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Studiosus

R. I. P. Joachim Kardinal Meisner

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Mariamante

Hier soll ein Ort der Kondolenz und der Würdigung dieses Kirchenmannes sein.

 

Bei den Elisabethinen in Wien wurde heute in der Krankenhauskapelle die hl. Messe als Requiem für den verstorbenen Kardinal Joachim Meisner zelebriert. Da Kardinal Meisner bei seinen Besuchen in Wien gerne bei den Elisabethinen Gast war, besteht eine besondere Verbundenheit. Es ist lobenswert, wenn ein Diener Gottes in einer Zeit des Opportunismus, Liberalismus und der Verwässerung des Evangeliums dieses Evangelium treu verkündete "ob man es hören will oder nicht". Deo gratias und RIP.

Edited by Mariamante

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Moriz

 

Es ist lobenswert, wenn ein Diener Gottes in einer Zeit des Opportunismus, Liberalismus und der Verwässerung des Evangeliums dieses Evangelium treu verkündete "ob man es hören will oder nicht". Deo gratias und RIP.

Wir leben in einer Zeit des Opportunismus, Liberalismus und Verwässerung des Evangeliums? Das mag stimmen, aber es war nie anders.

Problematisch war, daß dieser Diener Gottes derartig "autistisch" unterwegs war, daß er an den meisten Leuten vorbei geredet hat ohne es zu merken.

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Mariamante

 

 


daß er an den meisten Leuten vorbei geredet hat ohne es zu merken.
Also an den Katholiken, die den kath. Glauben ernst nahmen, hat er gewiß nicht vorbei geredet. Konkret bekannt sind mir die Elisabethinen- Schwestern in Wien, die Kardinal Meisner sehr geschätzt haben. Die sind aber ernsthaft katholisch: Erstes glauben sie was die Kirche lehrt und zweitens üben sie die Werke der Barmherzigkeit an Kranken und Armen.

 

Dass die Evangelien früher derart ent- mystifiziert, rationalisiert und verwässert worden wären wie es heute auch durch gar manche "Theologen" geschieht (Abschied von Wundern, Abschied vom Teufel, Abschied tw. auch von der Göttlichkeit Jesu, Abschied von der Moral und den hohen Ansprüchen) glaube ich nicht. Es ist so, dass die Leute früher auch Sünder waren und durch ihr Leben das Evangelium missachtet haben. Aber das geschah noch als Abirrung und in dem Bewußtsein der Sünde. Heute aber wird die Sünde heilig gesprochen und jedes Verhalten als "natürlich" "menschlich" gerechtfertigt.

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Petrus

 

die Leute früher auch Sünder waren

 

nö - echt?

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Marcellinus

Dass die Evangelien früher derart ent- mystifiziert, rationalisiert und verwässert worden wären wie es heute auch durch gar manche "Theologen" geschieht (Abschied von Wundern, Abschied vom Teufel, Abschied tw. auch von der Göttlichkeit Jesu, Abschied von der Moral und den hohen Ansprüchen) glaube ich nicht.

Dafür fehlte den Menschen früher (vor dem 18. u. 19. Jh.) einfach das Wissen.

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Mariamante

 

 


Dafür fehlte den Menschen früher (vor dem 18. u. 19. Jh.) einfach das Wissen.

 

Dafür waren sie um vieles weiser als die heutigen Fachidioten, die viel zu wissen meinen oder scheinen, aber in ihrem Verhalten unter jeder Sau sind.

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Werner001

 

Dafür fehlte den Menschen früher (vor dem 18. u. 19. Jh.) einfach das Wissen.

 

Dafür waren sie um vieles weiser als die heutigen Fachidioten, die viel zu wissen meinen oder scheinen, aber in ihrem Verhalten unter jeder Sau sind.

 

Nunja, was das Verhalten der Menschen vor dem 18. Jahrhundert angeht, da hat sich doch einiges zum Positiven entwickelt!

 

Werner

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Sokrates

 

 

Dafür fehlte den Menschen früher (vor dem 18. u. 19. Jh.) einfach das Wissen.

 

Dafür waren sie um vieles weiser als die heutigen Fachidioten, die viel zu wissen meinen oder scheinen, aber in ihrem Verhalten unter jeder Sau sind.

Nunja, was das Verhalten der Menschen vor dem 18. Jahrhundert angeht, da hat sich doch einiges zum Positiven entwickelt!

Der Vorwurf, "Fachidiot" zu sein, wird gerne gegenüber anderen Leuten erhoben, die auf einem gewissen Gebiet eine überragende Mehrkompetenz gegenüber dem Dummkopf haben, der den Vorwurf erhebt. Dabei wäre er höchstens dann berechtigt, wenn der so Beschuldigte auf allen anderen Gebieten eine signifikante Minderkompetenz im Vergleich zum Dummkopf hätte. Was aber meist nicht der Fall ist.

 

Dass es früher Universalgenies gab, und heute nicht mehr, liegt einzig daran, dass die schiere Masse des heutigen Wissens zu groß geworden ist, um von einem einzelnen Menschen erfasst werden zu können. Aus der Mathematik kenne ich dazu Schätzungen. Nehmen wir einen typischen habilitierten Mathematiker. Um auf allen anderen Gebieten der Mathematik eine ähnliche Tiefe zu erlangen, mit der er auf seinem Habilitationsgebiet arbeitet, müsste er geschätzte 250 Jahre lang studieren. Und dann wäre er ein mathematischer Fachidiot, der allerdings alles über Mathematik weiß. Aber nichts über Physik Chemie, geschweige denn Literatur und andere flüssigere Künste.

 

Davon ab: Auch frühere anerkannte Universalgenies waren nicht soooo genial und universal. Goethe zum Beispiel war in der Physik ein ziemlich armseliger Stümper und hat sich mit seiner Farbenlehre eher blamiert.

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Chrysologus

 

 


Dabei sollte er Bischof für alle Menschen sein. Genau genommen für alle Menschen seines Bistums, nicht nur für alle Katholiken (und schon gar nicht nur für die 'Knallkatholiken').

 

Nun, sein Bistum war auch in einem denkbar schlechten Zustand am Ende seiner Amtszeit.

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nannyogg57

 

daß er an den meisten Leuten vorbei geredet hat ohne es zu merken.

Also an den Katholiken, die den kath. Glauben ernst nahmen, hat er gewiß nicht vorbei geredet. Konkret bekannt sind mir die Elisabethinen- Schwestern in Wien, die Kardinal Meisner sehr geschätzt haben. Die sind aber ernsthaft katholisch: Erstes glauben sie was die Kirche lehrt und zweitens üben sie die Werke der Barmherzigkeit an Kranken und Armen.

 

Dass die Evangelien früher derart ent- mystifiziert, rationalisiert und verwässert worden wären wie es heute auch durch gar manche "Theologen" geschieht (Abschied von Wundern, Abschied vom Teufel, Abschied tw. auch von der Göttlichkeit Jesu, Abschied von der Moral und den hohen Ansprüchen) glaube ich nicht. Es ist so, dass die Leute früher auch Sünder waren und durch ihr Leben das Evangelium missachtet haben. Aber das geschah noch als Abirrung und in dem Bewußtsein der Sünde. Heute aber wird die Sünde heilig gesprochen und jedes Verhalten als "natürlich" "menschlich" gerechtfertigt.

Ich habe die Schnauze komplett voll von dieser klischeehaften generalisierten Schelte auf Menschen, die einfach wissenschaftlich arbeiten wollen, nein, Marcellinus, hier bitte keine Diskussion, ob Theologie wissenschaftlich ist, die sich informieren und in Sachen reinknien, deren Namen du nicht kennst, weil ihre Bücher nicht reißerisch genug sind und eventuell etwas anspruchsvoll, sicher nicht irrtumsfrei, aber sachlich, ernstgemeint und mit grossem Hintergrundwissen geschrieben, und weil dir das Ganze zu kompliziert ist und du vielleicht Monate gebraucht hast, um obligatorisch das Jesusbuch von Benedikt zu lesen und gerade auf Seite 47 im zweiten Band steckst, dich nicht mehr erinnern kannst, was du im ersten gelesen hast, was mir persönlich wurscht ist, weil es fundamentaltheologisch nett ist, aber exegetisch, sagen wir, in wesentlichen Teilen vorsintflutlich, deshalb schreibst du hier einfach einen Rundumschlag gegen die Theologen und komme mir nicht damit, dass du nicht die Mehrheit gemeint hast, das hättest du dir beim Schreiben deines Posts schon überlegen sollen und anders formulieren.

 

Informier dich erst mal gründlich über meinen Berufsstand.

Edited by nannyogg57
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Mariamante

 

 


Nunja, was das Verhalten der Menschen vor dem 18. Jahrhundert angeht, da hat sich doch einiges zum Positiven entwickelt!

 

Aha. du meinst dass der Technowahn heute- dass z.B. viele Jugendliche kaum mehr zu Kommunikation mit Menschen fähig sind, weil sie ständig am Handy oder Computer oder TV hängen eine positive Entwicklung darstellt? Auch anderes (z.B. Drogensucht die es in dem Maß im 18. Jahrhundert nicht gab) kann ich nicht als positive Entwicklung sehen. Auch die Verhärtung der Herzen, die heute vor allem ältere Menschen beklagen- sehe ich nicht als positive Entwicklung. Es mag sich ja einiges zum Positiven entwickelt haben- aber auch vieles zum Negativen.

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Mariamante

 

 


Genau da liegt das Problem: Er hat nur noch einen kleinen Kreis von Katholiken wahrgenommen. Dabei sollte er Bischof für alle Menschen sein. Genau genommen für alle Menschen seines Bistums, nicht nur für alle Katholiken (und schon gar nicht nur für die 'Knallkatholiken'). Nebenbei: Ich finde es eine Unverschämtheit, wie du hier implizit unterstellst, man würde den katholischen Glauben nicht ernst nehmen, wenn man mit Meisners Sprüchen nichts anfangen konnte.

 

Das sehen jene, die Kard. Meisners Mühen positiv sehen, ein wenig anders: Kard. Meisner war einer der wenigen Hirten, die sein Hirtenamt noch ernst nahmen. Er redete nicht den Leuten nach dem Mund, bog nicht die Evangelien und Ansprüche Gottes auf das Niveau des Menschen, der heute eher genießen und nehmen als geben will, sondern wagte es auch, sich durch provokante Worte unbeliebt zu machen bei vielen Menschen. Kard. Meisner hat vor eines wahr genommen: Die Ansprüche des Evangeliums. Kann schon sein, dass das auch heute für viele zu stark ist. Wir finden sogar in der Schrift Worte wie: "Der Weg zum ewigen Leben ist steil, steinig - und nur wenige gehen ihn." oder "Meine Herde ist klein".

 

Da würde ja schon in der Schrift ein Indiz vorzufinden sien, dass jene, die Gott ernst nehmen eher ein "kleiner Kreis" sind.

 

Da wir als Sünder alle mehr oder weniger den Glauben, die Evangelien, den kath. Glauben nicht ernst nehmen- und z.B. die Beichte vielfach ausgestorben ist- trifft der Vorwurf nicht so ganz. Es ist keine Unterstellung, sondern eine Tatsache, dass der kath. Glaube nicht ernst genommen wird. Die negative Einstellung gegenüber Meisner oder anderen Hirten, die manchmal markige Sprüche von sich geben die zwar evangelientreu aber nicht weltgetreu sind- ist nur ein Aspekt.

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Moriz

 

 

 

... Marcellinus,..

Marcellinus?

Mariamante?

... oder gar: Moritz?

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Moriz

 

Genau da liegt das Problem: Er hat nur noch einen kleinen Kreis von Katholiken wahrgenommen. Dabei sollte er Bischof für alle Menschen sein. Genau genommen für alle Menschen seines Bistums, nicht nur für alle Katholiken (und schon gar nicht nur für die 'Knallkatholiken'). Nebenbei: Ich finde es eine Unverschämtheit, wie du hier implizit unterstellst, man würde den katholischen Glauben nicht ernst nehmen, wenn man mit Meisners Sprüchen nichts anfangen konnte.

 

Das sehen jene, die Kard. Meisners Mühen positiv sehen, ein wenig anders: Kard. Meisner war einer der wenigen Hirten, die sein Hirtenamt noch ernst nahmen. Er redete nicht den Leuten nach dem Mund, bog nicht die Evangelien und Ansprüche Gottes auf das Niveau des Menschen, der heute eher genießen und nehmen als geben will, sondern wagte es auch, sich durch provokante Worte unbeliebt zu machen bei vielen Menschen. Kard. Meisner hat vor eines wahr genommen: Die Ansprüche des Evangeliums. Kann schon sein, dass das auch heute für viele zu stark ist. Wir finden sogar in der Schrift Worte wie: "Der Weg zum ewigen Leben ist steil, steinig - und nur wenige gehen ihn." oder "Meine Herde ist klein".

 

Da würde ja schon in der Schrift ein Indiz vorzufinden sien, dass jene, die Gott ernst nehmen eher ein "kleiner Kreis" sind.

 

Da wir als Sünder alle mehr oder weniger den Glauben, die Evangelien, den kath. Glauben nicht ernst nehmen- und z.B. die Beichte vielfach ausgestorben ist- trifft der Vorwurf nicht so ganz. Es ist keine Unterstellung, sondern eine Tatsache, dass der kath. Glaube nicht ernst genommen wird. Die negative Einstellung gegenüber Meisner oder anderen Hirten, die manchmal markige Sprüche von sich geben die zwar evangelientreu aber nicht weltgetreu sind- ist nur ein Aspekt.

 

Das ist nicht der Punkt.

Meisner hat die, die nicht so knallkatholisch waren wie er selbst garn nicht mehr wahrgenommen. Damit war keinerlei Kommunikation mehr möglich. Da kann man 'Ansprüche hochhalten' soviel man will - seine Aufgabe wäre es gewesen, die Frohe Botschaft zu verkünden. Und zwar so, daß sie (nach Möglichkeit, die menschliche Begrenztheit muß dann der Heilige Geist ergänzen) bei den Menschen ankommt. Er hat lieber an ihnen vorbei (Oder schlimmer: über sie hinweg geredet)

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Sokrates

 

(...)

Informier dich erst mal gründlich über meinen Berufsstand.

(Träller, Melodie: "Ein Loch ist im Eimer")

 

Womit denn, Karl-Otto, Karl-Otto, Karl-Otto?

Womit denn, Karl-Otto, Karl-Otto womit?

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Sokrates

 

 


Er hat lieber an ihnen vorbei (Oder schlimmer: über sie hinweg geredet)

Jetzt muss ich doch für Meisner eine Lanze brechen: Seine Positionierung in Sachen "Pille danach" war vorbildlich.

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Mariamante

 

 


Das ist nicht der Punkt. Meisner hat die, die nicht so knallkatholisch waren wie er selbst garn nicht mehr wahrgenommen. Damit war keinerlei Kommunikation mehr möglich. Da kann man 'Ansprüche hochhalten' soviel man will - seine Aufgabe wäre es gewesen, die Frohe Botschaft zu verkünden. Und zwar so, daß sie (nach Möglichkeit, die menschliche Begrenztheit muß dann der Heilige Geist ergänzen) bei den Menschen ankommt. Er hat lieber an ihnen vorbei (Oder schlimmer: über sie hinweg geredet)

Das kann ich nicht so sehen. Kardinal Meisner hat sie wahrgenommen, aber sich nicht einnehmen lassen so wie manche jener Bischöfe die sagen, dies oder jenes darf man nicht laut sagen, weil man sonst bei den Medien aneckt und das ein "schlechtes Bild" für die Kirche abgibt. Ich sehe das Verhalten jener "moderaten" Bischöfe sehr kritisch, die aus Angst bei den Medien anzuecken oder von liberalen Gruppen in der kath. Kirche angegriffen zu werden zu viel schweigen. Beliebtheit kann zur Beliebigkeit führen.

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Mariamante

 

 

 

... Marcellinus,..

Marcellinus?

Mariamante?

... oder gar: Moritz?

Das war generalisierte schelte.gilt für alle.duck und weg. Edited by Mariamante

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Gabriele

Ich hoffe die Kölner denken dran, ihm seine Taufurkunde mitzugeben.

Ja, sie denken daran:

 

 

Der verstorbene Kölner Kardinal Joachim Meisner wird zusammen mit Kopien der Urkunden seiner Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe beerdigt.

Warum denn das?

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gouvernante

 

 


Warum denn das?
Weil Meisner Angst hatte, dass Gott ihn sonst nicht erkennt.
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Flo77

 

Ich hoffe die Kölner denken dran, ihm seine Taufurkunde mitzugeben.

 

Ja, sie denken daran:

 

 

Der verstorbene Kölner Kardinal Joachim Meisner wird zusammen mit Kopien der Urkunden seiner Taufe, Firmung, Priester- und Bischofsweihe beerdigt.

 

Warum denn das?
Die Sache mit dem Taufschein hat Meisner schon vor Jahren selbst verfügt. Er betrachtete ihn wohl als eine Art Personalausweis bzw. Visum in den Himmel. Der Text ist hier bestimmt irgendwo verlinkt.

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Elima

Dabei gibt es doch sicher im Himmel einige Augenzeugen dieser heiligen Handlungen.

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