Jump to content

Schulschwestern Auerbach


Mela
 Share

Recommended Posts

Wer weiß etwas über die Schulschwestern in auerbach,

Bayern, eine Bekannte ist dort z. Zt. um sich dort

einiges anzusehen, man hat soviel negatives gelesen!

Was ist daran? Muß man Angst um sie haben?

Link to comment
Share on other sites


Zitat von lissie am 17:23 - 3.Januar.2002

Sind das die Schwestern, die soviel Stress mit der Biologie haben?

 

Ja, genau die.

Aber die, die Sexualkundekapitel aus Büchern rausreissen, sind die wenigeren unter dem Lehrerkollegium in Auerbach.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von EXPLORER am 18:11 - 3.Januar.2002


Zitat von lissie am 17:23 - 3.Januar.2002

Sind das die Schwestern, die soviel Stress mit der Biologie haben?

 

Ja, genau die.

Aber die, die Sexualkundekapitel aus Büchern rausreissen, sind die wenigeren unter dem Lehrerkollegium in Auerbach.

 

Werden die Lehrer in Auerbach so schlecht bezahlt, dass sie sich keine Bücher selber kaufen können und die spannendsten Seiten aus den Schulbüchern stehlen müssen ?

 

Armes Bayern

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Heidi am 18:45 - 3.Januar.2002

 

Armes Bayern

 

Jajajaja jetzt wär's wieder "Bayern"...

Link to comment
Share on other sites

Das ist ja eine feine Sache mit der "Gewissensfreiheit" als Entschuldigung für jeden Blödsinn. Da kann sich ja dann demnächst auch ein Nazi-Lehrer drauf berufen, wenn er sich weigern will, Schwarze Kinder zu unterrichten.

 

Allerdings fragt man sich auch, was sich denn diese armen Nönnchen von ihren albernen Aktionen versprochen haben. In unserem (sehr biederen) Mädchengymnasium war es seinerzeit so, daß eher die Bio-Lehrerin von uns aufgeklärt werden mußte, als andersrum.  

Link to comment
Share on other sites

Der eigentliche Skandal bei der Geshcichte ist aus meiner sicht auch nicht im mindesten, daß da religiöse Verbohrtheit am Werk gewesen wäre - da mag jeder durchaus unterschiedlich denken -, sondern pädagogische Unfähigkeit und Weltfremdheit. Selbst wenn man es für richtig hält, daß Sexualerziehung anhand der in Bayern zugelassenen Schulbüchern (in denen "Pro Familia" und ähnliche Organisationen durchaus keinerlei besonderen Einfluß haben) Kindern nicht zuzumuten oder aus anderen Gründen unrichtig sei, ist das Herausreißen von Seiten doch eine völlig inkompetente Art, hierauf zu reagieren.

 

Wer so reagiert, demonstriert neben einer auch von mir nicht geteilten Haltung gegenüber Sexualerziehung zunächst fachliche Uneignung.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Cano am 10:17 - 16.April.2002

 

Neues aus Auerbach:

 

 

 


 

Wenn ich hier so die Beiträge mancher ForumsmitgliederInnen lese, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass manche hier den Nonnen in ihrer Denkweise in nichts nachstehen.  

 

Gehindert werden sie nur durch die fehlenden Möglichkeiten in unserer Gesellschaft.

 

(Geändert von pedrino um 11:12 - 16.April.2002)

Link to comment
Share on other sites

Ich habe kein Verständnis für das Verhalten der Schulschwestern, wenn es denn so ist wie vom SPIEGEL geschildert. Zumindest der »Teaser«, mit dem SPIEGEL das Thema ursprünglich anriss, ist doch sehr demagogisch geschrieben. Gut. Aber 14 Seiten rausreißen … mit dem Teufel oder mit Gott oder mit der Hölle drohen … das ist pädagogische Inkompetenz … milde, sehr milde ausgedrückt.

 

Nur: Ich glaube, dass in dem, was Werbung, Unterhaltungsindustrie und auch das lebendige Beispiel eines Teiles der Erwachsenenwelt Kindern über Sexualität vermittelt, der Sex nicht mehr als Sprache der Liebe, der liebenden Ganz-Hingabe, sondern als eigenständiger thrill, als ein zu Konsumierendes ohne Bezug zur Lebensentscheidung (u. a. der Ehe) zweier Menschen gesehen wird. Sexualität als Fun-Sportart.

 

So konnte ein 18jähriges Mädchen neulich – ohne den Anhauch eines Zweifels an ihrer Haltung – sagen, ihr Ziel sei es, in jungen Jahren soviel Sex wie möglich »zu haben«.

 

Ich vertrete die Auffassung, dass eine Verwahrlosung, die zu solchen Haltungen führt, ungleich skandalöser ist als das Verhalten der Auerbacher Schwestern. Deren Verhalten gehört aufgedeckt, den anklagenen Zeigefinger und die genüßliche Häme, mit der das seitens des SPIEGEL (und anderer Medien) geschieht, halte ich für heuchlerisch.

 

 

(Geändert von Echo Romeo um 12:04 - 16.April.2002)

Link to comment
Share on other sites

Bitte nicht falsch verstehen: Das heißt nicht, dass das Thema Auerbach für mich tabu wäre.

 

Es geht mir nur um ein gewisses »Zurechtrücken«.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Echo Romeo am 12:02 - 16.April.2002

Nur: Ich glaube, dass in dem, was Werbung, Unterhaltungsindustrie und auch das lebendige Beispiel eines Teiles der Erwachsenenwelt Kindern über Sexualität vermittelt, der Sex nicht mehr als Sprache der Liebe, der liebenden Ganz-Hingabe, sondern als eigenständiger
thrill
, als ein zu Konsumierendes ohne Bezug zur Lebensentscheidung (u. a. der Ehe) zweier Menschen gesehen wird. Sexualität als Fun-Sportart.

 

 

Lieber Romeo,

 

nicht das Angebot ist maßgebend, sondern die Befähigung damit umzugehen.

 

Im übrigen kann man das "Gefühl der Liebe" auch durch die beste Erziehung nicht "vermitteln", bzw. auch bei schlechtester nicht unterbinden. Es ist einfach da (bei der/m "Auserwählten".

Link to comment
Share on other sites

Hervorrragendes Echo, Romeo! Schließe mich hundertprozentig an. Interessieren würde mich allerdings, was denn nun auf den schrecklichen Seiten steht (am Ende hatten die Schwestern vielleicht auch noch Recht!)

 

Liebe Grüße

 

Thomas

Link to comment
Share on other sites

Guest Corinna


Zitat von ThomasBloemer am 14:01 - 16.April.2002

 

 

Interessieren würde mich allerdings, was denn nun auf den schrecklichen Seiten steht (am Ende hatten die Schwestern vielleicht auch noch Recht!)

 


 

Ich vermute, dass auf den schrecklichen Seiten genau das stand, was auf denselben schrecklichen Seiten in allen bayerischen Schulbüchern steht, nach denen auch die Kinder der bayerischen Kultusministerin unterrichtet werden/wurden.

 

 

Hohlmeier kritisiert Auerbacher Schwestern - Vertrauen zurückgewinnen

 

 

München/Auerbach. (kna) Die Auerbacher Schulschwestern haben nach Ansicht von Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU) mit ihrer umstrittenen Bücherzensur das Ansehen der kirchlichen Schulen in Bayern beschädigt.

 

Viele kirchliche Schulen leisteten in Bayern hervorragende Arbeit, erklärte Hohlmeier am Mittwoch in München. Diese Schulen dürften durch die Vorfälle an der Auerbacher Realschule nicht weiter diskreditiert werden. Das gestörte Vertrauen von Eltern, Schülern und Schulaufsicht müssten die Schwestern erst wieder zurückgewinnen. Das Kultusministerium will nach eigenen Angaben künftig verstärkt seine Rechte als Schulaufsichtsbehörde wahrnehmen. Der Unterricht an der Auerbacher Realschule werde überwacht und Elternbeschwerden nachgegangen. Außerdem gebe es eine Zusage der Schulleitung, auf Wunsch der Eltern Klassenelternabende zur Sexualerziehung anzubieten.

 

http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/0,2123,23361-1-,00.html

 

 

 

 

 

 

(Geändert von Corinna um 14:29 - 16.April.2002)

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Corinna am 14:26 - 16.April.2002

Außerdem gebe es eine Zusage der Schulleitung, auf Wunsch der Eltern Klassenelternabende zur Sexualerziehung anzubieten.

 

Jetzt ist aber wohl Schluß! Die Schwestern hatten vollkommen recht mit ihrer Zensur. Da sollen jetzt wohl auch noch die Eltern aufgeklärt werden, oder wie? Nein, nein! O Tempora, O Mores!

Link to comment
Share on other sites

Ach, was Du nicht sagst, Corinna. Darum hatte ich die Hoffnung, daß jemand weiß.ob man diese Seiten irgendwo angucken kann - so als Nichtbayer.

 

Habe auch schon bei Google gesucht, aber nichts gefunden, nur das hier:

 

„Rom. Das päpstliche Vikariat bietet erstmals Sexualkunde-Unterricht für Kleriker an. Zum ersten Kurs ab Oktober wurden etwa 100 "nach strengen Kriterien ausgewählte" (was immer darunter zu verstehen sein mag) Nonnen, Priester und Religionslehrer über Themen wie Pubertät und Gefühlsleben, Fruchtbarkeit und Empfängnisverhütung unterrichtet. Die oberste Kirchenteitung gab ihr ausdrückliches Einverständnis, doch wird darauf Wert gelegt, daß Sexualität nur "unter moralischen Gesichtspunkten" behandelt wird. (Süddeutsche Zeitung, 17.9.96)“

 

http://www.ibka.org/ir/2348f.html

 

Na ja, unter praktischen Gesichtspunkten wär‘s ja auch nicht angebracht.

 

Hoffentlich haben die in Rom wenigstens alle Seiten in den Büchern dringelassen!

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...