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Wohin soll man sich da wenden?


Guest Claudia

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Liebe Leute,

 

mich plagt derzeit ein sehr irdisches Problem:

 

meine Tochter kam am Monatg in die Schule, und zu unser aller Überraschung und gegen alle Versprechungen wurden aus den 63 Schülern 2 Klassen gemacht, so daß die Klasse meiner Tochter 32 Schüler hat. Uns wurde vor den Ferien zugesagt, ab 63 Anmeldungen gibt es 3 Klassen, und es stand bis Montag Morgen alles auf der Kippe.

 

Nun hatten wir heute die Einweihungsfeier des neuen Gebäudes und aufgrund dessen den Herrn Obersten vom Kreisschulamt zu Gast. Auf dieses Problem und seine Zusage hin angesprochen, gab es eine Mischung aus *kein Geld*, *kein Personal*, *keine Möglichkeit aufzustocken*, *warten wir 6 Wochen ab, wie viele Kinder zur Vorschule zurück gehen* usw... Ausreden, Vertröstungen, Hinhaltetaktik.

 

Das ist irgendwie alles ziemlich unbefriedigend und ich bin voller Elan, mich dafür einzusetzen, daß eine 3. Klasse gebildet wird. Nicht nur wegen meiner Tochter, mit der ich wohl leistungsmäßig gar keine Probleme haben werde.

 

Wer von Euch hat Ähnliches erlebt und kann mir Hinweise oder Anregungen geben, was man machen und an wen sich wenden könnte?

 

Stichpunkte: Landesregierung, Öffentlichkeit (- Presse, Radio...), Förderverein gründen, Honorarkraft auftreiben... was kann man tun, wenn in den oberen Etagen der Ministerien keiner was tut?

 

Viele Grüße, und danke im Voraus,

Claudia

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Hallo Claudia!

 

Erster Schritt: Mit dem Schulleiter sprechen und klären, ob er (was sehr wahrscheinlich ist) hinter dem Anliegen steht.

 

Dann

- so viele Eltern wie möglich auf die Beine bringen.

- Lokalpolitiker ansprechen und um deren Unterstützung werben

- Briefe an alle Ebenen der Behörden

- Die Presse informieren

- Unterschriftenaktionen

- und alles in Angriff nehmen, was Öffentlichkeit herstellt.

- In der Öffentlichkeit das Kind beim Namen nennen:

Die desaströse Schulpolitik in NRW!!!

 

Meiner Erfahrung nach wird sich dann etwas tun, wenn es zu vielen unangenehm wird.

 

Gruß

Cicero

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Hi Cicero,

 

danke für Deine Antwort.

 

Der Fritze von Kreisschulamt *versprach*, sich *zu bemühen*, daß wir im Februar *vielleicht* Besserung zu erwarten haben, da zusätzliche Stunden *eventuell* freigesetzt werden können, um in den Kernfächern wenigstens die Klassen zu teilen... und er lies durchblicken, daß er beleidigt ist, wenn wir sofort die Presse informieren, und daß es ja anderswo immer noch schlimmer sei... es ist zum heulen...

 

Viele Grüße,

Claudia

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..,daß er beleidigt ist, wenn wir sofort die Presse informieren,

Treffer

 

Aber stört das jemanden????

 

---

Regierungsschulfritze: "Wenn du Presse was sagst - ich beleidigt!"

 

Besorgte Mutter: "Wenn mein Kind nicht ordentlich unterrichtet wird - ich beleidigt!

Besser du beleidigt :blink:"

---

 

Also immer freundlich aber bestimmt dran bleiben.

Wichtig ist, daß viele mitmachen.

 

und daß es ja anderswo immer noch schlimmer sei... es ist zum heulen...

 

Aber ganz anderswo ist es auch deutlich besser

*grrr*

 

Heulen kann ich dabei nur vor Wut

 

Gruß

Cicero

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Kann es sein, daß sich seitdem ein bißchen was geändert hat ...???

Klar, es hat sich viel geändert.

Vor allem sind viele Kinder von Ihren Eltern schon so verzogen, daß sie nicht länger als 10 Min. still sitzen können, geschweige denn, sich auf irgendwas konzentrieren können. :ph34r:

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Der Schulamtsfritze will Dich nur hinhalten, Claudia. Schulen werden außerordentlich ungleich behandelt, so meine Erfahrung.

 

Es gilt "wer am lautesten schreit, kriegt die meiste Schokolade". Also schrei los, mit möglichst vielen zusammen und vor allen Dingen öffentlich! Und lass Dich bloß nicht auf Februar vertrösten. Da wird nix draus, und dann ist das Schuljahr um.

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Liebe Leute,

 

mich plagt derzeit ein sehr irdisches (schulisches) Problem:

Spar dir deine Mühe, erreichen wirst du eh nichts.

 

Versuche lieber, deinem Kind eine GROSSE Hilfe in der Bewältigung des Unterrichtsstoffes zu sein. Denn das LERNEN und das ERLERNEN des Unterrichtsstoffes ist der Sinn und das Ziel des Besuchs einer Schule.

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@Pedrino: mein Kind hat etwa ein Jahr Vorlauf, was den Unterrichtsstoff angeht. Sie kann einigermaßen gut lesen, da sie das seit ihrem 4. Lebensjahr üben will, und rechnen bis 20 macht ihr keinen Streß... Probleme macht ihr vor allem das Sozialverhalten (bei hochbegabten Kids ist das oft so).

 

@Thomas: Du hast wohl Recht.

 

Frage ist halt, was kann man in Elterninitiative tun, um Lehrkräfte aufzutreiben... Förderverein? Honorarkraft? Ist das rechtlich möglich usw...

 

@Cicero: ich auch, vor allem, wenn die Wirtschaft nach besser ausgebildeten Schülern ruft, die PISA-Studie mahnt und dann sowas...:blink:

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Liebe Leute,

 

mich plagt derzeit ein sehr irdisches (schulisches) Problem:

Spar dir deine Mühe, erreichen wirst du eh nichts.

 

Versuche lieber, deinem Kind eine GROSSE Hilfe in der Bewältigung des Unterrichtsstoffes zu sein. Denn das LERNEN und das ERLERNEN des Unterrichtsstoffes ist der Sinn und das Ziel des Besuchs einer Schule.

Wie war das? Ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt...

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???

Naive Mengenlehre war der linksliberale Bockmist, den man uns 1972 im ersten Schuljahr in Mathe zugemutet hat, da ja die Kleinen - anstatt zu rechnen - zunächst ein Vorstellung von Schnittmengen und Teilmengen bekommen sollten - was der ideologischen Bildung zugute kommen sollte.

Das sah dann so aus, daß man Kreise voller Socken vorgelegt bekam, und die roten sollten dann angekreuzt werden. Bei den Socken, die außerhalb des Kreises waren, durfte aber kein Kreuz hin. Das wurde von den damaligen Ideologen lautstark gefordert, da sich ja unter den Talaren der Muff von 1000 Jahren befand.

 

Den Schwachsinn hat man dann irgendwann wieder rückgängig gemacht (geschadet hat's mir aber nicht, da ich später auf dem Privat-Gymnasium richtig rechnen gelernt habe). Dafür gibts heute die so genannte vereinfachte Schreibschrift. Mein Söhnchen hat im ersten Schuljahr Druckschrift gelernt, nun ist die vereinfachte Schreibschrift dran. Das geschwungene grosse H aus der klassischen Schreibschrift hat heute nur noch im Querschrift eine leichte Schwingung, der Rest ist gerade.

 

Den Kleinen nur nichts abverlangen.

 

Hier kann man sich die "vereinfachte" Ausgangsschrift anschauen (PDF, 1.8 MB)

Edited by jakob
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???

Naive Mengenlehre war der linksliberale Bockmist, den man uns 1972 im ersten Schuljahr in Mathe zugemutet hat, ....

Das gab es bei mir (4 Jahre später als bei dir) auch noch.

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Mein Sohn geht zu einer Schule, bei der der Notendurchschnitt der Abiturklassen regelmäßig bis zu einem halben Prozent über dem Landesdurchnitt liegt.

 

Und er hat 32 MitschülerInnen in der Klasse. Aber hallo. Es schadet weder ihm noch der Leistungsvermögen der gesamten Schule.

 

Und er liebt es förmlich, zu dieser Schule zu gehen, denn man legt dort größten Wert auf ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Daher eine Frage an dich: Wie sieht denn deine Tochter die Situation? Vielleicht stört es sie ja gar nicht.

 

 

PS: Bevor ich es vergesse. Morgens in den ersten Unterrichtsstunden wird dort gebetet. Jeden Morgen. Scheint auch nicht zu schaden. :blink:

Edited by Martin
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Vielleicht ist die Schule mit außergewöhnlich guten und engagierten Pädagogen gesegnet, Martin.

Im Normalfall sind 30 Leute in der Klasse eindeutig zu viel. 25 wäre für mich die absolute Obergrenze, weil sich der/die Lehrer in so großen Klassen kaum noch den einzelnen widmen können. Da werden vielleicht die ganz guten und ganz schlechten beachtet, aber der Großteil geht eben unter. Wie soll man sich auch um sie kümmern, wenn es gleich deren 30 sind.

In unserem Kurssystem in der Kollegstufe sind wir oft nur 10 oder 12 Leute. Da kann man auf jeden eingehen...

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Na, Martin, wieso ziehst Du nicht bei der Schulbehörde ein und machst den Vorschlag, daß alle Klassen mindestens 32 Schüler haben sollen?

 

Du wirst mit Kußhand genommen und bekommst die Aufgabe, den jeweiligen Haushaltsetat zu planen...

 

Meine Güte, wo lebst Du denn?????

 

Natürlich mag es Klassen geben, wo auch das funktioniert.

 

Die meisten hier aber haben einen Ausländeranteil von 25% (das gibt es natürlich an den Bekenntnisschulen nicht, weil es eben nicht alle Leute gut finden, jeden Morgen zu beten, und die meisten davon haben einen *anderen* Glauben), was den Durchschnitt erheblich drückt, da es hier noch kein Pflicht-Kindergartenjahr gibt, und die Kinder teilweise mit extrem schlechtem Deutsch hier anlanden. Auch sind hier die Kinder, deren Eltern es völlig wurscht ist, was sie lernen, und sie nur auf die Schule schicken, weil sie MÜSSEN und diese Schule halt diese hier zuständig ist. Bekenntnisschulen haben meist die bewußter-entscheidenden Eltern, was zugleich bedeutet, daß sich diese Eltern auch um ihre Kids kümmern.

 

Es gibt nicht nur liebe katholische gehorsame Kinder...:blink:

 

Komm mal zurück in die Realität...

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Vielleicht sollten alle mal den Schultyp nennen, von dem sie reden...

Also Martin: Ist das eine Bekenntnisschule? Oder ein normales Gymnasium (Wie bei mir)

 

Und Claudia?

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Volker_Biallass

Hallo Martin :blink:

Mein Sohn geht zu einer Schule, bei der der Notendurchschnitt der Abiturklassen regelmäßig bis zu einem halben Prozent über dem Landesdurchnitt liegt.

 

Mal für Dumme (also meinereinen) ...

 

... darf ich das so verstehen, dass dann (statistisch 'türlich) mindestens 199 Abiturienten dieser Schule einen absolut durchschnittlichen Abschluss haben und maximal einer mit einer Note darüber hinausragt? :P

 

Mal angenommen, der Noten-Landesdurchschnitt liegt bei 10 Punkten (2-) ... dann hätte diese Schule einen Durchschnitt von bis zu 10,005 (2-).

 

Also 5 Promille in der Blutbahn sind sicherlich schon ganz ordentlich und schlagen wohl auch zu Buche, aber ein halbes Prozent im Notenschnitt kommt mir ausgesprochen unspektakulär vor :P

 

bcnu Volker

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