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Glaubenskrise


Frank

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Hallo!

 

Wer kann mir helfen? Seit einem Jahr komme ich mit meinem Glauben nicht mehr weiter.

Mir gelingt es nicht mehr mich ganz auf Jesus einzulassen.

Sicher Intellektuell bin ich an der Kirche und am Christentum interessiert, aber mir ist das zu wenig.

In Herz und Bauch, die Ebenen aus denen heraus ich die meisten Entscheidungen treffe will es nnicht wieder hinein.

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Tipps und Ratschläge geben könntet, wie ich dieses Dilemma löse. Óder Einfach nur für mich betet.

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Wer kann mir helfen? Seit einem Jahr komme ich mit meinem Glauben nicht mehr weiter.

Mir gelingt es nicht mehr mich ganz auf Jesus einzulassen.

Sicher Intellektuell bin ich an der Kirche und am Christentum interessiert, aber mir ist das zu wenig.

 

was heißt das im Klartext??

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Volker_Biallass

Hallo Frank :blink:

Wer kann mir helfen? Seit einem Jahr komme ich mit meinem Glauben nicht mehr weiter.

Mir gelingt es nicht mehr mich ganz auf Jesus einzulassen.

Sicher Intellektuell bin ich an der Kirche und am Christentum interessiert, aber mir ist das zu wenig.

In Herz und Bauch, die Ebenen aus denen heraus ich die meisten Entscheidungen treffe will es nicht wieder hinein.

 

Das könnte zu einem eitlen Unterfangen geraten, wenn du dich mit aller Gewalt auf Jesus einlassen willst, und dagegen hilft ... systematisch .. nur Demut.

 

Such dir eine handfeste Aufgabe, bzw lausche einfach mal drauf, wo dir eine solche vielleicht wie von selbst zuteil wird, mach also lieber was sinnvolles, bei dem du dich nicht fragen musst, ob es zu was zu nutze ist.

 

Wenn du zB in ein Altenheim gehst, um da mit den Senioren Skat zu spielen (da fehlen viele dritte Männer, ebenso viele die einfach einen Anfang machen), dann wirst du nicht nur anderen, sondern auch dir eine Freude machen.

 

Und wer weiss, vielleicht ist der Weg aus so einer freudigen Zufriedenheit zu diesem Jesus dann weitaus kürzer als der Versuch, ihn über intellektuelle Zerknirschung zu erreichen :unsure:

 

bcnu Volker

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Im klartext, heißt das das die freude am glauben verloren gegangen ist, die Begeisterung am Gottesdiens, am gebet einfach am Christsein ist weg. Und ich find sie nicht wieder

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Danke Volker für den Tipp, Du wirst lache zur Zeit mache ich ne ausbildung zum Altenpfleger.

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Und ich find sie nicht wieder

 

warum willst Du sie denn wiederfinden? Was weg ist, ist weg. Vielleicht wartet auf Dich was neues?

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Volker_Biallass

Hallo Frank :blink:

Danke Volker für den Tipp, Du wirst lache zur Zeit mache ich ne ausbildung zum Altenpfleger.

:unsure:

 

Wie ist es da mit den Gottesdiensten in den Heimen bestellt? Ich habe erlebt, dass es für viele Senioren wie Weihnachten und Ostern zusammen ist, wenn sie wieder mal in einen richtigen Gemeindegottesdienst mitgenommen und dort unter die Leute gebracht werden. Da lässt sich dann sehr günstig miterleben, was man selbst nicht so leicht aufbringen kann.

 

Und in der praktischen Ausbildung wirst du vermutlich soviel erleben und hören dürfen, dass da beten für dich eine ganz andere Bedeutung bekommen kann, dass du da vieles loswerden, vieles aber auch weiterreichen kannst.

 

Im Umgang mit dem Elend, das in der Altenpflege wohl kaum ausbleiben wird, kann dir vieles leichter fallen, wenn du weisst, dass nicht du selbst damit fertig werden musst, sondern ein anderer. Dass du das zu ihm tragen kannst, um dann nur deinen eigenen Teil dazu zu leisten, der viel größer ausfallen wird, wenn du dich nicht mehr vor ein Problem gestellt siehst, an dem du dich nur übernehmen kannst, sondern vor eins, zu dessen Behebung du deinen Teil beitragen kannst.

 

bcnu Volker

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Hast du mal etwas über "Wüstenzeiten" gelesen oder gehört, Frank? Eine Zeit, in der die erste Begeisterung und Verliebtheit schwindet.

 

Trocken, dunkel, kalt. Ferne statt Nähe. Und doch ist Gott da.

 

Vielleicht ist es Zeit für dich, nach einem geistlichen Begleiter Ausschau zu halten. Oder für einen Monat in ein Kloster zu gehen.

 

Gerne bete ich dafür, dass du den Weg erkennen kannst, den Gott dir weist.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Hallo Frank,

 

das wichtigste ist es, der Wahrheit zu folgen, wie sie sich uns jede Minute unseres Lebens zeigt. Habe keine Angst, alte "Wahrheiten", aus denen du vielleicht herausgewachsen bist, genauer anzuschauen, und dich von ihnen zu verabschieden. Der Geist Gottes weht wie und wo er will, wir wissen nie, wo er uns genau hinweht.

 

Aber eins ist gewiss: Gottes Liebe ist schon dort!

 

Viele Grüsse und alles Gute

Helmut

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Hallo Frank,

 

ich kann sehr gut mit Dir mitfühlen, ich hab etwas ganz ähnliches durchgemacht. Und wie ich es aufgegeben habe zu suchen, da hat ER mich gefunden.

Ich weiss nicht, ob Dir das hilft, ich will nur sagen, hab Vertrauen, ER iszt auf jeden Fall bei Dir, auch wenn er weit weg erscheint, und es wird wieder andere Zeiten geben.

Aber ich werde Dich auf jeden Fall in meine Fürbitten einschliessen

 

alles Gute,

Flora

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So nimm denn meine Hände und führe mich

bis an mein selig Ende und ewiglich.

Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt;

wo du wirst gehn und stehen, da nimm mich mit.

 

In dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz

und mach es gänzlich stille in Freud und Schmerz.

Lass ruhn zu deinen Füssen dein armes Kind;

es will die Augen schliessen und glauben blind.

 

Wenn ich auch gleich nichts fühle von deiner Macht,

du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht.

So nimm denn meine Hände und führe mich

bis an mein selig Ende und ewiglich.

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"Im klartext, heißt das das die freude am glauben verloren gegangen ist, die Begeisterung am Gottesdiens, am gebet einfach am Christsein ist weg. Und ich find sie nicht wieder "

 

Christsein bedeutet in meinen Augen weder "Freude am Gebet" noch "Freude am Gottesdienst" - das hört sich für mich etwas zu sehr nach Spassveranstaltung an, und sowas ist (zumindest auf Dauer) nicht der Sinn des Glaubens. Der Glaube gibt Dir ein festes Fundament, eine Basis zum Leben; er gibt Hoffnung, Kraft und Weisheit. Und es gibt immer Zeiten der seelischen Abödung, in denen Zweifel und Unmut da sind - das sind nunmal die Prüfungen, mit denen der Herr uns im Glauben stark macht, und durch die man durch muss. Im Nachhinein ist man dafür dankbar.

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Hallo!

 

Wer kann mir helfen? Seit einem Jahr komme ich mit meinem Glauben nicht mehr weiter.

Mir gelingt es nicht mehr mich ganz auf Jesus einzulassen.

Sicher Intellektuell bin ich an der Kirche und am Christentum interessiert, aber mir ist das zu wenig.

In Herz und Bauch, die Ebenen aus denen heraus ich die meisten Entscheidungen treffe will es nnicht wieder hinein.

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Tipps und Ratschläge geben könntet, wie ich dieses Dilemma löse. Óder Einfach nur für mich betet.

Lieber Frank,

 

aus eigener Erfahrung weiß ich, da ich selbst einmal eine tiefe Glaubenskrise durchgemacht habe, daß genau der letzte Punkt, den Du angesprochen hast, der wichtigste Punkt überhaupt ist. Als ich meine Glaubenskrise hatte, zweifelte ich an allem, ich grübelte über alles Mögliche, und kam auch mit meinen philosophischen Fragen nicht zurecht. Ich ging dann zu einem Jesuitenpater, der mir den Ratschlag gab, zu beten. Ich staunte darüber, und konnte das zunächst nicht verstehen.

 

Die Folge war, daß ich die Angelegenheit mit Gelassenheit genommen habe, und mit der Zeit konnte ich mir einen Grundstock eigener Philosophie aufbauen, so daß mein Glaube nicht mehr wie ein Grashalb wie vom Winde verweht hin und her schwankte. Ich mußte dann nicht unbedingt eine "sofortige" Antwort auf meine Fragen haben, und mit der Zeit ist mein Glaube auch anders geworden, sehr stark philosophisch orientiert, und war nicht allein auf die Person "Jesus" bezogen. Die Fragen haben nicht die Art Antwort gefunden, wie ich das wollte, aber ich habe mit der Zeit Antworten gefunden, die mir helfen.

 

Ein übles Problem, was meine Zweifel verursacht hatten, waren die "verwirrende" Philosophien. Ich hatte dann ein Gespräch mit einem sehr guten christlichen Philosophen, (der einen gewissen Bezug zur Mystik hatte), und dann ist mir klar geworden, daß meine Zweifel daher kamen, weil ich mit den verwirrenden Gedanken einer oberflächlichen Philosophie nicht zurecht kam.

 

Aber festhalten möchte ich, daß ich ohne meinen Gebetskreis es viel schwieriger gehabt hätte. Und schließlich half mir das Zeugnis meiner Mutter, wie sie ihr Glauben mir vorlebte und von ihr selbst erzählt hat. Ich werde für Dich beten. Die Gemeinschaft mit anderen Christen ist sehr wichtig. Aber das Gebet ist das A und O. Die Philosophie ist für mich seeehr wichtig, noch wichtiger ist aber das Gebet.

 

Ich werde für Dich beten.

 

Gottes Segen, Carlos

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Frank, Du erlebst, Gott hat ein Nein zu deinem Weg. Er durchkreuzt ihn. Wie sollst du das ertragen? Sage du selbst auch ein Nein zu deinem Weg und sprich im Vertrauen zu deinem himmlischen Vater: Ich will einen Weg, den Du mir verwehrst, auch nicht wählen. Ich will nur den Weg lieben, den Du für mich bereitet hast. Ich weiß, er ist der beste, denn Du hast ihn mit Deinem liebenden Herzen für mich persönlich erdacht. Dann wird dein Bekümmern sich wandeln, und du wirst auch in Wirklichkeit erfahren, daß Gott dich auf bestem Wege führt.

 

Wir sind im Gebet verbunden!

 

gby

 

bernd

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Krise und Chance sind manchmal dasselbe. In einer Krise hat man die Chance, seinen Weg zu ändern.

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Das chinesische Schriftzeichen für "Krise" setzt sich aus den Zeichen für "Gefahr" und "Gelegenheit" zusammen. Man muss nur beide Seiten erkennen können...

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Man wird eben reifer.

Eine Krise "kann" in der Tat helfen, zu einem Erwachsenenglauben zu reifen. Nicht jeder erfährt eine tiefe Glaubenskrise, aber fast jeder erfährt viele kleine Glaubenskrisen und kleine Zweifeln. Sie sind nicht auszurotten. Aber Gott kann viel in unser Herz (langsam oder schnell) verändern.

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Also liebe Mitchristen, weiterhin für Frank beten....

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Also liebe Mitchristen, weiterhin für Frank beten....

Ein paar vernünftige Argumente für den Glauben wären sicher hilfreicher ... wenn man welche hätte ... :blink:

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Ein paar vernünftige Argumente für den Glauben wären sicher hilfreicher ... wenn man welche hätte ... :blink:

Das beste Argument für den Glauben ist die Kraft, die ich aus dem Gebet schöpfen kann.

 

ein höchst unvernünftiges Argument - genauso unvernünftig, wie "sich angenommen fühlen"

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Ein paar vernünftige Argumente für den Glauben wären sicher hilfreicher ... wenn man welche hätte ...  :blink:

Das beste Argument für den Glauben ist die Kraft, die ich aus dem Gebet schöpfen kann.

 

ein höchst unvernünftiges Argument - genauso unvernünftig, wie "sich angenommen fühlen"

Da muss ich Dir widersprechen. Das halte ich für ein vernünftiges Argument.

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Hallo zusammen!

 

Vielen Dank für eure Gebete! Sie helfen mir sehr viel, denn sie geben mir Kraft zum weiter suchen.

 

Es stimmt, das eine „Kurskorrektur“ notwendig ist. Um zum Ziel zu kommen muss ich ganz genau in mein Gewissen schauen um zu sehen wo ich die Falsche Abzweigung genommen habe. Vielleicht befinde ich mich ja auf einem Umweg zu Gott.

 

Neben der Kurskorrektur ist bestimmt auch das gelassene Aushalten notwendig. Vielleicht stimmt es, das das alles was ich durchmache zum finden eines Erwachsenenglaubens dazugehört. Als ich zum aktiven Glauben kam war ich 16 Jahre. Heute bin ich 27. Es wäre schlimm wenn in dieser Zeit außer einem Umzug in eine andere Stadt und damit in eine andere Gemeinde nichts in meinem Leben passiert wäre. Auf die Hilfe meiner Gemeinde kann ich hierbei allerdings nicht hoffen, da ich zum einen hier selber durch muss und zum anderen ist die Pfarrei in der ich heute lebe nicht gerade die aktivste (um es freundlich zu formulieren.

 

Vielen Dank für eure Tipps und eure Gebete!

 

Seid mir bitte nicht böse, wenn ich jetzt ein paar Worte an Volker Biallas direkt richte:

 

In unseren Altenheimen (ich lebe in Bayern) ist Gott sei Dank die Situation, das zumindest alle 14 Tage, ein Sonntagsvorabendgottesdienst gefeiert wird. Ich habe in einem Heim gearbeitet, da war jd. Montag Messe. So ist die seelsorgerische Betreuung doch gewährleistet. Aber es gibt mit Sicherheit Altenheime in denen das anders ist.

Das leiden der alten Menschen zu sehen, ist mir, wenn es um körperliche gebrechen ging nie sonderlich schwergefallen. Schwerer ist es, wenn die Bewohner ein Gespräch bräuchten und mir nicht einmal die Zeit blieb das anzubieten. Da ist Hart. In solchen Situationen verfluche ich den schönsten Beruf von der Welt.

 

 

Gruß an alle!

 

Frank

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In einem Punkt irrst du, Frank. Du mußt da nicht allein durch. Warum nimmst du dir nicht mal eine Auszeit in einem Kloster oder/und suchst nach einem geistlichen Begleiter? Glaube heißt in den meisten Fällen. Gemeinschaft.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Ein paar vernünftige Argumente für den Glauben wären sicher hilfreicher ... wenn man welche hätte ...  :blink:

Das beste Argument für den Glauben ist die Kraft, die ich aus dem Gebet schöpfen kann.

 

ein höchst unvernünftiges Argument - genauso unvernünftig, wie "sich angenommen fühlen"

Warum hilft der Glaube eigentlich nicht diesen Sarkasmus zu besiegen ? Stell doch das Positive nicht immer so negativ dar.

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