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Kirchenaustritte - Sag beim Abschied leise Servus ...


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Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb Merkur:

Warum konnte man den Glauben früher erfolgreich vermitteln, heute aber nicht mehr? Wahrscheinlich, weil die Leute sich früher mit dem Volksglauben begnügt haben. Heute soll das aber anscheinend als falsch gelten. 

Ich glaube nicht, daß die Leute früher theologisch fitter waren, als wir heute. Jedenfalls nicht, wer nicht studiert hat und sich nicht mit philosophischer Sprache beschäftigt hat. Mein Ansatz wäre, daß für die meisten der Glaube einfach praktisch sein musste bzw. durch die diversen alltäglichen Praktiken manifestiert wurde. Die Theorie spielte nicht wirklich eine entscheidende Rolle. Wichtig war nur auf den Tod vorbereitet zu sein.

 

Schon Luther hat ja beklagt, daß die theologische Bildung der Laien nicht akzeptabel gewesen wäre, wobei ich sagen muss, seine katechetischen Materialien sind jetzt auch nicht sooo wahnsinnig erhellend.

 

Die Gemeinschaft der Rechtgläubigen ist eigentlich ein sehr altes Phänomen - bis sich die Trinitarier mit Hilfe des Kaisers durchgesetzt haben, gab es verschiedenste Christentümer, die sich teilweise auch gerne die Rechtgläubigkeit abgesprochen haben (seit ich die Story von Nikolaus und Arius auf dem Konzil von Nicäa kenne, hat die Aura des ehemals von mir durchaus verehrten Bischofs von Myra einiges an Lackschäden). Luther wollte die Kirche auch "nur" reinigen, heute ist es halt der Katholische Pietismus, der aufräumen will.

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb Chrysologus:

Ich gebe ja zu - das ist mir auch ziemlich egal.

Wofür brauchst Du dann diesen speziellen Erlöser?

Geschrieben
vor 38 Minuten schrieb Chrysologus:

Ich gebe ja zu - das ist mir auch ziemlich egal.

 

Dass ein Luther-Fan nicht dran glaubt, erstaunt nun nicht wirklich.

 

 

Geschrieben
vor 3 Minuten schrieb SteRo:

 

Dass ein Luther-Fan nicht dran glaubt, erstaunt nun nicht wirklich.

 

 

Die Frage, wie finde ich einen gnädigen Gott, ist die zentrale Frage Luthers. Der brauchte Gott ganz praktisch. Meine Frage ist das nicht.

Geschrieben
Gerade eben schrieb Chrysologus:

Mein Glaubensleben ist eher nicht von Nützlichkeitserwägungen bestimmt, die Frage ist für mich nicht, wofür ich Gott brauche, sondern wer er für mich ist. Ich würde ja auch nicht sagen wollen, dass ich meine Frau, meine Kinder, meine Eltern, meine Freunde (und zwar jeden Einzeln) für etwas zweckdienlich brauche - ich stehe in Beziehungen zu ihnen, diese Beziehungen machen mich wesentlich aus, aus und für diese Beziehungen lebe ich. 

 

Insofern verstehe ich Deine Frage nicht.

Ich spreche nicht von "Nützlichkeit". Meine Gottesbeziehung bezieht auch nur darauf, daß er war, ist und sein wird und seine Gegenwart für mich unausweichlich ist. Wobei "Beziehung" ein sehr komplexer Begriff an dieser Stelle ist, aber das ist ein anderes Thema.

 

Meine Frage ging eher in die Richtung, wenn das ewige  Leben keine Rolle spielt, braucht der Mensch mMn keinen Erlöser, der ihn vor den Strafen/Konsequenzen eben jenes nächsten Lebens bewahrt. Damit fällt - zumindest für mich - die gesamte Opfertheologie weitgehend in sich zusammen.

 

Man kann an dieser Stelle wahrscheinlich lange streiten was für ein Opfer Jesus am Kreuz dargebracht hat (vier Evangelien, drei bis fünf Meinungen), aber das Verständnis des Kreuzestodes Jesu als Opfer ist fundamental für die trinitarisch-orthodoxen Kirchen. Nur was tut dieses Opfer, wenn es keine Konsequenzen für das nächste Leben hat?

Geschrieben
vor 25 Minuten schrieb Flo77:

Ich glaube nicht, daß die Leute früher theologisch fitter waren, als wir heute. Jedenfalls nicht, wer nicht studiert hat und sich nicht mit philosophischer Sprache beschäftigt hat. 

Wozu soll man theologisch fit sein? Akademische Theologie hat doch in großen Teilen keinen Bezug zum Leben. Ich fände es hilfreicher, zumindest einige große Persönlichkeiten der Kirchengeschichte näher kennenlernen zu können. Papst Franziskus hat z.B. irgendwann einmal gesagt, er stehe der mystischen Strömung von Louis Lallemant nahe. Meine erste Frage: Wer ist Lous Lallemant? Nie gehört, und das wird den meisten Katholiken auch so gehen. Warum vermittelt die Kirche das nicht? 

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Merkur:

Wozu soll man theologisch fit sein? Akademische Theologie hat doch in großen Teilen keinen Bezug zum Leben. Ich fände es hilfreicher, zumindest einige große Persönlichkeiten der Kirchengeschichte näher kennenlernen zu können. Papst Franziskus hat z.B. irgendwann einmal gesagt, er stehe der mystischen Strömung von Louis Lallemant nahe. Meine erste Frage: Wer ist Lous Lallemant? Nie gehört, und das wird den meisten Katholiken auch so gehen. Warum vermittelt die Kirche das nicht? 

Letzteres kann ich Dir schlicht nicht beantworten.

 

Ersteres ist allerdings dringend erforderlich, wenn man - wie Teile der Kirche - es für notwendig hält, daß der Mensch von bestimmten Dinge Kenntnis haben, einiges glauben und anderes tun muss um in den Himmel zu kommen. Das ist zwar ein zutiefst gnostischer Ansatz, wovor sich "die Kirche" vermutlich vehement distanzieren wollen würde, aber im Prinzip läuft es darauf wohl hinaus.

Geschrieben (bearbeitet)

Ich stimme Chryso vom Ansatz her zu. Allerdings ist die Hoffnung auf eine sich letztlich, wenn auch nicht zwingend irdisch, erfüllte Gerechtigkeit (was immer das genau sein mag) nach einem vollkommen verkorksten Leben ohne die geringste Selbstverschuldung im Christentum sehr wichtig. Für viele mehr oder weniger wohlhabende Menschen aus der ersten Welt vielleicht nicht, doch Christus ist nicht nur für uns gestorben.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Weil ich die Lehrtradition der Kirche schlicht für falsch halte. Ich traue einer Organisation nicht, die A sagt aber BY meint und deren Tradition auf ebensolchen Missverständnissen beruht, wie ich sie erlebt habe und die nur deshalb nicht als Missverständnisse bezeichnet werden, weil der Personenkult der Altvorderen das Missverständnis zur Wahrheit erhoben hat.

 

Dann ist das ja einiges schief gelaufen bei Dir (und vielleicht bei denen, von denen Du es gelernt hast). Ich war da glücklicherweise nicht fehlgeprägt (bzgl. des Etiketts meine ich).

 

vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Davon mal ab zeigt die Diskrepanz zwischen Volksglaube und Lehre mMn, daß die Lehre nicht stimmen kann, weil sie niemand versteht.

 

Steile These. Ist die Quantenmechanik falsch? Versteht auch keiner.

 

 

vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Wenn aber der Vorhang im Tempel zerissen ist und jedem die Gegenwart Gottes zugänglich sein soll, kann die Erfordernis zu Glauben kein Theoologiestudium mit drei alten Sprachen sein.

 

Ist es auch nicht. Mittlerweile reicht selbst lesen. Allerdings nicht alles, was jemand für autoritär richtig hält.

 

vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Nebenbei: ich halte mich seit Jahrzehnten für eines der übelsten Geschöpfe auf Gottes Erde, weil ich nicht "lieben" kann. Insbesondere bin ich nur begrenzt in der Lage, mir und anderen gegenüber tiefe emotionale Verbundenheit zu empfinden. Auch nicht Gott gegenüber. Das Liebesgebot war/ist für mich ein permanenter Sargnagel. Daß Agape in der Septuaginta wenig mit Emotionen zu tun hat, wird in der Kirche getreu dem Motto "du sollst nicht hassen" aber getreulich ignoriert, eine Klarstellung hätte mir allerdings die Seele gerettet.

 

Erstens halte ich exakt das nicht für „nebenbei“ und zweitens sollte es so sein, daß Du das Gefühl hast, Dir „fehlen“ essentielle Emotionen, das meine ich ernst - ich kenne jemanden, der ähnliches empfand und bei dem eine Soziopathie festgestellt wurde. Mit „Schuld“ hat das nichts zu tun.

 

vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Davon mal ab, daß die Lehre schlicht widersprüchlich ist. Das fängt bei der Frage was nach dem Tod kommt an und hört bei der De-personalisierung Gottes in der Trinität nicht auf.

 

Das muss man bekanntlich nicht so sehen.

 

vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Nebenbei: Ich hatte mich bei meiner "theologischen Bildung" vorallem auf - größtenteils vorkonziliare - katechetisches Material mit bischöflichen Imprimaturen bzw. von Bischöfen, Konzilien und Päpsten herausgegebene Schriften verlassen. Daß ich ein Studium benötigen würde um in meiner Muttersprache verfasste Texte korrekt zu verstehen, stand in keinem Vorwort.

 

Ist aber nahezu jeder Fachsprache so. Akzeptiert wird das zwar nur bei der Juristerei, aber auch in der Theologie (oder auch Musikwissenschaft um was anderes zu nennen) gibt es Begriffe, die anders gemeint sind als im Alltag. Mich ärgert die fehlende Erklärung dazu auch öfters (insbesondere wenn Autoren voraussetzen, man könne natürlich altgriechisch), aber ehrlicherweise sind wir weder Zielgruppe noch von Autor vermutete Leserschaft. Vor dem Konzil erst recht.

Geschrieben
vor 47 Minuten schrieb rorro:

Ich stimme Chryso vom Ansatz her zu. Allerdings ist die Hoffnung auf eine sich letztlich, wenn auch nicht zwingend irdisch, erfüllte Gerechtigkeit (was immer das genau sein mag) nach einem vollkommen verkorksten Leben ohne die geringste Selbstverschuldung im Christentum sehr wichtig. Für viele mehr oder weniger wohlhabende Menschen aus der ersten Welt vielleicht nicht, doch Christus ist nicht nur für uns gestorben.

Worauf zielt aber diese "erfüllte Gerechtigkeit" ab?

 

Daß die Welt irgendwann mal besser wird, daß das diese Früchte halt nur von denen gekostet werden können, die dann zufällig leben? Oder doch im nächsten Leben für alle?

Geschrieben
vor 36 Minuten schrieb rorro:

 

Dann ist das ja einiges schief gelaufen bei Dir (und vielleicht bei denen, von denen Du es gelernt hast). Ich war da glücklicherweise nicht fehlgeprägt (bzgl. des Etiketts meine ich).

Logisch. Es liegt natürlich auf keinen Fall an der Lehre.

 

vor 36 Minuten schrieb rorro:

Steile These. Ist die Quantenmechanik falsch? Versteht auch keiner.

Von der Quantenmechanik hängt kein Seelenheil ab. Kein Individuum muss das Konzept kennen oder gar glauben um das ewige leben zu erlangen.

 

vor 36 Minuten schrieb rorro:

Ist es auch nicht. Mittlerweile reicht selbst lesen. Allerdings nicht alles, was jemand für autoritär richtig hält.

Dein Lieblingsmantra. Ohne Wörterbuch ist die Lektüre kirchlicher Dokumente völlig sinnfrei. Und DAS halte ich für ein massives Problem.

 

vor 36 Minuten schrieb rorro:

Erstens halte ich exakt das nicht für „nebenbei“ und zweitens sollte es so sein, daß Du das Gefühl hast, Dir „fehlen“ essentielle Emotionen, das meine ich ernst - ich kenne jemanden, der ähnliches empfand und bei dem eine Soziopathie festgestellt wurde. Mit „Schuld“ hat das nichts zu tun.

Ich dachte Du bist Mediziner? Und dann solche Ferndiagnosen. Das nenne ich dann "steil".

 

vor 36 Minuten schrieb rorro:

Ist aber nahezu jeder Fachsprache so. Akzeptiert wird das zwar nur bei der Juristerei, aber auch in der Theologie (oder auch Musikwissenschaft um was anderes zu nennen) gibt es Begriffe, die anders gemeint sind als im Alltag. Mich ärgert die fehlende Erklärung dazu auch öfters (insbesondere wenn Autoren voraussetzen, man könne natürlich altgriechisch), aber ehrlicherweise sind wir weder Zielgruppe noch von Autor vermutete Leserschaft. Vor dem Konzil erst recht.

Wenn ich einen Schulkatechismus von 1928 oder 1958 in Händen halte, erwarte ich allgemeinverständliche Sprache. Nicht einmal da kann man sich drauf verlassen, daß es so gemeint ist, wie es da steht.

 

Gleiches gilt ja selbst für den KKK bzw. das KKK-K. Ich plädiere seit Jahren dafür diese Texte mit Warnhinweisen für Laien zu versehen oder sie gar nicht erst den Laien zur Verfügung zu stellen, aber stattdessen werden diese Bücher permanent als Lektüre empfohlen. Insbesondere für "am christlichen Glauben Interessesierte". Wie das gut gehen soll, ist mir ein völliges Rätsel. Da darf sich doch keiner Wundern, wenn die Lehre anders rezipiert wird, als sie gemeint war und sich das dann im Volksglauben ausbreitet.

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

Allerdings ist die Hoffnung auf eine sich letztlich, wenn auch nicht zwingend irdisch, erfüllte Gerechtigkeit (was immer das genau sein mag) nach einem vollkommen verkorksten Leben ohne die geringste Selbstverschuldung im Christentum sehr wichtig.

Ich vermute, das ist für jeden Glaubenden auf je eigene Art wichtig. Aber ich für mich empfinde es immer stärker so, dass ich die "Lösung" sehr getrost Gott überlassen kann, d.h. ich muss mir nicht notwendig den Kopf zerbrechen, wie Gott das für mich (und für jeden anderen Menschen) nach dem Tod regelt.
Ich habe aber die Aufgabe, aus meiner Taufe heraus das Hier und Jetzt nach meinen Möglichkeiten so zu gestalten, dass es des Lebensgestalt Christi ähnlich (und im besten Fall immer ähnlicher) wird.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb gouvernante:

Ich habe aber die Aufgabe, aus meiner Taufe heraus das Hier und Jetzt nach meinen Möglichkeiten so zu gestalten, dass es des Lebensgestalt Christi ähnlich (und im besten Fall immer ähnlicher) wird.

Was zum Henker soll der Satz ab "dass" bitte bedeuten???

Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb Flo77:

Was zum Henker soll der Satz ab "dass" bitte bedeuten???

Christus ist für mich das Vorbild par excellence, ihm möchte ich nachfolgen. Über meine Umsetzungsversuche wird Gott mehr als einmal schmunzeln und vermutlich auch mehr als einmal die Stirn runzeln (wenn man mal bei anthropomorphen Bildern bleiben möchte). Das Risiko gehe ich ein, weil ich als Mensch immer an mein sehr begrenztes Erkenntnisvermögen gebunden bin.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Logisch. Es liegt natürlich auf keinen Fall an der Lehre.

 

Natürlich kann die Lehre falsch sein. Nur ist es eben die katholische. Also solche wurde sie Dir aber wohl nicht vermittelt.

 

vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Von der Quantenmechanik hängt kein Seelenheil ab. Kein Individuum muss das Konzept kennen oder gar glauben um das ewige leben zu erlangen.

 

Man muss nicht alles verstehen was einen schützt. Ist meistens nicht der Fall.

 

vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Dein Lieblingsmantra. Ohne Wörterbuch ist die Lektüre kirchlicher Dokumente völlig sinnfrei. Und DAS halte ich für ein massives Problem.

 

Nö. Man muss allerdings viel lesen. Alternativ darf man auch einfach vertrauen.

 

vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Ich dachte Du bist Mediziner? Und dann solche Ferndiagnosen. Das nenne ich dann "steil".

 

Ich habe keine Diagnose gestellt, sondern eine Möglichkeit dargelegt. Was Du daraus machst ist Dein Ding.

 

vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Wenn ich einen Schulkatechismus von 1928 oder 1958 in Händen halte, erwarte ich allgemeinverständliche Sprache.

 

Vielleicht war das 1928 allgemeinverständlich im katholischen Milieu. Muss es heute nicht sein. Und wenn nicht, dann muss man sich eben bemühen. Mann, für fast jede ScheiB Bedienungsanleitung muss man Fachvokabular kennen, nur bei 2000jähriger Tradition nicht? Wie gesagt, es bringt Dich dem Heil nicht näher das alles verstehen zu wollen.

 

vor 3 Stunden schrieb Flo77:

Nicht einmal da kann man sich drauf verlassen, daß es so gemeint ist, wie es da steht.

 

Tja. Manchmal muss man sich eingestehen nicht alles verstanden zu haben. Na und?

 

vor 3 Stunden schrieb Flo77:

 

Gleiches gilt ja selbst für den KKK bzw. das KKK-K. Ich plädiere seit Jahren dafür diese Texte mit Warnhinweisen für Laien zu versehen oder sie gar nicht erst den Laien zur Verfügung zu stellen, aber stattdessen werden diese Bücher permanent als Lektüre empfohlen. Insbesondere für "am christlichen Glauben Interessesierte". Wie das gut gehen soll, ist mir ein völliges Rätsel. Da darf sich doch keiner Wundern, wenn die Lehre anders rezipiert wird, als sie gemeint war und sich das dann im Volksglauben ausbreitet.

 

Wer den KKK einfach in Ruhe von vorne beginnend liest und ihn nicht wie ein Kochbuch behandelt, hat wenig Probleme.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

Alternativ darf man auch einfach vertrauen.

Wenn eine Lehre besagt, man darf nur mit Männern Sex haben und das Essen von drei Tafeln Schokolade täglich ist ein besonderer Verdienst fürs Paradies, fiele dieses „einfach vertrauen“ mir wahrscheinlich deutlich leichter als dir.

 

Insofern ist es einfach, zu sagen, man könne doch „einfach vertrauen“, wenn die Lehre gut zur Persönlichkeit passt

 

Werner

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb Flo77:

Ersteres ist allerdings dringend erforderlich, wenn man - wie Teile der Kirche - es für notwendig hält, daß der Mensch von bestimmten Dinge Kenntnis haben, einiges glauben und anderes tun muss um in den Himmel zu kommen. Das ist zwar ein zutiefst gnostischer Ansatz, wovor sich "die Kirche" vermutlich vehement distanzieren wollen würde, aber im Prinzip läuft es darauf wohl hinaus.

Vielleicht solltest du weniger Katechismen lesen. Die sind eigentlich für etwas anderes gedacht als das, wofür du sie verwendest. 

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb rorro:

Ich stimme Chryso vom Ansatz her zu. Allerdings ist die Hoffnung auf eine sich letztlich, wenn auch nicht zwingend irdisch, erfüllte Gerechtigkeit (was immer das genau sein mag) nach einem vollkommen verkorksten Leben ohne die geringste Selbstverschuldung im Christentum sehr wichtig. Für viele mehr oder weniger wohlhabende Menschen aus der ersten Welt vielleicht nicht, doch Christus ist nicht nur für uns gestorben.

Das ist aber (mE) ein anderes Thema. 

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Merkur:

Vielleicht solltest du weniger Katechismen lesen. Die sind eigentlich für etwas anderes gedacht als das, wofür du sie verwendest. 

Ich sollte hier überhaupt nicht mehr schreiben und einige andere Dinge auch loswerden. Leider reicht der Kirhenaustritt da nicht aus.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Wenn eine Lehre besagt, man darf nur mit Männern Sex haben und das Essen von drei Tafeln Schokolade täglich ist ein besonderer Verdienst fürs Paradies, fiele dieses „einfach vertrauen“ mir wahrscheinlich deutlich leichter als dir.

 

Insofern ist es einfach, zu sagen, man könne doch „einfach vertrauen“, wenn die Lehre gut zur Persönlichkeit passt

 

Werner

 

Da ich mein Privatleben privat halte, farge ich mir, woher du meine Persönlichkeit und Lebenssituation zu kennen glaubst. Woher weißt du, daß mein Leben ohne Glauben nicht viel leichter wäre?

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Da ich mein Privatleben privat halte, farge ich mir, woher du meine Persönlichkeit und Lebenssituation zu kennen glaubst. Woher weißt du, daß mein Leben ohne Glauben nicht viel leichter wäre?

Klar, jeder würde gern mal an Karfreitag Schokolade essen oder Sonntags ausschlafen, statt in die Messe zu gehen.  Da wäre das Leben doch wirklich leichter. Aber ich behaupte, das mit dem blonden Vertrauen funktioniert dauerhaft nur, wenn die Glaubenslehre nicht grundsätzlich gegen die Persönlichkeit geht.

Tut sie das, geht entweder das Vertrauen oder Verstand vor die Hunde

 

Werner

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb Werner001:

Klar, jeder würde gern mal an Karfreitag Schokolade essen oder Sonntags ausschlafen, statt in die Messe zu gehen.  Da wäre das Leben doch wirklich leichter.

 

Wenn Du wüßtest...

Geschrieben
vor 18 Stunden schrieb rorro:

Woher weißt du, daß mein Leben ohne Glauben nicht viel leichter wäre?

Ich hoffe, du meinst das nicht so wie es klingt... 

 

Ich hab grad dreimal angesetzt, um zu beschreiben, warum ich diese Formulierung problematisch finde. Ich kriegs nicht so hin, wie ich möchte. Und ich will dir auch nichts unterstellen. Ich glaube, ich versuche lieber, aus meiner persönlichen Sicht zu sagen, wie es für mich stimmig ist. Und ich hoffe dabei, dass du es auch ein wenig in der Art meinst. 

 

Vielleicht kann ich es an einem Beispiel verdeutlichen. Ich hab in meinem Bekanntenkreis jemanden, der macht sich's nicht leicht. Der denkt viel nach, über das was er tut, über das, was man besser machen könnte (in vielen verschiedenen Bereichen). Ein ganz sympathischer Mensch, der wenigstens ein klein wenig dazu beitragen möchte, die Welt zu verbessern. Und der trifft in seinem Alltag immer wieder auf Menschen, die eher gleichgültig sind, die sich um die meisten Sachen keinen großen Kopf machen und halt so ihr Leben leben. In mir hat er einen Gesprächspartner, der in vielen Fällen seine Anliegen teilt oder zumindest nachvollziehen kann. Jemanden, der nicht gleichgültig ist. Und einmal meinte er zu mir, dass es für unsereins doch eigentlich viel leichter wäre, auch so gleichgültig in den Tag hineinzuleben, wie manch andere. So nach dem Motto "Warum tun wir uns das eigentlich an?" Mich hat das irritiert. Und ich hab ihn gefragt, ob er denn tatsächlich lieber so gleichgültig wäre. Ich kann mich nicht mehr ganz genau an seine Antwort erinnern. Es war vermutlich in der Richtung, dass er eigentlich nicht so gleichgültig sein will wie "die", aber wenn er sieht, wie leicht für "die" vieles ist, wünscht er sich das insgeheim doch manchmal ein wenig. Diese Leichtigkeit. 

 

Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Ein "leichteres Leben" ohne Glauben. Ich vermute, dass ich ohne meinen Glauben, noch genauso das innere Bedürfnis hätte, mich einzusetzen für andere, oder für bestimmte Werte einzutreten. Auch dann, wenn es mich was kostet. (Ich bin da wirklich nicht der Vertreter eines einfachen "Wohlfühlglaubens". Aber das, was ich auf dem Fundament meines Glaubens tue, entspringt zutiefst meinem Inneren. Das ist nichts, was ich ablgegen könnte, wenn ich nicht mehr an Gott glauben würde. Das wäre Selbstverleugnung. Im Gegenteil, würde ich sagen, der Glaube gibt mir erst wirklich die Kraft dazu, solche Herausforderungen anzunehmen. Ohne den Glauben, wäre es nicht leichter, sondern eher noch schwerer...

 

Ich weiß nicht, ob das jetzt einigermaßen verständlich war. Ich möchte einfach nicht, dass dieser Satz so stehen bleibt...

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