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Wie kann es sein?


furor
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Wie kann es sein, dass die einzigen Sondersendungen zum 25-jähringen Papst-Jubiläum erst um oder sogar nach Mitternacht kommen? In den Nachrichten war es die erste Meldung, aber zu einem Portrait dieses wichtigen Mannes der Weltgeschichte zu normaler Zeit reichte es nicht mehr.

 

Haben wir Christen die Medien ganz und gar verloren?

 

Ich empfinde das als Schande für unsere "Kultur".

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Warum GENAU empfindest du es als Schande für unsere Kultur, furor?

 

Dass wir Christen ganz und gar den Einfluß auf die Medien verloren haben?

Haben wir das denn?

Wäre es gut, diesen Einfluß zu haben?

Falls ja, würde dieser Einfluß uns nicht korrumpieren?

 

 

Ist es eine Schande für uns Christen?

Oder für unsere Kultur, zu der wir gehören, die wir aber nicht ausmachen?

Oder ist es eine Schande, DASS wir Christen diese Kultur nicht ausmachen?

 

 

Und warum empfindest DU es als Schande für unsere Kultur - trifft es dich persönlich, oder meinst du es allgemein?

 

 

 

Vielleicht können wir dann den Gesprächsfaden aufnehmen. Bisher ist es irgendwie zu allgemein, eher wie eine Protestnote auf die man nicht richtig antworten kann.

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Also im Bayer. Fernsehen gab's reichlich Sondersendung. Zuerst den Festgottesdienst, dann Portraits usw...

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Bei den Sat.1-"Nachrichten" war es sogar nur eine Kurzmeldung unter Sontiges...

 

Naja, vom MDR hätte ich sowas ja erwartet.

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Sendungen zum Papstjubiläum

"Der Fels"

 

"Der Fels. 25 Jahre Papst Johannes Paul II.", ein Film von Martin Posselt, ist zu sehen Freitag um 9.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen und um 20.15 Uhr Im Ersten.

Posselt gibt darin einen fesselnden Rückblick, angefangen von der Wahl des ersten Nichtitalieners seit fast 500 Jahren auf den Stuhl Petri bis zu den jüngsten Friedensmissionen des Papstes.

Die Redaktion Stationen empfiehlt das neue Buch des Filmemachers und Schriftstellers Martin Posselt: Der Fels. Johannes Paul II., erschienen bei Langen/Müller, 19,90 Euro.

 

 

 

 

Am heutigen Jubiläum berichtet Phoenix ab 18.00 Uhr über den "25. Jahrestag der Wahl von Karol Wojtyla zum Papst Johannes Paul II."

 

 

Im Bayerischen Fernsehen wird um 17.00 Uhr in der Sendung

25 Jahre Johannes Paul II. die "Bilanz eine Vierteljahrhunderts" gezogen.

Zu Gast im Studio sind die evangelische Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, der Schriftsteller Jan Roß, Hans-Peter Röthlin, Präsident des internationalen Hilfswerks "Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" sowie der Augsburger Domkapitular Prälat Dr. Bertram Meier. Peter Mezger und Hubert Schöne moderieren das Gespräch.

 

 

Höhepunkt der TV-Jubiläumsfeier ist die

Live-Übertragung der Messe auf dem Petersplatz in Rom: Beginn 17.55 Uhr im Bayerischen Fernsehen.

 

 

 

BR-alpha bringt um 21.00 Uhr einen Film von Krzysztof Zanussi über "Papst Johannes Paul II."

Das Erste berichtet ab 23.00 Uhr über die Jubiläumsfeiern in Rom.

 

Radio Bremen hat in seinem Online-Angebot einen Hörbeitrag von Michael Ende: "16. Oktober 1978 - Habemus papam! Heute vor 25 Jahren wurde der polnische Kardinal Wojtyla zum neuen Papst gewählt". Radio Bremen

 

 

Das ist ein Auszug von der Seite des Bayerischen Rundfunks über alle Sednungen zum Papst.

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Sendungen zum Papstjubiläum

"Der Fels"

 

"Der Fels. 25 Jahre Papst Johannes Paul II.", ein Film von Martin Posselt, ist zu sehen Freitag um 9.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen und um 20.15 Uhr Im Ersten. ...

Das um 20.15 Uhr im Ersten steht bei uns nicht im Programm. (Sonst wäre mein Einwurf gegenstandlos.)

 

Und in Bayern ist die Welt ja offensichtlich noch in Ordnung.

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Warum GENAU empfindest du es als Schande für unsere Kultur, furor?

 

Dass wir Christen ganz und gar den Einfluß auf die Medien verloren haben?

Haben wir das denn?

Wäre es gut, diesen Einfluß zu haben?

Falls ja, würde dieser Einfluß uns nicht korrumpieren?

Klar wäre das gut. Man kann nur dann überzeugen, "missionieren", wenn man auch sprechen kann. Und in den Medien muss man auch (überzeugend) sprechen können, das wäre jedenfalls gut. Das hat nichts mit Korruption zu tun, sondern mit Bekenntnis vor anderen.

Ist es eine Schande für uns Christen?

Oder für unsere Kultur, zu der wir gehören, die wir aber nicht ausmachen?

Oder ist es eine Schande, DASS wir Christen diese Kultur nicht ausmachen?

 

Und warum empfindest DU es als Schande für unsere Kultur - trifft es dich persönlich, oder meinst du es allgemein?

In einem christlichen Land kann es nicht sein, dass so ein Ereignis fast verdrängt wird, es sei denn, da ist Absicht dahinter. Dieser Papst hat weit über die Kirche hinaus großes bewirkt. Und 25 Jahre religiöser "Oberhirte" über 1/3 der Bevölkerung, das ist schon was.

 

Weshalb also keine Sondersendung zur besten Zeit? Weil der Papst zu medienfeindlich ist (kein Sex for Fun, Zölibat)? Oder weil er zu staatsfeindlich ist (Abtreibung, ...)?

 

Wenn man etwas in den Medien weghaben will, ist die beste Methode, es zu verschweigen.

 

Und dass dies geschieht, zeigt etwas über unser Land und unsere Medienkultur.

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Franciscus non papa

mach die augen auf und schau auf 25 jahre JP II

 

dieser papst ist in den medien, auch den deutschen, präsent wie kein papst vor ihm.

 

und auch und gerade die von dir als medienunwirksam genannten punkte haben die kirche und den glauben, letztlich auch ihn, den papst selbst, immer wieder ins gespräch gebracht.

 

was dir offensichtlich fehlt, ist eine huldigungsorgie im deutschen fernsehen. eine solche peinlichkeit ist uns aber erspart geblieben, dem himmel sei dank.

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Papsthuldigungen (Papolatrie) gibt es im polnischen und italienischen Fernsehen, bei den übrigen europäischen Fernsehstationen überhaupt nicht. Was soll's, da haben eben Katholikenfeinde das Sagen...

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Franciscus non papa
Papsthuldigungen (Papolatrie) gibt es im polnischen und italienischen Fernsehen, bei den übrigen europäischen Fernsehstationen überhaupt nicht. Was soll's, da haben eben Katholikenfeinde das Sagen...

blödsinn - es zeigt einfach, dass man erwachsen ist

 

eine blinde huldigung ..... naiv, unreif, ....

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Hallo furor und Kollegen,

 

Hängt euer Christsein davon ab, wie oft ihr einen gebrächlich wirkenden offensichtlich kranken alten Mann zu gesicht bekommt?

 

Ich meine das in allem respekt vor diesem Mann. Wie er mit seiner Krankheit um geht beeindruckt. Aber ich brauche nicht Stundenlanges Pope-TV um seine Lebensleistung zu würdigen. Ein stilles Gebet tuts auch.

 

Wenn ihr obenstehende Frage mit Ja beantwortet, geht in eine Altenheim aushelfen, das ist allemal christlicher als ein Überzogener Personenkult, den JPII, so denke ich, selber nicht wollen würde.

 

Gruß und Segen!

Frank

 

Ps.: Ist eigentlich off.topic: wollt ihr einen katholizismus nach Polnischer Prägung? Ich nicht![/font]

Edited by Frank
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Das sehe ich völlig anders. Frank. Johannes Paul ist der Stellvertreter Christi auf Erden und hat nebenbei fast genauso viele "Untertanen" ( oder wie man uns sonst nennen soll ) wie der Präsident von China. Man kann ihn durchaus als einen der wichtigsten Männer der Welt bezeichnen, der außerdem auf der ganzen Welt die Sozialordnung mitprägt. Er ist Vorsteher der größten Religionsgemeinschaft der Welt. Also wenn wir bei irgendwelchen Queengeburtstagen und -jubiläen tagelang mit live-Übertragungen von Feiern genervt werden sollte man erwarten können, daß für den Heiligen Vater auch zur besten Zeit Sendungen kommen.

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dieser papst ist in den medien, auch den deutschen, präsent wie kein papst vor ihm.

Er ist präsent, ja. Aber doch vor allem als Feindbild, oder?

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Ich meine das in allem respekt vor diesem Mann. Wie er mit seiner Krankheit um geht beeindruckt. Aber ich brauche nicht Stundenlanges Pope-TV um seine Lebensleistung zu würdigen. Ein stilles Gebet tuts auch.

 

...

 

Ps.: Ist eigentlich off.topic: wollt ihr einen katholizismus nach Polnischer Prägung? Ich nicht!

Hallo Frank,

 

wenn du vergleichst, wie ausführlich die Seligsprechung Mutter Theresas heute übertragen wurde, dann fehlte einfach ein vernünftiger Beitrag zu normaler Sendezeit über 25 Jahre Amtszeit. Das muss auch keine Beweihräucherung sein.

 

Aber mit deinem Nachsatz (polnische Prägung), was willst du damit sagen? Hast du nicht auch Ressentiments gegenüber dem Papst? Hältst du schon deshalb eine zu unkritische lange Berichterstattung über ihn für verfehlt?

 

Ich weiß nicht, was ein Katholizismus polnischer Prägung ist, aber diesen Papst halte ich für den besten, den ich mir vorstellen kann. Ich halte ihn für sehr gläubig, sehr lebensschützend und lebensbejahend, sehr weltoffen. Dinge, die ich hier in Deutschland - nicht nur in den Medien - oft vermisse.

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Hallo,

 

 

Dominic Erstellt am 19 Oct 2003, 13:09

  Das sehe ich völlig anders. Frank. Johannes Paul ist der Stellvertreter Christi auf Erden und hat nebenbei fast genauso viele "Untertanen" ( oder wie man uns sonst nennen soll ) wie der Präsident von China. Man kann ihn durchaus als einen der wichtigsten Männer der Welt bezeichnen, der außerdem auf der ganzen Welt die Sozialordnung mitprägt. Er ist Vorsteher der größten Religionsgemeinschaft der Welt. Also wenn wir bei irgendwelchen Queengeburtstagen und -jubiläen tagelang mit live-Übertragungen von Feiern genervt werden sollte man erwarten können, daß für den Heiligen Vater auch zur besten Zeit Sendungen kommen. 

 

furor Erstellt am 19 Oct 2003, 22:37

wenn du vergleichst, wie ausführlich die Seligsprechung Mutter Theresas heute übertragen wurde, dann fehlte einfach ein vernünftiger Beitrag zu normaler Sendezeit über 25 Jahre Amtszeit. Das muss auch keine Beweihräucherung sein.

 

Der einwand stimmt allerdings. Gerade der Vergleich mit dem Queengeburtstag trifft ins schwarze. Trotzdem, sehe ich darin nicht den untergang des Abendlandes.

 

Aber mit deinem Nachsatz (polnische Prägung), was willst du damit sagen? Hast du nicht auch Ressentiments gegenüber dem Papst? Hältst du schon deshalb eine zu unkritische lange Berichterstattung über ihn für verfehlt?

 

Ich weiß nicht, was ein Katholizismus polnischer Prägung ist, aber diesen Papst halte ich für den besten, den ich mir vorstellen kann. Ich halte ihn für sehr gläubig, sehr lebensschützend und lebensbejahend, sehr weltoffen. Dinge, die ich hier in Deutschland - nicht nur in den Medien - oft vermisse.

 

Ja, ich habe Ressentiments gegen den Papst, diese zu benenen gehört allerdings nicht zu diesem Thema, trotzdem respektiere, achte und verehre ihn. Kritisch, aber respektvoll. In einer langen Papstsendung hätte ich mir auch gewünscht, das solche Kritischen Punkte angesprochen werden. Und zwar so wie es sich gehört: Kritisch aber mit respekt und achtung vor dem Amt und der Person.

 

Was ich mit der "Polnischen Prägung" meinte war folgendes: Das Bild das ich (durch die Medien) von den Polnischen Brüdern und Schwestern habe ist, das sie alles was der Papst sgt und tut als uneingeschränkt richtig ansehen. Und zwar nicht weil sie dieser Überzeugung sind sondern weil es der Papst gesagt hat. Den weg kann und wikll ich nicht mitgehen. wenn ich anderer Überzeugung bin und wenn mich die argumente eines anderen nicht überzeugen können, auch wenn dieser andere´der Papst ist, will ich den Freiraum zum nachdenken. und den sehe ich in Polen nicht. einstückweit kann ich die Polenm auch verstehen, der Papst hat viel für die Befreiung Polens von der Kommunistischen Diktatur getan. Aber trotzdem ist das doch ein bisschen Strange.

Vielleicht stimmt mein Bild auch nicht, kann sein. Stimmt es aber, ist das nicht die denkkultur, die ich mir für unsere Heilige Mutter Kirche wünsche.

 

Gruß!

Frank

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Dann sind wir uns aber doch eigentlich einig geworden: Einige ausführliche Berichte zum Leben und Wirken des Heiligen Vaters, zur besten Sendezeit im ersten und zweiten Programm, wären wünschenswert gewesen, wobei man beispielsweise nicht auf einen kritischen Kommentar durch einen Korrespondenten während oder nach der Sendung hätte verzichten wollen. Das wäre vor allem wünschenswert gewesen, um seine Wichtigkeit zu unterstreichen. Und daß eine solche Berichterstattung fehlt, ist eben ein Zeichen dafür, daß der deutsche Rundfunk der Rolle des Papstes gewollt oder ungewollt nicht gerecht wird.

 

Ich persönlich bin zwar der Meinung, daß die mangelhafte Berichterstattung schade ist. Sie hat aber garkeine Auswirkungen auf die Popularität oder Unpopularität des Papstes, denn wer wirklich ettwas über ihn erfahren will, der kann es. Ich war bspw von der Übertragung des Jubiläumskonzertes recht beeindruckt. Und außerdem kann auch die schlechteste Berichterstattung dem Wirken und der Wirkung des Papstes keinen Abbruch tun.

 

Das mit dem polnischen Katholizismus wäre doch eigentlich eine eigenen Diskussionsstrang wert, es würde mich jedenfalls sehr interessieren sowas von Euch lesen zu können!

 

Gruß Dominic

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Ja, ich habe Ressentiments gegen den Papst, diese zu benenen gehört allerdings nicht zu diesem Thema, trotzdem respektiere, achte und verehre ihn. Kritisch, aber respektvoll. In einer langen Papstsendung hätte ich mir auch gewünscht, das solche Kritischen Punkte angesprochen werden. Und zwar so wie es sich gehört: Kritisch aber mit respekt und achtung vor dem Amt und der Person.

 

Was ich mit der "Polnischen Prägung" meinte war folgendes: Das Bild das ich (durch die Medien) von den Polnischen Brüdern und Schwestern habe ist, das sie alles was der Papst sgt und tut als uneingeschränkt richtig ansehen. Und zwar nicht weil sie dieser Überzeugung sind sondern weil es der Papst gesagt hat. Den weg kann und wikll ich nicht mitgehen. wenn ich anderer Überzeugung bin und wenn mich die argumente eines anderen nicht überzeugen können, auch wenn dieser andere´der Papst ist, will ich den Freiraum zum nachdenken. und den sehe ich in Polen nicht. einstückweit kann ich die Polenm auch verstehen, der Papst hat viel für die Befreiung Polens von der Kommunistischen Diktatur getan. Aber trotzdem ist das doch ein bisschen Strange.

Vielleicht stimmt mein Bild auch nicht, kann sein. Stimmt es aber, ist das nicht die denkkultur, die ich mir für unsere Heilige Mutter Kirche wünsche.

 

Gruß!

Frank

Und wie stehst du zu dem Gebot des Gehorsams, das Teil der evangelischen Gebote ist? Über den Papst hinaus war dies immer ein Leitgedanke der katholischen Kirche.

 

Ich will das ein bisschen ausführen. Gehorsam in diesem Sinne besagt, wenn ich das richtig sehe, dass man immer die Lehre der Kirche (und somit die Personen, die sie nach Hierarchie verkünden dürfen) anerkennen muss und ihr folgen muss, es sei denn, man kann dies nicht mit seinem Gewissen vereinbaren. Flapsig gesagt: Man muss der Lehre und ihren Verkündigern zunächst sehr positiv folgen, es sei denn, man hat schwerwiegende Einwände.

 

Dieses Gebot ist in unserer Kultur ganz aus der Mode gekommen. Wenn man es aber ganz ignoriert, und nur dann die Lehre anerkennt, wenn sie einen völlig überzeugt, dann stellt man sich über diese Lehre und somit über die katholische Kirche.

 

Wo siehst du bei diesen Alternativen Deutschland, und wo Polen? Und wo siehst du dich?

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Hallo,

 

@Dominic:

Schön, das wir uns im großen und ganzen einig sind. Das Jubiläumskonzert durfte ich leider nicht sehen. Am Mittwoch habe ich inder Sendereihe Stationen im BR eine Dokumentation über die Papstreisen gesehen, am Donnerstag den Festgottesdienst zum Jubiläum und als am freitag auf 3Sat das Jubiläumskonzert kam, hat meine atheistische Freundin gestreikt. Und da ich mein Schatz liebe, habe ich (leider) klein bei gegeben.

 

@furor:

Es gibt wichtige Punkte bei denen ich starke Bedenken habe. Z.B. Der Ausstieg aus der staatl. Schwangerenkonfliktberatung. Obwohl ich strikt gegen Abtreibung bin (ich halte sie für Mord) fand ich es einen Feler von unseren Papst den Ausstieg zu verordnen. Oder die Stellungnahmen zur Homosexualität. Die Mutter meiner Ex- Freundin (aus Polen stammend) hätte mir den Kopf abgerissen wenn ich es nur gewagt hätte in ihrem beisein meine Kritik auch nur zu denken. Hier in deutschland erlebe ich teilweise die gleiche Maßlosigkeit in umgekehrter Richtung. Wir (vielleicht manchmal auch ich) sind doch teilweise zu Kritisch. Die gesunde Mischung machts. Das waren die Moralischen bedenken, wo ich an meinem Gewissen nicht vorbei komme. Anders sieht das für mich mit dem gehorsam aus. Wenn der Papst die enthaltsamkeit vor der Ehe predigt, sehe ich mir erst einmal an, wie er Argumentiert. Dann sehe ich, gut, er will nicht das der (sexual-)Partner zum Lustobjekt wird, sondern das ich den Menschen dahinter gerecht werde. Also Schlußfolgere ich: Die Enthaltsamkeit kann (will) ich nicht leben, treue, achtung und respekt dem Partner gegen über, bin ich meiner Freundin gegenüber Schuldig. Und ich denke ich bin damit noch auf dem boden der Lehre des Papstes oder ist das schon ungehorsam?

 

Gruß!

Frank

Edited by Frank
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Bei der Schwangerenkonfliktberatung kann man vielleicht streiten, welches Vorgehen mehr Kinder rettet, aber was für Probleme hast du mit dem Verbot ausgelebter Homosexualität? Sie ist doch zu nichts gut, weil keine Kinder daraus entstehen können, und das ist ja der eigentliche Zweck der geschlechtlichen Vereinigung! Und jetzt komm mir bitte nicht mit Liebe, die sich auch körperlich ausdrücken muß! Wieso denn? Ein bißchen Zurückhaltung hat noch keinem geschadet. Man darf dem Körper nicht zu viel geben, das reißt einen ganz runter. Entsprechendes denke ich natürlich auch über normale Beziehungen. Ich würde jedenfalls keine "angeknabberten Äpfel" nehmen.

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@ furor

 

Was du da unter dem Stichwort "Gehorsam" beschreibst, halte ich - gelinde gesagt - für gefährlich. Dein positivistisches Verständnis von Gehorsam ist in der Vergangenheit immer wieder von kirchlichen und politischen Stellen proklamiert und dann leidlich ausgenutzt worden (zB in der dunkelsten Zeit der deutschen Geschichte des 20. Jhdts.). Mir geht das zu sehr in Richtung "Kadavergehorsam", "Enteignung des eigenen Willens und der eigenen Überzeugungen" und "Fahneneid" - was du vll. nicht so gemeint haben magst.

Ich finde, daß man sich jedem Menschen und jeder Institution zunächst mit einem kritischen Blick nähern sollte - wobei ich "kritisch" durchaus im ursprünglichen Sinne des Wortes verstehe: mit einem unterscheidenden, differenzierenden Blick. Denn nichts und niemand ist "nur gut" oder "nur schlecht" - man muß sich allerdings etwas bemühen, um jeweils beide Seiten zu entdecken und nicht nur der werbenden Fassade Glauben schenken (und ihr dann womöglich verfallen). Es wäre (und war in der Vergangenheit) fatal, der Kirche und best. politischen Führern mit einem vorbehaltlosen und grenzenlosen Gehorsam - sozusagen einer Selbstübereignung - zu begegnen; dafür haben Millionen von Menschen im letzten Weltkrieg mit dem Leben bezahlt.

Keine Institution, kein Mensch hat das Recht, einen solchen Gehorsam einzufordern - das hat selbst schon Jesus mit seinen Reden gegen die Pharisäer (die damaligen religiösen Führer) immer wieder betont.

 

Claus

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Franciscus non papa
Bei der Schwangerenkonfliktberatung kann man vielleicht streiten, welches Vorgehen mehr Kinder rettet, aber was für Probleme hast du mit dem Verbot ausgelebter Homosexualität? Sie ist doch zu nichts gut, weil keine Kinder daraus entstehen können, und das ist ja der eigentliche Zweck der geschlechtlichen Vereinigung! Und jetzt komm mir bitte nicht mit Liebe, die sich auch körperlich ausdrücken muß! Wieso denn? Ein bißchen Zurückhaltung hat noch keinem geschadet. Man darf dem Körper nicht zu viel geben, das reißt einen ganz runter. Entsprechendes denke ich natürlich auch über normale Beziehungen. Ich würde jedenfalls keine "angeknabberten Äpfel" nehmen.

sorry - aber sexualität ist eine form der "sprache der liebe" und du ....... willst tatsächlich erwachsenen menschen, die sich lieben und mit ihrer liebe keinem schaden, verbieten diese liebe zu leben.

 

und dann noch mit diesen geradezu abseitigen argumenten, diese liebe sei zu nichts nütze, weil daraus keine kinder entstehen können. damit triffst du alle (alten) ehepaare, die keine kinder (mehr) bekommen können gleich auch noch mit. wer um himmels willen gibt dir das recht, eine wertigkeit der liebe - und dann auch noch nach einem zweifelhaften nutzeffekt - aufzustellen.

 

ein bisschen zurückhaltung in der verbreitung deiner verbalen umweltverschmutzung wäre auch ganz gut, und sie würde dir nicht schaden, den thread aber besser stellen.

 

*wütend über soviel arroganz* :blink:

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Bei der Schwangerenkonfliktberatung kann man vielleicht streiten, welches Vorgehen mehr Kinder rettet, aber was für Probleme hast du mit dem Verbot ausgelebter Homosexualität? Sie ist doch zu nichts gut, weil keine Kinder daraus entstehen können, und das ist ja der eigentliche Zweck der geschlechtlichen Vereinigung! Und jetzt komm mir bitte nicht mit Liebe, die sich auch körperlich ausdrücken muß! Wieso denn? Ein bißchen Zurückhaltung hat noch keinem geschadet. Man darf dem Körper nicht zu viel geben, das reißt einen ganz runter.  Entsprechendes denke ich natürlich auch über normale Beziehungen. Ich würde jedenfalls keine "angeknabberten Äpfel" nehmen.

sorry - aber sexualität ist eine form der "sprache der liebe" und du ....... willst tatsächlich erwachsenen menschen, die sich lieben und mit ihrer liebe keinem schaden, verbieten diese liebe zu leben.

 

und dann noch mit diesen geradezu abseitigen argumenten, diese liebe sei zu nichts nütze, weil daraus keine kinder entstehen können. damit triffst du alle (alten) ehepaare, die keine kinder (mehr) bekommen können gleich auch noch mit. wer um himmels willen gibt dir das recht, eine wertigkeit der liebe - und dann auch noch nach einem zweifelhaften nutzeffekt - aufzustellen.

 

ein bisschen zurückhaltung in der verbreitung deiner verbalen umweltverschmutzung wäre auch ganz gut, und sie würde dir nicht schaden, den thread aber besser stellen.

 

*wütend über soviel arroganz* :blink:

Danke, FranJo!

Ich war ähnlich erbost über diese Arroganz, kenne sie aber durchaus aus einschlägigen katholischen Kreisen. Deshalb habe ich mir ein Statement auch verkniffen.

Dahinter steckt ein - sagen wir mal vorsichtig - "verhütetes" Leben der eigenen Sexualität - und das wird hier als das Nonplusultra dargestellt.

Aber du hast völlig recht: Niemand hat das Recht, über die Sexualität anderer - sei sie nun homo-, heterosexuell oder zölibatär - zu urteilen! Niemand!!!

 

Claus

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Hallo!

 

Gehorsam gegen Gott heist auch Gehorsan gegen den papst, Gehorsam gegen den Papst heist aber nicht Hirn am Kirchenportal abgeben.

 

Sexualität ist, wenn ich recht informiert bin, nach der Katholischen Lehre von gott Geschenkt als eine Ausdrucksmöglichkeit der Liebe. Warum die Homosexuelle Liebe da nun Ausgeschlossen sein soll, geht mir nicht ins Hirn und die Nutzenerechnung Nachdem Motto "gut ist was Kinder schafft" ist sowas von Vorgestern, das ich darauf nicht näher eingehen möchte.

 

@Claus:

Meintest du mit "verhütetes Leben" etwa Verklemmt??? Nur ne Frage. :angry: *ganzschnellwegduckundabhau*

 

 

Gruß!

Frank

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Hallo!

 

@Claus:

Meintest du mit "verhütetes Leben" etwa Verklemmt??? Nur ne Frage. :angry: *ganzschnellwegduckundabhau*

 

Gruß!

Frank

Eher noch schlimmer. Aber ich wollte es nicht zu brutal formulieren. :blink:

 

Claus

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Hallo!

 

@Claus:

Meintest du mit "verhütetes Leben" etwa Verklemmt??? Nur ne Frage.  :angry: *ganzschnellwegduckundabhau*

 

Gruß!

Frank

Eher noch schlimmer. Aber ich wollte es nicht zu brutal formulieren. :blink:

 

Claus

 

Mal schaun was könnte noch schlimmer sein als... ? wie wärs mit "Prüde"?

Edited by Frank
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