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Neue Bibelübersetzung - schon im Verkauf?


Shubashi
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Viel interessanter finde ich den dezenten Hinweis, daß es sich bei der "Jungfrau" bei Jesaja jetzt auch hochoffiziell "nur" um eine junge Frau handelt und Junias definitiv die Apostelin Junia war. Ich bin jetzt nur noch gespannt, wie die "adelphoi" übersetzt wurden. Und ob diese Ergebnisse in der praktischen Anwendung Niederschlag finden.

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Ich gesteh, das ist fast völlig an mir vorbeigelaufen:

neue katholische Bibelübersetzung

 

Der Preis ist ja sehr günstig und ich möchte sie haben - aber ich frage mich etwas bedrückt: zukunftsweisend in Großdruck?

Wie lange willst Du dein Exemplar benutzen? Wie gut werden deine Augen am ENDE deiner Bibelnutzungszeit sein? Vielleicht freust Du dich dereinst, wenn Du auch mit 80 noch lesen kannst, was Du in jüngeren Jahren unterstrichen hast.

 

Andererseits: Wie oft willst/musst Du deine neue Einheitsübersetzung irgendwohin mitschleppen? Großdruck dürfte deutlich größer und schwerer sein als Normal- oder gar Kleindruck. Was bei einem 50-Seiten-Heftchen nicht ins Gewicht fällt kann bei 1500 (Normaldruck-)Seiten ganz schön schwer werden.

Vielleicht: Kleindruck für die Tasche und Großdruck für die Gebetsecke?

 

PS.: Mein neues Fahrrad hat keine Querstange mehr. Jetzt käme ich noch drüber, aber ich hoffe, dieses Rad noch sehr lange zu fahren.

 

PPS.: Gibt's schon eine Aussage mit den Kommentaren der Jerusalemer Bibel ('Ganz neue Jerusalemer Bibel')?

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und das ist was?

Lektionar.

 

Zumindest die Jung(e)Frau dürfte am ersten Adventssontag gelesen werden.

Es sind ja nicht nur die Lesungstexte. Auf Jesaja fußt unter anderem die Lehre von der semper virgo. Und Junia könnte die Frage nach dem Diakonat/Apostolat der Frauen neu füttern. (Ob das Priestertum so wirklich biblisch ist, ist ja noch die andere Frage.)
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und das ist was?

Lektionar.

 

Zumindest die Jung(e)Frau dürfte am ersten Adventssontag gelesen werden.

Es sind ja nicht nur die Lesungstexte. Auf Jesaja fußt unter anderem die Lehre von der semper virgo. Und Junia könnte die Frage nach dem Diakonat/Apostolat der Frauen neu füttern. (Ob das Priestertum so wirklich biblisch ist, ist ja noch die andere Frage.)

 

Man hat die deutsche Übersetzung überarbeitet - nicht aber die Originaltexte.

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und das ist was?

Lektionar.

 

Zumindest die Jung(e)Frau dürfte am ersten Adventssontag gelesen werden.

Es sind ja nicht nur die Lesungstexte. Auf Jesaja fußt unter anderem die Lehre von der semper virgo. Und Junia könnte die Frage nach dem Diakonat/Apostolat der Frauen neu füttern. (Ob das Priestertum so wirklich biblisch ist, ist ja noch die andere Frage.)
Man hat die deutsche Übersetzung überarbeitet - nicht aber die Originaltexte.
Das ist mir schon klar. Aber die Übersetzung dürfte nicht approbiert werden, wenn man die Originaltexte nicht im gleichen Sinne lesen müsste.
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Allerdings gibt es zwischen der Vulgata-Ausgabe nach dem Tridentinum und der nach dem Vat II auch Änderungen, die man auf Grund neuer Erkenntnisse über die alten Quellen vorgenommen hat. Ich weiß nicht, inwieweit diesmal in den Quellen geforscht wurde.

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Soweit ich es den Publikationen habe entnehmen können, hat man sich bei der Übersetzung diesmal gar nicht auf die Vulgata und weniger auf die LXX gestützt, vielmehr ging man von hebräischen Text aus (soweit vorhanden).

 

 


Das ist mir schon klar. Aber die Übersetzung dürfte nicht approbiert werden, wenn man die Originaltexte nicht im gleichen Sinne lesen müsste.

Ich würde eher sagen, "wenn man die Originaltexte nicht im gleichen Sinn lesen könnte."

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Brauch ich nicht.

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Brauch ich nicht.

Ich schon.

Die Einheitsübersetzung ist eigentlich schon zu alt. Mindestens ein Mal pro Generation sollte die Bibelübersetzung aktualisiert werden. Sonst könnten wir getrost bei Luther I bleiben.

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Brauch ich nicht.

 

Ich schon.

Die Einheitsübersetzung ist eigentlich schon zu alt. Mindestens ein Mal pro Generation sollte die Bibelübersetzung aktualisiert werden. Sonst könnten wir getrost bei Luther I bleiben.

Ich auch. Allein schon, weil die alte Pattloch-Ausgabe schon ein bisschen böckelig ist und langsam ein bisschen klein gedruckt.

Und ich bin schon neugierig, was jahrzehntelange Beschäftigung mit den Urtexten zutage brachte, auch in den Anmerkungen.

 

(Für unterwegs habe ich übrigens einfach eine App auf dem Telephon. Und als Taschenausgabe hat früher sonst immer NT+ Psalmen ausgereicht. Übrigens ist es schön, vers. Übersetzungen zu haben, es gibt immer die Möglichkeit, Lieblingsworte- und Versionen neu zu finden. Ist das "Wort" für uns nichts sowieso etwas, das über das konkret gedruckte weit hinausreicht?)

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und das ist was?

Lektionar.

 

Zumindest die Jung(e)Frau dürfte am ersten Adventssontag gelesen werden.

Es sind ja nicht nur die Lesungstexte. Auf Jesaja fußt unter anderem die Lehre von der semper virgo. Und Junia könnte die Frage nach dem Diakonat/Apostolat der Frauen neu füttern. (Ob das Priestertum so wirklich biblisch ist, ist ja noch die andere Frage.)

 

Wird ja auch Zeit.

ist ja nicht so,als sei das nicht schon lange bekannt.

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was mich dabei interessiert:

 

die Psalmen.

 

Ist da eine Veränderung gemacht worden?

 

Weil, bei der ersten Einheitsübersetzung wude sehr darauf geachtet, dass dieser Text "singbar" ist.

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was mich dabei interessiert:

 

die Psalmen.

 

Ist da eine Veränderung gemacht worden?

 

Weil, bei der ersten Einheitsübersetzung wude sehr darauf geachtet, dass dieser Text "singbar" ist.

 

Das finde ich eine sehr interessante Frage.

Somit bräuchte man eigentlich zwei Texte, einen "singbaren" für den Wechselgesang im Stundengebet, eine zweite, textkritische, für den Intellekt.

Ich würde eigentlich auf keine davon verzichten wollen, aber für den "Glaubensvollzug" wäre mir die erste wichtiger.

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ich bevorzuge

 

Luther, 1545.

Ich auch. Daneben verblaßt alles andere an deutschsprachigen Übersetzungen.

 

dazu zwei Sachen:

 

1) Als ich mir die Übersetzung Luther 1545 (gab es zu einem moderaten Preis als Faksimile vom Taschen-Verlag) gekauft hatte, habe ich daraus am Heiligen Abend die Weihnachtsgeschichte vorgelesen (Fraktur lese ich flüssig, eigentlich sogar lieber als Antiqua).

 

Meine Frau (die die Lutherübersetzung nicht kannte) hat einfach nur gestaunt - über diese Sprachgewalt. (nebenbei: erst Martin Luther hat uns übrigens eine einheitliche deutsche "Schriftsprache" geschenkt).

 

2) In der "nachkonzilaren Euphorie" gab es ernsthafte Überlegungen, statt einer eigenen katholischen Übersetzung einfach die Lutherbibel zu übernehmen. (Nebenbemerkung: Es gab auch ernsthafte Überlegungen, im Nicänum die "katholische" Kirche zu übernehmen, und im Apostolicum die "heilige christliche", jeweils für beide Konfessionen einheitlich).

Edited by Petrus
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Viel interessanter finde ich den dezenten Hinweis, daß es sich bei der "Jungfrau" bei Jesaja jetzt auch hochoffiziell "nur" um eine junge Frau handelt

leider nicht im Bibeltext.

 

ich zitiere aus dem im Eingangsposting verlinkten Artikel:

 

"Denn in der alten Version heißt es beim Propheten Jesaia: "Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen". Künftig aber wird dort stehen: "Seht, die Jungfrau hat empfangen". Ist die Frau also erst Jungfrau und wird dann schwanger - auf welchem Weg auch immer? Im hebräischen Original steht ohnehin "junge Frau", merken die Übersetzer an."

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Im Internet habe ich Angebote gesehen ab dem 12. Dezember. Interessanterweise waren bei meiner kurzen Durchsicht die nächsten Angebote ab dem 20. Februar, ohne dass diese Lücke von 2 Monaten erklärt ist.

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In dem von Petrus verlinkten Artikel wird moniert, dass neuerdings die Fußnote fehlt, wie "Paulus" sagt, die Frau soll in der Kirche die Klappe halten. Es müsse darauf verwiesen werden, dass diese Aussage in Spannung zu anderen Paulus-Aussagen stehe.

Man könnte allerdings noch viele Fußnoten anhängen und viele Stellen der Bibel aufführen, in denen das Frauenbild der Bibel keineswegs frauenfreundlicher ist. Da passt es dann doch wieder ins Bild.

 

Das Theater um "Jungfrau" und "junge Frau" könnte man sich auch sparen. Sollte die Kirche nun ähnlich wie der Islam für Jungfrauen schwärmen, wird man sie auch durch solche Übersetzungsveränderungen ebenso wenig davon abbringen können, wie man märtyrerwillige muslimische Selbstmordattentäter von dieser Vorstellung abbringen kann. Verändern sollte man vielmehr diese seltsame Neigung zu Jungfrauen - die natürlich ganz und gar nichts mit sexuellen Vorlieben zu tun hat: Darüber steht in der Bibel auch in der alten Übersetzung kein Wort! Das Wort "Sexualpräferenz" kommt schließlich in der Bibel nicht vor, ebenso wenig wie "Handy", "Brotschneidemaschine", "Personalausweis" oder "Evolution".

 

Wegen dieser Unwirksamkeit halte ich es auch eher mit der alten Lutherübersetzung. Die Fehlleistungen sind ähnlich. Aber der Stil Luthers ist einfach lesenswerter. Oder die "Gute Nachricht". Die ist sprachlich zwar flach, versteckt die alten inhaltlichen Ungereimtheiten aber nicht so sehr hinter sprachlichen Toll-Formulierungen.

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