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mn1217

Männer und Frauen und alles dazwischen

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Thofrock
vor 27 Minuten schrieb phyllis:

die wohl geschlechts-unabhängig sind. Danke!

Jetzt ist es aber so, dass ein Tariflohn eine Untergrenze für nichtselbstständige Arbeit darstellt. Gute Leute für anspruchsvollere Tätigkeiten bekommt man für Tariflohn in der Regel nicht. Und ein nicht unerhebliches Problem in der Wirtschaft stellt das Vorurteil dar, dass Frauen für leitende Tätigkeiten nicht in gleicher Weise geeignet sind. In Deutschland benutzt man das gern an der Anzahl von Frauen in den Vorständen der DAX-Unternehmen. Dort bildet sich das Vorurteil in besonders haarsträubender Weise ab. Aber es ist eben auch repräsentativ in vielen anderen Bereichen, wo die Maßstäbe der klassischen Arbeitsbewertung keine Rolle mehr spielen, wenn es um die Entlohnung von Frauen geht. Bzw, sie spielen schon eine Rolle, werden aber am Ende der Rechnung mitunter mit einem Abschlag von 20% versehen.

 

Leider geht dabei für eine Volkswirtschaft eine Menge Potenzial verloren.

 

 

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phyllis
7 minutes ago, Thofrock said:

Jetzt ist es aber so, dass ein Tariflohn eine Untergrenze für nichtselbstständige Arbeit darstellt. Gute Leute für anspruchsvollere Tätigkeiten bekommt man für Tariflohn in der Regel nicht. Und ein nicht unerhebliches Problem in der Wirtschaft stellt das Vorurteil dar, dass Frauen für leitende Tätigkeiten nicht in gleicher Weise geeignet sind. In Deutschland benutzt man das gern an der Anzahl von Frauen in den Vorständen der DAX-Unternehmen. Dort bildet sich das Vorurteil in besonders haarsträubender Weise ab. Aber es ist eben auch repräsentativ in vielen anderen Bereichen, wo die Maßstäbe der klassischen Arbeitsbewertung keine Rolle mehr spielen, wenn es um die Entlohnung von Frauen geht. Bzw, sie spielen schon eine Rolle, werden aber am Ende der Rechnung mitunter mit einem Abschlag von 20% versehen.

 

Leider geht dabei für eine Volkswirtschaft eine Menge Potenzial verloren.

 

 

Ich sehe das Problem schon aber bin von den Vorschlägen wie es gelöst werden sollte alles andere als begeistert. Wenn bei einem wirklich nicht-hinkenden Einkommensvergleich (also identische Berufe und gleiche Erfahrung und Arbeitszeit vergleichen) immer noch 6% Differenz rauskommen, ist das schlecht, aber es sind keine 20%. Die Zahlen sind dann etwa die gleichen die wir hier auch haben. Nicht angetastet werden dürfen mmn die freie Berufswahl der Frauen und die Entscheidung der Paare wie sie Kinder und Jobs unter einen Hut bringen. Das ist Privatsache, das geht den Staat nix an. Er sollte nach Möglichkeit durch Steuerrabatte die Erziehung von Kindern begünstigen und dafür sorgen dass teilzeit-arbeitende Frauen die parallel zum Job sich um die Kinder kümmern keine Rentenverluste hinnehmen müssen. Sowas wie Rentensplitting. Ist hier alles noch ziemlich unterentwickelt. Steuerrabatte gibts zwar pro Kind, dafür kein Kindergeld - es sollen nur die profitieren die auch Steuern bezahlen. Kann man hinterfragen, aber mw ist in DE Kindergeld auch nur ein Ausgleich für die Abzocke der Steuern. Problem ist dass bei der Individualbesteuerung hier ein Partner, aber nicht beide, die Kinderpauschale vom Einkommen absetzen können. Der Steuerberater rechnet dann aus welche Variante mehr Steuern spart und deklarierts entsprechend. Aber auf die Renten hats dann einen negativen Einfluss, und wer teilzeit arbeitet oder gar nicht ist sowieso diesbezüglich im Nachteil. Hier für einen fair Ausgleich sorgen - das kann der Staat. In Gehaltsverhandlungen und dgl. eingreifen weniger.

 

Und dass zb in einem Pharma-Konzern ein Genetiker bessere Chancen auf einen Führungsjob hat als eine Personalchefin, liegt auf der Hand resp. eben an der freien Berufswahl.

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Julius
vor 46 Minuten schrieb Thofrock:

Gute Leute für anspruchsvollere Tätigkeiten bekommt man für Tariflohn in der Regel nicht.


Die Rede war hier von in Krankenhäusern angestellten ÄrztInnen. Die werden in kommunalen Kliniken nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) oder bei freien Trägern in Anlehnung an diesen bezahlt (´"anspruchsvolleren Tätigkeiten" wird durch Einstufung in unterschiedliche Entgeltgruppen Rechnung getragen - und private Träger zahlen nicht besser, sondern schlechter).

 

Edited by Julius

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rince
vor 5 Stunden schrieb Thofrock:

Jetzt ist es aber so, dass ein Tariflohn eine Untergrenze für nichtselbstständige Arbeit darstellt. Gute Leute für anspruchsvollere Tätigkeiten bekommt man für Tariflohn in der Regel nicht. Und ein nicht unerhebliches Problem in der Wirtschaft stellt das Vorurteil dar, dass Frauen für leitende Tätigkeiten nicht in gleicher Weise geeignet sind. In Deutschland benutzt man das gern an der Anzahl von Frauen in den Vorständen der DAX-Unternehmen. Dort bildet sich das Vorurteil in besonders haarsträubender Weise ab. Aber es ist eben auch repräsentativ in vielen anderen Bereichen, wo die Maßstäbe der klassischen Arbeitsbewertung keine Rolle mehr spielen, wenn es um die Entlohnung von Frauen geht. Bzw, sie spielen schon eine Rolle, werden aber am Ende der Rechnung mitunter mit einem Abschlag von 20% versehen.

 

Leider geht dabei für eine Volkswirtschaft eine Menge Potenzial verloren.

 

 

Also in meiner Lebenswirklichkeit sehe ich sehr viele Frauen in leitenden Positionen. Der Mutterkonzern hat sogar aktuell eine Doppelspitze m/w (was nun die diversen Queeren zum Weinen bringen könnte). In meiner beruflichen Laufbahn hatte ich mehr weibliche als männliche Vorgesetzte. Vielleicht kann ich deshalb die Behauptung, Frauen hätten zu wenig Chancen im Vergleich zu Männern, nicht blind unterschreiben.

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Moriz
vor 2 Stunden schrieb rince:

Vielleicht kann ich deshalb die Behauptung, Frauen hätten zu wenig Chancen im Vergleich zu Männern, nicht blind unterschreiben.

Das entscheidende Wort habe ich gefettet und unterstrichen.

Quoten sind blind und schaffen damit neue Ungerechtigkeiten, ohne die alten wirklich zu beseitigen und dürfen daher nur das allerletzte Mittel sein.

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Thofrock
vor 8 Stunden schrieb rince:

Also in meiner Lebenswirklichkeit sehe ich sehr viele Frauen in leitenden Positionen. Der Mutterkonzern hat sogar aktuell eine Doppelspitze m/w (was nun die diversen Queeren zum Weinen bringen könnte). In meiner beruflichen Laufbahn hatte ich mehr weibliche als männliche Vorgesetzte. Vielleicht kann ich deshalb die Behauptung, Frauen hätten zu wenig Chancen im Vergleich zu Männern, nicht blind unterschreiben.

Blind unterschreiben ist ja auch nicht nötig, zumal es branchenspezifisch sicher erhebliche Unterschiede gibt. Sich als Frau z.b. in einer Bank hoch zu arbeiten, ist sicher ungleich schwieriger, als in einem Startup für Logistiklösungen.

 

Ausgerechnet die Schuhbranche ist da auch noch ziemlich konservativ ausgerichtet. Die zuverlässigsten Umsätze werden mit Frauen und Kindern erzielt,  aber die Durchlässigkeit in die Leitungsposition ist für Frauen seltsam verstopft. Das ändert sich, aber nur sehr langsam.

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Werner001
16 minutes ago, Thofrock said:

Ausgerechnet die Schuhbranche

Hat die denn in D noch eine große Bedeutung?

 

Werner

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ThomasB.
vor 27 Minuten schrieb Werner001:

Hat die denn in D noch eine große Bedeutung? 

 

Werner

Natürlich – im Handel bestimmt.

 

Und wie grenzenlos sexistisch da aufgetreten wird, kann man hier leicht sehen

 

Sich Geschwister Goetz zu nennen, ist den Gebrüdern eben ncht eingefallen. Ich werde einen Boykottaufruf starten!

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Werner001
2 minutes ago, ThomasB. said:

Natürlich – im Handel bestimmt.

stimmt, auch wieder wahr

 

Werner

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Thofrock
vor einer Stunde schrieb Werner001:

Hat die denn in D noch eine große Bedeutung?

 

Werner

Nicht in der Produktion. Aber Produktlinien und Vertrieb werden nach wie vor in den deutschen Stammsitzen gesteuert. 

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Werner001
6 minutes ago, rince said:

Gender-Pay-Gap bei den Löhnen in den Vorständen:

 

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/frauen-dax-vorstand-101.html

 

Empööööörend!

„Da Kandidatinnen knapp seien, erhöhe sich ihr Marktwert und damit auch ihr Salär“. Komisch, ich dachte, da stehen massenhaft Frauen Schlange, die in den Vorstand wollen, und werden von den bösen sexistischen Männern nur nicht reingelassen? Jetzt sieht es so aus, als müssten die Unternehmen die Frauen auch noch zusätzlich bezahlen, damit sie zumindest die Quote erfüllen können?

Wollen die ganzen Karrierefrauen alle nur Politikerinnen werden?

 

Werner

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Aristippos
vor 44 Minuten schrieb Werner001:

„Da Kandidatinnen knapp seien, erhöhe sich ihr Marktwert und damit auch ihr Salär“. Komisch, ich dachte, da stehen massenhaft Frauen Schlange, die in den Vorstand wollen, und werden von den bösen sexistischen Männern nur nicht reingelassen? Jetzt sieht es so aus, als müssten die Unternehmen die Frauen auch noch zusätzlich bezahlen, damit sie zumindest die Quote erfüllen können?

Wollen die ganzen Karrierefrauen alle nur Politikerinnen werden?

 

Werner

Frühstücksdirektorinnen werden in Zukunft zur knappen Ressource werden.

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ThomasB.
vor 9 Minuten schrieb Aristippos:

Frühstücksdirektorinnen

Ist das die Frau, die am Hotelbuffet die Eier brät? So was ähnliches wie der Pool Manager?

Edited by ThomasB.

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