ist Veranstalter, dann soll er für Ordnung sorgen, oder es sind "seine" organisierte Fan-Clubs, dann auch.

 

Aber was soll das bei Nationalmannschaften und der EM?

Die Sicherheit im Stadion ist ja wohl nicht die Sache der Verbände der einzelnen Staaten.

Und welchen Einfluss sollten die darauf nehmen können, wer eine Karte hat und ins Stadion gelassen wird?

 

Zusatzfrage: wenn die Sicherheitskräfte Frankreichs (die mE allein zuständig sind) nicht einmal mit besoffenen oder nicht-besoffenen Schlägertypen fertig werden - wie stellt man sich dann vor, mit den Allahu-Akbar-Fans fertig zu werden?

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Bisher wurden mit dem Mob Sicherheitskräfte nur fertig, wenn sie wahllos in die Menge schossen. Es ist sehr leicht über Versagen zu urteilen. Allerdings verstehe ich auch nicht, warum man nach Identifikation, die Hools nicht nach Hause geschickt hat. Prügeleien sind nicht schön. Mit Hitlergruss durch die Starssen von Lille lauf auch nicht. Hauptsache kein Blut.

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Bisher wurden mit dem Mob Sicherheitskräfte nur fertig, wenn sie wahllos in die Menge schossen

Ja dann ran. Entsprechend ausgestattet sollten die Sicherheitskräfte ja sein.

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Bisher wurden mit dem Mob Sicherheitskräfte nur fertig, wenn sie wahllos in die Menge schossen

Ja dann ran. Entsprechend ausgestattet sollten die Sicherheitskräfte ja sein.

 

Es ist politisch nicht gewollt. Noch nicht. Aber man arbeitet dran.

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Ach, ich will auch so vieles nicht. Aber wat mutt, dat mutt...

 

Und ja, eine andere Sprache versteht gewisses Gesindel einfach nicht.

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Ach, ich will auch so vieles nicht. Aber wat mutt, dat mutt...

 

Und ja, eine andere Sprache versteht gewisses Gesindel einfach nicht.

Zweifelsfrei. Aber es ist auch so: geht die Polizei ordentlich rein ist es falsch, hält sie sich zurück auch. Irgendwer weiss jedenfalls immer, wie man es besser macht.

 

PS Russland ist auf Bewährung ausgeschlossen.

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Ich habe jüngst einen Artikel in einer Tageszeitung gelesen (weiß nicht mehr welche), in dem auch von Aussagen aus Hooligan-Foren berichtet wurde. Der Hool-Ansturm ist deswegen so stark, weil die Hools diese EM für Jahre als letzte Möglichkeit für einen "Auftritt" auf der internationalen Bühne sehen. Die nächste EM is dezentral organisiert, und die WMs finden in Russland und Katar statt, mit deren Sicherheitskräften und Strafverfolgungssitten man lieber keine Bekanntschaft machen will. Man muss ab jetzt also wieder 8 Jahre bis zur EM in Deutschland warten.

 

Man muss also vermutlich gar nicht in die Menge schießen. Beherzter Schlagstockeinsatz und eine paarwöchige Untersuchungshaft in einem in russischem Stil ausgestatteten Gefängnis dürften die meisten ausreichend abschrecken.

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Dale Earnhardt

, und die WMs finden in Russland und Katar statt, mit deren Sicherheitskräften und Strafverfolgungssitten man lieber keine Bekanntschaft machen will.

So eine ganz, gaaaaanz tief versteckte klammheimliche Sympathie kann ich nicht vollständig unterdrücken, angesichts dieser A**********.

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Bei Club-Spielen ist es ja einigermaßen sinnvoll, den Verein für die Vorfälle im Stadion "in die Pflicht" zu nehmen. Entweder er ist Veranstalter, dann soll er für Ordnung sorgen, oder es sind "seine" organisierte Fan-Clubs, dann auch.

 

Aber was soll das bei Nationalmannschaften und der EM?

Die Sicherheit im Stadion ist ja wohl nicht die Sache der Verbände der einzelnen Staaten.

Und welchen Einfluss sollten die darauf nehmen können, wer eine Karte hat und ins Stadion gelassen wird?

Ich halte es für richtig, die nationalen Verbände zu sanktionieren. Zum einen, weil man dadurch das Hool-Problem am Einfachten los wird: Sind die Mannschaften weg, fahren auch die Hools nach Hause. Zum anderen: Selbstverständlich kennen die nationalen Verbände "ihre" Hooligans. Das sind doch Typen, die auffällig geworden sind, und die in irgendwelchen Listen stehen. In Deutschland zum Beispiel gibt es Auflagen dergestalt, dass sich einschlägig bekannte Urschlöcher zu den Zeiten bei der Polizei melden müssen, in denen einschlägige Spiele stattfinden. Dann ist Ruhe, weil sie nicht rechtzeitig zu den Spielen kommen.

 

Dass russische Hooligans so ausgeflippt sind, ist Schuld des russischen Verbands. Die hätten dafür sorgen müssen, dass die Gestalten nicht ausreisen dürfen, und an keine Karten kommen. Offenbar kennt man die Typen bis heute nicht, obwohl es klare Bilder gibt. Die Engländer waren da besser, deren Hooligans wurden sofort identifiziert, und zwei zur Abschreckung gleich abgeurteilt. Die 50 deutschen Hooligans waren offenbar das bekannte Gesocks aus dem Osten (Dresden Fans), deren Ausreise ist schwerer zu kontrollieren, aber anscheinend hatten sie keine Karten bekommen, und mussten deshalb in der Stadt randalieren.

 

Eine Hooligan-Masse als gesichtslosen "Mob" zu behandeln, ist sicherlich keine kluge Strategie, weil sich da die echten Gewalttäter hinter einer Masse an wenig beteiligtem Volk verstecken können, und diese womöglich aufhetzen, was das Problem größer macht.

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Marcellinus

Die 50 deutschen Hooligans waren offenbar das bekannte Gesocks aus dem Osten (Dresden Fans), deren Ausreise ist schwerer zu kontrollieren, aber anscheinend hatten sie keine Karten bekommen, und mussten deshalb in der Stadt randalieren.

 

Nur so aus Neugier: Warum ist die Ausreise von Dresden Fans schwerer zu kontrollieren? Kennt man sie nicht?

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Die 50 deutschen Hooligans waren offenbar das bekannte Gesocks aus dem Osten (Dresden Fans), deren Ausreise ist schwerer zu kontrollieren, aber anscheinend hatten sie keine Karten bekommen, und mussten deshalb in der Stadt randalieren.

 

Nur so aus Neugier: Warum ist die Ausreise von Dresden Fans schwerer zu kontrollieren? Kennt man sie nicht?

 

Weil sie auf dem Weg nach Frankreich keine Passkontrolle durchlaufen müssen? UK ist nicht bei Schengen dabei.

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Die 50 deutschen Hooligans waren offenbar das bekannte Gesocks aus dem Osten (Dresden Fans), deren Ausreise ist schwerer zu kontrollieren, aber anscheinend hatten sie keine Karten bekommen, und mussten deshalb in der Stadt randalieren.

 

Nur so aus Neugier: Warum ist die Ausreise von Dresden Fans schwerer zu kontrollieren? Kennt man sie nicht?

War etwas unklar formuliert. Ausreise aus Deutschland ist überhaupt schwer zu kontrollieren. Und in Dresden ginbt es besonders viele von dem Gesocks.

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Ähnliche Bilder wie die Tage hatten wir auch bei der WM '98(?) in Frankreich, sind mir aber sonst von keinem Fussball-Turnier in Erinnerung. In wie Weit ist das auch ein französisches Problem?

Ich glaub die "Phönix-Thema"-Sendung, heute, war's, wo ich gehört hab dass das Hooligans-Problem mit dem Fussball verknüpft sei. Allerdings sind mir Hooligans-Ausschreitungen am Rande des olympischen Fussball-Turnier nicht in Erinnerung. Ist das auch ein FIFA/UEFA-Problem?

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Dale Earnhardt

Sorry Leute, aber das sind keine "Fans". Das sind Hools. Hools sind Leute, die eben nicht zu einem Fußballspiel gehen, um sich das Spiel anzusehen, sondern um sich dort zu prügeln. Damit will ich keineswegs behaupten, Hools hätten nichts mit Fußball zu tun, denn sie treffen sich ja anläßlich eines Fußballspiels und fraglos ist das Phänomen der Hooligans ursprünglich aus den Schlägereien rund um Fußballspiele entstanden. Aber Hools sind Leute, denen es mehr Spass macht, sich gegenseitig auf den Kopf zu treten als das Spiel zu verfolgen. Bei Fans ist das umgekehrt.

Damit das klar ist.

Und wer das nicht glaubt oder widerspricht, der kriegt eins in die Fresse.

Dale

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Sorry Leute, aber das sind keine "Fans". Das sind Hools. Hools sind Leute, die eben nicht zu einem Fußballspiel gehen, um sich das Spiel anzusehen, sondern um sich dort zu prügeln. Damit will ich keineswegs behaupten, Hools hätten nichts mit Fußball zu tun, denn sie treffen sich ja anläßlich eines Fußballspiels und fraglos ist das Phänomen der Hooligans ursprünglich aus den Schlägereien rund um Fußballspiele entstanden. Aber Hools sind Leute, denen es mehr Spass macht, sich gegenseitig auf den Kopf zu treten als das Spiel zu verfolgen. Bei Fans ist das umgekehrt.

Damit das klar ist.

Und wer das nicht glaubt oder widerspricht, der kriegt eins in die Fresse.

Dale

Jau! Rücken an Rücken.
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Zwei Dinge dazu: Ein Rudel von 18 Dresdner Hools wurde von der Polizei bei der Ausreise gegriffen. Der stv. russische Parlamentspräsident hat die eigenen Hools unterstützt, sie verteidigten nur die russische Ehre.

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Zwei Dinge dazu: Ein Rudel von 18 Dresdner Hools wurde von der Polizei bei der Ausreise gegriffen. Der stv. russische Parlamentspräsident hat die eigenen Hools unterstützt, sie verteidigten nur die russische Ehre.

Dazu ein Link. Ich denke, das ist ein weiterer Beleg dafür, dass man sehr wohl die nationalen verbände für ihre Fans haftbar machen muss. Und es ist richtig, das Russenpack beim nächsten Krawall nach Hause zu schicken. Mal sehen, ob sich die UEFA das auch traut.

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Dazu ein Link.

 

Die ARD berichtet:

 

Der Abgeordnete der nationalistischen Liberaldemokraten erklärte, er könne nichts Schlimmes finden an kämpfenden Fans. Die Hooligans hätten schließlich die Ehre Russlands verteidigt. Lebedjews Aufforderung an die "Prachtkerle" auf Twitter: "Weiter so!"

Dieser Abgeordnete ist Igor Lebedew, stellvertretender russischen Parlamentspräsident und Mitglied des Exekutivkomitees des Russischen Fußballverbands

Edited by Gabriele
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Zwei Dinge dazu: Ein Rudel von 18 Dresdner Hools wurde von der Polizei bei der Ausreise gegriffen. Der stv. russische Parlamentspräsident hat die eigenen Hools unterstützt, sie verteidigten nur die russische Ehre.

Dazu ein Link. Ich denke, das ist ein weiterer Beleg dafür, dass man sehr wohl die nationalen verbände für ihre Fans haftbar machen muss. Und es ist richtig, das Russenpack beim nächsten Krawall nach Hause zu schicken. Mal sehen, ob sich die UEFA das auch traut.

 

Wenn Rußland sportlich nicht weiterkommt, wird Putin wohl die Reißleine ziehen.

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Nach der gelben Karte wäre ein solches Politikergerede doch ein prima Anlass, die rote gleich hinterherzuwerfen, falls nicht binnen eines Tages eine Entschuldigung seitens Russlands kommt und kein Disziplinarverfahren eingeleitet wird.

(Die Russen dürfen ja gerne mal den Martin Schulz MdEP ausleihen. Ich glaube, der hätte für ein solches Disziplinarverfahren die goldrichtige Einstellung.)

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Nach der gelben Karte wäre ein solches Politikergerede doch ein prima Anlass, die rote gleich hinterherzuwerfen, falls nicht binnen eines Tages eine Entschuldigung seitens Russlands kommt und kein Disziplinarverfahren eingeleitet wird.

(Die Russen dürfen ja gerne mal den Martin Schulz MdEP ausleihen. Ich glaube, der hätte für ein solches Disziplinarverfahren die goldrichtige Einstellung.)

Soll der Russe Reue heucheln? Es gibt nun mal Länder, da bewirken solche Schlägereien nur ein müdes A.Runzeln vielleicht sogar Belustigung.

Vorbeugend: ich finde das nicht gut. Das soll bitte nicht aus meiner Anmerkung abgeleitet werden.

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OneAndOnlySon

Faz.net hat heute Vormittag geschrieben, der russische Verband habe sich von den Äußerungen seines Exekutivekomiteemitglieds distanziert und die Gewalt durch russische Hooligans verurteilt. Trotzdem bin ich stark dafür, die russische Mannschaft nach Hause zu schicken, wenn es an einem der Austragungsorte auch nur ein Russe eine Ohrfeige austeilt. Wobei Russland sich dann vermutlich wieder als armes Opfer des bösen Westens ausgibt.

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Zwei Dinge dazu: Ein Rudel von 18 Dresdner Hools wurde von der Polizei bei der Ausreise gegriffen. Der stv. russische Parlamentspräsident hat die eigenen Hools unterstützt, sie verteidigten nur die russische Ehre.

Dazu ein Link. Ich denke, das ist ein weiterer Beleg dafür, dass man sehr wohl die nationalen verbände für ihre Fans haftbar machen muss. Und es ist richtig, das Russenpack beim nächsten Krawall nach Hause zu schicken. Mal sehen, ob sich die UEFA das auch traut.

 

Das wissen wir dann spätestens morgen. Denn ich gehe nicht davon aus, dass die russischen Fans heute Nachmittag Abstand davon nehmen werden, auch das Stadion in Lille zu zerlegen.

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