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WOLLEN wir Suchende?


Mecky

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Hier sind schon mehrmals Suchende gelandet - und ich fand den Umgang mit ihnen nicht sonderlich einladend.

 

Irgendwie bestätigt sich auch hier im Forum und sogar in den GG, dass die Kirche gar nicht weiterleben will.

 

Weil er der letzte war, den ich wahrgenommen habe, denke ich gerade an toto. Klar: Seine Vorstellungen waren unreif. Aber - wenn ich mal zurückdenke - in dem Alter, das ich bei ihm vermute, war ich das auch. Da gab's 'ne Menge Flausen in meinem Kopf, über die ich heute denselben nur noch schüttle.

Aber wenn mir eine Gruppe, in die ich hineingehe, gleich so deftig entgegentritt und mir so wenig Ermutigung mitgibt, dann wäre ich damals auch - und zwar hoppeldihopp - gleich wieder gegangen.

 

Das ist die Frage, ob wir uns um solche Leute auch kümmern - und zwar vor aller gewiss notwendigen Belehrung.

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Lieber Mecky

 

Ja, Ich will hier Suchende.Zumal ich selbst zu der Kategorie gehöre.

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<<Das ist die Frage, ob wir uns um solche Leute auch kümmern - und zwar vor aller gewiss notwendigen Belehrung. >>

 

viel wichtiger ist doch daß sich sich leute um euch kümmern. ganz einfach zum lernen, d.h. daß ihr lernt. :blink:

 

gruss helmut

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Natürlich wollen wir Suchende!

 

Sind wir denn was anderes?

 

Ich antworte mit der Regel des Hl. Benedikts:

 

Bei der Aufnahem von Brüdern (Kapitel 58, 7):

"man auchte sorgfältig darauf, ob der Novize wahrhaft GOTT SUCHT".

(RB 58,7) -... si reverea DEUM QUAERIT-

 

Er erwartet nicht, daß er ihn schon gefunden hat... sondern vor allem, daß er ihn wahrhaft sucht.

Edited by Edith
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Ja, genau, Smurf.

 

Der Suchende soll schon Suchender sein, aber ...

 

er soll gefälligst hier als Fragender ohne eigene Meinung auftreten. Er höre sich schweigend das an, was die Glaubensprofis ihm zu sagen haben und sich gefälligst danach richten.

 

Auf keinen Fall sollte er widersprechen. Dann wird er nämlich von der Kompetenz derer niedergebügelt, die mindestens einmal pro Tag mit Gott telefonieren.

 

Er hat kein Recht darauf, dass er erst einmal so sein darf, wie er ist. Er hat die Pflicht, innerhalb weniger Tage so zu werden, wie er eigentlich schon längst sein müsste, und nur aus Böswilligkeit und Dummheit nicht ist.

 

Nur so gelingt es ihm, dass bei den Wissenden alles so zu belassen, wie sie es schon immer wussten und dabei noch ihre Eitelkeit zu bestärken, dass sie es nicht nur schon immer gewusst haben, sondern sogar mit diesem Wissen sogar noch ein Gutes Werk getan haben: Einem Suchenden heimzuleuchten.

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Von toto:

 

ich dachte schon, hier wird man genausowenig ernst genommen!

Natürlich bin ich über das Ziel hinausgeschossen, ich übertreibe gerne, so kann man zumindest auf etwas aufmerksam machen!

Die Kirche ist in einiger Hinsicht veraltet, warum sollen dann Katholiken und Protestanten auf dem Ökumenischen Kirchentag nicht gemeinsam Abendmahl feiern? (Vgl. Kardinal Lehmann). Mittelalterlich war natürlich auch übertrieben, aber veraltet ist doch wirklich einiges, wenn man ein paar Kleinigkeiten verändert kann man viel bewirken, z.B. das Glaubensbekenntnis: Mein ehem. Pfarrer hat mir auch erklärt, dass "katholisch" eigendlich "christlich" heißt, und wenn das doch so ist, warum nicht auch das beten?

 

Das ist die Mischung von:

1. Ich fühle mich nicht ernstgenommen. Und

2. Ich stelle einige Thesen auf.

 

Ich will etwas verändern, da ich der Meinung bin, dass die Lehre der Christen nicht in eine Schublade gesteckt werden darf, nicht vergessen werden darf und weiterhin DIE Grundlage für unser Leben und Handel sein muss und soll!

Wir sind der Meinung, dass eine Modernisierung, auch in kleinen Schritten, zukunftsweisend ist und die Lehre weitergeben kann.

 

Das ist: Aktives Interesse.

 

Ansonsten kamen hauptsächlich:

Zölibat abschaffen

Rosenkranz veraltet

Mehr Ökumene und Angleichung an die evangelische Kirche

Wir müssen was ändern! Die Kirche muss moderner werden.

Katholische Jugendliche stehen unter Druck.

 

Meine Einschätzung:

Da mischt sich viel guter Wille mit jugendlicher Unbefangenheit. Das ist kein katholischer Denker, sondern jemand, der sucht. Er braucht Antworten, Widerspruch, aber ebenso Anerkennung, Bestätigung ...

 

Er kommt nach kath.de, wo viele schon elendig viel wissen, ihm an Erfahrung und Lebensalter voraus sind.

Auf seine z.T. naiven Vorstellungen (und Vorurteile) bekommt er zack, zack, zack starke Gegenargumente, die einen Horizont voraussetzen, den er nicht hat. Frustrierend. Und sein Interesse ist vorhanden, aber es ist noch nicht das Interesse eines überzeugten Erwachsenen.

 

Außerdem hat er noch nicht den literarischen Schliff, Probleme klar darzustellen, so dass man darauf antworten kann. Vieles war ein Rundschlag, ein Herausplatzen all dessen, was ihm an der Kirche schwerfällt. Und doch ist er ein Interessierter und sogar ein Aktiver.

 

Man kann ihn nicht in Watte packen. Aber wie soll man mit einem Suchenden umgehen?

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<<Und warum es Christen gibt die auf eigene Faust gegen den Papst handeln?

 

Judas/Huren Mentalität. Eid wird gebrochen. Andere nehmen sich diesen Eidbrüchigen zum Vorbild.....>>

 

wozu soviel mühe. es ist doch ganz einfach.

 

gruss helmut

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wir nutzen die neuen auseinandersetzungen und besonders deren form, um christliches leben darzustellen.

 

gruss helmut

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@Mecky

Natürlich wollen wir Suchende. Und sogar Provokation kann Ausdruck des Suchens sein. Ich halte mich aber an die Regel, dass der, der austeilt, auch einstecken können muss. Wenn also einer kontrovers und provozierend diskutiert, dann antworte ich ihm auch kontrovers und diskutierend. Wenn er dann eingeschnappt ist, dann hat er ein Problem mit Diskussionskultur.

 

Allerdings sehen wir ja auch, dass seit mehreren Jahrzehnten unsere Jugendarbeit in die falsche Richtung läuft: Anstatt Antworten und Lösungen zu bieten, werden Zweifel geweckt, Zweifel an Dingen, die unwichtig (insofern, dass sie sekundär hinter anderen Fragen, die überhaupt nicht abgedeckt werden.) sind.

Ich will sagen: Wenn in der Jugendarbeit zwar über Frauenordination, Hierarchiekritik und Zölibat gesprochen wird, nicht aber über den "Queste" des Menschen auf der Suche nach Gott, dann läuft da was falsch. Okay, langer Sermon, kurzer Sinn: Bei unwirschen Beurteilungen des einzelnen - sei er auch noch so provozierend - sollte man nicht vergessen, dass diese Provokationen eben Produkt der deutschen katholischen Jugendarbeit sind.

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1) danke an Mecky fürs Thematisieren "wie gehen wir mit newbies um"

 

2) geduldig immer wieder auf die gleichen Fragen freundlich zu antworten, gelingt mir nicht immer - manchmal hätte ich Lust, einfach zu schreiben

 

DU BIST DER HUNDERTSTE, DER DIESE DÄMLICHE FRAGE STELLT - UND DICH TRIFFT'S JETZT!

*PATSCH*

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@Petrus

Wenn es zu dem Thema einen gut sortierten Thread gibt, dann kann man ja auch einfach auf diesen hinweisen.

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Lieber Benedikt,

 

Du gehst da bereits auf den Inhalt ein (also Frauenordination, Zölibat...). Bei bestimmten Inhalten hast Du eine andere Meinung, als ein jugendarbeitsgeprägter Einsteiger.

 

Jetzt ist die Frage: Wie geht man nun mit einem Jugendlichen um, der andere Meinung hat. Das ist gar nicht so einfach. Ich selbst würde mir z.B. bei den meisten Themen mehr Kompetenz und Wissen zubilligen, als einem durchnittlichen Jugendlichen. Es mag arrogant klingen, aber das halte ich für den weiteren Umgang sehr wichtig.

Denn die Gefahr besteht, dass ich mit meinem größeren Wissen, mit meiner besseren Rhetorik einen Jugendlichen schlichtweg an die Wand zu drücken, ohne dass er sich wehren könnte.

 

Peng! Hau ich ihm logische Gedankengänge um die Ohren.

Peng! Bekommt er es mit der (mir besser als ihm bekannten) Tradition der Kirche zu tun.

Peng! Sag ich ihm, soe ein Gedankengang Kant (Thomas v. Aquin, das Konzil von Dingsda, dem kkk) aus folgenden Gründen nicht möglich ist.

 

Wie mit dem Kompetenzgefälle umgehen? Denn auf der anderen Seite wäre es ja noch arroganter, wenn ich mich döfer stellen würde, als ich bin, wenn ich mich durch eine vorgespielte Unkenntnis anbiedere, oder wenn ich ihm um der Integration willen wider bessere Überzeugung recht gebe. Das wäre ja der Gipfel.

 

Also: Was? Was machen?

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<<Also: Was? Was machen? >>

 

seine sprache sprechen, gar nicht ausdrücklich sich für kompetenter halten(man kann vom dümmsten lernen, sagt meine schwiegermutter).

 

auch anders gesagt: wenn man helfen will, holt man denjenigen dort ab wo er sich befindet.

und den gesprächspartner bis zum beweis des gegenteils für ehrlich halten und dieses auch zu kommunizieren.

 

gruss helmut

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Jetzt ist die Frage: Wie geht man nun mit einem Jugendlichen um, der andere Meinung hat.

Bevor du solche "inhaltlichen" (ich find sie nicht wirklich inhaltlich) Dinge besprichst, wäre es angebracht, vorher eine persönliche Beziehung aufzubauen. Eine Diskussion, die nur an der Sachebene kratzt, wird aller Voraussicht bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit in Streit zerplatzen. Gerade bei einem "Kompetenzgefälle" (das Wort hört sich an, als käme es aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung :blink: ).

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Ich bin übrigens daran interessiert, einem Jugendlichen ein Instrumentarium an die Hand zu geben, das ihm hilft, sich ein Urteil zu bilden. Wofür ich stehe, das merken die Jugendlichen schon.

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man einem Newbie, einem Suchenden Newbie, viel besser zuerst mal eine PM schreibt... Darin kann man meist viel besser und offener reden, als Newbies es am Anfang bereit sind, in der Öffentlichkeit des Forums zu tun.

Dann kann man sich auch in Threads auf ihn einlassen, wenn er erstmal jemanden etwas kennt.

Mir hat z.B. vor zwei Jahren Franz-Josef ein paar nette PMs geschrieben. Dann hat mir kath.de schon mal gefallen. Auch trotz der damals exttrem Abschreckenden Wirkung von "josef" :blink:

Edited by EXPLORER
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Wieso abschreckend? War er denn so furchtbar konservativ?

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Hallo,

 

ich halte diese Diskussion für eine Meta-Diskussion.

Ich glaube kaum, dass Viele hier sind, um Suchenden zu helfen. Vielmehr wollen wir uns austauschen. Die einen machen das mit mehr, die Anderen mit weniger Stil und alles öffentlich.

Wenn sich ein Suchender hierhin verirrt, dann kann er wählen, diskutieren, oder sonst was. Eigentlich ist er den Meisten ziemlich egal. Und deshalb ist das nicht nur eine Meta-Diskussion, sondern sie ist auch ein wenig heuchlerisch.

Wenn einer sucht, braucht er eine persönliche Begleitung, in der Vertrauen und eine gewisse Intimität da ist, weil glaube etwas sehr persönliches ist. Deshalb wird dein öffentliches Forum niemandem zu irgendetwas helfen.

 

Viele etwas zornige Grüße,

 

Matthias

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Lieber Mat,

 

das ist etwas zu einfach.

Zum einen sind viele, die in den GG posten auf der Suche - jeder auf seine Art. Ich zähle mich übrigens dazu.

Zum anderen habe ich schon von kath.de Mitgliedern gehört, dass sie hier nicht nur gesucht, sondern zumindest in ihrer Suche Auftrieb und Anregung gefunden haben. Suche muss keineswegs eine verwirrte Suche sein, die dann wirklich eine menschliche Begleitung braucht. Es kann auch das ganz normale Suchen eines gesunden Menschen sein, der noch nicht mit allem fertig ist und Anregungen braucht.

 

Dass das Ganze hier eine Metadiskussion ist, steht außer Frage, es erübrigt aber nicht die Antwort auf das Thema, das ja ungehindert weiter existiert.

 

Benedikts und Explorers Vorschläge finde ich weiterführend, zumindest für mich, weil ich dazu neige, mich sofort auf die inhaltlichen Fragen zu stürzen. Vielleicht ist diese Perspektive sogar schon der Knackpunkt, nach dem ich gesucht habe.

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Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man einem Newbie, einem Suchenden Newbie, viel besser zuerst mal eine PM schreibt... Darin kann man meist viel besser und offener reden, als Newbies es am Anfang bereit sind, in der Öffentlichkeit des Forums zu tun.

Dann kann man sich auch in Threads auf ihn einlassen, wenn er erstmal jemanden etwas kennt.

Mir hat z.B. vor zwei Jahren Franz-Josef ein paar nette PMs geschrieben. Dann hat mir kath.de schon mal gefallen. Auch trotz der damals exttrem Abschreckenden Wirkung von "josef" :blink:

Ich habe eine ganz ähnliche Erfahrung gemacht:

Wäre da nicht Lucia gewesen, mit der ich einige PMs gewechselt hatte, wäre ich vielleicht auch recht schnell wieder weg gewesen.

Nun sind wir wahrscheinlich überfordert, wenn wir alle Newbies einzeln und persönlich anschreiben, und manche brauchen das gar nicht, aber deshalb ist das ja nicht der falsche Weg.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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"Alle" Newbies brauchen auch gar nicht angeschrieben werden, weil die meisten, die "suchen", ja erst mal einen Thread eröffnen nach dem Mott "Hallo, ich komme mit XY (Gott, Kirche...) einfach nicht klar." Oder sie lassen auch nur mal ein Posting fallen, dass sie dies oder jenes absolut nicht verstehen.

So viele sind das nicht...

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<<Oder sie lassen auch nur mal ein Posting fallen, dass sie dies oder jenes absolut nicht verstehen.>>

 

Oder sie lassen auch nur mal ein Posting fallen, in dem wir dies oder jenes absolut nicht verstehen.

 

gruss helmut

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