Lindau Geschrieben 7. Juni Autor Melden Geschrieben 7. Juni vor 3 Stunden schrieb Merkur: Fronleichnam hatte im Ruhrgebiet bis vor einigen Jahren noch eine erhebliche Bedeutung. Eine Besonderheit sind die großen muttersprachlichen Gemeinschaften (vor allem Polen, Kroaten und Koreaner) und die aus der Zeit des Kulturkampfs stammenden eucharistischen Ehrengarden. Die Beteiligung hat aber stark nachgelassen. Die neuen geistlichen Gemeinschaften scheinen damit nicht viel anfangen zu können. Schade …. Zitieren
Lindau Geschrieben 7. Juni Autor Melden Geschrieben 7. Juni Der Papst hat heute in Spanien Fronleichnam gefeiert, am Sonntagdarauf, wie in Spanien üblich Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 7. Juni Melden Geschrieben 7. Juni vor 6 Stunden schrieb Adrian94: In meinem Heimatort gibt es ein Bürgergarde. Sie hat an diesem Tag die wesentliche Aufgabe das Altarsakrament zu schützen - ähnlich der Prangerstutzenschützen. Für viele aussenstehende mag es komisch sein, wen beim Eucharistischen Segen der Altäre mit der großen Kanone geschossen wird und ein "Habt acht" im militärischen Ton durch den Stadtplatz dröhnt. Allerdings merkt man vielen beteiligten einfach an, dass viele nicht mehr wissen was man da feiert. So verkommt das ganze zu einer reinen Folklore Veranstaltung. Trotzdem liebe ich das Fronleichnamsfest. Mittlerweile wohne ich dort schon länger nicht mehr, hie und da feierte ich Fronleichnam dort mit. Es ist dann wohl sehr schön, aber mehr mit einer gewissen Wehmut und Melancholie verbunden, dass gewisse Zeiten unwiederbringlich vorbei sind. Das schönste Fronleichnam hatte ich tatsächlich 2020 während der Pandemie. Auf Prozessionen wurde verzichtet, so ging ich in Linz in die kleine Kapelle der Marienschwestern vom Berge Karmel und konnte in Stille vor dem ausgesetzten Allerheiligsten 2 Stunden Anbetung halten. Diese Stille und dieses ganz bei Jesus sein war so schön... Seitdem sehe ich eine Prozession nicht mehr als bedingt notwendig. Es kommt auf die tiefe innere Anbetung des Herrn an, diese kann ich bei einer Prozession weniger erfahren. Das kann ich zu 100% nachvollziehen. In meiner Jugend war ich voll auf eucharistischer Anbetung, und da ist die Prozession das exakte Gegenteil. Allerdings war ich dann eines Tages in St. Bonifaz auf einem Einkehrtag. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und wir sollten mit Anbetung beginnen. Wir saßen also im Stuhlkreis und ich dachte mir, kommt jetzt jemand, bringt eine Monstranz und stellt die auf den Boden? Das kam mir urkomisch vor. Aber dann war Anbetung ohne alles und aus dem absoluten Befremden wurde Freiheit. Freiheit, dass Anbetung auch einfach so geht. Und an dem Tag begann meine Reise: was brauche ich sonst noch alles nicht, um ein spirituelles Leben mit Gott zu führen. Und Stück für Stück konnte ich Ballast loswerden. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 7. Juni Melden Geschrieben 7. Juni vor 7 Stunden schrieb Adrian94: In meinem Heimatort gibt es ein Bürgergarde. Sie hat an diesem Tag die wesentliche Aufgabe das Altarsakrament zu schützen - ähnlich der Prangerstutzenschützen. Für viele aussenstehende mag es komisch sein, wen beim Eucharistischen Segen der Altäre mit der großen Kanone geschossen wird und ein "Habt acht" im militärischen Ton durch den Stadtplatz dröhnt. Allerdings merkt man vielen beteiligten einfach an, dass viele nicht mehr wissen was man da feiert. So verkommt das ganze zu einer reinen Folklore Veranstaltung. Trotzdem liebe ich das Fronleichnamsfest. Mittlerweile wohne ich dort schon länger nicht mehr, hie und da feierte ich Fronleichnam dort mit. Es ist dann wohl sehr schön, aber mehr mit einer gewissen Wehmut und Melancholie verbunden, dass gewisse Zeiten unwiederbringlich vorbei sind. Das schönste Fronleichnam hatte ich tatsächlich 2020 während der Pandemie. Auf Prozessionen wurde verzichtet, so ging ich in Linz in die kleine Kapelle der Marienschwestern vom Berge Karmel und konnte in Stille vor dem ausgesetzten Allerheiligsten 2 Stunden Anbetung halten. Diese Stille und dieses ganz bei Jesus sein war so schön... Seitdem sehe ich eine Prozession nicht mehr als bedingt notwendig. Es kommt auf die tiefe innere Anbetung des Herrn an, diese kann ich bei einer Prozession weniger erfahren. Ich würde versuchen, die Prozession weniger unter dem Gesichtspunkt "was bringt es mir" zu sehen, denn es handelt sich doch auch - v.a. in der heutigen Zeit - um ein öffentliches Bekenntnis der Gemeinde und auch um eine gegenseitige Ermutigung der Gläubigen. Zitieren
Aleachim Geschrieben 7. Juni Melden Geschrieben 7. Juni (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb Adrian94: Für viele aussenstehende mag es komisch sein, wen beim Eucharistischen Segen der Altäre mit der großen Kanone geschossen wird und ein "Habt acht" im militärischen Ton durch den Stadtplatz dröhnt. Geschossen wird bei uns auch. Das macht die Böllerschützengruppe. Die stehen aber Abseits. Die Gläubigen hören nur die Schüsse. Militärisch wirkende Befehle gibt es hier nicht. vor 8 Stunden schrieb Adrian94: Seitdem sehe ich eine Prozession nicht mehr als bedingt notwendig. Es kommt auf die tiefe innere Anbetung des Herrn an, diese kann ich bei einer Prozession weniger erfahren. Hm... Für dich persönlich kannst du das ja so handhaben, aber ich finde, so eine Prozession hat ja einen ganz anderen Sinn, als die stille Anbetung. Unser Pfarrer hat das sehr schön und prägnant formuliert. Mit dem Allerheiligsten durch die Straßen zu ziehen, verdeutlicht, dass Jesus Christus überallhin mitgeht. Sein Leib begleitet uns in unseren Alltag. Gott ist nicht nur in der Kirche, sondern überall. bearbeitet 7. Juni von Aleachim Zitieren
Adrian94 Geschrieben 12. Juni Melden Geschrieben 12. Juni Am 7.6.2026 um 19:41 schrieb Aleachim: Geschossen wird bei uns auch. Das macht die Böllerschützengruppe. Die stehen aber Abseits. Die Gläubigen hören nur die Schüsse. Militärisch wirkende Befehle gibt es hier nicht. Hm... Für dich persönlich kannst du das ja so handhaben, aber ich finde, so eine Prozession hat ja einen ganz anderen Sinn, als die stille Anbetung. Unser Pfarrer hat das sehr schön und prägnant formuliert. Mit dem Allerheiligsten durch die Straßen zu ziehen, verdeutlicht, dass Jesus Christus überallhin mitgeht. Sein Leib begleitet uns in unseren Alltag. Gott ist nicht nur in der Kirche, sondern überall. Natürlich haben beide Formen einen ganz anderen Sinn bzw. Hintergrund. So gesehen vollziehen wir aber nach jeder hl.Messe eine Eucharistische Prozession in die Welt hinaus, da wir ja den Leib Christi empfangen und er in uns ja weiter fortlebt und wirkt. An Fronleichnam natürlich sichtbar. Ich kann dem Gedanken deines Pfarrers viel abgewinnen. Das ist auch mein Zugang zum Fronleichnamsfest und ich bin dankbar für die Prozession die heuer erleben durfte. Zitieren
Lindau Geschrieben 12. Juni Autor Melden Geschrieben 12. Juni Kennt ihr auch noch die Flurprozessionen durch die Felder? Zitieren
Lindau Geschrieben 12. Juni Autor Melden Geschrieben 12. Juni Und wer hat schon von den Eisprozessionen zwischen Hagnau und Münsterlingen gehört? Sie finden nur statt, wenn der Bodensee zugefroren ist. 1963 war ich mit dabei. Zitieren
Alfons Geschrieben 12. Juni Melden Geschrieben 12. Juni vor 5 Stunden schrieb Lindau: Sie finden nur statt, wenn der Bodensee zugefroren ist. 1963 war ich mit dabei. Also wenn dein Nickname deinem Aufenthaltsort entspricht, sind wir aktuell keine 20 Kilometer auseinander ... 😁 (Ja, ist jetzt OT, ich weiß. Zumal der See gerade nicht zugefroren ist.) Zitieren
Lindau Geschrieben 13. Juni Autor Melden Geschrieben 13. Juni (bearbeitet) vor 17 Stunden schrieb Alfons: Also wenn dein Nickname deinem Aufenthaltsort entspricht, sind wir aktuell keine 20 Kilometer auseinander ... 😁 (Ja, ist jetzt OT, ich weiß. Zumal der See gerade nicht zugefroren ist.) 1963 war ein Städtchen nahe Lindau tatsächlich mein Aufenthaltsort. 🌞 Nun nicht mehr. Hast du jene Eisprozession damals gesehen, oder war das vor deiner Zeit?🌞 bearbeitet 13. Juni von Lindau Zitieren
Lindau Geschrieben 13. Juni Autor Melden Geschrieben 13. Juni vor 17 Stunden schrieb Alfons: Also wenn dein Nickname deinem Aufenthaltsort entspricht, sind wir aktuell keine 20 Kilometer auseinander ... 😁 (Ja, ist jetzt OT, ich weiß. Zumal der See gerade nicht zugefroren ist.) Btw ,,,, es gibt ein Gedicht von Gustav Schwab über einen Ritt über den Bodensee, der schlecht ausgeht. 😒 1573 ging ein solcher Ritt gut aus, und auch 1963 🌞 Zitieren
Kara Geschrieben 13. Juni Melden Geschrieben 13. Juni vor einer Stunde schrieb Lindau: tw ,,,, es gibt ein Gedicht von Gustav Schwab über einen Ritt über den Bodensee, der schlecht ausgeht. 😒 1573 ging ein solcher Ritt gut aus, und auch 1963 🌞 Woran ich da spontan denken muss: Klick Zitieren
Lindau Geschrieben 13. Juni Autor Melden Geschrieben 13. Juni vor 43 Minuten schrieb Kara: Woran ich da spontan denken muss: Klick Diese Ponies sind wohl nicht Bodensee.tauglich. 😎 Zitieren
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