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duesi

Fremdenfeindlichkeit aus christlicher Sicht

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Die Angelika

Vielleicht würde es helfen zu unterscheiden zwischen Fremdenfeindlichkeit und Fremdenangst/-furcht?

Letzteres halte ich für ganz normal.

Für mich finden sich erste Wurzeln von Fremdenfeindlichkeit dort, wo ich anfange, ganz selbstverständlich an einen Menschen nur deshalb höhere moralische Maßstäbe an sein Verhalten zu stellen, weil er Ausländer ist.

Und ja, ich stelle manchmal fest, dass ich selber auch solche Wurzeln in mir habe.

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rince
vor 3 Stunden schrieb mn1217:

Wobei Kinder bekommen Ansichten ja nichts Schlechtes ist. Und " bequem" ist Leben von Hartz IV sicher nicht.

Im Schweizer System ist es das, wenn man sich nicht wirklich saudumm anstellt.

Edited by rince

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rince
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

Vielleicht würde es helfen zu unterscheiden zwischen Fremdenfeindlichkeit und Fremdenangst/-furcht?

Letzteres halte ich für ganz normal.

Für mich finden sich erste Wurzeln von Fremdenfeindlichkeit dort, wo ich anfange, ganz selbstverständlich an einen Menschen nur deshalb höhere moralische Maßstäbe an sein Verhalten zu stellen, weil er Ausländer ist.

Und ja, ich stelle manchmal fest, dass ich selber auch solche Wurzeln in mir habe.

 

Welche höheren moralischen Ansprüche werden nach deiner Wahrnehmung gestellt, die einem zum Fremdenfeind werden lassen können?

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mn1217
vor 12 Stunden schrieb rince:

Im Schweizer System ist es das, wenn man sich nicht wirklich saudumm anstellt.

Das kann ich nicht beurteilen und glaube es dir. Das hiesige System kann ich allerdings, auch aus beruflicher Erfahrung, ganz gut beurteilen.

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rince
vor 1 Stunde schrieb mn1217:

Es kann ja nicht erwartet werden, dass sich Menschen auslaendischer Herkunft alle tadellos und einwandfrei verhalten und innerhalb von ein oaar Monaten feherfrei Deutsch sprechen.

Dass sie innerhalb von ein paar Monaten fehlerfrei Deutsch sprechen, erwarte ich tatsächlich nicht. 

 

Aber warum kann man nicht erwarten, dass sie sich tadellos und einwandfrei benehmen? 

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Shubashi

Auf Anregung von @Marcellinus erlaube ich mir hier mal einen kritischen und sehr lesenswerten Artikel eines US-Sozialphilosophen über die die Schwierigkeiten einer multikulturellen Gesellschaft (der USA) in den Zeiten zunehmender sozialer Zersplitterung und Polarisierung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/was-amerikas-einheit-untergraebt-ld.1407532

 

Etliches spielt davon bei uns kaum oder keine Rolle, wie eben der tiefwurzelnde Rassismus (der was anderes ist als Fremdenfeindlichkeit, denn Schwarze, Asiaten oder Lateinamerikaner sind überwiegend die eigenen Mitstaatsbürger) oder die machtvolle linksideologisch-identäre Bewegung im akademischen Raum, die permanent im Namen von Gruppenidentitäten die Freiheit der Lehre und des Denkens bekämpft.

Allerdings versucht letztere bei uns auch sich von einer Subkultur zur sozialen Machtgruppe zu etablieren, indem sie versucht, Minderheiteninteressen zu okkupieren. Auf der rechten Gegenseite wird hingegen versucht, einen identitären Nationalismus wiederzubeleben, um letztlich gegen den europäisch-demokratischen Mainstream in den staatlichen Nischen die Suppe des staatlichen Autoritarismus wieder aufkochen zu können.

 

Die Rolle der Christen ist in diesem Gebräu sowohl in den USA als auch bei uns in Europa nicht über jeden Zweifel erhaben - wenn auch nationalkirchliche Strömungen  noch eher schwach sind.

 

 

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Long John Silver

Ich wuesste nicht, wann es jemals so etwas eine "Einheit" oder Nicht-Spaltung der Gesellschaft in den USA gegeben haette. Die grundlegenden Differenzen gehoert meines Erachtens grundlegend zu diesem grossen Land.  Ich persoenlich sehne mich auch nicht danach, das sind genau wie der  Sozialstaat, der hier imThread auch diskutiert wird, ganz andere kulturelle Wuensche in Europa und gerade Deutschland. Sozialstaat ist etwas mir zutiefst fremdes, ich kann mich damit nicht anfreunden, es widerstrebt mir im Innersten. Ich denke, da dass da ganz andere kulturelle Vergangenheiten und gesellschaftliche Ereignisse eine Rolle spielen, nach was man sich sehnt oder was man vermisst. Die USA war nie eine kulturelle und mentale oder "voelkische" oder sonstwas Einheit, die grundlegenden politischen Differenzen kann man schon nachlesen bei der Kampagnen zur was-weiss-ich-wann-vergangener Praesidentschaftswahlen vergangener Jahrhundert. Jedenfalls, um die USA zu verstehen, kann man keine deutschen Massstaebe anlegen, dazu ist das Verstaendnis von Staat viel zu unterschiedlich.  Allein das Verhaeltnis zur Arbeit ist bereits voellig unterschiedlich, dieser bestimmte Ethos, was Arbeit angeblich sei. Arbeit ist zum Geldverdienen, Geldverdienen ist zum Leben. Wie das Geld verdient, ist egal, Hauptsache, man kann damit irgendwie leben. 

Was in den USA nun neuerdings besonders zersplittert sein soll oder gespalten oder polarisierend, erschliesst sich mir nicht.  Das war doch schon immer so, jeweilss mit wechselnden Vorzeichen.

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Marcellinus

@Shubashi

Hier noch ein zweiter Artikel vom gleichen Autor Jonathan Haidt: „Wer anders wählt, ist des Teufels“. Hier weist er noch einmal deutlich darauf hin, daß es eigentlich nicht um Rassismus geht, sondern zunehmend um Tribalismus, eine uns Menschen vermutlich angeborene Eigenschaft, sich als Teil einer Gruppe zu empfinden, und damit verbunden Feindschaft gegenüber denen, die dieser Gruppe nicht angehören. 

 

Allerdings habe ich den Eindruck, daß man das in einem eigenen Thread diskutieren sollte. Hier geht es unter.

 

 

 

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mn1217
vor einer Stunde schrieb rince:

Dass sie innerhalb von ein paar Monaten fehlerfrei Deutsch sprechen, erwarte ich tatsächlich nicht. 

 

Aber warum kann man nicht erwarten, dass sie sich tadellos und einwandfrei benehmen? 

 Naja, man sollte es von ihnen nicht mehr erwarten als von Einheimischen. Da erlebe ich oft höhere Nachsicht ( Ach, das ist doch an sich  soo ein guter Junge....).

 

Leider werden sich nie 100% der Bevölkerung einwandfrei und tadellos benehmen. 

 

Edited by mn1217

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Werner001

Tatsächlich erwarte ich von einem Gast erst mal mehr Benehmen. Wenn er dann eingezogen ist, darf er sich auch, soweit das kompatibel ist, „wie daheim“ benehmen. Das sieht man übrigens in anderen, als sehr gastfreundlich bekannten Kulturen (Stichwort orientalische Gastfreundschaft), ebenso 

 

Werner

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Shubashi
vor 23 Minuten schrieb Marcellinus:

@Shubashi

Hier noch ein zweiter Artikel vom gleichen Autor Jonathan Haidt: „Wer anders wählt, ist des Teufels“. Hier weist er noch einmal deutlich darauf hin, daß es eigentlich nicht um Rassismus geht, sondern zunehmend um Tribalismus, eine uns Menschen vermutlich angeborene Eigenschaft, sich als Teil einer Gruppe zu empfinden, und damit verbunden Feindschaft gegenüber denen, die dieser Gruppe nicht angehören. 

 

Allerdings habe ich den Eindruck, daß man das in einem eigenen Thread diskutieren sollte. Hier geht es unter.

 

 

 

 

In einem eigenen Thread könnte es aber ganz eingehen, dann lieber hier.

 

"Tribalismus" wäre für mich nur ein weiterer nicht ganz passender Begriff.

Für die USA kommt eben zur gesellschaftlichen Segmentierung hinzu, dass die parteipolitische Duo-Polarisierung extremer ist als anderswo. Jede Art soziologischer Wähleranalyse wies in der Vergangenheit darauf, dass die Republikaner unwiderruflich an Wählerbasis verlieren, weswegen die letzte Wahl eigentlich nur der polarisierende Ausbruch eines sterbenden Sterns ist. Daher setzen die Republikaner letztlich auf Ultramobilisierung und immer schärfere Abgrenzung, obwohl sie die "Popular vote" mit völlig ungeeigneten Kandidaten schon zweimal verloren haben. Letztlich ist das die Geisteshaltung eines Arpardheitsregimes. Soweit ich es allerdings sehe, mobilisiert diese ideologische Blindwütigkeit inzwischen erhebliche gesellschaftliche Gegenkräfte, die nicht unbedingt die Demokraten bevorzugen, die unfairen "Gerrymandering"-Methoden, vergifteten Regierungswechsel und Wahlbehinderungen für Schwarze aus dem Spiel schaffen wollen.

Solange die paranoiden Klappsköppe dort nicht massenhaft zu den Waffen greifen, bin ich für die USA weiterhin optmistisch. Und die Demokraten eben nicht die schrillen Social Justice-Ideologen auf ihrer Seite ins Kraut schießen lassen.

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rince
vor 34 Minuten schrieb mn1217:

 Naja, man sollte es von ihnen nicht mehr erwarten als von Einheimischen. Da erlebe ich oft höhere Nachsicht ( Ach, das ist doch Ansichten soo ein guter Junge....).

 

 

Doch, sollte man. Wenn ich das erste mal irgendwo zu besuch bin, und dann auch noch etwas will, dann nehme ich mir doch auch nicht Dinge raus, die der Hausherr eventuell selbstverständlich macht....

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Xamanoth
vor 58 Minuten schrieb Long John Silver:

Ich wuesste nicht, wann es jemals so etwas eine "Einheit" oder Nicht-Spaltung der Gesellschaft in den USA gegeben haette. Die grundlegenden Differenzen gehoert meines Erachtens grundlegend zu diesem grossen Land.  Ich persoenlich sehne mich auch nicht danach, das sind genau wie der  Sozialstaat, der hier imThread auch diskutiert wird, ganz andere kulturelle Wuensche in Europa und gerade Deutschland. Sozialstaat ist etwas mir zutiefst fremdes, ich kann mich damit nicht anfreunden, es widerstrebt mir im Innersten. Ich denke, da dass da ganz andere kulturelle Vergangenheiten und gesellschaftliche Ereignisse eine Rolle spielen, nach was man sich sehnt oder was man vermisst. Die USA war nie eine kulturelle und mentale oder "voelkische" oder sonstwas Einheit, die grundlegenden politischen Differenzen kann man schon nachlesen bei der Kampagnen zur was-weiss-ich-wann-vergangener Praesidentschaftswahlen vergangener Jahrhundert. Jedenfalls, um die USA zu verstehen, kann man keine deutschen Massstaebe anlegen, dazu ist das Verstaendnis von Staat viel zu unterschiedlich.  Allein das Verhaeltnis zur Arbeit ist bereits voellig unterschiedlich, dieser bestimmte Ethos, was Arbeit angeblich sei. Arbeit ist zum Geldverdienen, Geldverdienen ist zum Leben. Wie das Geld verdient, ist egal, Hauptsache, man kann damit irgendwie leben. 

Was in den USA nun neuerdings besonders zersplittert sein soll oder gespalten oder polarisierend, erschliesst sich mir nicht.  Das war doch schon immer so, jeweilss mit wechselnden Vorzeichen.

Mit Verlaub, diese Haltung - es ist egal was ich arbeite (mithin auf welche Weise ich in einer fremden Unternehmensstruktur weisungsgebundene Tätigkeiten verübe) ohne zu hinterfragen, ob diese Tätigkeit aus sich heraus sinnvoll ist, Intellekt und Charakter fördert statt lähmt widerstrebt MIR zutiefst. 

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mn1217

Wobei ein privater Besuch ja noch Mal was Anderes ist. Und selbst da schaue ich ja, wie sich der Gastgeber verhält.

 

Versteht mich nicht falsch, ich bin explizit für gutes Benehmen. 

Aber ich habe keine Illusionen, dass andere das anders sehen.

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Die Angelika
vor 21 Stunden schrieb rince:

 

Welche höheren moralischen Ansprüche werden nach deiner Wahrnehmung gestellt, die einem zum Fremdenfeind werden lassen können?

 

Junge Menschen in der Pubertät sind gemeinhin alles Mögliche, aber sicherlich nicht dankbar für das, was ihnen irgendwelche Erwachsenen geben.

Bei jungen deutschen Schülern wird das hingenommen, man entschuldigt es mit der Pubertät, geflügeltes Wort "Das verwächst sich schon wieder!" etc.pp.

Benimmt sich jedoch ein geflüchteter Schüler so, dann regt man sich viel schneller auf von wegen "Die sind ja sowas von frech. So undankbar und unverschämt. Die sind hier als Gäste da und sollen sich gefälligst auch so benehmen!"

Und da fängt der höhere moralische Anspruch an.

Da werden dann Dinge verlangt, die so ein Jugendlicher, weil er eben halt einfach auch nur ein Jugendlicher ist, so gar nicht sehen kann.

Der wird sich im Regelfall so verhalten wie jeder andere durchschnittliche deutsche Schüler auch. Aber er wird anders beurteilt, es wird härter verurteilt, dass er nicht dankbar ist, schließlich ist er ja kein Deutscher, sondern nur ein Ausländer, der zu Gast da ist.

 

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rince
vor 1 Minute schrieb Die Angelika:

 

Junge Menschen in der Pubertät sind gemeinhin alles Mögliche, aber sicherlich nicht dankbar für das, was ihnen irgendwelche Erwachsenen geben.

Bei jungen deutschen Schülern wird das hingenommen, man entschuldigt es mit der Pubertät, geflügeltes Wort "Das verwächst sich schon wieder!" etc.pp.

Benimmt sich jedoch ein geflüchteter Schüler so, dann regt man sich viel schneller auf von wegen "Die sind ja sowas von frech. So undankbar und unverschämt. Die sind hier als Gäste da und sollen sich gefälligst auch so benehmen!"

Und da fängt der höhere moralische Anspruch an.

Da werden dann Dinge verlangt, die so ein Jugendlicher, weil er eben halt einfach auch nur ein Jugendlicher ist, so gar nicht sehen kann.

Der wird sich im Regelfall so verhalten wie jeder andere durchschnittliche deutsche Schüler auch. Aber er wird anders beurteilt, es wird härter verurteilt, dass er nicht dankbar ist, schließlich ist er ja kein Deutscher, sondern nur ein Ausländer, der zu Gast da ist.

 

Das Leben ist hart, aber ungerecht. Und ein Ponyhof ist es auch nicht. Und nein, das was an Vorfällen in die Medien kommt, das ist nicht das, wie sich im Regelfall auch deutsche Jugendliche verhalten. 

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kam
vor 7 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Junge Menschen in der Pubertät sind gemeinhin alles Mögliche, aber sicherlich nicht dankbar für das, was ihnen irgendwelche Erwachsenen geben.

Bei jungen deutschen Schülern wird das hingenommen, man entschuldigt es mit der Pubertät, geflügeltes Wort "Das verwächst sich schon wieder!" etc.pp.

Benimmt sich jedoch ein geflüchteter Schüler so, dann regt man sich viel schneller auf von wegen "Die sind ja sowas von frech. So undankbar und unverschämt. Die sind hier als Gäste da und sollen sich gefälligst auch so benehmen!"

Und da fängt der höhere moralische Anspruch an.

Da werden dann Dinge verlangt, die so ein Jugendlicher, weil er eben halt einfach auch nur ein Jugendlicher ist, so gar nicht sehen kann.

Der wird sich im Regelfall so verhalten wie jeder andere durchschnittliche deutsche Schüler auch. Aber er wird anders beurteilt, es wird härter verurteilt, dass er nicht dankbar ist, schließlich ist er ja kein Deutscher, sondern nur ein Ausländer, der zu Gast da ist.

 

Du verharmlost da Einiges.

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Xamanoth
vor 1 Minute schrieb rince:

Das Leben ist hart, aber ungerecht. Und ein Ponyhof ist es auch nicht. Und nein, das was an Vorfällen in die Medien kommt, das ist nicht das, wie sich im Regelfall auch deutsche Jugendliche verhalten. 

Wenn ich sowas lese schwillt mir der Kamm... hast du eine Ahnung

 

WIE ANSTRENGEND UND ANSPRUCHSVOLL DIE ARBEIT AUFFEM PONYHOF IST??

  • Haha 1

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Die Angelika
vor 9 Stunden schrieb rince:

Dass sie innerhalb von ein paar Monaten fehlerfrei Deutsch sprechen, erwarte ich tatsächlich nicht. 

 

Aber warum kann man nicht erwarten, dass sie sich tadellos und einwandfrei benehmen?  

 

vielleicht weil es auch nur Menschen sind und keine Götter? 😉

Bzw. um genauer zu sein, ich würde ja noch nicht einmal sagen, dass man nicht erwarten kann/darf, dass sie sich tadellos und einwandfrei benehmen. Die Frage ist nur, wie man dann damit umgeht, wenn sie es nicht tun. Wird es genau so gewertet wie bei Deutschen oder eben nicht?

 

Ich ertappe mich ehrlich gesagt selber manchmal dabei, dass meine Erwartungshaltung bezüglich des Verhaltens und der Einsicht in die Notwendigkeit des Lernens an meine Jugendlichen mit Flüchtlingshintergrund höher ist. Ich bin manchmal ungeduldiger (vielleicht auch, weil ich weiß, dass sie grundsätzlich weniger Zeit haben, um die gesteckten Ziele zu erreichen). Mittlerweile ist das bei mir besser geworden, aber noch nicht ganz verschwunden.

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Die Angelika
vor 8 Stunden schrieb Werner001:

Tatsächlich erwarte ich von einem Gast erst mal mehr Benehmen. Wenn er dann eingezogen ist, darf er sich auch, soweit das kompatibel ist, „wie daheim“ benehmen. Das sieht man übrigens in anderen, als sehr gastfreundlich bekannten Kulturen (Stichwort orientalische Gastfreundschaft), ebenso

 

 

Da stimme ich dir bei Erwachsenen zu, nicht aber bei Jugendlichen.

Es kommt ja noch hinzu, dass diese Jugendlichen teilweise alles andere als freiwillig hier sind.

 

Desweiteren gibt es keine universell gültigen Benimmregeln. Manches, was wir als unverschämt ansehen, ist genau dsa Gegenteil.

So ist es z.B. mit dem direkten Blickkontakt. Während es sich bei uns gehört, dass man der Schüler einen anblickt, wenn er ermahnt wird, und es als frech gilt, wenn dieser seinen Blick abwendet, ist das im arabischen Kulturkreis genau umgekehrt. Da kann ich nicht erwarten, dass der SChüler sich innerhalb weniger Monate umpolt. Sowas dauert.

Vieles,was wir als schlechtes Benehmen ansehen, sind schlichtweg kulturell bedingte Fehldeutungen aufgrund von mangelndem Wissen.

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Werner001
2 minutes ago, Die Angelika said:

 

 

Da stimme ich dir bei Erwachsenen zu, nicht aber bei Jugendlichen.

Es kommt ja noch hinzu, dass diese Jugendlichen teilweise alles andere als freiwillig hier sind.

 

Desweiteren gibt es keine universell gültigen Benimmregeln. Manches, was wir als unverschämt ansehen, ist genau dsa Gegenteil.

So ist es z.B. mit dem direkten Blickkontakt. Während es sich bei uns gehört, dass man der Schüler einen anblickt, wenn er ermahnt wird, und es als frech gilt, wenn dieser seinen Blick abwendet, ist das im arabischen Kulturkreis genau umgekehrt. Da kann ich nicht erwarten, dass der SChüler sich innerhalb weniger Monate umpolt. Sowas dauert.

Vieles,was wir als schlechtes Benehmen ansehen, sind schlichtweg kulturell bedingte Fehldeutungen aufgrund von mangelndem Wissen.

Ich spreche nicht von irgendwelchen kulturellen Fettnäpfchen, die sind geschenkt. 

Ich spreche von den harten Sachen.

Auch in Afghanistan oder in Marokko ist es absolut tabu, eine Frau zu begrabschen, und das wissen die von dort stämmigen Jungs auch. Dort würden sie mit einiger Wahrscheinlichkeit mit einem Messer im Bauch enden, hielten sie sich nicht daran. 

Ich erwarte, dass die dich hier ebenfalls benehmen.

 

Werner

  • Thanks 1

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Die Angelika
vor 41 Minuten schrieb rince:

Das Leben ist hart, aber ungerecht. Und ein Ponyhof ist es auch nicht. Und nein, das was an Vorfällen in die Medien kommt, das ist nicht das, wie sich im Regelfall auch deutsche Jugendliche verhalten. 

 

Rede ich davon? Nein.

Den höheren moralischen Anspruch hast du ja selbst schon bejaht, indem du forderst, dass ausländische Jugendliche sich in Deutschland im Alltag ganz selbstverständlich als Gäste verstehen und auch so benehmen sollen, als seien sie schon erwachsen. Sind sie aber nicht. Und sie sind damit überfordert, wenn man von ihnen erwachsenes Verhalten erwartet.

 

Und ich will damit ausdrücklich nicht(schlimm genug, dass ich das schreiben muss) das entschuldigen, auf was du da mit dem Verweis auf die Medien anspielst. Ganz und gar nicht. Straftäter sollen und müssen, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund nach gleichen Rechtsgrundlagen verurteilt werden.

Es wäre aber schon schön, wenn man zur Kenntnis nehmen wollte, dass da einfach nur Menschen gekommen sind und keine Engel. Darunter befinden sich gute und schlechte Menschen, Verbrecher und auch psychisch Kranke. Und nein, ich denke nicht, dass jeder Täter mit Migrations-/Flüchtlingshintergrund ein armer, schwer traumatisierter Mensch ist.

 

Ich hoffe, dass dir wenigstens bekannt ist, dass es auch deutsche Jugendliche gibt, die Verbrechen begehen.

 

Mythos 4: Zuwanderer begehen mehr Verbrechen. Es wird unsicherer im Land, wenn mehr Menschen kommen.

 

Zitat

Kriminalstatistiken zeigen, dass junge Menschen in jeder Gesellschaft und zu allen Zeiten (insgesamt gesehen) sehr viel häufiger kriminell werden als Erwachsene

Quelle

 

 

Edited by Die Angelika

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Die Angelika
vor 42 Minuten schrieb kam:
vor 49 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Junge Menschen in der Pubertät sind gemeinhin alles Mögliche, aber sicherlich nicht dankbar für das, was ihnen irgendwelche Erwachsenen geben.

Bei jungen deutschen Schülern wird das hingenommen, man entschuldigt es mit der Pubertät, geflügeltes Wort "Das verwächst sich schon wieder!" etc.pp.

Benimmt sich jedoch ein geflüchteter Schüler so, dann regt man sich viel schneller auf von wegen "Die sind ja sowas von frech. So undankbar und unverschämt. Die sind hier als Gäste da und sollen sich gefälligst auch so benehmen!"

Und da fängt der höhere moralische Anspruch an.

Da werden dann Dinge verlangt, die so ein Jugendlicher, weil er eben halt einfach auch nur ein Jugendlicher ist, so gar nicht sehen kann.

Der wird sich im Regelfall so verhalten wie jeder andere durchschnittliche deutsche Schüler auch. Aber er wird anders beurteilt, es wird härter verurteilt, dass er nicht dankbar ist, schließlich ist er ja kein Deutscher, sondern nur ein Ausländer, der zu Gast da ist.

 

Du verharmlost da Einiges.

 

Wo verharmlose ich da was?

Du hattest mich gefragt, wo höhere moralische Maßstäbe angelegt werden und ich habe dir hier eine Antwort gegeben.

Falls du das nicht verstanden haben solltest: Ich schreibe hier vom ganz normalen Erlebnissen in deutschen Regelschulen mit Übergangsklassen.

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Die Angelika
vor 22 Minuten schrieb Werner001:

Ich spreche nicht von irgendwelchen kulturellen Fettnäpfchen, die sind geschenkt. 

Ich spreche von den harten Sachen.

Auch in Afghanistan oder in Marokko ist es absolut tabu, eine Frau zu begrabschen, und das wissen die von dort stämmigen Jungs auch. Dort würden sie mit einiger Wahrscheinlichkeit mit einem Messer im Bauch enden, hielten sie sich nicht daran. 

Ich erwarte, dass die dich hier ebenfalls benehmen.

 

Das erwarte ich auch, das erwarte ich allerdings seit Jahrzehnten auch schon von deutschen Männern.

Deusche Männer sollten nun wahrlich nicht so tun, als ob Frauen vor der sog. Flüchtlingskrise in D nicht begrabscht wurden.
Ich finde es schon sehr witzig, dass nun plötzlich, da ausländische Männer deutsche Frauen begrabschen, es deutschen Männern ein so großes Herzensanliegen ist, allerorten sich dafür einzusetzen, dass Frauen nicht begrabscht werden. Wo waren diese deutschen Männer denn all die Jahre davor, als es deutsche Männer waren, die deutsche Frauen begrabscht haben?
 

 

 

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Studiosus

Die Antwort liegt - wenn man ideologisch nicht vollkommen verblendet ist - auf der Hand. Ich will es in einem Gleichnis sagen (bitte selbstständig übertragen): Wenn mein eigenes Kind sich daneben benimmt, dann entscheide ich, ob und wie ich es maßregele. Mein Kind, mein eigen Fleisch und Blut, bleibt es dennoch und daher auch meine Verantwortung. Und Blut ist dicker als Wasser, weshalb ich es, nach einer angemessenen Standpauke, auch wieder in die Arme schließe.

 

Wenn nun ein Kind Gast in meinem Haus ist oder vielleicht sogar ohne meine Einladung in mein Haus eindringt, dann werde ich weniger Nachsicht zeigen und zusehen, dass es schnellstmöglich verschwindet und nie mehr die Schwelle meines Hauses überschreitet. 

 

Möglicherweise haben beide Kinder dasselbe angestellt. Im eigenen Haus kann sich mein Kind einfach mehr erlauben. Das ist einfach so. Und eigene Kinder sind etwas grundlegend anderes als die Kinder fremder Leute. Was interessieren mich die Kinder fremder Leute? 

 

 

Nun kann man schlicht sagen: alle Menschen sind gleich(wertig). Das klingt in der Theorie der Ultralinken immer sehr wohlfeil, widerspricht freilich - wie alles Grüne und Linke - dem gesunden Menschenverstand und der Realität. Ich möchte jeden Einzelen sehen, wie er sich verhält, wenn seine eigenen Kinder darben müssten. Ob ihn dann die Kinder anderer Leute noch sonderlich interessierten. Subjektiv und emotional sind uns manche Menschen, i.e. die eigenen Kinder, schlicht mehr wert als andere. Nun kann man das erschreckt von sich weisen. Im Extremfall beweist sich diese Behauptung eigentlich immer. Mit der Gleichwertigkeit aller Menschen in einem religiösen oder philosophischen Sinne hat das zunächst einmal nichts zu tun.

 

Die ganze Debatte ist Ausfluss einer degenerierten Überflussgesellschaft, die (noch) in der glücklichen Position lebt, keine anderen Sorgen haben zu müssen.

 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus. 

Edited by Studiosus

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