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Gerhard Ingold

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Gerhard Ingold
vor 2 Minuten schrieb helmut:

ich bin getaufter götzendiener?

 

Ich mag solche Kommentierende, die einen Satz aus dem Zusammenhang reißen, und dann erzählen, man solle den Kontext beachten.

 

Wer keine Liebe zu den Werken eines Gottes hat, dessen Glauben verkommt zum Götzendienst.

 

Und das Verb kommt bei einem Fragesatz vor das Ich.

Hier der Kontext:

 

"Wer ist Jude, Christ und Muslim?

 

Nach den Lehren dieser drei genannten Religionen sind Gesetze einhalten (Judentum) Dogmen-Glauben (Christentum) und Regelerfüllung (Islam) Voraussetzung sich Jude, Christ oder Muslim nennen zu dürfen.

 

Ps. 139 lehrt in seiner Zusammenfassung ein Gottesbild, das mit einem Gott, der ca. 70 Trilliarden Sterne erschafft haben soll, kompatibler sein könnte:

"Du kennst all meine Gedanken von Ferne... Du siehst mein Herz und weißt, wie ich es meine."

 

Ich bezweifle heute, dass ein möglicher Gott die jüdischen Gesetze, die christlichen Dogmen oder die islamischen Regeln nötig hat. 

 

Wer erfasst, wie viele Sterne 70 Trilliarden sind, kann aus meiner Sicht kaum mehr glauben, dass sich Gott in so menschlichen Worten der Bibel und/oder des Korans offenbart haben soll. Für mich sind die Offenbarungsbehauptungen eher eine Verunehrung Gottes.

 

Ganz sicher sind Menschen keine Juden, Christen, Muslime oder sonst Gottgläubige, die die Werke Gottes - die Natur, die Tiere und Mitmenschen - mit Füssen treten, ausbeuten, ausnützen usw. Wer die Natur, die Tiere und Mitmenschen ausbeutet, hasst mit seinen Taten einen möglichen Gott. Da verkommt Taufe, Beschneidung usw. zum Götzendienst."

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vor 4 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

...

Nach den Lehren dieser drei genannten Religionen sind Gesetze einhalten (Judentum) Dogmen-Glauben (Christentum) und Regelerfüllung (Islam) Voraussetzung sich Jude, Christ oder Muslim nennen zu dürfen.

.....

ich darf mich nennen nach meinem gutdünken. ich nenne mich katholischer christ.

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Gerhard Ingold
vor einer Stunde schrieb helmut:

ich darf mich nennen nach meinem gutdünken. ich nenne mich katholischer christ.

 

Du darfst Dich nach Deinem Gutdünken auch Frau nennen. 

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vor 7 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

Ganz sicher sind Menschen keine Juden, Christen, Muslime oder sonst Gottgläubige, die die Werke Gottes - die Natur, die Tiere und Mitmenschen - mit Füssen treten, ausbeuten, ausnützen usw. Wer die Natur, die Tiere und Mitmenschen ausbeutet, hasst mit seinen Taten einen möglichen Gott. Da verkommt Taufe, Beschneidung usw. zum Götzendienst."

Wenn man unbarmherzig genug ist, kann man solche Urteile sprechen. Ich hingegen weiß, dass ich auch da von Gott geliebt bin, wo ich versage. Dass ich durch Jesus Christus gerettet bin. Nicht weil ich gut bin, sondern weil Gott gut ist.

Edited by ThomasB.
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Gerhard Ingold
vor 21 Minuten schrieb ThomasB.:

Wenn man unbarmherzig genug ist, kann man solche Urteile sprechen. Ich hingegen weiß, dass ich auch da von Gott geliebt bin, wo ich versage. Dass ich durch Jesus Christus gerettet bin. Nicht weil ich gut bin, sondern weil Gott gut ist.

 

Dass wir auch als Nachfolger der Grundgedanken Jesus versagen, habe ich nirgends ausgeschlossen. 

 

Ich verwehre mich aber gegen Luthers Lehre "allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein die Schrift". Wer meint, Unrecht tun zu dürfen, weil Jesus ja für die Sünden gestorben sei, macht Gott zum Sündendiener: 

"Sollten wir aber, die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden, so wäre Christus ja ein Sündendiener. Das sei ferne!" (Gal.2,17).

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vor 14 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Wer meint, Unrecht tun zu dürfen, weil Jesus ja für die Sünden gestorben sei, macht Gott zum Sündendiener

"Sollten wir aber, die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden, so wäre Christus ja ein Sündendiener. Das sei ferne!" (Gal.2,17).

Einfach weiterlesen. Der Galaterbrief ist grandios, besonders 5,1. Der hat mein Leben geprägt.

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Am 6.2.2021 um 20:16 schrieb ThomasB.:

Einfach weiterlesen. Der Galaterbrief ist grandios, besonders 5,1. Der hat mein Leben geprägt.

ich halte es lieber mit

 

gal 2.19 "Ich aber bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe...."

 

 

 

 

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Am 6.2.2021 um 19:59 schrieb Gerhard Ingold:

 

......

 

Ich verwehre mich aber gegen Luthers Lehre "allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein die Schrift". Wer meint, Unrecht tun zu dürfen, weil Jesus ja für die Sünden gestorben sei, macht Gott zum Sündendiener: 

.....

hast du das in deinem theologiestudium gelernt?

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Gerhard Ingold
vor 1 Stunde schrieb helmut:

hast du das in deinem theologiestudium gelernt?

 

"Sollten wir aber, die da suchen, durch Christum gerecht zu werden, auch selbst als Sünder erfunden werden, so wäre Christus ja ein Sündendiener. Das sei ferne!" (Gal.2,17).

 

Meinst Du, Jesus hätte seine Forderungen der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Versöhnlichkeit, des Schwächstenschutzes, der Armutsüberwindung, des Gewaltverzichts und der Feindesliebe gelehrt und gelebt, damit wir dann hingehen und das Gegenteil leben?

 

"Geht hin, macht Nachfolger" (Mt. 28) zielt nicht auf Dogmen-Glauben-Nachfolge.  Von dieser äußerlichen Frömmigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten hatte Jesus die Nase gestrichen voll.

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vor 7 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

 

.....

Meinst Du, Jesus hätte seine Forderungen der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Versöhnlichkeit, des Schwächstenschutzes, der Armutsüberwindung, des Gewaltverzichts und der Feindesliebe gelehrt und gelebt, damit wir dann hingehen und das Gegenteil leben?

....

er hat es gelebt. du pasterst.

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Gerhard Ingold
vor 8 Stunden schrieb helmut:

er hat es gelebt. du pasterst.

 

Du benützt ein Wort, das Google nicht kennt. Ab es wird vermutlich wieder einer Deinen üblichen nichtssagenden Aussagen oder Abwertungen enthalten.

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Am 9.2.2021 um 18:01 schrieb Gerhard Ingold:

 

Du benützt ein Wort, das Google nicht kennt. Ab es wird vermutlich wieder einer Deinen üblichen nichtssagenden Aussagen oder Abwertungen enthalten.

auch du mein sohn brutus.

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Am 9.2.2021 um 18:01 schrieb Gerhard Ingold:
Am 9.2.2021 um 09:38 schrieb helmut:

er hat es gelebt. du pasterst.

 

Du benützt ein Wort, das Google nicht kennt. Ab es wird vermutlich wieder einer Deinen üblichen nichtssagenden Aussagen oder Abwertungen enthalten.

 

Helmut stammt offenkundig aus dem evangelischer Norden. In der dort üblichen Mundart wird der evangelische Geistliche, also der Pastor, "Paster" genannt. Ich vermute, pastern bedeutet so viel wie predigen. 

 

 

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vor 45 Minuten schrieb Alfons:

 

Helmut stammt offenkundig aus dem evangelischer Norden. In der dort üblichen Mundart wird der evangelische Geistliche, also der Pastor, "Paster" genannt. Ich vermute, pastern bedeutet so viel wie predigen. 

 

 

die eltern, die lehrer pastern.

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Gerhard Ingold

Wer nicht ehrt, was ein universeller Töpfer erschaffen hat, der entehrt damit diesen universellen Töpfer.

 

Die Logik dieses Satzes sollten eigentlich große Denker und damit auch Religionsgründer erdenken oder zumindest erfassen können.

 

Dabei müsste für alle Religiösen selbstredend klar sein, dass die Grundgedanken Jesus der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit, der Armutsüberwindung, dem Schutz der Schwächsten, der Versöhnlichkeit, des Gewaltverzichts und der Feindesliebe alle Werke ihres universellen Töpfers umfassend schützen würden.

 

Fakt ist indessen, die religiösesten Länder der Welt, sind die schlimmsten Sünder gegen die Natur, die Tiere und Mitmenschen.

 

Unter den umweltfreundlichsten Ländern ist kein Islamisches, südamerikanisches und afrikanisches Land zu finden. Das heißt: Muslime, Katholiken Südamerikas usw. hassen ihren universellen Töpfer mit ihren Unterlassungssünden. Sie ehren ihn nur mit den Lippen.

 

Und dann kommen Religiöse und wollen Länder missionieren, die einen möglichen Gott mit ihren Taten besser verehren. Was für ein Widersinn. Dabei hätten gerade Katholiken und Muslime in ihren Ländern viel zu tun, damit Recht und Gerechtigkeit (Jesaja 5,7) in ihren Ländern Einzug halten würde.

 

Frage: Woher kommt die religiöse Anmaßung, Repräsentant eines möglichen Gottes auf Erden zu sein, obschon man wirkliche Liebe zu den Werken Allahs/Gott vermissen lässt?

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/umwelt/die-20-umweltfreundlichsten-laender-welt/

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vor 22 Stunden schrieb Gerhard Ingold:

Wer nicht ehrt, was ein universeller Töpfer erschaffen hat, der entehrt damit diesen universellen Töpfer.

 

Die Logik dieses Satzes sollten eigentlich große Denker und damit auch Religionsgründer erdenken oder zumindest erfassen können......

ich bin ein großer denker, 175 cm. ich bin so unterwegs.

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Gerhard Ingold
vor 1 Stunde schrieb Alfons:

Viel helfen kann ich dir nicht, da es erstens nicht so sehr mein Interessensgebiet ist und ich zweitens in Urlaub und damit fern meiner Bücher bin. Aber da bislang noch keine Fachfrau / kein Fachmann geantwortet hat, hier eine kurze Übersicht der wichtigsten Verlautbarungen des Heiligen Stuhls.

 

Die Verlautbarungen unterscheiden sich vor allem durch Zweck und Anlass, insofern ist Abstufung vielleicht das falsche Wort. Wobei natürlich klar ist, dass eine feierliche Enzyklika eine größere Wucht und Bedeutung hat als eine Instruktion, die von einer päpstlichen Behörde ergeht.

 

Die Enzyklika ist ein Rundschreiben des Papstes in der Ausübung seines Lehramtes. Er nimmt darin verbindlich - also für Angehörige der Katholischen Kirche verbindlich - zu theologischen und auch gesellschaftlichen Fragen Stellung. Eine Enzyklika ist nicht an sich unfehlbar, doch sind Gläubige gehalten, ihrer Setzungen in Gehorsam anzunehmen. Bei der Enzyklika geht es um das Lehramt, nicht um rechtliche Regelungen.

 

Eine Apostolische Konstitution dient der Verkündigung eines umfassenden Gesetzeswerkes durch den Papst, so wurde zB der Codex iuris canonici (CIC) durch eine solche Konstitution eingeführt.

 

Eine Dogmatische Konstitution liegt vor, wenn ein Konzil sich in einer Angelegenheit der Lehre verbindlich äußert. Etwa durch "Pastor aeternus" beim 1. und "Lumen gentium" beim 2. Vatikanischen Konzil.

 

Apostolische Schreiben sind (als Überbegriff) "schriftliche Äußerungen des Papstes in Ausübung seines Amtes, die einen Lehr- oder Regelungsgehalt haben, der über eine Einzelmitteilung durch einen Apostolischen Brief (früher auch Breve oder Bulle) hinausreicht". (Hab ich jetzt schnell mal aus Kathpedia zitiert). Damit erklärt sich auch der Apostolische Brief. " Sind unmittelbare Rechtswirkungen bezweckt, wird ein apostolisches Schreiben meist in der Form des Motu proprio erlassen."

 

Motu proprio meint übersetzt "aus eigenem Antrieb". Es sind apostolische Schreiben aus eigener Veranlassung des Papstes; Motu proprien können auch gesetzlichen Charakter haben und damit früher geltende Regeln außer Kraft setzen.

 

Eine Päpstliche Bulle ist die Bezeichnung einer Urkunde, mit der ein Papst wichtige rechtliche Setzungen verkündete. Der Begriff ist kaum noch üblich. Von Papst Franziskus gibt es bisher nur eine Bulle, aber über 30 Motu proprien.

 

Nachsynodale apostolische Schreiben: Damit werden seit 1975 Themen, die in einer Bischofssynode erarbeitet wurden, den Gläubigen vorgestellt. Allein von Papst Franziskus gibt es fünf Nachsynodale Schreiben.

 

Instruktion: "Eine Instruktion ist im Kirchenrecht eine allgemeine Anweisung einer zuständigen Behörde des Papstes zur Regelung und Darlegung der Ordnung einer größeren Zahl von Fällen."

 

Dekret: Wie Instruktion, aber für Einzelfälle gedacht.

 

Weiter gibt es noch Erklärungen (der vatikanischen Konstitutionen), Direktorien, Predigten, Ansprachen, Briefe, Botschaften und Videobotschaften, Interviews...

 

 

 

Wie immer super.

 

Andererseits habe ich ein flaues Gefühl im Bauch.

 

1971 als ich mit 20 Jahren die Rekrutenschule machte, hatten wir einen katholischen Geistlichen. Er lästerte seine Kirchenoberhäupter. Sie trügen ein verlängertes Nichts auf dem Kopf. Damals noch ganz Fundamentalist verteidigte ich die katholische Kirche. Heute 50 Jahre später empfinde ich, der katholische Geistliche hatte das Nichts der katholischen Kirche gut mit dem verlängerten Nichts definiert.

 

Du erklärst hier viele gebildete Begriffe. Begriffe die den Inhalt der katholischen Kirche erklären und ihr den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Lebenswirklichkeit geben.  Letztlich aber ist alles "verlängertes Nichts", weil das  "verlängerte Nichts" auf vielen unbeweisbaren Behauptungen aufgebaut ist und durch die vielen unbeweisbaren Behauptungen zeigen, dass die Kirche, wie jede andere Kirche und Religion nur "verlängertes Nichts" ist. Nützlich nur für die Bereicherung weniger.

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vor 6 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

 

Wie immer super.

 

Andererseits habe ich ein flaues Gefühl im Bauch.

 

1971 als ich mit 20 Jahren die Rekrutenschule machte, hatten wir einen katholischen Geistlichen. Er lästerte seine Kirchenoberhäupter. Sie trügen ein verlängertes Nichts auf dem Kopf. Damals noch ganz Fundamentalist verteidigte ich die katholische Kirche. Heute 50 Jahre später empfinde ich, der katholische Geistliche hatte das Nichts der katholischen Kirche gut mit dem verlängerten Nichts definiert.

 

Du erklärst hier viele gebildete Begriffe. Begriffe die den Inhalt der katholischen Kirche erklären und ihr den Anschein von Wissenschaftlichkeit und Lebenswirklichkeit geben.  Letztlich aber ist alles "verlängertes Nichts", weil das  "verlängerte Nichts" auf vielen unbeweisbaren Behauptungen aufgebaut ist und durch die vielen unbeweisbaren Behauptungen zeigen, dass die Kirche, wie jede andere Kirche und Religion nur "verlängertes Nichts" ist. Nützlich nur für die Bereicherung weniger.

wenn du "nur" etwas differenzierter formuliert hättest, würde ich dir zustimmen. verallgemeinerungen erzeugen mir ein sehr unangenehmes gefühl.

 

aber ansonsten hast du einen sehr fundamentalistischen lebenslauf. er geht bis jetzt, nur jeweils  mit anderen inhalten. hat das was mit deiner persönlichkeitsstruktur zu tun?

hättest du einen namen dafür?

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Gerhard Ingold
vor 26 Minuten schrieb helmut:

wenn du "nur" etwas differenzierter formuliert hättest, würde ich dir zustimmen. verallgemeinerungen erzeugen mir ein sehr unangenehmes gefühl.

 

aber ansonsten hast du einen sehr fundamentalistischen lebenslauf. er geht bis jetzt, nur jeweils  mit anderen inhalten. hat das was mit deiner persönlichkeitsstruktur zu tun?

hättest du einen namen dafür?

Fundamentalist, meine werte Frau Helmut (Grins) kann man nur sein, wenn man Gesetze, Dogmen, Regeln, ein Gottwesen usw. als Fundament hat und sich der Offenbarung eines Gottes sicher ist. Ich kann nur extrem aber nie fundamentalistisch wirken. Alles hat mit unserer Persönlichkeitsstruktur zu tun. So wie das Asperger-Syndrom ein Teil Deine Persönlichkeitsstruktur ist.

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vor 21 Minuten schrieb Gerhard Ingold:

Fundamentalist, meine werte Frau Helmut (Grins) kann man nur sein, wenn man Gesetze, Dogmen, Regeln, ein Gottwesen usw. als Fundament hat und sich der Offenbarung eines Gottes sicher ist. Ich kann nur extrem aber nie fundamentalistisch wirken. Alles hat mit unserer Persönlichkeitsstruktur zu tun. So wie das Asperger-Syndrom ein Teil Deine Persönlichkeitsstruktur ist.

du schreibst fast nur von ".... Gesetze, Dogmen, Regeln, ..... ". hast du einen namen für deine Persönlichkeitsstruktur, denn ich sprach von deinem fundamentalistischen lebenslauf.

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Gerhard Ingold
vor 1 Minute schrieb helmut:

du schreibst fast nur von ".... Gesetze, Dogmen, Regeln, ..... ". hast du einen namen für deine Persönlichkeitsstruktur, denn ich sprach von deinem fundamentalistischen lebenslauf.

Meinst Du wirklich, auf Deine Frau Helmutsche Fragen werde ich eingehen. 

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vor 1 Stunde schrieb Gerhard Ingold:

Meinst Du wirklich, auf Deine Frau Helmutsche Fragen werde ich eingehen. 

nein, das meine ich nicht wirklich.aber du wirst deutlicher erkennbar für andere und auch für dich. wie du damit umgehst ist deine sache.

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Gerhard Ingold

Jesus ohne den spekulativen Überbau

 

Der spekulative Überbau

 

Das trinitarische Christentum hat Jesus mehrheitlich zum Fleisch-gewordenen Gott erklärt.

 

Das arianische Christentum lehrt die Gottähnlichkeit Jesus und lehnt die Gottgleichheit Jesus ab.

 

Der Islam verehrt Jesus als großen Propheten.

 

Alle Christologien vor dem Konzil von Nizäa 325 n.Chr. und alle Christologien nach diesem Konzil, wo die trinitarische Sichtweise über alle anderen Christologien obsiegte, sind wie auch die islamische Sichtweise auf wilde Spekulation aufgebaut.

 

Bewiesen wurden und werden die Christologien gestern wie heute mit Aussagen der Bibel und des Korans. Das heißt, man behauptet, die Bibel und der Koran seien Beweismittel.

 

So lehrt der Timotheus-Brief-Schreiber: „Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit,“ (2. Tim. 3,16). Mit diesem Vers wurde und wird die göttliche Autorität hinter der ganzen Bibel durch Bibelchristen bewiesen.

 

William Wilberforce (1759-1833) unbewusste Bibelkritik

 

Der Versuch, die ganze Bibel als göttlich inspiriertes Wort Gottes zu behaupten, bekam erstmals durch William Wilberforce (1759-1833) einen Riss. Er behauptete ohne diese Behauptung zu begründen, die Anweisung von 3. Mose 25,44 „wenn ihr Sklaven wollt, kauft sie im Ausland“ sei nicht göttliche Willensabsicht, sondern Anordnung durch den Menschen Moses gewesen.

 

Unausgesprochen unterstellte William Wilberforce dem Mose-Bücher-Autor, er sei ein Betrüger gewesen, der seinem Gott das Unrecht auf Sklavenmachen, Sklavenhandel und Sklavenhalten in den Mund gelegt hätte. 3. Mose 25,1 „der Herr sprach auf dem Berge Sinai“ sei damit ein Betrug. William Wilberforce unterstellte Moses also indirekt, er sei nach 2. Mose 2 nicht nur ein nicht verurteilter Mörder, sondern auch ein Betrüger gewesen.

 

Ob dem Quäker (Freikirche in England) William Wilberforce diese unausgesprochene Unterstellung bewusst gewesen war, bezweifle ich. Er war kein Theologe gewesen, der sich über seine Kritik an 3. Mose 25,44 „wenn ihr Sklaven wollt, kauft sie im Ausland“ weitreichende theologische Gedanken gemacht hätte. William Wilberforce kritisierte die Bibel indirekt, weil er sich in das Leiden der Sklaven einzufühlen vermochte. Diese Empathie (Einfühlungsvermögen) ging vorhergehenden Gläubigen wie den Schreibern, die das Alte Testament redigiert hatten, Jesus, den neutestamentlichen Schreibern, den Kirchenvätern und den Theologen bis William Wilberforce völlig ab. Ihnen allen war das Unrecht des Sklavenmachens, des Sklavenhandelns und des Sklavenhaltens nicht bewusst. Sie sahen hinter dem Unrecht, das sie als Recht sahen, die Willensabsicht eines Gottes.

 

Aus dem Sakrileg (Frevel), den William Wilberforce unbewusst aus Empathie-Gründen begangen hat, lassen sich Rückschlüsse folgern:

 

Der erste Rückschluss: William Wilberforce hätte Unrecht gehabt

 

William Wilberforce hätte die Sklaverei zu Unrecht hinterfragt. Den kreationistischen Südstaatlern, die ganze Bibel wörtlich verstanden haben wollten, sei mit der Sklaverei-abschaffung ein Unrecht zugefügt worden. Das heisst: Alle, die wie die kreationistischen Südstaatlern an den Inspirationsbehauptungen der Bibel festhalten wollen, müssten konsequenterweise die Wiedereinführung des Sklavenmachens, des Sklavenhandelns und des Sklavenhaltens fordern.

 

Der zweite Rückschluss: Williams Wilberforce Bibelkritik hat weitreichende Folgen

 

Der zweite Rückschluss ist naheliegender: Wenn sich die Bibel an einem Punkt geirrt hat, sind weitere Irrtümer nicht ausgeschlossen. Damit fällt jegliche Inspirationsbehauptung der Bibel und des Korans.

 

Jesus hat hinter den vielen unethischen Aussagen der Mose-Bücher-Autoren eine göttliche Autorität gesehen. Entsprechend wäre Jesus mit folgenden Anweisungen Moses völlig einverstanden gewesen: Das Sklavenmachen (3. Mose 25,44), der kollektive Massenmord an Kritikern (4. Mose 16), den kollektiven Massenmord an missionierenden Andersdenkenden (4. Mose 31) den Imperialismus (5. Mose 20), Frauen eine Hand abzuhacken (5. Mose 25,12), Homosexuelle zu töten (3. Mose 20), Zauberer zu töten (2. Mose 22,17), dem ersten Terroristen Simson (Richterbücher) usw. wäre dann für Jesus völlig in Ordnung gewesen. Er hätte 2. Timotheus 3,16 völlig zugestimmt. Tatsächlich soll Jesus nach Matthäus 5,18ff ganz hinter dem Gesetz und damit allen Aussagen in den Bücher Moses gestanden haben.

 

Wer daher nicht zum Sklavenmachen, zum Sklavenhandel und nicht zum Sklavenhalten zurückkehren will, muss zwangläufig Jesus als Gottwesen entmythologisieren. Jesus war wie Mohammed mit Sure 4,164 ein irrender Mensch.

 

Damit würde indirekt oder unausgesprochen ausgesagt: Es hat sich nie ein Gott noch Engelhelfer in das Weltgeschehen eingemischt.

 

Jesus nach der Entmythologisierung

 

Entmythologisierung ist der „Versuch, die christliche Botschaft von alten Mythen zu befreien und modernem Verständnis zu erschließen“ (Internet).

 

Wenn ich Jesus entmythologisiere, kann ich gute Gedanken Jesus aus den Evangelien herausarbeiten und diese guten Gedanken übernehmen.

 

Jesus hat gemäß dem Befund der Evangelien folgende Grundgedanken gelehrt:

 

-        Nächstenliebe

-        Barmherzigkeit

-        Versöhnlichkeit (7x70 mal vergeben)

-        Gewaltverzicht

-        Armutsüberwindung „ich war nackt und ihr habt mich (nicht) gekleidet“ (Mt. 25,31ff)

-        Schutz der Schwächsten

-        Feindesliebe (Mt. 5,43ff)

 

Diese Grundgedanken Jesus sind gut. Hätten die Christen diese Gedanken auf die Natur, die Tiere und Mitmenschen angewendet, stünden wir heute nicht vor der Selbstzerstörung.

 

Diese sieben Grundgedanken müssten zwingend auch von allen Gottgläubigen verinnerlicht und gelebt werden. Der Grund ist offensichtlich: Wer einen Gott als Schöpfer alles Seins bekennt, hat mit dem Bekenntnis die Pflicht übernommen seinen Gott in der Liebe gegenüber der Natur, den Tieren und Mitmenschen zu ehren. Werden die sieben Grundgedanken gegenüber der Natur, den Tieren und Mitmenschen nicht umfassend gelebt, ist jeder Glaube leeres Geplapper. So lässt Hosea seinen Gott sagen: „Ich habe Lust an der Liebe und nicht an wilden Spekulation über mich“ (frei nach Hosea 6,6)

 

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