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FSSX kündigt die Weihe mehrer Bischöfe für den ersten Juli an


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Es ist traurig, dies feststellen zu müssen, aber es ist eine Tatsache: In einer gewöhnlichen Pfarrei finden die Gläubigen nicht mehr die notwendigen Mittel, um ihr ewiges Heil zu sichern. Dies betrifft insbesondere die vollständige Verkündigung der katholischen Wahrheit und Moral sowie die Spendung der Sakramente, wie die Kirche sie immer vollzogen hat. Darin besteht der Notstand. In diesem kritischen Kontext werden unsere Bischöfe älter und angesichts des stetigen Wachstums des Apostolates reichen sie nicht mehr aus, um den Bedürfnissen der Gläubigen in der ganzen Welt gerecht zu werden.“

 

"Wir dienen der Kirche zunächst dadurch, dass wir den Seelen dienen“, unterstrich Pagliarani. „Dies ist eine objektive Tatsache, unabhängig von jeder anderen Erwägung. Die Kirche existiert ihrem Wesen nach für die Seelen: Ihr Ziel ist ihre Heiligung und ihre Rettung.“

 

"Alle schönen Reden, die verschiedenartigen Debatten, die großen Themen, über die man diskutiert oder diskutieren könnte, haben keinen Sinn, wenn sie nicht auf das Heil der Seelen ausgerichtet sind“, führte er aus. „Es ist wichtig, daran zu erinnern, denn heute besteht die Gefahr, dass sich die Kirche mit allem Möglichen beschäftigt und dabei das Wesentliche aus dem Blick verliert. Die Sorge um die Ökologie etwa oder das Eintreten für die Rechte von Minderheiten, von Frauen oder von Migranten laufen Gefahr, die wesentliche Sendung der Kirche aus dem Auge zu verlieren.“

 

„Wenn die Priesterbruderschaft St. Pius X. für die Bewahrung der Tradition kämpft, mit allem, was dies einschließt, dann einzig und allein deshalb, weil diese Schätze für das Heil der Seelen absolut unerlässlich sind, und weil sie nichts anderes anstrebt als dies: das Wohl der Seelen und das des Priestertums, das auf ihre Heiligung hingeordnet ist.“

 

https://de.catholicnewsagency.com/news/23257/vatikan-warnt-piusbruderschaft-vor-schisma-schlagt-spezifisch-theologischen-dialog-vor

 

Amen 🙏

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Na das liest sich doch schön und richtig und auf den ersten Blick frag ich mich als Laie: was bitte vertritt der, was der Leo nicht auch vertreten würde?

 

Aber natürlich, wenn man "Sorge um die Ökologie ... das Eintreten für die Rechte von Minderheiten, von Frauen oder von Migranten" als Gefahr für die "wesentliche Sendung der Kirche" versteht, dann wirft das auf den zweiten Blick schon Fragen auf.

 

Und wenn es heißt, dass gekämpft wird für  "die Bewahrung der Tradition ... mit allem, was dies einschließt" dann lässt dies aufhorchen ... nicht nur dass von Kampf die Rede ist, was jetzt nicht wirklich Gespräch und Austausch asoziieren lässt, sondern auch wegen der Variablen "mit allem, was dies einschließt", die ja wohl nach Gutdünken gefüllt werden kann.

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Ein weiterer Gedanke, der mir kommt, weil Leo ja neulich vom nebeneinander von Schrift und Tradition gesprochen hat, ist, dass diese Brüder die extremistische Position "nur die Tradition" vertreten könnten. Auf der Gegenseite gilt die extremistische Position "nur die Schrift". Und das Römische-Katholische zeichnet sich ja in vielerlei Hinsicht durch die Position des "sowohl als auch", eines mittleren Weges also, aus.

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Rom bietet einen theologischen Dialog an, wenn die Priesterbruderschaft von den Bischofsweihen absieht. Sollten die beiden verbliebenen Bischofe der Priesterbruderschaft in den nächsten Jahren versterben, wäre das dann das Ende der FSSPX. Keine neuen Priester mehr, keine Firmungen mehr usw.  Könnte es sein, dass Rom darauf spekuliert und deshalb auf Zeit spielt? Theologischen Dialog kann man ja auch trotz Bischofsweihen führen.

 

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vor 3 Minuten schrieb Guppy:

Sollten die beiden verbliebenen Bischofe der Priesterbruderschaft in den nächsten Jahren versterben, wäre das dann das Ende der FSSPX. Keine neuen Priester mehr, keine Firmungen mehr usw.  Könnte es sein, dass Rom darauf spekuliert und deshalb auf Zeit spielt? Theologischen Dialog kann man ja auch trotz Bischofsweihen führen.

 

Die beiden Bischöfe sind keine 70, daher wäre es Zufall, wenn beide so schwer erkrankt wären, daß da „Not am Mann“ wäre.

 

Und es lässt sich leichter ein Dialog führen, wenn niemand exkommuniziert und nicht im Schisma ist.

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vor 6 Minuten schrieb rorro:

Die beiden Bischöfe sind keine 70, daher wäre es Zufall, wenn beide so schwer erkrankt wären, daß da „Not am Mann“ wäre.

 

Beide Bischöfe gehen auf die 70 zu. Sie sind für knapp 800 Priester, 300 Seminaristen in 6 Priesterseminaren auf allen Kontinenten und über 600.000 Gläubige weltweit zuständig. Selbst wenn es unwahrscheinlich wäre, dass beide Bischöfe zeitnah versterben sollten, ist es auf Dauer nicht mehr praktikabel mit nur zwei Bischöfen für die ganze Priesterbruderschaft, ohne dass eine geistliche Not entsteht für die Gläubigen.

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Gibt es nicht auch noch die FSSP, die in Kommunion mit Rom die Tradition pflegt? Wenn die Tradition also ernsthaft heilsnotwendig wäre, könnte der interessierte Gläubige dieses Heil in Gemeinschaft mit Rom finden. Und so weit ich weiß, ist für einen traditionellen Katholiken die Gemeinschaft mit Rom mindestens ebenso heilsnotwendig wie die lateinische Messe

 

Werner

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Also ich halte mich für eher traditionell. Und dazu gehört die Einheit mit dem Bischof von Rom als Nachfolger Petri. Die Liturgie, die er für richtig hält, ist es auch für mich. Und gegen ihn zu agieren, offiziell oder nur faktisch, ist für mich nicht katholisch.

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vor 7 Minuten schrieb Werner001:

Gibt es nicht auch noch die FSSP, die in Kommunion mit Rom die Tradition pflegt? Wenn die Tradition also ernsthaft heilsnotwendig wäre, könnte der interessierte Gläubige dieses Heil in Gemeinschaft mit Rom finden.

Sehe ich auch so. Ein Problem kann vielleicht sein, dass die Petrusbruderschaft nicht so verbreitet ist und man auch im weiten Umkreis keine Niederlassung findet. 

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Man hätte ja auch summorum pontificum in den Bistümern wohlwollend umsetzen können. Dann hätte man heute vielleicht eine relativ engmaschige Verfügbarkeit der alten Messe in den Pfarreien. Wurde aber von den Bischöfen sabotiert, entgegen der Intention von Papst Benedikt.

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Tja, ich hatte ja schon oft auf das Vorbild der Anglikaner verwiesen, wo oft die Hauptmesse am Sonntag im neuen Ritus und eine andere (meist Früh- oder Spätmesse) im alten Ritus zelebriert wird. Aber da ist das Thema auch nicht so politisch aufgeladen.

 

Werner

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vor 43 Minuten schrieb Guppy:

Dann hätte man heute vielleicht eine relativ engmaschige Verfügbarkeit der alten Messe in den Pfarreien.

Natürlich hätte eine flächendeckende Einführung der Tridentina, den Priestermangel, der dazu führt, daß längst nicht mehr in jeder Gemeinde wenigstens eine sonntägliche Messe gefeiert werden kann, sofort behoben und alle Probleme der Kirche mit einem Schlag gelöst...

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vor 18 Minuten schrieb Flo77:

Natürlich hätte eine flächendeckende Einführung der Tridentina, den Priestermangel, der dazu führt, daß längst nicht mehr in jeder Gemeinde wenigstens eine sonntägliche Messe gefeiert werden kann, sofort behoben und alle Probleme der Kirche mit einem Schlag gelöst...

Langfristig gesehen könntest du damit sogar Recht haben. 

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vor 28 Minuten schrieb Merkur:

Langfristig gesehen könntest du damit sogar Recht haben. 

Weil alle, die mit dieser Form der Liturgie nichts anfangen können, dann endlich weg sind?

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vor 2 Minuten schrieb Flo77:

Weil alle, die mit dieser Form der Liturgie nichts anfangen können, dann endlich weg sind?

Es kennt sie ja kaum noch jemand. Daher kann man derzeit noch nicht beurteilen, wer mit ihr etwas anfangen kann. 

  • Like 1
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Es geht doch bei dieser Priesterbruderdchaft im Kern überhaupt nicht um Liturgiefragen und darum, in welchem konkreten Ritus die Messe gefeiert wird, sondern darum, dass bis heute diese Gemeinschaft wesentliche Aussagen des 2. Vatikanums entschieden ablehnt, z. B. Religionsfreiheit, Gewissensfreiheit.

 

Das war schon unter JPII der entscheidende Knackpunkt und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die "richtige" Messfeier ist dabei nur ein Ablenkungsmanöver...

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vor 2 Stunden schrieb SteRo:

 

Nichts wirklich neues. Natürlich sind die Inhalte der Dokuemnte des Zweiten Vatikanums verbindlich. Die Frage ist eben zu welchem Grad. Denn unterschiedliche Grade der Zustimmung beschreibt ja u.a. gerade dieses Konzil, und eine Dogmatische Konstitution ist höchstwahrscheinlich etwas anderes als eine Erklärung. Was genau gilt es noch zu klären.

 

Eines dagegen lese ich immer wieder in dieser oder ähnlicher Form, hier ein Zitat aus dem Artikel:

 

Zitat

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hatte die Kirche gelernt, sich selbst um der Freiheit willen zu relativieren.

 

und ich weiß nicht was damit gemeint sein soll. Der Wahrheitsanspruch der katholischen Lehre wurde nirgendwo auch nur ansatzweise gemindert in den Dokumenten des Konzils. Was soll das also heißen? Daß nicht de Kirche alle Wahrheiten habe und alle anderen keine, das wird gelehrt, ja, aber was daran ist relativierend? (Zumal die Wahrheit anderer nur da zu finden ist, wo sie mit der Kirche übereinstimmt, sonst würde diese es nicht als wahr bezeichnen...)

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vor 5 Stunden schrieb rorro:

Eines dagegen lese ich immer wieder in dieser oder ähnlicher Form, hier ein Zitat aus dem Artikel:

 

Zitat

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hatte die Kirche gelernt, sich selbst um der Freiheit willen zu relativieren.

 

und ich weiß nicht was damit gemeint sein soll. Der Wahrheitsanspruch der katholischen Lehre wurde nirgendwo auch nur ansatzweise gemindert in den Dokumenten des Konzils. Was soll das also heißen? Daß nicht de Kirche alle Wahrheiten habe und alle anderen keine, das wird gelehrt, ja, aber was daran ist relativierend? (Zumal die Wahrheit anderer nur da zu finden ist, wo sie mit der Kirche übereinstimmt, sonst würde diese es nicht als wahr bezeichnen...)

 

Entweder es ist eine ungeschickte Wortwahl des Autors oder er hat einen "unerlaubte" Neigung in seiner Interpretation.

Denn laut Duden bedeutet "relativieren":

zu etwas anderem in Beziehung setzen und dadurch in seinem Wert o. Ä. einschränken

 

Der römisch-katholisch konditionierte Leser assoziert bei "relativieren" vermutlich sofort den bösen bösen Relativismus, der eben Wahrheiten, welche als absolut gesetzt werden, diese Absolutsetzung wieder raubt und den armen Gläubigen in  die Orientierungslosigkeit führt.

 

Zugunsten des Autors würde ich also vorranging auf den ersten Teil der Duden-Definition blicken "zu etwas anderem in Beziehung setzen", was durch den vorangehenden Text als gerechtfertigt erscheinen könnte:

"Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils ... Religionsfreiheit ... Bekenntnis zur Ökumene und ... interreligiöse[r] Dialog"

Mit diesen Errungenschaften setzt sich die Kirche doch in Beziehung zu anderem, oder? Darunter muss die Absolutsetzung ihrer Wahrheiten gar nicht leiden. Und die Freiheit resultiert aus dem Annehmens des anderen als anders und dem Versuch Gemeinsamkeiten (trotz aller Unterschiede) zu finden.

 

Wie könnte auch ein Konzil vorangehende Konzile und Synoden auch nur in geringster Weise widerrufen? Ich denke, wer das wahrnimmt, hat den römischen Katholizismus nicht verstanden. Die Interpretation muss also als Ziel haben, die Wahrheiten vorangehender Konzile und Synoden nicht zu korrigieren, sondern damit kompatibel zu sein. So erscheint es wenigstens mir als außenstehendem Beobachter, der was die Piusbrüder angeht, ohne jegliches Vorwissen ist, weil es mir ja um die Theologie und Glaubenslehre der römisch-katholischen Glaubensgemeinschaft geht und nicht um die der Abspaltungen davon.

 

Ich denke auch, dass ein Fundamentalismus im positiven Sinne vollkommen kompatibel ist mit "Religionsfreiheit ... Bekenntnis zur Ökumene und ... interreligiösem Dialog", denn wer keinen diktatorischen Gottesstaat anstrebt und anderen seinen Glauben aufzwingen will, der kann Fundamentalismus praktizieren ohne anderen ihren von Gott gegebenen freien Willen einschränken zu wollen. Hier könnte das eigentliche Hauptproblem des Extremismus der Piusbrüder liegen.

 

 

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vor 10 Stunden schrieb rorro:
Zitat

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hatte die Kirche gelernt, sich selbst um der Freiheit willen zu relativieren.

 

und ich weiß nicht was damit gemeint sein soll. Der Wahrheitsanspruch der katholischen Lehre wurde nirgendwo auch nur ansatzweise gemindert in den Dokumenten des Konzils.

 

Vielleicht ist damit gemeint: Der Machtanspruch?

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Der Wahrheitsanspruch hat sich nie geändert 

Die verkündeten Wahrheiten dagegen schon.

 

Werner

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vor einer Stunde schrieb iskander:

 

Vielleicht ist damit gemeint: Der Machtanspruch?

 

Hat sie den denn vorher lehrmäßig formuliert und durch dieses Konzil anders bewertet?

 

Wie dem auch sei, solche Aussagen dienen eher der Verwirrung als der Klärung. Worthülsen ohne Inhalt.

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vor 11 Stunden schrieb Guppy:

Welche Errungenschaften des Konzils sollen das sein?

Der Autor nennt: "Errungenschaften des Zweiten Vatikanischen Konzils ... Religionsfreiheit ... Bekenntnis zur Ökumene und ... interreligiöse[r] Dialog"

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