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Rassismus bei Karl May


Aleachim

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vor 20 Stunden schrieb Aleachim:

Als Karl-May-Fan bewegt mich dieses Thema gerade ungewöhnlich stark.

Ich fand schon als Jugendlicher die glorifizierung der deutschenHelden viel Peinlicher als den Edlen Wilden Winnetou.

Deutsche kannt May ja wirklich, Indianer nicht.

 

Wirklich schlimm ist Mays Einstellung zu den Armeniern.

http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11913

 

Jeder Indianer sollte sich freuen, dass er durch den edlen Winne2 so angesehen  bei uns ist.

So dumm May für Realität zu halten ist bei uns niemand.

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Am 2.9.2022 um 13:17 schrieb Aleachim:

May transportiert also durchaus auch das Bild vom „kulturlosen Wilden“, der friedliches Denken und Handeln erst von den „eigentlich überlegenen Weißen“ lernen muss.

Gut dass wir da heute besser sind und nicht z. B. versuchen, den Afghanen “westliche Werte” aufzudrücken oder Ähnliches.

 

Nein, ganz im Ernst, ich bin nicht der Meinung, dass alle Kulturen der Welt irgendwie gleichwertig und gleich respektabel sind, und ich sehe die einheimische afghanische Kultur, die die Taliban hervorgebracht hat, als sehr verbesserungswürdig an. Und auch wenn ich unsere “westlichen Werte” für alles andere als perfekt halte, halte ich sie trotzdem für besser als das meiste andere.

 

Werner

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vor 20 Stunden schrieb rince:

Wahrscheinlich bin ich sogar Rassist, WEIL ich eine dunkelhäutige Freundin habe...

 

Rassisten verstecken sich gerne hinter ihren andersrassigen Freunden und Freundinnen. Also musst Du schon Rassist sein. Q.e.d.

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Bully Herbig zu seinem Schuh des Manitu:

 

https://www.n-tv.de/23565190

 

""Die Comedy-Polizei ist so streng geworden." Das nehme ein bisschen die Unschuld und Freiheit, meinte der Comedian [...] Er glaube, dass es bald weniger Leute geben werde, die Komödien machten, weil viele denken "Das ist mir zu heiß"."

 

Traurige Zeiten...

bearbeitet von rince
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vor 25 Minuten schrieb Marcellinus:

Dafür brauche ich kein Buch. Mit offenen Augen die Nachrichten aus aller Welt wahrzunehmen reicht doch aus, um das längst mitbekommen zu haben.

 

Wer diese Cancel-Kultur leugnet oder gar schönredet, ist Teil des Problems.

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Der gesamte Artikel Was Sie wissen sollten, bevor Sie sich über kulturelle Aneignung aufregen ist mMn sehr interessant, nachdenkenswert. Ich möchte einen Abschnitt daraus zitieren:

 

Zitat

Wenn weisse Menschen sich als «Indianer» verkleiden, w[..........]dann kleiden sich Angehörige einer politisch, wirtschaftlich und militärisch dominanten Kultur nicht nur in die Kostüme einer marginalisierten Kultur. Sondern sie tun dies auch in genau jener ober­flächlichen, stereo­typisierenden Weise, die gerade Teil von Unter­drückung, Ausgrenzung und Diskriminierung ist.

Denn die rote Hautfarbe der «Indianer» gibt es nur in den kolonialen Fantasien ihrer Unter­drücker und Mörder, wie es auch «den Indianer» als solchen nur als koloniale Fantasie gibt. In Wahrheit bilden die Menschen, die das Land vor der Ankunft der späteren Kolonial­herren besiedelten, eine unüberschaubare Vielzahl von Kulturen.

Das kann man bedenken, ohne daraus sofort die Forderung nach einem Verbot aller Cowboy-und-«Indianer»-Spiele ableiten zu müssen; und man kann sich auch überlegen, woher gerade im West­deutschland der Nachkriegs­zeit die Begeisterung für die «Indianer» stammte.

Die Kultur­wissenschaftlerin Katrin Sieg hat dieses Phänomen als «ethnic drag» analysiert, als kollektive Strategie der Übertragung und Projektion durch ethnische Kostümierung und Maskerade. Beim «ethnic drag», schreibt Sieg in ihrem gleich­namigen Buch aus dem Jahr 2002, geht es darum, in die Rolle eines Volkes zu schlüpfen, das von allen entfremdenden Tendenzen der modernen Zivilisation noch völlig unbeeinflusst ist. Darin drücke sich das generelle Unbehagen der «normalen», heimat­verbundenen Deutschen mit den Zumutungen der Nachkriegs­moderne aus; nicht anders als in den Heimat­filmen, die in den 1950er-Jahren das deutsche Kino beherrschten.

Die «Indianer» sind hierbei aber ein besonderer Fall – nämlich als eine naturnahe ethnische Gemeinschaft, die von einem Genozid bedroht ist. Dass die Deutschen sich gerade in der unmittelbaren Zeit nach dem Ende der national­sozialistischen Herrschaft so intensiv mit ihnen identifizieren, liegt also auch daran, dass jenes Volk, das sich gerade erst selber des Genozids an den europäischen Juden schuldig gemacht hatte, aus der Rolle der Täter in jene der Opfer hinüber­zuwechseln versuchte.

Wobei die guten Cowboys und «Westmänner» bei Karl May ja immer Deutsche im Ausland sind, die hier nun als strahlende Helden den bedrängten «Indianern» beistehen, als white saviours, wie man heute sagen würde. Man befindet sich, egal in welche Kostüme man schlüpft, auf der richtigen Seite der Geschichte und kann sich der eigenen historischen Verantwortung entledigen.

 

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Aha. Welche psychologischen Rückschlüsse kann man jetzt wohl daraus ziehen, dass Japaner klassische europäische Musik so sehr lieben?

vor allem, da es die „weiße“ Hautfarbe der Europäer gar nicht gibt.

 

Werner

bearbeitet von Werner001
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vor 22 Minuten schrieb Die Angelika:

Wenn weisse Menschen

Wer soll das sein?

 

Dürfen dann Spanier, und Portugiesen, die einerseits mit zur Entdeckung, Erkundung und Ausbeutung des Amerikanischen Kontinents beigetragen haben, andererseits aber nun mal definitiv nicht "weiss" sind, sich als Indianer verkleiden? 

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vor 2 Minuten schrieb rince:

aber nun mal definitiv nicht "weiss" sind

Bist du etwa „weiss“? Und hast dich auch schon öfter „unbehaglich“ gefühlt, weil Chinesen dich als „Langnase“ bezeichnen?

 

Werner

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vor 3 Minuten schrieb Werner001:

Bist du etwa „weiss“? Und hast dich auch schon öfter „unbehaglich“ gefühlt, weil Chinesen dich als „Langnase“ bezeichnen?

 

Werner

An der Nase eines Mannes... Sollen sie mich nur Langnase nennen :) 

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vor 4 Minuten schrieb Marcellinus:

Die gesamte kulturelle Entwicklung der Menschen war und ist "kulturelle Aneignung". Wir alle setzen nur fort. 

Ich kann mich noch dunkel an Zeiten erinnern, da haben die gleichen Leute, die heute „kulturelle Aneignung“ anprangern, von Multikulti geschwärmt und die verteufelt, die meinten, man solle die Kulturen nicht vermischen….

 

Werner

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vor 9 Minuten schrieb rince:

Wer soll das sein?

 

Dürfen dann Spanier, und Portugiesen, die einerseits mit zur Entdeckung, Erkundung und Ausbeutung des Amerikanischen Kontinents beigetragen haben, andererseits aber nun mal definitiv nicht "weiss" sind, sich als Indianer verkleiden? 

 

Ja, wer ist denn nun weiß? Ich bin sommersprossig

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Gerade eben schrieb rince:

An der Nase eines Mannes... Sollen sie mich nur Langnase nennen :) 

Das ist aber ein Gerücht. Meine Nase ist zum Beispiel gar nicht sonderlich groß.

 

Werner

 

Äh, ich meine natürlich das mit den „Langnasen“

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vor 1 Minute schrieb Werner001:

Ich kann mich noch dunkel an Zeiten erinnern, da haben die gleichen Leute, die heute „kulturelle Aneignung“ anprangern, von Multikulti geschwärmt und die verteufelt, die meinten, man solle die Kulturen nicht vermischen….

 

Das verstehst du falsch. Multikulti meint, dass jeder sein eigener kleiner Kosmos ist, ohne dass er sich irgendwo irgendwie mit anderen Menschen im Zusammenleben arrangiert.

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vor 2 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Das verstehst du falsch. Multikulti meint, dass jeder sein eigener kleiner Kosmos ist, ohne dass er sich irgendwo irgendwie mit anderen Menschen im Zusammenleben arrangiert.

Irgendwie hört sich das nach der Grundidee der Apartheid an

 

Werner

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vor 37 Minuten schrieb rince:

Wer soll das sein?

 

Dürfen dann Spanier, und Portugiesen, die einerseits mit zur Entdeckung, Erkundung und Ausbeutung des Amerikanischen Kontinents beigetragen haben, andererseits aber nun mal definitiv nicht "weiss" sind, sich als Indianer verkleiden? 

 

Nicht? 

 

Aber ok. Wenn man nicht alle "Indianer" in einen Topf werfen soll - soll man diese Rücksicht nicht auch walten lassen, wenn man von "Weißen" spricht? Wer sich in D als Indianer verkleidet (und sei es in steretypisierender Weise), dem wird (wenn ich es richtig verstehe) vorgeworfen, es als Mitglied der "dominanten Kultur" - qua "Weißer" - zu tun, die die Indianer beinhae ausgerottet hat und heute noch unterdrückt. Wann haben Deutsche denn Indianer unterdrückt?

 

Gleich könnte man sagen, wir als Europäer seien am Tod von George Floyd mitschuldig... Moment, das hat man doch durchaus (praktisch) so gesagt.

bearbeitet von Domingo
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vor 2 Minuten schrieb Domingo:
vor 39 Minuten schrieb rince:

Wer soll das sein?

 

Dürfen dann Spanier, und Portugiesen, die einerseits mit zur Entdeckung, Erkundung und Ausbeutung des Amerikanischen Kontinents beigetragen haben, andererseits aber nun mal definitiv nicht "weiss" sind, sich als Indianer verkleiden? 

 

Nicht? 

 

Aber ok. Wenn man nicht alle "Indianer" in einen Topf werfen soll - soll man diese Rücksicht nicht auch walten lassen, wenn man von "Weißen" spricht?

Nun stell mal nen Schweden oder Dänen neben einen Spanier oder Portugiesen und erzähl mir, dass die die gleiche Hautfarbe hätten...

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vor 18 Minuten schrieb rince:

Nun stell mal nen Schweden oder Dänen neben einen Spanier oder Portugiesen und erzähl mir, dass die die gleiche Hautfarbe hätten...

 

Ja und dann stell mal nen Guinesen neben einen Somalier und dann erzähl mir, dass die die gleiche Hautfarbe hätten

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vor einer Stunde schrieb Die Angelika:
vor einer Stunde schrieb rince:

Wer soll das sein?

 

Dürfen dann Spanier, und Portugiesen, die einerseits mit zur Entdeckung, Erkundung und Ausbeutung des Amerikanischen Kontinents beigetragen haben, andererseits aber nun mal definitiv nicht "weiss" sind, sich als Indianer verkleiden? 

 

Ja, wer ist denn nun weiß? Ich bin sommersprossig

 

Zu Zeiten von Benjamin Franklin, der Gründungszeit der USA wie der rassistischen Sklaverei dort, galten nur Engländer als "Weiße". Selbst Deutsche, aber natürlich auch Spanier und Franzosen wurden als "Farbige" angesehen. 

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vor 6 Stunden schrieb rince:

Nun stell mal nen Schweden oder Dänen neben einen Spanier oder Portugiesen und erzähl mir, dass die die gleiche Hautfarbe hätten...

 Ich muss verrückt sein: Bei Spaniern (nicht: Lateinamerikanern!) sehe ich kaum einen Unterschied in der Hautfarbe zu Nordeuropäern. Sie sind nur meistens kleiner und haben viel seltener blonde Haare und/oder blaue Augen.

bearbeitet von Domingo
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vor 4 Stunden schrieb Domingo:

 Ich muss verrückt sein: Bei Spaniern (nicht: Lateinamerikanern!) sehe ich kaum einen Unterschied in der Hautfarbe zu Nordeuropäern. Sie sind nur meistens kleiner und haben viel seltener blonde Haare und/oder blaue Augen.

So ein Katalane mit knallblauen Augen ist schon ein Erlebnis. Ich hatte mal Kunden aus der Ecke.

bearbeitet von Soulman
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vor 4 Stunden schrieb Domingo:

 Ich muss verrückt sein: Bei Spaniern (nicht: Lateinamerikanern!) sehe ich kaum einen Unterschied in der Hautfarbe zu Nordeuropäern.

Das liegt dann aber an Dir. Ein Europäer kann in der Regel auch einen Spanier von einem Griechen unterscheiden und erst recht einen Italiener von einem Skandinavier.

 

Dafür fällt es Europäern häufig schwer Japaner, Chinesen, Koreaner etc. auseinander zu halten.

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vor 11 Stunden schrieb Werner001:

Irgendwie hört sich das nach der Grundidee der Apartheid an

 

Werner

 

Die Grundidee ja, nur mit dem Unterschied, dass sich bei Multikulti natürlich alle ganz riesig freuen und ganz dolle lieb haben

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