Synodaler Weg - schon versperrt?


Jan_Duever

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MartinO
Gerade eben schrieb Spadafora:

das ist in demn österr Gemeinden anders da sind Predogerinen völlig normal 
es stimmt daß es eine ähnliche Sexualmoral gibt aber nicht im Bezug auf künstliche Verhütung 

Zunächst einmal ist jede freikirchliche Gemeinde selbständig, das heißt, es ist sehr schwer, generell etwas zu sagen. Weder gibt es eine allgemein anerkannte Dachorganisation der Evangelikalen und / oder der Pfingstler, noch sind die Begriffe rechtlich geschützt (zumindest in Deutschland; es würde mich wundern, wenn es in Österreich anders wäre). Es gibt zudem einen Übergang zwischen evangelikalen und pfingstlichen Gemeinden. 

 

Ich habe noch keine Pfingstpredigerin gesehen. Allerdings geben in pfingstlich orientierten Gemeinden oft viele Menschen, darunter auch Frauen, "Zeugnis", wobei der Übergang zur Predigt fließend sein kann. (Das persönliche Glaubenserlebnis spielt bei Pfingstkirchen eine sehr starke Rolle, oft eine stärkere als die Schriftlesung).

Evangelikale im engeren Sinn berufen sich teilweise dagegen auf das hier genannte Zitat aus 1 Timotheus - und lassen keine Frauen predigen. Sie würden sich auch sehr dagegen wehren, mit Pfingstkirchen in einen Topf geworfen zu werden. Umgekehrt gibt es, denke ich, weniger Berührungsängste.

 

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Da helfe ich doch gern. Also mit dem vergleichbaren billigen biblischen Argument. Stellen wir uns für einen Moment vor, in der Urgemeinde, in den ersten Jahren nach Jesu Tod, sei etwas ein win

Ich habe mich jetzt mal so in etwa in die Diskussion und in die Beiträge der einzelnen Personen hier eingelesen. Was mir durchweg auffällt ist, dass immer wieder alle möglichen Ebenen wild durcheinand

Schau, Guppy, dir wurde ja hier in diesem Thread mehrfach Franz Meurer, der Pfarrer von St. Theodor in Köln, als Beispiel genannt dafür, wie eine katholische Pfarrgemeinde funktioniert, in der das Geb

Gerhard Ingold
vor 6 Minuten schrieb MartinO:

Zunächst einmal ist jede freikirchliche Gemeinde selbständig, das heißt, es ist sehr schwer, generell etwas zu sagen. Weder gibt es eine allgemein anerkannte Dachorganisation der Evangelikalen und / oder der Pfingstler, noch sind die Begriffe rechtlich geschützt (zumindest in Deutschland; es würde mich wundern, wenn es in Österreich anders wäre). Es gibt zudem einen Übergang zwischen evangelikalen und pfingstlichen Gemeinden. 

 

Ich habe noch keine Pfingstpredigerin gesehen. Allerdings geben in pfingstlich orientierten Gemeinden oft viele Menschen, darunter auch Frauen, "Zeugnis", wobei der Übergang zur Predigt fließend sein kann. (Das persönliche Glaubenserlebnis spielt bei Pfingstkirchen eine sehr starke Rolle, oft eine stärkere als die Schriftlesung).

Evangelikale im engeren Sinn berufen sich teilweise dagegen auf das hier genannte Zitat aus 1 Timotheus - und lassen keine Frauen predigen. Sie würden sich auch sehr dagegen wehren, mit Pfingstkirchen in einen Topf geworfen zu werden. Umgekehrt gibt es, denke ich, weniger Berührungsängste.

 

Ich finde es interessant: Freikirchen halten meist noch fundamentalistischer an der wörtlichen Interpretation der Bibel fest. Und doch konnte und kann meine erste Frau in einer fundamentalistischen Pfingstgemeinde predigen. Das heißt: In der Praxis haben sie die wörtliche Interpretation der Bibel verlassen.

 

Die katholische Kirche ihrerseits hält nichts von der wörtlichen Interpretation und verhält sich in der Praxis der Frauenfrage, als würden sie die Bibel wörtlich nehmen. 

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ThomasB.
vor 1 Stunde schrieb Spadafora:

so wie Thomas B dauern schreit"Beleidigung" weil er keine Argumente hat? 

Es kann ja nicht jeder so brilliant argumentieren wie Du. 😀

Edited by ThomasB.
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ThomasB.
vor 18 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Die katholische Kirche ihrerseits hält nichts von der wörtlichen Interpretation und verhält sich in der Praxis der Frauenfrage, als würden sie die Bibel wörtlich nehmen. 

Das ist gelogen. In der katholischen  Kirche gibt viele Frauen, die vom Bischof den Auftrag haben, zu predigen.

Die Auseiandersetzung geht um das Weiheamt. Das ist, wie jeder wissen kann, etwas völlig anderes.

 

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Spadafora
vor 33 Minuten schrieb MartinO:

Zunächst einmal ist jede freikirchliche Gemeinde selbständig, das heißt, es ist sehr schwer, generell etwas zu sagen. Weder gibt es eine allgemein anerkannte Dachorganisation der Evangelikalen und / oder der Pfingstler, noch sind die Begriffe rechtlich geschützt (zumindest in Deutschland; es würde mich wundern, wenn es in Österreich anders wäre). Es gibt zudem einen Übergang zwischen evangelikalen und pfingstlichen Gemeinden. 

 

Ich habe noch keine Pfingstpredigerin gesehen. Allerdings geben in pfingstlich orientierten Gemeinden oft viele Menschen, darunter auch Frauen, "Zeugnis", wobei der Übergang zur Predigt fließend sein kann. (Das persönliche Glaubenserlebnis spielt bei Pfingstkirchen eine sehr starke Rolle, oft eine stärkere als die Schriftlesung).

Evangelikale im engeren Sinn berufen sich teilweise dagegen auf das hier genannte Zitat aus 1 Timotheus - und lassen keine Frauen predigen. Sie würden sich auch sehr dagegen wehren, mit Pfingstkirchen in einen Topf geworfen zu werden. Umgekehrt gibt es, denke ich, weniger Berührungsängste.

 

in Österreich ist das ganz anders hier gibt es einen Dachverband der es freikirchlichen und Pfingstgemeinden ermöglicht eine anerkannte Religionsgemeinschaft zu sein und das z.b. ist eine typische Pfingskirche hier
https://de.wikipedia.org/wiki/Freikirchen_in_Österreich#:~:text=Die Freikirchen in Österreich (FKÖ,bestehen aus fünf freikirchlichen Bünden.&text=Gemäß Christoph Schönborn sind die,Menschen in 160 Gemeinden an.
https://www.wunderwerk.wien/

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Gerhard Ingold
vor 3 Minuten schrieb ThomasB.:

Das ist gelogen. In der katholischen  Kirche gibt viele Frauen, die vom Bischof den Auftrag haben, zu predigen.

Die Auseiandersetzung geht um das Weiheamt. Das ist, wie jeder wissen kann, etwas völlig anderes.

 

Du weisst schon, was ich gemeint habe. Wenn das also eine Lüge ist, tut es mir leid.

"Frauenordination (oder Frauenweihe) bezeichnet die Zulassung von Frauen zu allen oder einigen geistlichen Ämtern in einer Kirche oder einer anderen Glaubensgemeinschaft des Christentums. In den meisten evangelischen, anglikanischen, altkatholischen Kirchen und anderen christlichen Gemeinschaften wurde im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts die Zulassung weiblicher Kandidaten zu den geistlichen Ämtern eingeführt. Die Ordination von Frauen ist ein kontroverses Thema in der interkonfessionellen Ökumene und teilweise auch innerhalb einzelner Kirchen oder Kirchengemeinschaften. In manchen Kirchen sind Frauen nur zu bestimmten Ämtern zugelassen" (Wiki). 

Etwas anderes habe ich nicht gesagt.

 

 

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Moriz
vor 19 Minuten schrieb MartinO:

1.) Die Missbrauchsfrage bzw. die Frage, wie die katholische Kirche damit umgehen soll - dass sexuelle Handlungen an Kindern abzulehnen sind, war m.W. innerhalb der katholischen Kirche, auch an den äußersten Rändern, nie umstritten.
Dazu gehört freilich auch die Kontrolle von Amtsträgern bzw. kein grenzenloses Vertrauen in Priester oder andere Autoritäten, nicht notwendigerweise jedoch die Frage des Zölibats oder der Priesterweihe für Frauen. Vertuschung passiert leider überall, nicht nur in Männergemeinschaften.

Im Großen und Ganzen stimme ich deinen drei Punkten zu, hier möchte ich jedoch ergänzen:

Man muß fragen, in wie weit die Praxis des Zölibats zum Missbrauch beigetragen hat. Diverse Studien haben gezeigt, daß viele Täter in ihrer Sexualentwicklung stecken geblieben waren. Diese Entwicklungsstörung wurde (und wird?) in der Vorbereitung auf das Zölibat eher noch verstärkt als geheilt.

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MartinO
vor 1 Minute schrieb Moriz:

Im Großen und Ganzen stimme ich deinen drei Punkten zu, hier möchte ich jedoch ergänzen:

Man muß fragen, in wie weit die Praxis des Zölibats zum Missbrauch beigetragen hat. Diverse Studien haben gezeigt, daß viele Täter in ihrer Sexualentwicklung stecken geblieben waren. Diese Entwicklungsstörung wurde (und wird?) in der Vorbereitung auf das Zölibat eher noch verstärkt als geheilt.

Leider, wobei man am Pflichtzölibat festhalten könnte, wenn man ehrlicher mit dem Thema Sexualität umginge, als das leider immer noch oft in Seminaren passiert. Solange das Thema Sex "pfui" ist, produziert man sexuell unreife Charaktere - ganz egal, ob man jeden Mann, der mit 20 noch Single ist, zum Priestertum oder einen jungen Mann und eine junge Frau im gleichen Alter, die gerne etwas zusammen unternehmen, zur möglichst sofortigen Ehe drängt.

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Moriz
vor 2 Stunden schrieb Domingo:

 

Gleich unter meinem Usernamen steht, welcher Weltanschauung ich (nicht) angehoere. Ich bin nur ein wenig neugierig. Ist eine Ehe, die nicht katholisch geschlossen wurde, ueberhaupt eine Ehe gemaess der kath. Dogmatik? Was sagen Guppy, Studiosus usw. dazu?

 

Nehmen wir zum Beispiel an, ich heirate eine Katholikin in einer katholischen Hochzeit durch ein katholisches Verfahren. Bin ich jetzt ein Ehebrecher, weil ich geschieden wurde und dann wieder geheiratet habe, oder ist meine zweite Ehe gueltig, weil ich aus Sicht der RKK nie wirklich verheiratet war, daher auch nicht geschieden wurde?

 

Nach katholischem Verständnis beinhaltet eine Ehe die freiwillige Annahme der drei folgenden Punkte:

  1. Ausschließlich: Nur ein Mann und eine Frau (keine Vielehe etc.)
  2. Lebenslänglich: 'Bis das der Tod euch scheidet' (Bei den Orthodoxen übrigens ewig: Da gilt die Ehe über den Tod hinaus.)
  3. Offenheit für Kinder.

Sind die Eheleute getauft, gilt die Ehe als sakramental (übrigens auch, sobald sich zwei verheiratete Atheisten bei Pfingstlern taufen lassen. Die Sakramentalität hängt an der Taufe.)

Ist mindestens einer der Eheleute katholisch, dann muß aus historisch-praktischen Gründen die Formpflicht eingehalten werden. Die besagt, daß der Pfarrer der Braut (oder ein von ihm Beauftragter) den Ehekonsens bezeugen muß.

 

Von daher: Für die Katholische Kirche hängt die Ehe am Konsens, nicht an Taufe oder Konfession. Im Zweifelsfall dürfte in deinem Beispiel die zweite Ehe unmöglich sein.

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Flo77
vor 3 Stunden schrieb Domingo:

 

Gleich unter meinem Usernamen steht, welcher Weltanschauung ich (nicht) angehoere. Ich bin nur ein wenig neugierig. Ist eine Ehe, die nicht katholisch geschlossen wurde, ueberhaupt eine Ehe gemaess der kath. Dogmatik? Was sagen Guppy, Studiosus usw. dazu?

 

Nehmen wir zum Beispiel an, ich heirate eine Katholikin in einer katholischen Hochzeit durch ein katholisches Verfahren. Bin ich jetzt ein Ehebrecher, weil ich geschieden wurde und dann wieder geheiratet habe, oder ist meine zweite Ehe gueltig, weil ich aus Sicht der RKK nie wirklich verheiratet war, daher auch nicht geschieden wurde?

Wie Moriz schon andeutete hast Du da etliche Variablen drin.

 

Um eine kirchenrechtlich gültige Ehe schließen zu können müssen beide Partner ledig sein. Wenn Du also eine Katholikin in einem "katholischen Verfahren" ehelichen willst wird dabei auch der Ledigen- bzw. Witwenstatus geprüft.

 

Die Gültigkeit bzw. Nichtigkeit Deiner Erst-Ehe muss geklärt sein, bevor Du überhaupt getraut werden könntest.

 

Ob Deine Erst-Ehe besteht müsste man dann im Detail prüfen: War die erste Frau Katholikin und ihr habt ohne Beachtung der Formpflicht geheiratet? War Deine erste Partnerin schon vorher geschieden? Hattet ihr eine offene Ehe vereinbart? War Eure Verbindung nur auf Zeit angelegt? Ist die Erstfrau zwischenzeitlich verstorben? Willst Du dich taufen lassen, aber eine Fortsetzung der Erst-Ehe wäre damit nicht möglich weil die Erstfrau militante Atheistin ist?

 

Es gibt viele Gründe warum eine Ehe ungültig sein kann.

Edited by Flo77
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rorro
vor 34 Minuten schrieb Moriz:

Diese Entwicklungsstörung wurde (und wird?) in der Vorbereitung auf das Zölibat eher noch verstärkt als geheilt.

 

Kannst Du das irgendwie begründen oder gar mit Studien belegen? 

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Gerhard Ingold
vor 1 Minute schrieb rorro:

 

Kannst Du das irgendwie begründen oder gar mit Studien belegen? 

 

Wenn die Selbstbefriedigung quasi verboten ist, ist es klar, dass da kein natürliches Verhältnis zur Sexualität wachsen kann.

 

Etwas verbieten, das Natur ist, kann man natürlich umgehen, indem man Säuglinge beschneidet. Zwar können Beschnittene Seife benützen und dann geht es auch. 

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helmut
vor 11 Stunden schrieb Studiosus:

 

Du spielst auf die Dekrete Haec sancta bzw. Frequens an? 

 

Sicher, die Suprematie der allgemeinen Konzilien über den Papst ist eine theologische Frage, die in ihrer Zeit von hoher Bedeutung war. Und hierzu gibt es auch eine umfangreiche Forschungsliteratur, allerdings tatsächlich eher aus dem Bereich der Kirchenhistorie. Im Rahmen meiner eigenen Nachforschungen habe ich mich in diese Thematik der Lagerbildung von "Konziliaristen" und "Papalisten" etwas näher eingelesen. Sehr interessant und für andere Fragen (etwa nach der Rechtsfigur des Papa haereticus) relevant. Konziliarismus und Papalismus sind zwei Strömungen, die nebeneinander existieren - teilweise bis in die Neuzeit - und man könnte sagen, sie haben beide ihre stechenden Argumente. Letztlich muss man allerdings konzedieren - und das interessiert eben den Systematiker -, dass die Münze am Ende auf die Seite des Papalismus gefallen ist. Ironischerweise könnte man sagen: Durch ein Konzil wurde die Papal-Theorie vollendet und endgültig zur bestimmenden, irreversiblen Doktrin ausformuliert, die man als Jurisdiktionsprimat und Infallibilität kennt.

 

Was jetzt das Konzil von Konstanz angeht, so ist einiges im Dunkeln: etwa der kanonische Status der involvierten Päpste bzw. Papstprätendenten. Ein Gegenpapst ist nunmal kein Papst, ergo hätte das Konzil Macht und Jurisdiktion über einen solchen. Ebenso ist eine renuntiatio (und das war es wohl) ein vollkommen anderer Vorgang als eine Absetzung. Hier kann und soll die historische Forschung weiter gehen. Allerdings - und das ist das grosse Problem - mit Uneindeutigkeiten und blinden Flecken mag und muss die Geschichtswissenschaft umgehen. Ein kohärentes System lässt sich daraus nicht schaffen. Weshalb ich bei meinem Satz bleibe: Historiker, Exegeten und Systematiker müssen fast notwendigerweise mit anderen Methoden arbeiten.

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

was haben diese übrlegungen mit glauben, mit dem mystischen leib christi zu tun?

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Chrysologus
vor 1 Stunde schrieb Moriz:

Die besagt, daß der Pfarrer der Braut (oder ein von ihm Beauftragter) den Ehekonsens bezeugen muß.

Wohnort oder Personalpfarrer eines der Nupturienten - am Geschlecht hängt das nicht mehr, nur an Wohnort und ggf. Personalstatus der Parteien.

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Franziskaner
vor 4 Stunden schrieb Spadafora:

das ist in demn österr Gemeinden anders da sind Predogerinen völlig normal 
es stimmt daß es eine ähnliche Sexualmoral gibt aber nicht im Bezug auf künstliche Verhütung  

 

Ich habe in der letzten Zeit die "Wort und Fleisch" vorträge gehört, die den Anspruch haben "eine Weltkarte der Christenheit" zu entwerfen, allerdings zum großen Teil auf eine Weltkarte des Protestantismus in seinen Schattierungen beschränken. Bei dem was ich ghört habe, wurde sicherlich 100 Theologen genannt. Davon war keine einzige (!) eine Frau. Und übrigens auch kein einziger nicht weiß.

 

Dagegen fallen mir ganz auf Anhieb in der katholischen Kirche sehr viele Frauen ein, die nachhaltigen und weltweiten Einfluss ausgeübt haben: Hildegard von Bingen, Klara von Assisi, Juliana von Lüttisch, Theresa von Avila, Katharina von Siena, Kathrina Emmerick (die passt vielen, auch mir, inhaltlich sicher nicht so; sie war aber unbestreitbar äußerst einflussreich); Edith Stein, Therese von Lisieux  und, und, und ... Diese Frauen haben erheblich mehr Einfluss ausgeübt als die allermeisten Päpste. Vor diesem Hintergrund finde ich die penetrante Selbstverzwergung der deutschen katholischen Frauen ("wir sind ja nur zum Kuchenbacken und Kirchenputzen da") gleichermaßen lächerlich und traurig. Kein Wunder, dass die Kinder dieser Frauen aus der Kirche austreten.

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Franziskaner

Ich werde mich aus diesem Thread verabschieden, der mir mehr und mehr bizarr und sinnlos erscheint.

 

Ich habe in der letzten Zeit meinen Frieden gefunden. Ich werde das tun, was der Papst sagt. (Und zwar nicht nur dann, wenn er meine Meinung bestätrigt ....)

Tatsächlich ist des so, dass das Dogma von 1870, an dem ich mich auch lange Zeit gestoßen habe, für mich zum entscheidenden Hoffnungszeichen geworden ist.

 

Auch für Franziskus von Assisi galt: "Wir müssen katholisch bleiben." Und das bedeutete für ihn klipp und klar: in Einheit mit dem Papst und der römischen Kirche. Diese Einheit war ja auch damals schon angefochten, aber sie war schon damals der Rettungsanker.

 

Mt 16,18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

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laura
vor 6 Minuten schrieb Franziskaner:

... gleichermaßen lächerlich und traurig. Kein Wunder, dass die Kinder dieser Frauen aus der Kirche austreten.

Und Väter haben diese Kinder nicht? Die könnten doch ein Vorbild für gelebten Katholizismus sein, wenn die Mütter es schon nicht hinbekommen...

:headbanger:

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laura
vor 12 Minuten schrieb Franziskaner:

Dagegen fallen mir ganz auf Anhieb in der katholischen Kirche sehr viele Frauen ein, die nachhaltigen und weltweiten Einfluss ausgeübt haben: ...  Edith Stein, ... Therese von Lisieux

 

Zitat

"Von weiblicher Seite regen sich Bestrebungen, dieser Betätigung wieder den Charakter eines geweihten kirchlichen Amtes zu geben und es mag wohl sein, dass diesem verlangen eines Tages Gehör gegeben wird. Ob das dann der erste Schritt auf einem Weg wäre, der schließlich zum Priestertum der Frau führt, ist die Frage. Dogmatisch scheint mir nichts im Wege zu stehen, was es der Kirche verbieten könnte, eine solche bislang unerhörte Neuerung durchzuführen." (Edith Stein)

 

Zitat

"Ich fühle mich zum Priester berufen. O Jesus, mit welcher Liebe würde ich Dich in Händen halten! Mit welcher Liebe würde ich Dich den Gläubigen geben! Trotz meiner Kleinheit möchte ich den Menschen Licht bringen, wie die Propheten und Kirchenlehrer es taten. Ich fühle mich zum Apostel berufen. Ich wollte um die Welt reisen, um Deinen Namen zu verkünden."  (Therese von Lisieux)

 

Edited by laura
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rorro
vor 8 Minuten schrieb Franziskaner:

Ich werde mich aus diesem Thread verabschieden, der mir mehr und mehr bizarr und sinnlos erscheint.

 

Ich habe in der letzten Zeit meinen Frieden gefunden. Ich werde das tun, was der Papst sagt. (Und zwar nicht nur dann, wenn er meine Meinung bestätrigt ....)

Tatsächlich ist des so, dass das Dogma von 1870, an dem ich mich auch lange Zeit gestoßen habe, für mich zum entscheidenden Hoffnungszeichen geworden ist.

 

Auch für Franziskus von Assisi galt: "Wir müssen katholisch bleiben." Und das bedeutete für ihn klipp und klar: in Einheit mit dem Papst und der römischen Kirche. Diese Einheit war ja auch damals schon angefochten, aber sie war schon damals der Rettungsanker.

 

:daumenhoch:

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Gerhard Ingold
vor 30 Minuten schrieb Franziskaner:

Ich werde mich aus diesem Thread verabschieden, der mir mehr und mehr bizarr und sinnlos erscheint.

 

Ich habe in der letzten Zeit meinen Frieden gefunden. Ich werde das tun, was der Papst sagt. (Und zwar nicht nur dann, wenn er meine Meinung bestätrigt ....)

Tatsächlich ist des so, dass das Dogma von 1870, an dem ich mich auch lange Zeit gestoßen habe, für mich zum entscheidenden Hoffnungszeichen geworden ist.

 

Auch für Franziskus von Assisi galt: "Wir müssen katholisch bleiben." Und das bedeutete für ihn klipp und klar: in Einheit mit dem Papst und der römischen Kirche. Diese Einheit war ja auch damals schon angefochten, aber sie war schon damals der Rettungsanker.

 

Mt 16,18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.

 

Du zitierst hier die Bibel und verstehst diesen Satz wörtlich.

 

Kann man diesen Bibelvers wörtlich verstehen, wenn man sieht, dass die Kirchen weitgehend auf Paulus aufgebaut sind?

 

 

 

 

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Moriz
vor 3 Stunden schrieb rorro:
vor 4 Stunden schrieb Moriz:

Diese Entwicklungsstörung wurde (und wird?) in der Vorbereitung auf das Zölibat eher noch verstärkt als geheilt.

 

Kannst Du das irgendwie begründen oder gar mit Studien belegen? 

 

Begründen? Eher Vermuten:

Wer ins Konvikt ging, für den war klar, daß er als Priester ehelos bleiben muß und keusch bleiben sollte. Damit konnten viele sich stellende Fragen in Bezug auf die eigenen Sexualität verdrängt werden. Weil, war ja sowieso nicht 'erlaubt'. Und ich fürchte, die Instruktoren haben auch eher auf eine Vermeidung dieser Auseinandersetzung geachtet - nicht, daß ein Kandidat doch noch abspringt weil er gemerkt hat, daß er den Frauen doch nicht entsagen will. Letztlich kann ich da nur von den Früchten ausgehen: Wenn sich fast fünf Prozent der Kleriker an Abhängigen vergehen (MHG-Studie) und dies eben keine tiefsitzende Pädophilie ist, sondern 'Unreife', dann spricht das nicht für einen adäquaten Umgang mit diesen Themen im Seminar.

 

Belegen? Natürlich nicht. Es ist eine naheliegende Folgerung aus den vorhandenen Daten.

Aber du darfst gerne gegenteilige Studien zitieren!

 

Ich habe auch die Hoffnung, daß das inzwischen nicht mehr so ist. Zumal kaum noch unerfahrene Jungspunde ins Seminar gehen, die Mehrzahl sind inzwischen wohl mehr oder weniger spät berufene, gestandene Männer.

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Studiosus

Ich würde beim letzten Punkt einhaken und eher vermuten, dass heute kein Seminarist mehr als "sexueller Analphabet" ins Seminar eintritt. Dazu scheint mir die heutige Welt einfach zu sexualisiert zu sein, als dass man - wann tritt man heute frühestens ein? Nach Abitur mit G8: mit 18? -, man verzeihe die Wortwahl, vollkommen unbeleckt fast 20 Jahre durch die Welt gehen könnte. Was Mittelschüler heute teilweise schon auf ihren Handys haben. 

 

Außerdem hat sich zumindest in unseren Gefilden der Ausbildungstrack Vorseminar-Seminar so nie im großen Stil etabliert bzw. ist heute nicht mehr Standard. Dass man quasi im späteren Kindesalter bereits in eine Art klösterliches Schulumfeld gerät und darin über Jahre verbleibt. Die meisten Alumnen dürften doch ihr Abitur an ganz normalen, staatlichen Schulen, vielleicht konfessionell geprägt, abgelegt haben. Und dort werden wohl die wenigsten SchülerInnen Priester oder Nonne werden wollen, sodass - wenn schon keine eigene sexuelle Erfahrung gemacht wird - die Thematik über die gleichaltrigen peers eingespielt wird. 

 

Ganz abgesehen davon, dass sich der Seminareintritt heute überhaupt in fortgeschritteneneres Alter zu verlagern scheint. 

 

 

Saluti cordiali, 

Studiosus 

Edited by Studiosus
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rorro
vor 23 Minuten schrieb Moriz:

 

Begründen? Eher Vermuten:

Wer ins Konvikt ging, für den war klar, daß er als Priester ehelos bleiben muß und keusch bleiben sollte. Damit konnten viele sich stellende Fragen in Bezug auf die eigenen Sexualität verdrängt werden. Weil, war ja sowieso nicht 'erlaubt'. Und ich fürchte, die Instruktoren haben auch eher auf eine Vermeidung dieser Auseinandersetzung geachtet - nicht, daß ein Kandidat doch noch abspringt weil er gemerkt hat, daß er den Frauen doch nicht entsagen will. Letztlich kann ich da nur von den Früchten ausgehen: Wenn sich fast fünf Prozent der Kleriker an Abhängigen vergehen (MHG-Studie) und dies eben keine tiefsitzende Pädophilie ist, sondern 'Unreife', dann spricht das nicht für einen adäquaten Umgang mit diesen Themen im Seminar.

 

Belegen? Natürlich nicht. Es ist eine naheliegende Folgerung aus den vorhandenen Daten.

Aber du darfst gerne gegenteilige Studien zitieren!

 

Ich habe auch die Hoffnung, daß das inzwischen nicht mehr so ist. Zumal kaum noch unerfahrene Jungspunde ins Seminar gehen, die Mehrzahl sind inzwischen wohl mehr oder weniger spät berufene, gestandene Männer.

 

Wenn Du nur eine Vermutung hast und sie nicht belegen kannst, warum schreibst Du das nicht direkt so?

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