rebekkamax

Gibt es Gott?

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Hallo zusammen,

 

kurz zu mir: Ich bin gläubig erzogen worden und glaube an Gott. Und ich beschäftige mich immer wieder mit dem Glauben, es läßt mich nicht los. Und ich habe Zweifel, auch diese lassen mich nicht los. Gibt es ihn wirklich, oder ist es nur ein Gefühl, ein Wunschgedanke.
Das Universum ist groß, ich kann es mir mit meiner Vorstellungskraft nicht vorstellen. ES ist angefüllt mit Milliarden Galaxien, diese sind voll mit Billiarden von Sternen und vermutlich Planeten.

Die Erde ist 4,6 Milliarden Jahre alt, das Universum noch viel-viel älter. 
Es gab schon so viele Lebewesen vor uns.
Wenn wir das Alter des Universums mit der Zeit vergleichen, in der es Menschen gibt, sind wir erst seit kurzem existent. 
All diese Gedanken machen mich oft wahnsinnig :)
Und mir leuchtet die Wissenschaft ein, obwohl ich vieles nicht verstehe.
Wenn es Gott gibt, verstehe ich den Plan nicht. Warum all das und wohin soll es führen?
 

 

Ich weiß selbst nicht, was ich mir von meinem Beitrag erhoffe. Vielleicht Menschen zu treffen, die sich auch über sowas Gedanken machen.

 

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Erkenntnistheoretisch läßt sich dazu sagen: die Frage ist nicht entscheidbar.

Theologisch läßt sich sich auf Deinen Eingangspost - der ja im weitesten Sinne die Frage nach dem/einem Schöpfer aufwirft - vielleicht antworten: Gott ist, ohne wen nichts ist.

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16 hours ago, gouvernante said:

Theologisch läßt sich sich auf Deinen Eingangspost - der ja im weitesten Sinne die Frage nach dem/einem Schöpfer aufwirft - vielleicht antworten: Gott ist, ohne wen nichts ist.

Diese Aussage ist aber selbstwidersprüchlich, denn wenn einer ist, ohne den nichts ist, kann ja nie "nichts" sein, weil zumindest der eine immer ist.

 

Werner

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auch auf der Sachebene. Man könnte die mir aufgefallene Widersprüchlichkeit auch auf die altbekannte Frage eindampfen: Wenn Gott alles geschaffen hat, was es gibt, wo kommt dann Gott her? Das er einfach "ist" passt nicht zu einem persönlichen Gott, zu einem Urprinzip, wie es der Logos darstellt, dagegen schon...

 

Werner

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vor einer Stunde schrieb teofilos:

Widersprüchlichkeit gibt es nur auf der Sprachebene.

 

Ja, aber ohne Sprache keine Gedanken, und genau mit denen hatte @rebekkamax Probleme. Da hilft es kaum, wenn man den Rat gibt, nicht mehr zu denken. ;)

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vor einer Stunde schrieb Werner001:

auch auf der Sachebene. Man könnte die mir aufgefallene Widersprüchlichkeit auch auf die altbekannte Frage eindampfen: Wenn Gott alles geschaffen hat, was es gibt, wo kommt dann Gott her? Das er einfach "ist" passt nicht zu einem persönlichen Gott, zu einem Urprinzip, wie es der Logos darstellt, dagegen schon...

 

Werner

 

Nur, ein Logos mag zwar vielleicht die Ordnung im Universum "erklären", "Sinn" vermittelt er nicht, und es erwartet niemand von ihm Hilfe oder auch nur Mitgefühl - und niemand baut ihm Kathedralen.

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vor 9 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Ja, aber ohne Sprache keine Gedanken, und genau mit denen hatte @rebekkamax Probleme. Da hilft es kaum, wenn man den Rat gibt, nicht mehr zu denken. ;)

Eine typisch marcelluische Schlussfolgerung. Warst nicht Du es der das Zen erklärte? Das nicht mehr in Gegensätzen denken nicht gleichbedeutend mit nicht mehr denken ist?

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vor 9 Minuten schrieb teofilos:

Eine typisch marcelluische Schlussfolgerung. Warst nicht Du es der das Zen erklärte? Das nicht mehr in Gegensätzen denken nicht gleichbedeutend mit nicht mehr denken ist?

 

Nein, das war ich nicht. Es ist vielmehr ziemlich deutlich, daß die Koans der Versuch sind, aus dem Prozeß des bewußten Denkens auszusteigen. Wie es überhaupt auffällig ist, daß gerade das bewußte Denken Menschen wie nichts anderes auszeichnet, viele von ihnen aber auch mit nichts mehr Schwierigkeiten haben; und wieviel Mühe sich Religionen geben, ihren Mitgliedern die vermeintliche Bedeutungslosigkeit bewußten Denkens klarzumachen, vermutlich, weil ihnen die Ergebnisse nicht gefallen. 

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vor 36 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Nein, das war ich nicht. Es ist vielmehr ziemlich deutlich, daß die Koans der Versuch sind, aus dem Prozeß des bewußten Denkens auszusteigen. Wie es überhaupt auffällig ist, daß gerade das bewußte Denken Menschen wie nichts anderes auszeichnet, viele von ihnen aber auch mit nichts mehr Schwierigkeiten haben; und wieviel Mühe sich Religionen geben, ihren Mitgliedern die vermeintliche Bedeutungslosigkeit bewußten Denkens klarzumachen, vermutlich, weil ihnen die Ergebnisse nicht gefallen. 

Ein Mythos. Definitiv.

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vor 20 Stunden schrieb gouvernante:

Erkenntnistheoretisch läßt sich dazu sagen: die Frage ist nicht entscheidbar.

Theologisch läßt sich sich auf Deinen Eingangspost - der ja im weitesten Sinne die Frage nach dem/einem Schöpfer aufwirft - vielleicht antworten: Gott ist, ohne wen nichts ist.

Was wäre Gott ohne uns? Gott wäre nichts, wenn sich Leute wie du und ich nicht Gedanken darüber machten ob es ihn gibt. 

bearbeitet von Katharer

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Gibt es Gott?

 

 

Für, die an ihn glauben, JA.

 

Für alle anderen nicht.

 

 

manche Fragen ganz einfach findend...................tribald

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"Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht."

 

... eine bessere Antwort als die von Bonhoeffer habe ich auf die Frage noch nicht gefunden. - Und ich glaube auch nicht, dass ich sie zu meinen irdischen Lebzeiten noch finden werde. 

bearbeitet von Fidelis

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vor 3 Stunden schrieb Fidelis:

"Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht."

 

... eine bessere Antwort als die von Bonhoeffer habe ich auf die Frage noch nicht gefunden. - Und ich glaube auch nicht, dass ich sie zu meinen irdischen Lebzeiten noch finden werde. 

Eine absolute "Nicht" Aussage. Heinzelmäcnnchen, die es gibt, gibt es nicht. Geister, die es gibt, gibt es nicht. ETC. Mit diesem Argument sind schlichtweg alle Götter da und nicht da.

 

die obige Antwort unter Skurilitäten einordnend.................tribald

 

 

Hi, tribald,
wir befinden uns hier im Unterforum "Fragen und Antworten" im katholischen Bereich des mykath-Forums. Du kannst gern eine Antwort auf die Frage von rebekkamax posten. Bei allen anderen Meinungsäußerungen bitte ich dich um Zurückhaltung.
Alfons als Mod.

bearbeitet von Alfons

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vor 6 Minuten schrieb tribald:

Eine absolute "Nicht" Aussage. Heinzelmäcnnchen, die es gibt, gibt es nicht. Geister, die es gibt, gibt es nicht. ETC. Mit diesem Argument sind schlichtweg alle Götter da und nicht da.

 

die obige Antwort unter Skurilitäten einordnend.................tribald

 

Die Antwort ist nicht skuril, sondern beredter Ausdruck des erkenntnistheoretischen Dilemmas, auf das bereits gouvernante zutreffend hingewiesen hat.

 

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vor 2 Stunden schrieb Fidelis:

 

Die Antwort ist nicht skuril, sondern beredter Ausdruck des erkenntnistheoretischen Dilemmas, auf das bereits gouvernante zutreffend hingewiesen hat.

 

 

Um aus gegebenem Anlaß mit Star Wars zu sprechen: "Es gibt kein Dilemma!" :D

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Am 13.12.2017 um 17:56 schrieb rebekkamax:

Wenn es Gott gibt, verstehe ich den Plan nicht.

"Gott ist ein Kind mit einem Ameisenhaufen. Er plant gar nichts."

 

Welcher Film? :) 

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Am 13.12.2017 um 17:56 schrieb rebekkamax:

Hallo zusammen,

 

Wenn es Gott gibt, verstehe ich den Plan nicht. Warum all das und wohin soll es führen?
 

 

Den Plan kennt keiner. Bisher wurde kein Plan formuliert. Die Kenntnis des Planes hat mit dem Glauben an Gott nichts zu tun, zumal ihn auch Menschen, die an Gott glauben nicht kennen.

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Am Universum - gerade in seinen heute unvorstellbaren Ausmaßen - kann man doch gut erkennen, dass es Dinge gibt, die unser menschliches Denken übersteigen, weil sie nicht in unseren Horizont passen (im wahrsten Sinne des Wortes). Natürlich kann ich davon reden, dass am Anfang des Urknalls alle Materien in weniger als einem Stecknadelkopf Platz gefunden hat. Und dass irgendeine Galaxie soundsoviele Lichtjahre von uns entfernt ist. etc. ... Aber das geht doch auch alles nicht in unseren Kopf rein. Wir können ja noch nicht mal eine Licht-Sekunde mit unseren Sinnen erleben. Und dann die ganze Anti-Marterie, die den Großteil des Universums ausmachen soll. Komplett unvorstellbar, finde ich. Wenn ich so etwas höre (und der Blick aus meinem Dachfenster genügt bei wolkenlosem Nachthimmel, um das zu sehen - oder eben nicht), und dann daneben unsere kleine Welt mit Wesen, denen wir eine unbedingte Würde zusprechen und die wir lieben und beweinen, wenn sie sterben, obwohl das alles nur Stäubchen im Universum sind - dann ist es für mich gerade nicht unvernünftig, an einen Gott zu glauben, der das alles geschaffen hat und trotzdem auf jeden einzelnen von uns schaut. Dass er nicht ganz in unseren Kopf reinpasst, ist doch eigentlich klar, wenn soviel anderes, was wir als real annehmen, auch nicht reinpasst.

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Nichts übersteigt das Denken, denn nur was du nicht denkst, das übersteigt es. Es ist das Nichts, was das Denken übersteigt.

Es gehört zur Ideologie von Religion, Menschen weiß zu machen, dass der Mensch im Denken beschränkt sei und dann werden ihm Schriften unter die Nase gehalten, die angeblich höheres Wissen enthalten.

„Vor“ dem Urknall ist gar keine Materie, sie kann also nicht „stecknadelkopfgroß“ gewesen sein.

„Vor“ dem Urknall gibt es nichts, nichts was bestimmbar wäre, was sich unterscheidet.

„Vor“ dem Urkanll ist das, was nicht unterschieden ist. Die Unterschiede sind erst, nachdem es angefangen hat.

Die Bedingungen „vor“ dem Urknall sind dieselben wie die in jeder Religion. Wir beginnen mit nichts.

In Religion wird gesagt, es sei Gott, welcher die Unterschiede setze und der Gottlose meint, die Unterschiede seien spontan.

Beides ist wie das Nichts, weil es eine jeweilige Erklärung ist, die etwas aus nichts durch Nichts erklären will.

Die Frage ist eben, wie aus nichts etwas wird und diese Frage ist universell, jenseits jedes Glaubens, jedes Bekenntnisses oder der bedeutsamen Mine der Naturwissenschaft.

Der Gott, an den du glaubst, der passt vollständig in deinen Kopf, zumal dein Gott auf dich schaue.

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vor 3 Stunden schrieb Jocke:

Nichts übersteigt das Denken, denn nur was du nicht denkst, das übersteigt es. Es ist das Nichts, was das Denken übersteigt.

Es gehört zur Ideologie von Religion, Menschen weiß zu machen, dass der Mensch im Denken beschränkt sei und dann werden ihm Schriften unter die Nase gehalten, die angeblich höheres Wissen enthalten.

„Vor“ dem Urknall ist gar keine Materie, sie kann also nicht „stecknadelkopfgroß“ gewesen sein.

„Vor“ dem Urknall gibt es nichts, nichts was bestimmbar wäre, was sich unterscheidet.

„Vor“ dem Urkanll ist das, was nicht unterschieden ist. Die Unterschiede sind erst, nachdem es angefangen hat.

Die Bedingungen „vor“ dem Urknall sind dieselben wie die in jeder Religion. Wir beginnen mit nichts.

In Religion wird gesagt, es sei Gott, welcher die Unterschiede setze und der Gottlose meint, die Unterschiede seien spontan.

Beides ist wie das Nichts, weil es eine jeweilige Erklärung ist, die etwas aus nichts durch Nichts erklären will.

Die Frage ist eben, wie aus nichts etwas wird und diese Frage ist universell, jenseits jedes Glaubens, jedes Bekenntnisses oder der bedeutsamen Mine der Naturwissenschaft.

Der Gott, an den du glaubst, der passt vollständig in deinen Kopf, zumal dein Gott auf dich schaue.

 

Der Gott, der auf mich schaut, ist natürlich eine Analogie, und schon spätestens seit dem IV. Laterankonzil ist definiert, dass alles Reden über Gott in Analogie geschieht und dabei die Unähnlichkeit größer ist als die Ähnlichkeit. Was wir heute „negative Theologie“ nennen, ist also schon sehr alt. Es gefällt Religionskritikern immer wieder, die Rede von Gott mit irgendwelchen Zahnfee-Geschichten gleichzusetzen. Damit treffen sie aber eigentlich immer das am Gottesglauben, was gerade nicht dazugehört.

 

Von „vor“ dem Urknall sprach ich ja gar nicht. Aber gut, dass du das Thema bringst. So wie du es erklärst, ist das mit dem Urknall ja eigentlich auch nur etwas wie eine Religion. Ich denke, dass die Idee das Urknalls plausibel ist. Aber so wie von dir erklärt, ist es eben nur eine Variante von Religion, so eine Art Wissenschaftsreligion.

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vor 4 Stunden schrieb Jocke:

 

„Vor“ dem Urknall ist gar keine Materie, sie kann also nicht „stecknadelkopfgroß“ gewesen sein.

„Vor“ dem Urknall gibt es nichts, nichts was bestimmbar wäre, was sich unterscheidet.

„Vor“ dem Urkanll ist das, was nicht unterschieden ist. Die Unterschiede sind erst, nachdem es angefangen hat.

 

 

Klein-Jocke erklaert die Welt :-))

 

Ich weiss, Fakten stoeren die esoterische Nabelschau , aber:

 

https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/was-war-vor-dem-urknall/

 

Solltest du indessen Beweises haben, dass vor dem Urknall, so es denn einer war, "nichts" war, wuerde ich an deiner Stelle diese umgehend veroeffentlichen. Der Nobelpreis in Physik ist dir sicher.  

 

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