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Offener Machtkampf im Vatikan?


Klaffer

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vor 4 Stunden schrieb Der Neugierige:

Ob das "Aussitzen" von Vorwürfen und Kritik klug ist, habe ich angesichts der Tragweite der Vorwürfe Bedenken.

Was wäre denn klüger? Sich auf öffentliche Streitereien mit diesem Erzbischof Vigano einlassen?  Das würde das Amt beschädigen und Nachahmer geradezu herausfordern.

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Klüger wäre es gewesen, rasch eine Untersuchungskommission einzusetzen und öffentlich kundzutun, daß man den Ergebnissen gelassen entgegenblicke. Dann weiterarbeiten.

 

Das wäre Souveränität.

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Ich habe eher den Eindruck, dass es manche Gegner des aktuellen Pontifikats ziemlich wurmt, wenn Franziskus sich weder durch offene Häresievorwürfe noch durch den Vorwurf der Beteiligung an Missbrauchsvertuschung zu irgendeiner sichtbaren Reaktion treiben lässt. 

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Nun ja, Kohl blieb ja auch lange an der Macht (und Merkel ist es noch). Er wird von ihnen gelernt haben. Aber Sympathiepunkte gewinnt er damit nicht und es diskreditiert seine Agenda für die Kirche.

 

Vielleicht wäre folgendes Vorgehen für den Papst empfehlenswert

 

Zitat

 

226. Der Konflikt darf nicht ignoriert oder beschönigt werden. Man muss sich ihm stellen. Aber wenn wir uns in ihn verstricken, verlieren wir die Perspektive, unsere Horizonte werden kleiner, und die Wirklichkeit selbst zerbröckelt. Wenn wir im Auf und Ab der Konflikte verharren, verlieren wir den Sinn für die tiefe Einheit der Wirklichkeit.

 

227. Wenn ein Konflikt entsteht, schauen einige nur zu und gehen ihre Wege, als ob nichts passiert wäre. Andere gehen in einer Weise darauf ein, dass sie zu seinen Gefangenen werden, ihren Horizont einbüßen und auf die Institutionen ihre eigene Konfusion und Unzufriedenheit projizieren. Damit wird die Einheit unmöglich. Es gibt jedoch eine dritte Möglichkeit, und dies ist der beste Weg, dem Konflikt zu begegnen. Es ist die Bereitschaft, den Konflikt zu erleiden, ihn zu lösen und ihn zum Ausgangspunkt eines neuen Prozesses zu machen. » Selig, die Frieden stiften « (Mt 5, 9).

 

228. Auf diese Weise wird es möglich sein, dass sich aus dem Streit eine Gemeinschaft entwickelt. Das kann aber nur durch die großen Persönlichkeiten geschehen, die sich aufschwingen, über die Ebene des Konflikts hinauszugehen und den anderen in seiner tiefgründigsten Würde zu sehen. Dazu ist es notwendig, sich auf ein Prinzip zu berufen, das zum Aufbau einer sozialen Freundschaft unabdingbar ist, und dieses lautet: Die Einheit steht über dem Konflikt. Die Solidarität, verstanden in ihrem tiefsten und am meisten herausfordernden Sinn, wird zu einer Weise, Geschichte in einem lebendigen Umfeld zu schreiben, wo die Konflikte, die Spannungen und die Gegensätze zu einer vielgestaltigen Einheit führen können, die neues Leben hervorbringt. Es geht nicht darum, für einen Synkretismus einzutreten, und auch nicht darum, den einen im anderen zu absorbieren, sondern es geht um eine Lösung auf einer höheren Ebene, welche die wertvollen innewohnenden Möglichkeiten und die Polaritäten im Streit beibehält.

 

 

(Hervorhebung von mir)

 

Die Quelle wird nicht verraten ...

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Rorros Methodik scheint mir der Hl. Inquisition abgeschaut. Gerüchte streuen, aliquid semper haeret.

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vor 17 Minuten schrieb rorro:

Nun ja, Kohl blieb ja auch lange an der Macht (und Merkel ist es noch). Er wird von ihnen gelernt haben. Aber Sympathiepunkte gewinnt er damit nicht und es diskreditiert seine Agenda für die Kirche.

 

Vielleicht wäre folgendes Vorgehen für den Papst empfehlenswert

 

Zitat

 

226. Der Konflikt darf nicht ignoriert oder beschönigt werden. Man muss sich ihm stellen. Aber wenn wir uns in ihn verstricken, verlieren wir die Perspektive, unsere Horizonte werden kleiner, und die Wirklichkeit selbst zerbröckelt. Wenn wir im Auf und Ab der Konflikte verharren, verlieren wir den Sinn für die tiefe Einheit der Wirklichkeit.

 

227. Wenn ein Konflikt entsteht, schauen einige nur zu und gehen ihre Wege, als ob nichts passiert wäre. Andere gehen in einer Weise darauf ein, dass sie zu seinen Gefangenen werden, ihren Horizont einbüßen und auf die Institutionen ihre eigene Konfusion und Unzufriedenheit projizieren. Damit wird die Einheit unmöglich. Es gibt jedoch eine dritte Möglichkeit, und dies ist der beste Weg, dem Konflikt zu begegnen. Es ist die Bereitschaft, den Konflikt zu erleiden, ihn zu lösen und ihn zum Ausgangspunkt eines neuen Prozesses zu machen. » Selig, die Frieden stiften « (Mt 5, 9).

 

228. Auf diese Weise wird es möglich sein, dass sich aus dem Streit eine Gemeinschaft entwickelt. Das kann aber nur durch die großen Persönlichkeiten geschehen, die sich aufschwingen, über die Ebene des Konflikts hinauszugehen und den anderen in seiner tiefgründigsten Würde zu sehen. Dazu ist es notwendig, sich auf ein Prinzip zu berufen, das zum Aufbau einer sozialen Freundschaft unabdingbar ist, und dieses lautet: Die Einheit steht über dem Konflikt. Die Solidarität, verstanden in ihrem tiefsten und am meisten herausfordernden Sinn, wird zu einer Weise, Geschichte in einem lebendigen Umfeld zu schreiben, wo die Konflikte, die Spannungen und die Gegensätze zu einer vielgestaltigen Einheit führen können, die neues Leben hervorbringt. Es geht nicht darum, für einen Synkretismus einzutreten, und auch nicht darum, den einen im anderen zu absorbieren, sondern es geht um eine Lösung auf einer höheren Ebene, welche die wertvollen innewohnenden Möglichkeiten und die Polaritäten im Streit beibehält.

 

 

(Hervorhebung von mir)

 

Die Quelle wird nicht verraten ...

Nicht sehr seriös, das Vorgehen. Und ob das so rein copyrighttechnisch unbedenklich ist?

Nunja, hier die Quelle: [klick]

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vor einer Stunde schrieb OneAndOnlySon:

Ich habe eher den Eindruck, dass es manche Gegner des aktuellen Pontifikats ziemlich wurmt, wenn Franziskus sich weder durch offene Häresievorwürfe noch durch den Vorwurf der Beteiligung an Missbrauchsvertuschung zu irgendeiner sichtbaren Reaktion treiben lässt. 

Stellt sich die Frage, ob dies souverän oder arrogant ist.

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Vielleicht hat Franziskus mit der ganzen Sache ein ganz anderes Problem: Wenn er sich öffentlich äußert, dann muss er JPII und Benedikt XVI in ein schlechtes Licht rücken.

 

Das überlässt er den Journalisten. Er hat sie ja ausdrücklich aufgefordert, die Wahrheit zu suchen. Das ist ihr Job.

 

 

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Ja, das mag auch sein. Deswegen: hätte er mit quasi offenen Armen eine Untersuchung durch Laien veranlasst, die auch Zugang zu den Archiven haben, wäre er souverän geblieben. 

 

So hat's ein deutliches Geschmäckle. Insbesondere auch die Anworten von Parolin und anderen Kardinälen.

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Man muss nicht über jedes Stöckchen springen - außerdem ginge es in einer solchen Untersuchung um gerade erst VErstorbene (Johannes Paul II. und noch olebende (Benedikt XVI. und dessen Entourage inkl. Vigano) - glaubst du ernsthaft, dass ein solches Vorermittlungsverfahren gegen einen Papst im Ruhestand sinnvoll wäre, um die Lage zu beruhigen?

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vor 6 Stunden schrieb Der Neugierige:

Stellt sich die Frage, ob dies souverän oder arrogant ist.

Die Frage mag interessant sein aber sie lenkt vom grundsätzlichen, strukturellen und dogmatischen Problem ab: Der Papst ist nach Pastor Aeternus der höchste Richter der Kirche, der selbst nur Gott gegenüber Rechenschaft schuldig ist. Er muss sich weder Kardinälen, noch weltlichen Gerichten gegenüber verantworten. Niemand hat das Recht, über den Papst zu urteilen oder seine Urteile in Frage zu stellen. 

 

Wenn das falsch ist (wovon ich ausgehe), dann ist aber nicht die Amtsführung des einzelnen Papstes zu kritisieren (weil dogmatisch unerlaubt), sondern der Konzilsbeschluss selbst.

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vor 10 Stunden schrieb rorro:

Klüger wäre es gewesen, rasch eine Untersuchungskommission einzusetzen und öffentlich kundzutun, daß man den Ergebnissen gelassen entgegenblicke. Dann weiterarbeiten.

 

Das wäre Souveränität.

ein Papst beruft doch keine Kommission wegen Vorwürfen gegen seine Person 
Pius XII hat sich nie auch nur mit einer Silbe zu den Vorwürfen gegen seine Person geäußert Paul VI hat das einmal im Rahmen einer Privataudienz getan
der Papst hat in der Frühmesse gestern alles gesagt was zu sagen ist 

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vor 10 Stunden schrieb Merkur:

Was wäre denn klüger? Sich auf öffentliche Streitereien mit diesem Erzbischof Vigano einlassen?  Das würde das Amt beschädigen und Nachahmer geradezu herausfordern.

völlig richtig Burke und Co warten doch nur

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vor 10 Stunden schrieb OneAndOnlySon:

Ich habe eher den Eindruck, dass es manche Gegner des aktuellen Pontifikats ziemlich wurmt, wenn Franziskus sich weder durch offene Häresievorwürfe noch durch den Vorwurf der Beteiligung an Missbrauchsvertuschung zu irgendeiner sichtbaren Reaktion treiben lässt. 

ja man fasst es nicht daß man ständig ins Lehre läuft

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vor 9 Stunden schrieb rorro:

Nun ja, Kohl blieb ja auch lange an der Macht (und Merkel ist es noch). Er wird von ihnen gelernt haben. Aber Sympathiepunkte gewinnt er damit nicht und es diskreditiert seine Agenda für die Kirche.

 

Vielleicht wäre folgendes Vorgehen für den Papst empfehlenswert

 

 

(Hervorhebung von mir)

 

Die Quelle wird nicht verraten ...

der Papst "muß" gar nichts und das zeigt er sehr klar

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vor 2 Minuten schrieb Spadafora:

ein Papst beruft doch keine Kommission wegen Vorwürfen gegen seine Person 

 

Warum nicht? Er hat betont doch häufiger, ein ganz normaler mensch zu sein (was auch sonst). Und er betont die gleiche Würde eines jeden Amtsträgers oder Christenmenschen - er tut dem Papstamt und seiner Agenda keinen Gefallen, wenn er ausgerechnet an sich selbst andere Maßstäbe anlegt.

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vor 3 Minuten schrieb Spadafora:

der Papst "muß" gar nichts und das zeigt er sehr klar

 

Stimmt. Und seine Glaubwürdigkeit nimmt stetig ab (wie man auch an medialen Kommentaren derer liest, die ihm eigentlich wohlgesonnen sind)

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vor 2 Stunden schrieb Chrysologus:

Man muss nicht über jedes Stöckchen springen - außerdem ginge es in einer solchen Untersuchung um gerade erst VErstorbene (Johannes Paul II. und noch olebende (Benedikt XVI. und dessen Entourage inkl. Vigano) - glaubst du ernsthaft, dass ein solches Vorermittlungsverfahren gegen einen Papst im Ruhestand sinnvoll wäre, um die Lage zu beruhigen?

und man Hat Johannes Paul II mit Gewalt zur Ehre der Altäre befördert bewußt seine Rolle in einem großen Missbrauchsfällen ignorierend 
ich bin übrigens neugierig ob man weiterhin so emsig Aufklärunf fordert wenn die Vorwürfe einen "Traditionsfreubdlichen "Bischof oder Kardinal treffen 

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vor 2 Stunden schrieb OneAndOnlySon:

Die Frage mag interessant sein aber sie lenkt vom grundsätzlichen, strukturellen und dogmatischen Problem ab: Der Papst ist nach Pastor Aeternus der höchste Richter der Kirche, der selbst nur Gott gegenüber Rechenschaft schuldig ist. Er muss sich weder Kardinälen, noch weltlichen Gerichten gegenüber verantworten. Niemand hat das Recht, über den Papst zu urteilen oder seine Urteile in Frage zu stellen. 

 

Wenn das falsch ist (wovon ich ausgehe), dann ist aber nicht die Amtsführung des einzelnen Papstes zu kritisieren (weil dogmatisch unerlaubt), sondern der Konzilsbeschluss selbst.

richtig das gesamte Vatikanum I ist ein irreversibler Fehler und den zu korrigieren ist  praktisch unmöglich

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vor 2 Stunden schrieb Chrysologus:

Man muss nicht über jedes Stöckchen springen - außerdem ginge es in einer solchen Untersuchung um gerade erst VErstorbene (Johannes Paul II. und noch olebende (Benedikt XVI. und dessen Entourage inkl. Vigano) - glaubst du ernsthaft, dass ein solches Vorermittlungsverfahren gegen einen Papst im Ruhestand sinnvoll wäre, um die Lage zu beruhigen?

Davon ab, dass es eine solche Ermittlung nicht geben wird: Ich kann erahnen welche Reaktionen aus bestimmten Kreisen kommen würden, wenn das Verfahren die Hauptschuld an Missbrauch und deren Vertuschung bei Benedikt XVI. und Johannes Paul II. verortet. 

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vor 22 Minuten schrieb rorro:

 

Warum nicht? Er hat betont doch häufiger, ein ganz normaler mensch zu sein (was auch sonst). Und er betont die gleiche Würde eines jeden Amtsträgers oder Christenmenschen - er tut dem Papstamt und seiner Agenda keinen Gefallen, wenn er ausgerechnet an sich selbst andere Maßstäbe anlegt.

er hat eben ein Amt daß nach kath Auffassung mit nichts anderem vergleichbar ist daß eben keiner  irdischen Kontrolle unterliegt 
außerdem kommt die Kritik nur von einer Seite des kirchlichen Spektrums

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vor 24 Minuten schrieb rorro:

 

Stimmt. Und seine Glaubwürdigkeit nimmt stetig ab (wie man auch an medialen Kommentaren derer liest, die ihm eigentlich wohlgesonnen sind)

nun damit konnte ab 1980 Karol Wojtyla ganz gut leben  

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vor 14 Minuten schrieb OneAndOnlySon:

Davon ab, dass es eine solche Ermittlung nicht geben wird: Ich kann erahnen welche Reaktionen aus bestimmten Kreisen kommen würden, wenn das Verfahren die Hauptschuld an Missbrauch und deren Vertuschung bei Benedikt XVI. und Johannes Paul II. verortet. 

letzter wurde ja sogar von Benedikt XVI Heiliggesprochen 

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