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Shubashi

Pflege, Medizin, Soziales

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Thofrock
vor 2 Stunden schrieb rorro:

 

Am Geschäftsbericht der Fresenius AG. Ist frei im Netz verfügbar.

Genauer hast du es nicht? Hast du die ganzen 281 Seiten sorgfältig gelesen? " Wir schwächeln" steht da jedenfalls nicht drin. Deshalb hatte ich ja gefragt, woran genau du das fest machst.

Edited by Thofrock

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helmut
vor 52 Minuten schrieb rince:

Nö. Das ist eine eindeutige negative Aussage bezüglich der Rahmenbedingungen.

"Hier stimmen Geld und Rahmenbedingungen viel mehr (nichts ist perfekt) als in Krankenhäusern und Praxen." 

 

von geld ist keine rede?

 

so geht es in der argumentation wenn gefühl und realität nicht übereinstimmen.

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rince

Auch noch so viel Geld der Welt kann halt schlechte Rahmenbedingungen nicht betäuben. Dann lieber etwas weniger verdienen, dafür aber gute Rahmenbedingungen.

 

Du bist ganz schön fixiert aufs Geld?

Edited by rince

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helmut
vor 1 Stunde schrieb rince:

Auch noch so viel Geld der Welt kann halt schlechte Rahmenbedingungen nicht betäuben. Dann lieber etwas weniger verdienen, dafür aber gute Rahmenbedingungen.

 

Du bist ganz schön fixiert aufs Geld?

ossirente!

 

bekommt nun der arzt in der praxis genug geld mit übr 200.000€ reineinkommen?

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Frank
vor 1 Stunde schrieb rince:

Du bist ganz schön fixiert aufs Geld?

Das wird mir auch immer vorgehalten. Hier kann ich nur für die Pflege reden: Im Osten oder bei kleineren, privaten, Einrichtungen soll es Kollegen geben (ich weiss das allerdings nur vom Hörensagen) die als Fachkraft mit 12€/h nach Hause gehen. Das kanns nicht sein! Der Pflegemindestlohn liegt irgendwo bei 11€/h. Das bekommen ungelernte Helfer. Die Verantwortung und die dreijährige Ausbildung, die man als Fachkraft hat, müssen mehr Wert sein.

Obendrauf kommen dann noch Rahmenbedingungen wie Pflegeschlüssel die eine gute Pflege mindestens erschweren (wenn nicht gar verunmöglichen) oder ständiges Einspringen. 

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Frank
vor 7 Minuten schrieb helmut:

bekommt nun der arzt in der praxis genug geld mit übr 200.000€ reineinkommen?

Aber auch hier musst du den Vergleich zu anderen Akademikern ziehen. Egal welches Qualifikationsniveau: Wenn du in einen sozialen Beruf gehst wirst du beim Gehalt (und tlw. auch bei den Rahmenbedingungen) verarscht. Isso! 

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helmut
vor 1 Minute schrieb Frank:

Aber auch hier musst du den Vergleich zu anderen Akademikern ziehen. Egal welches Qualifikationsniveau: Wenn du in einen sozialen Beruf gehst wirst du beim Gehalt (und tlw. auch bei den Rahmenbedingungen) verarscht. Isso! 

deine rede sei ja,ja, oder nein, nein. die lauen will ich ausspucken.

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duesi

Da alle meine drei Schwestern in der Pflege tätig sind (zwei Krankenpflegerinnen und eine Altenpflegerin), sind sie in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz organisiert. Es ist bundesweit die einzige Pflegekammer, die es in Deutschland gibt. Meine Schwester meinte zu mir, sie würde das Gejammere der Kollegen oder Kolleginnen nerven, dass sie ja für die Pflegekammer Beiträge zahlen müssten. Schließlich wäre es ja eine Chance, dass auch die Interessen der Pflegekräfte mal in der Lobbyarbeit vertreten wären. Während die Ärztekammer bundesweit gut organisiert ist, dümpelt die Landespflegekammer immer noch so unbeachtet vor sich hin. 

 

Die einzige Chance, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern, ist in unserem System, dass sich Pflegekräfte zusammenschließen und für ihre Interessen eintreten.

  • Thanks 3

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Marcellinus

 

vor 45 Minuten schrieb duesi:

Die einzige Chance, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern, ist in unserem System, dass sich Pflegekräfte zusammenschließen und für ihre Interessen eintreten.

 

Das setzt das Ende des besonderen kirchlichen Arbeitsrechts voraus. So weit sind wir leider noch nicht.

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duesi
Gerade eben schrieb Marcellinus:

 

 

Das setzt das Ende des besonderen kirchlichen Arbeitsrechts voraus. So weit sind wir leider noch nicht.

In kirchlichen Einrichtungen geht es Pflegekräften meistens sogar besser als in staatlichen Einrichtungen. Am schlimmsten sehen die Verhältnisse in privaten Einrichtungen aus. Man könnte ja meinen, dass der Wettbewerbsdruck gerade die privaten Pflegeeinrichtungen dazu motivieren würde, für vernünftige Verhältnisse zu sorgen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

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Frank
vor 53 Minuten schrieb duesi:

sind sie in der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz organisiert. Es ist bundesweit die einzige Pflegekammer, die es in Deutschland gibt. Meine Schwester meinte zu mir, sie würde das Gejammere der Kollegen oder Kolleginnen nerven, dass sie ja für die Pflegekammer Beiträge zahlen müssten. Schließlich wäre es ja eine Chance, dass auch die Interessen der Pflegekräfte mal in der Lobbyarbeit vertreten wären. Während die Ärztekammer bundesweit gut organisiert ist, dümpelt die Landespflegekammer immer noch so unbeachtet vor sich hin. 

Erlaube mir zwei Korrekturen! 

1. Die Pflegeberufekammer Rheinland Pfalz war die erste Pflegekammer, die eingerichtet wurde, seit dem wurden in Schleswig-Holstein und in Niedersachsen ebenfalls Pflegekammern eingerichtet. NRW arbeitet gerade an einer. Hier in Bayern wurde mit der "Vereinigung der Pflegenden" ein kammerähnliches Konstrukt eingerichtet. Dieser Mogelpackung bin ich bewusst nicht beigetreten. Das zu erklären hab ich grad, in der Raucherpause, im Dienst grad nicht die Zeit. 

2.: Das die drei bestehenden vor sich hin dümpeln ist so nicht ganz richtig. Die drei bestehenden Kammern haben mit der Gründung der Bundespflegekammer den Grundstein gelegt für eine Lobby auf Bundesebene. 

 

Im übrigen stimme ich der Einschätzung deiner Schwestern ausdrücklich zu. Auch darin das, trotz allem was schon gemacht wird, noch viel Arbeit zu tun ist. Und ohne das wir uns zusammenschließen wird das nichts! Auch da haben deine Schwestern recht. 

  • Thanks 1

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Thofrock
vor 13 Minuten schrieb duesi:

In kirchlichen Einrichtungen geht es Pflegekräften meistens sogar besser als in staatlichen Einrichtungen. Am schlimmsten sehen die Verhältnisse in privaten Einrichtungen aus. Man könnte ja meinen, dass der Wettbewerbsdruck gerade die privaten Pflegeeinrichtungen dazu motivieren würde, für vernünftige Verhältnisse zu sorgen. Aber das Gegenteil ist der Fall.

Genau das höre ich seit drei, vier Jahren tatsächlich. Gerade profitable Pflegeeinrichtungen können sich inzwischen nicht mehr leisten, die wirklich guten Leute zu verlieren. Hohe Fluktuation ist schließlich auch ein erheblicher Kostenfaktor. Es gibt inzwischen Häuser, wo wirklich gute, und bei den Patienten beliebte Leute ihr Gehalt selbst bestimmen.

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duesi
vor 2 Minuten schrieb Thofrock:

Genau das höre ich seit drei, vier Jahren tatsächlich. Gerade profitable Pflegeeinrichtungen können sich inzwischen nicht mehr leisten, die wirklich guten Leute zu verlieren. Hohe Fluktuation ist schließlich auch ein erheblicher Kostenfaktor. Es gibt inzwischen Häuser, wo wirklich gute, und bei den Patienten beliebte Leute ihr Gehalt selbst bestimmen.

Das wäre ja eine erfreuliche Entwicklung. Unter den Pflegekräften, die ich persönlich kenne, haben private Anbieter jedoch meistens einen eher schlechten Ruf. Und sie können sich beinahe aussuchen, wo sie arbeiten wollen, weil fast überall händeringend nach Pflegekräften gesucht wird.

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rorro
vor 2 Stunden schrieb helmut:

ossirente!

 

bekommt nun der arzt in der praxis genug geld mit übr 200.000€ reineinkommen?

 

Du hast Die von Dir verlinkte Angabe offenbar selbst nicht richtig gelesen. Über €200.000 "Reineinkommen" (was immer das sein soll) steht da nicht für einen Arzt. Lies erst einmal selbst, was da steht. Oder soll ich's Dir zeigen?

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helmut
vor 49 Minuten schrieb rorro:

 

Du hast Die von Dir verlinkte Angabe offenbar selbst nicht richtig gelesen. Über €200.000 "Reineinkommen" (was immer das sein soll) steht da nicht für einen Arzt. Lies erst einmal selbst, was da steht. Oder soll ich's Dir zeigen?

ja!

 

ansonsten, reineinkommen ist einkommen nach abzug der kosten, vor einkommenssteuer.

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rorro
Zitat

Eine Praxis für Allgemeinmedizin weist durchschnittliche Einnahmen von 405.000 Euro auf bei Aufwendungen von 178.000 Euro. Dies führt zu einem Reinertrag von 227.000 Euro pro Praxis (167.000 Euro pro Praxisinhaber) – also über 50 % der Einnahmen.

 

Deine Quelle. Also: rund €170.000, davon sind Steuern, komplette Krankenversicherung, komplette Rentenversicherung, womöglich Krankentagegeldversicherung etc. zu zahlen und natürlich noch die Steuern. Das entspricht ungefähr einem Angestelltenbruttogehalt von €120.000-130.000 (bei durchschnittlich >50h/Wo.). 

 

Das ist alles andere als wenig (und höher als meines), allerdings in den Industrien von Metall und Elektro, Pharma und Chemie auch kein unglaublich hohes Gehalt (in etwa Abteilungsleiter und aufwärts, bei 40h/Woche!!).

 

In der Gesundheitsindustrie ist das ein Oberarztgehalt.

Edited by rorro

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rorro

Nachdem das geklärt ist, könnten wir vielleicht wieder zum interessanten Thema des Threads zurück. Also: Geld ist sicher ein wichtiger Faktor in den unteren Gehaltsklassen, die insbesondere in der Pflege beschämend sind (und die kirchlichen machen mit!!), in den oberen akademischen Gehaltsklassen ist es nicht primär das Geld, das die Leute davon abhält, ins staatliche System der Finanzierung zu wechseln.

 

In beiden Fällen sind es viele strukturelle Umstände, die alles andere als anziehend wirken.

 

Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens ließe sich nur noch durch massive Enteignungen der Konzerne rückgängig machen - viele Kommunen wollen das aber auch gar nicht, da ihnen sowohl Expertise wie Finanzen fehlen, um KH zu führen.

 

Ebenso wie in der Energiewirtschaft wird es meines Erachtens nach dazu früher oder später kommen, daß es Firmen untersagt wird, ein Krankenhaus zu schließen, auch wenn das unwirtschaftlich ist. Damit wird kurzfristig was erreicht, mittel- bis langfristig würde das zu massiven Qualitätseinbußen führen, da keienr mehr richtig investieren würde.

Edited by rorro

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duesi
vor 1 Minute schrieb rorro:

und die kirchlichen machen mit!!

Ein Streikrecht für Angestellte von kirchlichen Trägern wäre durchaus zu begrüßen.

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rorro

 

vor 2 Minuten schrieb duesi:

Ein Streikrecht für Angestellte von kirchlichen Trägern wäre durchaus zu begrüßen.

 

 

U.a. der Experte für die kirchliche Soziallehre (die dieses Recht befürwortet) Kardinal Marx ist dagegen. Wo kämen wir hin, wenn IN der Kirche plötzlich die kirchliche Soziallehre gelten würde!

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rorro

In bereits vielen Gebieten fehlen Hausärzte. Wer sich für NRW mal die Prognose für 2030 von 2017 ansehen will (die ist sicher nicht besser geworden, da man die aktuellen Facharztweiterbildungen und das Alter der existierenden Hausärzte kennt), darf hier vorbeischauen:

 

https://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/arzt-mangel-100~table_callingId-arztmangel-nrw-100.html

 

100% Versorgungsgrad wird als ausreichend angesehen

 

Düsseldorf: 2017 110%; 2030 82%

Leverkusen: 2017 112%, 2030 92%

Iserlohn: 2017 99%, 2030 69%

Bielefeld: 2017 93%, 2030 67%

 

Das geht fast überall so. 10-40% weniger Hausärzte überall. Woran mag das liegen? und vor allem: woran mag das liegen, daß die Politik nicht gegensteuert? Wollen die nicht mehr Hausärzte, schieben die den Schwarzen Peter auf die KVen, damit keiner was tun muß?

 

Edited by rorro

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duesi
vor 2 Minuten schrieb rorro:

In bereits vielen Gebieten fehlen Hausärzte. Wer sich für NRW mal die Prognose für 2030 von 2017 ansehen will (die ist sicher nicht besser geworden, da man die aktuellen Facharztweiterbildungen und das Alter der existierenden Hausärzte kennt), darf hier vorbeischauen:

 

https://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/arzt-mangel-100~table_callingId-arztmangel-nrw-100.html

 

100% Versorgungsgrad wird als ausreichend angesehen

 

Düsseldorf: 2017 110%; 2030 82%

Leverkusen: 2017 112%, 2030 92%

Iserlohn: 2017 99%, 2030 69%

Bielefeld: 2017 93%, 2030 67%

 

Das geht fast überall so. 10-40% weniger Hausärzte überall. Woran mag das liegen? und vor allem: woran mag das liegen, daß die Politik nicht gegensteuert? Wollen die nicht mehr Hausärzte, schieben die den Schwarzen Peter auf die KVen, damit keiner was tun muß?

 

Ein wesentlicher Grund für den Ärztemangel ist die Gleichberechtigung. Ich kritisiere nicht die Gleichberechtigung. Aber die Tatsache, dass immer mehr Frauen Medizin studieren, die dann Babypausen einlegen und Halbzeit arbeiten, hat dazu geführt, dass ein Mangel entstanden ist. Die Ausbildung eines deutschen Arztes an einer deutschen Universität kostet den Staat eine halbe Million Euro. Da die Ausbildungskapazitäten nicht erhöht worden sind, es einen starken Wettbewerb um die Studienplätze gibt, können die fehlenden Stellen nicht nachbesetzt werden. Man müsste hier gegensteuern. Entweder muss mehr in die Ausbildung von Ärzten investiert werden. Oder es müssen neben den staatlich geförderten Studienplätzen Studienplätze geschaffen werden, zu denen man durch Studiengebühren Zugang erhält. Es gibt schließlich genügend Interessierte an einem Medizinstudium, aber viel zu wenig Studienplätze.

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rorro

Es gibt viel weniger einen Ärztemangel (da würde Deine Argumentation zutreffen, das tut sie auch teilweise), es gibt vor allem und viel gravierender einen baldigen massiven Hausarztmangel. Es gibt viel zu wenige Ärzte, die sich  zum Allgemeinmediziner weiterbilden lassen. In manchen Ausgaben des lokalen Ärzteblattes, in dem die bestandenen Fachärzte namentlich genannt werden, sind es mehr Anästhesisten als Allgemeinärzte.

 

Wenn die Politik die Versorgung in der Fläche aufgeben will, dann muß sie weiter (nicht) handeln wie bisher. Auch eine Quote an Fachärzten wie bspw. in Spanien wird das Problem nicht beheben (wie man dort sieht) - auch dort fehlen Hausärzte.

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Frank
vor 3 Stunden schrieb Frank:

Hier in Bayern wurde mit der "Vereinigung der Pflegenden" ein kammerähnliches Konstrukt eingerichtet. Dieser Mogelpackung bin ich bewusst nicht beigetreten. Das zu erklären hab ich grad, in der Raucherpause, im Dienst grad nicht die Zeit. 

Endlich Feierabend!

Vorab: An der Vereinigung der Pflegenden in Bayern ist nicht alles schlecht. Im Gegensatz zu allen Pflegekammern, in denen nur Pflegefachpersonen versammelt sind, steht sie auch ausgebildeten Pflegehelfern zur Verfügung, können ihr auch Pflegeassistenten und Pflegefachhelfer beitreten.

Nun, warum bin ich kein Mitglied der "Vereinigung der Pflegegenden in Bayern"?

Weil es keine Kammer ist. Nach dem Einsetzungsgesetz hätte wohl die Vereinigung die Kompetenzen und Befugnisse einer Kammer. Aber keine Pflichtmitgliedschaft und keine Beitragspflicht. Die Vereinigung wird vom Land Bayern finanziert. Und somit ist klar wo die Reise hingeht: Statt zum Bayerischen Löwen zu werden, der als starke Lobby für die Interessen der Pflegenden streitet wird sie ein Schmusekätzchen auf dem Schoss der Bayerischen Staatsregierung bleiben. Dafür steh ich nicht zur Verfügung!
Wie komme ich zur Einschätzung der Schmusekatze? Da ist zum einen die freiwillige Mitgliedschaft. Ich habe die Hoffnung aufgegeben das sich beruflich Pflegende freiwillig zusammenschliessen und sich eine Lobby schaffen. Das werde ich nicht mehr erleben. Die Schlagkraft, einer Berufsständischen Vertretung, steht und fällt aber mit der Mitgliederzahl. Beim konstituierenden Kongress der Vereinigung, im April, hatte die Vereinigung irgendwas um die 500 Mitglieder.
Zum anderen ist da die Finanzierung. Durch die Finanzierung aus dem Haushalt der bayerischen Staatsregierung ist sie abhängig von dessen Wohlwollen und kommt es zum Konflikt (der tunlichst durch vorrauseilenden Gehorsam vermieden wird) wird sich der durchsetzen, der die Zeche zahlt. Wess Brot ich ess, des Lied ich sing. Die berufständische Vertretung, die mich vertritt, soll mein Lied singen! Also muss ich sie selbst bezahlen. Auch ich bin angenervt von den Kollegen die das nicht kapieren. Zu mal es sich um überschaubaren Beträge Handelt. Nach dem Skandal um die niedersächischen Beitragsbescheide (der bei Licht gesehen keiner war - man sollte meinen examinierte Pflegefachkräfte können ihre Post lesen) hab ich mir mal deren Gebührenordnung angesehen - eine Mitgliedschaft würde mich, bei meinem Gehalt, mlnatlich 10€ (in Worten zehn Euro) kosten.

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helmut
vor 12 Minuten schrieb rorro:

 

Deine Quelle. Also: rund €170.000, davon sind Steuern, komplette Krankenversicherung, komplette Rentenversicherung, womöglich Krankentagegeldversicherung etc. zu zahlen und natürlich noch die Steuern. Das entspricht ungefähr einem Angestelltenbruttogehalt von €120.000-130.000 (bei durchschnittlich >50h/Wo.). 

 

Das ist alles andere als wenig (und höher als meines), allerdings in den Industrien von Metall und Elektro, Pharma und Chemie auch kein unglaublich hohes Gehalt (in etwa Abteilungsleiter und aufwärts, bei 40h/Woche!!).

 

In der Gesundheitsindustrie ist das ein Oberarztgehalt.

im link https://www.diqm.de/article/181493 kannst du genauer lesen. 

 

die 227.000 € entsprechen dem Bruttogehalt eines Angestellten. davon gehen dann steuern und private versicherungen ab. das wären dann eine sehr gute gesundheitsvorsorge und altersvorsorge. wenn di 227.000 € mit einem anderen selbständigen freiberufler vergleichst, kommst du auf 227.000€/2400 Std/Jahr = 95 € stundensatz. dabei berücksichtige, dass ein selbständiger viele steuerabzugsmöglichkeiten hat.

 

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helmut
vor 1 Stunde schrieb rorro:

...

Die Ökonomisierung des Gesundheitswesens ließe sich nur noch durch massive Enteignungen der Konzerne rückgängig machen - viele Kommunen wollen das aber auch gar nicht, da ihnen sowohl Expertise wie Finanzen fehlen, um KH zu führen....

alle medizinischen leistungen unterliegen einer ökonomie. es kann die private oder die gesellschaftliche/sozialistische ökonomie sein. ich kenne beide.  die private und kassenärztliche versorgung in deutschland hat einen hohen standard.

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