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Fronleichnam - wie sind eure Erinnerungen an diesen Tag?


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Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Merkur:

Fronleichnam hatte im Ruhrgebiet bis vor einigen Jahren noch eine erhebliche Bedeutung. Eine Besonderheit sind die großen muttersprachlichen Gemeinschaften (vor allem Polen, Kroaten und Koreaner) und die aus der Zeit des Kulturkampfs stammenden eucharistischen Ehrengarden. Die Beteiligung hat aber stark nachgelassen. Die neuen geistlichen Gemeinschaften scheinen damit nicht viel anfangen zu können. 

Schade ….

Geschrieben

Der Papst hat heute in Spanien Fronleichnam gefeiert, am Sonntagdarauf, wie in Spanien üblich

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Adrian94:

In meinem Heimatort gibt es ein Bürgergarde. Sie hat an diesem Tag die wesentliche Aufgabe das Altarsakrament zu schützen - ähnlich der Prangerstutzenschützen. 

Für viele aussenstehende mag es komisch sein, wen beim Eucharistischen Segen der Altäre mit der großen Kanone geschossen wird und ein "Habt acht" im militärischen Ton durch den Stadtplatz dröhnt.

 

Allerdings merkt man vielen beteiligten einfach an, dass viele nicht mehr wissen was man da feiert. So verkommt das ganze zu einer reinen Folklore Veranstaltung. 

Trotzdem liebe ich das Fronleichnamsfest. Mittlerweile wohne ich dort schon länger nicht mehr, hie und da feierte ich Fronleichnam dort mit. Es ist dann wohl sehr schön, aber mehr mit einer gewissen Wehmut und Melancholie verbunden, dass gewisse Zeiten unwiederbringlich vorbei sind. 

 

Das schönste Fronleichnam hatte ich tatsächlich 2020 während der Pandemie. Auf Prozessionen wurde verzichtet, so ging ich in Linz in die kleine Kapelle der Marienschwestern vom Berge Karmel und konnte in Stille vor dem ausgesetzten Allerheiligsten 2 Stunden Anbetung halten. 

Diese Stille und dieses ganz bei Jesus sein war so schön...

Seitdem sehe ich eine Prozession nicht mehr als bedingt notwendig. 

Es kommt auf die tiefe innere Anbetung des Herrn an, diese kann ich bei einer Prozession weniger erfahren. 

 

Das kann ich zu 100% nachvollziehen.

 

In meiner Jugend war ich voll auf eucharistischer Anbetung, und da ist die Prozession das exakte Gegenteil. Allerdings war ich dann eines Tages in St. Bonifaz auf einem Einkehrtag. Wir wurden in Gruppen aufgeteilt und wir sollten mit Anbetung beginnen. Wir saßen also im Stuhlkreis und ich dachte mir, kommt jetzt jemand, bringt eine Monstranz und stellt die auf den Boden? Das kam mir urkomisch vor. Aber dann war Anbetung ohne alles und aus dem absoluten Befremden wurde Freiheit. Freiheit, dass Anbetung auch einfach so geht. Und an dem Tag begann meine Reise: was brauche ich sonst noch alles nicht, um ein spirituelles Leben mit Gott zu führen. Und Stück für Stück konnte ich Ballast loswerden. 

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Adrian94:

In meinem Heimatort gibt es ein Bürgergarde. Sie hat an diesem Tag die wesentliche Aufgabe das Altarsakrament zu schützen - ähnlich der Prangerstutzenschützen. 

Für viele aussenstehende mag es komisch sein, wen beim Eucharistischen Segen der Altäre mit der großen Kanone geschossen wird und ein "Habt acht" im militärischen Ton durch den Stadtplatz dröhnt.

 

Allerdings merkt man vielen beteiligten einfach an, dass viele nicht mehr wissen was man da feiert. So verkommt das ganze zu einer reinen Folklore Veranstaltung. 

Trotzdem liebe ich das Fronleichnamsfest. Mittlerweile wohne ich dort schon länger nicht mehr, hie und da feierte ich Fronleichnam dort mit. Es ist dann wohl sehr schön, aber mehr mit einer gewissen Wehmut und Melancholie verbunden, dass gewisse Zeiten unwiederbringlich vorbei sind. 

 

Das schönste Fronleichnam hatte ich tatsächlich 2020 während der Pandemie. Auf Prozessionen wurde verzichtet, so ging ich in Linz in die kleine Kapelle der Marienschwestern vom Berge Karmel und konnte in Stille vor dem ausgesetzten Allerheiligsten 2 Stunden Anbetung halten. 

Diese Stille und dieses ganz bei Jesus sein war so schön...

Seitdem sehe ich eine Prozession nicht mehr als bedingt notwendig. 

Es kommt auf die tiefe innere Anbetung des Herrn an, diese kann ich bei einer Prozession weniger erfahren. 

 

 

 

 

Ich würde versuchen, die Prozession weniger unter dem Gesichtspunkt "was bringt es mir" zu sehen, denn es handelt sich doch auch - v.a. in der heutigen Zeit - um ein öffentliches Bekenntnis der Gemeinde und auch um eine gegenseitige Ermutigung der Gläubigen.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb Adrian94:

Für viele aussenstehende mag es komisch sein, wen beim Eucharistischen Segen der Altäre mit der großen Kanone geschossen wird und ein "Habt acht" im militärischen Ton durch den Stadtplatz dröhnt.

 

Geschossen wird bei uns auch. Das macht die Böllerschützengruppe. Die stehen aber Abseits. Die Gläubigen hören nur die Schüsse. Militärisch wirkende Befehle gibt es hier nicht. 

 

vor 8 Stunden schrieb Adrian94:

Seitdem sehe ich eine Prozession nicht mehr als bedingt notwendig. 

Es kommt auf die tiefe innere Anbetung des Herrn an, diese kann ich bei einer Prozession weniger erfahren. 

Hm... Für dich persönlich kannst du das ja so handhaben, aber ich finde, so eine Prozession hat ja einen ganz anderen Sinn, als die stille Anbetung. Unser Pfarrer hat das sehr schön und prägnant formuliert. Mit dem Allerheiligsten durch die Straßen zu ziehen, verdeutlicht, dass Jesus Christus überallhin mitgeht. Sein Leib begleitet uns in unseren Alltag. Gott ist nicht nur in der Kirche, sondern überall. 

bearbeitet von Aleachim

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