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Flo77

Erlösungsreligion vs. Versöhnungsreligion

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ThomasB.
vor 6 Minuten schrieb Marcellinus:

 

OK, dann bleibt nur: Wahrheit ist nicht.

Das ist nicht wahr 😁

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Die Angelika
vor 1 Stunde schrieb Marcellinus:

 

Unfähig, liebe Angelika! ;) Und noch einmal, gemeint ist das Christentum.

 

Eine Grundlage des Zusammenlebens in der Antike wie im Mittelalter war das Beschwören von Verträgen. Jeder schwor bei seinem Gott, die getrofffenen Vereinbarungen einzuhalten. Das geht nur, wenn man den Gott des anderen als einen solchen akzeptiert. In der Antike gab es dafür „Übersetzungstabellen“, die die einander entsprechenden Götter auflisteten. Mit der Herrschaft des Christentums endete das. Christen schworen nicht bei heidnischen Göttern, und hielten die Götter der Heiden für Teufel und Dämonen. Ohne das Einhalten von Verträgen war aber nach damaliger Auffassung kein friedliches Nebeneinander möglich. 

 

Ein Nichtchrist wird umgekehrt auch nicht beim christlichen Gott schwören.

Da hätte es ja möglich sein können, andere Formen zu finden, die ein Vertrag haltbar machen, oder aber schlichtweg jeder bei VErtragsabschluss auf seinen Gott zu schwören. Das aber hätte Toleranzfähigkeit vorausgesetzt. Toleranzfähigkeit wird mMn umso geringer, je beseelter man davon ist, dass das Heil davon abhängig sei, dass alle Welt meine Weltanschauung teilt.

Daher denke ich, dass Unfähigkeit zur Koexistenz mit anderen Vorstellungen weniger damit zu tun hat, ob eine Religion eine Offenbarungsreligion ist, sondern mehr damit, ob es eine Religion ist, die missionarischen Charakter hat.

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Die Angelika
vor 1 Stunde schrieb ThomasB.:
vor 1 Stunde schrieb Marcellinus:

So bleibt nur die subjektive Gewissheit, im Besitz der alleinigen Wahrheit und die „wahre Kirche“ zu sein 

Schon diese Verbindung ist unzulässig. Wahrheit kann man nicht „besitzen”. Wahrheit ist, oder sie ist nicht

 

 


ACh Gott, schon wieder diese Leier!

Unabhängig davon, ob Wahrheit ist oder nicht ist, gibt es (leider) unter Christens jede Menge an Leuten, die sich tatsächlich im Besitz der alleinigen Wahrheit wähnen (das Verb ist bewusst gewählt)

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ThomasB.
vor 2 Minuten schrieb Die Angelika:

 


ACh Gott, schon wieder diese Leier!

Unabhängig davon, ob Wahrheit ist oder nicht ist, gibt es (leider) unter Christens jede Menge an Leuten, die sich tatsächlich im Besitz der alleinigen Wahrheit wähnen (das Verb ist bewusst gewählt)

Stimmt. Unter Nichtchristen ebenfalls. 

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Mistah Kurtz
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

 

Nein, Gott hat sich erstmal keinem Volk, sondern einem einzelnen Individuum, nämlich dem Abraham offenbart, dem er verheißen hat, es zu einem großen Volk zu machen. 🙂

 

 

Könnte man glauben. Nur hat sich Jahwe nicht nur Abraham offenbart, sondern der Bibel nach in der einen oder anderen Form auch vielen anderen Menschen, nach dem 2. Buch Mose (Buch Exodus), Kapitel 13, sogar dem ganzen Volk: 

Zitat

Der Herr zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensäule, um ihnen den Weg zu zeigen, bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten. So konnten sie Tag und Nacht unterwegs sein. Die Wolkensäule wich bei Tag nicht von der Spitze des Volkes und die Feuersäule nicht bei Nacht.

 

Ebenso beanspruchten die Propheten, dass Gott sich ihnen geoffenbart und ihnen Botschaften für das ganze Volk Israel mitgab. Und schließlich: sollten die Juden nicht selber am besten wissen, ob sie einer Offenbarungsreligion anhängen oder nicht? Und wie es so ist: sie beanspruchen, dass Gott sich ihnen, den Juden, offenbarte, dass sie das von ihm auserwählte Volk seien. Der Tanach ist nach Ansicht der Juden ein Dokument der Selbstoffenbarung Gottes über den Lauf der Geschichte des Volkes Israel.

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Die Angelika
vor 20 Minuten schrieb Mistah Kurtz:
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

 

Nein, Gott hat sich erstmal keinem Volk, sondern einem einzelnen Individuum, nämlich dem Abraham offenbart, dem er verheißen hat, es zu einem großen Volk zu machen. 🙂

 

 

Könnte man glauben. Nur hat sich Jahwe nicht nur Abraham offenbart, sondern der Bibel nach in der einen oder anderen Form auch vielen anderen Menschen, nach dem 2. Buch Mose (Buch Exodus), Kapitel 13, sogar dem ganzen Volk: [...]

 

Fettung von mir

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Flo77

Bin ich hier im Kindergarten? Abraham und Moses als historische Personen und der ewige Kleinkrieg um den Vormachtsanspruch des Christentums?

 

Ernsthaft?

 

Thanks for nothing, Thread to be closed.

Edited by Flo77

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helmut
vor 4 Stunden schrieb ThomasB.:

Religionen tun gar nichts. Religionen bestehen aus den Menschen, die ihnen anhängen.

sie bilden strukturen mit macht und einfluß bis zur gewalt. sie sind mehr als die summe der gläubigen. es ist eine neue qualität.

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ThomasB.
vor 20 Minuten schrieb Flo77:

Bin ich hier im Kindergarten?

Das weiß ich nicht. Aber ich verweise auf meine Signatur.

vor 21 Minuten schrieb Flo77:

Abraham und Moses als historische Personen

Ich weiß nicht, wer hier von Abraham und Mose als historische Figuren gesprochen hat. Ich jedenfalls nicht. Für die Frage, um die es ging, ist die Historizität dieser Personen auch völlig unerheblich.

 

vor 23 Minuten schrieb Flo77:

der ewige Kleinkrieg um den Vormachtsanspruch des Christentums

Dieser ist 1. nicht ewig, sondern historisch und 2. kein Kleinkrieg (leider).

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helmut
vor 5 Stunden schrieb Flo77:

Interessant finde ich, daß das Christentum im Ursprung als echte Erlösungsreligion gedacht wurde und erst durch äußere Einflüsse (Ausbleiben der Parusie, Erhebung zur Stsatsreligion) überhaupt erst Funktionen der Versöhnungsreligionen übernommen hat. Und obwohl das Christentum auf die Katholizität hin ausgerichtet ist, hat es den abendländischen Kulturraum trotz der fränkisch-germanischer bzw. romanischer geprägten regionalen Unterschiede allen inneren Konflikten zum Trotz zusammengehalten.

 

Edit: Der Verlust der Funktion als Versöhnungsreligion hat nach meinem Eindruck zwei Effekte mit sich gebracht. Zum einen richtete sich der Fokus immer mehr auf das Individuum. Der Glaubensvollzug wurde immer weiter privatisiert, das gemeinsame Ritual zur Nebensache.

Zum anderen setzte meiner Meinung ein Prozess der Anbiederei an Staat und Bevölkerungsmeinung ein. Ein Umstand der vielleicht mehr als gedacht auch zur Auflösung der abendländischen Einheit beigetragen hat.

noch ein bißchn klassenstandpunkt und heißt marx. religion als teil des staates, zwecks direkter stabilisierung, überbau genannt. religion zur stillhaltung des volkes.

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Flo77
vor 3 Stunden schrieb ThomasB.:

Das ist biblisch richtig. Wobei man ergänzen kann, dass Mose dann derjenige war, über den sich Gott seinem Volk offenbart hat.

vor 33 Minuten schrieb ThomasB.:

Ich weiß nicht, wer hier von Abraham und Mose als historische Figuren gesprochen hat. Ich jedenfalls nicht. Für die Frage, um die es ging, ist die Historizität dieser Personen auch völlig unerheblich.

 

Aber wer wird schon so genau lesen. Hauptsache Herr B. konnte mal wieder einen Thread zerschiessen.

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ThomasB.
vor 19 Minuten schrieb Flo77:

 

Aber wer wird schon so genau lesen. Hauptsache Herr B. konnte mal wieder einen Thread zerschiessen. 

Da steht immer noch nichts von historischen Figuren, sondern davon, was in der Bibel erzählt wird. Wenn Du daraus Aussagen über historische Figuren ableitest, ist das Dein Problem und erklärt Deine Aussage über den Kindergarten.

 

Über den Rest sage ich besser nichts. Wenn es in Deiner Absicht lag, Dein völkisches Blut-und-Boden Credo religiös zu legitimieren und dazu dazu auch noch Jesus Christus zu missbrauchen, dann habe ich in der Tat gerne zerschossen. Allerdings nicht mit Absicht. „Das ist von ungefähr gelungen”.

Edited by ThomasB.
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phyllis
6 hours ago, Flo77 said:

Marcellinus hat postuliert, daß Offenbarungsreligionen zu dieser Koexistenz UNfähig wären.

 

Bezogen auf Islam und Christentum legt die Geschichte das auch nahe. Beide Religionen neigen zur Verdrängung aller Primär- oder schwächeren Sekundärreligionen.

 

Anders verhält es sich beim Mormonentum oder auch beim Buddhismus (wobei ich bei letzterem nicht sicher bin, ob er nicht doch eine Primärreligion ist), wobei das vielleicht an der Schwäche der eigenen gegenüber einer dominanten vorhandenen Religion liegen könnte.

Wenn wir zwischen Primär- oder Stammes-Religionen versus Sekundär- oder Erlösungs-Religionen unterscheiden, was mmn sehr sinnvoll ist, dann ist der Buddhismus eindeutig letzteres. Offenbarungen können in beiden Religionstypen stattfinden. Zwingend sind sie mmn aber nur bei Erlösungsreligionen. Daher brauchts auch konkrete Offenbarer, deren Historizität dann auch ziemlich stur und wider  jegliche Faktenlage behauptet wird, also Jesus, Buddha, Mohammed. Bei Primär-Religionen reichen Mythen völlig aus.

 

Globale oder Erlösungsreligionen bieten dem Individuum eine Art Wellness-Paket an. Aber zuerst muss dafür etwas geleistet werden. Die Belohnung erfolgt dann im jenseits. Wäre es nicht religiös würde man es als üble Rattenfängerei bezeichnen. Zumal die dazu benötigten Offenbarungen überhaupt nicht abrufbar sind. Ein Prophet oder Sektenführer war halt der Privilegierte. Das gilt es zu glauben. Fertisch.

 

In Thailand oder Japan gelang es den Machthabern den Buddhismus zu einer Art Stammesreligion umzufunktionieren. Das ging aber auch nur weil diese Länder ziemlich „monokulti“ waren. In Thailand war die Idee dahinter dass die Leute friedfertiger würden durch den Buddhismus. Das sind sie von Natur aus eher selten, ihr kennt mich ja. 😀 Was aber eben auch heisst dass nicht alle Sekundär-Religionen aggressiv sein müssen um sich durchzusetzen. Es genügt ein halbwegs nachvollziehbaers Modell aus dem eine brauchbare Ethik abgeleitet werden kann. Beim Buddhismus seh ich das gegeben, beim Islam auch, aber unwürdig jeder Zivilisation, darum wurde er auch fast ausschliesslich durch Gewalt verbreitet. Beim Christentum seh ich es nicht.

 

Primär-Religionen dienen dem Zusammenhalt des Stammes, autorisieren die Gesetze, die Hierarchien und die Ordnung die zu befolgen sind.  Sowas wie Mission ist ihnen grundsätzlich fremd. Die Belohnung ist im diesseits, gehts dem Stamm gut dann auch dem einzelnen Mitglied, wenigstens solange es nicht durch Machtmissbrauch aus dem Ruder läuft. Die Legende von Saul und David ist hiezu interessant, mmn geht es um gar nix anderes als das.

 

So als Aussenstehende würd ich das Judentum auch als Primär-Religion ansehen. Auch den Hinduismus. Irgendwie scheint mir du willst das Christentum zu einer Primär-Religion umdrehen weil es dir dann besser zusagt. Was ich sehr gut verstehen kann aber wenn ich dir dadurch was unterstelle entschuldige ich mich wäre aber für eine Erklärung dankbar.

Edited by phyllis
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Mistah Kurtz
vor 4 Stunden schrieb Flo77:

Bin ich hier im Kindergarten? Abraham und Moses als historische Personen?

Ernsthaft?

 

Thanks for nothing, Thread to be closed.

 

Nur geht es, gerade was das Judentum anbelangt, nicht darum, ob Abraham und Moses historische Personen im Sinne der Geschichtsschreibung waren oder nicht; im Sinne des jüdischen Glaubens waren und sind sie den Juden so real wie beispielsweise Du es mir bist, ja, viel realer und wirkmächtiger noch. Du bist dagegen vergleichsweise ein blasser Schatten, sie aber sind den gläubigen Juden eine feststehende Realität. Und darauf kommt es an, und nicht darauf, ob der Tanach ein akkurates Geschichtsbuch ist (das ist er selbstredend nicht). Der Tanach ist ein Buch der Geschichten über die Offenbarung Jahwes, die er dem jüdischen Volk als das von ihm auserwählte Volk zuteil werden ließ, für religiöse Juden, selbst solche, die sehr wohl wissen, dass es weder Moses noch Abraham in der Form, wie sie im Tanach bzw. dem AT auftreten, jemals gab, eine via dem Glauben eigene Wirklichkeit. Sie sind, um es im Sinne von K.R. Popper zu sagen, eine Wirklichkeit der Welt 3, Produkte des menschlichen Denkens,  die, nachdem sie einmal gedacht wurden, und nachdem man ihnen eine bestimmte Rolle im Judentum einräumte, eine eigene Existenz besitzen, die auf ihre Art nicht weniger wirklich ist wie es die Dinge der materiellen Welt sind. 

Edited by Mistah Kurtz
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Flo77

1. Für die Frage, ob es sich beim Judentum um Primär- oder Sekundärreligion handelt ist der lehrimmanente Selbstbetrug völlig irrelevant.

 

2. Wenn Du unbedingt stänkern willst schreib im Nichtkirchethread.

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helmut
vor 6 Stunden schrieb phyllis:

Wenn wir zwischen Primär- oder Stammes-Religionen versus Sekundär- oder Erlösungs-Religionen unterscheiden, was mmn sehr sinnvoll ist, dann ist der Buddhismus eindeutig letzteres. Offenbarungen können in beiden Religionstypen stattfinden. Zwingend sind sie mmn aber nur bei Erlösungsreligionen. Daher brauchts auch konkrete Offenbarer, deren Historizität dann auch ziemlich stur und wider  jegliche Faktenlage behauptet wird, also Jesus, Buddha, Mohammed. Bei Primär-Religionen reichen Mythen völlig aus.

 

Globale oder Erlösungsreligionen bieten dem Individuum eine Art Wellness-Paket an. Aber zuerst muss dafür etwas geleistet werden. Die Belohnung erfolgt dann im jenseits. Wäre es nicht religiös würde man es als üble Rattenfängerei bezeichnen. Zumal die dazu benötigten Offenbarungen überhaupt nicht abrufbar sind. Ein Prophet oder Sektenführer war halt der Privilegierte. Das gilt es zu glauben. Fertisch.

 

In Thailand oder Japan gelang es den Machthabern den Buddhismus zu einer Art Stammesreligion umzufunktionieren. Das ging aber auch nur weil diese Länder ziemlich „monokulti“ waren. In Thailand war die Idee dahinter dass die Leute friedfertiger würden durch den Buddhismus. Das sind sie von Natur aus eher selten, ihr kennt mich ja. 😀 Was aber eben auch heisst dass nicht alle Sekundär-Religionen aggressiv sein müssen um sich durchzusetzen. Es genügt ein halbwegs nachvollziehbaers Modell aus dem eine brauchbare Ethik abgeleitet werden kann. Beim Buddhismus seh ich das gegeben, beim Islam auch, aber unwürdig jeder Zivilisation, darum wurde er auch fast ausschliesslich durch Gewalt verbreitet. Beim Christentum seh ich es nicht.

 

Primär-Religionen dienen dem Zusammenhalt des Stammes, autorisieren die Gesetze, die Hierarchien und die Ordnung die zu befolgen sind.  Sowas wie Mission ist ihnen grundsätzlich fremd. Die Belohnung ist im diesseits, gehts dem Stamm gut dann auch dem einzelnen Mitglied, wenigstens solange es nicht durch Machtmissbrauch aus dem Ruder läuft. Die Legende von Saul und David ist hiezu interessant, mmn geht es um gar nix anderes als das.

 

So als Aussenstehende würd ich das Judentum auch als Primär-Religion ansehen. Auch den Hinduismus. Irgendwie scheint mir du willst das Christentum zu einer Primär-Religion umdrehen weil es dir dann besser zusagt. Was ich sehr gut verstehen kann aber wenn ich dir dadurch was unterstelle entschuldige ich mich wäre aber für eine Erklärung dankbar.

in gute marxistische religionsanalyse.

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Mistah Kurtz
vor 1 Stunde schrieb Flo77:

1. Für die Frage, ob es sich beim Judentum um Primär- oder Sekundärreligion handelt ist der lehrimmanente Selbstbetrug völlig irrelevant.

 

2. Wenn Du unbedingt stänkern willst schreib im Nichtkirchethread.

Ähm ... wo oder womit soll ich denn gestänkert haben? Mit dem Hinweis, dass für die Juden ihr Glaube eine Geschichte der Selbstoffenbarung Gottes ist, ihre Religion also nichts anderes sein kann als ein Offenbarung? Ich weiss jetzt wirklich nicht warum das für Dich Stänkern ist.

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helmut
vor 2 Minuten schrieb Mistah Kurtz:

Ähm ... wo oder womit soll ich denn gestänkert haben? Mit dem Hinweis, dass für die Juden ihr Glaube eine Geschichte der Selbstoffenbarung Gottes ist, ihre Religion also nichts anderes sein kann als ein Offenbarung? Ich weiss jetzt wirklich nicht warum das für Dich Stänkern ist.

du könntest uns sagen was er von sich offenbart hat. sonst bleibt es ein wortspiel.

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Mistah Kurtz
vor 2 Stunden schrieb helmut:

du könntest uns sagen was er von sich offenbart hat. sonst bleibt es ein wortspiel.

Ich würde da besser die Lektüre des AT empfehlen, beispielsweise Exodus 3 oder 1 König 19.

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Merkur
vor 17 Stunden schrieb phyllis:

So als Aussenstehende würd ich das Judentum auch als Primär-Religion ansehen. Auch den Hinduismus. Irgendwie scheint mir du willst das Christentum zu einer Primär-Religion umdrehen weil es dir dann besser zusagt. Was ich sehr gut verstehen kann aber wenn ich dir dadurch was unterstelle entschuldige ich mich wäre aber für eine Erklärung dankbar.

Für jemanden, der das Christentum in seiner Funktion als Primärreligion kennengelernt hat, ist es kaum möglich, es in eine Sekundärreligion umzudeuten. Das ist vermutlich der Großteil der nicht zum Klerus gehörenden Christen. Für die anderen, inbesondere religiöse Eiferer und Außenstehende, ist das Christentum nach dieser Terminologie eine Sekundärreligion. Deren Interpretation des Christentums ist völlig anders. Der Unterschied zwischen klassischer Volksfrömmigkeit und den christlichen Lehrämtern bzw. der Theologie ist erheblich. Im Grunde sind sie inkompatibel.

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Die Angelika

@Flo77:

Meinen Hinweis auf Abraham als biblische Einzelperson, der individuell verheißen wurde, dass sie zu einem großen Volk gemacht werde, möchte ich nicht so verstanden wissen, dass Abraham als historische Person zu sehen wäre.

Allerdings möchte ich den Hinweis so verstanden wissen, dass ich deine Ausblendung des Individuellen für unbiblisch halte.

Denn in der Bibel finden sich unzählige Geschichten über individuelle Glaubenserfahrungen.

Zugleich wird das Gemeinschaftliche betont, aber eben nicht in der Weise wie du es anscheinend betont haben möchtest.

 

 

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Flo77
vor 2 Minuten schrieb Die Angelika:

@Flo77:

Meinen Hinweis auf Abraham als biblische Einzelperson, der individuell verheißen wurde, dass sie zu einem großen Volk gemacht werde, möchte ich nicht so verstanden wissen, dass Abraham als historische Person zu sehen wäre.

Allerdings möchte ich den Hinweis so verstanden wissen, dass ich deine Ausblendung des Individuellen für unbiblisch halte.

Denn in der Bibel finden sich unzählige Geschichten über individuelle Glaubenserfahrungen.

Zugleich wird das Gemeinschaftliche betont, aber eben nicht in der Weise wie du es anscheinend betont haben möchtest.

Was ich möchte spielt überhaupt keine Rolle. Es ist nur ziemlich seltsam, welche Reflexe hier beim Thema Judentum zu Tage treten. In der Religionswissenschaft wird diese Religion nunmal als Primärreligion eingestuft, weil die objektiven Kriterien dafür vorliegen. Ich begreife nicht, warum das anscheinend als fürchterlich ehrenrührig begriffen wird.

 

Natürlich beschreiben die jahrtausendealten Mythen der Bibel Glaubenserfahrungen - ich halte allerdings im Bezug auf das AT den Begriff "individuell" für - nun ja - sportlich.

 

Und daß der Schutz und Erhalt der Gemeinschaft beim Judentum nicht im Vordergrund stünde, ist meiner Meinung nach ein Akt der Verleugnung, aber wenn ich die Nerven finde, lese ich da auch gerne nochmal bei Paul Spiegel nach.

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ThomasB.
vor 7 Minuten schrieb Flo77:

Ich begreife nicht, warum das anscheinend als fürchterlich ehrenrührig begriffen wird.

Hier geht es nicht um ehrenrührig, hier geht es um die Wurzel des christlichen Bekenntnisses. Der Gott, der sich Abraham, Jacob und Mose offenbart und auf diese Weise in die Geschichte eintritt, ist der, den Jesus Christus Vater nennt. Jesus Christus ist die Vollendung der Offenbarung, die mit der Erwählung Abrahams begann.

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Flo77
vor 7 Minuten schrieb ThomasB.:

Hier geht es nicht um ehrenrührig, hier geht es um die Wurzel des christlichen Bekenntnisses. Der Gott, der sich Abraham, Jacob und Mose offenbart und auf diese Weise in die Geschichte eintritt, ist der, den Jesus Christus Vater nennt. Jesus Christus ist die Vollendung der Offenbarung, die mit der Erwählung Abrahams begann.

Ja, ja Thomas, ist schon gut. *kopfschüttelndab*

Edited by Flo77

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Lothar1962
Am ‎08‎.‎11‎.‎2020 um 22:33 schrieb Flo77:

Bin ich hier im Kindergarten? Abraham und Moses als historische Personen und der ewige Kleinkrieg um den Vormachtsanspruch des Christentums?

Ernsthaft?

 

So etwas passiert, wenn die Anfrage bzw. die Threaderöffnung nicht genau genug ist. Dann mäandert der Thread irgendwo herum und berührt auch die weithin bekannten "Interessen" der Poster.

 

Am ‎08‎.‎11‎.‎2020 um 22:33 schrieb Flo77:

Thanks for Nothing,

 

Was hast Du denn von uns erwartet bzw. erwartest Du noch? Eine Zustimmung zu Deiner These, dass - grob gesagt - mit der Individualisierung der Erlösung die Gesellschaft schlechter wird? Das ist eine Auffassung, die ich übrigens auch nicht teile, denn ich sehe die ganzen Spaltungen - angefangen bereits nach dem 2. bzw. 3. Ökumenischen Konzil (aus welchen Gründen auch immer, selbst wenn es politische Gründe waren wie die beabsichtigte Schwächung des Patriarchates Alexandria bzw. später von Konstantinopel) - als Vorläufer heutiger Entwicklungen.

 

Immer mussten Übereinkünfte getroffen werden, um zu verhindern, dass es laut und vernehmlich scheppert. Die Abspaltungen der Altorientalen und Orthodoxen waren nicht sonderlich problematisch, weil die "Zuständigkeitsbereiche" regional so getrennt waren und üblicherweise über die Grenzen hinweg nicht "missioniert" wurde. Wobei es die RKK nicht lassen konnte, mit ihren unierten Kirchen in fremden Gefilden zu wildern, immer dann, wenn dort die Gesellschaften geschwächt waren. Nach dem von Dir angesprochenen 30-jährigen Krieg war es richtig problematisch, man musste mit dem westfälischen Frieden letztlich jedem Kleinstaatenfürsten das Recht geben, die Religion festzulegen. Sonst hätte es weiter gescheppert.

 

Die hier geschlossenen Übereinkünfte sind aber aus meiner Sicht keine kirchlichen Vereinbarungen - darin kommt keine Theologie vor, darin kommt auch nicht "wahr" oder "unwahr" vor. Es sind ganz weltliche Übereinkünfte, die sich entweder an der Bevölkerungsgruppe (Orthodoxie) bzw. an der Herrschaft des Landes orientierten. An der Geschichte der schlesischen Kriege kann man den ganzen Wahnsinn ganz gut erkennen - da wechselte mehrmals die Religion (Google mal nach dem Schaffgotsch-Clan aus Oberschlesien, da geht katholisch und evangelisch völlig durcheinander).

 

Die bindende Kraft des Glaubens - egal, ob christlich oder nicht - muss dann eben durch andere Dinge ersetzt werden. Es war ja auch möglich, dass unterschiedlich konfessionelle Teilstaaten dann schließlich einen deutschen Bundesstaat bilden konnten, wobei dieser Prozess ja bereits in den 1830ern mit dem deutschen Zollverein anging.

 

Klar kann das schiefgehen, natürlich kann eine Gesellschaft auf dem Weg, Gemeinsamkeiten zu verhandeln, fürchterlich scheitern. Das haben alle Gesellschaften auf der ganzen Welt hinter sich. Nur hat das Christentum das auch nicht unbedingt verhindert, früher war es auch nicht besser. Ganz persönlich nehme ich momentan keine so gravierende Veränderung wahr (auf meine bisherige Lebenserfahrung bezogen), dass ich daran gleich ein Scheitern der Gesellschaft  festmachen würde. Sicherlich ist momentan eine problematische Situation, die zu lösenden Probleme sind vielseitig, teilweise ziemlich neu, teilweise bereits in der Industrialisierung gelegt.

 

 

Am ‎08‎.‎11‎.‎2020 um 22:33 schrieb Flo77:

Thread to be closed.

 

Der Thread gehört Dir nicht.

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