Aleachim Geschrieben Gestern um 19:55 Melden Geschrieben Gestern um 19:55 Ich bin gestern auf diese Umfrage gestoßen: https://www2.hd-soz.de/index.php/439335?lang=de Dort steht: Mit dieser Befragung möchten wir besser verstehen, wie Polarisierung in der Kirche wahrgenommen wird. Uns interessiert, welche Themen Menschen als besonders konfliktgeladen erleben, welche Spannungen sichtbar werden und wie sich unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Kirche darstellen. Die Umfrage richtet sich an alle evangelischen und katholischen Kirchenmitglieder in Deutschland, unabhängig von Amt oder Funktion. Ich fand die Fragestellungen recht interessant, wenn auch manchmal zu wenig differenziert. Vielleicht hat ja jemand Lust teilzunehmen, und/oder darüber zu diskutieren. 1 Zitieren
Kara Geschrieben Gestern um 20:39 Melden Geschrieben Gestern um 20:39 (bearbeitet) Ich hab die Umfrage schon vor einer Weile gesehen und damals, wie jetzt auch wieder, abgebrochen. Mir fällt die Antwort auf diese Fragen schwer, weil ich diese zweifellos starke Polarisierung nur medial erlebe, nicht aber innerhalb meiner Gemeinde und meinem persönlichen, kirchlichen Engagement im echten Leben. Ich arbeite sehr gut und sehr gerne mit Reformern zusammen. Vielleicht, weil es in unseren gemeinsamen Veranstaltungen um ganz grundlegende Glaubensthemen geht. Anders ausgedrückt: Es geht uns allen nur um Jesus. Da gibt es keinen Dissens. Es gibt allerdings in meiner Gemeinde durchaus Menschen (die ich persönlich sehr mag), mit denen ich niemals zusammenarbeiten möchte und Formate, die ich niemals mitgestalten oder auch nur besuchen würde. Da ich mich in meinem echten kirchlichen Leben also vom allzu krassen anderen Pol sehr gut fernhalten kann, und ich mir von diesen Leuten nicht zu jedem Thema ihre Meinung anhören muss, genauso, wie ich ihnen nicht meine Meinung auf's Auge drücken muss, läuft das Gemeindeleben alles in allem in sehr harmonischen Bahnen. Echter, tiefer Austausch findet aber nur mit ganz bestimmten Menschen statt. Darunter sind auch welche, die eher dem anderen Pol zuneigen. Wir diskutieren also durchaus auch mal, manchmal wird es auch etwas hitziger. Aber wir sind Freunde. Wir verletzen uns nicht. Und wir können Dinge auch einfach mal nebeneinander stehen lassen. Und uns wieder dem Rotwein zuwenden 🙂. Deswegen bin ich ein bisschen ratlos bei den Fragen. bearbeitet Gestern um 20:40 von Kara 1 Zitieren
gouvernante Geschrieben vor 17 Stunden Melden Geschrieben vor 17 Stunden Ich habe auch teilgenommen. Besonders spannend fand ich den letzten Teil, wo es um die zugrundeliegenden rwalen und (beim anderen: vermuteten) Bedürfnisse geht. Ich denke, da liegt bei vielen Spannungen der Hund begraben, über den sich einzelne Themen dann nur drüberlegen. Ansonsten bin ich bei Kara. Ich lebe und arbeite in Kontexten, in denen ich mich gut in andere Positionen und Bedürfnisse einfühlen können muss und darauf angewiesen bin, zu meinen eigenen (religiösen) Bedürfnissen auch in eine gesunde Distanz treten zu können, um sie nicht anderen überzuhelfen. D.h. mein Alltag ist wenig polarisiert. Aber - und da bin ich dann bei der Umfrage: ich kann durchaus Polarisierung auch im Nahfeld beobachten. Und ich finde es spannend, sich diesen Fragen einmal etwas strukturierter zu nähern, auch wenn es mir bei der Umfrage oft an Differenzierung gefehlt hat. (Aber dieser Wunsch nach DIfferenzierung ist ja vermutlich bereits eine Konsequenz der Haltung, in der ich auch sonst arbeite und nicht universell verbreitet.) 2 Zitieren
rorro Geschrieben vor 17 Stunden Melden Geschrieben vor 17 Stunden (bearbeitet) Ich habe schon vor längerem teilgenommen. Die von gouvi genannten Fragen zu den realen oder vermuteten Bedürfnissen erinnerten mich sehr an evidenzfreie Küchenpsychologie. Natürlich werden nur für „die andere Partei“ psychologische Begründe als „eigentliche“ Triebfeder suggeriert, während man sich selbst für eher darüber stehend halten kann. Ein großes Naja. Bestenfalls sehen das die Autoren genauso und haben deswegen diese Fragen eingebaut - um eine Überheblichkeit auf welcher Seite auch immer zu entlarven. Wir werden sehen. bearbeitet vor 17 Stunden von rorro Zitieren
gouvernante Geschrieben vor 16 Stunden Melden Geschrieben vor 16 Stunden vor einer Stunde schrieb rorro: Natürlich werden nur für „die andere Partei“ psychologische Begründe als „eigentliche“ Triebfeder suggeriert, während man sich selbst für eher darüber stehend halten kann. Die Fragen gehen doch in beide Richtungen. Zitieren
rorro Geschrieben vor 15 Stunden Melden Geschrieben vor 15 Stunden vor 14 Minuten schrieb gouvernante: Die Fragen gehen doch in beide Richtungen. Deswegen hoffe ich auch, daß die Autoren diese stellen, um das zu entlarven. Bei keiner Frage - soweit ich mich erinnere - kann man „der anderen Seite“ unterstellen, aus subjektiver Überzeugung an einer ewigen Wahrheit die Sache so zu sehen wie sie gesehen wird. Schade eigentlich. Aber für die Postpostmoderne typisch. Zitieren
Shubashi Geschrieben vor 14 Stunden Melden Geschrieben vor 14 Stunden Erstmal vielen Dank für das Vorstellen dieser Umfrage. Auf viele Fragen konnte ich keine Antwort geben, insbes. bei der „Küchenpsychologie“, wo man allgemein über Motive von Menschen spekulieren durfte. Viele Konflikte kennen ich auch allenfalls aus medialen Debatten, dann kann ich auch schlecht Stellung beziehen, denn ich kenne es aus meinem eigenen kirchlichen Umfeld nicht. Ich denke auch, Christentum und Evangelium findet in konkreten Begegnungen statt, nicht abstrakten Debatten. Zitieren
SteRo Geschrieben vor 12 Stunden Melden Geschrieben vor 12 Stunden "Wenn Sie an Ihre eigene Haltung innerhalb Ihrer Kirche denken: Wo würden Sie sich einordnen?" Nicht anwendbar. Scheint eine tendenziös politisierende Befragung zu sein. Zitieren
Weihrauch Geschrieben vor 9 Stunden Melden Geschrieben vor 9 Stunden (bearbeitet) Der Veranstalter dieser Umfrage schreibt auf seiner Website: Zitat Wir begleiten Unternehmen und Non-Profit-Organisationen in Entwicklungsprozessen, die auf nachhaltige Veränderung ausgerichtet sind. Die katholische Kirche fällt von ihrem Selbstverständnis ganz bestimmt nicht in die Kategorie eines Unternehmens, und dass die Kurie in Rom eine Non-Profit-Organisation sei, kauft ihr hierzulande kaum einer ab. Sie passt auch deshalb nicht in diese Zielgruppe, da die Kurie in Rom zwar nachhaltige Veränderungen aller Völker beabsichtigt, aber gewiss nicht auf Entwicklungsprozesse und nachhaltige Veränderungen ihrer selbst ausgerichtet ist. Die Vorstellung, dass der Schwanz mit dem Hund wedeln könnte ist ihr verhasst, da sie sich als das Oberhaupt, als Machtzentrum der Kirche versteht. Ohne Entgelt wird Hahmann & Dessoy eine solche Umfrage und Auswertung nicht durchführen. Das verursacht Kosten. Kann das eine PR-Aktion sein? Eher nicht, wer nutzt Kirchen als PR-Argument? Wer steckt also hinter dieser Umfrage? KI Grok: Zitat Der Verein futur2 e.V. hat die wissenschaftliche Befragung durchgeführt. Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bewirbt die Umfrage aktiv (z. B. auf Facebook und Instagram), verlinkt sie und kündigt an, dass die Ergebnisse im Rahmen des Strategiekongresses 2026 des ZdK vorgestellt und veröffentlicht werden. Auf der Umfrageseite selbst wird kein konkreter Auftraggeber genannt, aber ZdK-Posts sprechen explizit von einer „aktuellen wissenschaftlichen Befragung des Vereins futur2 e.V.“, die Polarisierung in der katholischen und evangelischen Kirche untersucht. futur2 e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der sich der nachhaltigen Entwicklung von Kirche und Gesellschaft widmet (auf Basis des christlichen Menschenbilds). Er betreibt das Onlinemagazin futur2.org und ist Träger der Strategiekongresse „Strategie und Entwicklung in Kirche und Gesellschaft“. Gründer und Schlüsselpersonen Gegründet 2014 in Köln (ursprünglich als „Strategie und Entwicklung in Kirche und Gesellschaft e.V.“, 2020 umbenannt in futur2 e.V.). Initiatoren/Gründer (der ersten futur2-Ausgabe 2011 und der späteren Vereinsgründung): Dr. Valentin Dessoy, Frank Reintgen, Gundo Lames und Martin Lätzel. Dr. Valentin Dessoy (*1958) ist ein katholischer Theologe, Psychologe und Kirchenentwickler aus Mainz. Er arbeitet als Gesprächspsychotherapeut, Familientherapeut, Supervisor, Coach, Trainer und Organisationsberater. Seit 2004 führt er die Beratungsfirma kairos – Coaching, Consulting, Training in Mainz, die sich vor allem auf kirchliche und soziale Organisationen konzentriert (Strategie-, Organisations- und Personalentwicklung). bearbeitet vor 9 Stunden von Weihrauch Vernunftgründe haben die Kurie noch nie zu nachhaltigen Veränderungen animiert. Eher schon Druck, Druck durch Polarisierung wäre eine denkbare Möglichkeit. Zitieren
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