rorro Geschrieben 17. Februar Melden Geschrieben 17. Februar vor 34 Minuten schrieb Guppy: Eigenes Lehramt nicht wirklich. Die Piusbruderschaft erfindet ja keine eigenen Lehren, sondern bewahrt einfach nur die traditionelle Lehre der Kirche. Welche Tradition? Wer bestimmt wann "traditionelle Lehre" aufhört? Um 600? Oder 1200? Oder 1900? Oder 1969? Eben, die Piusse meinen das bestimmen zu können - genau das macht sie zu ihrem eigenen Lehramt. Und es gibt nur weniger unkatholischeres als zu meinen, es in Glaubensfragen besser zu wissen als der aktuelle Papst. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 17. Februar Melden Geschrieben 17. Februar vor 23 Stunden schrieb Guppy: Am 16.2.2026 um 18:35 schrieb Flo77: Bischofsweihen ohne die Zustimmung des Papstes sind ein schismatischer Akt, der die aufgehobene Exkommunikation, die seinerzeit aus genau diesem Grund verhängt wurde, wieder in Kraft setzen würde. Die Exkommunikation von damals wurde aus "päpstlichen Entgegenkommen" aufgehoben, aber das legitmiert nicht weiteres schismatisches Verhalten. Soweit ich weiss gelten die Bischöfe und Priester der Piusbruderschaft auch als suspendiert und dürften rein kirchenrechtlich ihren priesterlichen Dienst gar nicht ausüben. Machen sie aber faktisch seit Jahrzehnten. Sie spenden täglich Sakramente, unerlaubt, aber gültig. Entweder das ist schismatisch oder eben nicht. Daran ändern die Bischofsweihen auch nichts. Doch. Weil der Papst ist nur 'Klassensprecher', der Weltweiten Bischofskonferenz. Die Bischöfe sind in katholischer Ansicht die wahrer der apostolischen Sukkzesion, nicht der Papst allein, nicht die Priester, die nur Delegierte ihrer Bischöfe sind und daher immer zu einer Diözese gehören. Drum gibt es verschiedene Regeln in verschiedenen Regionen, WEIL die Bischöfe die eigentliche Macht haben und unerlaubte Weihe und damit Weitergabe der Macht (Sukkzesion) damit ein schismatischer Akt ist, Priesterweihe und unerlaubter Dienst hingegen nicht. Bischofsweihe spielt eher in der Liga von Gegenpäpsten. Zitieren
iskander Geschrieben 17. Februar Melden Geschrieben 17. Februar (bearbeitet) Am 16.2.2026 um 21:52 schrieb rorro: Ich weiß, "hah!, da sprechen die doch bloß mit gespaltener Zunge und verdrehen komplett den Sinn!". Ja, der Eindruck drängt sich auf. Das muß aber nicht so sein und man darf das wohlwollend betrachten. Ich tue das jedenfalls. Wer eine Hermeneutik des Verdachts bevorzugt, wird das nicht tun. Es ändert aber alles nichts daran, dass die Kirche heute inhaltlich etwas lehrt, was sie früher für falsch hielt und umgekehrt. Früher lehrte man, dass jemand, der nicht römisch-katholisch ist, verloren sei. (Ob man das glaubte, weil man von einer persönlichen Schuld des Betreffenden ausging oder nicht, weiß ich nicht, und es ändert auch nichts.) Früher lehrte man, dass jemand, der nicht römisch-katholisch ist, nicht verloren sein muss. vor einer Stunde schrieb Guppy: Eigenes Lehramt nicht wirklich. Die Piusbruderschaft erfindet ja keine eigenen Lehren, sondern bewahrt einfach nur die traditionelle Lehre der Kirche. Zum kath. Verständnis gehörtes aber eben auch, dass es der Papst ist, der entscheidet, was zur wahren und bleibenden Tradition der Kirche gehört und was eben zeitbedingte Vorstellungen sind (um hier das Wort "Irrtum" zu vermeiden). Deshalb kann jemand auch nicht in die nächste Sparkasse oder Volksbank gehen und erklären, dass alle Mitarbeiter sich allein schon deshalb des "Wuchers" schuldig machen, weil Banken Zinsen nehmen. Es war zwar einmal Tradition, dass jedes Zinsnehmen Wucher sei, aber das ist eben passé. Was heute katholisch ist oder nicht, entscheidet (seit dem 1. Vatikanum) der aktuelle Papst. Witzig übrigens, dass Du als vermeintlich konservative Katholikin dm schweren Ungehorsam gegenüber dem Papst das Wort redest - noch dazu mit dem Argument, dass ihre Ablehnung der religiösen Toleranz und ihre Befürwortung der Unterdrückung anderer Religionen durch staatlichen Zwang (denn darum geht es ja) doch der kath. Tradition entspräche. bearbeitet 17. Februar von iskander Zitieren
Werner001 Geschrieben 17. Februar Melden Geschrieben 17. Februar vor 5 Stunden schrieb Merkur: Das geht doch mehr oder weniger jedem Katholiken so (Stichwort Morallehre). Sie haben sogar noch den Vorteil, sich auf frühere Päpste berufen zu können (im Gegensatz zum Durchschnittskatholiken, dem nur sein Gewissen zur Seite steht). Nur betonen diese mehr oder weniger alle Katholiken im Gegensatz zu den Piusbrüdern nicht bei jeder Gelegenheit, dass von der reinen Lehre kein Millimeter abgewichen werden dürfe. Und dem Papst nicht bedingungslos zu gehorchen ist nun mal eine Abweichung von der reinen Lehre Werner Zitieren
Merkur Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 22 Stunden schrieb Werner001: Nur betonen diese mehr oder weniger alle Katholiken im Gegensatz zu den Piusbrüdern nicht bei jeder Gelegenheit, dass von der reinen Lehre kein Millimeter abgewichen werden dürfe. Und dem Papst nicht bedingungslos zu gehorchen ist nun mal eine Abweichung von der reinen Lehre Ist der Notstand, auf den sie sich berufen, nicht Bestandteil der Lehre? Immerhin bewahren sie das, was die Kirche bis Vat2 getan und gelehrt hat und retten es so vor dem Vergessen. Möglicherweise werden zukünftige Päpste dafür dankbar sein. 1 Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor einer Stunde schrieb Merkur: Ist der Notstand, auf den sie sich berufen, nicht Bestandteil der Lehre? Immerhin bewahren sie das, was die Kirche bis Vat2 getan und gelehrt hat und retten es so vor dem Vergessen. Möglicherweise werden zukünftige Päpste dafür dankbar sein. Die Berufung auf einen "Notstand" würde allerdings gleichzeitig zwingend implizieren, dass die Päpste seit Paul VI. allesamt Häretiker waren, vom "wahren Glauben" abgefallen sind und auch der jetzige Papst ein Häretiker ist. Wenn aber der aktuelle Papst ein Häretiker ist und den wahren katholischen Glauben verraten hat, machen ja irgendwelche Glaubensgespräche keinerlei Sinn. Im Grunde müsste der Papst aus Sicht der Pius-Brüder bestimmte Aussagen des 2. Vatikanums "zurücknehmen"...... eine ziehmlich bizarre Vorstellung. Die Crux ist: es gibt zwischen Papst und Pius-Brüdern keine unabhängige Schiedsinstanz, die Appellation an ein allgemeines Konzil fällt wohl flach, wäre auch im Fall der Pius-Brüder ganz besonders kurios. Letzte Entscheidungsinstanz ist und bleibt in diesem Fall der Papst selbst. Bei dem ganzen Unterfangen geraten die Pius-Brüder in einen klaren Selbstwiderspruch, wenn sie die Autorität des Papstes nicht akzeptieren. Sie müssten dann eben die Konsequenz ziehen und eine eigene Kirche aufmachen..... Zitieren
iskander Geschrieben 18. Februar Melden Geschrieben 18. Februar vor 34 Minuten schrieb Cosifantutti: Bei dem ganzen Unterfangen geraten die Pius-Brüder in einen klaren Selbstwiderspruch, wenn sie die Autorität des Papstes nicht akzeptieren. Sie müssten dann eben die Konsequenz ziehen und eine eigene Kirche aufmachen..... Dahinter stehen zwei katholische Prinzipien, die man nicht gut unter einen Hut bringen kann: - Die Stimme des Papstes ist maßgeblich. - Die Lehre der Kirche ist wahr und ändert sich nicht. Der zweite Satz ist falsch, wird aber gerne mindestens so suggeriert. Die Kirche müsste eben zugeben, dass sie sich auch schon geirrt und korrigiert hat - aber genau das will sie nicht tun. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 8 Stunden schrieb Cosifantutti: Im Grunde müsste der Papst aus Sicht der Pius-Brüder bestimmte Aussagen des 2. Vatikanums "zurücknehmen"...... eine ziehmlich bizarre Vorstellung. Sie erwarten, dass die Kirche ihre Lehre ändert. Zitieren
Flo77 Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 26 Minuten schrieb Chrysologus: Sie erwarten, dass die Kirche ihre Lehre ändert. Also hat Vat2 die Lehre der Kirche tatsächlich geändert und der Vorwurf der Piusler ist korrekt? Zitieren
Werner001 Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 1 Stunde schrieb Flo77: Also hat Vat2 die Lehre der Kirche tatsächlich geändert und der Vorwurf der Piusler ist korrekt? Vat1 hat die Lehre geändert, Vat2 hat die Lehre geändert, Trient hat sie auch schon geändert. Lateran IV, you name it. Der offizielle Theologiesprech ist natürlich „man hat im Lichte neuer Erkenntnis die ewig unverändert gültige Lehre präzisiert“, aber natürlich ist es eine Änderung, vorher galt was anderes als hinterher. Werner Zitieren
Flo77 Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor einer Stunde schrieb Werner001: Vat1 hat die Lehre geändert, Vat2 hat die Lehre geändert, Trient hat sie auch schon geändert. Lateran IV, you name it. Der offizielle Theologiesprech ist natürlich „man hat im Lichte neuer Erkenntnis die ewig unverändert gültige Lehre präzisiert“, aber natürlich ist es eine Änderung, vorher galt was anderes als hinterher. Ich weiß schon, warum ich im Bezug auf die Konzilien Jerusalemiter geworden bin... Alles, was danach kam, scheint mir sehr, sehr zweifelhaft. Zitieren
Merkur Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar (bearbeitet) vor 17 Stunden schrieb Cosifantutti: Die Berufung auf einen "Notstand" würde allerdings gleichzeitig zwingend implizieren, dass die Päpste seit Paul VI. allesamt Häretiker waren, vom "wahren Glauben" abgefallen sind und auch der jetzige Papst ein Häretiker ist. Das sehe ich nicht. Ich sehe es im Wesentlichen als Meinungsverschiedenheit. Der Notstand bezieht sich nur auf eine Gefahr für bestimmte schutzwürdige Güter. Das ist der Anknüpfungspunkt. bearbeitet 19. Februar von Merkur Zitieren
Merkur Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 16 Stunden schrieb iskander: Der zweite Satz ist falsch, wird aber gerne mindestens so suggeriert. Die Kirche müsste eben zugeben, dass sie sich auch schon geirrt und korrigiert hat - aber genau das will sie nicht tun. Natürlich ändert sie sich, aber nicht jede Änderung ist sinnvoll. Zitieren
Guppy Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar vor 17 Stunden schrieb Cosifantutti: Die Berufung auf einen "Notstand" würde allerdings gleichzeitig zwingend implizieren, dass die Päpste seit Paul VI. allesamt Häretiker waren, vom "wahren Glauben" abgefallen sind und auch der jetzige Papst ein Häretiker ist. Der Generalobere hat doch erklärt worauf sich der Notstand bezieht: "Es ist traurig, dies feststellen zu müssen, aber es ist eine Tatsache: In einer gewöhnlichen Pfarrei finden die Gläubigen nicht mehr die notwendigen Mittel, um ihr ewiges Heil zu sichern. Dies betrifft insbesondere die vollständige Verkündigung der katholischen Wahrheit und Moral sowie die Spendung der Sakramente, wie die Kirche sie immer vollzogen hat. Darin besteht der Notstand. In diesem kritischen Kontext werden unsere Bischöfe älter und angesichts des stetigen Wachstums des Apostolates reichen sie nicht mehr aus, um den Bedürfnissen der Gläubigen in der ganzen Welt gerecht zu werden.“ Zitieren
Merkur Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar Zumindest im Hinblick auf die Liturgie hat er damit m.E. nicht ganz Unrecht. Das ist mir am letzten Sonntag aufgefallen. Traditionell: Sonntag Quinquagesima, Farbe violett, levitiertes Hochamt ohne irgendwelche eigene Ideen des Liturgen. Nach neuem Ritus: 6. Sonntag im Jahreskreis, Farbe grün, es wird erstaunlich oft das Thema Karneval aufgenommen, leider nicht immer auf gelungene Weise. Gut gemeint, aber leider selten gut gemacht. Zitieren
Guppy Geschrieben 19. Februar Melden Geschrieben 19. Februar Hier die Antwort der Piusbruderschaft an Kardinal Fernandez: https://fsspx.de/de/publications/schreiben-von-pater-pagliarani-kardinal-fernandez-57315 "Wir beide wissen im Voraus, dass wir uns auf lehrmäßiger Ebene nicht einigen können, insbesondere bezüglich der grundlegenden Orientierungen, die seit dem II. Vatikanischen Konzil eingeschlagen wurden. Dieser Dissens von Seiten der Bruderschaft ergibt sich nicht aus einer einfachen Meinungsverschiedenheit, sondern aus einem echten Gewissenskonflikt, der aus dem erwächst, was sich als Bruch mit der Tradition der Kirche erweist." "Angesichts der gemeinsamen Feststellung, dass wir keine Übereinkunft in der Glaubenslehre finden können, scheint es mir, dass der einzige Punkt, an dem wir zusammenkommen können, jener der Nächstenliebe gegenüber den Seelen und gegenüber der Kirche ist." "Diese Bruderschaft bittet Sie lediglich, weiterhin jenes Gute für die Seelen tun zu können, denen sie die heiligen Sakramente spendet. Sie bittet um nichts anderes, kein Privileg, nicht einmal eine kanonische Regularisierung, die im aktuellen Zustand der Dinge aufgrund der lehrmäßigen Divergenzen undurchführbar erscheint. Die Bruderschaft kann die Seelen nicht im Stich lassen. Das Bedürfnis von Weihen ist ein konkretes kurzfristiges Bedürfnis für das Überleben der Tradition, im Dienst der heiligen katholischen Kirche." Zitieren
atheist666 Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar vor 23 Minuten schrieb Guppy: Hier die Antwort der Piusbruderschaft an Kardinal Fernandez: https://fsspx.de/de/publications/schreiben-von-pater-pagliarani-kardinal-fernandez-57315 "Wir beide wissen im Voraus, dass wir uns auf lehrmäßiger Ebene nicht einigen können, insbesondere bezüglich der grundlegenden Orientierungen, die seit dem II. Vatikanischen Konzil eingeschlagen wurden. Dieser Dissens von Seiten der Bruderschaft ergibt sich nicht aus einer einfachen Meinungsverschiedenheit, sondern aus einem echten Gewissenskonflikt, der aus dem erwächst, was sich als Bruch mit der Tradition der Kirche erweist." "Angesichts der gemeinsamen Feststellung, dass wir keine Übereinkunft in der Glaubenslehre finden können, scheint es mir, dass der einzige Punkt, an dem wir zusammenkommen können, jener der Nächstenliebe gegenüber den Seelen und gegenüber der Kirche ist." "Diese Bruderschaft bittet Sie lediglich, weiterhin jenes Gute für die Seelen tun zu können, denen sie die heiligen Sakramente spendet. Sie bittet um nichts anderes, kein Privileg, nicht einmal eine kanonische Regularisierung, die im aktuellen Zustand der Dinge aufgrund der lehrmäßigen Divergenzen undurchführbar erscheint. Die Bruderschaft kann die Seelen nicht im Stich lassen. Das Bedürfnis von Weihen ist ein konkretes kurzfristiges Bedürfnis für das Überleben der Tradition, im Dienst der heiligen katholischen Kirche." Überraschen tut das nicht. Theologische Gespräche haben schon zur Zeiten der Reformation zu nichts geführt. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar vor 8 Stunden schrieb Guppy: "Diese Bruderschaft bittet Sie lediglich, weiterhin jenes Gute für die Seelen tun zu können, denen sie die heiligen Sakramente spendet. Sie bittet um nichts anderes, kein Privileg, nicht einmal eine kanonische Regularisierung, die im aktuellen Zustand der Dinge aufgrund der lehrmäßigen Divergenzen undurchführbar erscheint. Die Bruderschaft kann die Seelen nicht im Stich lassen. Das Bedürfnis von Weihen ist ein konkretes kurzfristiges Bedürfnis für das Überleben der Tradition, im Dienst der heiligen katholischen Kirche." Mit denselben Worten kann man Rom bitten, die Frauenweihe zu gestatten: "Diese Gläubigen bitten Sie lediglich, jenes Gute für die Seelen tun zu können, denen sie die heiligen Sakramente spenden möchte. Sie bitten um nichts anderes, kein Privileg, nicht einmal eine kanonische Regularisierung, die im aktuellen Zustand der Dinge aufgrund der lehrmäßigen Divergenzen undurchführbar erscheint. Die Gläubigen können die Seelen nicht im Stich lassen. Das Bedürfnis von Weihen ist ein konkretes kurzfristiges Bedürfnis für das Überleben der Gemeinden, im Dienst der heiligen katholischen Kirche." Der Unterschied: Die FSSPX sagt zugleich, uns ist vollkommen egal, was ihr antwortet, wir werden das ohnehin machen und wir werden in der Liturgie wider besseren Wissens sagen (das nennt man Lüge), dass die Weihe mit Einverständnis des römischen Bischofs statt finde. 2 Zitieren
SteRo Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihen Dann scheint die Sache ja klar zu sein. Zitieren
atheist666 Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar vor 5 Stunden schrieb SteRo: Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihen Dann scheint die Sache ja klar zu sein. Hätte ich an deren Stelle auch gemacht. Zitieren
Flo77 Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar Na dann lassen wir uns mal überraschen, ob Rom die Exkommunikation dann auch wieder bedingungslos aufhebt oder gar nicht erst in Kraft treten lässt. Zitieren
Guppy Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar vor 5 Stunden schrieb Flo77: Na dann lassen wir uns mal überraschen, ob Rom die Exkommunikation dann auch wieder bedingungslos aufhebt oder gar nicht erst in Kraft treten lässt. Die Exkommunikation wurde 2009 aufgehoben. Das ist nun 17 Jahre her. Man hätte 17 Jahre einen theologischen Dialog führen können. Zumindest zeitweise gab es ja auch Gespräche. Geführt hat das alles faktisch zu nichts. Ersuchen der Priesterbruderschaft nach einer Audienz beim Papst um deren Situation zu erklären und für sein väterliches Verständnis zu werben blieben unbeantwortet. Erst nach der Ankündigung der Bischofsweihen kam aus Rom überhaupt eine Reaktion: Das Angebot eines theologischen Dialogs, der schon die letzten 17 Jahre zu nichts geführt hat, aber auch nur, wenn keine neuen Bischöfe geweiht werden. Zitieren
iskander Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar Am 19.2.2026 um 17:42 schrieb Guppy: Der Generalobere hat doch erklärt worauf sich der Notstand bezieht: "Es ist traurig, dies feststellen zu müssen, aber es ist eine Tatsache: In einer gewöhnlichen Pfarrei finden die Gläubigen nicht mehr die notwendigen Mittel, um ihr ewiges Heil zu sichern. Dies betrifft insbesondere die vollständige Verkündigung der katholischen Wahrheit und Moral sowie die Spendung der Sakramente, wie die Kirche sie immer vollzogen hat. Darin besteht der Notstand. In diesem kritischen Kontext werden unsere Bischöfe älter und angesichts des stetigen Wachstums des Apostolates reichen sie nicht mehr aus, um den Bedürfnissen der Gläubigen in der ganzen Welt gerecht zu werden.“ Die Pius-Brüder könnten sich Rom unterordnen und dann ihre Priester in die Gemeinden schicken, um dort die Sakramente zu spenden. Dazu bräuchten sie nicht gegen Roms Willen Bischöfe zu weihen. vor 22 Stunden schrieb Guppy: "Dieser Dissens von Seiten der Bruderschaft ergibt sich nicht aus einer einfachen Meinungsverschiedenheit, sondern aus einem echten Gewissenskonflikt, der aus dem erwächst, was sich als Bruch mit der Tradition der Kirche erweist." Es ist schon witzig, wenn Leute sich auf ihr Gewissen berufen, die die Gewissensfreiheit anderer ablehnen. Guppy, Dir ist schon klar, dass die Pius-Brüder wollen, dass der Staat alle Nicht-Katholiken, die ihre Religion (öffentlich) ausüben, polizeilich verfolgt? (Außer der Staat ist aus Gründen der Opportunität leider Gottes gezwungen, von religiösen Verfolgungen Abstand zu nehmen?) Findest Du das gut? Feierst Du das? Zitieren
Guppy Geschrieben 20. Februar Melden Geschrieben 20. Februar vor 22 Minuten schrieb iskander: Es ist schon witzig, wenn Leute sich auf ihr Gewissen berufen, die die Gewissensfreiheit anderer ablehnen. Guppy, Dir ist schon klar, dass die Pius-Brüder wollen, dass der Staat alle Nicht-Katholiken, die ihre Religion (öffentlich) ausüben, polizeilich verfolgt? (Außer der Staat ist aus Gründen der Opportunität leider Gottes gezwungen, von religiösen Verfolgungen Abstand zu nehmen?) Die Priesterbruderschaft sagt meines Wissen, dass der katholische Glaube die Wahrheit ist und andere Religionen somit falsch und unwahr. Und der Staat solle dazu keine neutrale Haltung einnehmen, nach dem Motto"Jeder soll einfach nach seiner Facon selig werden", sondern der Staat soll der Wahrheit dienen und der Unwahrheit wenigstens nicht Vorschub leisten. So verstehe ich das. Das heisst nicht, dass irgendwer mit Gewalt bekehrt werden soll oder irgendwas. Jeder kann glauben oder nicht glauben was er will. Aber vor Gott ist das kein "Recht". Zitieren
rorro Geschrieben 21. Februar Melden Geschrieben 21. Februar vor 10 Stunden schrieb Guppy: Die Exkommunikation wurde 2009 aufgehoben. Das ist nun 17 Jahre her. Man hätte 17 Jahre einen theologischen Dialog führen können. Zumindest zeitweise gab es ja auch Gespräche. Geführt hat das alles faktisch zu nichts. Richtig. Es hat zu nichts geführt. Die Piusbruderschaft sieht sich selbst als authentische Interpretatoren der katholischen Tradition. Das kann sie so machen, sie steht damit aber außerhalb der Fülle der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche. Es ist vollkommen nachzuvollziehen, daß sie eine erneute Exkommunikation nicht schreckt - sie will ja auch gar nicht in Communio mit den Bischöfen und dem Papst sein, die die Lehraussagen des letzten Ökumenischen Konzils annehmen und verteidigen. Zitieren
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