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Bruno-Maria Schulz

DAS WORT - unsere Sprache und Reaktionen

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Bruno-Maria Schulz

Jede zivilisierte Sprache, die für Hunderte von Generationen als Hochsprache existiert, leidet derzeit an einem Verfall. Nicht nur in Teenager-Slang oder Jugendsprache - auch die Sprache, in vielen Boulevardblättern oder Internet-Foren schmerzt, denn sie mutet an wie bellen, statt nachdenklichen Austausch durchdachter Einsichten. Wenn du in so viele Foren schaust, bekommst du oft den Eindruck, dass wir nur anstatt zu sprechen. Anbellen statt sprechen.

Doch was erwarten wir in unserer Zeit von SMS und Mail, wo fünf Worte auch frühere Telegramme unterbieten. KiTa-Deutsch unserer Kleinsten ist umfassender.

Es ist jedoch das Wort, das den Unterschied zwischen den von Gott geschaffenen Menschen oder einfach nur den einfachen Wesen macht, die von spontanen freundlichen oder unfreundlichen Lauten, freundlichen oder unfreundlichen Worten in SMS-Weise angetrieben werden.
Es ist das eigene Wort das uns verwüstet oder verschönt. Es kann schmerzen oder heilen; unseren Nächsten zerstören oder aufrichten. Andere könnten es vergessen. Wir sind unsere Wort selbst. Ohne Liebe gesprochen, machen sie uns analog zu 1 Kor 13:1 zu "dröhnendem Erz oder lärmender Pauke“, anstatt zum Dem was Gott beabsichtigte, als Er uns das WORT gab, das keine andere Schöpfung besitzt. Als Er nur uns Seinen Atem des Lebens gab, um uns mit Gott zu verknüpfen im Sein, Sprechen und Denken. Eine Gott-Beziehung, die Johannes in Joh 1,1 so ausdrückte: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war voll Gott“.

Aber wie überaus aufbauend entweder das liebevoll konstruktive Wort; wie verheerend das lieblos das ohne Empathie oder Sympathie gesprochene oder geschriebene Wort, und wie viel unser Wort uns zu ebenfalls entweder Menschen in Gottes Ähnlichkeit oder zu nur lauten Wesen macht, wissen wir alle auch ohne darüber nachzudenken.
Cleverness, Sarkasmus, Herabwürdigung, Verbalinjurie in Kurz-Reaktionen, ist wie die Kurz-Reaktion selbst, verletzend. Christus sagte: Was ihr dem Geringsten…. das habt ihr Mir getan. Gleiches gilt für Verletzungen die wir unserem Nächsten zufügen.

1 Kor 13,1: Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, aber hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle.

 

Herzlichen Gruß

Bruno

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Petrus

ja, Bruno.

 

Da hast Du sicher recht.

Edited by Petrus

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GermanHeretic

Jugendsprache kommt und geht. Mir bereitet eher das staatlich verordnete Neusprech auf offenbar ebenso gewolltem Bildungsnotstand Sorge.

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Frank

Jugendsprache kommt und geht. Mir bereitet eher das staatlich verordnete Neusprech auf offenbar ebenso gewolltem Bildungsnotstand Sorge.

Hast du zu der Verordnung nen Link?

  • Like 1

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GermanHeretic

 

Jugendsprache kommt und geht. Mir bereitet eher das staatlich verordnete Neusprech auf offenbar ebenso gewolltem Bildungsnotstand Sorge.

Hast du zu der Verordnung nen Link?

 

 

Aber klar: Hier.

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Studiosus

Deshalb tat die Kirche gut daran, das Lateinische ob seiner Unveränderlichkeit als Sakralsprache weltweit beizubehalten.

 

/ironieoff\

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

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Bruno-Maria Schulz

Leute, ihr habt ja sicher recht, aber Keiner ging auf das Thema ein:

DAS WORT - unsere Sprache und Reaktionen

angefangen von Johannes 1:1 bis 1 Kor 13:1

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Bruno-Maria Schulz

Das ist natürlich völlig richtig.

Das Thema ist aber ein Anderes - nämlich

Joh 1,1: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war voll Gott“.

 

Ich hatte das Thema im USA-MailCircle wortwörtlich (englisch) so eröffnet und meinen Text dort, für mykath übersetzt. Es erschienen in USA sofort sinnfällig treffende Antworten, wie u.a.:

Am 26.05.2017 um 13:57 schrieb Leo:
…The passage from St John's gospel John 1.1 is so simple and yet so unfathomably complex. Only a man inspired of the Holy Spirit could've wrote it. I find it very powerful.…

Am 26.05.2017 um 16:31 schrieb Padrej:
…I appreciate that we have this wide theme spending fundamental thought……

Am 26.05.2017 um 19:43 schrieb Brad:
…I think we all are guilty from time to time of saying things without the Love of God behind them and thus become a clanging symbol in the ears of God.…

 

Leo ist Engländer der im weithin atheistischen Schweden lebt ***

Padrej ist ein anglikanischer Bischof

Brad ist ein US-Flugzeugingenjeur aus Seattle, den ich schon zweimal in eine Karlsruher Sauna mitschleppte. Er war begeistert das Gegenteil dessen zu erleben von dem, was Amis über deutsche Sauna denken.

 

Von daher wär's vielleicht ganz nett, mal Germanische Gedanken zu Johannes 1:1 auszutauschen - im Sinn von 1 Kor 13:1.

 

Herzlichen Gruß

Bruno :-)

In Eile, weil heute Saunatag ist mit Freundestreffen - das einzig Richtige bei angesagten 34°C in Karlsruhe

 

*** Sein 10-jähriger Sohn Izaak hatte sich vor seine Klasse gestellt und ihnen ohne jede Scheu die Wahrheit des Glaubens erklärt! Mir kommen Tränen vor Freude, dass es so etwas gibt!

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Higgs Boson

Deshalb tat die Kirche gut daran, das Lateinische ob seiner Unveränderlichkeit als Sakralsprache weltweit beizubehalten.

 

/ironieoff\

 

Saluti cordiali,

Studiosus.

 

Statt des unsäglichen Lateins hätte die Kirche schon von Anbeginn besser daran getan, zu ihren eigentlichen Wurzeln, der hebräischen und aramäischen Sprache umzukehren und sich nicht auf dieses modernistische Griechisch einzulassen.

 

Schon in vorchristlicher Zeit rauchte Satan und statt dass dessen Asche aufbewahrt wurde, machte man einen auf 'neue Sprachen braucht die Schrift' und verwendete die Septuaginta.

 

/Klartext/

Latein ist nur eine Übersetzung von einer Übersetzung

Edited by Higgs Boson

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Petrus

Das Thema ist aber ein Anderes

 

 

wenn Du meinst - es sei Dir unbenommen. Edited by Petrus

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Mecky

Ich halte die Worte für Nebensache. Entscheidend ist die Mentalität, die hinter der Worten steht. Und entscheidend ist die Beziehung zwischen Sprecher und Hörer.

 

Mit der Liebe liegt Bruno schon mal ganz gut.

 

Aber nicht in jedem Zusammenhang haben die Worte dieselbe Bedeutung. Ich wurde einmal auf einem Kinder- und Jugendlager darauf hingewiesen. Die übliche Begrüßung war: "Hey, ihr W'ichser!". Ich habe die Augenbrauen hochgezogen, die Jungs fingen zu kichern an. "Gewöhnen Sie sich daran, dass W'ichser bei uns ein ganz normales Wort ist!".

So war es bei diesen Jungs eben.

Probleme gab es, wenn sie aus Gewohnheit fremde Leute mit diesen Worten begrüßt haben. Zum Beispiel 10-Jährige. Die empfanden dieses "ganz normale" Wort eben als Beleidigung. Komisch aber auch! Noch besser käme dieser Gruß bestimmt gegenüber Lehrern.

 

Das waren keine bösen Jungs. Und sie meinten das "Hey, ihr W'ichser" sogar eher gemütlich. Auf diese Weise haben sie jemanden in ihren Kreis aufgenommen - eine Art Gruppenritual. Wer zusammenzuckt und Anstoß nimmt, gehört eben einfach nicht dazu.

 

Im Internet kommt so was oft doof an, weil da jeder lesen kann, aber nicht jeder mit solchen Gruppenritualen vertraut ist.

Und manche achten eben auf die Worte. W'ichser klingt wirklich nicht freundlich. Und dann werden solche Worte schnell zum Vorurteil oder zum Stigma.

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Bruno-Maria Schulz

 

Das Thema ist aber ein Anderes

 

wenn Du meinst - es sei Dir unbenommen.

 

 

Du bist immer so aufbauend und einladend zu mir :D

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Mecky

Ooooch ... ihr seid doch alle beide sehr freundliche, aufbauende und einladende Zeitgenossen.

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Petrus

 

 

Das Thema ist aber ein Anderes

 

wenn Du meinst - es sei Dir unbenommen.

 

 

Du bist immer so aufbauend und einladend zu mir :D

 

tja - so bin ich halt :)

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Bruno-Maria Schulz

Über das Thema >SO BIN ICH HALT<
„That's all me!“ hatten wir im US-MailCircle einen längeren Diskurs. Thema war: „Ist >SO BIN ICH HALT< mit der Schrift, christlichem Glauben, Jesu Doktrin vereinbar?“

Konsens bestand in allen Antworten: „Nein; Christus verlangt wie aus vielen Bibelversen hervorgeht, ebenso wie Johannes in Mt 3,1-12 die Umkehr, wie schon in Psalmen steht.

In MailCircle wird von allen Mitgliedern versucht, Themen nach bestem Wissen zu ergänzen - niemals mit Überheblichkeit, Sarkasmus oder Spott zu antworten, wie leider in mykath üblich scheint; u.a. auch hier:
http://www.mykath.de/topic/34233-leben/

In katholischem Forum bleibt der Sinn von Ironie unerfindlich. Wer von Freunden statt erbaulichem Gespräch immer wiederHerablassung erwarten muss, erkennt weiteren Umgang als Zeitverschwendung, und schüttelt den Staub……..

Ciao
bin nicht
mehr hier

 

bitte Mitgliedschaft löschen

Edited by Bruno-Maria Schulz

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Mariamante

 

 


Aber wie überaus aufbauend entweder das liebevoll konstruktive Wort; wie verheerend das lieblos das ohne Empathie oder Sympathie gesprochene oder geschriebene Wort, und wie viel unser Wort uns zu ebenfalls entweder Menschen in Gottes Ähnlichkeit oder zu nur lauten Wesen macht, wissen wir alle auch ohne darüber nachzudenken.

 

Lieber Bruno: Wenn wir bekennen dass das "Wort" Fleisch geworden ist ( der Logos, Gott selbst) - und wir im Evangelium lesen, dass wir sogar über jedes unnütze Wort gerichtet werden, dann ist es sehr sinnvoll seine Worte zu bedenken. Du deutest selbst an, dass ein konstruktives, liebevolles Wort ein Segen sein kann (das ist in dem lateinischen Ausdruck für segnen enthalten: bene- dicere = gut sprechen) oder ein Fluch (Male- dicere = schlecht sprechen).

 

Jesus selbst zeigt uns, dass nicht nur das gesprochene Wort, sondern bereits die Absicht, der Gedanke eine große Wirkung entfalten kann. Weil das Wort gleichsam Gestalt gewordene geistige Kraft ist, können Worte manchmal tiefer verletzen als ein Messer, eine Waffe. Aber da wir alle wissen, dass wir in "Gedanken, Worten und Werken" sündigen - und selbst der Gerechte sieben mal am Tag sündigt- halte ich es für wichtig, die unbedachten, zynischen oder boshaften Worte von Menschen die auf diesem Gebiet schwach werden ( die Zunge ist ein scharfes Schwert) nicht zu sehr auf die Waagschale zu legen und aus psychohygienischen Gründen mit dem Sieb der Barmherzigkeit diesen wilden Worten zu begegnen. Daher würde ich Dir auch raten, deine Mitgliedschaft hier nicht zu lösen, sondern vielmehr mit guten Worten üblen Worten zu begegnen.

 

Herzliche Segensgrüße

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Long John Silver

 

Aber wie überaus aufbauend entweder das liebevoll konstruktive Wort; wie verheerend das lieblos das ohne Empathie oder Sympathie gesprochene oder geschriebene Wort, und wie viel unser Wort uns zu ebenfalls entweder Menschen in Gottes Ähnlichkeit oder zu nur lauten Wesen macht, wissen wir alle auch ohne darüber nachzudenken.

 

Lieber Bruno: Wenn wir bekennen dass das "Wort" Fleisch geworden ist ( der Logos, Gott selbst) - und wir im Evangelium lesen, dass wir sogar über jedes unnütze Wort gerichtet werden, dann ist es sehr sinnvoll seine Worte zu bedenken. Du deutest selbst an, dass ein konstruktives, liebevolles Wort ein Segen sein kann (das ist in dem lateinischen Ausdruck für segnen enthalten: bene- dicere = gut sprechen) oder ein Fluch (Male- dicere = schlecht sprechen).

 

Jesus selbst zeigt uns, dass nicht nur das gesprochene Wort, sondern bereits die Absicht, der Gedanke eine große Wirkung entfalten kann. Weil das Wort gleichsam Gestalt gewordene geistige Kraft ist, können Worte manchmal tiefer verletzen als ein Messer, eine Waffe. Aber da wir alle wissen, dass wir in "Gedanken, Worten und Werken" sündigen - und selbst der Gerechte sieben mal am Tag sündigt- halte ich es für wichtig, die unbedachten, zynischen oder boshaften Worte von Menschen die auf diesem Gebiet schwach werden ( die Zunge ist ein scharfes Schwert) nicht zu sehr auf die Waagschale zu legen und aus psychohygienischen Gründen mit dem Sieb der Barmherzigkeit diesen wilden Worten zu begegnen. Daher würde ich Dir auch raten, deine Mitgliedschaft hier nicht zu lösen, sondern vielmehr mit guten Worten üblen Worten zu begegnen.

 

Herzliche Segensgrüße

 

 

Hallo, Mariamante,

 

wir haben es hier mit bestimmten Platzhirsch- Allueren zu tun, die sollte man nicht zu ernsthaft bewerten.

 

Zumindest ist Bruno Maria kein Fake und kein Troll, und in Anbetracht dessen, wie begeistert Anregungen aus Fake-Postings aufgenommen werden :-))) und aus ihnen noch irgendeine versteckte oder vermutete Sinnhaftigkeit heraus gewrungen, sehe ich eigentlich keinen Grund, warum die Postings von Bruno Maria ein anderer Massstab angewendet werden sollte.

 

Ich fand das Eingangsposting keinesfalls abwegig, allerdings wuerde ich nicht den Fokus der Kritik auf die Jugendsprache legen, sondern auf die Sprachverarmung und Sprachverrohung der Erwachsenen.

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