Aleachim Geschrieben 15. Juni Melden Geschrieben 15. Juni Ich bin gestern auf diese Umfrage gestoßen: https://www2.hd-soz.de/index.php/439335?lang=de Dort steht: Mit dieser Befragung möchten wir besser verstehen, wie Polarisierung in der Kirche wahrgenommen wird. Uns interessiert, welche Themen Menschen als besonders konfliktgeladen erleben, welche Spannungen sichtbar werden und wie sich unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Kirche darstellen. Die Umfrage richtet sich an alle evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder in Deutschland, unabhängig von Amt oder Funktion. Ich fand die Fragestellungen recht interessant, wenn auch manchmal zu wenig differenziert. Vielleicht hat ja jemand Lust teilzunehmen, und/oder darüber zu diskutieren. 1 Zitieren
Kara Geschrieben 15. Juni Melden Geschrieben 15. Juni (bearbeitet) Ich hab die Umfrage schon vor einer Weile gesehen und damals, wie jetzt auch wieder, abgebrochen. Mir fällt die Antwort auf diese Fragen schwer, weil ich diese zweifellos starke Polarisierung nur medial erlebe, nicht aber innerhalb meiner Gemeinde und meinem persönlichen, kirchlichen Engagement im echten Leben. Ich arbeite sehr gut und sehr gerne mit Reformern zusammen. Vielleicht, weil es in unseren gemeinsamen Veranstaltungen um ganz grundlegende Glaubensthemen geht. Anders ausgedrückt: Es geht uns allen nur um Jesus. Da gibt es keinen Dissens. Es gibt allerdings in meiner Gemeinde durchaus Menschen (die ich persönlich sehr mag), mit denen ich niemals zusammenarbeiten möchte und Formate, die ich niemals mitgestalten oder auch nur besuchen würde. Da ich mich in meinem echten kirchlichen Leben also vom allzu krassen anderen Pol sehr gut fernhalten kann, und ich mir von diesen Leuten nicht zu jedem Thema ihre Meinung anhören muss, genauso, wie ich ihnen nicht meine Meinung auf's Auge drücken muss, läuft das Gemeindeleben alles in allem in sehr harmonischen Bahnen. Echter, tiefer Austausch findet aber nur mit ganz bestimmten Menschen statt. Darunter sind auch welche, die eher dem anderen Pol zuneigen. Wir diskutieren also durchaus auch mal, manchmal wird es auch etwas hitziger. Aber wir sind Freunde. Wir verletzen uns nicht. Und wir können Dinge auch einfach mal nebeneinander stehen lassen. Und uns wieder dem Rotwein zuwenden 🙂. Deswegen bin ich ein bisschen ratlos bei den Fragen. bearbeitet 15. Juni von Kara 1 Zitieren
gouvernante Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni Ich habe auch teilgenommen. Besonders spannend fand ich den letzten Teil, wo es um die zugrundeliegenden rwalen und (beim anderen: vermuteten) Bedürfnisse geht. Ich denke, da liegt bei vielen Spannungen der Hund begraben, über den sich einzelne Themen dann nur drüberlegen. Ansonsten bin ich bei Kara. Ich lebe und arbeite in Kontexten, in denen ich mich gut in andere Positionen und Bedürfnisse einfühlen können muss und darauf angewiesen bin, zu meinen eigenen (religiösen) Bedürfnissen auch in eine gesunde Distanz treten zu können, um sie nicht anderen überzuhelfen. D.h. mein Alltag ist wenig polarisiert. Aber - und da bin ich dann bei der Umfrage: ich kann durchaus Polarisierung auch im Nahfeld beobachten. Und ich finde es spannend, sich diesen Fragen einmal etwas strukturierter zu nähern, auch wenn es mir bei der Umfrage oft an Differenzierung gefehlt hat. (Aber dieser Wunsch nach DIfferenzierung ist ja vermutlich bereits eine Konsequenz der Haltung, in der ich auch sonst arbeite und nicht universell verbreitet.) 2 Zitieren
rorro Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni (bearbeitet) Ich habe schon vor längerem teilgenommen. Die von gouvi genannten Fragen zu den realen oder vermuteten Bedürfnissen erinnerten mich sehr an evidenzfreie Küchenpsychologie. Natürlich werden nur für „die andere Partei“ psychologische Begründe als „eigentliche“ Triebfeder suggeriert, während man sich selbst für eher darüber stehend halten kann. Ein großes Naja. Bestenfalls sehen das die Autoren genauso und haben deswegen diese Fragen eingebaut - um eine Überheblichkeit auf welcher Seite auch immer zu entlarven. Wir werden sehen. bearbeitet 16. Juni von rorro Zitieren
gouvernante Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor einer Stunde schrieb rorro: Natürlich werden nur für „die andere Partei“ psychologische Begründe als „eigentliche“ Triebfeder suggeriert, während man sich selbst für eher darüber stehend halten kann. Die Fragen gehen doch in beide Richtungen. Zitieren
rorro Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni vor 14 Minuten schrieb gouvernante: Die Fragen gehen doch in beide Richtungen. Deswegen hoffe ich auch, daß die Autoren diese stellen, um das zu entlarven. Bei keiner Frage - soweit ich mich erinnere - kann man „der anderen Seite“ unterstellen, aus subjektiver Überzeugung an einer ewigen Wahrheit die Sache so zu sehen wie sie gesehen wird. Schade eigentlich. Aber für die Postpostmoderne typisch. Zitieren
Shubashi Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni Erstmal vielen Dank für das Vorstellen dieser Umfrage. Auf viele Fragen konnte ich keine Antwort geben, insbes. bei der „Küchenpsychologie“, wo man allgemein über Motive von Menschen spekulieren durfte. Viele Konflikte kennen ich auch allenfalls aus medialen Debatten, dann kann ich auch schlecht Stellung beziehen, denn ich kenne es aus meinem eigenen kirchlichen Umfeld nicht. Ich denke auch, Christentum und Evangelium findet in konkreten Begegnungen statt, nicht abstrakten Debatten. Zitieren
SteRo Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni "Wenn Sie an Ihre eigene Haltung innerhalb Ihrer Kirche denken: Wo würden Sie sich einordnen?" Nicht anwendbar. Scheint eine tendenziös politisierende Befragung zu sein. Zitieren
Weihrauch Geschrieben 16. Juni Melden Geschrieben 16. Juni (bearbeitet) Der Veranstalter dieser Umfrage schreibt auf seiner Website: Zitat Wir begleiten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen in Entwicklungsprozessen, die auf nachhaltige Veränderung ausgerichtet sind. Die katholische Kirche fällt von ihrem Selbstverständnis ganz bestimmt nicht in die Kategorie eines Unternehmens, und dass die Kurie in Rom eine Non-Profit-Organisation sei, kauft ihr hierzulande kaum einer ab. Sie passt auch deshalb nicht in diese Zielgruppe, da die Kurie in Rom zwar nachhaltige Veränderungen aller Völker beabsichtigt, aber gewiss nicht auf Entwicklungsprozesse und nachhaltige Veränderungen ihrer selbst ausgerichtet ist. Die Vorstellung, dass der Schwanz mit dem Hund wedeln könnte ist ihr verhasst, da sie sich als das Oberhaupt, als Machtzentrum der Kirche versteht. Ohne Entgelt wird Hahmann & Dessoy eine solche Umfrage und Auswertung nicht durchführen. Das verursacht Kosten. Kann das eine PR-Aktion sein? Eher nicht, wer nutzt Kirchen als PR-Argument? Wer steckt also hinter dieser Umfrage? KI Grok: Zitat Der Verein futur2 e.V. hat die wissenschaftliche Befragung durchgeführt. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bewirbt die Umfrage aktiv (z. B. auf Facebook und Instagram), verlinkt sie und kündigt an, dass die Ergebnisse im Rahmen des Strategiekongresses 2026 des ZdK vorgestellt und veröffentlicht werden. Auf der Umfrageseite selbst wird kein konkreter Auftraggeber genannt, aber ZdK-Posts sprechen explizit von einer „aktuellen wissenschaftlichen Befragung des Vereins futur2 e.V.“, die Polarisierung in der katholischen und evangelischen Kirche untersucht. futur2 e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der nachhaltigen Entwicklung von Kirche und Gesellschaft widmet (auf Basis des christlichen Menschenbilds). Er betreibt das Onlinemagazin futur2.org und ist Träger der Strategiekongresse „Strategie und Entwicklung in Kirche und Gesellschaft“. Gründer und Schlüsselpersonen Gegründet 2014 in Köln (ursprünglich als „Strategie und Entwicklung in Kirche und Gesellschaft e.V.“, 2020 umbenannt in futur2 e.V.). Initiatoren/Gründer (der ersten futur2-Ausgabe 2011 und der späteren Vereinsgründung): Dr. Valentin Dessoy, Frank Reintgen, Gundo Lames und Martin Lätzel. Dr. Valentin Dessoy (*1958) ist ein katholischer Theologe, Psychologe und Kirchenentwickler aus Mainz. Er arbeitet als Gesprächspsychotherapeut, Familientherapeut, Supervisor, Coach, Trainer und Organisationsberater. Seit 2004 führt er die Beratungsfirma kairos – Coaching, Consulting, Training in Mainz, die sich vor allem auf kirchliche und soziale Organisationen konzentriert (Strategie-, Organisations- und Personalentwicklung). bearbeitet 16. Juni von Weihrauch Vernunftgründe haben die Kurie noch nie zu nachhaltigen Veränderungen animiert. Eher schon Druck, Druck durch Polarisierung wäre eine denkbare Möglichkeit. 1 Zitieren
Guppy Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni Am 15.6.2026 um 22:39 schrieb Kara: Ich arbeite sehr gut und sehr gerne mit Reformern zusammen. Vielleicht, weil es in unseren gemeinsamen Veranstaltungen um ganz grundlegende Glaubensthemen geht. Anders ausgedrückt: Es geht uns allen nur um Jesus. Da gibt es keinen Dissens. Es gibt allerdings in meiner Gemeinde durchaus Menschen (die ich persönlich sehr mag), mit denen ich niemals zusammenarbeiten möchte und Formate, die ich niemals mitgestalten oder auch nur besuchen würde. In meinem Freundeskreis sind u.a. ein orthodoxer Lutheranter und eine Baptistin. Uns trennen viele theologische Unterschiede, aber was uns verbindet ist die innige Liebe zu Jesus und den aufrichtigen Wunsch ein Leben nach seinem Willen und nach seiner Wahrheit zu führen. Ich kann mit beiden zum Beispiel auch sehr gut beten oder wir tauschen uns über die Bibel und verschiedene Themen mit Bezug zum Glauben aus. Das geht durchaus respektvoll und gut. Mit vielen "Papier-Katholiken" in der Pfarrei hier vor Ort wäre das gar nicht möglich. Für die ist Kirche eher eine Art Freiheitverein, wo man Freunde trifft und irgendwelchen Aktivitäten nachgeht, garniert mit so ein bisschen Christentums-Folklore. Mit denen kann ich bestenfalls weltliche Themen diskutieren und eben viel "Kirchenpolitik". Zitieren
Kara Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni vor 27 Minuten schrieb Guppy: In meinem Freundeskreis sind u.a. ein orthodoxer Lutheranter und eine Baptistin. Uns trennen viele theologische Unterschiede, aber was uns verbindet ist die innige Liebe zu Jesus und den aufrichtigen Wunsch ein Leben nach seinem Willen und nach seiner Wahrheit zu führen. Ich kann mit beiden zum Beispiel auch sehr gut beten oder wir tauschen uns über die Bibel und verschiedene Themen mit Bezug zum Glauben aus. Das geht durchaus respektvoll und gut. Das klingt sehr schön und das kann ich auch supergut nachvollziehen 🙂. Ich freu mich sehr für dich, dass es solche Menschen in deinem Leben gibt. 2 Zitieren
iskander Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni vor 59 Minuten schrieb Guppy: Mit vielen "Papier-Katholiken" in der Pfarrei hier vor Ort wäre das gar nicht möglich. Verzeih: Aber wie kann eine Katholikin, die in gravierender Weise gegen ihre kirchlichen Pflichten verstößt, die daher (mit ausdrücklicher Bestätigung durch Rom) schwer bestraft wird und keinesfalls die Sakramente empfangen darf, das aber andauernd verbotenerweise dennoch tut, anderen Katholiken vorwerfen, die kath. Kirche nicht ernst genug zu nehmen? Mir ist es persönlich ja vollkommen egal, wie Du zur kath. Kirche stehst und ob Du dem Papst in eklatanter Weise den Gehorsam verweigerst oder nicht. Aber wie kannst Du Dich dann immer wieder als lehramtstreue Katholikin gerieren und verächtliche Bemerkungen über andere Katholiken machen, die Deiner Meinung nach nicht konsequent genug katholisch sind? Wenn z.B. ein @rorro anderen Katholiken vorwirft, der Kirche nicht genug zu gehorchen, dann mag ich seine Grund-Überzeugungen nicht teilen und seine Schlussfolgerungen daher ablehnen; aber ich kann ihm, solange er in seiner Kritik konsequent bleibt und überall mit gleichem Maß misst, weder logische Brüche nur Heuchelei vorhalten. Aber Du? Wir haben in diesem Forum bei einer überschaubaren Anzahl von derzeit aktiven Mitgliedern im Moment - eine Katholikin, die wegen ihres schweren Ungehorsams gegen die Kirche praktisch wie eine Exkommunizierte bestraft wird, aber oft über kath. Bischöfe im Duktus der moralischen Empörung so herzieht, als seien das vom wahren Glauben abgefallene Apostaten; und wir sprechen hier wohlgemerkt von Bischöfen, die vom Papst berufen wurden und nach wie legitim ihre volle Amtsgewalt ausüben. - einen Nicht-Katholiken und Nicht-Theisten, der die kath. Kirche früher sogar oft abfällig als "K-Verein" tituliert hat; der aber dort, wo es ihm gerade passt, jeden Andersdenkenden aus der Warte und in der Manier eines super-strengen Katholiken, für den jede Abweichung von der kath. Lehre grundverkehrt ist, abkanzelt. - einen bekennenden Nicht-Katholiken, Nicht-Christen und Materialisten, der sämtliche Katholiken, die seiner Ansicht nach nicht ganz auf der "richtigen" streng katholischen Linie liegen - einer Linie, die aus einer materialistischer Sicht kein Iota Sinn ergibt und nur unnötig restriktiv ist - als "Häretiker" denunziert (und insofern sogar päpstlicher als der Papst ist, der solches nicht tut). Und bevor man mir (erneut) sagt, dass jeder tun und lassen kann, was er will, und dass mich das rein gar nichts anzugehen habe, weise ich auf das folgende hin: Jedes sinnvolle Gespräch - und dieses Forum ist seiner Idee nach immerhin als ein Gesprächsforum konzipiert - setzt bestimmte Grundlagen voraus. Das hat nichts damit zu tun, dass es keine inhaltlichen Differenzen zwischen Diskutanten geben dürfte, sondern damit, dass jeder sinnvolle Austausch - auch ein kontroverser - von bestimmten Voraussetzungen abhängt, zu denen beispielsweise logische Konsistenz gehört. Wer solche Voraussetzungen nicht respektiert, untergräbt die Fundamente einer sinnvollen Kommunikation. Mit einer inkonsistenten Position wie zum Beispiel "man soll die ganze kirchliche Lehre akzeptieren, aber man muss nicht die ganze kirchliche Lehre akzeptieren" kann man sich als Gegenüber nicht ernsthaft auseinandersetzen, und man kann sie noch nicht einmal verstehen (weil Widersprüchliches in sich selbst unverständlich ist). Wer verstanden werden oder gar mit anderen sprechen möchte - und nochmals: das hier ist als ein Gesprächsforum gedacht - sollte daher wenigstens minimale Standards der Rationalität bewahren. Wenn schon nicht aus Respekt vor sich selbst, dann wenigstens aus Respekt vor anderen. Zitieren
atheist666 Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni Eine kunterbunte Gesellschaft halt, wie das @iskander immer propagiert. Was war jetzt genau die Kritik daran? Zitieren
atheist666 Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni vor 3 Stunden schrieb iskander: Verzeih: Aber wie kann eine Katholikin, die in gravierender Weise gegen ihre kirchlichen Pflichten verstößt, die daher (mit ausdrücklicher Bestätigung durch Rom) schwer bestraft wird und keinesfalls die Sakramente empfangen darf, das aber andauernd verbotenerweise dennoch tut, anderen Katholiken vorwerfen, die kath. Kirche nicht ernst genug zu nehmen? Mir ist es persönlich ja vollkommen egal, wie Du zur kath. Kirche stehst und ob Du dem Papst in eklatanter Weise den Gehorsam verweigerst oder nicht. Aber wie kannst Du Dich dann immer wieder als lehramtstreue Katholikin gerieren und verächtliche Bemerkungen über andere Katholiken machen, die Deiner Meinung nach nicht konsequent genug katholisch sind? Wenn z.B. ein @rorro anderen Katholiken vorwirft, der Kirche nicht genug zu gehorchen, dann mag ich seine Grund-Überzeugungen nicht teilen und seine Schlussfolgerungen daher ablehnen; aber ich kann ihm, solange er in seiner Kritik konsequent bleibt und überall mit gleichem Maß misst, weder logische Brüche nur Heuchelei vorhalten. Aber Du? Wir haben in diesem Forum bei einer überschaubaren Anzahl von derzeit aktiven Mitgliedern im Moment - eine Katholikin, die wegen ihres schweren Ungehorsams gegen die Kirche praktisch wie eine Exkommunizierte bestraft wird, aber oft über kath. Bischöfe im Duktus der moralischen Empörung so herzieht, als seien das vom wahren Glauben abgefallene Apostaten; und wir sprechen hier wohlgemerkt von Bischöfen, die vom Papst berufen wurden und nach wie legitim ihre volle Amtsgewalt ausüben. - einen Nicht-Katholiken und Nicht-Theisten, der die kath. Kirche früher sogar oft abfällig als "K-Verein" tituliert hat; der aber dort, wo es ihm gerade passt, jeden Andersdenkenden aus der Warte und in der Manier eines super-strengen Katholiken, für den jede Abweichung von der kath. Lehre grundverkehrt ist, abkanzelt. - einen bekennenden Nicht-Katholiken, Nicht-Christen und Materialisten, der sämtliche Katholiken, die seiner Ansicht nach nicht ganz auf der "richtigen" streng katholischen Linie liegen - einer Linie, die aus einer materialistischer Sicht kein Iota Sinn ergibt und nur unnötig restriktiv ist - als "Häretiker" denunziert (und insofern sogar päpstlicher als der Papst ist, der solches nicht tut). Und bevor man mir (erneut) sagt, dass jeder tun und lassen kann, was er will, und dass mich das rein gar nichts anzugehen habe, weise ich auf das folgende hin: Jedes sinnvolle Gespräch - und dieses Forum ist seiner Idee nach immerhin als ein Gesprächsforum konzipiert - setzt bestimmte Grundlagen voraus. Das hat nichts damit zu tun, dass es keine inhaltlichen Differenzen zwischen Diskutanten geben dürfte, sondern damit, dass jeder sinnvolle Austausch - auch ein kontroverser - von bestimmten Voraussetzungen abhängt, zu denen beispielsweise logische Konsistenz gehört. Wer solche Voraussetzungen nicht respektiert, untergräbt die Fundamente einer sinnvollen Kommunikation. Mit einer inkonsistenten Position wie zum Beispiel "man soll die ganze kirchliche Lehre akzeptieren, aber man muss nicht die ganze kirchliche Lehre akzeptieren" kann man sich als Gegenüber nicht ernsthaft auseinandersetzen, und man kann sie noch nicht einmal verstehen (weil Widersprüchliches in sich selbst unverständlich ist). Wer verstanden werden oder gar mit anderen sprechen möchte - und nochmals: das hier ist als ein Gesprächsforum gedacht - sollte daher wenigstens minimale Standards der Rationalität bewahren. Wenn schon nicht aus Respekt vor sich selbst, dann wenigstens aus Respekt vor anderen. Wenn ich dies hier zitiere, dann nur deshalb, damit es im Original erhalten bleibt. Dieser Post strotzt nur vor linksgrünem Totalitarismus, anderen vorzuschreiben wie sie zu posten und zu denken haben, also wie dies heutzutage an Universitäten üblich ist. Aber wir sind hier nicht an der Universität, sondern in einem Forum wo jeder schreibt wie er oder sie denkt. Der dickste Hund dabei ist ja immer das Respektgefordere, was ein Gesülze kann ich nur dazu sagen. Leute zu denunzieren und gleichzeitig Respekt für seine eigene Art zu fordern ist einfach lächerlich. Deshalb wird auch Iskander niemals! eine Antwort von mir bekommen, PUNKT! Im Übrigen zieht bei mir nicht diese Masche von wegen "sachlich und höflich" ENDE DER dURCHSAGE Zitieren
iskander Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni vor 3 Stunden schrieb atheist666: Eine kunterbunte Gesellschaft halt, wie das @iskander immer propagiert. Was war jetzt genau die Kritik daran? Und wieder einmal steckst Du wie üblich alles in das "Links-vs.-konservativ-Raster", auch wenn es einmal mehr einmal hinten und vorne nicht passt. Wo habe ich jemals eine "kunterbunte" Gesellschaft gefordert? Oder gar "immer"? Kannst Du mir auch nun einen einzigen Beleg bringen? Gewiss nicht. Aber ich habe ja konservative Formen des Katholizismus kritisiert, und also muss ich ja "links" sein, denn die ganze Welt lässt sich ja dichotomisch ganz einfach in zwei vollkommen homogene Bereiche einteilen - links und konservativ. Und ab in die Schublade mit mir! vor 1 Stunde schrieb atheist666: Dieser Post strotzt nur vor linksgrünem Totalitarismus, anderen vorzuschreiben wie sie zu posten und zu denken haben, also wie dies heutzutage an Universitäten üblich ist. Mal ganz tief durchatmen. Ich plädiere dafür, dass unverzichtbare Grundlagen jeder sinnvollen Diskussion beachtet werden mögen, wie beispielsweise logische Konsistenz. Und das ist für Dich ein "linksgrüner Totalitarismus" und gehört an "Universitäten"? Mal eine Frage: Hast Du irgendeine Kenntnis von Logik oder von grundlegenden Bedingungen der Kommunikation? Kannst Du beispielsweise mit einem Begriff wie "logische Konsistenz" irgendetwas etwas anfangen? Verstehst Du, wovon hier überhaupt die Rede ist? Allem Anschein nach nicht ... Zitat Aber wir sind hier nicht an der Universität, sondern in einem Forum wo jeder schreibt wie er oder sie denkt. Das Problem ist nicht, dass jemand schreibt, was er denkt, sondern dass jemand schreibt, ohne zu denken. Und dann kommen eben leider Beiträge heraus wie Deine. Beiträge also, die keinerlei Informationsgehalt haben. Beiträge, die jegliche Argumentation und Begründung vermissen lassen. Beiträge, die null gedankliche Tiefe besitzen und aus nichts anderem bestehen als dem reflexhaften Verteilen der immer gleichen Negativ-Etikette. Beträge, die auf ein sich widersprüchliches - oder auf andere Weise irrationales - Denken verweisen. Beiträge, die auf vollkommen sachliche Fragen mit Beschimpfungen reagieren. Im Grunde könnte man praktisch alle Deine Kommentare, wenn es nicht gerade um Small Talk wie Fußball geht, auf die folgend Kurzformel bringen: "Alles lässt sich in links uns konservativ einteilen; und alles, was aus meiner Sicht irgendwie links ist, egal ob in Politik oder Kirche oder wo immer, ist ******." So wie eben jetzt eben auch wieder der Beitrag von Dir. Da sagst Du ja im Prinzip auch nur: "Du weist darauf hin, dass meine Position unlogisch ist, und das ärgert mich; also musst Du links und damit ****** sein." Offenbar ist das die einzige Antwort, die Dir je einfällt, wenn irgendjemand irgendetwas sagt, was Dir nicht gefällt. Zitat Leute zu denunzieren und gleichzeitig Respekt für seine eigene Art zu fordern ist einfach lächerlich. Was hat es mit einer "Denunziation" zu tun, wenn ich darauf hinweise, dass gewisse rationale Mindest-Standards einfach zu den Voraussetzungen einer sinnvollen Diskussion gehören - und somit zur Höflichkeit, die man andren in einem Diskussions-Forum entgegenbringen sollte? Oder auch, wenn ich zum Beispiel Doppelmoral beim Namen nennen, wo sie mit Händen zu greifen ist? Du verwechselst hier offenbar berechtigte Kritik mit "Denunziation". Respekt bedeutet beispielsweise, dass man auf ernsthafte inhaltliche Beiträge seinerseits mit ernsthaften inhaltlichen Beiträgen reagiert, statt - wie Du - immer die gleichen oberflächlichen Klischees zu bedienen. Zitat Deshalb wird auch Iskander niemals! eine Antwort von mir bekommen, PUNKT! Nein, jetzt sagst Du ganz klar die Unwahrheit. Ich habe Dich schon lange und wiederholt gefragt, wieso Du als überzeugter Nicht-Katholik und Atheist diejenigen Katholiken als "Häretiker" und ähnliches beschimpfst, die sich Reformen wünschen - vor allem, wenn diese Reformen aus der Sicht eines Materialisten als sinnvoll erscheinen müssten. Ich habe Dich das schon vor längerer Zeit gefragt, auch als es zwischen uns noch keine Dissonanz gab.Auch da hast Du nie geantwortet. Es liegt hier doch eine ganz andere Antwort nahe: Deine Haltung beruht nicht auf rationalen und sachlichen, sondern auf irrationalen und sachfremden Gründen - und Dir fehlt die notwendige Ehrlichkeit, das offen zuzugeben. Du willst nämlich nicht als ein Irrationalist dastehen. Und deshalb erfindest Du jetzt Ausflüchte, wieso Du mir angeblich nicht auf meine einfache Frage antworten kannst. Hier solltest Du doch bitte bei der Wahrheit bleiben Und wenn wir schon beim Stichwort "Wahrheit" sind: Wenn absolut naheliegende und legitime Fragen den Verdacht nahelegen, dass Deine Postion absurd ist, und wenn Dich das dermaßen ärgert, dass Du mich dafür in die Hölle wünschst, dann liegt das nicht daran, dass durch meine Fragen ein völlig falscher falscher Verdacht genährt würde. Einen solchen könntest ihn ja leicht ausräumen. Es liegt vielmehr an etwas anderem: Du fühlst Dich demaskiert. Da kann ich Dir aber nicht helfen. Das Problem liegt bei selbst. Wenn Du als vernünftiger Mensch dastehen willst, der keine selbstwidersprüchlichen Positionen vertritt, dann musst Du Dich halt auch entsprechend verhalten. Und wenn Du als jemand dastehen willst, der Beiträge mit sachlichem Gehalt verfasst, anstatt nur immer ein "Das ist links, also doof"-Etikett zu verteilen, dann musst Du eben entsprechende Beiträge verfassen. So einfach ist das. 1 Zitieren
iskander Geschrieben 21. Juni Melden Geschrieben 21. Juni vor 21 Minuten schrieb atheist666: 🥱 😊 Zitieren
atheist666 Geschrieben 22. Juni Melden Geschrieben 22. Juni @iskander In Anlehnung an die selige Theresa May und ihren berühmten Satz: Brexit means Brexit; sage ich Niemals means Niemals. Zitieren
iskander Geschrieben 22. Juni Melden Geschrieben 22. Juni @atheist666 Ja, das stimmt bisher leider. Du sagst niemals etwas. Jedenfalls niemals etwas mit einem sachlichen Gehalt. Außer, dass Du alles, was Du in irgendeinem Sinne als "links" einordnest, absolut doof findest, egal in welchem Zusammenhang und bei welchem Thema. Das ist nun allerdings schon bekannt. Schade; denn wahrscheinlich könntest Du es auch anders, wenn Du wolltest. Aber das muss Du selbst wissen. Zitieren
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