Wunibald Geschrieben 23. Juni Melden Geschrieben 23. Juni Das war nur ein aside aus heutiger Sicht. Seltsam, dass mir für die Nebenbemerkung zuerst das englische Equivalent eingefallen ist. ?? Zitieren
Lindau Geschrieben 24. Juni Autor Melden Geschrieben 24. Juni Am 23.6.2026 um 08:40 schrieb Wunibald: Unsere Pfarrkirche ist "gewestet" und dennoch, auch da ändert sich nichts, Frauen* links, Männer rechts. * Als höflicher Mensch nenne man die Damen zuerst. Frage: gibt es auch Kirchen, die nach Süden oder Norden ausgerichtet sind? Zitieren
Flo77 Geschrieben 24. Juni Melden Geschrieben 24. Juni vor 11 Minuten schrieb Lindau: Frage: gibt es auch Kirchen, die nach Süden oder Norden ausgerichtet sind? Ja. Zitieren
Lindau Geschrieben 28. Juni Autor Melden Geschrieben 28. Juni Bei denn Herrnhutern wird sogar auf dem Friedhof getrennt Zitieren
Flo77 Geschrieben 28. Juni Melden Geschrieben 28. Juni vor 28 Minuten schrieb Lindau: Bei denn Herrnhutern wird sogar auf dem Friedhof getrennt “Just think… someday we’ll be buried here, side-by-side, six feet under, in matching coffins. Our lifeless bodies rotting, together for all eternity.” Aber wem ist schon eine Beziehung wie die von Morticia und Gomez Addams geschenkt. 1 Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli Dass die Geschlechter getrennt sitzen, ist eigentlich in allen mir bekannten Religionen üblich. Gemischte Sitzordnung ist erst seit der Moderne, wenn überhaupt, möglich. 1 Zitieren
Frey Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli Am 19.6.2026 um 10:57 schrieb Lindau: Seit wann ist das so? Gibt es einen Grund dafür? Gibt es Ausnahmen? Wo ist das immer noch so? Eine spannende Frage, wahrscheinlich mit keiner eindeutigen Antwort. Der Kirchenraum kann als sozialer Raum verstanden werden, im Sinne einer Landkarte der sozialen Hierarchie. Wer wo saß, zeigte Stand, Geschlecht, Familienstand, Alter, Vermögen – oft bis ins Detail (Erbsitze, Kirchenstuhlmiete, eigene Bank für Frauen mit unehelichen Kindern) an. Bourdieu hätte wohl gesagt: Der Raum objektiviert den Habitus (ungeschriebene Regeln) der Gemeinschaft. Die räumliche Trennung nach Geschlecht ist ein Sonderfall eines viel umfassenderen Systems der Klassifikation von Menschen im Sakralraum. Das sieht man am Chorgestühl, Altarraum, Sakristei, Orgelempore etc. Ich halte die Trennung der Geschlechter als Kontrollordnung zur Wahrung der Sittlichkeit für die plausibelste Erklärung. Der Kirchenraum ordnet ja nicht nur Frömmigkeit, sondern auch die Moral. Man kann es auch so sehen, dass die Geschlechteridentität auf diese Weise gefördert wurde, etwas was heute eher verpönt ist: Frauen lernen von Frauen, Frau zu sein, und Männer von Männern, ein Mann zu sein. Das wird aber eher instinktiv als doktrinär vermittelt worden sein. Auffällig ist die weite Verbreitung: Orthodoxie und Islam kennen das auch, es scheint also ein sehr alter Mechanismus sozialer Kontrolle zu sein. Zitieren
iskander Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli vor 20 Stunden schrieb Higgs Boson: Dass die Geschlechter getrennt sitzen, ist eigentlich in allen mir bekannten Religionen üblich. Gemischte Sitzordnung ist erst seit der Moderne, wenn überhaupt, möglich. Das wundert auch nicht: Die großen Weltreligionen sind relativ stark patriarchalisch geprägt, und in patriarchalischen Gesellschaften wird gewöhnlich darauf geeachtet, dass der Mann sicher sein kann, dass kein anderer Mann seiner Frau zu nahe kommt. Kontakte werden tendenziell minimiert. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 5. Juli Melden Geschrieben 5. Juli vor 53 Minuten schrieb iskander: Das wundert auch nicht: Die großen Weltreligionen sind relativ stark patriarchalisch geprägt, und in patriarchalischen Gesellschaften wird gewöhnlich darauf geeachtet, dass der Mann sicher sein kann, dass kein anderer Mann seiner Frau zu nahe kommt. Kontakte werden tendenziell minimiert. Ob das so durchgehend patriarchal ist, weiß ich nicht. Wir sind gewohnt es durch diese Brille zu betrachten. Und gleichzeitig versucht die moderne Gesellschaft zu erklären, dass es ja keine Unterschiede gibt, bis man den Wunsch nach Trans hat. Dann gibt es sie wieder. Ich habe in meiner Schulzeit gemischte und reine Mädchenklassen erlebt. Seitdem bin ich erklärter Gegner der Koedukation. Jungs sind eine Pest. Von denen kann man nicht genug weit weg sitzen. Denen wächst erst mit 25 ein Gehirn. Zitieren
Chrysologus Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli Am 5.7.2026 um 03:56 schrieb Higgs Boson: Dass die Geschlechter getrennt sitzen, ist eigentlich in allen mir bekannten Religionen üblich. Gemischte Sitzordnung ist erst seit der Moderne, wenn überhaupt, möglich. Davon kann für die Kirche ausgegangen werden, denn er hat erst sein der Reformation Sitzbänke. Eine sehr reformatorische Erfindung im übrigen. Zitieren
Flo77 Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 8 Stunden schrieb Higgs Boson: Ich habe in meiner Schulzeit gemischte und reine Mädchenklassen erlebt. Seitdem bin ich erklärter Gegner der Koedukation. Jungs sind eine Pest. Von denen kann man nicht genug weit weg sitzen. Nicht für alle Fächer, aber für viele würde ich das unterstützen. Das Problem an der Sache ist, daß man damit im Moment definitiv die falschen bedienen würde. vor 8 Stunden schrieb Higgs Boson: Denen wächst erst mit 25 ein Gehirn. Tut es nicht, aber dafür liebe ich sie ja. Bis 13 reifen sie etwas, danach wachsen sie nur noch. vor 1 Stunde schrieb Chrysologus: Davon kann für die Kirche ausgegangen werden, denn er hat erst sein der Reformation Sitzbänke. Eine sehr reformatorische Erfindung im übrigen. 29 Minuten stehen für eine Missa lecta sollte ja auch kein Problem sein. Bei einem Predigtgottesdienst, wo allein die Predigt 30 Minuten oder länger dauert kann ich die Sache mit den Bänken schon verstehen... vor 13 Stunden schrieb Frey: Orthodoxie und Islam kennen das auch, es scheint also ein sehr alter Mechanismus sozialer Kontrolle zu sein. Das Judentum - von dem wir die "Frauenempore" übernommen haben auch. vor 9 Stunden schrieb iskander: Die großen Weltreligionen sind relativ stark patriarchalisch geprägt, und in patriarchalischen Gesellschaften wird gewöhnlich darauf geeachtet, dass der Mann sicher sein kann, dass kein anderer Mann seiner Frau zu nahe kommt. Ich denke nicht, daß das nur mit dem Patriarchat zu tun hat. vor 13 Stunden schrieb Frey: Man kann es auch so sehen, dass die Geschlechteridentität auf diese Weise gefördert wurde, etwas was heute eher verpönt ist: Frauen lernen von Frauen, Frau zu sein, und Männer von Männern, ein Mann zu sein. Das wird aber eher instinktiv als doktrinär vermittelt worden sein. Das hier, finde ich das sehr viel entscheidendere. Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 6. Juli Melden Geschrieben 6. Juli vor 13 Stunden schrieb Flo77: vor 22 Stunden schrieb Higgs Boson: Denen wächst erst mit 25 ein Gehirn. Tut es nicht, aber dafür liebe ich sie ja. Bis 13 reifen sie etwas, danach wachsen sie nur noch. Du meinst, Männer bleiben immer auf dem Stand von 13 jährigen Pubertisten? Ist das nicht ein bisschen hart? Ich gestehe ihnen wenigstens zu, dass auch Jungs irgendwann vernünftig werden, die meisten zumindest. 1 Zitieren
Lindau Geschrieben 8. Juli Autor Melden Geschrieben 8. Juli Hat man schon gehört, dass non-binäre Personen eigene Bänke fordern? 1 Zitieren
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