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Das Recht auf Privatkopie


Elrond
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Moin,

 

aus dem Heise Newsticker (http://www.heise.de/newsticker/data/sha-16.09.03-000/)

 

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Musikindustrie will Recht auf Privatkopie drastisch einschränken

 

Anlässlich des Symposions zur Novellierung des Urheberrechtsgesetzes vom Bundesjustizministerium und dem Institut für Urheber- und Medienrecht fordern die deutschen Phonoverbände die De-facto-Abschaffung der Privatkopie. Kopien zum privaten Gebrauch sollten laut dem Positionspapier des Interessenverbandes der Phonographischen Industrie (IFPI) nur dann zulässig sein, wenn danach eine "ausschließlich analoge Nutzung" stattfindet. Von der "Rückführung der digitalen Privatkopie in ein Exklusivrecht" verspricht sich die Musikindustrie das Entstehen eines Marktes für Privatkopien: Kunden könnten das Recht auf eine private Kopie separat erwerben ....

 

(http://www.heise.de/newsticker/data/sha-16.09.03-000/)

 

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Ich haette es nicht dreister formulieren koennen ...

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Die Musikindustrie ist selber Schuld an den schlechten Umsätzen. Sie sucht nur noch das schnelle Geschäft, aber trägt nichts mehr dazu bei, langfristige Künstlerkarrieren aufzubauen. Es wird vor allem kurzfristig für den Markt der 15-20jährigen produziert, wobei die Künstler in immer schnelleren Intervallen verheizt werden. Zwar werden Superstars gesucht, aber klassische Superstarkarrieren werden daraus nicht. Früher hat man als Jugendlicher Police gehört und als Erwachsener Platten von Sting gekauft. Nur ein Beispiel von vielen.

 

Die Klientel von 25 aufwärts wird kaum noch bedient, obwohl die durchaus kaufkräftig und interessiert wäre. Jedoch erwartet die auch Qualität. Leider gibt es kaum noch Musiksendungen im Fernsehen, die für diese Kundenkreise stundweise interessante Informationen liefert. Man kennt nur das, was ständig im Radio oder in den Musiksendern rotationsmässig gesendet wird. Aber selbst wenn da der ein oder andere vielversprechende Künstler auftaucht, ist man mit zunehmenden Alter durch zu viele Fehlkäufe davon geheilt, nur wegen eines guten Songs gleich eine ganze CD zu kaufen. Früher gab es für solche Fälle Musiksendungen im Radio und vor allem auf den dritten Programmen im Fernsehen, in denen ganze LPs vorgestellt und besprochen wurden. Ich kann mich erinnern, dass es Ende der 80er Jahre Sonntagsabends auf NDR2 eine Sendung gab, wo eine Stunde lang eine interessante Neuveröffentlichung vorgestellt wurde. Ich habe mir damals wegen dieser Sendung so manche LP gekauft. Und NDR2 war und ist nicht der Spartensender, wo sonst Klassik oder Schlager läuft.

 

Naja, ich könnte mich noch seitenweise weiter aufregen. Schluss für jetzt.

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Ich glaube, man koennte noch die Punkte:

 

- Kopierschutztechniken auf CDs verprellen ehrliche Nutzer (von den letzten 4 CDs, die ich gekauft habe, haben sich 2 in meinem Player nicht abspielen lassen, lustigerweise aber im Rechner CD-ROM) und sind doch nur ein Wettlauf gegen die Zeit, bis es ein neues Tool gibt, was den Schutz erlegt.

 

- Hohe CD Preise lassen gerade in "schlechteren" Zeiten die Kauflust einbrechen. CDs, die unter 14 Euro kosten, muss man schon mit der Lupe suchen. Warum ist das so teuer? Wieso kostet eine CD eines nicht ganz so bekannten Kuenstlers locker 17-20 Euro?

 

- Muessen Kuenstler eigentlich 100 Mio Dollar Vorschuss fuer 5 Alben bekommen oder sollten sich hier vielleicht mal Angebo, Nachfrage und Realitaet unterhalten?

 

- Ich wuerde Musik ja gerne im Internet kaufen, speziell wenn ich nur ein paar Lieder haben moechte, aber es gibt ja fuer Deutschland keine Angebote der Industrie. Und ich moechte ein gekauftes Stueck dann auch im Auto oder beim Sport hoeren koennen und nicht per DRM an irgendeinen Rechner gebunden wissen. Berichte wie http://www.heise.de/newsticker/data/jk-25.07.03-005/ widersprechen meinem Verstaendnis vom Kauf eines Produkts.

 

- Die Dreingaben der CDs werden immer schlechter, Booklets ohne Texte, billige, leicht brechende Trays ... und vor allen Dingen kuerzer, CDs mit Laufzeiten >60 Minuten sind eher selten.

 

- Wieso glauben die Hersteller eigentlich, in einem sich schnell veraendernden Markt ein Produkt, dass es seit 20 Jahren gibt, nicht verbessern zu muessen, vielleicht waere Mehrwert ein Kaufanreiz. Bei DVDs klappt das doch auch ganz gut.

 

- Sparen eigentlich die Labels, wie es andere Firmen tun? Ich habe bisher noch nicht gelesen, dass ein Label pleite gegangen ist, noch dass es grossartige Entlassungen gegeben hat.

 

- Muessen eigentlich Konzertkarten 80 Euro kosten? Ein Konzert ist ein guter Anreiz, eine CD zu kaufen.

 

- http://www.heise.de/newsticker/data/anw-15.09.03-001/

 

einfuegen.

 

Trotz allem werde ich weiter CDs kaufen, einfach weil ich von Musik, die mir gefaellt, auch wirklich eine physikalische Repraesentation haben moechte, so richtig mit Booklet, Bildern, zum Anfassen halt ...

 

so long

Elrond

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So weit ich gehört habe, ist die analoge Kopie auf das Tape erlaubt. Somit wird der alte Spruch, ,,Totgesagte leben länger" bestätigt. Ganz im Gegensatz zu der milliardenschweren UMTS Technologie, die schon vor ihrer Inbetriebnahme ausrangiert ist, weil es viel effizientere Technologien gibt. Doch UMTS ist nicht das einzige Beispiel für milliardenschwere Fehlinvestitionen, man sehe sich nur das Trauerflugzeug der Technik, den Eurofighter an.

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So weit ich gehört habe, ist die analoge Kopie auf das Tape erlaubt. Somit wird der alte Spruch, ,,Totgesagte leben länger" bestätigt.

Das ist eher als Metapher zu sehen, es geht hier nicht darum, die Kassette wiederzubeleben. Das analoge Zeitalter ist bis auf die Schallplatte vorbei.

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- Die Dreingaben der CDs werden immer schlechter, Booklets ohne Texte, billige, leicht brechende Trays ... und vor allen Dingen kuerzer, CDs mit Laufzeiten >60 Minuten sind eher selten.

Da muss ich widersprechen. Mich nervt, dass es viel zu viele überlange CDs gibt, auf denen man die guten Stücke suchen muss. Eine CD mit 60 min Laufzeit, die auch 60 min lang Qualität liefert ist mir lieber, als diese vollgepackten Müllsammlungen, die man heute oft erhält.

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Egal was sie versuchen einzuschränken, es wird immer Mittel geben das zu umgehen, und kaum jemand wird daran halten...

 

Bleze

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Ich könnte auch ohne Musik leben, ohne TV auch. Doch so lange es noch da ist konsumiere ich es, würde aber nicht weinen, wenn es nicht da wäre.

Inkonsequenter geht es nicht mehr, oder? Entweder Du nutzt es, weil Du es willst, oder Du laesst es bleiben, weil Du es nicht willst. Es aber nur zu nutzen, weil es da ist, ist quatsch.

 

BTW: Wenn Dich das Thema nicht interessiert, schreib doch in einem anderen Thread.

Kordian spinnt sich was zusammen. Wer schreibt denn hier ständig "Habe gerade den Guido im TV gesehen. Seine Westerwelle zeigt heute streng nach Osten." Und wenn man ihm TaTu nehmen würde, wäre er seiner sexuellen Phantasien beraubt.

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Egal was sie versuchen einzuschränken, es wird immer Mittel geben das zu umgehen, und kaum jemand wird daran halten...

Ich glaube schon, dass fuer den "normalen" Anwender der Kopierschutz eine Huerde darstellt, auch die ganzen Anwender von hifi-basierten CD-Kopierern haben damit keine Moeglichkeit, eine Kopie anzufertigen.

 

Aber ist der Kopierschutz wirklich die Loesung? Es wuerde doch niemand auf die Idee kommen, Buecher oder Zeitschriften so zu drucken, dass sie keiner kopieren kann, weil sich die Kopie in der Regel nicht lohnt. Warum nicht? Weil bei Zeitschriften die Kopie zu teuer waere im Vergleich zum Produkt und bei Buechern zu aufwaendig oder unhandlich im Vergleich zum Original. Ist nicht das de rZustand, den man bei CDs erreichen sollte?

 

so long

Henning

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Trotz allem werde ich weiter CDs kaufen, einfach weil ich von Musik, die mir gefaellt, auch wirklich eine physikalische Repraesentation haben moechte, so richtig mit Booklet, Bildern, zum Anfassen halt ...

Seitdem es Napster, KaZaa und eMulee gibt, hat sich mein CD-Konsum sogar erhöht. Ich finde es gut, mir über das Internet und solche Tauschbörsen eine Meinung bilden zu können, welche CD ich kaufe und welche nicht. Vor allem kann ich mir auch Songs von Künstlern anhören, die ich sonst nirgendwo hören kann. Jedoch ist die Klangqualität oft miserabel. Wenn man Musiker ist und einmal eine schlechte mp3 gehört hat, erkennt man diese Mankos auch bei recht gut codierten mp3s wieder. Vor allem wenn man ansonsten Wert auf gutes Equipment legt. Ich habe einen Sennheiser HD 545 Kophörer, der vor allem bei Klassikfans beliebt ist, weil er jedes Detail wiedergibt und über eine sehr gute räumliche Abbildung verfügt. Mit dem höre ich wirklich deutliche Unterschiede, wenn ich einen Track von CD als mp3 codiere.

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Da muss ich widersprechen. Mich nervt, dass es viel zu viele überlange CDs gibt, auf denen man die guten Stücke suchen muss. Eine CD mit 60 min Laufzeit, die auch 60 min lang Qualität liefert ist mir lieber, als diese vollgepackten Müllsammlungen, die man heute oft erhält.

Hmm, das stimmt allerdings. Vielleicht waere das ein guter Ansatz, Mehrwert draufzupacken, z.B. eine Datenspur mit einem Video zu einem der Songs oder mit einem Live-Mitschnitt eines Songs, oder, ... so dass der Verbraucher das Gefuehl hat, er bekommt was fuer sein Geld.

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Seitdem es Napster, KaZaa und eMulee gibt, hat sich mein CD-Konsum sogar erhöht.

 

Ich finde diesen Tauschboersen Kram viel zu umstaendlich, entweder man findet nicht, was man sucht oder es ist kaputt oder es ist gerade nicht erreichbar, .... nee ..

 

Ich finde es gut, mir über das Internet und solche Tauschbörsen eine Meinung bilden zu können, welche CD ich kaufe und welche nicht.

 

Da gehe ich eher z.B. auf die Amazon "Kunden die diese CD gekauft haben, haben auch gekauft ..." oder den Katalog von jpc.de oder Rezensionen in Foren oder im Netz. Wie downloadest Du eigentlich einen Track aus dem Netz, wenn Du den Namen des Kuenstlers noch nicht kennst?

 

Wenn man Musiker ist und einmal eine schlechte mp3 gehört hat, erkennt man diese Mankos auch bei recht gut codierten mp3s wieder.

 

Soweit ich das verstanden habe, ist das psychoakustische Modell der mp3 Encoder eher ein Kompromiss der Hoerertypen. Es stimmt aber, unter 180 kbit kann man es teilweise hoeren und es gibt auch Stuecke, bei denen der Encoder einfach versagt. Obwohl es immer wieder Tests gibt, die ergeben, dass die Probanden nicht mit Sicherheit das komprimierte Stueck aus aac, wma, mp3, wav ... heraushoeren konnten.

 

Wie ist das eigentlich mit DRM kodierten Stuecken, das zugrunde liegende Musikformat muss doch auch verlustbehaftet sein (wma z.B.), da muesste man doch auch mit Kopfhoerern verzweifeln ... ?

 

Mit dem höre ich wirklich deutliche Unterschiede, wenn ich einen Track von CD als mp3 codiere.

 

Noch ein Grund mehr, eine CD zu kaufen. Hast Du eigentlich Erfahrung mit DVD Audio oder SACD? Hoert man da wirklich viel mehr?

 

so long

elrond

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Da muss ich widersprechen. Mich nervt, dass es viel zu viele überlange CDs gibt, auf denen man die guten Stücke suchen muss. Eine CD mit 60 min Laufzeit, die auch 60 min lang Qualität liefert ist mir lieber, als diese vollgepackten Müllsammlungen, die man heute oft erhält.

Hmm, das stimmt allerdings. Vielleicht waere das ein guter Ansatz, Mehrwert draufzupacken, z.B. eine Datenspur mit einem Video zu einem der Songs oder mit einem Live-Mitschnitt eines Songs, oder, ... so dass der Verbraucher das Gefuehl hat, er bekommt was fuer sein Geld.

Das wird ja gemacht. Ich habe vorhin von Thofrock im Chat erfahren, dass es die neue CD von Elvis Costello bei Amazon in zwei Ausführungen gibt. Für 14,99 als normale CD und für 15,99 (also einen Euro mehr) als Doppelpack mit einer DVD mit Musikvideos. Die letzte CD von Shania Twain gab es auch in einer Special-Edition mit einer Bonus-CD, auf der alle Songs nochmal in einer Ethno-Fassung remixt drauf waren, die zumindest hier bei Karstadt genausoviel gekostet hat, wie die normale CD. Leider gab es die Bonus-CD mit den puren Country-Fassungen nur in den USA. Die hätte ich spannender gefunden, als dieses Ethno-Gedudel. Aber ich habe mir die CD auch nicht gekauft, sondern meine Frau.

 

Was mich geärgert hat: Die neuste CD von Huey Lewis, die ich meiner Frau geschenkt habe, ist so eine beschissene kopiergeschützte, die nicht auf jedem CD-Player läuft.

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Franciscus non papa

randbemerkungen eines musikers zum thema

 

wenn man als musiker - der nicht gerade zu den weltbekannten superstars gehört - einen verlag, cd-produzenten ... sucht, dann ist man ganz arm dran.

 

1. beispiel:

 

wenn man ein eigenes werk in den druck geben will, dann werden von den verlagen regelrechte knebelverträge angeboten. man tritt alle rechte - im übrigen habe ich hier einen vertrag vorliegen, in dem ausdrücklich auch zukünftig möglich werdende mit aufgeführt sind - an den verlag ab, ausgenommen das recht, das eigene werk selbst aufführen zu dürfen, und bekommt einen minimalen betrag vom verlag.

 

2. cd produktion

 

an sowas ist - wenigstens im klassichen bereich, in dem ich nun mal überwiegend tätig bin - nur ranzukommen, wenn irgendjemand (kulturverein, kirchengemeinde, die ihre orgel präsentieren möchte, anlässlich eines jubiläums..) eine produzieren will. oder man macht es eben selbst.

 

man hat dann die kosten für

 

- die musiker

 

- die aufnahmetechnik

 

- druck des booklets .....

 

- bearbeiten im studio

 

- erstellen des masters

 

- erstellen der cds

 

wobei es nur dann einigermassen kostengünstig ist, wenn man möglichst viele herstellen lässt.

 

3. konzerte

 

wenn ich bei einem konzert ein orchester von sagen wir mal 40 musikern habe, dann ist ja nicht nur die aufführungszeit zu rechnen, sondern auch der aufwand der proben.

 

dazu kommen:

 

- werbung (plakate, handzettel..)

 

- programme (nicht nur druck, sondern es muss ja auch jemand sich hinsetzen und ein einigermassen kluges programm schreiben)

 

- miete für den konzertsaal

 

- notenmaterial

 

- aufführungsrechte (gema)

 

für ein konzertprogramm ist man schnell los:

 

1000 € für notenmaterial

 

1000 € für plakatierung

 

ca 500 für druckkosten

 

je nach raum auch schnell mal 1000 oder mehr als miete

 

gema, je nach werk auch schon mal an die 1000 bis 2000 €

 

dann sind wir schon bei wenigstens 4500 - ohne dass auch nur ein ton gespielt worden ist.

 

wenn 250 leute also nun 40 € eintritt bezahlen, wobei das in der regel noch durch sonderpreise für schüler usw. abgemildert wird, dann hat man im idealfall 10.000€ zur verfügung - rest der nicht hier ausgeführt ist: 5500!!!

 

bleiben pro kopf knapp 140 € - bei insgesamt 10 h probe und aufführung ein stundenlohn für die musiker von 14 € der auch noch versteuert werden muss.

 

nur mal so zum nachdenken....

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Noch ein Grund mehr, eine CD zu kaufen. Hast Du eigentlich Erfahrung mit DVD Audio oder SACD? Hoert man da wirklich viel mehr?

Nicht direkt. Ich habe aber die DTS-Codierte Queen-Video-Collection, die speziell für DTS neu abgemischt wurde. Das ist schon was anderes, wenn da bei Bohemian Rhapsody die Chöre aus allen Ecken des Zimmers erklingen. SACD kann mein DVD-Player nicht abspielen . Ich glaube auch nicht, dass sich da - wenn man die reinen Stereomixes anhört - soviel getan hat. Der Gewinn an Dynamik ist bei Pop-Produktionen ein Witz, weil da schon bei der Abmischung die Dynamik extrem beschnitten wird. Tja und was sollen mehr als 41 khz bringen, wenn das menschliche Gehör schon bei 20 khz an seine Grenzen kommt?

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Was mich geärgert hat: Die neuste CD von Huey Lewis, die ich meiner Frau geschenkt habe, ist so eine beschissene kopiergeschützte, die nicht auf jedem CD-Player läuft.

Man kann u.U. z.B. bei http://www.heise.de/ct/cd-register/ herausfinden, ob die CD Probleme macht oder nicht. Alternativ wuerde ich mal versuchen, sie zu kopieren und die Kopie abzuspielen. Manche Brennprogramme neigen dazu, die groebsten Fehler im Standard bei der Kopie zu reparieren. Ist aber ab 01.10. eigentlich verboten.

 

Perfiderweise kann man die CD aber auch nicht so einfach zum Haendler zurueckgeben, weil das Siegel gebrochen ist (wie haette man aber sonst herausfinden koennen, ob die CD spielt), und wenn es aussen auf der Verpackung steht, dass die CD einen Kopierschutz enthaelt, ist es eh schwierig, sie zurueckzugeben, wenn sie nicht laeuft.

 

Diese Standard Aufweichung ist sowieso absurd, ich habe CDs, die laufen exklusiv entweder im CD Player, im DVD Player, im CD-ROM oder im Auto-CD-Player ... das ist doch S*******, fuer was hat man denn Standards?

 

so long

Elrond

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Perfiderweise kann man die CD aber auch nicht so einfach zum Haendler zurueckgeben, weil das Siegel gebrochen ist

Ich habe die CD bei Ebay ersteigert. Auf dem CD-Player meiner Frau und unserem DVD-Player läuft sie ja auch. Ich kann sie aber nicht auf dem PC im Wohnzimmer abspielen, der als Stereoanlagen-Ersatz fungiert.

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bleiben pro kopf knapp 140 € - bei insgesamt 10 h probe und aufführung ein stundenlohn für die musiker von 14 € der auch noch versteuert werden muss.

Ja, das haben ich mir früher bei Auftritten mit der Band auch immer schön geredet. "Boah, was für ein Stundelohn". Die Zeit im Proberaum haben wir nicht mit einbrerechnet. Allerdings hat es wirklich Spass gemacht. :blink:

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Egal was sie versuchen einzuschränken, es wird immer Mittel geben das zu umgehen, und kaum jemand wird daran halten...

Ich glaube schon, dass fuer den "normalen" Anwender der Kopierschutz eine Huerde darstellt, auch die ganzen Anwender von hifi-basierten CD-Kopierern haben damit keine Moeglichkeit, eine Kopie anzufertigen.

 

Aber ist der Kopierschutz wirklich die Loesung? Es wuerde doch niemand auf die Idee kommen, Buecher oder Zeitschriften so zu drucken, dass sie keiner kopieren kann, weil sich die Kopie in der Regel nicht lohnt. Warum nicht? Weil bei Zeitschriften die Kopie zu teuer waere im Vergleich zum Produkt und bei Buechern zu aufwaendig oder unhandlich im Vergleich zum Original. Ist nicht das de rZustand, den man bei CDs erreichen sollte?

 

so long

Henning

Das Problem mit dem Kopierschutz ist: Der ehrliche Anwender ist meist der Gelackmeierte. Wenn eine CD im CD-Player im Auto nicht läuft, dann macht sich der gewiefte Kunde am PC eben eine "illegale" Kopie, indem er den Kopierschutz umgeht, der verhindert, dass die CD im Auto-CD-Player läuft. Das ist eigentlich - wenn man das normale Rechtsempfinden zugrunde legt - kein illegales Verhalten. Ich habe für meinen CD-Player im Auto Geld bezahlt und für die CD auch. Und natürlich erwarte ich, dass ich die CD überall hören kann, wo ich ein kompatibles Abspielgerät installiert habe. Darum kauft man sich ja CD-Spieler fürs Auto, CD-Walkmen usw. Normalerweise müsste ich die CD auch nicht illegal kopieren, weil sie ohne Kopierschutz auf allen Geräten laufen würde. Die Musikindustrie zwingt aber auch Kunden, die eigentlich nur CDs auf verschiedenen Geräten abspielen wollen, illegale Kopien anzufertigen. Das fördert natürlich die Akzeptanz und den Erfolg von Kopierschutzknackprogrammen.

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1. beispiel: wenn man ein eigenes werk in den druck geben will

 

Ich vermute, Du meinst Noten? Wird man dann als Author am Verkauf beteiligt oder wie wirst Du dafuer bezahlt, das Stueck veroeffentlicht zu haben.

 

Wie ist das eigentlich, wenn ich ein Orchester bin und moechte ein Stueck auffuehren, gehe ich dann los, kaufe die Notensaetze und muss noch zusaetzlich das Recht erwerben, das Stueck auch aufzufuehren oder ist das im Preis drin?

 

2. cd produktion

 

Hmm, ich weiss nicht, ob wir hier vom Gleichen sprechen. Es ist wohl unbestritten, dass je kleiner die Auflage, je hoeher der Preis. Und ich bin auch gerne bereit, fuer eine seltene Aufnahme oder einen Import mehr zu zahlen, wenn er erkennbar ist, warum das Ding so teuer ist. Auch zahle ich gerne 20 Euro fuer die CD der Uni Bigband oder einer lokalen Band hier, weil da fuer mich als Hoerer ein persoenlicher Bezug da ist.

 

Aber die meisten CDs, die mehr in Richtung Mainstream oder zumindest verbreitete Musik gehoeren, sind immer noch teuer, obwohl die Anzahl der Exemplare wahrscheinlich viel groesser ist und man sich fragt "Hmm, der Kuenstler hat eine Platin Schallplatte bekommen, die Auflage ist also garantiert groesser als x".

 

Ungluecklicherweise steht bei CDs nicht wie bei Buechern eine Auflage drauf, waere sicherlich mal spannend zu sehen. Weisst Du, was eine durchschnittliche CD im Bereich Klassik an Auflage hat?

 

3. konzerte

 

Das gleiche wie oben, ich bezahle gerne, wenn ich weiss, warum. Ich kann schon nachvollziehen, dass eine kleine Auffuehrung mit vielen Musikern teurer sein muss, um die Kosten reinzuholen als eine grosse Tournee, aber warum kostet denn eine Robbie Williams Karte 65 Euro, wenn der in 10 Tagen vor 280.000 Leuten in Deutschland auftritt? Oder warum kostet eine Elton John Karte fuer einen vorderen Platz 100 Euro, fuer einen hinteren immer noch 50-60 Euro?

 

Herbert Groenemeyer ist z.B. ein Kuenstler, der da nicht unbedingt mitgemacht hat, obwohl da auch 100.000nde hingehen, sind die Kartenpreise bewusst (sagt er auch in Interviews) moderat (31 Euro) geblieben (ok, waren frueher mal 45 DM, aber nun ja, andere Baustelle). Da scheint es sich scheinbar auch zu lohnen, obwohl die Karten nicht so teuer sind.

 

Anderes Beispiel: Uebermorgen spielt hier Claudia Bettinaglio (Blues Musik, ist bekannt geworden mit Tom Waits Interpretationen), das Konzert ist in einem Saal mit ca. 300 Leuten Fassungsvermoegen und kostet .... 8 Euro Eintritt. Ich haette auch mehr bezahlt und haette ich 15 Euro fuer realistisch gehalten und eingeplant.

 

Vielleicht ist das alles auch nur ein Missverstaendnis: Die Musiker jammern, dass sie von den CD Verkaeufen nur so wenig zu sehen bekommen und das meiste an die Labels geht. Die Labels jammern, dass alles so teuer ist, die Herstellung, die Musiker, das Marketing, .... und sich das alles nicht mehr lohnt. Nun schalte ich den Fernseher ein und sehe Kuenstler X in seiner 4 Mio $ Villa in Beverly Hills, Kuenstler Y in seinem 300 k$ Auto, Kuenstler Z auf einer 0.5 Mio $ Party ... zugegeben, das ist nur ein BruchBruchBruchteil der Leute, die Musik machen, aber offensichtlich Kuenstler, die eine ganze Reihe von Platten verkaufen und dabei steinreich geworden sind. Wenn ich jetzt diese "Jammerkette" rueckwaerts gehe, frage ich mich, ob man nicht einfach mal ueberpruefen sollte, ob sich Gagen und Promotion etc. nicht ein wenig verselbstaendigt hat wie z.B. bei den Fussballern, deren Gagen auf den Fernseheinnahmen aufbauen und die nun durch ausbleibende Fernsehgelder realitaetsgeschwaengerten Gegenwind ins Gesicht geblasen bekommen. Kurz gesagt: Kann man auf der einen Seite jammern "Alles ist so schlecht" und auf der anderen Seite riesige Gagen zahlen. Oder noch kuerzer: Ist so ein Kuenstler wirklich so viele Mio $ wert, wenn es der Branche angeblich so schlecht geht.

 

Aber Du hast recht, die Kritik mit den CD Preisen laesst sich nicht auf unbekanntere Kuenstler 1:1 anwenden.

 

so long

Elrond

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Soweit ich das verstanden habe, ist das psychoakustische Modell der mp3 Encoder eher ein Kompromiss der Hoerertypen. Es stimmt aber, unter 180 kbit kann man es teilweise hoeren und es gibt auch Stuecke, bei denen der Encoder einfach versagt. Obwohl es immer wieder Tests gibt, die ergeben, dass die Probanden nicht mit Sicherheit das komprimierte Stueck aus aac, wma, mp3, wav ... heraushoeren konnten.

Ja, das hängt vom Hörer und vom Musikstück ab. Da das mp3-Format auf psychoakustischen Modellen beruht, hört man den "mp3-Effekt" eben genau dort, wo andere psychoakustische Geräte verwendet wurden. Auf vielen Pop-Produktionen werden z.B. die Hi-Hats durch Exciter, Enhancer und andere psychakustische Geräte bearbeitet. Es werden Höhenanteile generiert, die im Signal eigentlich nicht vorhanden sind, die aber die Hi-Hat durchsetzungsfähiger klingen lassen, ohne sie subjektiv lauter erscheinen zu lassen. Bei der Codierung ins mp3-Format passiert genau das Gegenteil. Es werden die Signalanteile herausgefiltert, die von anderen Instrumenten überlagert werden und die eben vom mp3-Encoder als unwichtig erachtet werden. Das führt oft dazu, dass eigentlich moderater Exiter- oder Enhancer-Einsatz nach der Decodierung auffällig in den Vordergrund tritt. Das hört man vor allem eben bei Hi-Hats und Becken, aber auch bei Hallräumen und Stereoeffekten. Der Klangeindruck ist schwer zu beschreiben, die Höhen klingen halt künstlich, ein wenig nach Vocoder-Effekten.

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Ich glaube schon, dass fuer den "normalen" Anwender der Kopierschutz eine Huerde darstellt, auch die ganzen Anwender von hifi-basierten CD-Kopierern haben damit keine Moeglichkeit, eine Kopie anzufertigen.

 

Selbst die meisten "normalen" Anwender sind heutzutage kopiererfahren...(ok...Ausnahmen gibts immer...)..., sei es Clone CD oder sondtwelche Tools...

 

Zumal..., wer will bitte wie kontrollieren was ich mir lade z.b. von Kazaa? "Lord.avi" könnte eine Kopie von Herr der Ringe sein oder das Heimvideo eines englischen Adligen..., von daher mache ich mir keine Sorgen.

 

Seit damals auf dem C64 gab es immer wieder Versuche Software etc. zu schützen, meist war der Schutz schneller geknackt & umgangen als ein Neuer gebastelt werden konnte.

 

Und das wird sich auch nicht ändern.

 

Fazit: Wer sich etwas informiert wird auch in Zukunft Kopien machen können..., das der kleine Heimanwender damit in die Illigalität gedrängt wird ist wieder eine ganz andere Sache..., und die ist, zu Recht...eine Sauerei...

 

Bleze

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Ich ärgere mich auch immer über die teuren CD-Preise, besonders wenn man eigentlich nur ein oder zwei Lieder des Albums überhaupt gut findet. Für 10 Euro würde ich vermutlich nicht ewig dran überlegen, ob ich die CD kaufe oder nicht, oder wenn es Single-cds mit tatsächlich nur ein bis zwei Lieder gäbe, die man dann auch für 3-4 Euro kaufen kann. Diese teuren Maxi-Cds finde ich richtig schlecht, weil da das gleiche Lied in 5 verschiedenen Versionen drauf ist, von denen man eh nur eine mag. Warum sollte man ein Album im ganzen nicht billiger machen, dann würden bestimmt viel mehr davon verkauft.

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Sagt mal... irgendwas verstehe ich falsch oder gar nicht... RECHT auf Privatkopie????

 

Ist das jetzt ein Menschenrecht?

 

Wen wollen wir denn verklagen, weil der übergroße Teil der Erdbevölkerung keine Möglichkeit hat, sowas zu nutzen???

 

:blink:

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